Leserbeteiligung mittels    RechercheprozessenÜberlegungen zur Verringerung der    Distanz Redaktion - Leser              ...
Überblick undempirische Bezüge                      Print:             Print:                      Tageszeitungs-     Tage...
Bisher: Zunehmend aktives,aber machtloses Publikum   Mehrheit deutscher Chefredakteure: Leserbeiträge werden zukünftig   ...
Kommunikationsdistanz Abgleich zwischen  den Erwartungen und Interessen des Publikums  mit den Erwartungs- bzw. Umsetzung...
Methodensteckbrief Die Zeitungsmacher (Weichert/Kramp/Welker)     Befragung aller Zeitungsvollredaktionen in Deutschland...
Einschätzung Kommunikations-distanz Redaktion - Leser    1                2                 3                  4       5 g...
Formen von Lesernähe:Ebenen der Leserbeteiligung Rezipienten                          Redakteure -Leserbriefe             ...
Laien werden aktiver:Wahrnehmung als Bedrohung?                                    „Hilfe, die Laien                      ...
Internet-Angebote und -Dienste fürdie redaktionelle Arbeit: Web 2.01 (sehr wichtig) bis 5 (unwichtig)                     ...
Beteiligung Leser an den redaktionellen LeistungenWie hoch fällt Ihrer Einschätzung nach die Beteiligung IhrerLeser an den...
Methodensteckbrief Die Zeitungsmacher (Weichert/Kramp/Welker)     Befragung aller Zeitungsvollredaktionen in Deutschland...
Praxis in ZeitungsredaktionenQuelle: Hochhaus 2012                                11
Praxis in Zeitungsredaktionen                                12
Funktionen von Laien beiRecherchebeteil.: ModellThemen-findung und                             IdeengeberRelevanz-bewertun...
Fazit Aktivität von Laien wird nicht als Bedrohung wahrgenommen Distanz zum Leser ist noch verbesserbar Unter den parti...
Literatur, Quellen 1/2   Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (Hrsg.)(2008): Medien- und    Kommunik...
Literatur, Quellen 2/2   Rosen, Jay (2000): Public Journalism. In: Journalism Studies, Vol. 1, No. 4, 679-694.   Scholl,...
Danke für IhreAufmerksamkeit!PD Dr. phil. habil. Martin WelkerUniversität LeipzigFakultät für Sozialwissenschaften und Phi...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Leserbeteiligung mittels Rechercheprozessen

1.286 Aufrufe

Veröffentlicht am

Überlegungen zur Verringerung der Distanz Redaktion - Leser. Vortrag bei der DJV-Fachtagung "Besser Online 2012" Prof. Dr. Martin Welker (Universität Leipzig)

Veröffentlicht in: News & Politik
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
1.286
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
173
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Leserbeteiligung mittels Rechercheprozessen

  1. 1. Leserbeteiligung mittels RechercheprozessenÜberlegungen zur Verringerung der Distanz Redaktion - Leser Statement Martin Welker 15. Sept. 2012, Besser-Online 12, Bonn
  2. 2. Überblick undempirische Bezüge Print: Print: Tageszeitungs- Tageszeitungs- Redaktionen Redaktionen Kommunikations distanz – Leserdistanz – Recherche- Formen der Lesermitwirkung beteiligung Leserbeteiligung Studie: „Die Zeitungsmacher“ Weichert/Kramp/ Dipl. Arbeit, Welker, 2012, Hochhaus, Leipzig, Befragung 2012, Befragung, N= 127 N=22 1
  3. 3. Bisher: Zunehmend aktives,aber machtloses Publikum Mehrheit deutscher Chefredakteure: Leserbeiträge werden zukünftig keinen Bedeutungsgewinn erfahren (Mast 2007) Einschätzung des Einflusses des Publikums durch Journalisten: sinkend (Vergl. 1993 zu 2005: 34% auf 23%) (Weischenberg, Malik, Scholl 2006)  Immerhin: Bei Lokal- und Regionaljournalisten wird der Einfluss des Publikums aktuell etwas höher eingeschätzt (33%) Aber: Offenbar steigende Reaktionsfreudigkeit des Publikums  Wahrgenommene Publikumsreaktionen (65% auf 85%) (dies.) D.h.: Mehr Reaktionen der Öffentlichkeit auf die journalistische Arbeit – aber offenbar sinkender Einfluss des Publikums auf Journalisten 2
  4. 4. Kommunikationsdistanz Abgleich zwischen den Erwartungen und Interessen des Publikums mit den Erwartungs- bzw. Umsetzungsmöglichkeiten der Journalisten = Kommunikationsdistanz (Scholl 2004) 3
  5. 5. Methodensteckbrief Die Zeitungsmacher (Weichert/Kramp/Welker)  Befragung aller Zeitungsvollredaktionen in Deutschland  Vollerhebung – Rücklauf 73 Redaktion = 56,2 Prozent  N = 127 Redakteure; Anzahl je geschichtet nach großen, mittleren und kleinen Redaktionen  Feldzeit Jan./Feb. 2012 & Juni 2012 (Nachbefragung)  Mixed-Mode: telefonisch und schriftlich  Felddienstleister: YouGov AG, Köln 4
  6. 6. Einschätzung Kommunikations-distanz Redaktion - Leser 1 2 3 4 5 ganz nah ganz weit dran µ Stand. weg Abw. Varianz 2,6 ,72071 ,519 N= 126 Bildquelle: ZMGQuelle: Die Zeitungsmacher, 2012 5
  7. 7. Formen von Lesernähe:Ebenen der Leserbeteiligung Rezipienten Redakteure -Leserbriefe -Bürgerperspektive in Texten -Einsendung v. Fotos -Leserfreundlichkeit der Texte -Anrufe in der Redaktion -Bürger als Quellen -Redaktionsbesuche -Bürgerthemen im Blatt -Gastbeiträge -Umfragen -Besuch v. Leserstammtischen -Orga. v. LeserstammtischenZusammenarbeit von Laien und Redakteuren- Direkte Beteiligung der Leser an den redaktionellen Leistungen wiebspw. bei der Recherche 6
  8. 8. Laien werden aktiver:Wahrnehmung als Bedrohung? „Hilfe, die Laien Kommen!“ -> Laien sind auch Leser -> Laien können auch Quelle sein -> Zusammenarbeit mit Laien: „Pro-Am- Projekte“ N = 127 Quelle: Die Zeitungsmacher, 2012
  9. 9. Internet-Angebote und -Dienste fürdie redaktionelle Arbeit: Web 2.01 (sehr wichtig) bis 5 (unwichtig) 8
  10. 10. Beteiligung Leser an den redaktionellen LeistungenWie hoch fällt Ihrer Einschätzung nach die Beteiligung IhrerLeser an den redaktionellen Leistungen Ihres Hauses aus?1 (sehr hoch) bis 5 (sehr niedrig)Mitwirkung an Texten, also bei der Erstellung von Texten 127 4,1 ,92034 ,847Mitwirkung am Redigieren 127 4,7 ,71156 ,506Mitwirkung an Redaktionskonferenzen 127 4,5 ,83429 ,696Mitwirkung an der Recherche 127 3,6 ,94321 ,890Stellen Sie sich vor, Sie recherchieren an einem wichtigenThema: Würden Sie den Leser in die Recherche und in die 123 3,0 1,07011 1,145Publikation des Themas mit einbeziehen?1 (auf keinen Fall) bis 5 (auf jeden Fall)Quelle: Die Zeitungsmacher, 2012 9
  11. 11. Methodensteckbrief Die Zeitungsmacher (Weichert/Kramp/Welker)  Befragung aller Zeitungsvollredaktionen in Deutschland  Vollerhebung – Rücklauf 73 Redaktion = 56,2 Prozent  N = 127 Redakteure; Anzahl je geschichtet nach großen, mittleren und kleinen Redaktionen  Feldzeit Jan./Feb. 2012 & Juni 2012 (Nachbefragung)  Mixed-Mode: telefonisch und schriftlich  Felddienstleister: YouGov AG, Köln 10
  12. 12. Praxis in ZeitungsredaktionenQuelle: Hochhaus 2012 11
  13. 13. Praxis in Zeitungsredaktionen 12
  14. 14. Funktionen von Laien beiRecherchebeteil.: ModellThemen-findung und IdeengeberRelevanz-bewertung Ideenbewerter Interviewer Über- Quelle prüfung Vor-Ort-Reporter und Fakten- Fakten- prüfer check Quellen- sucherErweiterungund Invest- Analystigation Komplexität und Beteiligung 13Quelle: Welker/Hochhaus
  15. 15. Fazit Aktivität von Laien wird nicht als Bedrohung wahrgenommen Distanz zum Leser ist noch verbesserbar Unter den partizipativen Beteiligungsformen nimmt Recherche eine Sonderstellung ein Praktikabel ist diese über das Internet in Kombination mit dem Web 2.0  Voraussetzungen für Recherchebeteiligung muss redaktionell geschaffen werden 14
  16. 16. Literatur, Quellen 1/2 Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (Hrsg.)(2008): Medien- und Kommunikationsbericht der Bundesregierung 2008. Online: http://www.bundesregierung.de/Content/DE/__Anlagen/BKM/2009-01-12-medienbericht- teil1-barrierefrei,property=publicationFile.pdf vom 02.11.10 Esch, Nico (2008): Leserbeteiligung in Lokalredaktionen. Anspruch und Wirklichkeit. Leipzig, Diplomarbeit Habermas, Jürgen (2008): Hat die Demokratie noch eine epistemische Dimension? Empirische Forschung und normative Theorie. In: Habermas, Jürgen: Ach, Europa. Frankfurt a.M.: Suhrkamp Verlag, 138-191 Hochhaus, Jenifer (2012): Crowdsourcing: Formen der Beteiligung von Lesern an Rechercheprozessen – untersucht am Beispiel deutscher Tageszeitungen. Leipzig, Dipl.- Arbeit Lippmann,Walter (1922/1946): Public opinion. New York: Macmillan/Pelican books. Mast, Claudia (2007): Chefredakteure auf Leserfang. In: Zeitungen 2007. Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (Hrsg.), Berlin: BDZV, S. 136 - 147
  17. 17. Literatur, Quellen 2/2 Rosen, Jay (2000): Public Journalism. In: Journalism Studies, Vol. 1, No. 4, 679-694. Scholl, Armin (2004): Die Inklusion des Publikums – Theorien zur Analyse der Beziehungen von Journalismus und Publikum. In: Löffelholz, Martin (Hrsg.): Theorien des Journalismus, Wiesbaden: VS-Verlag, 2. Auflage, 517-536. Weischenberg, Siegfried/Malik, Maja/Scholl, Armin (2006): Die Souffleure der Mediengesellschaft. Konstanz: UVK Verlag. Weichert, Stephan/Kramp, Leif/Welker, Martin (2012): Die Zeitungsmacher. Befragung, Teil-Auswertung [Projektbericht wird 2013 veröffentlicht]
  18. 18. Danke für IhreAufmerksamkeit!PD Dr. phil. habil. Martin WelkerUniversität LeipzigFakultät für Sozialwissenschaften und Phiosophiewelker@uni-leipzig.dewww.martin-welker.de

×