Wertschaetzung im-Krankenhaus-Matyssek-do-care

1.769 Aufrufe

Veröffentlicht am

Wertschätzung ist im Krankenhaus oft Mangelware - schade! Was kann man tun? Jeder einzelne, jede Führungskraft, jede Pflegekraft, jeder Arzt, jede Ärztin? Ideen dazu von Dr. Anne Katrin Matyssek

Veröffentlicht in: Business
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
1.769
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
632
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
16
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Wertschaetzung im-Krankenhaus-Matyssek-do-care

  1. 1. Dr. Anne Katrin Matyssek www.wohlbefinden-im-job.de Wertschätzung im Krankenhaus – Gewagte Ideen zu einem überfälligen Thema – ……………. BGW-Forum 2009 © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  2. 2. Wer von Ihnen hat sich heute schon wertschätzend verhalten? © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  3. 3. Frage für Fortgeschrittene Wer von Ihnen hat es heute schon anderen leicht gemacht, ihn / sie wertzuschätzen? © Dr. Anne Katrin Matyssek Ihre Expertin für www.Wohlbefinden-im-Job.de
  4. 4. ÜbersichtWertschätzung als Gesundheitsfaktor – auch auf Station …Wertschätzungshindernisse und ihre LösungenWertschätzung im Stationsalltag – gewagte Ideen?Tipps für die Kitteltasche – zum Mitnehmen © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  5. 5. Meine These:Das geht:Den Gesundheitsfaktor Wertschätzungauf Station zum Leben zu erwecken. © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  6. 6. Der zwischenmenschliche Umgang ist eine Arbeitsbedingung.„arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren“ „arbeitsbedingte Ressourcen“ arbeitsbedingte Ressourcen arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren psychische Gesundheitsgefahren psychische Ressourcen psychosoziale Gefahren psychosoziale Ressourcen Workshop von Prof. Siegrist um 16 Uhr (WS F4) © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  7. 7. Wertschätzung alsGesundheitsfaktor- auch auf Station … © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  8. 8. Wer von Ihnen gibt genug Anerkennung?© Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  9. 9. Wer von Ihnen bekommt genug Anerkennung?© Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  10. 10. typisch: Ungleichgewicht! Das Verrückte: Das gilt auch für den Chefarzt! © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  11. 11. Wertschätzungsdefizite … … kosten:In der Wertschätzungswüste wächst und gedeiht nichts mehr. © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  12. 12. Körperliche Folgen körperlicheAuslöser emotionale Langzeit-Reaktion Kurzzeit- Reaktion Reaktion Immunsystemschwächung, Cortisol- Hilflosigkeit Erkältungsanfälligkeit, Ausschüttung sich Depressionsrisiko ignoriert fühlen Ärger Adrenalin- Schäden des Herz- Ausschüttung Kreislauf-Systems FAZIT: Wertschätzungsmangel schadet der Gesundheit des einzelnen! © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  13. 13. Wertschätzung als Gesundheitsfaktor setzt Dopamin frei > verbesserte Konzentrations- und Leistungs- fördert die Arbeitsfähigkeit fähigkeit (Bauer, 2006) reduziert Ängste (Ilmarinen, 2003) reduziert das Depressionsrisikosetzt Endorphine frei (Hawkins et al., 1999) > gesteigertes Einflusswege von Wohlbefinden Wertschätzung auf Gesundheit ent-stresst (als eine Form sozialer setzt Oxytocin Unterstützung: Belastungspuffer) (Vertrauenshormon) frei Gratifikationskrisen werden vermieden, damit auch Herz-Kreislauf- Erkrankungen (Siegrist, 2002) © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  14. 14. Wertschätzungs-hindernisse undihre Lösungen © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  15. 15. Was hindert Menschen auf Station daran, anderen Wertschätzung zu geben?© Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  16. 16. Tatsächlich passiert: Wenn‘s Ihnen hier nicht gefällt, dann gehen Sie Ich hab doch woanders hin! Pflegewissenschaftenstudiert – wieso soll ichdessen Teepott spülen?! Schwestern braucht man nicht zu grüßen. Die müssen zuerst grüßen!Wie, Sie sind mit 15 Pat überordert?! Dann ist hier wohl nicht die richtige Person am richtigen Platz. © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  17. 17. Tatsächlich passiert: Wir sind nicht dazu Ja, sehen Sie den Sinnda, Ihnen hinter her Ihrer Ausbildung darin, zu räumen! Ärsche abzuwischen?! © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  18. 18. Fallbeispiel aus der Praxis:Kränkungs-Rache-Spiralen SIE brauchen mir nicht zu sagen, was ich zu tun habe. Das ist Sache des Chefarztes. Nachdem die Schwester ihn auf eine Veränderung des Pat. aufmerksam gemacht hatte, die sich später als Tablettenvergiftung entpuppte © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  19. 19. Fallbeispiel aus der Praxis:Kränkungs-Rache-Spiralen • Daraufhin sie zu ihm: Ich schreib das in die Übergabe, dass Sie trotz meiner Bitten nicht gekommen sind. • Fortan hörte die nicht mehr auf mündliche Absprachen (z.B. zur Gabe von Calinor-Brause- Tabletten), sondern er musste für jeden Kleinkram persönlich kommen und unterschreiben. • Auf Veränderungen von Patienten hat sie ihn nicht mehr hingewiesen, so dass er bei der Chefarztvisite unangenehem auffiel. • Der hatte daraufhin ihn auf dem Kieker und herrschte ihn z.B. vor Patienten an, er hätte dreckige Schuhe. © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  20. 20. Ursachen für Wertschätzungs-defizite auf Station • Warum wird ein Chefarzt Chefarzt? Weil er fachliche Expertise hat. Nicht weil er „Führung“ gelernt hätte. • >> Chefärzte in Menschenführung schulen Zeigen Sie ihm Ihre Wertschätzung … und zugleich die für mich: Schenken Sie ihm „Führung und Gesundheit“ … © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  21. 21. Wertschätzung imStationsalltag © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  22. 22. Tipps für dieKitteltasche © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  23. 23. Geben Sie jedem Menschendas Gefühl, ein wertvoller Mensch zu sein! © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  24. 24. Tipps für die Kitteltasche © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  25. 25. Tipps für die Kitteltasche © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  26. 26. www.wohlbefinden-im-job.de Führung und Gesundheit. Gut, dass Sie da sind! Ein praktischer Ratgeber zur Förderung der Bausteine für gesunde Kommunikation. psychosozialen Gesundheit im Betrieb Jahresbegleiter für eine gesündere Unternehmenskultur © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  27. 27. ENDE© Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  28. 28. • Beide Seiten sehen nur ihren Wa eigenen Beitrag. • Wenn aber z.B. ein Pat. Nach einem Schlaganfall wieder laufen kann, haben ALLE gut gearbeitet: • - KG, Doc, PflegerGemeinsames Schulterklopfen … © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  29. 29. • Bislang finden Stationsbesprechung nur auf derselben Ebene statt (Teambesprechungen berufsgruppenübergreifend gibt es nicht) © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  30. 30. Woran man Verbesserungen merken könnte• Besseres Klima, anderer Umgangston• Weder Doktor noch Pfleger fühlen sich bei Kritik persönlich angegriffen• Bei „Wer hat das gemacht“ fürchtet man keine Anklage mehr>>> Empfiehlt die Klinik weiter (Mundpropaganda) © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  31. 31. Kränkungen• Ärzte nehmen keine Rücksicht auf Pausen des Pflegepersonals (auch, wenn sie selber nicht vom OP-Plan abhängen)• >> mehr Rücksicht auf Arbeitszeiten © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  32. 32. Lösungen• Beide Seiten müssen erkennen: Wir machen das für den PATIENTEN• Das Nebeneinander btonen• Anerkennung einfordern• Mehr Austausch zwischen den Berufsgruppen © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  33. 33. Kränkungen• Pflegepersonal wird abgebaut, um die Gehaltsstruktur der Ärzte nach oben hin anzupassen – wenn gespart wird, dann bei den Pflegern © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  34. 34. „neues Thema“• ungewohnt © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  35. 35. Ideen für mehr Wertschätzungim Stationsalltag • Orientierung an guten Chefs: • - kennt Namen der Putzfrau • - Arzt ruft zu Haus bei kranker Schwester an • - Arzt kennt Namen aller Schwestern © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  36. 36. StudienPflegerkäfte werden im Vergleich zu anderenBerufsgruppen um 62% häufiger wegen psychischerErkrankungen arbeitsunfähig geschrieben. NEXT-StudieBelastungsempfinden in der stationären Altenpflegesteigt mit mangelnder Anerkennung. Die Schwester / Der Pfleger plu 12/08 © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  37. 37. UrsachenStressSelbstverständlichkeit / AnspruchshaltungSympathie-DefiziteSelbstwertschätzungsdefizite / schlechte Laune „Ich kann nur geben, was ich vorher getankt habe.“ „Mein Haus – mein Auto – mein Boot!“ – Das 10.000 €-Dilemma © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  38. 38. SelbstwertschätzungWeil ich es mir wert bin … … überrede ich mich selbst zum Sport … … setze ich mir feste Ziele … … arbeite ich täglich an meiner Stimmung … … frage ich mich vor dem Einschlafen, was heute gut lief … … schaue ich nicht mehr täglich 5 Leichen im TV an … … gönne ich mir 5-6mal täglich eine Auszeit © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  39. 39. Definition Anerkennung Lob Wertschätzung © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  40. 40. Was jede/r tun kannWertschätzung geben: Was sich Beschäftigte wünschenDanke sagen, pünktlich sein, höflich seinBegrüßen mit Blickkontakt / HandschlagSich kümmern (z.B.um saubere Sozialräume)Zu Festtagen gratulierenSich die Namen merkenVerabredungen einhaltenWissen, woran ich gerade arbeite / Nachfragen„Gut, dass Sie da sind!“ – „Sie sind hier wichtig!“ALLE einbeziehen, nicht nur die LieblingePositives Feedback geben © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  41. 41. Was alle tun könnenBerufsübergreifende Aktivitäten:Gemeinsam Erfolge feiern © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  42. 42. Richtig loben Faustregel: so konkret wie 3:1 möglich! unbedingt Delegieren Sie echt! 4 Tage das Lob! warten … „Erwisch ihn, keine Gieß-wenn er gut ist!“ kanne! individuell! in Krisen an mit Erfolge erinnern! Emotion! Eigenlob stimmt! © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  43. 43. © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  44. 44. Stärken Sie positive Emotionen!Und fördern Sie gesunde Kommunikation!• Hängen Sie die Karten aufs Klo … Es ist ein Ort, den jede/r mehrfach täglich aufsucht. © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  45. 45. © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  46. 46. © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  47. 47. © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  48. 48. © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  49. 49. © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  50. 50. ______________________________________________________________________________________________09.09.09______________________________________________________________________________________________________© Dr. Anne Katrin Matyssek 2007

×