Sharing-Economy. Die Macht des Teilens

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Erscheinungsformen, Ausprägungen und Erfolgsfaktoren der Sharing-Economy, Triebfedern der Transformation, die veränderte Rolle von Unternehmen in der Sharing-Economy

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Sharing-Economy. Die Macht des Teilens

  1. 1. Sharing-Economy Die Macht des Teilens Foto: inventivo.nils, photocase.comf/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  2. 2. f/21 1 Erscheinungsformen und Ausprägungen Die vielen Gesichter der Sharing-Economy 2 Erfolgsfaktoren Was die Sharing-Economy ausmacht 3 Triebfedern der Transformation Was treibt die Sharing-Economy an? 4 Neue Spielregeln Die veränderte Rolle von Unternehmen in der Sharing-Economyf/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  3. 3. Im Internetzeitalter treten Konsumenten mit völlig neuen Anforde-rungen an Unternehmen heran: Nicht länger will man für ein Produktbezahlen, sondern fragt den Nutzen nach, den dieses Produkt stiftet.Wozu benötigt man den Hammer, wenn man doch nur einen Nagel indie Wand schlagen möchte? Die veränderte Einstellung, Problemlösun-gen und nicht Produkte erwerben zu wollen, wird die Wirtschaftsweltwandeln: Unternehmen sind keine Produzenten mehr; und Konsumen-ten werden zu Nutzern, Mietern, Ausleihern und Beschenkten. Foto: froodmat, photocase.comf/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  4. 4. Befähigt durch die modernen Technologien leben im Global Village mitdem Teilen, Tauschen, Vermieten, Schenken uralte Wirtschaftspraktikenwieder auf. Die Sharing-Economy durchbricht den Kreislauf aus Pro-duzieren, Konsumieren und Entsorgen. Wurde die Ökonomie bislangdurch Kredite, Werbung und individuelles Eigentum bestimmt, so spie-len in der Sharing-Economy Reputation, Gemeinschaft und gemeinsa-mer Zugang die tragenden Rollen. Viele erfolgreiche Beispiele zeigenbereits, wie Teilen, Tauschen, Leihen durch Technologie neu erfunden Foto: kallejipp, photocase.comwerden: Gemeinschaftlicher Konsum ist kein Nischentrend, wir habenes mit einer sozioökonomischen Umwälzung zu tun, die ganz grund-sätzlich ändert, wie wir konsumieren und produzieren.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  5. 5. Erscheinungsformen und Ausprägungen 1 Foto: spacejunkie, photocase.comDie vielen Gesichter der Sharing-Economyf/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  6. 6. Produktnutzung statt -eigentum:Warum kaufen, wenn man auch ausleihen kann?Es deutet sich ein dramatischer Wandel in den Einstellungen der Men-schen an: weg vom alleinigen Eigentum, hin zur bloßen Nutzung vonDingen. Teilen ist die logische Folge dieser veränderten Konsummusterund Haltungen gegenüber Eigentum. Denn der Nutzwert eines Pro-dukts wird in keiner Weise geschmälert, wird es gemeinschaftlich kon-sumiert. Die Sharing-Economy entwickelt sich dort, wo ungenutzte, un- Foto: aussie97, photocase.comausgelastete Kapazitäten vorhanden sind. Und da freie Kapazitäten zuGeld gemacht werden, wird jeder Eigentümer zum Mikrounternehmer.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  7. 7. Produktnutzung statt -eigentumBeispiele Zipcar In vier einfachen Schritten erhält man einen 24/7-Zu- Bag Borrow or Steal „Als ob man Zugang zum Kleiderschrank von Promis NeighborGoods Die Tauschbörse beruht auf dem Gedanken, dass in jeder gang zu automobiler Frei- hätte“, verspricht die Platt- Wohnung, in jedem Keller, in heit: auf der Webseite regis- form und bietet für jeden jeder Garage Dinge lagern, trieren, Auto reservieren, Geschmack Designer-Hand- die nur selten gebraucht einsteigen und losfahren. taschen und -Accessoires. werden. Würde man all dies Somit bietet der weltgröß- Sämtliche Artikel können seinen Nachbarn zugäng- te Carsharing-Anbieter ein ausgeliehen werden – für lich machen, so hätte jeder Auto an, das sich jeder leis- eine Woche, einen Monat Zugang zu Unmengen von ten kann. Und mehr noch: oder die ganze Saison – und Ressourcen und würde Mit Zipcar hat man ein Auto werden nach Gebrauch dabei noch Geld sparen. für jede Gelegenheit: heu- einfach retourniert. Auf Und zusätzlich freut sich die te die Familienkutsche und diese Weise werden teure Umwelt, weil Ressourcen morgen den Sportwagen. Modeartikel für jedermann eingespart würden. Auf der Zipcar ist es gelungen, eine erschwinglich und darüber Webseite können alle er- ökologisch motivierte Ge- hinaus trägt man immer den denklichen Dinge zum Tau- genkultur in Mainstream zu neuesten Schrei. schen, Verleihen, Vermieten verwandeln. angeboten werden.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  8. 8. Recycling 2.0:Produktlebenszyklen werden längerGemeinschaftlicher Konsum entsteht auch aus der Einsicht, dass wir inunserer Gesellschaft heute nicht mit Knappheiten zu kämpfen haben,sondern das wahre Problem in der Umverteilung des Überflusses be-steht. Dinge gibt es genug, oftmals befinden sie sich nur nicht in denrichtigen Händen. Weil Internet Transparenz schafft, erlebt SecondHand ein Revival. Die Umverteilung und Wiederverwendung gebrauch- Foto: carlitos, photocase.comter Dinge verlängert Produktlebenszyklen.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  9. 9. Recycling 2.0Beispiele Freecycle Das Verschenkenetzwerk hat zum Ziel, unnütz gewor- thredUp Weil Kinder schnell wachsen, Kleidung jedoch nicht, ist SwapSimple Es gibt Dinge, die nach einmaligem Gebrauch sub- denen Gegenständen wieder Kinderkleidung ein enormer jektiv enorm an Wert ver- einen Sinn zu geben und Kostenfaktor im Familien- lieren: viele Filme, Bücher, Müll zu vermeiden. Auf der budget – und dabei werden Videospiele stapeln sich in Internet-Plattform werden die Stücke oftmals nur ein unseren Wohnungen und die verschiedensten Dinge paar Mal getragen und sind kommen kaum jemals ein angeboten und gesucht – so gut wie neu. thredUp zweites Mal zum Einsatz. und zwar alles kostenlos. liefert die Lösung dieses Die Tauschplattform Swap- Denn was für jemanden Problems: Auf der Plattform Simple verleiht ihnen wieder wertlos geworden ist, kann können Eltern die nicht mehr Wert: Für jeden Artikel erhält jemand anderer vielleicht getragene Kinderkleidung man Punkte gutgeschrieben noch gut gebrauchen. gegen neue passende Stücke und kann sich dafür geliste- tauschen. te Waren aussuchen kann.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  10. 10. Bündelung von Ressourcen:Wir sitzen alle im selben BootAuch immaterielle Vermögenswerte werden immer öfter geteilt undgegenseitig ausgetauscht: Beispielsweise Zeit, Geld, Raum oder Fähig-keiten werden von Menschen geteilt, die ähnliche oder korrespondie-rende Interessen und Bedürfnisse aufweisen. So bringt die Sharing-Eco-nomy Gleichgesinnte zusammen. Überall dort, wo sich Interessen oderLebensstile treffen, wird gemeinschaftlich konsumiert: Büroflächen, Foto: Miss X, photocase.comGärten, Geld und Zeit - alles wird geteilt. Denn in der Sharing-Economysteht oftmals nicht ein geldwerter Vorteil im Vordergrund, sondern im-mer spielt auch das Soziale eine Rolle. Zudem entstehen in der Sharing-Economy neue Währungen: Mit Zeit und Fähigkeiten lässt sich kaufen,was mit Geld nicht zu bezahlen ist.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  11. 11. Bündelung von RessourcenBeispiele Zopa Auf der Lending-Plattform kommen Menschen, die Airbnb Wer auf Reisen nicht länger seine Nächte in immer glei- Urban Garden Share Die Internetplattform bringt Hobbygärtner mit Garten- Geld leihen möchten mit chen Hotelzimmern ver- besitzern zusammen. Da solchen zusammen, die Geld bringen möchte, ist bei der im Stadtdschungel viele verleihen möchten – ganz Zimmervermittlung Airbnb Hobbygärtner keine Mög- ohne Banken. Versprochen richtig: Wer eine Übernach- lichkeit haben, ihrer grünen werden nicht nur bessere tungsmöglichkeit in seiner Leidenschaft nachzugehen, Konditionen und größere Wohnung besitzt, kann diese andererseits vielen Garten- Gewinne, sondern auch eine auf der Plattform Globetrot- besitzern der grüne Daumen persönlichere Erfahrung als tern anbieten. Diese kom- fehlt, scheint es erfolgver- beim Geschäft mit Banken: men nicht nur billiger als in sprechend beide zusammen- Geld bekommt wieder ein Hotels davon, sondern be- zubringen. Beide können Gesicht, weil sich der Kredit- kommen zudem auch Insi- auf Urban Garden Share geber aussuchen kann, was der-Tipps am Reiseort. Und ein Profil anlegen und dem mit seinem Geld passiert. der Wohnungsinhaber ver- Gemüseanbau steht nichts dient sich ein kleines Zubrot. mehr im Wege!f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  12. 12. ErfolgsfaktorenWas die Sharing-Economy ausmacht 2 Foto: stm, photocase.comf/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  13. 13. Reputation als Eintrittskarte zur Sharing-EconomyDa die Sharing-Economy zu einem großen Teil medial vermittelt statt-findet und sich die Geschäftspartner anonym gegenüber stehen, müs-sen neue Wege beschritten werden, Glaubwürdigkeit zu schaffen. ImInternet entsteht Vertrauen durch Transparenz und Authentizität. Un-sere Reputation öffnet das Tor zur Sharing-Economy. Ein Track-Recorderfolgreicher Transaktionen wird zukünftig so wichtig sein wie unserKreditrating. Wird es also in Zukunft Organisationen – vergleichbar mit Foto: kallejipp, photocase.comBanken – geben, die unsere an verschiedenen Stellen aufgebaute Re-putation akkumulieren? Wird es eine Art von Suchmaschine geben, dieReputation aggregiert und ein vollständiges Bild dessen ausspuckt, wiewir uns in den verschiedenen Communitys verhalten? Welche Rolle wer-den soziale Netzwerke dabei spielen?f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  14. 14. Der Glaube an das große GanzeDie Sharing-Economy rüttelt an den Grundfesten des traditionellenWirtschaftsmodells. Die produktzentrierte, zentralistische Wirtschaftmit klar abgesteckten Rollen für Produzenten und Konsumenten wirdmehr und mehr abgelöst von einem Kreislauf des Konsumierens, in demMenschen alle erdenklichen Rollen des Wertschöpfens annehmen kön-nen. Dieser Wandel treibt die Entstehung von Communitys voran, diegemeinschaftlichen Konsum erst möglich machen. Der Glaube daran, Foto: fabsn, photocase.comTeil eines größeren Ganzen zu werden, beflügelt den peer-to-peer Kon-sum ganz wesentlich. Es geht um mehr als bloß den Austausch von Din-gen. Der passive Konsument wird abgelöst vom aktiv mitgestaltendenCo-Produzenten. Denn es geht nicht nur darum, Zugang zum Nutzeneines Produkts zu erhalten, sondern auch zu Menschen.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  15. 15. Das ökonomische Potential unausgelasteter KapazitätenViele unserer Dinge sind den Großteil ihrer Lebenszeit nicht in Verwen-dung. Der Kern der Sharing-Economy besteht in der Umverteilung die-ser ungenutzten Kapazitäten. Mit technologischer Hilfe ist es heute einLeichtes, die richtigen Dinge zur rechten Zeit am richtigen Ort verfüg-bar zu machen. Netzwerktechnologien und Plattformen, die in EchtzeitBedürfnisse und Angebote transparent machen und den unproblemati-schen Austausch ermöglichen, sind die Voraussetzung dafür, freie Kapa- Foto: micjan, photocase.comzitäten einem Zweck zuzuführen und somit den Wert des Produkts ansich zu steigern.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  16. 16. Die Macht des NetzwerkeffektsDie modernen Netzwerktechnologien haben heute die Macht, unge-zählte Bedürfnisse mit ebenso vielen Angeboten zusammenzubringen.Und je mehr Teilnehmer sich auf den virtuellen Märkten tummeln, des-to größer wird die Wahrscheinlichkeit, zu jeder Nachfrage ein passen-des Angebot zu finden. Die Sharing-Economy wird sich also exakt dortetablieren, wo eine ausreichend große kritische Masse genügend Mo-mentum erzeugt, sodass dieses sich selbst erhält und so zu weiterem Foto: KONG, photocase.comWachstum beiträgt. Daher steigert jedes zusätzliche Mitglied den Werteiner Community und trägt zu reicheren Erfahrungen für alle bei.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  17. 17. Triebfedern der Transformation 3 Foto: Seleneos, photocase.comWas treibt die Sharing-Economy an?f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  18. 18. Revolution der sozialen MedienDie interaktiven und kollaborativen Elemente des Internets sind die Ba-sis der Sharing-Economy: Im Mitmach-Web ist Teilen und Tauschen eineSelbstverständlichkeit. Und mit den verschwimmenden Grenzen zwi-schen on- und offline dringt Teilen immer stärker auch in die reale Weltvor. Diese neuen Einstellungen gegenüber dem Austausch mit Fremdenüber kulturelle Grenzen hinweg bereiten dem gemeinschaftlichen Kon- Foto: AllzweckJack, photocase.comsum den Boden. Und die fortgeschrittene Vernetzung vermittelt aufeffizienteste Weise jedem Angebot seine Nachfrage. Zudem schaltetder peer-to-peer Austausch Intermediäre aus. Die Technologie bringtMenschen und Güter auf völlig neue Weise zusammen.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  19. 19. Das neue Wir-GefühlDie Werkzeuge der digitalen Welt konfigurieren das Verhältnis zwischen„Ich“ und „Wir“ neu: Sagte man dem Internet stets nach, dass es zurVereinzelung und Isolierung führe, so wird es heute dazu eingesetzt,je nach individuellen Interessen und Bedürfnissen Gemeinschaften zubilden. Der Individualisierung der Lebensstile, erhöhten Mobilitäts- undFlexibilitätsanforderungen wird mit verstärkter Vernetzung begegnet. Foto: Maccaroni, photocase.comIm 21. Jahrhundert gehören Individualismus und Kollektivismus zusam-men, es gibt keinen Gemeinsinn ohne Eigensinn: Es ist eine kalkulierteSuche nach Gemeinschaft, das „Ich“ bleibt im „Wir“ bestehen. Die Sha-ring-Economy folgt der Einsicht, dass es für den Einzelnen oft am nütz-lichsten ist, Dinge zu tun, die auch anderen zugute kommen.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  20. 20. Nachhaltiger Konsum Goes MainstreamFür viele Menschen bedeutet Konsumieren immer häufiger auch gesell-schaftlich verantwortungsvolles Handeln. Das Streben nach Nachhaltig-keit beeinflusst Konsumentscheidungen: Teilen, Tauschen und Wieder-verwenden werden zu echten Alternativen zum Alleineigentum. Immermehr Menschen streben nach einem werteorientierten Lebensstil an-statt im Kreislauf aus Arbeit und Konsum gefangen zu sein und räumen Foto: spacejunkie, photocase.comErfahrungen und Erlebnissen einen höheren Stellenwert ein als dem hui-buh, photocase.comBesitz von Produkten. Auch weil Wohlstand nicht länger mit der Anhäu-fung von Gütern gleichgesetzt wird, verändern sich Lebensstile: Erfah-rungen und Erlebnisse werden wichtiger als der Besitz von Dingen.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  21. 21. Gesteigertes Kostenbewusstsein nach der KriseDie Finanzkrise schmälerte das Budget vieler Haushalte; damit hat sichauch das Konsumverhalten verändert. In Krisenzeiten kommen die un-terschiedlichsten Sparstrategien zum Einsatz. Peer-to-peer Konsumspart Geld bei gleichem Nutzen. Auch ist angesichts der Unsicherheiten,die die Wirtschaftskrise hinterlassen hat, in der Gesellschaft ein Werte-wandel eingetreten. Nicht materieller Wohlstand, sondern Wohlbefin-den ist das Maß der Dinge des Konsumenten im 21. Jahrhundert. Eine Foto: giftgruen, photocase.comneue Bescheidenheit kehrt ein, die keinen Mehrwert im Überfluss sieht.Zudem verliert demonstrativer Konsum an Bedeutung: Es geht nichtmehr darum, was man hat, sondern welchen Gemeinschaften man an-gehört.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  22. 22. Neue Spielregeln 4 Foto: kallejipp, photocase.comDie veränderte Rolle von Unternehmen inder Sharing-Economyf/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  23. 23. Soziale Einbindung und Zugehörigkeit werden als immer wichtiger fürdas Lebensglück angesehen. Dinge zu besitzen spielt dabei keine sogroße Rolle mehr. Dass Menschen vor diesem Hintergrund mehr undmehr nach Wegen suchen, Güter und Leistungen gemeinschaftlich zunutzen und dabei persönliche mit gesellschaftlichen Wertbeiträgen ver-einbaren, bedeutet für Unternehmen vor allem, ihre Strategie grund-sätzlich auf den Prüfstand zu stellen: Was ist Konsumenten heute wich-tig? Welche Werte verfolgen sie? Wie unterscheidet sich ein Produkt, Foto: kallejipp, photocase.comdas geteilt wird von einem, das nur von einer Person genutzt wird? Wiekönnen dem Kunden Problemlösungen und Erfahrungen statt Produkteverkauft werden? Wie ändern sich die Spielregeln der Branchen in derSharing-Economy?f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  24. 24. Die alten Marketingbotschaften wirken nicht mehr. In der Sharing-Eco-nomy wollen Kunden beteiligt werden: Unternehmen müssen in einenDialog mit ihren Kunden eintreten und sie zu einem Teil des Ganzen ma-chen. Zudem suchen Kunden den Austausch mit anderen. Es geht Men-schen heute um Verbindungen mit anderen, Zugehörigkeit zu Gruppenund letztlich immer um die Schaffung eines „sozialen Selbst“. Identitätwird nicht mehr gesucht, sondern konstruiert. Indem sich Unternehmenin diesen Prozess einschalten, bleiben sie Bestandteil der Sharing-Eco- Foto: MMchen, photocase.comnomy. Indem sie die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellen, bleibensie am Puls des peer-to-peer Konsums. Denn Kunden wandeln sich vonpassiven Konsumenten zu aktiven Community-Mitgliedern.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  25. 25. Der peer-to-peer Konsum revolutioniert ganze Branchen. Die alte Öko-nomie kann sich den neuen Spielregeln nicht verschließen. Für Unter-nehmen bedeutet dieser Wandel eine grundlegende Umstellung ih-rer Leistungsversprechen: Mit dem Verlassen des produktzentriertenPfades müssen Unternehmen den Kunden stärker in den Mittelpunktrücken. Nicht mehr die Herstellung und der Verkauf von Produkten istdas Hauptbetätigungsfeld von Unternehmen, sondern die Lösung vonKundenanliegen. In der Sharing-Economy werden Unternehmen daher Foto: complize, photocase.comzu Koordinatoren des Teilens. Sie organisieren die Produktnutzung undlösen damit die eigentlichen Kundenanliegen.f/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  26. 26. f/21 BÜRO FÜR ZUKUNFTSFRAGEN zukunftsperspektivenAusführlich beschreiben wir die Sharing-Economy in der 06.2011Studie „Wir-Ökonomie. Die Macht des Teilens“. Sie fin-den diese auf unserer Webseite unter:http://www.f-21.de/#!1_details_teilen Wir-Ökonomie Die Macht des Teilensf/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de
  27. 27. f/21 beobachtet die Gegenwart, identifiziert Ausgangspunkte für Veränderungen, entwirft Szenarien für die Zukunft und be- schreibt Handlungsfelder. Wir stellen Zukunftsfragen und wollen mittels neutraler Analysen, begründeter Prognosen und diffe- renzierter Bewertungen die Arena der Möglichkeiten ausleuch- ten und Spielräume der Zukunft eröffnen. Dadurch verschaffen wir unseren Kunden Zugang zum Wissen um Optionen, die gang- bar sind, um die Welt von morgen zu gestalten. Wir verstehen uns als Lieferant von Orientierungs- und Handlungswissen. Wollen Sie mehr darüber wissen, wie diese Ideen für Ihre Organi- sation relevant sind, kontaktieren Sie uns! zukunft@f-21.de | www.f-21.def/21 ▪ Büro für Zukunftsfragen | www.f-21.de

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