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Was ist überhaupt Gesundheit?
Gesundheit ist weit mehr als „das Schweigen der Organe“. Auch das seelische
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Wer ist eigentlich für die Gesundheit verantwortlich?
Gesundheit am Arbeitsplatz ist (auch) ein Gemeinschaftswerk.
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Sie sind ein Gesundheitsfaktor!
Sie können Ihren Mitarbeitenden gut tun und deren Wohlbefinden fördern
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Die Aufgaben des BGM – oder: Das Kamel und die Last
Wenn das Kamel unter der Last zusammenbricht – war dann das Kamel zu...
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Verabschieden Sie sich von der Illusion …
… man könnte eindeutig feststellen, ob jemand gesund oder krank ist. Das kann...
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Die Schwiegermutter und das Kopfweh
[Das Beispiel ist entnommen aus dem Buch „Führung und Gesundheit“]
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Wozu brauchen wir ein BGM?
Viele Unternehmen kommen erst angesichts erhöhter Fehlzeitenquoten auf
die Idee, dass es sic...
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Der Mensch besteht nicht nur aus Muskelmasse.
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Ein Wort zum Thema Veränderungen.
Menschen wollen selber verändern, aber nicht verändert werden.
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Zum Thema Krise: Ein krasses Erlebnis …
… hatte ich, als eine Führungskraft am Ende einer Veranstaltung zum
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Praxistipps für betriebliches
Gesundheitsmanagement
Dieses Buch ist Teil einer Reihe: BGM voranbringen
Für Betriebsräte...
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Was Sie über Gesundheit / BGM wissen sollten - Als Führungskraft das BGM voranbringen - Teil 1

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Was sind Ihre Aufgaben als Führungskraft im betrieblichen Gesundheitsmanagement? Davon handelt der 1. Teil des Hefts "Gesund in Führung! Wie Sie als Führungskraft das betriebliche Gesundheitsmanagement voranbringen" von Dr. Anne Katrin Matyssek.

In diesem vertonten Video geht es um die folgenden Fragen:

Was ist überhaupt Gesundheit? Und wer ist dafür verantwortlich?

Sie sind ein Gesundheitsfaktor?

Sind Sie eigentlich gern Führungskraft?

Die Aufgaben des BGM – oder: Das Kamel und die Last

Verabschieden Sie sich von der Illusion ... (gesund oder krank)

Die Schwiegermutter und das Kopfweh

Wozu brauchen wir ein BGM?

Der Mensch besteht nicht nur aus Muskelmasse

Ein Wort zum Thema Veränderungen

Zum Thema Krise: Ein krasses Erlebnis …

Im Shop finden Sie das Buch (versandkostenfrei, 9,90 € in D) unter: "Gesund in Führung!"

Das Heft beschreibt praxisnah und leicht verständlich Ihre Bedeutung für das Wohlbefinden im Betrieb und Ihre Rolle bei der Gestaltung gesunder Arbeit in Ihrem Unternehmen.

Es enthält neben einer Kurz-Anleitung zur gesundheitsgerechten Mitarbeiterführung zahlreiche Tipps für Ihre eigene Gesundheit.

So können Sie direkt loslegen mit der Förderung der Gesundheit in Ihrem Bereich!

Weitere Informationen über dieses Heft (für 9,90 € in D, z.B. hier im "do care-Shop") erhalten Sie unter www.bgm-voranbringen.de.

Und wenn Sie speziell die Führungskräfte des Unternehmens fürs BGM gewinnen wollen, dann schauen Sie mal unter www.gesund-fuehren-toolbox.de.

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Was Sie über Gesundheit / BGM wissen sollten - Als Führungskraft das BGM voranbringen - Teil 1

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  2. 2. 2 Statt eines Vorworts Worum geht es in diesem Heft? Gesund in Führung – leicht gemacht! Was Sie wissen sollten – Kleine Einführung Was ist überhaupt Gesundheit? Wer ist eigentlich für die Gesundheit verantwortlich? Wozu brauchen wir ein betriebliches Gesundheitsmanagement? Was Sie nicht zu tun brauchen – Kleine Beruhigung Missionieren Marathon laufen Massenweise Arbeitszeit investieren Was Sie für sich selbst tun sollten – Kleine Empfehlung Ihre Grundbedürfnisse achten Pause machen und richtig abschalten Auf eine gesunde Lebensbalance achten (und Grenzen setzen) Was Sie für Ihre Mitarbeitenden tun sollten – Kleine Anleitung Vorbild sein und sich um die eigene Gesundheit kümmern Für Durchschaubarkeit sorgen und Mitarbeitende einbeziehen Wertschätzung und Interesse zeigen und vor Überlastung schützen Gesundheit unterstützen und in Ihre Managementaufgaben integrieren Gesund in Führung – jetzt geht‘s los!  ! STOP 
  3. 3. 3 Wir wissen, dass Sie viel zu tun haben. Als Führungskraft sind Sie für alles Mögliche verantwortlich und haben tagtäglich viel um die Ohren. Führung ist für Sie nicht nur ein Job. Sie nehmen Ihre Verantwortung ernst und wollen etwas bewegen, gemeinsam mit Ihren Mitarbeitenden. Sie sind auf einander angewiesen und brauchen einander – möglichst fit! Damit Sie selber gesund bleiben und Ihre Mitarbeitenden gesund führen, finden Sie in diesem Heft jede Menge Tipps. Die meisten davon sind ganz einfach umzusetzen. Und Sie erfahren auch einiges über Ihre Aufgaben im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Ein gutes BGM braucht viele Kanäle. Dieses Heft ist einer davon. Es soll die Maßnahmen und Prozesse in Ihrem Betrieb unterstützen. In keinem Fall kann es die Teilnahme an Vorträgen oder Workshops ersetzen – und erst recht nicht den Austausch mit anderen Führungskräften. Viel Spaß beim Lesen! Gesund in Führung – leicht gemacht!
  4. 4. 4 • Was ist überhaupt Gesundheit? • Wer ist eigentlich für die Gesundheit verantwortlich? • Wozu brauchen wir ein betriebliches Gesundheitsmanagement?  Was Sie wissen sollten – Kleine Einführung
  5. 5. 5 Was ist überhaupt Gesundheit? Gesundheit ist weit mehr als „das Schweigen der Organe“. Auch das seelische und zwischenmenschliche Wohlbefinden gehört dazu. Körper, Psyche und Sozialleben stehen dabei untereinander im Zusammenhang. Körper Sozialleben Psyche Diese uralte Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO gilt im Prinzip noch heute. Und als Führungskraft sollten Sie alle 3 Facetten im Blick behalten – bei sich selbst und bei Ihren Mitarbeitenden. Keine Sorge, das ist leichter als Sie vermuten und hat viel mit dem gesunden Menschenverstand zu tun. Überhaupt werden Sie in diesem Heft viele Dinge finden, die im Grunde selbstverständlich sind, die man aber im Stress schon einmal vergisst. Behalten Sie im Hinterkopf: Gesundheit hat 3 Facetten, und die beeinflussen sich gegenseitig – auch am Arbeitsplatz. 
  6. 6. 6  Wer ist eigentlich für die Gesundheit verantwortlich? Gesundheit am Arbeitsplatz ist (auch) ein Gemeinschaftswerk. Jeder einzelne trägt Verantwortung für die Erhaltung seiner Arbeitskraft (im Grunde sogar laut Arbeitsvertrag), Sie als Führungskräfte tragen Ihren Teil dazu bei, und der Betrieb als Ganzes leistet ebenfalls seinen Beitrag dazu, dass alle Beschäftigten gesund bleiben und gesund in Rente gehen können. Diese Zusammenarbeit wird dann gut funktionieren, wenn alle Seiten Hand in Hand arbeiten und einander mit Wertschätzung begegnen. Körper Sozialleben Psyche Mitarbeitende Führungskräfte Geschäftsleitung Gesundheitsverhalten im Betrieb und in der Freizeit (Rauchen, Bewegung, Ernährung, Pflege von Freundschaften und Hobbies, Sicherheitsverhalten etc.) Gestaltung der Verhältnisse / Arbeitsbedingungen und Prozesse, Führungsverhalten, Vorbild SIEHE NÄCHSTE SEITE Gestaltung der Verhältnisse / Arbeitsbedingungen (Betriebsklima, Fortbildung, Bereitstellung von Zeit, Personal, Arbeitsmitteln, Schutzausrüstung etc.).
  7. 7. 7 Sie sind ein Gesundheitsfaktor! Sie können Ihren Mitarbeitenden gut tun und deren Wohlbefinden fördern – wenn Sie möchten! 1. Das geht zum Einen direkt über Ihr Führungsverhalten (wie begrüßen Sie Ihre Mitarbeitenden bei Arbeitsbeginn, wie handhaben Sie Anerkennung und Kritik, wie stehen Sie zu Humor und anderen Aspekten des Teamklimas , wie beziehen Sie Ihre Mitarbeitenden ein, wie informieren Sie, wie stärken Sie den Rücken etc.). 2. Und zum Anderen beeinflussen Sie die Arbeitsbedingungen Ihres Teams (wer macht wann was mit welchen Hilfsmitteln, welchem Handlungsspielraum, welchem Störungsgrad, welcher Unterstützung, Qualifikation und Fortbildung etc.). 3. Zudem sind Sie als Vertreter der Geschäftsleitung verantwortlich für die Umsetzung von Managementaufgaben und -prozessen des betrieblichen Gesundheitsmanagements (Umgang mit Fehlzeiten, Integration des Themas Gesundheit in Besprechungen, Unterstützung von Mitarbeitenden bei der Inanspruchnahme und Teilnahme etc.). 4. Und Sie sind Vorbild, auch in Sachen Gesundheit! Wenn Sie Pausen machen oder zum Gesundheitstag gehen, trauen sich das auch Ihre Mitarbeitenden etc. Führungsverhalten Gestaltung von Arbeitsbedingungen Gestaltung von Managementprozessen Vorbild- funktion Führungskräfte Auf diesen 4 Wegen nehmen Sie als Führungskraft Einfluss auf die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden.  Dabei geht es um Verhältnisse (vorrangig) und um Verhalten.
  8. 8. 8  4-M-Regel: Man muss Menschen mögen. Wer sich nicht zu den Menschenfreunden zählt, sollte vielleicht lieber eine Fachkarriere anstreben. Die Zeiten, in denen man allein aufgrund guter Fachkenntnisse befördert wurde, sind zum Glück vorbei. Heute gibt es Führungskräfte-Entwicklungsprogramme, und bei der Auswahl schaut man auch auf die sozialen Kompetenzen. Sind Sie eigentlich gern Führungskraft? Wenn ja, dann werden Sie vieles schon aus dem Bauch heraus richtig machen. Sie werden versuchen, jeden Menschen am richtigen Platz einzusetzen und das Augenmerk auf die positiven Aspekte der Persönlichkeit und der Leistung zu lenken, statt permanent im Fehlersuch-Modus zu agieren. ACHTUNG Falls Sie früher mal ein Menschenfreund waren, aber in letzter Zeit öfter eine heftige Abneigung gegenüber anderen Menschen empfinden, kann das ein Hinweis auf Überarbeitung oder beginnenden Burnout sein. Achten Sie in diesem Fall besonders auf die SelfCare-Tipps und weiteren Informationen im hinteren Teil des Buchs.
  9. 9. 9 Die Aufgaben des BGM – oder: Das Kamel und die Last Wenn das Kamel unter der Last zusammenbricht – war dann das Kamel zu schwach oder die Last zu schwer? Ihre Mitarbeitenden sind keine Kamele, aber nehmen Sie mal das Bild. Wer ist schuld, wenn ein Mitarbeiter eine Leistung nicht erbringen kann: die Mitarbeiterin? die Leistungsanforderung? der Mensch, der die Mitarbeiterin mit der Leistungsanforderung konfrontiert hat? Es geht im betrieblichen Gesundheitsmanagement nie darum, einen Schuldigen zu suchen. Behalten Sie das bitte immer im Hinterkopf. Stattdessen besteht die Aufgabe des betrieblichen Gesundheitsmanage- ments darin, die Passung zwischen Mensch und Arbeit optimal zu gestalten – indem der Mensch gestärkt und die Arbeitsbedingungen verbessert werden (also jeder seinen Teil dazu beiträgt). Dann kann Arbeit nämlich sogar als Gesundheitsfaktor wirken! Die Gesundheit arbeitsloser Menschen ist häufig schlechter als die der beschäftigten. Aus dieser Beobachtung von Durchschnittswerten aber abzuleiten, dass Überlastung folglich personen- statt arbeitsbedingt sein muss (so eine Arbeitgeberreaktion auf den Stressbericht der Bundesregierung), ist nicht gerechtfertigt und schon fast zynisch. 
  10. 10. 10 Verabschieden Sie sich von der Illusion … … man könnte eindeutig feststellen, ob jemand gesund oder krank ist. Das kann niemand, auch der Arzt nicht. In vielen Fällen kann man Gesundheit und Krank- heit nicht so einfach „messen“ wie Temperaturen oder Giftkonzentrationen. 100%ige Gesundheit gibt es genauso wenig wie 100%ige Krankheit: Gesund und krank sind keineswegs eindeutige Gegensätze wie schwarz und weiß. Es gibt hellgrau, dunkelgrau, tiefschwarz … Denken Sie z.B. an chronische Erkrankungen. Das bedeutet das Ende von der Vorstellung, ein Mensch sei entweder gesund oder krank, mit der viele von uns groß geworden sind. So einfach ist es nicht. Führungskräfte, die das glauben, bekommen schnell die Quittung von ihren Mitarbeitenden, weil die dann nämlich genauso denken: „Ich hab mich doch in den kleinen Finger geschnitten, ich kann unmöglich zur Arbeit kommen, ich bin ja schließlich krank.“ Jeder Mensch hat zu jedem Zeitpunkt gesunde und kranke Anteile. Zum Beispiel kann ein Rollstuhlfahrer sich durchaus sehr gesund fühlen; und ein Mensch, der sich topfit fühlt, leidet vielleicht unter unerkanntem Bluthochdruck. Die gesunden Anteile kann man fördern, auch am Arbeitsplatz, und auch als Führungskraft. Und wenn man das tut, verringern sich zugleich die „kranken“ Anteile: Der Mensch fühlt sich weniger krank. Mehr dazu auf der nächsten Seite. 
  11. 11. 11 Die Schwiegermutter und das Kopfweh [Das Beispiel ist entnommen aus dem Buch „Führung und Gesundheit“] Was die Schwiegermutter im Titel zu suchen hat? Sie ist – jetzt mal als Klischee genommen – ein Musterbeispiel dafür, dass Umgebungsbedingungen sich auf die wahrgenommene Schmerzstärke auswirken. Wenn sie ihren Besuch ankündigt, werden Ihre ohnehin schon vorhandenen Kopfweh gleich viel ärger (klischeemäßig, wie gesagt) – während ein spannendes Fußballspiel dafür sorgt, dass die Kopfschmerzen in den Hintergrund treten. Die Schmerzen waren aber nicht eingebildet, sondern tatsächlich vorhanden. Die Aufmerksamkeitslenkung und die Umgebungsbedingung sind entscheidend! Als gesund führende Führungskraft sind Sie quasi das Fußballspiel …  Kopfschmerzen Schwiegermutter- Besuch Champions-League- Fußballspiel Höllen- Kopfweh vernachlässigbarer Mini-Schmerz, kaum wahrnehmbar 
  12. 12. 12 Wozu brauchen wir ein BGM? Viele Unternehmen kommen erst angesichts erhöhter Fehlzeitenquoten auf die Idee, dass es sich lohnen könnte, etwas für die Gesundheit der Beschäftigten zu tun. Tatsächlich sind die Effekte des BGM vielfältiger Natur: • Die Mitarbeitenden und Sie als Führungskräfte bleiben länger fit – wichtig in Zeiten des demographischen Wandels. • Und natürlich wichtig für Sie persönlich: Sie wollen schließlich auch noch gesund in Rente gehen und diesen Lebensabschnitt fit genießen. • Alle fühlen sich stärker ans Unternehmen gebunden und zugehörig. Die Fluktuation ist geringer – wichtig in Zeiten des Fachkräftemangels. • Die Mitarbeitenden reden auch in der Freizeit positiv über die Arbeit – wichtig für das Image des Unternehmens (z.B. bei der Rekrutierung). • Die Return-on-Invest-Berechnungen zum betrieblichen Gesundheits- management ergeben – je nach Studie – eine Quote von 1:1,2 bis 1:4,8. Das Unternehmen profitiert also langfristig auch aus wirtschaftlicher Sicht. • Es gibt Kunden, denen nicht egal ist, woher sie ihre Waren beziehen – ethische Aspekte spielen eine zunehmend größere Rolle. Ein Unternehmen mit einem BGM steht moralisch gut da. • Alle Beteiligten können sich „auf der Seite der Guten“ sehen. Das stärkt das Ego, tut dem Selbstwertgefühl gut – ist schön für alle!  
  13. 13. 13 Der Mensch besteht nicht nur aus Muskelmasse. Er kann nicht nur durch Verletzungen oder Vergiftungen krank werden, sondern auch durch zwischenmenschliches Verhalten. Führungskräfte beeinflussen das Wohlbefinden – das kennen Sie auch von sich selbst. Sie hatten ja auch schon diverse Führungskräfte in Ihrem Leben und konnten eigene Erfahrungen sammeln. Darunter gab es ganz sicher gute und weniger gute. Die guten haben in Ihnen nicht nur den Leistungs- erbringer gesehen, sondern den ganzen Menschen. Stimmt‘s? Wenn Sie sich an diesen Leuten orientieren, werden Sie als Führungs- kraft auch selbst vieles richtig machen. Sie haben dann nämlich automatisch auch die Psyche und das Miteinander im Betrieb im Blick. Sie kümmern sich darum, dass es den Menschen insgesamt gut geht – und nicht nur darum, dass die Arbeit schädigungsfrei ist. Sie werden zum Beispiel auch nicht zum Lachen in den Keller gehen … Ihre Stimmung ist nämlich ansteckend (in jede Richtung, übrigens)! 
  14. 14. 14 Ein Wort zum Thema Veränderungen. Menschen wollen selber verändern, aber nicht verändert werden. Solange Sie das im Hinterkopf behalten, werden Sie Ihr Team auch gesund durch schwierige Zeiten führen. Was Sie als Führungskraft unbedingt wissen sollten: Jede Veränderung geht grundsätzlich mit einem Leistungseinbruch einher – der ist aber nur vorübergehend! Planen Sie ihn ein. Und: Jede Veränderung birgt auch gesundheitliche Risiken – vor allem, wenn sie von außen kommt und Mitarbeitende sich hilflos fühlen. In Umstrukturierungen und anderen Veränderungen brauchen Menschen (insbesondere ältere!) noch mehr Anerkennung und Stärkung ihrer Kompetenzgefühle als ohnehin schon! Das gibt ihnen Sicherheit. Das heißt für Sie: Geben Sie Anerkennung! Zeigen Sie Ihre Wertschätzung (anders als die Führungskraft auf der nächsten Seite), auch für kleine Schritte! Rechnen Sie mit dem Widerstand („Was Neues? Brauchen wir nicht!“). Es geht leichter, wenn Sie „das Alte würdigen“; wenn Sie also die vergangenen Erfolge wertschätzen. Weitere Tipps zum Umgang mit Veränderungen finden Sie in dem Buch „Gesund Führen. Das Hand- buch für schwierige Situationen“. Hierin gibt‘s auch Tipps zum Umgang mit älteren Beschäftigten. Auch sehr empfehlenswert: Die kostenlosen Videos auf www.do-care.tv Ebenso die kostenlose Broschüre der Techniker Krankenkasse: „Gesund alt werden im Betrieb. Wie Führungskräfte den demographischen Wandel gestalten“ auf www.tk-online.de 
  15. 15. 15  Zum Thema Krise: Ein krasses Erlebnis … … hatte ich, als eine Führungskraft am Ende einer Veranstaltung zum Thema Wertschätzung meinte: „Ich kann meinen Leuten jetzt doch keine Wertschätzung geben. In ein paar Monaten wird der Standort womöglich geschlossen, dann stehen die auf der Straße.“ Der meinte das total ernst. Dabei war er eigentlich sehr nett. Aber er fürchtete, als „Schwein“ dazustehen, obwohl die Schließung der Niederlassung nicht in seiner Hand lag. Sein Fazit aus dieser Befürchtung war, dass er nur höchst selten vor Ort war; er scheute den Kontakt zu seinen Mitarbeitenden und ging ihnen nach Möglichkeit aus dem Weg. Er gab keine Informationen weiter, weil er fürchtete, dass die Leute dadurch noch weiter verunsichert würden. Das war es mit Sicherheit nicht, was seine Mitarbeitenden sich wünschten. Wie sich eine Führungskraft in der Krise verhalten soll? Ehrlich, authentisch, mit-leidend, da-seiend. Ganz einfach.
  16. 16. 16 Praxistipps für betriebliches Gesundheitsmanagement Dieses Buch ist Teil einer Reihe: BGM voranbringen Für Betriebsräte Für Arbeitsschützer und Arbeitsmediziner Für die Geschäftsleitung Für Führungskräfte Für alle Beschäftigten Ab 200 Exemplaren ist jedes Buch auch als Sonder-Edition in Ihrem Corporate Design / mit Ihrem Logo und Ihrem Vorwort erhältlich. Leseproben und mehr unter: www.bgm-voranbringen.de

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