Outsider:  Versuch einer Näherung Klaus Frieler Universität Hamburg Musikwissenschaftliches Institut Seminar 56.809, WiSe ...
Start of definition <ul><li>Voraussetzung für den Begriff des „ Outsiders “ ist das Vorhandensein eines Bezugssystems zu d...
Differenzen <ul><li>Inside/Outside bzw. Innen/Außen ist eine Leitdifferenz der Soziologie, aber auch der Biologie </li></u...
Soziale Systeme <ul><li>Was ist ein soziales System? </li></ul><ul><li>Was ist überhaupt ein System? </li></ul>
Systeme <ul><li>Eine System ist die (z. B.) Differenz/Unterscheidung  System/Umwelt </li></ul><ul><li>Wer trifft diese Unt...
(Soziale) Systeme <ul><li>Oder: Eine System ist eine Kategorie von Elementen und Relationen (Operationen) zwischen diesen ...
Systeme <ul><li>Was sind die Elemente?  </li></ul><ul><li>Zeitliche Konstanz von Elementen? </li></ul><ul><li>Beispiel: Op...
Soziale Systeme <ul><li>Die Existenz/Identifikation von Systemen legt ihre Selbsterhaltung nahe </li></ul><ul><li>Autopoie...
Soziale Systeme <ul><li>Der sich selbstorganisierende Organismus will (?) sich selbst erhalten. </li></ul><ul><li>Die Orga...
Soziale Systeme <ul><li>Es gilt Regelmäßigkeiten in der Umwelt zu entdecken um sie einerseits effektiv auszunützen und sic...
Soziale Systeme <ul><li>Genial: Das Nervensystem als selbstorganisierende,  statistischer Lerner  zur Lösung dieser Aufgab...
Soziale Systeme <ul><li>Universal: Bildung von Erwartungshaltungen über die Umwelt. </li></ul><ul><li>Als Individuum sind ...
Homöostase <ul><li>Das soziale System erzeugt zur Reduktion von Komplexität seine eigenen Erwartungshaltungen durch normat...
Anpassung <ul><li>Ein soziales System muss sich anpassen können, weil  </li></ul><ul><ul><li>sich die Umwelt wandelt </li>...
Erwartungen und Kontingenz <ul><li>Erwartung und Antizipation sind allgegenwärtig </li></ul><ul><li>Regeln und Normen sind...
Hi  e r  w  E r d e n  E  xp e   cta T io   Ns V e r le t zt
Outsider <ul><li>Outsider 1. Ordnung: Stehen komplette außerhalb des betrachteten sozialen Systems, keine strukturelle Kop...
Outsider <ul><li>In dieser Definition können auch Genies, Herrscher, Erfinder und andere „herausragende“ Personengruppen O...
Outsider <ul><li>Outsider in Bezug auf ein soziales System </li></ul><ul><li>Soziale Systeme verschiedenen Abstraktionsgra...
Outsider <ul><li>Outsider in Bezug auf ein soziales System </li></ul><ul><li>Soziale Systeme durchdringen sich </li></ul><...
Beispiel: Der Tanzmusiker  (Howard S. Becker, 1963) <ul><ul><li>H. S. Becker, „Außenseiter“, 1963, London: Glencoe, (dt. 1...
Beispiel: Der Tanzmusiker  (Howard S. Becker, 1963) <ul><li>Professionelle „Tanzmusiker“ (Jazzer) sind aus verschiedenen G...
Beispiel: Der Tanzmusiker  (Howard S. Becker) <ul><li>Kompensation/Lösungen für die inhärente Marginalisierung:  </li></ul...
Beispiel: Der Tanzmusiker  (Howard S. Becker) <ul><li>Doch ist der Tanzmusiker ökonomisch abhängig „ Spießer bezahlen dein...
Beispiel: Der Tanzmusiker  (Howard S. Becker) <ul><li>Isolierung und Selbstabsonderung </li></ul><ul><li>Ausweitung der Ab...
Beispiel: Der Tanzmusiker  (Howard S. Becker) <ul><li>Selbstreduktion zum Kunsthandwerker (aka Virtuosen) </li></ul><ul><l...
Outsider: Was wir lernen können <ul><li>Offenlegung sozialer und kultureller Regeln durch (unfreiweillige) Brechung und De...
Sun Ra <ul><li>Geb. als Herman Poole „Sonny“ Blount am 22.5.1914 in Birmingham, Alabama </li></ul><ul><li>Gest. 30.5.1993 ...
Sun Ra <ul><li>Eine der schillerndste und umstrittensten Persönlichkeiten des Jazz </li></ul><ul><li>Bandleader, Komponist...
Sun Ra <ul><li>Introvertierter Einzelgänger  </li></ul><ul><li>Wuchs vor allem bei Großmutter und seiner Großtante Ida How...
Sun Ra <ul><li>Gefängnisaufenthalt nach Kriegsdientsverweigerung </li></ul><ul><li>Umzug nach Chicago 1945, Arbeit als Mus...
Sun Ra <ul><li>You've got this name &quot; Herman &quot; right there, but in the French language, it's spelled &quot; Arma...
Sun Ra <ul><li>Gründung des Independentlabels „El Saturn“ Mitte der 50er zusammen mit dem Teenager Alton Abraham (langjähr...
Sun Ra <ul><li>Umzug nach Philadelphia Ende der 60er </li></ul><ul><li>Die „Arkestra WG“ </li></ul><ul><li>1971 Lehrtätigk...
Sun Ra <ul><li>It's hard for a man to really give proper respect   to anyone who says they're an angel or   someone who sa...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Outsider Music Theorie

986 Aufrufe

Veröffentlicht am

Some theory stuff about outsider music in a (more or less) system theoretical fashion (in German)

Veröffentlicht in: Bildung
0 Kommentare
1 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
986
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
19
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
5
Kommentare
0
Gefällt mir
1
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Outsider Music Theorie

  1. 1. Outsider: Versuch einer Näherung Klaus Frieler Universität Hamburg Musikwissenschaftliches Institut Seminar 56.809, WiSe 08/09
  2. 2. Start of definition <ul><li>Voraussetzung für den Begriff des „ Outsiders “ ist das Vorhandensein eines Bezugssystems zu dem der Outsider als randständig oder als außerhalb begriffen werden kann </li></ul><ul><li>Genauer: Der Begriff „ Outsider “ kann nicht ohne den Begriff des „sozialen Systems“ gedacht werden. </li></ul>
  3. 3. Differenzen <ul><li>Inside/Outside bzw. Innen/Außen ist eine Leitdifferenz der Soziologie, aber auch der Biologie </li></ul><ul><li>Der Outsider als Hebelpunkt oder als Informationsquelle für (eine) allgemeine soziologische Theorie(n)?! </li></ul>
  4. 4. Soziale Systeme <ul><li>Was ist ein soziales System? </li></ul><ul><li>Was ist überhaupt ein System? </li></ul>
  5. 5. Systeme <ul><li>Eine System ist die (z. B.) Differenz/Unterscheidung System/Umwelt </li></ul><ul><li>Wer trifft diese Unterscheidung? </li></ul><ul><ul><li>Z. B. Luhmann: Das (soziale) System selbst (Autopoiesis) </li></ul></ul><ul><ul><li>Varela/Maturana (Konstruktivismus) </li></ul></ul><ul><ul><li>Der Forscher durch der Analyse oder durch Messung? </li></ul></ul><ul><ul><li>Heisenberg-Schnitt </li></ul></ul>
  6. 6. (Soziale) Systeme <ul><li>Oder: Eine System ist eine Kategorie von Elementen und Relationen (Operationen) zwischen diesen Elementen. Ein Ganzes. </li></ul><ul><li>Ein soziales System eine Organisation von Menschen, die miteinander in Beziehung treten </li></ul><ul><li>Beziehungen: Handlungen, Interaktionen, Kommunikationen (Memaustausch)… </li></ul>
  7. 7. Systeme <ul><li>Was sind die Elemente? </li></ul><ul><li>Zeitliche Konstanz von Elementen? </li></ul><ul><li>Beispiel: Opa‘s Axt </li></ul><ul><li>System endlicher Elemente kann erhalten werden, wenn die Elemente austauschbar sind unter Beihalt der Relationen </li></ul><ul><li>Stetiger Wechsel ist impliziert </li></ul><ul><li>Abstraktionsprozesse erhalten ein System auch… </li></ul>
  8. 8. Soziale Systeme <ul><li>Die Existenz/Identifikation von Systemen legt ihre Selbsterhaltung nahe </li></ul><ul><li>Autopoietische System erzeugen sich immer wieder selbst (Organismen, soziale Systeme) </li></ul><ul><li>Sie erhalten dabei ihre Grenzen (z. B. die Haut, die Zellwand, Immigrationsgesetzte, Bildungspolitik, Initiationsriten…) </li></ul><ul><li>An den Grenzen sozialer System erscheinen Outsider… </li></ul>
  9. 9. Soziale Systeme <ul><li>Der sich selbstorganisierende Organismus will (?) sich selbst erhalten. </li></ul><ul><li>Die Organisation von Organismen will(?) sich selbst erhalten </li></ul><ul><li>Durch die eigene Grenzschaffung steht er einer Umwelt gegenüber </li></ul><ul><li>Die Umwelt ist Ressource zur und Hindernis für die Selbsterhaltung zugleich. </li></ul>
  10. 10. Soziale Systeme <ul><li>Es gilt Regelmäßigkeiten in der Umwelt zu entdecken um sie einerseits effektiv auszunützen und sich andererseits effektiv vor ihr zu schützen </li></ul><ul><li>Luhman nennt das: Reduktion der Komplexität </li></ul><ul><li>Universal: Teleologische Ausrichtung des selbsterhaltenden Organismus </li></ul><ul><li>Erwartungen, Antizipation, Zweck, Sinn, Ziel </li></ul>
  11. 11. Soziale Systeme <ul><li>Genial: Das Nervensystem als selbstorganisierende, statistischer Lerner zur Lösung dieser Aufgabe </li></ul><ul><li>Genial: Die Bildung sozialer Systeme </li></ul><ul><li>Genial: Entwicklung eines symbolischen Kommunikationssystem zur Effizienzsteigerung </li></ul><ul><li>Meme als Informationseinheiten die symbolische Inhalte transportieren und die Entwicklung von Technik und Kultur ermöglichen und durch Reproduktion erhalten </li></ul>
  12. 12. Soziale Systeme <ul><li>Universal: Bildung von Erwartungshaltungen über die Umwelt. </li></ul><ul><li>Als Individuum sind die anderen Menschen Umwelt </li></ul><ul><li>Wie kann ich Menschen „berechenbar machen“? </li></ul><ul><li>Wie kann eine soziale Gruppe überleben? </li></ul><ul><li>Wie kann Selbstzerstörung vermieden werden? </li></ul>
  13. 13. Homöostase <ul><li>Das soziale System erzeugt zur Reduktion von Komplexität seine eigenen Erwartungshaltungen durch normative Erwartungen an ihre Mitglieder </li></ul><ul><li>Naturalisierung von Norm/Moral/Ethik </li></ul><ul><li>Konservative Implikation: Es soll so bleiben, weil es immer schon so war. </li></ul><ul><li>DOCH WAS IST MIT NEUEN SITUATIONEN UND GEFAHREN? </li></ul>
  14. 14. Anpassung <ul><li>Ein soziales System muss sich anpassen können, weil </li></ul><ul><ul><li>sich die Umwelt wandelt </li></ul></ul><ul><ul><li>es sich selbst stetig ändert, keine Autopoiese ist perfekt </li></ul></ul><ul><li>Wandlungsfähigkeit, Neugier, Kreativität sind notwendig für das Überleben eines sozialen System </li></ul><ul><li>Innovation wird erwartet! </li></ul>
  15. 15. Erwartungen und Kontingenz <ul><li>Erwartung und Antizipation sind allgegenwärtig </li></ul><ul><li>Regeln und Normen sind kristallisierte Erwartungen, Erwartungen sind kristallisierte Erfahrungen </li></ul><ul><li>Aber nicht alles ist determinierbar: Kontingenz als Problem und Chance zugleich </li></ul><ul><li>„ Durch Kontigenz erwächst Freiheit “ </li></ul>
  16. 16. Hi e r w E r d e n E xp e cta T io Ns V e r le t zt
  17. 17. Outsider <ul><li>Outsider 1. Ordnung: Stehen komplette außerhalb des betrachteten sozialen Systems, keine strukturelle Kopplung </li></ul><ul><li>Outsider 2. Ordnung: Stehen am Rand des sozialen Systems </li></ul><ul><li>Desto mehr am Rand desto mehr das (beobachtete, imaginierte) Eigenhalten* von erwarteten Eigenhalten* abweicht </li></ul><ul><li>* =Eigenschaften und Verhaltens(weisen) </li></ul>
  18. 18. Outsider <ul><li>In dieser Definition können auch Genies, Herrscher, Erfinder und andere „herausragende“ Personengruppen Outsider sein </li></ul><ul><li>Differenz: Innovation vs. deviantes Verhalten </li></ul><ul><li>Innovatoren weichen von den Erwartungen ab, doch werden ihre Innovationen als systemfördernd erkannt. </li></ul><ul><li>Beispiel: Der Erfinder des Feuers </li></ul>
  19. 19. Outsider <ul><li>Outsider in Bezug auf ein soziales System </li></ul><ul><li>Soziale Systeme verschiedenen Abstraktionsgrads durchdringen sich </li></ul><ul><li>Primärsystem: Naive „Realität“, direkte interaktive Kommunikationen </li></ul><ul><li>Sekundärsysteme: Wirtschaft, Politik, Religion, Kunst und Musik </li></ul><ul><li>Man kann in der Mitte des einen Systems und am Rand eines anderen Systems stehen </li></ul>
  20. 20. Outsider <ul><li>Outsider in Bezug auf ein soziales System </li></ul><ul><li>Soziale Systeme durchdringen sich </li></ul><ul><li>Primärsystem: Naive Realität, direkte interaktive Kommunikationen </li></ul><ul><li>Sekundärsysteme: Wirtschaft, Politik, Religion, Kunst und Musik </li></ul><ul><li>Man kann in der Mitte des einen Systems stehen und am Rand eines anderen </li></ul>
  21. 21. Beispiel: Der Tanzmusiker (Howard S. Becker, 1963) <ul><ul><li>H. S. Becker, „Außenseiter“, 1963, London: Glencoe, (dt. 1971, Frankfurt: Fischer) </li></ul></ul><ul><ul><li>Beispiel: Außenseiter Tanzmusiker. Teilnehmende Beobachtung: </li></ul></ul>
  22. 22. Beispiel: Der Tanzmusiker (Howard S. Becker, 1963) <ul><li>Professionelle „Tanzmusiker“ (Jazzer) sind aus verschiedenen Gründen prädestiniert für Outsidertum: </li></ul><ul><ul><li>Sie arbeiten, wenn andere sich vergnügen </li></ul></ul><ul><ul><li>Sie schlafen, wenn andere arbeiten </li></ul></ul><ul><ul><li>Sie sind nicht primärproduktiv tätig </li></ul></ul><ul><ul><li>Sie haben besondere, außergewöhnliche Fähigkeiten </li></ul></ul><ul><ul><li>Des Dientsleisters Konflikt mit dem Kunden, von dem er abhängig ist </li></ul></ul>
  23. 23. Beispiel: Der Tanzmusiker (Howard S. Becker) <ul><li>Kompensation/Lösungen für die inhärente Marginalisierung: </li></ul><ul><ul><li>Bildung einer Subkultur </li></ul></ul><ul><li>„ […] Musiker sind anders als andere Leute“ (Becker, S.77) </li></ul><ul><ul><li>Überhöung der eigenen Devianz durch positive (Um)deutung: </li></ul></ul><ul><li>„ Ich versteh Dinge die Spießer nie verstehen werden“ (Becker, S.77) </li></ul>
  24. 24. Beispiel: Der Tanzmusiker (Howard S. Becker) <ul><li>Doch ist der Tanzmusiker ökonomisch abhängig „ Spießer bezahlen dein Gehalt “ (S.83) </li></ul><ul><li>Dialektischer Antagonismus: Kunst vs Kommerz </li></ul><ul><li>Unkonventionalität als Abwehr der Macht des Kunden . (Beckers Hauptthese) </li></ul>
  25. 25. Beispiel: Der Tanzmusiker (Howard S. Becker) <ul><li>Isolierung und Selbstabsonderung </li></ul><ul><li>Ausweitung der Ablehnung auf die ganze Gesellschaft </li></ul><ul><li>Spezielle Berufsprache </li></ul><ul><li>Rituale </li></ul><ul><li>Kleidung („Baskenmütze und Ziegenbart“) </li></ul><ul><li>Unkonventielle kulturelle Interessen </li></ul><ul><li>Toleranz und Offenheit als Werte </li></ul>
  26. 26. Beispiel: Der Tanzmusiker (Howard S. Becker) <ul><li>Selbstreduktion zum Kunsthandwerker (aka Virtuosen) </li></ul><ul><li>Double Life („Mucke hier, Kunst dort“) </li></ul><ul><li>Aufgabe des Berufes </li></ul><ul><li>Auswanderung („Jazzer in Europa“) </li></ul><ul><li>Volle Selbstkommerzialisierung </li></ul><ul><li>Selten: Voller ökonomischer Erfolg mit der eigenen Kunst. </li></ul>
  27. 27. Outsider: Was wir lernen können <ul><li>Offenlegung sozialer und kultureller Regeln durch (unfreiweillige) Brechung und Dekonstruktion </li></ul><ul><li>Analyse von Subkulturen (als wichtige Elemente der „Pop“kultur) </li></ul><ul><li>(Kritische) Reflexion auf die eigenen Erwartungen und soziokulturellen Bedingheit der eigenen Wahrheiten </li></ul>
  28. 28. Sun Ra <ul><li>Geb. als Herman Poole „Sonny“ Blount am 22.5.1914 in Birmingham, Alabama </li></ul><ul><li>Gest. 30.5.1993 </li></ul>
  29. 29. Sun Ra <ul><li>Eine der schillerndste und umstrittensten Persönlichkeiten des Jazz </li></ul><ul><li>Bandleader, Komponist, Pianist, Keyboarder, Sänger, Dichter, Philosoph, Engel vom Saturn </li></ul><ul><li>Pionier des phre Jazzs (und vieler andere Dinge) </li></ul><ul><li>Über 1000 Kompositionen auf über 120 Alben </li></ul><ul><li>Das Sun Ra Arkestra besteht seit Mitte der 1950er Jahre bis heute </li></ul>
  30. 30. Sun Ra <ul><li>Introvertierter Einzelgänger </li></ul><ul><li>Wuchs vor allem bei Großmutter und seiner Großtante Ida Howard auf </li></ul><ul><li>Musikalisches Wunderkind, guter Schüler </li></ul><ul><li>Chronische Krankheit (Cryptorchidismus) </li></ul><ul><li>Musik(lehrer)studium, aber nicht beendet, da ihm angeblich Bewohner des Saturn während einer UFO-Entführung dazu geraten haben. </li></ul>
  31. 31. Sun Ra <ul><li>Gefängnisaufenthalt nach Kriegsdientsverweigerung </li></ul><ul><li>Umzug nach Chicago 1945, Arbeit als Musiker </li></ul><ul><li>Beschäftigung mit Musik sowie Philosophie, Wissenschaft, Spiritualität, Okkultismus, Esoterik, Ägyptologie, Black Judaism u.ä. </li></ul><ul><li>1952 Namensänderung Le Sony‘r Ra, Bühnenname „Sun Ra“ </li></ul>
  32. 32. Sun Ra <ul><li>You've got this name &quot; Herman &quot; right there, but in the French language, it's spelled &quot; Armand &quot;. . .If you bring it down to &quot; Arman &quot; and turn it backward, you've got &quot; name Ra &quot;. . .If you turn it back, you've got &quot; namreh .&quot; Reh is an old name of &quot;Ra “ </li></ul><ul><li>„ Alexander “ [Name des Großvaters] , „ Zand-Ra. “ See, you've got this &quot; Ra &quot; right there. That's the &quot; Sun Ra &quot; right there, the „ Zun Ra “ ( Steingroot 1988 ) </li></ul>
  33. 33. Sun Ra <ul><li>Gründung des Independentlabels „El Saturn“ Mitte der 50er zusammen mit dem Teenager Alton Abraham (langjähriger Manager) </li></ul><ul><li>Esoterischer „Buchklub“, Flugblätter, Pamphlete </li></ul><ul><li>Ende der 50er: Beginn der Kostümierung </li></ul><ul><li>Anfang der 60er in NYC : Radikalisierung, Free Jazz Experimente, erste Anerkennung durch die „ Beat Generation “ </li></ul>
  34. 34. Sun Ra <ul><li>Umzug nach Philadelphia Ende der 60er </li></ul><ul><li>Die „Arkestra WG“ </li></ul><ul><li>1971 Lehrtätigkeit in Berkeley über „ The Black Man in the Cosmos “ </li></ul><ul><li>1972 Film „ Space is the Place “ </li></ul><ul><li>1980 Film „ A Joyful Noise “ (Robert Mugge) </li></ul><ul><li>Immer: Intensive Probenarbeiten und Konzerttätigkeiten </li></ul>
  35. 35. Sun Ra <ul><li>It's hard for a man to really give proper respect to anyone who says they're an angel or someone who says they're from other dimensions </li></ul><ul><li>( Steingroot 1988 ) </li></ul>

×