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Neue Entwicklungen im Suchmaschinenbereich und deren
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Semantische Annotation von Dokumenten
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Neue Entwicklungen bei Suchmaschinen und deren Relevanz für Bibliotheken (2)

  1. 1. 15.04.13 1 Neue Entwicklungen im Suchmaschinenbereich und deren Relevanz für Bibliotheken Prof. Dr. Dirk Lewandowski dirk.lewandowski@haw-hamburg.de http://www.bui.haw-hamburg.de/lewandowski.html @Dirk_Lew Semantik? •  „Semantic Web“ –  Idee, dass durch semantische Auszeichnungen alle Inhalte des Web miteinander verbunden werden und von Maschinen verstanden werden können. –  Alternative Ansätze: Linked Open Data, ... •  „Low Level Semantics“ –  Faktenextraktion aus „chaotischen“ Dokumenten –  Einfache Auszeichnungen durch Website-Betreiber (Eigeninteresse bedienen) •  Verstehen der Dokumente vs. Verstehen der Suchanfragen
  2. 2. 15.04.13 2 Semantische Annotation von Dokumenten •  Semantische Annotationen können in der Suche ausgenutzt werden, um •  die Ergebnisqualität zu verbessern •  die Trefferdarstellung („Snippets“) zu verbessern •  Das Problem von „echten“ Semantic-Web-Anwendungen ist die Komplexität in der Erstellung. •  Die großen Suchmaschinen haben sich auf ein gemeinsames Format für semantische Annotationen geeignet, das in HTML umgesetzt wird. Beispiel Google Knowledge Graph
  3. 3. 15.04.13 3 Suchanfragen verstehen •  bbl •  vatikan •  stockbrot •  motonetix •  nedcom •  fußball •  drehscheibe •  frauentausch •  seelenfarben •  kachelmannwetter •  osterei •  wie ich •  wgt
  4. 4. 15.04.13 4 Suchanfragen im Kontext Beispiel: Navigationsorientierte Suchanfragen anhand von Klicks bestimmen (Lewandowski, Drechsler & von Mach, 2012)
  5. 5. 15.04.13 5 Semantische Suche •  Verbesserung der Qualität der Suchergebnisse durch –  Verstehen der Suchanfrage –  Kontextsensitive Vorschläge zur Verbesserung der Suchanfrage –  Verstehen der Dokumente, dadurch besserer Abgleich mit der Suchanfrage –  Semantische Anreicherung der Ergebnisbeschreibungen („Snippets“), dadurch besser fundierte Entscheidung der Nutzer? –  Präsentation von aus Dokumenten zusammengestellten Ergebnissen (auf den Seiten der Suchmaschine) Soziale Suche •  Problem des bisherigen Rankings: Qualität wird vor allem durch Popularität (Links/ Klicks) gemessen •  Populär bei der Masse •  Populär in einer bestimmten Nutzergruppe •  Populär bei einem bestimmten Nutzer (Personalisierung) •  Das Versprechen des „Social Ranking“: •  Von Bekannten empfohlene Suchergebnisse sind relevanter und vertrauenswürdiger. •  Problem: Im Gegensatz zu Linkdaten aus dem freien Web handelt es sich bei Sozialen Netzwerken um geschlossene Netzwerke, auf die die Suchmaschinen nicht per Crawling zugreifen können.
  6. 6. 15.04.13 6 Bing und Facebook •  Vereinbarung über die Nutzung von Facebook-Daten in Bing –  Anmeldung in Bing mit dem Facebook-Account –  Bislang nur in den USA verfügbar –  Bing-Websuche in Facebook integriert •  Anreicherung der Suchergebnisse durch Daten aus Facebook –  Hervorhebung von Suchergebnisse durch Empfehlungen von Freunden –  Höheres Ranking von empfohlenen Ergebnissen –  Möglichkeit, Suchergebnisse in Facebook zu posten –  Diskussion mit Facebook-Freunden auf den Bing-Ergebnisseiten 12 | Dirk Lewandowski •  x
  7. 7. 15.04.13 7 Google und Google+ •  Aufbau eines eigenen sozialen Netzwerks durch Google –  Integration in alle Google-Dienste –  Bislang allerdings nicht besonders erfolgreich •  Anreicherung der Suchergebnisse –  Hervorhebung von Suchergebnisse durch Empfehlungen von Freunden –  Höheres Ranking von empfohlenen Ergebnissen •  Weiterer Nutzen von Google+ –  „Klarnamen-Pflicht“ –  Kombination mit anderen Profilen im Web (Twitter, etc.) –  Verbindung mit Daten zur Autorschaft (rel=author) à Dadurch „Vertrauens-Graph“ als weitere Komponente des Rankings Fazit Soziale Suche •  Soziale Suche vielschichtig (kollaborative Suche, ...), wichtigster Punkt ist aber das Einbeziehen von Daten aus sozialen Netzwerken in das Ranking und die Ergebnispräsentation. •  Beide großen Suchmaschinen haben Ansätze, solche Daten zu integrieren. –  Vorteil Bing: Daten aus dem Netzwerk, in dem tatsächlich etwas los ist. –  Vorteil Google: Tiefere Integration möglich, da es sich um ein eigenes Netzwerk handelt.
  8. 8. 15.04.13 8 15 | •  x Anzeigen Nachrichten Bilder Videos Blogbeiträge Zusammenstellung der Suchergebnisse •  Das Suchanfragevolumen ist sehr ungleichmäßig verteilt. •  Treffer auf den vorderen Plätzen werden sehr stark bevorzugt. •  Durch entsteht ein großer Einfluss von Suchmaschinen (Google) auf das, was Nutzer zu sehen bekommen. 1.  Dürfen die Suchmaschinen ihre eigenen Angebote / die Angebote von Partnern in der Ergebnisdarstellung bevorzugen? 2.  Tun sie das? •  „Such-Neutralität“ bedeutet, dass eine Suchmaschine alle Dokumente im Index nach gleichen Kriterien in das Ranking mit einbezieht.
  9. 9. 15.04.13 9 17 | Dirk Lewandowski •  x 18 | Dirk Lewandowski •  x
  10. 10. 15.04.13 10 19 | Dirk Lewandowski •  x Problemfelder •  Bevorzugung eigener Angebote –  In den organischen Ergebnissen –  In den Universal-Search-Ergebnissen •  Aufnahme in den Index –  Bsp. Paid Inclusion bei Google Shopping: Eintragungen sind kostenpflichtig –  Folgen weitere Dienste (Places, ...)? à Kennzeichnung als eigenes Angebot bzw. Partnerangebot als Lösung?
  11. 11. 15.04.13 11 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Prof. Dr. Dirk Lewandowski Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Department Information http://www.bui.haw-hamburg.de/lewandowski.html dirk.lewandowski@haw-hamburg.de @Dirk_Lew

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