Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Lernen - was ist das?
1.1 Lernen - eine allgemeine Definition
1.2 Zu den biologischen und...
5. Starke Kinder
6. Warum Hausaufgaben sinnvoll sind
7. Wie man Hausaufgaben und Lernen gemeinsam mit dem Kind bewältigt
7...
digiload24 GbR
www.digiload24.de
support@digiload24.de
ISBN 978-3-944793-26-9
Copyright © digiload24 GbR, Nittendorf
Das W...
Probleme bei der Darstellung?
Sollten Sie Probleme bei der Auflösung oder richtigen Darstellung der Inhalte auf Ihrem Endg...
Einleitung
Der folgende Ratgeber möchte Ihnen und Ihrem Kind praktische Hilfen geben für die
Überwindung von schulischen u...
Wiederholen? Wie gehe ich mit schlechten Noten aus der Schule um? Wie kann man
gezielt Gehirnregionen anregen und nutzen? ...
1. Lernen - was ist das?
1.1 Lernen - eine allgemeine Definition
Es gibt zwei Typen von Lernen:
1. Das intentionale, also ...


Des Sozialen (wie interagiere und kommuniziere ich erfolgreich mit anderen?)



Des Geistigen (Kognition, Denken und W...
1.2 Zu den biologischen und psychologischen Aspekten des Lernens
Grundlage für das erfolgreiche Lernen sind die Positivitä...
Fieber oder Krankheit. In anderen Phasen geht hingegen das Lernen sehr gut. Fordern
Sie Ihr Kind durchaus zur Selbstbeobac...
bestimmten Reihenfolge anzuordnen? Z. B. chronologisch, also in der zeitlichen
Reihenfolge ihres Geschehens, oder systemat...
entsprechendes Bild dazu, dann sieht es. Erinnern Sie es vielleicht noch an den Geruch
von Blüten, oder bringen Sie eine B...


Das Kind soll zum Lernen, auch außerhalb künstlich geschaffener Lernwelten
wie der Schule, angeregt werden. Auch soll e...


Das Kind soll Empathie (Mitgefühl, Mitempfinden), Toleranz, Respekt und
Hilfsbereitschaft für andere entwickeln, aber a...
2. Lernschwierigkeiten
Lernschwierigkeiten sind weder eine Krankheit noch eine Störung, die ausschließlich in
der Persönli...
3. Ordnung ist das halbe Leben - stimmt das?
Nein, aber Ordnung ist trotzdem nicht altmodisch. Bitte stellen Sie sich kein...


Das Arbeitsmaterial ist übersichtlich und greifbar.



Ordnung verhindert, dass Dinge verloren oder kaputt gehen.

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...


Ordnung steigert die Achtung vor der Wichtigkeit und dem Wert des
Arbeitsmaterials (z. B. den Respekt vor dem auch idee...
Im Folgenden wird die Bedeutung des Kinderzimmers als Arbeitsraum und eines
ordentlichen Arbeitsplatzes erläutert.

3.1 Da...
werden. Alle Bauklötze in die blaue Kiste, alle Spielfiguren in die rote Kiste etc. Richten
Sie schon früh Regale und ande...
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Lernschwierigkeiten überwinden leseprobe

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Der Ratgeber von Fedor Singer rund um alle Lernschwierigkeiten und wie man sie erfolgreich hinter sich lässt!

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Lernschwierigkeiten überwinden leseprobe

  1. 1. Inhaltsverzeichnis Einleitung 1. Lernen - was ist das? 1.1 Lernen - eine allgemeine Definition 1.2 Zu den biologischen und psychologischen Aspekten des Lernens 1.3 Was Lernende schließlich können 2. Lernschwierigkeiten 3. Ordnung ist das halbe Leben - stimmt das? 3.1 Das Kinderzimmer als Arbeitsraum 3.2 Ordnung halten - können Kinder das? 3.2.1 Kleinkinder und Kinder im Vorschulalter 3.2.2 Kinder im Schulalter 3.2.3 Pubertät 3.3 Der Arbeitsplatz 3.4 Der Schulranzen 4. Starke Eltern Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 1
  2. 2. 5. Starke Kinder 6. Warum Hausaufgaben sinnvoll sind 7. Wie man Hausaufgaben und Lernen gemeinsam mit dem Kind bewältigt 7.1 Visualisierung 7.2 Dopamin - ein entscheidender Botenstoff im Gehirn, der uns glücklich macht 7.3 Ganzheitliches Lernen mit allen Sinnen und beiden Gehirnhälften 7.4 Lernen durch Wiederholen 7.5 Die mündliche Beteiligung in der Schule 7.6 Klassenarbeiten vorbereiten 7.7 Wie gehe ich mit schlechten Noten oder einer Kritik aus der Schule um? 7.7.1 Erfolgserlebnisse 7.7.2 Soll ich mein Kind bestrafen oder tadeln? 7.7.3 Motivation 8. 25 zusätzliche Lerntipps Über den Autor Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 2
  3. 3. digiload24 GbR www.digiload24.de support@digiload24.de ISBN 978-3-944793-26-9 Copyright © digiload24 GbR, Nittendorf Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung - auch auszugsweise - ist nur mit Zustimmung von digiload24 erlaubt. Alle Rechte vorbehalten. 1. Auflage, Juli 2013 Trotz sorgfältigen Lektorats können sich Fehler einschleichen. Autor und digiload24 sind deshalb dankbar für Hinweise. Jegliche Haftung für Folgen, die auf unvollständige oder fehlerhafte Angaben zurückzuführen sind, ist ausgeschlossen. Coverbild und Bilder unterliegen dem Copyright und entstammen folgenden Quellen: Coverbild © valiza14 - Fotolia.com ; Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 3
  4. 4. Probleme bei der Darstellung? Sollten Sie Probleme bei der Auflösung oder richtigen Darstellung der Inhalte auf Ihrem Endgerät haben, so senden Sie an unseren Kundenservice eine E-Mail (support@digiload24.de) mit einer Kopie der Rechnung im Anhang. Wir werden Ihnen dann ein anderes Format zukommen lassen, damit Sie auch ohne Probleme unsere Ratgeber lesen und anwenden können. Folgen Sie uns! Profitieren Sie von unseren Gewinnspielen, Gutscheinaktionen, Rabattaktionen und verpassen Sie keine Neuveröffentlichung! http://facebook.com/digiload24 http://twitter.com/digiload24 Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 4
  5. 5. Einleitung Der folgende Ratgeber möchte Ihnen und Ihrem Kind praktische Hilfen geben für die Überwindung von schulischen und anderen Lernschwierigkeiten. Zunächst werden die Begriffe Lernen und Lernschwierigkeiten eingängig beschrieben: So gibt es z. B. biologische und psychologische Faktoren des Lernens. Dann geht es um die Lösung konkreter Probleme: Es wird z. B. erläutert, was Ihrem Kind die richtige Ordnung nützt. Wie lernt das Kind, Ordnung aufrechtzuerhalten? Wie motiviert man das Kind zu Ordnung? Wie vermittelt man dem Kind einen Sinn für Ordnung? Es werden Ihnen Wege aufgezeigt, wie Sie lernbezogene Probleme lösen können und wie man den Schulalltag erfolgreich meistert. Dann werden Sie informiert, warum starke Eltern unerlässlich sind, und was die richtige Stärke der Eltern auszeichnet. Auch die Frage, was ein Kind stark macht, wird beantwortet. Dieser Ratgeber erklärt, warum Hausaufgaben sinnvoll sind und welche Probleme entstehen können. Auch werden Sie gezielt zur alltäglichen Bewältigung der Hausaufgaben geführt. Was ist eigentlich die Visualisierung? Wie lernt man durch Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 5
  6. 6. Wiederholen? Wie gehe ich mit schlechten Noten aus der Schule um? Wie kann man gezielt Gehirnregionen anregen und nutzen? Welche Rolle spielen die Sinne? Am Schluss stehen dann noch 25 zusätzliche praktische Lerntipps, die den Lernalltag mit Kindern leichter machen. Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 6
  7. 7. 1. Lernen - was ist das? 1.1 Lernen - eine allgemeine Definition Es gibt zwei Typen von Lernen: 1. Das intentionale, also absichtliche Lernen (wie es häufig in künstlich geschaffenen Lernumgebungen stattfindet, wie etwa Schulen, Seminaren, Büchern, Universitäten, Berufsschulen etc.) 2. Das implizite, also unbeabsichtigte, beiläufige Lernen (wie es nebenbei durch die alltäglichen - gewöhnlichen oder außergewöhnlichen - Ereignisse, Erfahrungen, Kommunikationen und Handlungen passiert.) Erworben werden Kenntnisse, Fähigkeiten oder Erfahrungen im Bereich ...  Des Körperlichen (Kenntnisse über eigene Körperreaktionen und andere materielle Dinge) Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 7
  8. 8.  Des Sozialen (wie interagiere und kommuniziere ich erfolgreich mit anderen?)  Des Geistigen (Kognition, Denken und Wissen werden erweitert). Vereinfacht gesagt ist das Lernen das Rezipieren (Aufnehmen), das Verarbeiten und das Anwenden von Informationen. Es ist eine Veränderung des Denkens, des Erlebens, der Gefühle oder des Verhaltens, der Kommunikation oder der Handlungen durch Erfahrung, neue Einsichten in Zusammenhänge und Tatsachen, durch die reflektierte Verarbeitung der sinnlichen Wahrnehmung der Umwelt oder durch die Selbstreflexion eigener Gefühle, Veränderungen, Gedanken etc. Durch das Gelernte kann man sich gezielt der Umwelt anpassen, sinnvoll und situationsgemäß auf sie reagieren und sich in ihr verhalten. Auch die Veränderung der Umwelt im eigenen Interesse gehört mit dazu. Lernen verändert also das Verhalten und Reagieren und kann Leistungen verbessern. Besonders wertvoll ist das Wissen, dass der Mensch in Worte kleiden kann - denn nur dann ist es wirklich bewusst. Manche Erkenntnisse sind hart erarbeitet, andere geschehen wie automatisch. Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 8
  9. 9. 1.2 Zu den biologischen und psychologischen Aspekten des Lernens Grundlage für das erfolgreiche Lernen sind die Positivität des Gelernten und ein gewisser Optimismus. Das Gelernte sollte an sich positiv auf den Lerner wirken, er sollte es von daher also lernen wollen. Ist dies einmal nicht der Fall, kann man versuchen, den Lernstoff positiv zu verpacken, z. B. in eine lustige Geschichte, in eine spannende Textaufgabe, oder man zeigt ein anregendes Medium dazu. Auch kann man mit Zusammenhängen arbeiten. So kann das Gelernte etwa im Zusammenhang mit positiv besetzten Personen, Dingen, Spielzeugen, Gedanken, Erfahrungen, Erlebnisse etc. stehen. Wichtig ist jedenfalls, dass das Gelernte irgendwie positiv besetzt ist. Auch ein grundsätzlicher Optimismus ist wichtig, also ein "Ich schaffe das!" oder nach Niederlagen ein "Jetzt erst recht!" Diesen Optimismus kann man schüren, in dem man auf bereits Erreichtes oder auf errungene Siege verweist; auf positive Vorbilder, die es auch geschafft haben; oder schlicht auf die Fähigkeiten des Kindes und dass man an sie glaubt. Allerdings kann man nicht immer gleich gut lernen. Es gibt Phasen des Tages, die das Lernen erschweren: kurz nach dem Aufstehen, bei körperlicher oder geistiger Müdigkeit, nach reichhaltigem Essen, bei Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 9
  10. 10. Fieber oder Krankheit. In anderen Phasen geht hingegen das Lernen sehr gut. Fordern Sie Ihr Kind durchaus zur Selbstbeobachtung auf und hören Sie auf die Hinweise des Kindes. Natürlich darf die Behauptung, nicht lernen zu können, nicht zur Ausrede werden. Aber wenn Sie Ihr Kind aufmerksam wahrnehmen, werden Ihnen selbst die Phasen des guten Lernens auffallen. Ist das Kind besonders aufmerksam? Fragt es gerade viel, ist es neugierig? Ist es ausgeruht und nicht vollgegessen? Ist es nicht abgelenkt? Das versuchen Sie, eine Lernphase einzuleiten. Beim Denken und Lernen werden neue Informationen ins Gehirn aufgenommen und dort neuronal vernetzt. Das heißt, die Information bekommt einen Platz und eine Verbindung zu anderen Informationen. Auf diese Weise ist nicht nur die Information verfügbar, sondern auch ihr Zusammenhang zu Nachbarinformationen. Lernt das Kind die Information B, wird auch abgespeichert, dass sie z. B. eine Alternative zu der bereits vorhandenen Information A ist. Dies bedeutet, dass sie die Gehirntätigkeit des Kindes erleichtern und optimieren können, indem sie das Gelernte gut strukturieren. Kann man etwa den Stoff in mehrere Gruppen einteilen? Zeichnet sich jede Gruppe durch ein gemeinsames Merkmal aus? Ist eine bestimmte Auswahl möglich oder Vergleiche? Kann man einen Gegenstand in einen anderen integrieren? Sind Dinge in einer Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 10
  11. 11. bestimmten Reihenfolge anzuordnen? Z. B. chronologisch, also in der zeitlichen Reihenfolge ihres Geschehens, oder systematisch, also nach bestimmten inhaltlichen Aspekten geordnet? Kann man einzelne konkrete Aspekte verallgemeinern zu einer Regel, zu einer allgemeinen Beobachtung? In diesem Zusammenhang sind Visualisierungen sinnvoll. Beziehen Sie Medien ein, die die Dinge und Zusammenhänge anschaulich darstellen. Nehmen Sie sich Zeit mit Ihrem Kind! Das Gehirn braucht Zeit von der Wahrnehmung des Reizes bzw. der Information und der chemischen Verfestigung der Information im Gehirn. Hierbei helfen Wiederholungen! Der Sinn von Wiederholungen ergibt sich also nicht nur aus Erfahrungswerten der Lehre, sondern ist auch hirnphysiologisch begründet. Sie fördern vor allem den Übergang einer Informationen vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis. Reize können natürlich gesehen, gehört, gefühlt, gerochen oder geschmeckt werden. Die meisten unserer Informationen beziehen wir aber über das Sehen, gefolgt vom Hören. Je mehr Sinnesorgane beteiligt sind, desto erfolgreicher die Verfestigung der Information. Wenn Sie also Ihrem Kind etwas über die Bestäubung erklären, hört es. Zeigen Sie doch einfach ein Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 11
  12. 12. entsprechendes Bild dazu, dann sieht es. Erinnern Sie es vielleicht noch an den Geruch von Blüten, oder bringen Sie eine Blüte mit. Dann riecht es. Schließlich kann man noch feststellen, dass es meist schädlich ist, nur vor Klassenarbeiten oder Prüfungen zu lernen. Regelmäßiges Lernen in kleinen Portionen ist dauerhaft viel effektiver! Vermeiden Sie dabei Stress und ablenkende Reize. Der Augenblick des Begreifens kann und soll Freude machen. Gereizte Stimmung und vielleicht sogar Furcht wirken sich negativ aus. 1.3 Was Lernende schließlich können Neben dem Erwerb fachlicher Kompetenzen in bestimmten Schulfächern, in bestimmten Sachgebieten, in Mengen von (vernetzten) Vokabeln etc. werden langfristig bestimmte Ziele anvisiert, z. B. psychologische, allgemeine oder soziale Kompetenzen:  Das Kind soll den Alltag besser bestehen können, auch selbstständiger. Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 12
  13. 13.  Das Kind soll zum Lernen, auch außerhalb künstlich geschaffener Lernwelten wie der Schule, angeregt werden. Auch soll es sich selbst zum Lernen bewegen können.  Die Kommunikations- und Handlungsfähigkeit soll ausgebaut, bewusster und selbstständiger werden.  Das Selbstbewusstsein soll gestärkt werden.  Das Kind soll zu bewusster Eigenreflexion und Selbstbeobachtung und zu Eigenverantwortung angeregt werden.  Das Kind soll emotionale Intelligenz entwickeln, also die eigenen Gefühle kennen, sie so beeinflussen können, dass sie der Erreichung von Zielen dienen und auch Gefühle in anderen hervorrufen können.  Die Integration in Gruppen soll ermöglicht werden zur Erreichung gemeinsamer Ziele. Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 13
  14. 14.  Das Kind soll Empathie (Mitgefühl, Mitempfinden), Toleranz, Respekt und Hilfsbereitschaft für andere entwickeln, aber auch den eigenen Standpunkt vertreten können. Hier sollte ein gesundes Gleichgewicht bestehen und ein Gespür dafür, in welcher Situation was angebracht ist.  Irgendwann soll das Kind einen Beruf erlernen, ergreifen und in der Arbeitswelt bestehen.  Das Kind soll sich selbstständig Lebensziele und Lernziele abstecken können.  Das Kind soll Aufgaben, Konflikte und Krisen bewältigen können.  Das Kind soll führen können, aber auch Führungspersönlichkeiten respektieren. Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 14
  15. 15. 2. Lernschwierigkeiten Lernschwierigkeiten sind weder eine Krankheit noch eine Störung, die ausschließlich in der Persönlichkeit des Kindes begründet ist. Tatsächlich wirken folgende Faktoren zusammen, wenn Lernschwierigkeiten auftreten:      Körperliche, psychische und geistige Faktoren des Kindes (Intelligenzquotient, soziale Kompetenz, Konzentration, Motivation, Selbststeuerung etc.) Bedingungen des bisherigen Erziehungs- und Bildungsprozesses Unterrichtssituation, Lehrkräfte (welche Methoden werden angewendet und sind diese für das Kind geeignet?) Etwaiger Migrationshintergrund: Sprachschwierigkeiten? Fremdheit? Gewöhnungsschwierigkeiten? Soziales Umfeld: Bildungsferne der Eltern? Falscher Medienkonsum? Die Feststellung von Lernschwierigkeiten sind kein Urteil über die Gesamtpersönlichkeit des Kindes und auch kein Beweis für das völlige Versagen der Eltern. Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 15
  16. 16. 3. Ordnung ist das halbe Leben - stimmt das? Nein, aber Ordnung ist trotzdem nicht altmodisch. Bitte stellen Sie sich keinen Schulmeister aus dem wilhelminischen Kaiserreich vor, der die Kinder streng diszipliniert und - notfalls mit Gewalt oder zumindest mit schweren Strafen - die Kinder zu Zucht und Ordnung drillt. Aber auch heute noch, in modernen, demokratischen Zeiten, in denen Kinder ein Mitspracherecht verliehen wird und Sie zur demokratischen Teilhabe angehalten werden, ist die Ordnung als grundsätzliche Tugend für die Schule und auch das außerschulische Lernen unerlässlich. Warum? Folgende Argumente sprechen für Ordnung:  Ordnung ist etwas sehr Natürliches. Schon die Moleküle und Zellen als kleinste Bestandteile des menschlichen Körpers haben eine feste Anordnung, ohne die es wohl kein Leben geben würde.  Ordnung zu halten bringt Ihrem Kind eine erhebliche Zeitersparnis ein, denn was gesucht wird, wird schneller und gezielter gefunden. Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 16
  17. 17.  Das Arbeitsmaterial ist übersichtlich und greifbar.  Ordnung verhindert, dass Dinge verloren oder kaputt gehen.  Der Arbeitsalltag des schulischen Lebens wird vereinfacht.  Ordnung sorgt für Klarheit und einen klaren Kopf.  Ordnung strukturiert das Denken bzw. ist mit dem Denken verknüpft. Die Einteilung des Schulalltags in verschiedene Fächer, Typen von Aufgaben etc. bildet sich in der Ordnung ab. Ordnung ist eine Systematik und fördert systematisches Denken.  Nicht das Chaos ist kreativ (was eine beliebte Ausrede ist), sondern Ordnung schafft Raum für neue Ideen, neue Lösungsansätze und Kreativität.  Ordnung hält den Kopf frei und vermindert das unübersichtliche Chaos, das es wie einen Berg zu erklimmen gilt. Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 17
  18. 18.  Ordnung steigert die Achtung vor der Wichtigkeit und dem Wert des Arbeitsmaterials (z. B. den Respekt vor dem auch ideellen, geistigen Wert von Büchern).  Ordnung steigert die Selbstachtung - "Ich habe es geschafft, Ordnung zu halten!"  Ordnung gibt Ihrem Kind ein gesundes Gefühl von Kontrolle und erhöht das Gefühl, die Aufgaben bewältigen zu können.  Ordnung vermittelt ein Gefühl von Sicherheit.  Ordnung macht Planung möglich und Handlungsmuster, die das Lernen erleichtern.  Ordnung erleichtert Sauberkeit und Hygiene.  Ordnung lässt die Kinder an der Welt der Erwachsenen teilhaben - die müssen nämlich auch Ordnung halten. Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 18
  19. 19. Im Folgenden wird die Bedeutung des Kinderzimmers als Arbeitsraum und eines ordentlichen Arbeitsplatzes erläutert. 3.1 Das Kinderzimmer als Arbeitsraum Das Kinderzimmer ist in den ersten Jahren der Kindheit ein Schlaf- und Wohnraum, vor allem ein Spielraum. Nicht selten bringt das ein gewisses Chaos mit sich. Erst mit Beginn der Schulzeit nimmt die Notwendigkeit des Arbeitens vom Kinderzimmer Besitz. Deswegen ist es wichtig, schon vor der Einschulung mit der Gewöhnung Ihres Kindes an die neue Situation zu beginnen. Richten Sie, falls möglich, schon früher den kindgerechten Schreibtisch ein. Schaffen Sie frühzeitig das Arbeitsmaterial für die erste Klasse an. Die Schulleitung Ihrer Grundschule oder die zukünftige Klassenlehrerin, der zukünftige Klassenlehrer kann Ihnen hier Informationen geben. Sorgen Sie schon beim Spiel für eine gewisse Ordnung. Schaffen Sie z. B. mehrere Kisten in unterschiedlichen Farben an, in die unterschiedliche Arten von Spielzeug nach dem Spielen untergebracht Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 19
  20. 20. werden. Alle Bauklötze in die blaue Kiste, alle Spielfiguren in die rote Kiste etc. Richten Sie schon früh Regale und andere Ordnungssysteme für das Spielzeug ein. So lernt das Kind rechtzeitig, wie wichtig Ordnung ist. Dann wird es bei der Einschulung nicht ins kalte Wasser geschubst. Nur wenn bereits das Spielzimmer ordentlich gehalten wird, wird auch der Arbeitsplatz ordentlich werden. Sie dürfen Ihrem Kind durchaus die Entwicklung eines eigenen Ordnungsbegriffs erlauben, beteiligen Sie es bei der Anschaffung von entsprechenden Ordnungssystemen, Möbeln, Kisten etc. Das Kind soll ruhig selbst entscheiden, welche Kiste wofür verwendet wird, welche Kuscheltiere im Regal stehen sollen und welche im Bett liegen. Es kann so einen eigenen Ordnungssinn entwickeln. Im Spielzimmer hat das Aufräumen häufig lediglich den Zweck, dass das Kind einen Ordnungssinn entwickelt. Mit der Einschulung ändert sich das. Nun ist der ordentliche Arbeitsraum die Grundvoraussetzung für effektives und gelingendes Lernen und Arbeiten. Also: Beginnen Sie rechtzeitig damit! Trennen Sie im Kinderzimmer deutlich zwischen Arbeitsbereich und Wohn-Spielbereich. Das eine dient der schulischen Entwicklung, das andere dem Vergnügen. Stellen Sie den Arbeitsplatz als etwas besonders Wichtiges heraus. Will die Trennung zwischen Arbeits- und Spielbereich nicht gelingen, Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 20
  21. 21. Sie haben das Ende der Leseprobe erreicht. Kaufen Sie jetzt das eBook für nur 4,99 € bei Amazon. Das eBook steht Ihnen sofort nach dem Kauf zur Verfügung. Viel Spaß beim Lesen und vielen Dank für Ihr Vertrauen. Copyright © 2013 digiload24 Lernschwierigkeiten überwinden | Fedor Singer | Seite 21

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