UX-Design goes UnterbewusstseinWarum wir für die unbewusste Wahrnehmung gestalten müssen –und wie wir messen können, ob es...
User Tests sind wie Kompasse...In immer mehr Unternehmen werden User Experience Tests zur Regel. Und das aus gutem Grund: ...
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90 : 10Wie enorm relevant das implizite Erleben ist – und welches enorme Ausmaß es einnimmt – kann man sich andrei einfach...
280msFact 2: Nach bereits rund 280 Millisekunden ist die Verarbeitung der visuellen Reize abgeschlossen. Alles,was das Aug...
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Wir testen ziemlich viel...Kurz zum Hintergrund: Woher genau kommt diese Behauptung und was rechtfertigt sie? Wir bei epar...
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#1 Know How:Den Blick für das Implizite schärfenZurück zur Roadmap: Gehen wir die einzelnen Schritte einmal durch, die erf...
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Erwartungen:Nutzer „wissen“, was sie wollenEbenso dazu gehören Dispositions-Faktoren wie beispielsweise Erwartungen. Wer b...
Wirkungseffekte:Das Hirn hat Wirkung selten voll im GriffAuf einer andere Ebene liegen und wirken konkrete psychologische ...
Heuristiken:Was wir denken und tun folgt MusternEbenso zu berücksichtigen sind interaktionsbezogene Aspekte, wie beispiels...
#2 Probanden:Anspruchsvoll rekrutierenDer zweite Schritt in der Ausrichtung klassischer UX Tests auf implizite Fragestellu...
Relevanz:Das Angebot muss für Probanden relevant seinAbsolute Grundvoraussetzung ist an dieser Stelle, dass das Testthema ...
Fit:Probanden müssen genau zum Angebot passenEbenso wichtig ist das Thema Fit. So reicht es für die Bewertung und Optimier...
#3 Usecases:Authentische & dichte User Journeys herleitenAls dritter Schritt für die implizite Ausrichtung von UX Tests zä...
User Research:Realistische Customer Journeys entwickelnErste Voraussetzung für authentische und dichte Usecases sind reali...
Produktentwicklung:Das Interface als Tor zum Service denkenEbenso relevant ist die Einsicht, dass Nutzer zwar mit Interfac...
#4 Prototypen:Testobjekte zu Ende entwickelnDen vierten Schritt hin zu einem UX Testing, das auch Implizites berücksichtig...
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Invovement:Prototypen maximal realitätsnah machenUmgekehrt gilt: Je weiter man Nutzer im Test an das letztendliche Nutzung...
Interaktionselemente:Alle Kernelemente voll funktional bereitstellen„Ach so, na dann...“Proband, am Ende jeder Begeisterun...
#5 Testdesign:Ein state of the art Testsetting einsetzenDer fünfte Schritt für implizites UX-Testing liegt im Einsatz eine...
Technik:Eyetracking, Audio- & Videodaten kombinierenDas betrifft in einer Linie die Technik selber: Neben direkten Erhebun...
Interview-Technik:Nah am Probanden sein, indirekt fragen, triggern„Ja, klar. Meine Brillenwerte fehlennoch, aber dazu gibt...
#6 Auswertung:Tests gemeinsam beobachten & bewertenDer sechste Schritt zur Erhebung impliziter Nutzererlebnisse im Rahmen ...
Fachperspektive:Testergebnisse aus allen Richtungen bewertenNeben dem Mindset der UX-Professionals kommt es dabei ganz wes...
Know How: Den Blick für das Implizite schärfenProbanden: Anspruchsvoll rekrutierenUsecases: Authentische & dichte User Jou...
What‘s Next? – Implicit UX messenWer weitergehen will, kann in der nächsten, zweiten Instanz darüber nachdenken, ein eigen...
ReaktionszeitmessungenA ÄindividuellDen aktuell maßgeblichen methodischen Zugang zu implizitem Erleben beschreibt die so g...
Processing FluencyNeben diesem methodischen Zugang beschäftigt die kognitive Psychologie seit einiger Zeit das Konzept der...
Nachzeichnen der impliziten Experience fürEinzelemente & den GesamtprozessValenzZeit/ProzessProto V1Proto V2CHECKOUT Proto...
Jede User Experience ist wesentlich implizit...Das Fazit, nochmals zusammengenommen: Jede User Experience ist wesentlich i...
... und nur mit den richtigen Tests & Tools be-kommen wir das wahre User-Erleben zu sehen... und also stoßen wir überhaupt...
... und können falsche Design- & Konzept-Entscheidungen vermeiden... und falsche, wie im Falle der Watt-Touristen, vermeid...
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eparo - UX-Design goes Unterbewusstsein (Vortrag IA Konferenz 2013 - Markus Wienen)

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Jede User Experience ist wesentlich implizit - aber wie misst man das implizite Erleben von Anwendungen & Interfaces. Gezeigt wird, wie klassische UX-Tests so ausgelegt werden können, dass das Erkennen von impliziten Denk- und Handlungsmustern möglich wird und wie ein eigenständiges Testdesign für Implicit UX aussehen kann.

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eparo - UX-Design goes Unterbewusstsein (Vortrag IA Konferenz 2013 - Markus Wienen)

  1. 1. UX-Design goes UnterbewusstseinWarum wir für die unbewusste Wahrnehmung gestalten müssen –und wie wir messen können, ob es funktioniert.IA Konferenz 2013Dr. Markus WienenWelchen Einfluss haben unbewusste, implizite Faktoren und die unbewusste Wahrnehmung auf das UserExperience Design? Und wie kann man diesen Einfluss messen? – Das Folgende gibt eine Antwort auf zweider zentralen Fragen für jedes erfolgreiche UX-Design.
  2. 2. User Tests sind wie Kompasse...In immer mehr Unternehmen werden User Experience Tests zur Regel. Und das aus gutem Grund: Bildlichgesprochen funktioniert ein UX-Test wie ein Kompass – früher noch etwas einfacher gehalten...
  3. 3. ...sie geben Orientierung & schaffen eine Grund-lage für Design- & Konzept-Entscheidungen... heute komplexer. Denn wie ein Kompass oder Navigationsgerät geben uns auch UX-Tests Orientierung,weisen uns die Richtung und geben uns damit eine Grundlage für unsere Design- und Konzept-Entscheidungen.
  4. 4. ... und manchmal geht‘s total schiefUnd manchmal geht das total schief. Wie hier: Das Navi leitet die Touristen ins Meer...
  5. 5. Will sagen:Blindes Vertrauen in Tests kann gefährlich sein... oder, wie hier, in einem anderen Fall: In den Sumpf. Und ebenso wie bei Navis ist es auch bei UserExperience Tests: Blindes Vertrauen in Tests kann gefährlich sein. Und am Ende kann dabei genau dasGegenteil von dem herauskommen, was eigentlich das Ziel war, indem Tests und ihre Ergebnisse nicht etwaOrientierung schaffen, sondern in Sachgassen führen.
  6. 6. User Experience falsch testen bringt nicht keineErgebnisse – sondern falscheDas ist: User Experience falsch testen liefert am Ende nicht etwa keine Ergebnisse, sondern falsche. Und werseine Design- oder Konzept-Entscheidungen auf solche Tests basiert, der läuft in die völlig falsche Richtung.Die Tourisiten und ihr Mietwagen aus dem Watt lassen grüßen.Es ergeben sich zwei direkte Fragen: Warum ist das so? Und: Was heißt den eigentlich „falsch testen“?
  7. 7. User Experience ist wesentlich implizit – undeine Standard-Testmechnik bildet das nicht abDie Frage nach dem Warum führt unweigerlich zur Eisberg-Metapher: Wie für die Eis-Riesen gilt auch für dasNutzungserleben, dass der absolut maßgebliche Teil jeder User Experience unbewusster und impliziter Naturist – und damit für eine Standard-Testmechanik faktisch nicht erreichbar ist. Einfache Usability- und UserExprience-Tests bilden das implizite Erleben von Nutzern schlicht und einfach nicht ab.Ein schönes und sehr übliches Beispiel ist das „Stellen Sie sich mal vor“-Interview. Wir haben das einmalausprobiert: Es geht um Autoversicherungen, genauer um die Frage, wie relevant der Service, den dieVersicherer bieten, für die Nutzer ist...
  8. 8. Im Video surft der Proband durch den Bereich „Autoversicherung“ der AXA, findet, liest und bewertet dieProduktangebote und wägt ab, was zu ihm passen könnte. An einem beliebigen Punkt spricht ihn dieInterviewerin auf den 360°-Schadensservice der AXA an, der in der Service-Box am oberen rechten Randpromoted wird. Der Proband navigiert erkennbar ziellos über die Seite, während er formuliert, dass er diesenService gesehen habe. Die Interviewering weist ihn explizit auf die blaue Box oben rechts hin, so wo derProband schließlich fündig wird und erklärt, dass ihm ein solcher Schadensservice quasi das Wichtigste beider KFZ-Versicherung sei.Wer den Probanden und die Situation nicht erlebt hat und nur den Bericht am Ende liest würde meinen:Klasse, alles richtig gemacht. Der Schadensservice ist das ist ihm das Wichtigste überhaupt und genau dieseInfos wünscht sich als Kunde.Wer umgekehrt den Probanden erlebt hat, und noch wichtiger: Wer nachvollzogen hat, wie die Probanden-Aussage zu Stande gekommen ist, dem ist klar: Wir erleben eine totale Märchenstunde. Nichts von dem, wasder Proband erzählt hat, ist belastbar, weil es entstand auf Basis einer explizite Frage nach einem implizitenPhänomen – und wer auf solchen Testergebnissen seine Entscheidungen aufbaut, steuert und entscheidet indie falsche Richtung.
  9. 9. 90 : 10Wie enorm relevant das implizite Erleben ist – und welches enorme Ausmaß es einnimmt – kann man sich andrei einfachen Zahlen deutlich machen. Drei Hirnfacts sozusagen.Fact 1: Mindestens 90% unserer Hirnaktiviät verwenden wir für die Verarbeitung unbewusster Prozesse. Nurmaximal 10% unserer Kapazität entfallen auf die bewusste Reiz- und Informationsverarbeitung.
  10. 10. 280msFact 2: Nach bereits rund 280 Millisekunden ist die Verarbeitung der visuellen Reize abgeschlossen. Alles,was das Auge wahrgenommen hat, ist dann bereits kognitiv weiterverarbeitet – lange bevor uns irgendeinvisueller Eindruck bewusst wird.
  11. 11. 11.000.000 : 40Fact 3: Rund 11 Mio Informationseinheiten erreichen unser Gehirn pro Sekunde. Nur 40 davon können wirbewusst verarbeiten.
  12. 12. UX Design should go UnterbewusstseinFührt man sich diese Zahlen vor Augen, so wird die Relevanz und das Ausmaß der unbewusstenWahrnehmung überdeutlich klar – und es deutlich, warum das Unterbewusste und Implizite im professionellenUser Experience Design berücksichtigt werden sollte.
  13. 13. UX Testing should go Unterbewusstsein, tooUnd als logische Konsequenz gilt dann: Um das Implizite im UX Design berücksichtigen und planvoll einsetzenzu können, müssen auch die Messintrumente so ausgelegt werden, dass sie die Beobachtung undOptimierung impliziter Strategien und Nutzungsmechanismen möglich machen.
  14. 14. Wir testen ziemlich viel...Kurz zum Hintergrund: Woher genau kommt diese Behauptung und was rechtfertigt sie? Wir bei eparo testenziemlich viel und deutlich näher am Nutzer, als das gemeinhin üblich ist, und merken immer wieder und anallen erdenklichen Stellen, dass wir mit den Standard-Tools und -Methoden die Fragen, die wir wirklichbeantworten müssen, um die Nutzung eines Interfaces zu erschließen und es zu optimieren, einfachüberhaupt nicht adressiert bekommen.Entsprechend stellen wir unser Testsetting schon seit Langem immer weiter so auf, dass wir möglichst nah andie impliziten Momente in der Interface-Nutzung herankommen und wir diese beschreiben und heben können.
  15. 15. http://de.slideshare.net/search/slideshow?searchfrom=header&q=eparohttp://53nord.de/category/implicit-uxAuf der IA-Konferenz 2012 hat Rolf Schulte Strathaus vor diesem Hintergrund bereits einen Vortrag gehaltenzu der Frage, warum und wie man für die unbewusste Wahrnehmung gestalten muss und kann.
  16. 16. Implicit UX: Wie testen?Soweit zu der Frage, warum wir das Unbewusste und Implizite im UX-Design berücksichtigen müssen. Jetztzur zweiten Frage: Wie kann man implizites Erleben testen? Oder – mit Bezug auf das Eingangsbeispiel: Wiekann und sollte man UX richtig testen?
  17. 17. Der erste Gedanke könnte sein: Mit Hirnscans. Wer über das Unbewusste und Implizite nachdenkt, kommt andem Gedanken an große Hirnscanner kaum vorbei - und faktisch ist das auch ein möglicher Weg.
  18. 18. Allerdings ist einerseits wenig realistisch, dass in allzu naher Zukunft in jedem Test-Raum funktionale Magnet-Resonanz-Tomographen stehen werden. Aber andererseits ist ein Testsetting, in der der Nutzer auf demRücken liegend in eine riesige Röhre geschoben wird, durchaus wenig natürlich und damit insgesamt auchwenig wünschenswert.
  19. 19. Implicit UX testen ist komplex– aber nicht unbedingt technisch komplexUnd die gute Nachricht dabei ist: Das ist auch gar nicht notwendig. Funktionale Magnet-Resonanz-Tomographie ist für einen Zugang zum Impliziten ebenso wenig erforderlich wie EEG- oder Hautleit-Widerstands-Messungen. Das ist: Das Messen von implizitem Erleben ist zwar komplex, aber in keiner Weiseunbedingt technisch komplex.
  20. 20. Implicit UX testen:User Experience-Tests implizit auslegenSondern der definitiv erste Schritt für das Testen von impliziter User Experience besteht darin, klassische UXTests so auszulegen und die Bedingungen dafür zu schaffen, dass man implizite Mechanismen und Effektebei der Nutzung von Interfaces erkennen kann.
  21. 21. Know How: Den Blick für das Implizite schärfenProbanden: Anspruchsvoll rekrutierenUsecases: Authentische & dichte User Journeys herleitenPrototypen: Testobjekte zu Ende entwickelnTestdesign: Ein state of the art Testsetting einsetzenAuswertung: Tests gemeinsam beobachten & bewerten#1#2#3#4#5#6R O A D M A PIn diesem ersten Schritt geht es darum, durch jeden Baustein eines klassische UX Tests den Blick auf dasImplizite sozusagen wie einen roten Faden durchzuweben und an jeder Stelle die Weichen so zu stellen, dasimplizite Erkenntnisse möglich sind.
  22. 22. I M P L I C I T U XT E S T F O R M A TW E I T E R G E H E N ...Darauf aufbauend lässt sich in einem zweiten Schritt ein eigenes Testformat für das implizite Erleben vonInterfaces entwickeln. Daran arbeiten wir von eparo aktuell mit unseren Partnern von der Universität Würzburgund der Universität Hamburg.
  23. 23. #1 Know How:Den Blick für das Implizite schärfenZurück zur Roadmap: Gehen wir die einzelnen Schritte einmal durch, die erforderlich sind, um einenklassischen UX Test so auszulegen, dass wir implizite Beobachtungen machen und entsprechendeOptimierungen ableiten können:Der erste Schrit ist ebenso trivial wie elementar. Vor allem anderen geht es darum, Know How aufzubauenund für das richtige Mindset zu sorgen, um bei allen am Testen und an der Konzeption Beteiligten dieRelevanz des Impliziten zu verankert und den Blick für entsprechende Effekte zu schärfen.
  24. 24. Exposure-EffectInattentional BlindnessGestaltgesetze:Wahrnehmung ist nicht beliebigDazu gehören so simple wie grundlegende Dinge, wie die Einsicht, dass die Gestaltgesetze keine Design-Empfehlungen sind, sondern Regulatorien der Wahrnnehmung. Werden sie verletzt, wird die visuelleVerarbeitung massiv beeinträchtigt - und kann unter Umständen auch komplett scheitern.
  25. 25. Erwartungen:Nutzer „wissen“, was sie wollenEbenso dazu gehören Dispositions-Faktoren wie beispielsweise Erwartungen. Wer beispielsweise einenOnline-Kredit vergibt, wie die Bank im Beispiel oben, der sicher sein, dass Nutzer den Zinssatz, zu dem sieden Kredit beziehen können, genannt wissen wollen. Und entsprechend werden sie den Zinssatz finden,selbst wenn er im Kleingedruckten versteckt ist – die Nutzer-Erwartung steuert das Nutzungsverhalten.
  26. 26. Wirkungseffekte:Das Hirn hat Wirkung selten voll im GriffAuf einer andere Ebene liegen und wirken konkrete psychologische oder kognitive Effekte wie beispielsweiseder Cathedral Effect. Im Fall oben wirkt die linke Seite mit der zentralen Suchzeile anders als die rechte Seite,die ein großformatiges Bild präsentiert. Und beide Varianten legen unterschiedliche Strategien für das weitereNutzerhandeln nahe.
  27. 27. Heuristiken:Was wir denken und tun folgt MusternEbenso zu berücksichtigen sind interaktionsbezogene Aspekte, wie beispielsweise Heuristiken. Im Fall obensollten Nutzer ein Handy-Ticket für den Tiergarten Schönbrunn kaufen, wozu sie einen SMS-Kauf-Mechanismus nutzen müssen. Alle Nutzer hingegen sind über die Website des Tierparks eingestiegen, weilsie die felsenfeste Überzeugung hatten, das ein Handy-Ticket-Kauf online abzuwickeln ist.
  28. 28. #2 Probanden:Anspruchsvoll rekrutierenDer zweite Schritt in der Ausrichtung klassischer UX Tests auf implizite Fragestellungen betrifft dieRekrutierung der richtigen Probanden. Faktisch hängt die Qualität jedes Tests direkt vom Profil und Verhaltender Probanden ab.
  29. 29. Relevanz:Das Angebot muss für Probanden relevant seinAbsolute Grundvoraussetzung ist an dieser Stelle, dass das Testthema für die Rekruten relevant ist. Wer fürden Test eines Online-Auktionshauses Personen sucht, die monatlich einige tausend Euro übrig haben, umsie in ihre Sammlung zu investieren, der muss anspruchsvoll rekrutieren, und der braucht im Test Personen,die auch real sammeln und beispielsweise eine entsprechende Uhren- oder Vasen-Sammlung besitzen.
  30. 30. Fit:Probanden müssen genau zum Angebot passenEbenso wichtig ist das Thema Fit. So reicht es für die Bewertung und Optimierung einer App aus dem Food-Bereich vielleicht einfach nicht aus, wenn Probanden rekrutiert werden, die gerne einkaufen und kochen. Dennder Junggeselle, der gerne zum Fussballabend Chilli con Carne mit der Maggi-Tüte kocht, ist beispielsweisetrotz allem Interesse für dieses Kochen der falsche Proband sein, wenn man eigentlich Personen sucht, die mitfrischen Zutaten mehrgägige Menüs zubereiten wollen.
  31. 31. #3 Usecases:Authentische & dichte User Journeys herleitenAls dritter Schritt für die implizite Ausrichtung von UX Tests zählt die Erarbeitung der Usecases. Denn wolediglich ein einfacher und vordefinierter Fragebogen durchgefragt wird, ist am Ende kein Zugang zu denimpliziten Momenten einer Interface-Nutzung möglich.
  32. 32. User Research:Realistische Customer Journeys entwickelnErste Voraussetzung für authentische und dichte Usecases sind realisitische Customer Journeys, die detailliertdarlegen, mit welchem Mindset Nutzer einer Anwendung begegnen, wenn sie sie öffnen, sowie was bis dahinbereits alles passiert ist und was noch folgen wird.
  33. 33. Produktentwicklung:Das Interface als Tor zum Service denkenEbenso relevant ist die Einsicht, dass Nutzer zwar mit Interfaces interagieren, dass sie aber Produkte undServices nutzen. Ergebnis dieser simplen Einsicht ist, dass typische Test-Aufgaben wie beispielsweise„Einstieg in den Checkout“, „Buchen einer Zusatzoption“ usw. keine Usecases und im Grunde noch nichteinmal User Journeys beschreiben und weit weg sind von den realen Bedürfnissen und der Situation jedesNutzers.
  34. 34. #4 Prototypen:Testobjekte zu Ende entwickelnDen vierten Schritt hin zu einem UX Testing, das auch Implizites berücksichtigt, machen voll ausdefinierteTestobjekte und Prototypen aus. Nur Testgegenstände, die bereits maximal weit ausgearbeitet und damitrealitätsnah sind, können Nutzer so sehr involvieren, dass natürliche Nutzung erkennbar wird.
  35. 35. AufmacherLorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit. Aeneancommodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociis natoquepenatibus et magnis dis parturient montes, nascetur ridiculus mus.Donec quam felis, ultricies nec, pellentesque eu, pretium quis, sem.Nulla consequat massa quis enim. Cum sociis natoque penatibus etmagnis dis parturient montes.Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit.Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociisnatoque penatibus et magnis dis parturient montes, nasceturridiculus mus. Donec quam felis, ultricies nec, pellentesque eu,pretium quis, sem. Nulla consequat massa quis enim.Call To ActionContent:Blindtexte & Dummys komplett vermeidenGanz wesentlich betrifft das insbesondere auch den Content. Dummy-Bilder und Blindtexte, und insbesondereFake-Headlines, stehen jeder authentischen Nutzungssituation im Weg und halten die Probanden so weit vomAngebot weg, dass keinerlei Einsichten zum impliziten Erleben möglich sind.
  36. 36. Invovement:Prototypen maximal realitätsnah machenUmgekehrt gilt: Je weiter man Nutzer im Test an das letztendliche Nutzungserleben heranführen kann, destoklarer lässt sich die User Experience auch bis ins implizite Erleben hinein nachzeichnen. Im Beispiel obenwurden dazu bereits auf Prototypen-Ebene reale Probanden-Bilder eingebaut, um die Probanden voll zuinvolvieren.
  37. 37. Interaktionselemente:Alle Kernelemente voll funktional bereitstellen„Ach so, na dann...“Proband, am Ende jeder Begeisterung„Ähm, ja, hier geht‘s jetzt nichtweiter - das ist der Prototyp...“Testleiter, am Dead EndVollkommen klar sollte schließlich sein, dass alle Kernfunktionen des Testobjekts voll funktionsfähig seinmüssen. Wo Testleiter Dead-Ends eines Prototypen verkünden müssen, ist auch die Erhebung einerauthentischen User Experience zu Ende.
  38. 38. #5 Testdesign:Ein state of the art Testsetting einsetzenDer fünfte Schritt für implizites UX-Testing liegt im Einsatz eines state of the art Testsettings.
  39. 39. Technik:Eyetracking, Audio- & Videodaten kombinierenDas betrifft in einer Linie die Technik selber: Neben direkten Erhebungsmethoden wie Mouse-, Audio- undVideo-Tracking sollten auch indirekte Messmethoden wie eben Eyetracking immer zum Einsatz kommen. FälltEyetracking als Zusatzoption oder kostenpflichtiger Extraposten aus, wird der Zugang zum impliziten Erlebenmassiv erschwert.
  40. 40. Interview-Technik:Nah am Probanden sein, indirekt fragen, triggern„Ja, klar. Meine Brillenwerte fehlennoch, aber dazu gibt‘s hier ja den Link.“TP 3, entspannt auf dem Weg zum Checkout„Könnten Sie denn jetzt kaufen? Fühltsich alles für Sie soweit fertig an?“Testleiter, setzt indirekten TriggerEbensowichtig wie die Hardware-Technik ist gleichzeitig auch die Interview-Technik. Das Beispiel vom „StellenSie sich mal vor“-Interview am Anfang hat gezeigt: Durch explizite Fragen ist ein Zugang zum Impliziten nichtmöglich. Entsprechend müssen auch Interviewer indirekt agieren und Probanden so führen und triggern, dasssie die interessierende Frage quasi aus eigenem Antrieb heraus beantworten.
  41. 41. #6 Auswertung:Tests gemeinsam beobachten & bewertenDer sechste Schritt zur Erhebung impliziter Nutzererlebnisse im Rahmen von UX-Lab-Tests schließlichbesteht darin, auch die Test-Auswertung expizit auf die Bearbeitung der impliziten Handlungs- undReaktionsmuster der Probanden hin auszurichten.
  42. 42. Fachperspektive:Testergebnisse aus allen Richtungen bewertenNeben dem Mindset der UX-Professionals kommt es dabei ganz wesentlich auch darauf an, alle an einemProjekt beteiligten Fachperspektiven einzubinden. Nur so kann am Ende ein klares Bild von allen - und alsoauch den impliziten – Rahmenbedingungen entstehen, die eine Nutzungssituation und also auch das Handelnder User und Probanden bestimmen.
  43. 43. Know How: Den Blick für das Implizite schärfenProbanden: Anspruchsvoll rekrutierenUsecases: Authentische & dichte User Journeys herleitenPrototypen: Testobjekte zu Ende entwickelnTestdesign: Ein state of the art Testsetting einsetzenAuswertung: Tests gemeinsam beobachten & bewerten#1#2#3#4#5#6R O A D M A PAlles zusammengenommen lässt sich demnach das implizite Erleben von Interfaces in erster Instanz bereitsdadurch nachzeichnen, dass alle Bausteine klassischer UX-Tests maßgeblich und direkt darauf getrimmtwerden, implizites Handeln und Erleben sichtbar zu machen.
  44. 44. What‘s Next? – Implicit UX messenWer weitergehen will, kann in der nächsten, zweiten Instanz darüber nachdenken, ein eigenständiges ImplicitUX Test-Design zu entwickeln und zu etablieren – wir von eparo arbeiten aktuell daran.Im Folgenden ein kurzer Ausblick dazu.
  45. 45. ReaktionszeitmessungenA ÄindividuellDen aktuell maßgeblichen methodischen Zugang zu implizitem Erleben beschreibt die so genannteReaktionszeit-Messung. Ein typischer Einsatzort ist beispielsweise das Feld der Markenkommunikation.Vereinfacht gesagt präsentiert ein typisches Testszenario Probanden hier z.B. ein Markenlogo und ein Atrributund stellt die Frage, ob das Attribut der Marke nach Meinung der Testperson zukommt oder nicht. Und je nachEmpfinden spricht ein Proband der Marke das Attribut zu, indem er die Taste „A“ drückt, oder er spricht es ab,indem er „Ä“ drückt. Im Hintergrund misst das System die Reaktionszeiten und wertet dieses aus. SchnellereReaktionszeiten gelten als Indiz für eine vorhandene implizite Verbindung von Marke und Attribut.
  46. 46. Processing FluencyNeben diesem methodischen Zugang beschäftigt die kognitive Psychologie seit einiger Zeit das Konzept derprocessing fluency. Dieses Konzept - zu deutsch: Verarbeitungsflüssigkeit – bezeichnet die Leichtigkeit, mitder Informationen verarbeitet werden können und ist damit nach unserem Dafürhalten ein sehr starkerKandidat für die Abbildung des impliziten Erlebens von Interfaces.
  47. 47. Nachzeichnen der impliziten Experience fürEinzelemente & den GesamtprozessValenzZeit/ProzessProto V1Proto V2CHECKOUT Prototyp V1 zu V2Aktuell arbeiten wir deshalb daran, ein Testdesign zu entwickeln, das das – kurz gesprochen – processingfluency mit Reaktionszeitmessungen kombiniert und gleichzeitig für den täglichen Testeinsatz tauglich ist.Das Ziel ist es, mit dem Tool das implizite Erleben einzelner Prozessabschnitte nachzuzeichnen und zu einemeindeutigen Maß für die implizite UX dieses Abschnitts zu kommen. Ist dieser Wert erfasst, so entsteht darausein direktes Optimierungsmaß, indem der Meßwert direkt mit dem Wert einer optimierten Variante desselbenAbschnitts vergleichen werden kann, um zu ermitteln, ob die Optimierung das implizite Erleben vorangebrachthat.
  48. 48. Jede User Experience ist wesentlich implizit...Das Fazit, nochmals zusammengenommen: Jede User Experience ist wesentlich implizit...
  49. 49. ... und nur mit den richtigen Tests & Tools be-kommen wir das wahre User-Erleben zu sehen... und also stoßen wir überhaupt nur mit den richtigen Tests & Tools zu den wirklich relevanten und treibendenFragen des User Erlebens vor und können sinnvolle Design- und Konzept-Entscheidungen treffen...
  50. 50. ... und können falsche Design- & Konzept-Entscheidungen vermeiden... und falsche, wie im Falle der Watt-Touristen, vermeiden.
  51. 51. ...keep in touchKontaktMailTwitterBlogmarkus.wienen@eparo.de@markuswienen oder @eparoUX53nord.deWoWasWannHAW Hamburg1. Implicit UX Day19.06.2013Mehr zu Implicit UX gibt es regelmäßig auf www.53nord.de sowie auf dem 1. Hamburger Implicit UX Day am19.06.2013 an der Hochschule der Angewandten Wissenschaften, Hamburg. Keep in touch...

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