STADT GÜTERSLOH    Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutz...
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Abschlussbericht werkstattverfahrennrw urban_2011

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Abschlussbericht der NRW-Urban zum Konversionsprozess in der Stadt Gütersloh - mögliche Nachnutzung militärischer Fläche nach Abzug der britischen Streitkräfte am Flughafen

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Abschlussbericht werkstattverfahrennrw urban_2011

  1. 1.   STADT GÜTERSLOH Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
  2. 2.   KONVERSION NRW 2011 STADT GÜTERSLOH Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Bearbeitet von: NRW.URBAN GmbH & Co. KG Karl-Harr-Straße 5 44263 Dortmund Tel. 0231 4341-0 Fax. 0231 4341-325 Franz Meiers Meinolf Bertelt-Glöß Dr. Martina Eichenauer Peter Hecker Peter Schmid Dortmund, 31. Januar 2012
  3. 3. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 1 INHALTSVERZEICHNIS
  4. 4. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 2INHALT1.  Kurzfassung der Ergebnisse ........................................................................................................ 4 2.  Ausgangslage ................................................................................................................................ 8  2.1  Die Herausforderung................................................................................................................. 8  2.2  Die militärischen Flächen in Gütersloh ..................................................................................... 9  2.2.1  Flugplatz Gütersloh „Princes Royal Barracks“ .................................................................... 9  2.2.2  Die sog. „Nachrichtenkaserne“ (Mansergh-Barracks) ....................................................... 14  2.3   Die Entwicklungsplanung der Stadt Gütersloh ....................................................................... 18  2.4  Ergebnisse der Expertengespräche ....................................................................................... 19  2.4.1  Flugplatz ............................................................................................................................ 19  2.4.2  Nachrichtenkaserne ........................................................................................................... 20  2.5  Ergebnisse der Fachgespräche Stadtämter ........................................................................... 21  2.5.1  Flugplatz ............................................................................................................................ 21  2.5.2  Nachrichtenkaserne ........................................................................................................... 23 3.  Auftrag der NRW.URBAN GmbH & Co. KG ............................................................................... 25 4.  Durchführung einer mehrteiligen Perspektivenwerkstatt in Gütersloh ................................. 28  4.1  Die kommunale Werkstatt – Flugplatz und Nachrichtenkaserne aus kommunaler Sicht ....... 29  4.1.1  Zusammenfassende Ergebnisse der kommunalen Werkstatt........................................... 30  4.2  Regionalwerkstatt am 16.11.2011 – Die Standorte „Flugplatz“ und„ Nachrichtenkaserne“ aus der Sicht regionaler und überregionaler Akteure sowie des Eigentümers BIMA ............. 34 5.  Zusammenfassung der Ergebnisse und nächste Arbeitsschritte .......................................... 39  5.1   Die kooperative Entwicklungsstrategie ................................................................................... 40  5.2  Nächste Schritte ...................................................................................................................... 41 6.  Quellenverzeichnis ...................................................................................................................... 44 7.  Anlagen......................................................................................................................................... 46 
  5. 5. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 3 KURZFASSUNG DER ERGEBNISSE
  6. 6. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 41. KURZFASSUNG DER ERGEBNISSEDer im Herbst 2010 von der britischen Regierung bekanntgegebene komplette Abzug aller britischenTruppen aus Deutschland bedeutet für die Stadt Gütersloh, dass zwei Flächen mit einer Größe voninsgesamt rd. 380 ha sowie über 1.000 Wohnungen freigezogen werden. Diese Standorte werden vonden britischen Streitkräften militärisch genutzt: die Princess Royal Barracks (im Folgenden auchFlugplatz genannt) sowie die Mansergh Barracks (im Folgenden auch Nachrichtenkaserne genannt).Der Flugplatz Gütersloh liegt im westlichen Stadtgebiet südlich der Marienfelder Straße und reichtunmittelbar an die Grenze zu den Nachbarkommunen Herzebrock-Clarholz und Harsewinkel. ImSüdwesten reicht das ca. 340 ha große Gelände bis zur Ems. Es wurde 1937 für militärische Zweckeder Deutschen Luftwaffe eingerichtet und ging - nahezu unzerstört - nach dem 2. Weltkrieg zunächstin amerikanische, später in britische Nutzung über.Die „Nachrichtenkaserne“ liegt im südöstlichen Stadtgebiet an der Verler Straße. Im Norden grenzt dierd. 37 ha große Fläche an das Flusstal der Dalke. 1935 als Nachrichtenkaserne der Luftwaffe erbaut,ist das Areal inzwischen von den innerstädtischen Strukturen Güterslohs umbaut.NRW.URBAN hat vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des LandesNordrhein-Westfalens den Auftrag zur „Bestimmung der Ziele und Prozesse für eine Nachnutzung dermilitärischen Standorte in Gütersloh durch eine Perspektivenwerkstatt“ erhalten. Das Vorgehen derArbeit stützte sich auf drei Bausteine:  die Analyse vorhandener Unterlagen und Begehung der Örtlichkeiten,  Expertengespräche mit Fachstellen der Gütersloher Stadtverwaltung sowie externen Experten und  einer Perspektivenwerkstatt in zwei Arbeitsschritten.Im ersten Schritt der Perspektivenwerkstatt erarbeiteten Vertreter der Gütersloher Stadtverwaltungund des Rates der Stadt - aufbauend auf ihren Kenntnissen zum Ort - die lokalen und regionalenChancen und Probleme ziviler Nachnutzungen für die beiden Standorte, ergänzt durch Ergebnisse derExpertengespräche. Im zweiten Schritt wurde die lokale Sichtweise von den regionalen Akteuren unddem Eigentümer kritisch reflektiert. In der Werkstattarbeit wurden die strategische Richtung derKonversion und die Prozesswege der verschiedenen Zuständigkeitsebenen formuliert.
  7. 7. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 5EntwicklungszieleDie Nachrichtenkaserne wird von allen Mitwirkenden des Werkstattverfahrens als innenstadtnahePotentialfläche bewertet, deren Entwicklung nicht mit der Gütersloher Stadtentwicklungsplanungkonkurriert. Vielmehr stellt das Areal eine Ergänzung städtischer Strukturen dar, für die, auch bei einererst 2020 stattfindenden Konversion, tragfähige Nachnutzungen umgesetzt werden können. ImEinzelnen wurden als Ziele der Umnutzung genannt:  Erhaltung der markanten Raum- und Freiraumstruktur bei der zivilen Nachnutzung.  Der Standort ist aufgrund der Lage ein guter Wohnstandort, vorzugsweise für verschiedene innovative Wohnformen, für neue Formen des Zusammenlebens und für studentisches Wohnen.  Das Areal soll ein neues Hochschulquartier werden mit Einrichtungen der Fachhochschule, Instituten und nicht störenden gewerblichen Ansiedlungen, die den Charakter eines Quartiers für Bildung, Forschung und Entwicklung unterstreichen.Nicht nur für das denkmalgeschützte Kasino sondern auch für andere bestandsgeschützte Gebäudesoll die Möglichkeit des Umbaus geprüft werden. Grundsätzlich soll jedoch der Rückbau der Gebäudeerfolgen. Die Überlegungen zur Stadtplanung sollen sich an den historischen Strukturen orientieren,nicht vorrangig an der vorgefundenen Gebäudesubstanz. Auf dem Gelände soll ein lebendigesHochschulviertel entstehen mit kulturellen und gastronomischen Angeboten.  Teilflächen der Kaserne sollen zur Renaturierung der Dalke genutzt werden.  Bei der Konversion der Kaserne soll die Chance zur Grünvernetzung insbesondere zur Anbindung an das Emssystem und zur Innenstadt genutzt werden.Die vorhandenen Sportanlagen der Kaserne sollen weiter genutzt werden; Ergänzungen durch einSporthotel oder eine neue Eissporthalle sind wünschenswert.Der Flugplatz, seit längerer Zeit Gegenstand einer öffentlichen Diskussion über die Weiterführungeiner fliegerischen Nutzung, wurde in den Fachgesprächen mit externen Experten und den Fachleutender Stadtverwaltung hinsichtlich der Entwicklungskorridore teilweise kontrovers behandelt, speziellunter dem Gesichtspunkt der vom Eigentümer BImA hervorgehobenen Bedeutung rein wirtschaftlicherVerwertungsaspekte.Dennoch bildeten sich in der Perspektivenwerkstatt deutliche Übereinstimmungen heraus:  Eine dauerhafte Wohnnutzung wird ausgeschlossen; temporäres Wohnen (Tourismus, Bildungszentrum) soll möglich sein.  Das Areal soll für gewerbliche Nutzungen – auch als interkommunales Gewerbegebiet - zur Verfügung stehen. Dabei ist es von der Stadt Gütersloh formuliertes Interesse,
  8. 8. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 6  Teile des militärischen Geländes, insbesondere im südöstlichen Bereich, vorab für die Ausweisung als GE-Gebiet zu nutzen sofern es durch die Briten zur Verfügung gestellt werden könnte.  Eine gewerbliche Entwicklung darf nicht zu Störungen für Wohngebiete führen.  Der vorhandene Bahnanschluss ist zu aktivieren; kontrovers bleibt die Frage der Notwendigkeit eines neuen Autobahnzubringers an die A 2 und die A 33.  Das Flugplatzareal soll Standort für Ressourcen schonende Energiegewinnung werden, ergänzt durch Einrichtungen zur Forschung und Entwicklung regenerativer Energien.  Naturschutzwerte Flächen müssen gesichert werden; die Entwicklung großräumiger Naturschutzareale ist dabei anzustreben.  Das Flugplatzareal ist potentielle Ausgleichsfläche für Eingriffe in Natur und Landschaft in Gütersloh und die umliegende Region.  Einzelhandel wird ausgeschlossen.  Naturverträgliche Sondernutzungen wie Freizeitpark, Tierzucht, Landwirtschaft soll möglich sein.Der Grundtenor der Aussagen: Die Fläche ist groß genug, um eine Entwicklung, die aus mehreren,sich nicht störenden Nutzungsbausteinen wie Gewerbe, Grünraumentwicklung, Energiegewinnungund Freizeit besteht, zu ermöglichen.Die Vertreter der Stadtverwaltung und der Lokalpolitik gehen nicht von einer Weiternutzung alsFlugplatz aus. Die Reaktivierung der fliegerischen Nutzung bzw. die langfristige Offenhaltung derFlugplatzoption wird nur von einer Minderheit der Beteiligten vertreten.Bezüglich des anstehenden Handlungsbedarfs bestand Übereinstimmung, dass eine städtebaulichePlanung zur Grobstruktur - möglichst in Szenarien - eine räumliche Konkretisierung der Vorstellungenherbei führen soll. Eine erste räumliche Konkretisierung bedarf weiterer Ergänzungen derKenntnislage, z.B. über Gebäudenutzungen und –zustand sowie Biotopstrukturen. Auf dieserGrundlage sind weitere Abstimmungen mit Fachbehörden und Stellen der Fachplanungen inKommune, Bezirksregierung und Land durchzuführen.Darüber hinaus plant die Stadt Gütersloh für das Jahr 2012 eine Beteiligung der Öffentlichkeit.
  9. 9. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 7 AUSGANGSLAGE
  10. 10. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 82. AUSGANGSLAGEDie Stadt Gütersloh gehört mit rd. 95.000 Einwohnern zu den großen kreisangehörigen Städten (KreisGütersloh). Sie gehört zum Wirtschaftsraum Ostwestfalen-Lippe und gilt als eine derwirtschaftsstarken Standorte Nordrhein-Westfalens. Pro Einwohner werden im Durchschnitt 805,50 €gemeindliche Steuern eingenommen, ein Wert der - bezogen auf die Bundesrepublik - im oberenDrittel liegt. Die Arbeitslosenquote betrug im Oktober 2011 4,2 % und lag damit deutlich unter demnordrhein-westfälischen Landesdurchschnitt von 7,6 %.Gütersloh ist eine Pendlerstadt mit einem deutlichen Einpendler-Überschuss. Dieser stützt sich auf diegroßen bekannten Konzerne Miele und Bertelsmann, aber auch auf zahlreiche mittelständischeBetriebe im verarbeitenden und Dienstleistungsgewerbe. Die Bevölkerungsentwicklung des KreisesGütersloh und der Stadt Gütersloh wird nach den vorliegenden Prognosen (z.B. Bertelsmannstiftung)positiver verlaufen als im restlichen Nordrhein-Westfalen: bis 2025 ist mit einemBevölkerungswachstum um 0,1 bis 0,4 % zu rechnen. Der demografische Alterungsprozess gehtjedoch auch an Gütersloh nicht vorbei: Das geringe Wachstum wird lediglich von Zuzügen begründet.2.1 DIE HERAUSFORDERUNGEine Konversionsmaßnahme dieser Größenordnung stellt die Stadt Gütersloh vor verschiedensteplanerische und ordnungspolitische Herausforderungen. Sie erfordert strategisches Handeln auf derBasis eines Zielkonzeptes, das nicht nur die potentiellen Entwicklungstendenzen der Stadtberücksichtigt und die Ziele der vom Rat beschlossenen Stadtentwicklungskonzepte einhält, sondernauch den regionalen Konsens in die Strategiefindung und Prozessabwicklung integriert. EinStandortabbau der in Gütersloh vorliegenden Dimension kann nicht von der Stadt alleine geschultertwerden; er hat auch angesichts der Größenordnung der Flächen regionale Auswirkungen. Die Zahldes militärischen Personals, des Verwaltungspersonals und ihrer Angehörigen beträgt rd. 6.000Personen. Rd. 360 Zivilangestellte werden freigesetzt, was zusammengenommen einen geschätztenKaufkraftschwund von rd. 120 Mio. Euro jährlich mit sich bringt. Rund 1.000 Wohnungen werden bis2020 auf den kommunalen Wohnungsmarkt gelangen, davon rd. 350 im Eigentum der Bundesanstaltfür Immobilienaufgaben - BImA -, die auch Eigentümerin der Kasernenflächen ist.
  11. 11. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 92.2 DIE MILITÄRISCHEN FLÄCHEN IN GÜTERSLOH Princess Royal Barracks Flugplatz Mansergh Barracks Nachrichtenkaserne2.2.1 FLUGPLATZ GÜTERSLOH „PRINCES ROYAL BARRACKS“Der Flugplatz Gütersloh liegt im westlichen Stadtgebiet an der Grenze zu den NachbarkommunenHerzebrock-Clarholz und Harsewinkel. Er wird über die nördlich des Geländes verlaufendeMarienfelder Straße (B 513) erschlossen und verfügt in Nord-östlicher Richtung mit einemSchienenstrang der TWE-Strecke über einen Gleisanschluss, der allerdings nicht mehr genutzt wird.Im Südwesten reicht das Gelände bis zur Ems.Der Flugplatz wurde 1937 für die deutsche Luftwaffe eingerichtet und ging - nahezu unzerstört - nachdem 2. Weltkrieg zuerst in amerikanische und dann in britischer Nutzung über. Der Status alsFlugplatz ist nach wie vor erhalten, obwohl seit Aufgabe des Flugbetriebs durch die Royal Air Force1993 keine militärische Flugnutzung mit Starrflüglern mehr stattfindet; nur noch Hubschrauber derbritischen Armee sind in Gütersloh stationiert. Von 1996 bis 2003 wurde durch die Flugplatz GüterslohGmbH, deren Gesellschafter u.a. die Stadt Gütersloh und die regionale Wirtschaft ist, privaterGeschäftsreiseverkehr durchgeführt. Diese zivile Nutzung wurde jedoch wieder eingestellt, weil dieorganisatorische und technische Infrastruktur für den Flugbetrieb von den Briten eingestellt wurde.
  12. 12. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 10Das Flugplatzgelände hat verschiedene Nutzungsbereiche: entlang der Marienfelder Straße sind nochzahlreiche Wohn-, Verwaltungs-, Lagerungs- und Hangar- Gebäude aus den Anfangstagen desFlugplatzes erhalten. Ein Denkmalschutz besteht jedoch nicht. Der große Hangar mit denangrenzenden Aufstellflächen, der für die Hubschrauber genutzt wird, liegt im Nordwesten,anschließend an die halbkreisförmig angeordneten Rollflächen, an deren Eckpunkten noch die altenShelteranlagen vorzufinden sind. Die Start- und Landesbahn, die sich mittlerweile in einem schlechtenbaulichen Zustand befindet, erstreckt sich über eine Länge von 2.250 m in Ost-West-Ausrichtung. Siereicht im Westen bis an das Ufer der Ems und begrenzt nach Norden hin die halbkreisförmigeFreifläche. Südlich der Landebahn befinden sich Bunkeranlagen und Freizeitzeitnutzungen, u.a. einGolfplatz.In den letzten Jahren wurden zahlreiche neue Gebäude errichtet; bemerkenswert sind dabei neueMannschaftsunterkünfte in Form von 17 Wohnhäusern mit insgesamt mehr als 600 Apartments, vondenen die letzten erst 2010 bezogen wurden. Zu dem Komplex des Flugplatzes gehören zahlreicheSportanlagen, Einkaufsmöglichkeiten, Sozialeinrichtungen der britischen Armee bzw. für derenAngehörige. Auf der gegenüberliegenden Seite der Marienfelder Straße befindet sich ein Ein-Familienhausgebiet für Offiziere (Parseval-/ Zeppelinstraße) mit 20 Ein-Familienhäusern.Entwässerung:  Über eine Pumpanlage wird das Schmutzwasser in das kommunale Entwässerrungs-System (seit 2010) geleitet. • Regenwasser wird in die Ems geleitet (Einleitungsgenehmigung).WasserversorgungEigengewinnung des Frischwassers mittels Grundwasserbrunnen auf dem Gelände
  13. 13. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 11AltlastenKenntnisse über Altlasten liegen bisher nicht vor. Mögliche Altlasten im Sinne von Boden- undGrundwasserverunreinigungen sind erfahrungsgemäß bei derartigen Standorten zu erwarten. DerStandort zeigt die für viele Kasernenstandorte typischen klaren Nutzungsstrukturen auf – mitBereichen für Unterkünfte, Verwaltung, Küchen- und Speisegebäude, Sport-, Freizeit- und kulturelleEinrichtungen sowie die technischen Bereiche mit Werkstätten, Fahrzeughallen, Tankstellen,Betriebsstofflager, Entwässerungsanlagen und Energieversorgung -, die sich im Laufe derNutzungsdauer auch kaum verändern. Besonders in den technischen Bereichen können durchHandhabungs- und Demontageverluste, Leckagen, Zurückbleiben von Produktresten, Lagerung undAblagerung von Abfallstoffen, Unfälle, Emissionen und Abwasserentsorgung Boden- undGrundwasserkontaminationen entstehen. Art und Umfang von Kontaminationen können erst durchdetaillierte Untersuchungen festgestellt werden. Parallel zu diesem Auftrag hat die Stadt Gütersloh mitFörderung des MKULNV NRW erste Untersuchungen im Rahmen einer historischen Recherche inAuftrag gegeben.Die Kampfmittelräumung erfolgte teilweise, jeweils im Rahmen von Baumaßnahmen.LandesplanungIm „Landesentwicklungsplan (LEP) Schutz vor Fluglärm“ wird der Militärflugplatz als „Sleeping AirBase“ der NATO bezeichnet und damit die Reaktivierung des Flugplatzes nicht ausgeschlossen.Daher sind weiterhin Lärmschutzzonen für den Flugplatz festgesetzt, in denenPlanungsbeschränkungen für die Siedlungsentwicklung erforderlich sind. Die Lärmschutzzone A liegtgrößtenteils auf dem Flugplatzgelände selbst, die Lärmschutzzonen B und C gehen darüber hinaus.Diese Lärmschutzzonen sind bei der Regional- und Bauleitplanung zu beachten und demgemäß imRegionalplan und im Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt Gütersloh dargestellt.RegionalplanungDer Regionalplan (Teilabschnitt Oberbereich Bielefeld) weist die Princess-Royal Barracks alsFlughafen/-platz für den zivilen Luftverkehr und als Militärflughafen aus. Das südwestlichanschließende Gewässersystem der Ems ist als Überschwemmungsbereich gekennzeichnet, derteilweise deckungsgleich ist mit einem Bereich zum Schutz der Natur, der ebenfalls dem Flusslauf derEms folgt. Die Emsniederung ist ein herausragendes Hauptelement des Biotopsystems imPlanungsraum des Regionalplans. In einer Erläuterungskarte wird die Obere Ems-Aue mit ihrenNebenbächen als Biotopverbundbereich von landesweiter und regionaler Bedeutung klassifiziert.Darüber hinaus befinden sich in der Umgebung insbesondere „Allgemeine Freiraum- undAgrarbereiche“.In einem Abstimmungsgespräch mit Vertretern verschiedener Dienststellen der BezirksregierungDetmold wurde von dieser Seite darauf hingewiesen, dass konkrete Bedarfszahlen, die über das
  14. 14. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 12bestehende Zahlenwerk zum aktuellen Regionalplan hinausgehen, nicht bestehen. Grundsätzlich seiaber die Bezirksregierung, insbesondere in den Fachthemen Natur und Regionalplanung, daraninteressiert, dass eine zivile Nachnutzung für das Flugplatzgelände im Sinne einer regionalenBedarfsdeckung UND einer Eignung des Areals entwickelt werden. Hervorgehoben wurde dabei dieBedeutung einer frühzeitigen Abstimmung zwischen der Stadt und den regionalen Akteuren.FNP - Vorgaben für die Siedlungsentwicklung:Im FNP 2020 ist der Flugplatz als Sonderbaufläche mit den Zweckbestimmungen Kaserne undFlugplatz in einer Flächengröße von 344 ha dargestellt. Die nördlich der Marienfelder Straße liegendeSiedlung Parseval-/Zeppelinstraße ist in die Sonderbaufläche einbezogen worden. Entlang der Ems istdas Überschwemmungsgebiet dargestellt. Die übrigen Grenzen des Kasernengeländes aufGütersloher Stadtgebiet stoßen an Flächen für die Landwirtschaft – an der Ems und den anderenBachläufen in der Umgebung mit der Darstellung für Bachniederung überlagert. Südöstlich desFlugplatzgeländes befindet sich ein Dünenhügel, der als Naturdenkmal nachrichtlich dargestellt ist.Außerdem sind die Bauschutzbereiche auf der Grundlage des Luftverkehrsgesetzes nachrichtlichübernommen, in denen es bestimmte Höhenbegrenzungen für Bauwerke gibt.In den Nachbarstädten Herzebrock-Clarholz und Harsewinkel grenzen ebenfalls Flächen für dieLandwirtschaft, bzw. in Herzebrock-Clarholz auch eine Fläche für die Ver- und Entsorgung(Ablagerung) direkt an das Flugplatzgelände an.
  15. 15. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 13Im Falle der Aufgabe des Status „Flugplatz“ würden sich nicht nur Auswirkungen auf die Folgenutzungder Fläche selbst ergeben, sondern auch auf die Ausweisung der Bauschutzbereiche undLärmschutzzonen in den drei betroffenen Kommunen. Die Handlungsspielräume für dieStadtentwicklung würden sich in allen drei Städten vergrößern, wenn die Bereiche und Zonen ganzentfallen oder – bei einer zivilen Nachfolgenutzung als Flugplatz – verkleinert werden könnten.WohnbauflächenentwicklungDer Standort des Flugplatzes ist nicht in der Prioritätenliste „strategische WohnbauflächenentwicklungGütersloh“ enthalten. Auch in der Nachbarschaft befinden sich keine Prioritätenflächen.GewerbeflächenentwicklungErst im September 2010 hat der Rat der Stadt Gütersloh ein Gewerbeflächenkonzept beschlossen,das – bei einer Nutzung des Flugplatzgeländes als Kasernenstandort – die Realisierung einesGewerbegebietes mit einer Flächengröße von ca. 30 ha direkt im östlichen Anschluss an dieFlugplatzgrenze vorsieht.Im Regionalplan wurden nur 50 ha Gewerbe- und Industrieansiedlungsbereiche (GIB) statt desbilanzierten neuen Bedarfs von 100 ha zeichnerisch dargestellt. Die restlichen 50 ha sollen währendder Geltungsdauer des Regionalplans über ein Änderungsverfahren noch verortet werden. DieseVorgehensweise stellt eine Ausnahme im Regionalplanverfahren dar und ist darauf zurückzuführen,dass keine Einigung über die Lage entsprechender GIB während der Planaufstellung erzielt werdenkonnte.
  16. 16. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 14 Gewerbliche Entwicklungsflächen südöstlich des FlugplatzesAuch bei der Neuaufstellung des FNP 2020 konnte keine weitere Ausweisung von Gewerbeflächenvorgenommen werden. Das Gewerbeflächenentwicklungskonzept sollte die weitere Verortungvoranbringen, zumal aufgrund eines Wegfalls von GIB-Flächen am Rande der Innenstadt – für dieRealisierung einer Flächen für großflächigen Einzelhandel – weitere 20 ha kompensiert werdenmüssen. Ein Teil der restlichen Flächendifferenz wird durch ein interkommunales Gewerbegebiet imStadtgebiet Halle gedeckt.Machbarkeitsstudie 2010 für einen zivilen FlugbetriebIm Jahr 2010 hat die Stadt Gütersloh eine Machbarkeitsstudie für eine Wiederaufnahme der zivilenFlughafennutzung beauftragt. Ergebnis dieser Studie war, dass für einen zivilen Flugbetrieb mitGeschäftsreiseverkehr eine 1.800 m lange Start- und Landebahn ausreichend wäre. Die Investitions-und Planungskosten würden sich auf ca. 14,8 Mio. Euro belaufen, die jährlichen Unterhaltungskostenauf ca. 1,8 Mio. Euro. Die jährlichen Einnahmen wurden nur auf 0,4 Mio. Euro geschätzt.2.2.2 DIE SOG. „NACHRICHTENKASERNE“ (MANSERGH-BARRACKS)Die Kaserne liegt im südöstlichen Stadtgebiet an der Verler Straße (L 757), die eine direkte Anbindungder Innenstadt an die Autobahnanschlussstelle Gütersloh der A 2 darstellt. Im Norden grenzt dasAreal an die Dalke, einem Zufluss der Ems. Im Osten schließen ausgedehnte landwirtschaftlicheFlächen an, die mit Fuß- und Radwegen auch der Freizeitnutzung dienen. An der südlichen
  17. 17. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 15Kasernengrenze liegt ein Wohngebiet, in dem noch Baulandreserven vorhanden sind. Westlichjenseits der Verler Straße liegt in geringer Entfernung der große Stadtpark, der sich bis inInnenstadtrandlage nach Norden ausdehnt. Die Entfernung des Kasernenstandortes zur Innenstadtbeträgt rd. 1,5 km, zur Autobahn A 2 sind es rd. 3,5 km.Die Kaserne wurde im Jahr 1935 gleichzeitig mit dem Flugplatzgelände als Nachrichtenkaserne derdeutschen Luftwaffe erbaut und nach dem 2. Weltkrieg in britische Nutzung überführt.Das Kasernengelände hat mehrere Teilbereiche: Den größten Anteil haben die blockartigenKasernenbauten, in denen sich Wohngebäude, Lager und Werkstätten befinden. Im östlichenKasernenblock sind mit Kindergarten, Grundschule, weiterführender Schule und Internat diverseschulische Einrichtungen untergebracht, die zum Teil einen größeren Einzugsbereich als nurGütersloh haben. Im Norden zwischen Kasernenbebauung und Dalke befinden sich ebenso wie auchin den östlichen Teilflächen unterschiedliche Sportanlagen.Es ist geplant, das Offizierskasino - mit seiner Einrichtung noch an die Vierziger-Jahre des letztenJahrhunderts erinnernd - unter Denkmalschutz zu stellen. Das orthogonale Erschließungssystem mitdem noch ursprünglichen Kopfsteinpflasterbelag und die von den Gebäuden gebildeten Innenhöfemarkieren ein signifikantes städtebauliches Bild, das von der über 70 Jahre alten Baumstruktur nochunterstrichen wird.Entwässerung • Das Trennsystem wurde bis 2002 umfassend saniert. • Schmutzwasser wird in das städtische System eingeleitet. • Oberflächenwasser wird über eine erst kürzlich in Betrieb genommene Pumpstation direkt in die Dalke geleitet.AltlastenKenntnisse über Altlasten liegen bisher nicht vor. Prinzipiell gilt hier das Gleiche, das für dasFlughafengelände ausgesagt wurde: Art und Umfang von Kontaminationen können erst durchdetaillierte Untersuchungen festgestellt werden. Die Tankstelle wurde allerdings bereits umfassendsaniert.
  18. 18. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 16RegionalplanungIm Regionalplan ist der Standort als Allgemeiner Siedlungsbereich (ASB) für zweckgebundeneNutzungen – hier für Militärische Einrichtungen – festgesetzt. Der nördliche und nordöstliche Bereichdes Kasernengeländes liegt im ausgewiesenen Überschwemmungsbereich der Dalke. Dienordöstliche Kasernengrenze bildet gleichzeitig die Grenze zum größtenteils mit demÜberschwemmungsbereich deckungsgleichen Bereich zum Schutz der Natur. Im Süden schließt einAllgemeiner Siedlungsbereich (ASB) und im Südosten ein Allgemeiner Freiraum und Agrarbereich mitder Funktion „Schutz der Landschaft und landschaftsorientierte Erholung“ an.In der Erläuterungskarte ist der Bach Dalke – ebenso wie die Ems - im Rahmen des Biotopverbundsals Bereich von landesweiter und regionaler Bedeutung gekennzeichnet.FNP – Vorgaben für die SiedlungsentwicklungIm FNP 2020 ist das Kasernengelände als Sonderbaufläche mit der Zweckbestimmung Kaserne ineiner Flächengröße von 37 ha dargestellt. Nördlich der Dalke liegt ein Gebiet mit unterschiedlichenGrünflächennutzungen (Parkanlage, Spielplatz, Fläche für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege undzur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft) sowie Flächen für den Gemeinbedarf (Schule,Sportanlage, Bad, Tennisanlage).Für den Verlauf der Dalke ist ein Überschwemmungsgebietfestgesetzt. Im Nordosten, Osten und Südosten grenzen Flächen für die Landwirtschaft mitunterschiedlichen Überlagerungen (Bachniederung etc.) an. Im Süden befindet sich ein Wohngebieteinschließlich geplanter Erweiterungsfläche.
  19. 19. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 17 Nachrichtenkaserne im FNP
  20. 20. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 18WohnbauflächenentwicklungTrotz der Ausweisung im FNP 2020 ist die weitere Bauflächenentwicklung südlich der Kaserne nicht inder vom Planungsausschuss in 2009 und 2010 beschlossenen Prioritätenliste, die die zeitlicheReihenfolge der Umsetzung festlegt, enthalten.Eine detaillierte Beschreibung der beiden Konversionsflächen „Princess Royal Barracks“ undMansergh Barracks“ mit zahlreichen Luftbildern, der Flugplatznutzung, der Aussagen der Landes-,Regional- und Bauleitplanung und der geplanten Gewerbeflächenentwicklung findet sich in dem vomStadtplanungsamt der Stadt Gütersloh erstellten 1. Konversionsbericht der Stadt Gütersloh –Bewältigung der Folgen des Abzuges der britischen Streitkräfte – aus 2011, S. 11-28.2.3 DIE ENTWICKLUNGSPLANUNG DER STADT GÜTERSLOHGewerbeflächenentwicklung • Der Mangel an verfügbaren großflächigen GI-und GE-Standorten ist offensichtlich. • Der im Regionalplan ermittelte Bedarf beträgt 100 ha; 50 ha sollen davon während der Geltungsdauer über Änderungsverfahren dargestellt werden. • Als freie Reserven mit B-Plan werden 21,5 ha bezeichnet, ohne B-Plan 16,8 ha. • Die größten ungenutzten bzw. untergenutzten Flächen liegen auf dem Flugplatzgelände! Bereits Untersuchung im Rahmen FNP 2020 machte deutlich, dass Realisierung eines größeren GE-Gebietes im Stadtgebiet ausschließlich am bzw. auf dem Flugplatzgelände möglich ist. • Interkommunales GE-Gebiet Halle/GT/Werther ca. 48 ha, davon 15 ha GT und 5 ha Werther. • Interkommunales GE GT-Verl mit langfristiger Perspektive, da neue BAB-AS erforderlich.Biotopverbund • Die neben den beiden Standorten Mansergh-Barracks und Princess-Royal-Barracks fließenden Gewässer, Dalke und Ems, sind Bestandteil des Biotopverbundsystems der Stadt Gütersloh.
  21. 21. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 192.4 ERGEBNISSE DER EXPERTENGESPRÄCHEDie Protokolle zu den einzelnen Expertengesprächen sind im Anhang zu finden.2.4.1 FLUGPLATZEigentümer Bundesanstalt für Immobilienaufgaben BImA • Die Appartements haben – zumindest in kleineren Stückzahlen – durchaus einen Marktwert. Dies gilt auch für die kleine Ein-Familienhaus-Siedlung nördlich der Marienfelder Straße. • Für die flugplatztypischen Gebäude werden kaum Vermarktungsmöglichkeiten gesehen. • Der Flugplatz ist eine der wenigen großen zusammenhängenden Flächen in der Region. • Mögliche Unterschutzstellungen für Natur- und Landschaftsschutzbereiche sind evtl. im Süden des Areals, im Uferbereich der Ems, möglich. • Ein Problem für die Entwicklung stellt die unzureichende Verkehrserschließung des Flugplatzgeländes dar. • Die Gesamtfläche ist nicht als Ganzes vermarktbar, sondern ein kleinteiliger Nutzungsmix ist realistisch. • Mit Altlasten muss gerechnet werde; Art und Umfang sind derzeit nicht bekannt.Natur- und Landschaftsschutz, Freizeit (Fachbereich Umweltschutz der Stadt GT, NABU) • Bezüge zur historischen Nutzung sollen auch nach dem Abzug erkennbar bleiben (Gebäude, Park) • Auf dem Flugplatz wäre eine gewerbliche Nachfolgenutzung in Teilen auch mit Belangen des Naturschutzes kompatibel. • Die Eignung von Türmen, Bunkern etc. als Refugium für spezialisierte Tierarten sind zu prüfen. • Auf einem Teil des Flugplatzgeländes sollten ggf. ökologische Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt werden. • Bezüge zum städtischen Freiraumsystem können durch eine Renaturierung hergestellt werden; dabei könnten weitere Flächen für die Naherholung erschlossen werden. • Mit dem Vorhandensein schutzwürdiger Biotopstrukturen ist auf jeden Fall zu rechnen. Der Erhalt schutzwürdiger Teilbereiche ist anzustreben. • Die geplante Ausweisung von GE-Flächen östlich des Areals sowie nördlich der Marienfelder Straße wird kritisch gesehen.Wirtschaft, Handel, Marketing (IHK, Wirtschaftsförderung Stadt und Kreis, StadtmarketingGesellschaft, Flughafen GmbH) • Die Nachbargemeinden Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz sollen in die Planungsphase von Beginn an einbezogen werden. • Der Flugplatz ist kein Standort für eine Campus-Bildungseinrichtung.
  22. 22. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 20 • Eine Entscheidung „Pro oder Contra“ Flugplatznutzung wird erst getroffen, wenn die militärische Nutzung aufgegeben wird bzw. der Status Flugplatz soll nicht aufgegeben werden, auch wenn gewerbliche Nutzung vorher erfolgt. • Für die zukünftige Nutzung als Flugplatz gibt es derzeit kein tragfähiges Geschäftsmodell. Evtl. ist für die Zukunft ein Geschäftsflugplatz denkbar. Ein Flugplatz ist ein zwar ein Imagefaktor, für Gütersloh ist aber ICE-Haltehäufigkeit wichtiger. • GE-Nutzung (auch außerhalb des Flugplatzes südlich der Marienfelder Straße) nur mit neuer Anbindung an A 2 / A 33 denkbar. • Auf keinen Fall sollen alle GE-Bedarfe der Region auf dem Flugplatzgelände gebündelt werden. • Wenn keine kommerzielle Nutzung möglich ist, ist das Areal im Rahmen eines Ausgleichsflächenpools – auch interkommunal – zu entwickeln. • Eine Vision ist die Einrichtung eines Oldtimer – Eventzentrums wie das „Meilenwerk“ in Düsseldorf oder das kürzlich eröffnete „Lenkwerk“ in Bielefeld.2.4.2 NACHRICHTENKASERNEBImA • Die Präferenz bei der Vermarktung des Geländes liegt auf der Wohnnutzung. • Eine gute Marktposition wird auch in Zukunft für Büro- und Verwaltungsnutzungen erwartet. • Das Offizierskasino steht unter Denkmalschutz bzw. ist dafür vorgesehen. • Eine Umnutzung von Bestandsgebäuden für Büros oder Praxen ist denkbar.Natur- und Landschaftsschutz, Freizeit (Fachbereich Umwelt Stadt GT, NABU) • Der parkartige Charakter der Fläche hat einen besonderen Reiz und sollte erhalten werden. • Denkbar wäre eine Mischnutzung mit Bildungs-/Campuseinrichtungen und Wohnen, ggf. auch kleinteiliges Gewerbe. • Umnutzungsmöglichkeiten der Bestandsgebäude sollten geprüft werden. • Mit den Randbereichen zur Dalke und zur umgebenden Landschaft sollte sorgfältig umgegangen werden, da dieses Areal eine besondere Bedeutung für innerstädtische Naherholung hat. Bauliche Erweiterungen nach Osten sollten nicht geduldet werden. • Teilflächen können für bereits laufende Renaturierungsmaßnahmen der Dalke-Aue zur Verfügung gestellt werden.
  23. 23. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 21Wirtschaft, Handel, Marketing (IHK, Wirtschaftsförderung Stadt und Kreis, MarketingGesellschaft) • Die nahe der Innenstadt liegende Kaserne soll durch eine Mischung aus Wohnen, Bildung, Dienstleistungen – auch in Richtung IT - und nichtstörendes Gewerbe genutzt werden. • Zuvor sollte für diesen Standort bei ARVATO, ggf. auch bei Miele, das entsprechende Interesse abgefragt werden. • Diese Kaserne ist – eher als das Flugplatzgelände - für Naherholungsnutzungen geeignet, im Sinne eines Erlebnisparks mit Konzept wie z.B. des Maximilian Parks in Hamm. • Die Aufwertung und Weiterentwicklung des Natur- und Erholungsraums an der Dalke sollte bei allen Umnutzungslösungen beachtet werden.2.5 ERGEBNISSE DER FACHGESPRÄCHE STADTÄMTERTeilnehmer waren Vertreter der Verwaltungsspitze mit Bürgermeisterin, Beigeordneten fürKultur/Sport, Finanzen/Umwelt/Recht, Bau/Verkehr, Bildung/Jugend/Familie/Soziales sowie derBürovorsteher der Bürgermeisterin und des Rates ebenso wie Mitarbeiter folgender Fachbereiche:Stadtplanung, Bauordnung/Denkmalpflege, Immobilienmanagement und Wirtschaftsförderung,Umweltschutz, Familie/Soziales und Geodaten.(Vgl. Teilnehmerliste und Protokoll im Anhang)2.5.1 FLUGPLATZWohnen/ Wohninfrastruktur • Der Standort ist für eine dauerhafte Wohnnutzung und einen neuen Stadtteil nicht geeignet. • Eine Etablierung als Hotel oder Ferienwohnungskomplex (im Kontext mit Freizeitanlagen und Sporteinrichtungen) ist denkbar – insbesondere vor dem Hintergrund der neugebauten Appartements in den Mannschaftsunterkünften.Gewerbe/Dienstleistungen/Flugbetrieb • Ausgangsposition: Flugbetrieb endgültig einstellen • Entwicklung eines GE-Gebietes mit breitem Themenprofil • Interkommunales GE-Gebiet mit internationaler Bedeutung • Herausarbeiten eines Alleinstellungsmerkmals (z.B. neue Werkstoffe, Gesundheit) • Thema „Erneuerbare Energien“: Energie affines Gewerbe, F+E Energie, Campus New Energy, Energie von unten – GT energiemäßig autark! • Hohe städtebauliche, architektonische, ökologische Qualität der Ansiedlungen • Beachtung der bauhistorischen Substanz • FH-(Ableger)Standort • kein FOC-Einzelhandelsstandort.
  24. 24. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 22Zur Verkehrsanbindung wurde festgehalten: • Nutzung des vorhandenen Bahnanschlusses • Keine Verschlechterung der Verkehrssituation • Ggf. Verbesserung der überregionalen IV-Anbindung je nach Nutzungsintensität des zukünftigen GE-Standortes.Natur/ Umwelt/ Freizeit/ Erholung • Erhaltung der „natürlichen“ Potentiale und Entwicklung eines Naturschutzgebietes • Neue bauliche Nutzungen nur auf bereits bebauten Flächen • Entsiegelungsmaßnahmen (bspw. auf den bisherigen Start- und Landebahn sowie den Rollbahnen) anrechnen für Ausgleichsflächenpool • Fläche soll kein Bestandteil eines Nationalparks werden • Ansiedlung kleinteiliger intensiver Freizeiteinrichtungen (z.B. BMX), auch kommerzieller Art • Vision: Herstellung eines Sees mit entsprechenden Freizeiteinrichtungen (Phoenix-See in Dortmund). • Weitere Nutzung der vorhandenen Sportanlagen • Einrichtung einer Internationalen Sporthochschule oder eines Sport-Leistungszentrums.
  25. 25. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 232.5.2 NACHRICHTENKASERNEWohnen/ Wohninfrastruktur • Guter Wohnstandort für unterschiedliche Wohnformen – auch Mehrgenerationswohnen • Keine Monostruktur „Wohnen“, sondern Mischnutzung – auch mit KiTa etc.Gewerbe/ Dienstleistungen • Campus-Standort (FH, Internationale Schule, Sporthochschule) – aufgrund Nähe zur Innenstadt und zur Autobahn besser als das Flugplatzgelände? • Nicht störendes Gewerbe • Umnutzung vorhandener Denkmäler • Stadt- und/oder Kreisarchiv • Nutzung der guten VerkehrsanbindungNatur/ Umwelt/ Freizeit/ Erholung • Weiterentwicklung der Uferbereiche der Dalke als Naherholungsraum • Weitere Nutzung der vorhandenen Sportanlagen • Sport-Campus • Musik-Übungsräume oder Galerien (Kreativräume für Künstler) in Teilen der vorhandenen Gebäude • Freizeit- und Kulturangebot (wie Berlin Tempelhof)
  26. 26. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 24 AUFTRAG DER NRW.URBAN GMBH &CO.KG
  27. 27. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 253. AUFTRAG DER NRW.URBAN GMBH & CO. KGDas Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen,Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, hat sich dazu entschlossen, den vom Abzugder Militärs betroffenen Kommunen planerische und prozesssteuernde Hilfestellung zukommen zulassen. Auf der Basis eines entsprechenden Angebotes erteilte das Ministerium der NRW.URBANMitte Juni 2011 einen Auftrag zur Durchführung einer mehrteiligen Perspektivenwerkstatt in engerKooperation mit der Stadt Gütersloh.Das beauftragte moderierte Werkstattverfahren ist eine frühzeitige, integrative Verfahrensweise zurFindung von Perspektiven und möglichen Folgenutzungen der britischen Standorte in Gütersloh. DasVerfahren der Perspektivenwerkstatt strebt die Beteiligung lokaler und regionaler Akteure mit dem Zieleiner möglichst weitgehenden Verständigung an. Dabei sollen im Zuge eines Werkstattverfahrens inzwei Schritten das Entwicklungspotential der Flächen eingeschätzt werden und ein möglichst engerKorridor potenzieller und realistischer Nutzungsziele identifiziert sowie die notwendigenProzessstrukturen für den weiteren Konversionsprozess bestimmt werden.Als erster Schritt - vor Durchführung der Werkstätten - erfolgte die Auswertung vonInformationsmaterialien zu städtischen und regionalen Planungen, Fachplanungen und Analysen, z.B.zu den Themenfeldern Gewerbeflächenentwicklung und Landschaftsentwicklung.Im Rahmen der Expertengespräche wurden Ziele und Absichten von Nachbarkommunen, Akteurendes Prozesses sowie Behörden, Verbänden, Interessensträgern sowie dem Eigentümer sondiert. DieAnsprechpartner wurden vorab im Einvernehmen mit den zuständigen Stellen der Stadt Gütersloh
  28. 28. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 26Gewerbeimmobilienmarkt Gütersloh, naturräumliche Verflechtungen und Entwicklung sowieregionalwirtschaftliche Entwicklungsaussichten.Jeder Werkstatttermin wurde in enger Kooperation mit dem von der Stadt Gütersloh alsKonversionsbeauftragten ernannten Planungsamtsleiter Michael Zirbel geplant und organisiert. Zielwar es, in einem offenen Arbeitsprozess bei den jeweiligen Werkstattteilnehmern fachliches undlokales Know-how sowie ihre Ersteinschätzungen abzufragen. Dieses Wissen und die erstenWertungen trugen dazu bei, die Grundlagen für die Entwicklung ziviler Nutzungsperspektiven für diebeiden Gütersloher Militärstandorte aus Sicht der Stadt Gütersloh zu schaffen. Die Werkstättenerforderten ein hohes Maß an einem offenen und vertraulichen Austausch sowie eine Diskussion ohneVorfestlegungen und der Möglichkeit, unvoreingenommen Stellung zu beziehen.
  29. 29. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 27 DURCHFÜHRUNG EINER MEHRTEILIGEN PERSPEKTIVENWERKSTATT IN GÜTERSLOH
  30. 30. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 284. DURCHFÜHRUNG EINER MEHRTEILIGEN PERSPEKTIVENWERKSTATT IN GÜTERSLOHGemäß Angebot von NRW.URBAN an das MWEBWV NRW und im Zuge der weiteren konkretenAbstimmung mit der Stadt Gütersloh über die Durchführung der vorgesehenen zweiteiligenPerspektivenwerkstatt zur Bestimmung von Zielen und Prozessen für die Nachnutzung derMilitärstandorte in Gütersloh wurde ein schrittweises Vorgehen vereinbart. Die erstePerspektivenwerkstatt unter Beteiligung von Vertretern der Fachverwaltung sowie Vertretern desRates der Stadt Gütersloh fand am 13.10.2011 statt. Im Vorfeld waren in Expertengesprächen mitFachleuten aus Gütersloh und der Region sowie dem Eigentümer BImA die unterschiedlichenFachmeinungen aus den Bereichen Wirtschaftsentwicklung, Wohnungsmarkt, Landschaft undFreiraum sowie technische Infrastruktur zusammengetragen worden. Die Expertengespräche mit allenfachlichen Dienststellen der Stadt Gütersloh wurden aus Gründen der Vereinfachung am 29.09.2011in Form eines gemeinsamen Fachgespräches im Rathaus der Stadt Gütersloh durchgeführt; mit derWirtschaftsförderung und dem Fachbereich Umweltschutz hatten vorher jedoch schon vertiefendeEinzelgespräche stattgefunden. Die Ergebnisse dieser ausgewerteten Fachgespräche wurden alsInput in die kommunale Werkstatt am 13.10.2011 eingebracht.Das Ergebnis aus der kommunalen Werkstatt wurde danach im Rahmen einer Regionalwerkstatt am16.11.2011 den Vertretern regionaler Körperschaften und Verbänden zur Reflektion und Verdichtungzur Diskussion gestellt. Mit der Absicht einer weitgehenden Konsensfindung wurdenZielformulierungen gesucht, aus denen sich umsetzungsorientierte, gleichwohl aber auch regional undkommunal strategisch relevante Handlungskonzepte ableiten lassen gemäß dem Motto: AusStrategien konkrete Handlungsaufgaben formulieren.Unabhängig von den einzelnen Leitbildern für die Nutzungen stehen insbesondere die spätestens2020 auf den Markt kommenden Flächen des Flugplatzes in lokaler und regionaler Konkurrenz. Diesunterstreicht die Bedeutung gemeinsamer, regional vernetzter Perspektiven– undStrategieentwicklung. Der Werkstattprozess gab in der kritischen Auseinandersetzung mit denPotenzialen, Risiken und Erwartungen eine strategische Richtung für das vor, was in Zukunft aufbeiden Konversionsarealen in Gütersloh möglich sein kann, welche Wege dort hin führen können undwas auf jeden Fall zu verhindern ist. In den Terminen haben die Teilnehmer engagiert ihre Auffassungvertreten und eine offene Auseinandersetzung geführt.
  31. 31. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 294.1 DIE KOMMUNALE WERKSTATT – FLUGPLATZ UND NACHRICHTENKASERNE AUS KOMMUNALER SICHTDer Ablauf der Werkstatt am 13.10.2011 (vgl. auch die Auszüge aus der Präsentation im Anhang):16:00 Uhr Begrüßung durch Bürgermeisterin Maria Unger und Geschäftsführer Franz Meiers, NRW.URBAN16:10 Uhr Einführung und Darstellung der Standorte durch NRW.URBAN16:30 Uhr Moderierte Arbeitsrunde zu möglichen Entwicklungszielen und Perspektiven Flugplatz Nachrichtenkaserne17:45 Uhr Pause18:00 Uhr Input: Bericht über die Ergebnisse der Expertengespräche (externe Institutionen und Verwaltung durch NRW.URBAN)18:30 Uhr Moderierte Arbeitsrunde zur Überprüfung der eigenen Position und zur Gewichtung möglicher Entwicklungsperspektiven19:30 Uhr Fazit, Ausblick20:00 Uhr EndeAus dem Rat der Stadt Gütersloh nahmen 3 Vertreter der SPD, 3 Vertreter der CDU, 2 Vertreter derGrünen, 2 Vertreter der BfGT, ein Vertreter der FDP und ein Vertreter der UWG teil.Teilnehmer waren auf der Arbeitsebene Vertreter folgender Fachbereiche der StadtverwaltungGütersloh:StadtplanungBauordnung/DenkmalschutzImmobilienmanagement/WirtschaftsförderungDer Beigeordnete des Dezernats 4 (Bau und Verkehr) sowie die Bürgermeisterin und derBürovorsteher für die Bürgermeisterin und den Rat.
  32. 32. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 30Zum Ablauf:Nach einer Einführung wurde die Arbeitsweise der Werkstatt vorgestellt. Anschließend wurden diewesentlichen Ergebnisse der Grundlagenerhebung mit den Ergebnissen der Experteninterviewsdargestellt. Danach folgte eine Arbeitsrunde zu den Entwicklungsperspektiven und -zielen. MittelsMetaplantechnik erarbeiteten die Teilnehmer in dieser ersten Runde Vorstellungen zu den Leitbildernder Nutzung Wohnen, Gewerbe/Dienstleistungen, Natur/Umwelt/Freizeit und Sonstiges. Hierbei wurdenach vorstellbaren und ungewünschten Nutzungs- und Entwicklungsperspektiven unterschiedensowie eine Kategorie „noch ohne Festlegung“. In der zweiten Arbeitsrunde erfolgte nach Vorstellungund Diskussion der erarbeiteten Zielvorstellungen durch die Teilnehmer eine Bewertung der Ziele mitHilfe von Punktevergaben. Dabei hatte jeder Teilnehmer die Möglichkeit, acht Punkte zur besonderenGewichtung einer oder mehrerer Zielvorstellungen zu vergeben und damit die auf den Kärtchenfestgehaltenen Zielvorstellungen individuell zu gewichten.4.1.1 ZUSAMMENFASSENDE ERGEBNISSE DER KOMMUNALEN WERKSTATT (vergl. Stellwandcharts und Fotos im Anhang)A Flugplatz 1. Die Entwicklung der Fläche bedarf eines Alleinstellungsmerkmals, das die Konversionsmaßnahme mit regionaler Ausstrahlung profiliert. 2. Eine dauerhafte Wohnnutzung wird ausgeschlossen. 3. Ebenfalls auszuschließen ist eine große, einheitliche Nutzung über die gesamte Fläche. 4. Eine gewerbliche Nutzung, zumindest in Teilbereichen des Flugplatzgeländes, wird befürwortet. 5. Eine fliegerische Nachnutzung als Vorfestlegung findet nicht statt.Im Einzelnen wurden im Rahmen dieser Werkstatt die 4 Leitbilder der Nutzung intensiv diskutiert: 1. Die klassische, dauerhafte Wohnnutzung ist als zivile Folgenutzung auszuschließen. Das Gelände verfügt über keinerlei Wohnfolgeeinrichtungen, weder an öffentlicher noch an privater Versorgungsinfrastruktur. Die Gütersloher Stadtentwicklungsplanung setzt gezielt auf die Förderung der Innenentwicklung, so dass eine Entwicklung eines isolierten Außenstandortes wie des Flugplatzgeländes kontraproduktiv wäre. Die Entwicklung eines Wohnstandortes wäre mit erheblichen Folgekosten für die Stadt Gütersloh verbunden und würde zugleich die in Entwicklung befindliche, bzw. mit Priorität vorgesehenen Wohnstandorte in ihrer Existenz bedrohen. In diesem Zusammenhang wird auf die rd. 1.000 Wohneinheiten
  33. 33. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 31 hingewiesen, die im Verlauf des Konversionsprozesses bis spätestens 2020 zusätzlich auf den Gütersloher Wohnungsmarkt gebracht werden. Nicht ausgeschlossen wird jedoch temporäres Wohnen, das als Wohnen in Ferienanlagen, Bildungshäusern oder Internaten möglich sein kann.2. Gewerbliche Nutzungen sind auf dem Flugplatzgelände vorstellbar und durchaus gewünscht. Hervorgehoben werden dabei die Ansiedlungsmöglichkeiten für kleinteilige Gewerbeansiedlungen. Grundsätzlich könnte aber auch die Ansiedlung eines 10 ha-Betriebes möglich gemacht werden. Vor dem Hintergrund der bereits in der Entwicklungsplanung vorgesehenen Gewerbeflächenausweisung im südöstlichen Anschluss des Flugplatzgeländes wird für einen Flächentausch optiert, um die Freiräume außerhalb des Flugplatzes zu schonen. Eine gewerbliche Nutzung erfordert eine leistungsfähige Verkehrserschließung: Der Bahnanschluss, der das Flugplatzareal mit dem überörtlichen Schienennetz verbindet, soll wieder in Betrieb genommen werden. Als Schlüsselthema wird eine direkte Anbindung an die beiden Autobahnen A 2 (nach Süden) und A 33 (nach Norden) betrachtet. Eine leistungsfähige Erschließung über den Stadtring von Gütersloh ist nicht gegeben. In diesem Zusammenhang wird formuliert, dass eine optimierte Verkehrsanbindung nicht zu Störungen für Wohnbedingungen und Naturlandschaften führen darf. Eine Festlegung auf den Weiterbetrieb der Flugplatznutzung wird abgelehnt. Von mehreren Seiten wird jedoch angemerkt, dass ein potenzieller Standortvorteil durch die gültige Flugerlaubnis nicht vorzeitig aufgegeben werden soll, solange andere zivile Nachnutzungen dem nicht entgegenstehen.3. Der Abzug der britischen Truppen wird als große Chance für die Entwicklung von Natur, Umwelt und Freizeit auf dem Flugplatzgelände betrachtet. Naturschutzwerte Flächen müssen gesichert werden, wobei eine Entwicklung großräumiger Naturschutzareale anzustreben ist. Konkret angesprochen werden insbesondere die zur Ems angrenzenden Teilflächen, die für die weitere Entwicklung des Auenprofils sowie der Flusslandschaft der Ems insgesamt benötigt werden. Vor dem Hintergrund der großflächigen Versiegelungsanteile des Flugplatzgeländes wird eine Nutzung als örtliche bzw. regionale Ausgleichsfläche für Eingriffe in Natur und Landschaft befürwortet und auf mögliche Ertragsaussichten hingewiesen. Neben der Nutzung für Natur- und Landschaftsschutz werden weitere naturverträgliche Sondernutzungen angesprochen: Konkret benannt werden ein naturverträglicher Freizeitpark im Sinne einer naturerlebnisorientierten Ferienfreizeit, eine wissenschaftliche Tierzucht (z.B. für bedrohte Arten) und die extensive landwirtschaftliche Nutzung unter biodynamischen Prinzipien.
  34. 34. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 32 4. Bezüglich der sonstigen Nutzung herrscht eine breite Übereinstimmung über die Eignung des Flugplatzareals für die ressourcenschonende Energiegewinnung. Durch die Größe des Areals – so die allgemeine Übereinstimmung – wird auch die Platzierung von großflächigen Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen möglich. Die Eignung des Standortes zur Nutzung von Erdwärme soll geologisch untersucht werden. Als geeignete Flächenbereiche werden insbesondere die für andere Nutzungen schlecht verwertbaren Standorte der Shelter- Anlagen angesprochen, die auf Grund hoher Abbruchkosten kaum wirtschaftlich zu beseitigen sind, sowie die ausgedehnten Flächen der Roll-, Start- und Landebahnen für Photovoltaik- Anlagen. Konflikte mit einer Nutzung für den Naturschutz sind dabei auszuschließen. In den heute bebauten Bereichen werden in diesem Zusammenhang gute Standortbedingungen für Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen im Themenfeld regenerativer Energien herstellbar sein. Prozess und allgemeine Strategie: In der ersten Werkstattrunde gingen die Teilnehmer in der Einschätzung gemeinsam davon aus, dass ein Rückbau der bestehenden Gebäude grundsätzlich sinnvoll ist. Für die Gebäude mit jüngerem Entstehungsdatum, wie z.B. den Appartementblocks oder einzelne Hangars, soll im Rahmen eines Entwicklungskonzeptes die wirtschaftliche und funktionale Eignung überprüft werden. Der Entwicklungsprozess wird sehr lange Zeit in Anspruch und muss in Teilschritten erfolgen. Möglichst frühzeitig ist Klarheit über die Altlastenverhältnisse auf dem Gelände zu erlangen.B NachrichtenkaserneZu diesem Standort zeichnete sich ein breiter Konsens aller Werkstattteilnehmer über das Ziel ab, dieChance zur Entwicklung eines eigenen Quartiers, dessen heutige städtebauliche Struktur wegenseiner Qualität auch zukünftig erhalten bleiben soll, zu entwickeln. Die Lage zur Innenstadt sowie zurAutobahn und das Strukturgefüge von Freiraum, sozialem Umfeld und Lage im Stadtraum, machendas Quartier zu einem idealen Standort für innovatives Wohnen und hochschulbegleitenderForschungs- und Bildungstätigkeit.Übereinstimmung herrscht auch darüber, dass mit der Entwicklung der Nachrichtenkaserne keineKonkurrenzen zu anderen Entwicklungsbereichen der Stadt Gütersloh aufgebaut werden. Vielmehrbestünden auch bei der Entwicklungsperspektive ab 2020 gute Aussichten, dass dieser Standortseinen Stellenwert im Marktgeschehen Gütersloh finden wird.Für die im Rahmen des Workshops diskutierten vier Leitbilder der Nutzung entwarfen dieWerkstattteilnehmer die folgenden Perspektiven:
  35. 35. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 331. Der Standort ist prädestiniert für innovative Wohnformen, deren Konkretisierungen sich bis 2020 selbständig entwickeln werden. Das zukünftige Quartier hat gute Marktchancen, als modellhafter Standort für verschiedene, innovative Formen des Zusammenlebens entwickelt zu werden. Als potenzieller Standort für Hochschul- und Bildungseinrichtungen kann dabei die Chance genutzt werden, studentisches Wohnen und temporäres Wohnen (z.B. für Forschungsaufenthalte) zu realisieren. Für eine weitergehende Konkretisierung des möglichen Wohnungsbedarfes ist der Zeitpunkt zu früh; eine weitere Verdichtung der Zielgruppenorientierung bleibt den Jahren bis zur tatsächlichen Schließung der Nachrichtenkaserne vorbehalten.2. Der Standort Nachrichtenkaserne bietet ideale Voraussetzungen, um neben dem Wohnen als Standort für (Hochschul-)Bildung, Forschung, Entwicklung und Büros definiert zu werden. Denkbar sind dabei Einrichtungen der Fachhochschule sowie Möglichkeiten zur Ansiedlung von Universitätsausgründungen oder privaten Instituten. Die Größe des Standortes macht es möglich, zusätzlich Standorte für nicht störendes Gewerbe, Dienstleistungen und Service auf der Fläche zu entwickeln. In der Folge soll untersucht werden, inwieweit der Umbau von Bestandsgebäuden für diese Nutzungen möglich ist. Begleitend soll „akademisches Leben“ auf dem Areal der Nachrichtenkaserne entstehen: Neben dem Wohnen für Studenten und Hochschulangehörige, Restaurants, Kneipen, Läden.3. Die Grün- und Freiflächenstrukturen der Nachrichtenkaserne tragen wesentlich zur heute schon bestehenden positiven Ausstrahlung des Standortes bei und sollen deshalb bei der Neuentwicklung erhalten bleiben. Eine Weiterentwicklung ist insbesondere an den Uferbereichen der Dalke möglich, wo eine Ergänzung der Uferbiotope anzustreben ist; bei einer Konversion zusätzlich entstehende Uferbereiche sind dazu zu nutzen, die Grünvernetzungsstrukturen zu ergänzen und das Gesamtkonzept für die Ems und ihre Zuflüsse weiter auszubauen. Genutzt werden soll die Konversion ebenfalls dazu, Fuß- und Radwegeverbindungen von und zur Innenstadt über das Konversionsareal zu verbessern.4. Als sonstige Nutzungen sind die auf dem Gelände bestehenden Sportanlagen in einem hervorragenden Zustand und können einen örtlichen Bedarf der ansässigen Vereine abdecken. Aus der Werkstatt wurden dazu Wünsche formuliert, die Sportnutzungen durch den Bau einer Eissporthalle oder eines Sportzentrums mit einem Sporthotel weiter auszubauen. Als weitere sonstige Einrichtungen wurden in der Werkstatt Einzelnutzungen benannt, deren Verträglichkeit mit dem Gesamtziel „Hochschulquartier“ in den folgenden Arbeitsschritten zu prüfen ist:
  36. 36. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 34  Jugendeinrichtungen, insbesondere Disco,  Bauhof,  Stadtarchiv.Die Teilnehmer der kommunalen Werkstatt wiesen einmütig auf die Notwendigkeit hin, denQualitätsstandard der räumlichen und architektonischen Entwicklung sehr hoch anzusetzen.Vorhandene bauliche Strukturen sind auf ihre Verwendbarkeit zu überprüfen, wobei grundsätzlich voneiner Abräumung des Kasernenareals ausgegangen wird. Eine Weiterführung von schulischenNutzungen wird kategorisch ausgeschlossen.4.2 REGIONALWERKSTATT AM 16.11.2011 – DIE STANDORTE „FLUGPLATZ“ UND„ NACHRICHTENKASERNE“ AUS DER SICHT REGIONALER UND ÜBERREGIONALER AKTEURE SOWIE DES EIGENTÜMERS BIMAAblauf der Regionalwerkstatt am 16.11.2011 (vgl. auch die Auszüge aus der Präsentation im Anhang)Teil 1:14:00 Uhr Begrüßung durch Frau Bürgermeisterin Maria Unger14:10 Uhr Einführung in das Programm durch Franz Meiers, Geschäftsführer der NRW.URBAN, mit anschließender kurzer Vorstellungsrunde14:30 Uhr Ergebnisse Grundlagenermittlung durch NRW.URBAN15:00 Uhr „Der Blick von außen“ Kathrin Osbelt, Agentur KO2B (vgl. Präsentation im Anhang)15:30 Uhr Einführung in die Gruppenphase, NRW.URBAN15:40 Uhr Ergebnisse der kommunalen Werkstatt, NRW.URBAN16:00 Uhr PauseTeil 2:16:15 Uhr Arbeit in der Arbeitsgruppe17:15 Uhr Vorstellung der Ergebnisse im Plenum17:30 Uhr Weiterer Verfahrensprozess und Zusammenarbeit17:45 Uhr Fazit und Ausblick18:00 Uhr Ende der Werkstatt
  37. 37. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 35Teilnehmer waren seitens der Stadt Gütersloh die Bürgermeisterin, der Bürovorsteher derBürgermeisterin und des Rates, der Beigeordnete des Dezernates 4 (Bau und Verkehr), Vertreter derverschiedenen Fachbereiche der Stadtverwaltung sowie eine Vertreterin der Presse- undÖffentlichkeitsarbeit.Weitere Teilnehmer waren Vertreter der zukünftigen Eigentümerin BImA, der BezirksregierungDetmold, des Kreises Gütersloh, der Industrie- und Handelskammer, der Flughafengesellschaft, desBauvereins Gütersloh sowie des B.U.N.D. (vgl. Teilnehmerliste im Anhang).Zum AblaufNach Begrüßung durch Frau Bürgermeisterin Maria Unger und Einführung in das Programm sowie diebisher geleisteten Arbeitsschritte durch NRW.URBAN erfolgte ein Input-Vortrag von Frau KathrinOsbelt, Geschäftsführerin der Dortmunder Agentur KO2B, mit dem Titel „Der Blick von außen“. FrauOsbelt hatte sich die beiden Kasernenstandorte sowie die Wohnquartiere der britischen Streitkräfte mitdem unvoreingenommenen Blick der planungsfachlich nicht vorgeprägten „Erstbesucherin“angeschaut und gab in der Werkstatt die Eindrücke ihrer Visiten sowie von Einzelgesprächen mitPassanten und Bewohnern wieder. Ihr Fazit: Alles wirkt aufgeräumt, sauber und geordnet –und passtdamit zu dem Bild, das sie von Gütersloh gewonnen hat: Gediegen, spießig und ein wenig langweilig.Ihre Empfehlung: Standorte schaffen, in denen sich städtisches Leben auch mitÜberraschungseffekten entwickeln kann.Vor Beginn der Arbeitsrunde zu den möglichen Entwicklungszielen für die beiden Kasernenstandortewurden die im Rahmen der kommunalen Werkstatt erarbeiteten Aussagen zu vorstellbaren,indifferenten und ungewünschten Perspektiven vorgestellt. Da die Teilnehmerzahl nicht über 30hinaus ging, wurde nur in einer Gruppe gearbeitet, so dass die Vorstellung der Arbeitsergebnisse imPlenum entfiel.Zusammengefasste Ergebnisse der Regionalwerkstatt(vergl. Stellwandcharts und Fotos im Anhang)Die Vertreter von Rat und Verwaltung der Stadt Gütersloh unterstrichen als strategisches Oberzieleine Entwicklung auf den beiden Standorten gemäß den Zielen der GütersloherStadtentwicklungsplanung. Erwartungsgemäß formulierten die Vertreter der BImA ihre Position, dasseine wirtschaftliche Verwertung der Flächen für sie im Vordergrund stehe, ohne sich der Diskussionum eine zukunftsfähige Nachnutzung verschließen zu wollen.A FlugplatzDas Flugplatzgelände soll in der weiteren Bearbeitung auf eine Eignung für gewerblicheAnsiedlungen, die auch größer dimensioniert oder emittierend sein können, geprüft werden. Auf
  38. 38. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 36Grund der Lage und vor allen Dingen Größe der zu erwartenden Potenzialflächen soll die Chancegenutzt werden, interkommunale Lösungen weiter zu verfolgen, was nicht zuletzt aus Sicht derRegionalplanung eine Realisierung deutlich erleichtern würde.Ein wichtiges Kriterium für die Realisierbarkeit eines Gewerbestandortes ist die Prüfung von möglichststörungsfreien Erschließungstrassen, insbesondere für den KFZ-Verkehr. Die Dimensionierung desgewerblichen Ansiedlungsbereiches soll – so die konsensfähige Ansicht der Teilnehmer – von denMöglichkeiten der Erschließung abhängig gemacht werden.Festgestellt wurde in Übereinstimmung, dass ein großer Gewerbeflächenbedarf vorhanden ist, wobeider Bedarf an Standorten für Handwerksbetriebe hervorgehoben wurde.Kontrovers diskutiert wurde die Frage der Weiterführung einer Flugplatznutzung. Hier stehen sichPositionen „Flugplatznutzung sofort aufgeben“ Ansichten gegenüber, die die bestehenden Flugrechteals Potenzial ansehen, das erst aufgegeben werden soll, wenn in der Region eine definitiveÜbereinkunft über den nicht bestehenden Bedarf hergestellt worden ist.Zum Thema einer Wohnnutzung auf dem Flugplatzgelände standen sich die Positionen derzukünftigen Eigentümerin BImA und der anderen Werkstattteilnehmer gegenüber: Der kategorischeAusschluss jeder dauerhaften Wohnnutzung deckt sich nicht mit den Erwartungen der künftigenEigentümerin, dass vor allem die relativ neuen Wohngebäude auf dem Flugplatzgelände auch fürdauerhafte Wohneinrichtungen genutzt werden sollen.Den Konsens aller Teilnehmer fand die Feststellung, dass eine Wohnnutzung die gewerblicheEntwicklung nicht stören darf. Eine temporäre Wohnnutzung (z.B. in touristischer Form oder imRahmen von Bildungseinrichtungen) deckte sich mit den Zielvorstellungen aller Teilnehmer.Zum Themenbereich „Natur, Umwelt, Freizeit“ erhielten die in der kommunalen Werkstatterarbeiteten Zielvorstellungen weitgehende Zustimmung aus den Reihen der regionalen Werkstatt. Eswurde darauf hingewiesen, dass eine enge Zusammenarbeit mit der biologischen Station Bielefeld zueiner konstruktiven Weiterentwicklung der Aspekte Schützen – Bilden – Freizeit beitragen kann.Strategie und Prozess:Alle Teilnehmer der regionalen Werkstatt stimmten in ihrer Einschätzung darin überein, dass alsnächster Baustein zur Entwicklung eines Folgenutzungskonzeptes an einer Entwicklung einesGrobnutzungskonzeptes mit räumlicher Darstellung gearbeitet werden muss. Hierzu sei es – so dieErgebnisse aus der Regionalwerkstatt – notwendig, in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Gütersloh,Regionalplanung, Fachbehörden und Eigentümer die vorhandenen Kenntnisse und fachlichenEinschätzungen auszuwerten, zusammenzuführen und räumlich abzubilden. Auf der Basis einessolchen Grobnutzungskonzeptes können weitere Abstimmungen erfolgen sowie schrittweise dieBausteine von Kostenermittlungen, Fachabstimmung und regionaler Abstimmung angegangen undvertieft werden.
  39. 39. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 37B Nachrichtenkaserne:Die Teilnehmer der Regionalwerkstatt folgten der in der Kommunalwerkstatt erarbeiteten Vision einesHochschulquartiers, das die Nutzungen Wohnen, Bildung, Forschung und Freiraum beinhaltet. ZurVertiefung des Konzeptansatzes wird empfohlen, ein integriertes Handlungskonzept Wohnen zuerarbeiten, das die wirtschaftlichen und funktionalen Rahmenbedingungen für eine konkrete Planungder verschiedenen Nutzungselemente ermöglicht.Die Umnutzung von Bestandsgebäuden soll von den Ergebnissen vertiefenderGebäudeuntersuchungen abhängig gemacht werden, bei der die Faktoren der Gebäudequalitätensowie Kostenrelationen von Umnutzung zu Abriss/Neubau ermittelt werden.
  40. 40. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 38 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE UND NÄCHSTE ARBEITSSCHRITTE
  41. 41. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 395. ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE UND NÄCHSTE ARBEITSSCHRITTEDie vorliegenden Hinweise zu den genaueren Abzugsdaten der britischen Streitkräfte ausDeutschland weisen darauf hin, dass Gütersloh einer derjenigen Standorte ist, der bis zum Jahr 2020eine wichtige Rolle im Prozess des Abzuges einnimmt und daher eine vorzeitige Räumung beiderStandorte in Gütersloher nicht zu erwarten ist. Die Stadt Gütersloh benötigt diese Zeit, so eines derwichtigen Ergebnisse aus diesem Werkstattverfahren, um die anstehenden Arbeitsschritte zurEntwicklung von Strategien und Maßnahmen für den Konversionsprozess bewältigen zu können, sounterschiedlich die beiden Standorte auch in Größe, Struktur und Funktion für dieStadtentwicklungsplanung sind.Für die Nachrichtenkaserne wurde im Rahmen des Werkstattprozesses ein Profil von denTeilnehmern entwickelt. Die Vision eines Hochschulquartiers mit Wohnungen hohen Standards, auchexperimentellen Charakters, und einer hochwertigen städtebaulichen Gestaltung wurdeübereinstimmend und deutlich gezeichnet. Die bereits heute vorhandenen hohen Freiraumqualitätensollen weiter entwickelt werden und das Gütersloher Grünflächennetz ergänzen. Die der Stadt bis zurÜbergabe durch die britische Armee zur Verfügung stehenden Jahre können sinnvollerweise dazugenutzt werden, durch ein integriertes Handlungskonzept Wohnen die Bedarfslage schärfer zukonturieren und gemeinsam mit dem künftigen Eigentümer BImA ein entsprechendesNutzungskonzept zu entwickeln. Für die angestrebte Bildungs- und Forschungslandschaft mitentsprechender Dienstleistungsergänzung kann auch in Zusammenarbeit mit den Hochschulen undansässigen Bildungs- und Forschungseinrichtungen ein Gesamtpaket für diesen räumlich undstrukturell attraktiven Bereich geschaffen werden. Die Stadt Gütersloh, Vertreter von Fachverbänden,Regionalplanung und des Eigentümers stimmen darin überein, dass die Entwicklung derNachrichtenkaserne keine Konkurrenzentwicklung zu bestehenden Standorten ist, sondern dassdieses Areal eine bisher nicht vorhandene Qualität darstellt, die Stadt und Region bereichern kann.Das nahezu zehnmal so große Flughafengelände hat naturgemäß einen anderen Stellenwert sowohlin der regionalplanerischen Bewertung als auch als Wertschöpfungsfaktor für den künftigenEigentümer BImA. Einigkeit konnte in den Perspektivenwerkstätten darüber hergestellt werden, dassdie Entwicklung von Nachfolgenutzungen keine auf der Hand liegenden Lösungen bereit hält, dass dieFläche aber auch genügend Potenzial hat, um verschiedene, miteinander verträgliche Nutzungen,aufzunehmen. Die in den Werkstätten entwickelten Visionen für diesen Standort weisen eindeutig inzwei Hauptrichtungen: 1. Weite Teile des heutigen Flugplatzgeländes werden zum Schutz von Biotopen und Landschaft grün bleiben; möglicherweise werden auch heute noch versiegelte Teilbereiche als Ausgleichsflächen dem Naturschutz zugeführt.
  42. 42. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 40 2. Ebenfalls Konsens besteht über die Chancen, die dieses Gelände für eine gewerbliche Nutzung bietet, wobei das Spektrum von der Ansiedlung kleinteiliger Betriebsstrukturen (Handwerksbetriebe) bis zur Darstellung von Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien und zur Erforschung ressourcenschonender Energiegewinnung reichen. Die gewerblichen Nutzungsbereiche werden voraussichtlich entlang der Marienfelder Straße anzusiedeln sein; eine Weiternutzung von Gebäuden ist im Verlauf nachfolgender Untersuchungsprogramme zu klären. 3. Eine dauerhafte Wohnnutzung wird für das Flugplatzgelände ausgeschlossen. Der in der Gütersloher Stadtentwicklungspolitik klar formulierte Anspruch „Vorrang der Innenentwicklung“ kann – so die weitgehende Übereinstimmung – nicht durch heute vorhandene wertige Wohnraumangebote auf dem Gelände ausgehebelt werden. Temporäre Wohnnutzungen z.B. zu touristischen oder Bildungszwecken können dabei durchaus denkbar sein, sofern andere Nutzungsarten des Geländes dadurch nicht beeinträchtigt werden. 4. Das Thema Flugplatznutzung bleibt strittig: Während einerseits die Einschätzung vertreten wird, dass eine Flugplatznutzung die zivile Nachnutzung in zukunftsfähigen Funktionen erheblich behindert, wird von anderer Seite davor gewarnt, diese auch für die Region wichtige Option frühzeitig aufzugeben, solange nicht die Bedarfsfrage eindeutig geklärt ist.5.1 DIE KOOPERATIVE ENTWICKLUNGSSTRATEGIEDie zurückliegende mehrteilige Perspektivenwerkstatt ist ein wichtiger Schritt in die Richtung, dieGrundsatzentscheidungen zur zivilen Nachnutzung kooperativ zu treffen und die zu Entscheidungenführenden Prozesse transparent zu gestalten.Unbestritten ist dabei die Rolle der Stadt Gütersloh als Trägerin der kommunalen Planungshoheit;Stellenwert und Größe der Fläche machen das Areal jedoch auch zu einem Ankerpunkt für den zurzeitin Arbeit befindlichen neuen Regionalplan und erfordern eine Perspektivenbestimmung, die imKonsens von Landesplanung, Regionalplanung und der Abwägung der Interessen aller betroffenenNachbarkommunen verläuft.Die künftige Eigentümerin BImA sieht in einem kooperativen Prozess der Strategie undMaßnahmenentwicklung nach eigenem Bekunden ebenfalls eine Möglichkeit, denUmwandlungsprozess ohne kontraproduktive Spannungsprozesse abzuwickeln, auch wenn dieVerwertungsinteressen durchaus konträr zu den Interessen von Stadt- und Regionalentwicklungstehen können.Die Stadt Gütersloh plant, zu Beginn des Jahres 2012 den zweiten Konversionsbericht zuveröffentlichen. Die Ergebnisse der Perspektivenwerkstatt werden darin einen wichtigen Stellenwerteinnehmen und die inhaltlichen Eckpunkte aus Sicht der Stadtentwicklungsplanung weiter vertiefen.
  43. 43. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 41Die Stadt hat im Verlauf der Werkstatt ihren festen Willen erklärt, den anstehenden Prozess in engerAbstimmung und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Partnern des Prozesses kooperativ inAngriff zu nehmen. Ebenfalls im Jahr 2012 plant die Stadt Gütersloh die im Stadtgebiet befindlichenmilitärisch genutzten Wohnungen hinsichtlich ihres Zustandes und ihrer möglichen Bedeutung für denkünftigen Wohnungsmarkt untersuchen zu lassen.5.2 NÄCHSTE SCHRITTEDer mit dem Abschluss des Werkstattverfahrens geschaffene Arbeitsstand bietet eine Grundlage, diein den Fokus gestellten Nutzungsszenarien in einem räumlichen Grobkonzept darzustellen. Umdiesem Grobkonzept eine tragfähige Basis zu geben, müssen weitere Informationen über dieStrukturen und Beschaffenheit des Geländes, ihrer Gebäude und ihrer freiräumlichen Qualitätenzusammengetragen werden. Zur potenziellen Marktplatzierung speziell in den Themenbereichen derregenerativen Energiegewinnung und der Bereitstellung von gewerblichen Ansiedlungsflächenmüssen die regionalen Teilmärkte näher untersucht und die regionalplanerischen Bedingungen undAbhängigkeiten in Zusammenarbeit der entsprechenden Fachstellen hinterfragt werden. Einkonkretisierter Arbeitsplan, der ab dem Jahr 2012 von der Stadt Gütersloh in Zusammenarbeit mitdem Land Nordrhein-Westfalen, der Regionalplanung und dem Eigentümer zu erarbeiten ist, könntedie folgenden Arbeitsbausteine enthalten:  Bestandsaufnahmen zum Natur- und Landschaftsschutz, Einbindung der Fläche in überörtliche und regionale Schutzräume (Emssystem).  Vertiefung der Fragestellung zu regenerativen Energien, insbesondere Windenergie und Photovoltaik.  Plausibilitäts- und Wirtschaftlichkeitsprüfung zur Frage der Schaffung eines Ausgleichsflächenpools.  Marktabschätzung und Eingrenzung von Positionsschwerpunkten für gewerbliche Nutzungen auf der Fläche.  Marktabschätzung von Freizeitnutzungen unter dem Begriff des sanften Tourismus.  Weitere Altlastenuntersuchungen.  Untersuchungen der aufstehenden und unterirdischen Bauwerke sowohl zur Frage potenzieller und wirtschaftlicher Weiternutzung wie auch zur Kostendimension im Falle der Abräumung.  Erste räumliche Fixierung von Nutzungszonen auf dem Flugplatzgelände.Außerhalb der beiden Kasernenstandorte verbleiben zahlreiche militärisch genutzte Wohnquartiere,für die noch keine Erkenntnisse über energetisches Profil, Erneuerungszustand und Einordnung instädtebauliche und wohnungswirtschaftliche Zusammenhänge bestehen. Eine Erstuntersuchung nachdem Modell der von NRW durchgeführten Erstbewertungen in Mönchengladbach und Herford könntensich in 2012 anschließen.
  44. 44. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 42Darüber hinaus plant die Stadt Gütersloh im Rahmen des Konversionsprozesses für 2012 eineBeteiligung der Öffentlichkeit. Über die Durchführung der Perspektivenwerkstätten wurde in derörtlichen Presse berichtet, so dass die Bürger über den Fortgang dieser ersten Gespräche informiertwaren. Einzelne Gruppen haben daraufhin eingefordert, ebenfalls an dem Diskussionsprozess imRahmen der Konversion einbezogen zu werden. Dieses war für den Zeitraum nach Durchführung derPerspektivenwerkstätten, in denen sich die lokale Politik und die Stadtverwaltung zunächst selbsteinen Überblick über die zu bearbeitende Thematik verschaffen wollten, bereits vorgesehen.
  45. 45. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 43 QUELLENVERZEICHNIS
  46. 46. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 446. QUELLENVERZEICHNIS  Bezirksregierung Detmold: Regionalplan, Teilabschnitt Oberbereich Bielefeld  BImA: Datenblatt Flughafen Gütersloh (Princess Royal Barracks), Bielefeld, 15.06.2011  BImA: Datenblatt Mansergh Barracks, Bielefeld, 15.06.2011  Junker und Kruse, Stadtforschung und Planung, Dortmund: Einzelhandels- und Zentrenkonzept für die Stadt Gütersloh, November 2008  Stadt Bielefeld, Kreis Gütersloh, Kreis Herford, Kreis Höxter, Kreis Lippe, Kreis Minden- Lübbecke, Kreis Paderborn: Wohnen in Ostwestfalen-Lippe, 1. Regionaler Wohnungsmarktbericht (Stichtag 31.12.2009)  Stadt Gütersloh, Demografiebericht 2008  Stadt Gütersloh, Fachbereich Stadtplanung: Stadtentwicklung Gütersloh 2010, Abschlussbericht Juli 2002  Stadt Gütersloh, Fachbereich Stadtplanung: Flächennutzungsplan 2020 der Stadt Gütersloh, 25.02.2007, Stand: 12.01.2011  Stadt Gütersloh, Fachbereich Stadtplanung: Strategische Wohnbaulandentwicklung für die Stadt Gütersloh – Prioritätenliste der Wohnbauflächen, 24.02.2009  Stadt Gütersloh, Fachbereich Stadtplanung: Strategische Wohnbaulandentwicklung für die Stadt Gütersloh – Prioritätenliste der Wohnbauflächen - , Beschlüsse des Planungsausschusses vom 14.05.2009 und vom 18.02.2010  Stadt Gütersloh, Fachbereich Stadtplanung: 1. Änderung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes für die Stadt Gütersloh, Änderung der Sortimentsliste für die Sortimente Bettwaren/Matratzen, Leuchten, Teppiche (Einzelware) und Erweiterung des Nahversorgungszentrums Avenwedde-Mitte, 24.09.2010  Stadt Gütersloh, Fachbereich Stadtplanung: Strategische Gewerbeflächenentwicklung für die Stadt Gütersloh – Gewerbeflächenkonzept - , 24.09.2010  Stadt Gütersloh, Fachbereich Stadtplanung: 1. Konversionsbericht für die Stadt Gütersloh – Bewältigung der Folgen des Abzugs der britischen Streitkräfte, 01.03.2011  Stadt Gütersloh, Fachbereich Umweltschutz: Biotopverbundplanung Stadt Gütersloh, Kurzfassung, Mai 2000  Stadt Gütersloh, Fachbereich Umwelt: Auszug aus dem Umweltportal, Biotopverbundsystem, Stand 01.12.2008  Stadt Gütersloh, Fachbereich Umwelt: Auszug aus dem Umweltportal, Grünspangen- und Stadtteilparkkonzept, Stand 01.12.2008  Stadt Gütersloh, Fachbereich Umwelt: Auszug aus dem Umweltportal: Überschwemmungsgebiete, Stand 02.12.2008  www.tim-online.nrw (Topographisches Informationssystem NRW): Lagepläne und Luftbilder zum Flughafengelände und Mansergh Barracks, Landschaftsschutzgebiete, Naturschutzgebiete, Biotopkataster
  47. 47. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 45 ANLAGEN
  48. 48. STADT GÜTERSLOH – Bestimmung der Ziele und Prozesse einer Nachnutzung militärischer Standorte durch ein Werkstattverfahren 467. ANLAGEN  Protokoll Expertengespräch Wirtschaftsförderung Stadt Gütersloh vom 05.09.2011  Protokoll Expertengespräch Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, BImA, Münster vom 07.09.2011  Protokoll Expertengespräch Gütersloh Marketing GmbH vom 16.09.2011  Protokoll Expertengespräch Naturschutzbund NABU vom 16.09.2011  Protokoll Expertengespräch Fachbereich Umweltschutz Stadt Gütersloh vom 21.09.2011  Protokoll Expertengespräch IHK Bielefeld vom 21.09.2011  Protokoll Expertengespräch Wirtschaftsförderung Kreis Gütersloh vom 22.09.2011  Protokoll Expertengespräch Gütersloh Flughafengesellschaft vom 27.09.2011  Protokoll Fachgespräch Stadtverwaltung vom 29.09.2011  Teilnehmerliste der Lokalen Werkstatt – Rat und Verwaltung – vom 13.10.2011  Präsentation (Auszug) zur Lokalen Werkstatt – Rat und Verwaltung – vom 13.10.2011  Stellwandcharts mit den Ergebnissen des Arbeitsprozesses der Lokalen Werkstatt vom 13.10.2011  Fotos Lokale Werkstatt vom 13.10.2011  Teilnehmerliste der Regionalen Werkstatt vom 16.11.2011  Präsentation (Auszug) zur Regionalen Werkstatt vom 16.11.2011  Präsentation „Blick von außen – ein Besuch in Gütersloh“ von KO2B, Katrin Osbelt, als Bestandteil der Regionalen Werkstatt  Stellwandcharts mit den Ergebnissen des Arbeitsprozesses der Regionalen Werkstatt vom 16.11.2011  Fotos Regionale Werkstatt vom 16.11.2011

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