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2 | Newsletter zum Förderschwerpunkt Mittelstand-DigitalGroße Herausforderungen durch eBusinessUm sowohl auf dem nationale...
Die Arbeitscluster des eKompetenz-NetzwerksNewsletter zum Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital | 3Im Rahmen der Initiativ...
4 | Newsletter zum Förderschwerpunkt Mittelstand-DigitalWissensmanagement verändert UnternehmensstrategienGründungstreffen...
Newsletter zum Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital | 5IT-Sicherheit: Umsetzungslücke zwischen bestehendem Risikobewussts...
6 | Newsletter zum Förderschwerpunkt Mittelstand-DigitalUnternehmen wollen ERP-SystemekonsolidierenDer Markt bietet eine V...
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  1. 1. Stand 03 | 2013NEWSLETTERzum Förderschwerpunkt „Mittelstand-Digital“Mittelstand-Digitalnimmt Fahrt auf . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 – 2Die Arbeitscluster deseKompetenz-Netzwerks . . . . . . . . . 3 – 6 Die Bedeutung von E- undM-Commerce steigt . . . . . . . . . . . . . 3 Wissensmanagement verändertUnternehmensstrategien . . . . . . . . . 4 IT-Sicherheit: Umsetzungslückezwischen bestehendemRisikobewusstsein und fehlendenInvestitionen schließen . . . . . . . . . . 5 Unternehmen wollenERP-Systeme konsolidieren . . . . . . . 6Kundenwissen und strategischesMitarbeiterwissen wichtigsteWettbewerbsfaktoren –Wissensmanagement-Studieder TU Chemnitz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7Gute Stimmung zum Jahresbeginnim Mittelstand – IT-Mittelstands-index im Aufwärtstrend . . . . . . . . . . . . . 8INHALTwww.mittelstand-digital.deMittelstand-Digital nimmt Fahrt aufDie Stärke der deutschen Wirtschaftwird auf die herausragende Bedeutungkleiner und mittlerer Unternehmen(KMU) zurückgeführt. Von den rund3,6 Millionen Unternehmen in Deutsch-land gehören 99 Prozent dieser Katego-rie von Betrieben an. Sie beschäftigen66 Prozent aller sozialversicherungs-pflichtigen Arbeitnehmer, erwirtschaf-ten 38 Prozent aller Umsätze, bilden83 Prozent der Lehrlinge aus und inves-tieren nicht zuletzt rund 9 MilliardenEuro jährlich in Forschung und Ent-wicklung.Eine beträchtliche Zahl von KMU habensich zu Know-how-Trägern erster Güteentwickelt, die in vielen Bereichen wiez. B. dem Maschinenbau, der Elektroin-dustrie, der Medizin oder der Pharmazieeine hohe Wettbewerbsfähigkeit erlangthaben. Einige KMU sind in ihrem Seg-ment sogar Weltmarktführer. Heutehaben rund 60 Prozent aller sogenann-ten „Hidden Champions“, d. h. relativunbekannter kleiner oder mittlerer Un-ternehmen, die in ihrem Markt jedochMarktführer sind, ihren Sitz in Deutsch-land. Nicht von ungefähr hat die deut-sche Wirtschaftsstruktur internationaleinen besonderen Stellenwert erlangtund der Begriff „Mittelstand“ ist mittler-weile fest integrierter Bestandteil desangelsächsischen Sprachgebrauchs.Fortsetzung auf Seite 2NEWSLETTERStand 03 | 2013zum Förderschwerpunkt Mittelstand-DigitalDie Stärke der deutschen Wirtschaftwird auf die herausragende Bedeutungkleiner und mittlerer Unternehmen(KMU) zurückgeführt. Von den rund3,6 Millionen Unternehmen in Deutsch-land gehören 99 Prozent dieser Katego-rie von Betrieben an. Sie beschäftigen66 Prozent aller sozialversicherungs-pflichtigen Arbeitnehmer, erwirtschaf-ten 38 Prozent aller Umsätze, bilden83 Prozent der Lehrlinge aus und inves-tieren nicht zuletzt rund 9 MilliardenEuro jährlich in Forschung und Ent-wicklung.Eine beträchtliche Zahl von KMU habensich zu Know-how-Trägern erster Güteentwickelt, die in vielen Bereichen wiez. B. dem Maschinenbau, der Elektroin-dustrie, der Medizin oder der Pharmazieeine hohe Wettbewerbsfähigkeit erlangthaben. Einige KMU sind in ihrem Seg-ment sogar Weltmarktführer. Heutehaben rund 60 Prozent aller sogenann-ten „Hidden Champions“, d. h. relativunbekannter kleiner oder mittlerer Un-ternehmen, die in ihrem Markt jedochMarktführer sind, ihren Sitz in Deutsch-land. Nicht von ungefähr hat die deut-sche Wirtschaftsstruktur internationaleinen besonderen Stellenwert erlangtund der Begriff „Mittelstand“ ist mittler-weile fest integrierter Bestandteil desangelsächsischen Sprachgebrauchs.Mittelstand-Digital nimmt Fahrt aufBundesministerium für Wirtschaft und TechnologieBegleitforschung ProjektträgereKompetenz-Netzwerk39 eBusiness-LotsenThematische ClustereStandards11 FörderprojekteArbeitsforumUsability10 FörderprojekteArbeitsforumMittelstand-Digitalnimmt Fahrt auf . . . . . . . . . . . . . . . . . 1–2Die Arbeitscluster deseKompetenz-Netzwerks . . . . . . . . . . 3–6Die Bedeutung von E- undM-Commerce steigt . . . . . . . . . . . . . . 3Wissensmanagement verändertUnternehmensstrategien . . . . . . . . . 4IT-Sicherheit: Umsetzungslückezwischen bestehendemRisikobewusstsein und fehlendenInvestitionen schließen . . . . . . . . . . . 5Unternehmen wollenERP-Systeme konsolidieren . . . . . . . 6Kundenwissen und strategischesMitarbeiterwissen wichtigsteWettbewerbsfaktoren –Wissensmanagement-Studieder TU Chemnitz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7Gute Stimmung zum Jahresbeginnim Mittelstand – IT-Mittelstands-index im Aufwärtstrend . . . . . . . . . . . . . 8INhalTFortsetzung auf Seite 2www.mittelstand-digital.de
  2. 2. 2 | Newsletter zum Förderschwerpunkt Mittelstand-DigitalGroße Herausforderungen durch eBusinessUm sowohl auf dem nationalen als auch auf deminternationalen Markt bestehen zu können, ist eineDigitalisierung der Geschäftsprozesse durch moderneInformations- und Kommunikationstechnik (IKT) einewichtige Voraussetzung. Die Nutzung von Internet undeBusiness-Prozessen birgt jedoch – angesichts derstrukturell knappen Ausstattung von KMU mit Kapitalund mit qualifiziertem Personal sowie aufgrund deserforderlichen Know-hows – beachtliche Herausforde-rungen für den Mittelstand.Derzeit setzen lediglich 40 Prozent der KMU inDeutschland eBusiness-Lösungen zur Optimierungihrer Geschäftsprozesse ein. KMU nehmen zudem nurselten externe Beratung in Anspruch.Förderschwerpunkt Mittelstand-DigitalIm Rahmen der IKT-Strategie „Deutschland Digital2015“ und der Hightech-Strategie der Bundesregierungfördert das Bundesministerium für Wirtschaft undTechnologie (BMWi) durch den FörderschwerpunktMittelstand-Digital im Zeitraum von 2012 bis 2015 dreiInitiativen zur Unterstützung von KMU beim intelli-genten Einsatz von IKT:› Förderinitiative „eStandards:Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern“Standards zur Identifikation, Transaktion, Prozess-konfiguration sowie zu Katalogaustauschformatenund Klassifikationen spielen eine zentrale Rolle beider prozessübergreifenden Integration von eBusiness-Lösungen. Das BMWi fördert im Rahmen von eStan-dards derzeit elf ausgewählte Demonstrations- undPilotlösungen, deren Ziel in der beschleunigten, mög-lichst flächendeckenden Verbreitung von Standards inGeschäftsprozessen von KMU liegt. Dabei geht esnicht um die Neuentwicklung von eBusiness-Stan-dards, sondern vor allem um die erfolgreiche, mög-lichst reibungsfreie Integration bestehender Standards.› Förderinitiative „Einfach intuitiv –Usability für den Mittelstand“Ein überaus wichtiges Qualitätskriterium fürSoftware-Produkte und Web-Applikationen ist dieBenutzerfreundlichkeit (Usability). Marktuntersu-chungen zeigen, dass diejenigen Anbieter am Marktbesonders erfolgreich sind, die über ein anwen-derorientiertes Usability-Wissen verfügen und beiFortsetzung von Seite 1Produkten und Dienstleistungen eine hohe Kunden-zufriedenheit erzielen. Gleichzeitig wird Usability aufSeiten der Anwender zu einem immer wichtigerenBeschaffungskriterium. Die derzeit zehn Projekte derFörderinitiative haben zum Ziel, die Produktivität inKMU durch leistungsfähigere Anwendungssoftwarebreitenwirksam zu steigern und deren Wettbewerbs-fähigkeit strukturell zu verbessern. Darüber hinaussollen Softwarehersteller sensibilisiert werden, bei derProduktentwicklung stärker die Gebrauchstauglichkeitzu beachten.› Förderinitiative „eKompetenz-Netzwerk fürUnternehmen“Der steigende Einsatz und die Durchdringung vonUnternehmensprozessen mit IKT-Lösungen bei gleich-zeitig immer kürzer werdenden Produktzyklen sowiebeständigen technologischen Innovationen steigerndas Bedürfnis nach einer kompetenten und neutraleninformativen Unterstützung beim Einsatz von IKT. Zielder Initiative eKompetenz-Netzwerk ist es, bundesweit39 regionale Kompetenzzentren (eBusiness-Lotsen) zuetablieren, die durch effizientes Wissensmanagementherstellerneutral und passgenau IKT-Informationenfür KMU aufbereiten und zur Verfügung stellen.Für die 21 Förderprojekte der beiden Initiativen Usabi-lity und eStandards wurde jeweils ein Arbeitsforum insLeben gerufen, in dem die Projekte ihre Kompetenzenbündeln. Auch die 39 eBusiness-Lotsen des eKompe-tenz-Netzwerks haben sich zu (derzeit) sechs Arbeits-clustern in den Bereichen IT-Sicherheit, Wissens-management, Marketing/Social Media, E- undM-Commerce, Prozessmanagement und MobilesArbeiten/M-Business zusammengefunden. Dort koordi-nieren sie ihre Aktivitäten, stimmen sich über die Erstel-lung von Publikationen ab und können dadurch auchüberregional Synergieeffekte realisieren.Dr. Franz Büllingen, Leiter der Begleitforschung vonMittelstand-DigitalDr. Franz Büllingen,Begleitforschung Mittelstand-Digital
  3. 3. Die Arbeitscluster des eKompetenz-NetzwerksNewsletter zum Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital | 3Im Rahmen der Initiative „eKompetenz-Netzwerk für Unternehmen“ stellen derzeit bundesweit 39 regionale eBusiness-Lotsen anbieterneutrale und praxisnahe IKT-Informationen für Unternehmen, insbesondere für KMU und Handwerk, zurVerfügung. Die eBusiness-Lotsen helfen den Unternehmen dabei, IKT-Anwendungen effizienzsteigernd einzusetzen undGeschäftsprozesse durchgehend zu digitalisieren. Darüber hinaus bearbeiten die eBusiness-Lotsen gemeinsam wichtigeQuerschnittsthemen und haben dazu sechs Arbeitscluster gebildet, von denen an dieser Stelle die ersten vier vorgestelltwerden: (1) E- und M-Commerce, (2) Wissensmanagement, (3) IT-Sicherheit und (4) ERP- und Prozessmanagement.Die Bedeutung von E- und M-Commerce steigtDie Entwicklung im Einzelhandel folgt in den letztenJahren einem klaren Trend: Die Kunden kaufen immermehr online. Die Zukunft des Handels liegt im E-Com-merce und angesichts des Erfolgs von Smartphones undTablet-PCs zunehmend auch im M-Commerce, demHandel über mobile Endgeräte. Bereits mehr als 34 Milli-onen Bundesbürger kaufen online ein, Tendenz steigend.Auch die Nutzungsfrequenz derjenigen, die online ein-kaufen, nimmt zu. Nach Erhebungen des Instituts fürHandelsforschung (IFH) kaufen bereits 60 Prozent derOnline-Shopper mindestens einmal im Monat über dasInternet ein. Nach IFH-Einschätzungen wurden 2012beachtliche 31 Milliarden Euro Umsatz im Online-Han-del generiert. Dies entspricht knapp sieben Prozent desgesamten Einzelhandelsumsatzes, Lebensmittel mitein-geschlossen. Es lässt sich heute schon erkennen, dassHandelsunternehmen, die sich dieser Entwicklung ver-schließen, mittel- bis langfristig in eine wirtschaftlicheSackgasse geraten werden.Im Vergleich zum stationären Handel stellen sich beimE- und M-Commerce zahlreiche neue Fragen undAnforderungen für die Handelsunternehmen. Hierzuzählen insbesondere die Website-Gestaltung, eine effi-ziente Verknüpfung aller Verkaufskanäle (Multichannel-Management), die Beachtung der spezifischen Rechts-vorschriften im Online-Handel, die Auffindbarkeit vonAngeboten durch Suchmaschinen und in Preisverglei-chen, die Nutzung von Online-Handelsplattformen fürdie Angebote, die optimale Gestaltung der Preise, eineeffiziente Gestaltung der Versandlogistik oder dieAbwicklung von internationalen Bestellungen.Während die großen Online-Handelsunternehmen sichfür jede dieser Detailfragen zum Teil ganze Abteilungenvon Mitarbeitern leisten, müssen kleine und mittelstän-dische Händler ihr gesamtes E- und M-Commerce-Geschäft mit knappen Personalressourcen bewältigen.Zudem ist die Marktkonzentration beim Online-Handelbeträchtlich. Nach Angaben des EHI Retail Institutegenerieren die zehn umsatzstärksten Händler beinaheein Drittel der Online-Handelsumsätze. Die 500 stärks-ten Online-Händler teilen mit knapp 90 Prozent dengesamten Markt fast ganz unter sich auf.Die kleinen Händler stehen somit in einem sehr schar-fen Wettbewerb und müssen kreativ ihre Marktnischefinden und verteidigen. Für sie sind unabhängige Infor-mationen in Form von Broschüren, Praxisleitfäden,Checklisten, Fallbeispielen, Workshops oder Webinarenwertvoll, um erfolgreich in dem dynamischen Markt zubestehen.Im eKompetenz-Netzwerk haben sich die eBusiness-Lot-sen mit den thematischen Schwerpunkten E-Commerce,Unternehmensgründung im E-Commerce, E-Payment,E-Rechnung und M-Payment zu einem Cluster zusam-mengeschlossen.Bei einem ersten Treffen im Januar wurden die Aktivitä-ten für das Jahr 2013 besprochen und die Zusammenar-beit bei der Erstellung von Leitfäden und anderen Infor-mationsmaterialien vereinbart. Koordinatorin für dasCluster E-Commerce/M-Commerce ist Aline Ecksteinvom eBusiness-Lotsen Köln. Zu diesem Cluster zählenbislang die eBusiness-Lotsen Köln, Mitteldeutschland,Oberschwaben-Ulm, Ostbayern, Pfalz und Thüringen.Peter Stamm,Begleitforschung Mittelstand-Digital
  4. 4. 4 | Newsletter zum Förderschwerpunkt Mittelstand-DigitalWissensmanagement verändert UnternehmensstrategienGründungstreffen des Clusters Wissensmanagement am 29. Januar 2013; Quelle: Pressestelle der SIHK zu Hagen, Thomas MarotzkeWissensmanagement wird für den Unternehmenser-folg immer wichtiger. Zu diesem Ergebnis kommt dieStudie „Fachbereiche im Wandel“, die das Marktfor-schungsinstitut Berlecon Research im Auftrag des Per-sonaldienstleisters Hays AG im vergangenen Jahr ver-öffentlicht hat. Entscheidend für eine reibungsloseImplementierung seien dabei personelle Maßnahmen,neue Arbeitsmethoden und vor allem die Einführungmoderner Informations- und Kommunikationstech-nologien. Die technische Unterstützung von Wissens-arbeit beschränke sich dabei bislang vorrangig auf ein-fache Anwendungen, deren Einführung keinekulturelle Veränderung der Unternehmen erfordere.Für den Erfolg der Einführung neuer Technologien,wie internetbasierter Messaging- oder Netzwerkdienste,sei eine aufgeschlossene Unternehmenskultur ent-scheidend. Darüber hinaus sollten diese Neuerungenin Wissensmanagementprozesse integriert und vomManagement aktiv unterstützt werden.Wissensmanagement-Cluster konstituiert sich in HagenDas eKompetenz-Netzwerkcluster Wissensmanage-ment, das sich Ende Januar im Bildungszentrum derSIHK zu Hagen konstituierte, beschäftigt sich mit denVorteilen eines aktiven Umgangs mit Wissen. ChristianVogel vom eBusiness-Lotsen Südwestfalen-Hagen warGastgeber des Treffens und betonte in seinen einleiten-den Worten die Bedeutung des Themas: „Wissen ist derGrundstoff unserer Wertschöpfungskette“, so seinezentrale Botschaft.Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technolo-gie (BMWi) unterstützt das Thema Wissensmanage-ment seit vielen Jahren, zuletzt mit den Initiativen„WissensMedia“ und „Fit für den Wissenswettbewerb“.Die wesentlichen Ergebnisse dieser Initiativen wur-den von Ronald Orth vom Fraunhofer-Institut fürProduktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPKvorgestellt. „Gerade für kleine und mittlere Unter-nehmen ist es eine große Herausforderung, nebendem Tagesgeschäft Wissensmanagement einzuführen.Denn eine nachhaltige Veränderung erfordert Zeitund Aufwand. Doch das lohnt sich“, so Ronald Orth.„Deshalb haben wir in der Vergangenheit bereitseinen Leitfaden für prozessorientiertes Wissensma-nagement aufgesetzt. Dieses Wissen wollen wir in dasArbeitscluster einbringen.“Im Cluster Wissensmanagement wird es zukünftigum die Verbesserung des informellen Wissensaus-tauschs in Unternehmen, um die ideale Nutzung vonWissen, um die Weitergabe von Wissen vor dem Hin-tergrund des demographischen Wandels, um die Ein-führung von Wissensmanagement in KMU, um dieErfassung von Wissenslücken und um die Fragegehen, was Mitarbeiter eigentlich alles wissen müs-sen. Zum Cluster Wissensmanagement zählen bislangdie eBusiness-Lotsen Darmstadt-Dieburg, Dresden,Nordost, Ostwestfalen-Lippe, Osnabrück und Süd-westfalen-Hagen. Jörg Siegmann vom eBusiness-Lotsen Südwestfalen-Hagen koordiniert das Cluster.Anne Stetter,Begleitforschung Mittelstand-Digital
  5. 5. Newsletter zum Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital | 5IT-Sicherheit: Umsetzungslücke zwischen bestehendem Risikobewusstseinund fehlenden Investitionen schließenDas Cluster „IT-Sicherheit“ bei seinem konstituierenden Treffenin KaiserslauternDas Bewusstsein über die Notwendigkeit der Imple-mentierung von IT-Sicherheitsmaßnahmen ist in deut-schen Unternehmen über alle Branchen hinweg inzwi-schen hoch. Auch ist den deutschen Unternehmen klar,dass IT-bedingte Risiken künftig zunehmen undAngriffe über das Netz in Zukunft ein höheres Bedro-hungspotenzial entfalten werden.Gleichzeitig besteht zwischen der allgemeinen hohenRisikobewertung und -erwartung hinsichtlich der Nut-zung von Informations- und Kommunikationstechno-logien und der Umsetzung von entsprechenden Schutz-maßnahmen insbesondere bei Kleinst- und Kleinun-ternehmen nach wie vor eine nicht unerhebliche Dis-krepanz. Das IT-Sicherheitsniveau erscheint in kleinenund mittleren Unternehmen und vor allem in „IT-fer-nen“ Branchen z. T. noch erheblich verbesserungsbe-dürftig. Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie„IT-Sicherheitsniveau in kleinen und mittleren Unter-nehmen“, die die WIK-Consult GmbH im Auftrag desBundesministeriums für Wirtschaft und Technologie2012 erstellt hat.Die Studie zeigt, dass es eine große „Umsetzungslücke“zwischen diesem Risikobewusstsein und tatsächlichenInvestitionsentscheidungen gibt. Denn der Aufwandund die Kosten für die Implementierung von IT-Sicher-heitsmaßnahmen sind noch immer die wichtigstenBarrieren für entsprechende Aktionen. Mit einerHandlungsempfehlung richtet sich die Studie auch andie Politik. Zielsetzung sollte es sein, Unternehmen zumotivieren, sich intensiv mit IT-Sicherheit auseinan-derzusetzen und Anreize für Investitionen zu schaffen.Der Förderschwerpunkt „Mittelstand-Digital – IKT-Anwendungen in der Wirtschaft“ setzt genau an die-sem Punkt an.Erstes Arbeitstreffen des Clusters IT-SicherheitAuf Einladung des eBusiness-Lotsen Pfalz fand am4. Februar 2013 das Kick-off-Meeting zum ClusterIT-Sicherheit unter der Leitung von Bernd Heß vomeBusiness-Lotsen Pfalz statt. Ziel des Clusters ist es, KMUbei der Einführung neuer und bei der Verbesserungbestehender IT-Sicherheitsvorkehrungen zu unterstüt-zen. Angesichts der zunehmenden Bedeutung voneBusiness für KMU bei gleichzeitig zunehmenderAbhängigkeit von IKT und wachsenden Risiken kommtder IT-Sicherheit im Rahmen der Sicherung von Unter-nehmensprozessen eine vitale Bedeutung zu. IT-Sicher-heit besitzt eine Querschnittfunktion, ohne die innova-tive und wettbewerbssteigernde Kernanwendungen wiez. B. mobiles Arbeiten, Mobile Commerce oder Cloud-Services undenkbar sind.Die Erarbeitung neuer Informationstools etwa in Formvon Leitfäden, Checklisten oder unterschiedlichen Ver-anstaltungsformaten wird dabei im Zentrum der Arbeitdes Cluster stehen. Dabei werden insbesondere Fragenin den Bereichen IT-Recht, Security-Management,Gefahren im Internet, Cloud-Anwendungen, MobileSecurity oder Automationssicherheit behandelt.Darüber hinaus ist ein zentrales Ziel des Clusters, KMUbei ihrer Suche nach Informationen gezielt durch dieFlut von bestehenden Angeboten zu „lotsen“ und ihnenden Zugang zu effektiven, leicht handhabbaren und anihren jeweiligen Schutzprofilen optimal orientiertenLösungen zu erleichtern. So bieten etwa staatliche Insti-tutionen wie das Bundesamt für Sicherheit in der Infor-mationstechnik (BSI) oder auch Verbände wie der Bun-desverband IT-Sicherheit e. V. (TeleTrusT) oder derVerband der deutschen Internetwirtschaft e. V. (eco)zahlreiche Informationen, mit deren Hilfe Betriebe ihreIT-Sicherheit auf einem angemessenen Niveau justierenkönnen.Beim Meeting waren die Lotsen aus Magdeburg, Main-franken, Schwaben, Thüringen sowie Westbrandenburgvertreten. Das Cluster wird künftig von Oliver Freitag,vom eBusiness-Lotsen Mainfranken und dessen Stellver-treter Dennis Bohne koordiniert.Dr. Franz Büllingen,Begleitforschung Mittelstand-Digital
  6. 6. 6 | Newsletter zum Förderschwerpunkt Mittelstand-DigitalUnternehmen wollen ERP-SystemekonsolidierenDer Markt bietet eine Vielzahl von Softwaresystemenzum erfolgreichen Ressourcen- und Prozessmanage-ment, sogenannte ERP-Systeme (Enterprise-Resource-Planning). Rund die Hälfte der mittelständischenUnternehmen in Deutschland verfügt über mehr alszehn ERP-Systeme. Mehr als 20 Prozent setzen über50 Systeme ein und in Einzelfällen werden sogar mehrals 100 Systeme eingesetzt. Zu diesem Ergebniskommt eine Studie der Management- und Technolo-gieberatung Detecon International, die in Koopera-tion mit dem Bundesverband Informationswirtschaft,Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM)durchgeführt wurde.Für die Studie „ERP-Konsolidierung – Aus vielemeines“ wurden branchenübergreifend Leiter und Füh-rungskräfte von IT-Bereichen großer und mittelgro-ßer Unternehmen befragt. Laut der Studie wollen80 Prozent der befragten Unternehmen die Anzahlder ERP-Systeme deutlich verringern und starkstandardisieren.Im Interview erklärt Annette Hillebrand von WIK-Consult, Mitglied der Begleitforschung des Förder-schwerpunkts Mittelstand-Digital, warum dieKonsolidierung von ERP-Systemen auch für KMUwichtig ist, welche Ziele das Cluster ERP/Prozessma-nagement verfolgt und welche Ergebnisse erwartetwerden.Lassen sich die Ergebnisse der Studie„ERP-Konsolidierung – Aus vielem eines“ auch aufkleine und mittlere Unternehmen übertragen?Im Prinzip ja. Auch KMU setzen eine Vielzahl vonunterschiedlichen ERP- und Prozessmanagement-Tools ein. Und häufig wäre es effektiver, diese zu kon-solidieren und zu bündeln. Das ist allerdings oft auchein Luxusproblem. Vielerorts geht es bei kleinerenUnternehmen zunächst darum, solche Softwaresys-teme überhaupt erst einmal zu implementieren.Welches Ziel hat das Cluster ERP/Prozess-management?Durch thematische Schwerpunktbildung können tie-fer gehende Informationen arbeitsteilig erschlossenwerden. So kann eine große Bandbreite an Themenidentifiziert, erschlossen und bearbeitet werden, umdann konkrete Handlungsempfehlungen für andereUnternehmen zu entwickeln. Wenn dadurch zusätz-lich die Strahlkraft des Themas erhöht werden kann,ist dies für alle von Vorteil.Das erste Treffen des Cluster ERP/ProzessmanagementWarum ist die Implementierung von ERP/Prozessmanagement besonders für KMU eineHerausforderung?Die Organisation von Innovationsprozessen in KMU istvor allem angesichts begrenzter zeitlicher Ressourcenfür Bedarfs- und Prozessanalysen und die daraus fol-gende Umsetzung der Ergebnisse schwieriger als fürGroßunternehmen. Häufig fehlt auch ganz einfach dasnotwendige Know-how. Doch digitalisierte Prozessket-ten bieten für kleine und mittlere Unternehmen Mög-lichkeiten, dem Preisdruck von außen standzuhalten,Ressourcen effizienter zu planen oder Produkte besserzu vermarkten.Wer koordiniert das Cluster?Das Cluster wird von Uwe Salm vom eBusiness-LotsenOsnabrück koordiniert. Unterstützt wird er von FalkNeubert vom eBusiness-Lotsen Hannover.Welche eBusiness-Lotsen beteiligen sich an diesemCluster?Vertreter von insgesamt 14 eBusiness-Lotsen sind zumersten Treffen nach Osnabrück gekommen: Chemnitz,Dresden, Emsland, Hannover, Magdeburg, Mainfran-ken, Metropolregion Nürnberg, Mittelrhein, Osnabrück,Ostbrandenburg, Ruhr, Schleswig-Holstein, Thüringenund Villingen-Schwenningen.Welche Ergebnisse werden erwartet?Wichtig ist es im ersten Schritt, die eBusiness-Lotsen,die in diesem Themenbereich aktiv sind, zu vernetzen,Synergieeffekte bei der Erstellung von Print- undOnline-Materialien zu erschließen oder gemeinsameVeranstaltungsreihen anzubieten. Wichtig ist zudem,Fallbeispiele im Sinne von „Good Practices“ aufzube-reiten, um konkrete Umsetzungspotenziale für dieUnternehmen aufzuzeigen.Frau Hillebrand, wir danken für das Gespräch.
  7. 7. Newsletter zum Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital | 7Kundenwissen und strategisches Mitarbeiter-wissen wichtigste WettbewerbsfaktorenTU Chemnitz veröffentlicht Studie zum Wissensmanagement in UnternehmenDas Wissensmanagement hat eine überragende Bedeu-tung für das Customer-Relationship-Management undfür die Fehler- und die Kompetenzidentifikation inUnternehmen. Das zeigt die Studie „WettbewerbsfaktorWissensmanagement“, die an der Technischen Univer-sität in Chemnitz am Lehrstuhl für Personal und Füh-rung von Herrn Prof. Dr. Peter Pawlowsky im Auftragdes Bundesministeriums für Wirtschaft und Technolo-gie (BMWi) durchgeführt wurde. Mit der Befragungvon 3.401 Unternehmen wurde die Relevanz von Wis-sensmanagement in der deutschen Wirtschaft unter-sucht.Ein Großteil der befragten Unternehmen räumt dem„direkten Kundenkontakt“ und der „Analyse und syste-matischen Auswertung von Kundenreklamationen“einen hohen Stellenwert ein. Über die Hälfte derbefragten Unternehmen ordnen der „Analyse von Feh-lern“, dem interpersonalen „Erfahrungsaustausch mitKollegen und Vorgesetzten“ und der „Identifikationvon Mitarbeitern mit besonderen Kompetenzen“ eben-falls einen sehr hohen Stellenwert zu.„Übereinstimmend mit dem Studienergebnis, dass dieEinbindung von Mitarbeitern in strategische Positio-nen zu den wichtigsten personalorientierten Wissens-managementmaßnahmen gehört, ist die Einplanungdes Personals als strategische Ressource in den meistendeutschen Unternehmen als eine sehr wichtige Perso-nalmanagementmaßnahme anzutreffen“, so Studien-leiter Prof. Dr. Peter Pawlowsky. „In einer Gesamtbe-trachtung der Ergebnisse kristallisieren sich das Kun-denwissen und das strategische Wissen der Mitarbeiterals die wichtigsten Eckpfeiler der deutschen Wirtschaftim Umgang mit dem nicht direkt messbaren Nutzen,den sogenannten intangiblen Ressourcen, heraus.“Bindung von Mitarbeitern in strategisch wichtigenPositionenDie Studie ergab darüber hinaus, dass der Umfangder Wissensmanagement-Aktivitäten weniger vonBetriebsgröße und Branche als von der Geschäfts-strategie und den Kernkompetenzen bestimmt wird.Wissensmanagement ist besonders in den Unterneh-men ausgeprägt, die eine Kunden-, Innovations- und„Human-Resource-Management-Strategie” verfolgen.Hingegen sind in Unternehmen, in denen eine kosten-orientierte Wettbewerbsstrategie vorherrscht, Wissens-management-Aktivitäten in einem geringeren Umfanganzutreffen.Abbildung: Kernfaktoren bei der Identifikation von WissenDie Studienergebnisse zeigen, dass Wissensmanage-ment-Aktivitäten sehr stark mit einer hohen Mitarbei-termotivation und einer hohen Innovationsfähigkeiteinhergehen.Die Studienergebnisse finden Sie unter www.bmwi.de.
  8. 8. 8 | Newsletter zum Förderschwerpunkt Mittelstand-DigitalGute Stimmung zum Jahresbeginn im MittelstandIT-Mittelstandsindex im AufwärtstrendFür die Mehrheit der deutschen mittelständischen Un-ternehmen begann das Jahr 2013 mit positiven Umsät-zen. Der Index der wirtschaftlichen Entwicklung ginggegenüber Dezember 2012 zwar um vier Punkte auf108 Punkte zurück, es überwogen aber noch immer dieUnternehmen mit steigenden Umsätzen gegenüberdenen mit rückläufigen. Die Aussichten auf die kom-menden drei Monate sind optimistisch, der Mittelstandprognostiziert ein signifikantes Wirtschaftswachstum.Die Nachfrage nach Informations- und Kommunika-tionstechnologie (IKT) blieb im Januar relativ konstant.Der Index der realisierten Ausgaben lag im Januarpunktgleich mit dem Dezemberwert bei 112 Punkten.Mit Ausnahme des Finanzgewerbes tätigten alle Wirt-schaftszweige überwiegend steigende IKT-Ausgaben.Die prognostizierten Ausgabenplanungen für dienächsten drei Monate deuten auf hohe Investitions-motivation hin.Um Investitionen mittelständischer Unternehmen inInformations- und Kommunikationstechnologie regel-mäßig zu erfassen und die Entscheider der mittelstän-dischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zuunterstützen, veröffentlichen Fujitsu und techconsultden IT-Mittelstandsindex. In einer monatlichen Befra-gung werden Lage und Erwartungen mittelständischer16014012010006 07 08 09 10 11 12 01201280IT-MittelstandsindexLage Umsatz Lage IT-InvestitionenUmsatzerwartungen dernächsten 3 MonateQuelle: Fujitsu/techconsultIT-Investitionen dernächsten 3 Monate2013Unternehmen bezüglich Umsatz und IKT-Investitio-nen eingefangen.Demnach schauen die befragten Unternehmen opti-mistisch in die Zukunft. Diesen Trend bestätigt auchdie aktuelle Konjunkturumfrage des BundesverbandesInformationswirtschaft, Telekommunikation und neueMedien e. V. (BITKOM) unter kleinen und mittlerenIT-Unternehmen. Neun von zehn kleinen und mittel-ständischen Unternehmen (KMU) erwarten im erstenHalbjahr 2013 steigende (75 Prozent) oder zumindestgleichbleibende (15 Prozent) Umsätze. 61 Prozentwollen sogar neue Mitarbeiter einstellen.Termine→ 6.–9. März: Projekt „MasterCraft“ (eStandards) bei der Messe Farbe – Ausbau Fassade, Köln→ 6.–12. März: eKompetenz-Netzwerk bei der Internationalen Handwerksmesse, München→ 13.–14. März: eKompetenz-Netzwerk bei der Mittelstandsmesse „wirtschaftNORDGATE“, Neumünster→ 19.–20. März: eKompetenz-Netzwerk beim Internet-World-Kongress, München→ 22.–24. März: eKompetenz-Netzwerk bei der Messe BAUEN+ENERGIE 2013, Frankfurt (Oder)→ 8.–12. April: Mittelstand-Digital auf der Hannover Messe, Hannover→ 17. April: eKompetenz-Netzwerk bei der Messe „Mehr Erfolg im Mittelstand“ (MEiM), Bielefeld→ 18. April: eKompetenz-Netzwerk beim e-Marketingday, MönchengladbachImpressumHerausgeberBundesministerium für Wirtschaft und TechnologieReferat ÖffentlichkeitsarbeitScharnhorststraße 34–3710115 Berlinwww.bmwi.deStandMärz 2013Weitere Informationen unter www.mittelstand-digital.deDruck Elch Graphics, BerlinBildnachweisBMWi, Mittelstand-Digital-Begleitforschung, FotoliaRedaktion und GestaltungWIK-Consult GmbH, Bad HonnefLoeschHundLiepold Kommunikation GmbH, Berlin

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