Gerard Casey
”Libertarian
Anarchy: Against
the State”
Besprechung
von
Hamburg, 15.7.15
„our imaginations are
limited by the tyranny of
the present”
Gerard Casey, S. 97
 1951, Irland
 Ein Abschluss in Philosophie, zwei in Recht
 Associate Professor für Philosophie
 University College Du...
 Bloomsbury Continuum
 Ethik und Philosophie
 “central contemporary social and political
issues from a philosophical pe...
 „Major Conservative and Libertarian Thinkers”
 20 Biographien
 U. a. Adam Smith, Ludwig von Mises,
 Milton Friedman, ...
 Jede Interpretation ist subjektiv
 Ich bin Informatiker, kein Philosoph
 Daher werde ich wohl ein paar
philosophische ...
 „the state as we know it today is
historically contingent, functionally
unnecessary and illegitimate“
Zentrale Aussage
 Mythos: Der Staat ist notwendig und
rechtmäßig.
 Definition des Staats:
 Gruppe von Menschen, die ein Monopol
von legi...
 Der Staat ist notwendig für
 Frieden, Sicherheit, Gesetze, Ordnung,
Polizei
 Der Staat ist rechtmäßig,
 weil er die G...
Aufgaben des Staats heute
Economic growth
Low inflation
jobs
Law and order
Justice
Defense
Water
Roads
Postal services
Hea...
 Introduction
 Death and taxes
 Liberty and libertarianism
 Anarchy and anarchism
 Law without orders
 Delegitimizin...
Zu zeigen ist:
Economic growth
Low inflation
jobs
Law and order
Justice
Defense
Water
Roads
Postal services
Health
Educati...
1. Philosophischer Anarchismus
 Auch wenn Anarchie keine Vorteile hätte,
ist das oberste Ziel ist die Freiheit und
deshal...
 Mythos: Der Staat ist notwendig und
rechtmäßig.
 Wird nicht rational von außen betrachtet,
sondern von „Innen“.
 Man s...
 Nach Franz Oppenheimer (1914):
1. Ökonomisches Mittel
 selber arbeiten
2. Politisches Mittel
 arbeiten lassen
 Raub
...
Geschichte der Gesellschaft
Politisches Mittel
Räuber
Räuber
Räuber, Staat
Räuber, Staat
Ökonomisches Mittel
1. Jäger
2. H...
 Märchen
 der Staat entstand, um die Schwachen
zu schützen und für Ordnung zu sorgen
 Wirklichkeit
 Usurpation und Ero...
 Erste Staaten 8000 v. Chr.
 Städte mit fruchtbarem Hinterland
 Im Jahre 1000 n. Chr.
 Könige / Herrscher hatten Grenz...
 Ab ca. 1700 n. Chr.
 Absolutismus
 Reformation hat Kirche entmachtet
 Der Staat suchte neue Aufgaben
 Nationalstaat
...
 Beispiel UK
 1850 - 1890 100% Anstieg an Beamten
 1890 - 1950 1000% Anstieg
 Staatsausgaben („public expenditure“) UK...
 Für den Staat gelten andere moralische
Gesetze als für das Individuum
 Er besteht aber aus einer Gruppe von
normalen Me...
 Befürworter sagen
 Der Staat ist einzigartig, deshalb hat er
andere moralische Gesetze
 Früher „von Gott geschaffen“
...
 Libertäre fordern
 Gleiche Moral für alle!
 Methodologischer Individualismus
 Prinzipal-Agent-Relationship
 Man kann...
 Von der Notwendigkeit von
Gesellschaft darf man nicht auf die
Notwendigkeit des Staates schließen.
 (wie z. B. Aristote...
 Nullsummenspiel bez. Macht
 Was der Staat monopolisiert,
darf/kann die Gesellschaft nicht mehr
machen
 Oder nicht mehr...
 Relativ junge Entwickung
 Hauptsächlich USA
 Personen
 Murray Rothbard, Ludwig von Mises,
Hans-Hermann Hoppe, Walter ...
 Nicht-Aggressions-Prinzip (NAP)
 Keine initiale Gewalt oder Androhung
von Gewalt gegen andere und ihr
Eigentum
 „kid’s...
 Was ist initiale Gewalt?
 Was ist angemessene Verteidigung?
 Z. B. Handlung im Affekt
 Was ist nicht mehr angemessen?...
 Warum sollte jemand das NAP
einhalten?
 Prinzip der Gegenseitigkeit
 Goldene Regel
 Positive Form „tue Gutes“ problem...
 NAP
 gilt für alle, auch für den Staat
 ist minimal, keine vollständige moralische
Theorie
 Moral wird nicht vom NAP ...
 als Grundlage von menschlichem
Glück
 soll nicht eingeschränkt werden
 „the lowest social value“
 "freedom is the hig...
 Libertäre wollen
 Individuelle Freiheit
 Freie Märkte
 Privateigentum
 Maximal einen Minimalstaat
 Keine Ausnahmen!...
 Konvervative wollen
 Maximal einen Minimalstaat (UK/USA!)
 Privateigentum
 Freie Märkte (UK/USA!)
 Soziale Sicherung...
 Gegenfrage: Wer ist hier naiv und
optimistisch?
 Progressive / Sozialdemokraten
 Glauben Menschen verbessern zu können...
Links vs. Rechts
IndividuelleFreiheit
Wirtschaftliche Freiheit
Libertarian
Anarchy
Sozial-
Demokratie
Konservativ
Anm. Nic...
 M: No theory can be seriously
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true, its very maintenance would
become impossible,...
 An archos „Ohne Herrschaft“
 Anarchisten …
 traditionell eher „links“
 Anarcho- …
 -Kommunismus
 -Kollektivismus
 ...
 Freier Kapitalismus
 Freie Märkte, „free market“, Laissez-fair
 „economic capitalism“ (D. Osterfeld)
 „Peaceful volun...
 Linke Anarchisten lehnen auch den freien
Kapitalismus ab …
 Eigentum ist Herrschaft, „erzwingt“ Hierarchien
und Staat
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 Der Begriff „Anarcho-Capitalism“
 führt nach Casey zur Verteidigung des
Staatskapitalismus
 Casey erlaubt freiwillige ...
 Verschiedene Ansätze
 Peter Vallentyne, Michael Otsuka
 "Libertarianism without Inequality"
 Natürliche Ressourcen ge...
 Gehören niemandem
 Dann muss Aneignung rechtmäßig sein
 Gehören allen
 Kollektiv vs. Distributiv
 Dann ist es keine ...
 Besitz vs. Eigentum
 Possession vs. Ownership
 „ownership is lawful possession“
 Eigentum ist trilateral
 Besitzer, ...
 „Homesteading“
 „Lockean labour-mixing metaphor“
 Muss laut Casey mit Vorbereitung
zum Ausschluss erfolgen
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 Zu zeigen ist
 Eine zentrale Autorität ist für die
friedliche Lösung von Konflikten nicht
notwendig.
 “Recht und Ordnu...
1. Mindestens 3 rationale Menschen
(“embodied rational beeings”),
2. die in Reichweite voneinander
wohnen (“proximate rela...
 Eine neutrale Instanz wird benötigt, die
das Recht spricht, den Streit schlichtet,
daher 3 Personen.
 „embodied“, weil ...
 Einigung
 Gewalt
 Risiko: Verletzung
 Bei Eskalation
 Gesellschaft degeneriert: Keine
Arbeitsteilung, kein komparati...
 Rechtsstreitigkeiten sind effizienter als
Gewalt („dispute resolution“)
 Findung des Rechtsspruchs teuer
 Vermeidung v...
 Bei den Angel-Saxen „moot“
 Urteile galten als Vorbilder, als “Gesetz„
 Anm. bei Germanen Thing
 Wenn das Urteil nich...
 Wikipedia: „ Gewohnheitsrecht
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stetige, allgemeine und gleichmäßige
Übung”
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 Wesentliche Elemente
1. Eine Prozedur zur Rechtsfindung und –
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2. Regeln (“body of r...
 Entsteht inkrementell, Schritt für Schritt
 Am Anfang keine Regeln „ex port“
 Später
 Falls Regel vorhanden, benutze ...
 Hauptsächlich negativ „Du sollst
nicht…“
 Horizontal
 Zwischen Gleichen
 Gleichheit vor dem Gesetz
 Nicht zwischen S...
 Durch die Gesellschaft
 Keine Unterscheidung zwischen Strafrecht
(“criminal law”) und Deliktrecht (“tort law”)
 Kein E...
 öffentliche Missbilligung („disapproval“)
 Beendigung der Beziehung („termination
of friendships“)
 Boykott
 Ausschlu...
 Recht muss bekannt sein
 Gewohnheitsrechte werden
konvergieren gegen das
„Naturgesetz“
 Anm. nicht das christliche
„Na...
 Gesetzes-Arten (A. J. Simmons)
1. mala in se - Übel in sich: Mord, Raub
2. mala prohibita – verboten
3. Gesellschaft: ni...
 Beispiele, aber nicht libertär
 Eskimo
 Irland von (500 BC – 1650 AD)
 Somali (wieder ab 1991)
Quasi-anarchische Gese...
 Recht ist ohne Staat möglich
 Rechte des Individuums und Eigentum
 Opfer und Gesellschaft sind die “Enforcers”
 Gewal...
 Fehlt! Ist nicht philosophisch,
sondern ökonomisch
 Anm. siehe z. B. Gustave de Molinari
Defence? Security?
 Motto „making the world safe from
democracy”
 Die Grundsteine des Staates
 Repräsentative Demokratie
 Verfassung
 [H...
 Gedankenexperiment
 Jemandem Fremden auf der Strasse
einfach Befehle erteilen
 Oder freundlicher versuchen
 Entschuld...
1. A befiehlt B, die Aktion C nicht zu tun, wenn C
NAP verletzt
2. A befiehlt B, C zu tun, wenn C NAP nicht
verletzt und i...
 Berufung auf Sonderfall („special
pleading“)
 Beispiele
 Heilige Kasten, wie Kirche
 Adelige, „blaues Blut“
 „Missio...
 Regierende und Regierte
 Wähler wählen Repräsentanten und
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selbst
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 Normalerweise
 Verantwortung und Grenzen
 Was passiert bei Interessenskonflikten?
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 H. Pitkin redet sich dann heraus …
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 Dokument oder ungeschrieben?
 Wo kommt die Autorität her?
 Ist die Verfassung ein Vertrag zwischen
Regierung und Einwo...
 Ein Vertrag erfordert
 Angebot („offer“)
 Annahme („acceptance“)
 Einklagen können nur die Unterzeichner
 Dritte Par...
 Verfassung der USA (1787)
 „We the People of the United States,
…”
 Lysander Spooner
 1808 – 1887
 „Protolibertarian...
 Was ist das Angebot?
 Was ist die Annahme?
 Nur Vertrag zwischen den Menschen, die
damals gelebt haben, dazu gefragt w...
 Beispiel: Essen im Restaurant
 Erst bestellen und essen, später
bezahlen
 Vereinbarung über Zahlung hinterher
implizit...
 „tacit consent“
 Wohnen in einem Staats-Gebiet
 Das Recht zu wählen
 An Wahlen teilnehmen
 Steuern zahlen
 Geschenk...
 „Einverständnistheorie“
 Die Leute sind mit der Verfassung
einverstanden, weil …
 „Hume‘s celebrated attack on
consent...
 Ist eine solche stille Übereinkunft ein
impliziter Vertrag?
 Sind die Leute sich bewusst darüber?
 Wenn ich irgendwo h...
 Eine „Übereinkunft“ muss freiwillig
erfolgen (D. Hume)
 „stay and obey - or leave”
 (falsche Dichotomy: stay and disob...
 Pflichtkauf von überteuerten Leistungen
 Leistungen bereits mit Steuern überbezahlt
 Steuern nicht freiwillig, daher k...
 Versuch von E. Burke (1729 – 1797)
 Eine Verfassung ist ein besonderer
Vertrag, auch wenn sie nicht wie ein
Vertrag aus...
 Vor den Verträgen waren Rechte
über den Stand („status“) definiert
 Adelige, Bauern, Leibeigene etc.
 Politische Ordnu...
 Philosophische Seite der Argumentation
 Besonders gut fand ich „Law without
orders“
 Keine Ökonomie, daher gibt es Lüc...
 Einige typische Gegenargumente gegen
Anarchie (auch die kollektivistischen
Varianten) aus dem Buch..
 LA kann soziale S...
 Neue staats-ähnliche Formen werden
sich wieder erneut bilden
 Anarchie ist immer instabil.
Menschen sind machthungrig.
...
 Anarchie funktioniert nur mit
Kooperation. Diese muss
gegebenenfalls erzwungen werden.
 Verteidigungs- und Sicherheitsf...
 Ohne Staat leben wir im Kampf
“Jeder gegen Jeden“ („neo-
Hobbesian condition“)
 Private Gerichte können nicht durch
den...
 https://en.wikipedia.org/wiki/Gerard_Casey_(philosopher)
 https://en.wikipedia.org/wiki/Christian_Solidarity_Party
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Buchvorstellung "Libertarian Anarchy: Against the State" von Gerard Casey

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Vorstellung und Besprechung des Buchs von Gerard Casey "Libertarian Anarchy: Against the State". Continuum. 2012.

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Buchvorstellung "Libertarian Anarchy: Against the State" von Gerard Casey

  1. 1. Gerard Casey ”Libertarian Anarchy: Against the State” Besprechung von Hamburg, 15.7.15
  2. 2. „our imaginations are limited by the tyranny of the present” Gerard Casey, S. 97
  3. 3.  1951, Irland  Ein Abschluss in Philosophie, zwei in Recht  Associate Professor für Philosophie  University College Dublin  Associated Scholar  Ludwig von Mises Institute, Auburn  Christian Solidarity Party  1991 Gründung  Leiter von 1991 bis 1999  Wahlen, auch EU-Wahlen  Orthodoxe Katholiken!?!?!?  Erzählt über sich in:  EWTN Global Catholic Television Network  https://www.youtube.com/watch?v=O1QjUjcFTeI Gerard Casey
  4. 4.  Bloomsbury Continuum  Ethik und Philosophie  “central contemporary social and political issues from a philosophical perspective” http://www.bloomsbury.com/us/series/think-now/?pg=3&orderby=1 Buchreihe „Think Now“
  5. 5.  „Major Conservative and Libertarian Thinkers”  20 Biographien  U. a. Adam Smith, Ludwig von Mises,  Milton Friedman, Ayn Rand, John Locke,  Karl Popper, F. A. Hayek, …  Gerard Casey schrieb über  Murray Rothbard  http://www.bloomsbury.com/uk/series/major-conservative-and-libertarian-thinkers/ Auch bei Bloomsbury
  6. 6.  Jede Interpretation ist subjektiv  Ich bin Informatiker, kein Philosoph  Daher werde ich wohl ein paar philosophische Sachverhalte überlesen haben  Auch habe ich nicht alles übernommen, also Selektion Anmerkung
  7. 7.  „the state as we know it today is historically contingent, functionally unnecessary and illegitimate“ Zentrale Aussage
  8. 8.  Mythos: Der Staat ist notwendig und rechtmäßig.  Definition des Staats:  Gruppe von Menschen, die ein Monopol von legitimer physischer Gewalt über andere Menschen in einem bestimmten geographischen Gebiet haben, finanziert durch erzwungene Abgaben Der Staat
  9. 9.  Der Staat ist notwendig für  Frieden, Sicherheit, Gesetze, Ordnung, Polizei  Der Staat ist rechtmäßig,  weil er die Gewalt durch eine Art Übertragung des Rechts durch die Wahl von Repräsentanten (Politikern) erhält Notwendig und Legitim
  10. 10. Aufgaben des Staats heute Economic growth Low inflation jobs Law and order Justice Defense Water Roads Postal services Health Education Welfare Siehe S. 30 im Buch
  11. 11.  Introduction  Death and taxes  Liberty and libertarianism  Anarchy and anarchism  Law without orders  Delegitimizing the state  Conclusion Die Kapitel Der Staat ist nicht notwendig Der Staat ist nicht rechtmäßig Freiheit Geschichte und aktuelle Situation
  12. 12. Zu zeigen ist: Economic growth Low inflation jobs Law and order Justice Defense Water Roads Postal services Health Education Welfare Siehe S. 30 im Buch
  13. 13. 1. Philosophischer Anarchismus  Auch wenn Anarchie keine Vorteile hätte, ist das oberste Ziel ist die Freiheit und deshalb ist am Anarchismus festzuhalten. 2. Praktischer Anarchismus  Muss zeigen, dass der Anarchismus wirklich besser ist, dass die Leute wohlhabender werden.  Carey siehe sich als philosophischer Anarchist. Unterscheide
  14. 14.  Mythos: Der Staat ist notwendig und rechtmäßig.  Wird nicht rational von außen betrachtet, sondern von „Innen“.  Man sieht mit dem Mythos, nicht durch in hindurch.  „Absolute Präsupposition“(R. G. Collingwood)  Implizite Voraussetzung: „Kepler starb im Elend“ setzt einen Menschen namens „Kepler“ voraus. Death and taxes
  15. 15.  Nach Franz Oppenheimer (1914): 1. Ökonomisches Mittel  selber arbeiten 2. Politisches Mittel  arbeiten lassen  Raub  Schutzgelder  Steuern Grundlagen
  16. 16. Geschichte der Gesellschaft Politisches Mittel Räuber Räuber Räuber, Staat Räuber, Staat Ökonomisches Mittel 1. Jäger 2. Hirten 3. Bauern 4. Händler Von der Räuberbande zum Staat
  17. 17.  Märchen  der Staat entstand, um die Schwachen zu schützen und für Ordnung zu sorgen  Wirklichkeit  Usurpation und Eroberung (D. Hume)  “agriculturalization of predation“ (G. Casey)  „stationary banditry“ (M. Olson) Geschichte des Staats
  18. 18.  Erste Staaten 8000 v. Chr.  Städte mit fruchtbarem Hinterland  Im Jahre 1000 n. Chr.  Könige / Herrscher hatten Grenzen  Steuern zeitlich beschränkt für Kriege  Es gab aber auch schon  Zwangsanleihen, Geld-Entwertung, Verschuldung, Verkauf von Vermögenswerten  Zusammenhang  Militär, Steuern, Bürokratie Finanzierung des Militärs mit Steuern
  19. 19.  Ab ca. 1700 n. Chr.  Absolutismus  Reformation hat Kirche entmachtet  Der Staat suchte neue Aufgaben  Nationalstaat  Erfindung der Bürokratie Der moderne Staat
  20. 20.  Beispiel UK  1850 - 1890 100% Anstieg an Beamten  1890 - 1950 1000% Anstieg  Staatsausgaben („public expenditure“) UK  ab 1901 13% of GNP (Gross National Product)  ab 1920 24%  ab 1946 36%  heute ca. 50% Geschichte des Staats: Wachstum
  21. 21.  Für den Staat gelten andere moralische Gesetze als für das Individuum  Er besteht aber aus einer Gruppe von normalen Menschen  Soldat oder Mörder? Dieb oder Finanz- Beamter?  Wer gibt den Repräsentanten des Staats diese “Sonderrechte”? Rechtmäßigkeit des Staats
  22. 22.  Befürworter sagen  Der Staat ist einzigartig, deshalb hat er andere moralische Gesetze  Früher „von Gott geschaffen“  Ein Beamter hat:  zwei Rollen und zwei moralische Verantwortlichkeiten Rechtmäßigkeit des Staats
  23. 23.  Libertäre fordern  Gleiche Moral für alle!  Methodologischer Individualismus  Prinzipal-Agent-Relationship  Man kann andere nur damit beauftragen, was man selber darf Unrechtmäßigkeit des Staats
  24. 24.  Von der Notwendigkeit von Gesellschaft darf man nicht auf die Notwendigkeit des Staates schließen.  (wie z. B. Aristoteles)  Der Staat ist ein Gewaltmonopol, eine anti-soziale Einrichtung Staat und Gesellschaft
  25. 25.  Nullsummenspiel bez. Macht  Was der Staat monopolisiert, darf/kann die Gesellschaft nicht mehr machen  Oder nicht mehr konkurrenzfähig  „D… muss sterben, damit wir leben können“ (Slime) Staat und Gesellschaft
  26. 26.  Relativ junge Entwickung  Hauptsächlich USA  Personen  Murray Rothbard, Ludwig von Mises, Hans-Hermann Hoppe, Walter Block, Henry Hazlitt, Lysander Spooner, Benjamin Tucker, Frederic Bastiat, Gustave de Molinari Liberty and libertarianism
  27. 27.  Nicht-Aggressions-Prinzip (NAP)  Keine initiale Gewalt oder Androhung von Gewalt gegen andere und ihr Eigentum  „kid’s stuff writ large”  Verteidigung erlaubt  Was ist Eigentum? -> Später … Non aggression principle
  28. 28.  Was ist initiale Gewalt?  Was ist angemessene Verteidigung?  Z. B. Handlung im Affekt  Was ist nicht mehr angemessen?  Aggression vs. Schaden Interpretation des NAP
  29. 29.  Warum sollte jemand das NAP einhalten?  Prinzip der Gegenseitigkeit  Goldene Regel  Positive Form „tue Gutes“ problematisch  Bei Wikipedia bei „Reziprozität“  Gegenseitige Hilfe und Solidarität NAP und Reziprozität
  30. 30.  NAP  gilt für alle, auch für den Staat  ist minimal, keine vollständige moralische Theorie  Moral wird nicht vom NAP bewertet  Die Freiheit des Individuums bildet die Grundlage aller sozialen Beziehungen  „libertarianism is the politico-economic philosophy of individualism“ Liberty and libertarianism
  31. 31.  als Grundlage von menschlichem Glück  soll nicht eingeschränkt werden  „the lowest social value“  "freedom is the highest political end, not the highest end of man per se …“ Lord Acton Freiheit
  32. 32.  Libertäre wollen  Individuelle Freiheit  Freie Märkte  Privateigentum  Maximal einen Minimalstaat  Keine Ausnahmen! Zusammenfassung
  33. 33.  Konvervative wollen  Maximal einen Minimalstaat (UK/USA!)  Privateigentum  Freie Märkte (UK/USA!)  Soziale Sicherung durch den Staat  Verbot von Drogen  Staatliches Bildungssystem  Regulierung der Wirtschaft  Fiat-Währungen  Handelsbeschränkungen, Zölle Vergleich mit Konservatien
  34. 34.  Gegenfrage: Wer ist hier naiv und optimistisch?  Progressive / Sozialdemokraten  Glauben Menschen verbessern zu können  Konservative  Zwingen Menschen zu Werten, Normen und Religion  „quasi-Calvinistic“ Utopische Spinner?
  35. 35. Links vs. Rechts IndividuelleFreiheit Wirtschaftliche Freiheit Libertarian Anarchy Sozial- Demokratie Konservativ Anm. Nicht aus dem Buch Liberal
  36. 36.  M: No theory can be seriously maintained such that, if it were to be true, its very maintenance would become impossible, meaningless, contradictory or self-refuting.  Casey’s Argument gegen destruktive oder nihilistische Argumente  Z. B. Determinismus (kein freier Wille) M
  37. 37.  An archos „Ohne Herrschaft“  Anarchisten …  traditionell eher „links“  Anarcho- …  -Kommunismus  -Kollektivismus  -Syndikalismus  -Mutualismus  -Individualismus (Ausname!!!) Anarchisten
  38. 38.  Freier Kapitalismus  Freie Märkte, „free market“, Laissez-fair  „economic capitalism“ (D. Osterfeld)  „Peaceful voluntary exchange“  Staatskapitalismus  Merkantilismus, Korporatismus  Corporate state monopoly capitalism (W. Block)  „sociological capitalism“ (D. Osterfeld)  „Big Business, Banking and Government“ Zwei Arten von Kapitalismus
  39. 39.  Linke Anarchisten lehnen auch den freien Kapitalismus ab …  Eigentum ist Herrschaft, „erzwingt“ Hierarchien und Staat  Und wenn nicht „erzwingt“, trotzdem schlecht …  Noam Chomsky: “The idea of free contract between potentate and his starving subject is a sick joke“  Anmerkung: Typisch linke emotionsgeladene Sprache bei einem “Sprachwissenschaftler”  Ausnahmen werden als Regel dargestellt https://www.facebook.com/groups/262802927228469/ Anarchisten gegen "Anarchisten"
  40. 40.  Der Begriff „Anarcho-Capitalism“  führt nach Casey zur Verteidigung des Staatskapitalismus  Casey erlaubt freiwillige Bindung  "if we are not free to bind ourselves, we are not truly free“  Lösung a la John Sneed  “destroy the state in order to allow all economic systems to compete on a voluntary basis" Anarchisten gegen "Anarchisten"
  41. 41.  Verschiedene Ansätze  Peter Vallentyne, Michael Otsuka  "Libertarianism without Inequality"  Natürliche Ressourcen gehören allen  Nutzer müssen Steuern zahlen   Behörde zur Verteilung notwendig Left-Libertarianism
  42. 42.  Gehören niemandem  Dann muss Aneignung rechtmäßig sein  Gehören allen  Kollektiv vs. Distributiv  Dann ist es keine initiale Aneignung  Was ist mit Neugeborenen? Sibirien?  „incoherent, untenable“ Natürliche Ressourcen
  43. 43.  Besitz vs. Eigentum  Possession vs. Ownership  „ownership is lawful possession“  Eigentum ist trilateral  Besitzer, Objekt, Gesellschaft Eigentum / Property
  44. 44.  „Homesteading“  „Lockean labour-mixing metaphor“  Muss laut Casey mit Vorbereitung zum Ausschluss erfolgen („exclusion“)  Also Land muss eingezäunt werden Initiale Aneignung
  45. 45.  Zu zeigen ist  Eine zentrale Autorität ist für die friedliche Lösung von Konflikten nicht notwendig.  “Recht und Ordnung” sind nur ein Mittel zur Konfliktlösung  Wo kommt das Recht her ohne Staat? Law without orders
  46. 46. 1. Mindestens 3 rationale Menschen (“embodied rational beeings”), 2. die in Reichweite voneinander wohnen (“proximate relation”) 3. im Kontext knapper Ressourcen. Ein Rechtssystem benötigt
  47. 47.  Eine neutrale Instanz wird benötigt, die das Recht spricht, den Streit schlichtet, daher 3 Personen.  „embodied“, weil Engel keinen Raum und keine Nahrungsmittel benötigen  Ohne knappe Ressourcen kein Konflikt  Zeit ist die ultimative knappe Ressource (nicht erneuerbar) Begründung
  48. 48.  Einigung  Gewalt  Risiko: Verletzung  Bei Eskalation  Gesellschaft degeneriert: Keine Arbeitsteilung, kein komparativer Vorteil  “mutually non-beneficial”  Rechtsspruch („adjudication“) Möglichkeiten der Konfliktlösung
  49. 49.  Rechtsstreitigkeiten sind effizienter als Gewalt („dispute resolution“)  Findung des Rechtsspruchs teuer  Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten daher noch besser („dispute avoidance“)  Erfordert vernünftige, nachvollziehbar Urteile  reasoned judgement: decision + reason/rule Anforderungen an Rechtssprüche
  50. 50.  Bei den Angel-Saxen „moot“  Urteile galten als Vorbilder, als “Gesetz„  Anm. bei Germanen Thing  Wenn das Urteil nicht allgemein anerkannt wird, bringt es nichts.  Historisch im UK: „Common law“ wurde außerhalb des Staats entwickelt und später übernommen „reasoned judgements“
  51. 51.  Wikipedia: „ Gewohnheitsrecht entsteht ... durch längerdauernde, stetige, allgemeine und gleichmäßige Übung”  Definiert zulässiges und nicht zulässiges Verhalten (“permissible and impermissible actions”) Gewohnheitsrecht / „Customary law“
  52. 52.  Wesentliche Elemente 1. Eine Prozedur zur Rechtsfindung und – sprechung (“adjudicative procedure”) 2. Regeln (“body of rules”) 3. Mittel, um den Rechtsspruch durchzusetzen (“means for enforcement”) Gewohnheitsrecht
  53. 53.  Entsteht inkrementell, Schritt für Schritt  Am Anfang keine Regeln „ex port“  Später  Falls Regel vorhanden, benutze diese „ex ante“  Andernfalls erfinde neue und merke diese  So entsteht das Gesetz evolutionär wie die Sprache Entwicklung des Gewohnheitsrechts
  54. 54.  Hauptsächlich negativ „Du sollst nicht…“  Horizontal  Zwischen Gleichen  Gleichheit vor dem Gesetz  Nicht zwischen Staat und Individuum  Durchführung durch Gesellschaft Eigenschaften des Gewohnheitsrechts
  55. 55.  Durch die Gesellschaft  Keine Unterscheidung zwischen Strafrecht (“criminal law”) und Deliktrecht (“tort law”)  Kein Einsperren in Gefängnisse  Verletzung des NAPs  Hauptziel  Wiedergutmachung, Schadensersatz  Sicherung durch  Sicherheiten, Pfand, Bürgschaften, „Kautionen“ Durchführung / Enforcement
  56. 56.  öffentliche Missbilligung („disapproval“)  Beendigung der Beziehung („termination of friendships“)  Boykott  Ausschluss („exclusion“„expulsion“, „blackballing”, “blacklisting”)  Verbannung („ostracism“, „banishment”) Durchführung / Enforcement
  57. 57.  Recht muss bekannt sein  Gewohnheitsrechte werden konvergieren gegen das „Naturgesetz“  Anm. nicht das christliche „Naturgesetz“ Naturgesetz („natural law“)
  58. 58.  Gesetzes-Arten (A. J. Simmons) 1. mala in se - Übel in sich: Mord, Raub 2. mala prohibita – verboten 3. Gesellschaft: nicht-aggressiv, aber moralisch verboten 4. Schutz des Staats: Verbot des Verrats, Militärdienst 5. Finanzierung des Staats: Steuern, Enteignungen Naturgesetz („natural law“)
  59. 59.  Beispiele, aber nicht libertär  Eskimo  Irland von (500 BC – 1650 AD)  Somali (wieder ab 1991) Quasi-anarchische Gesellschaften
  60. 60.  Recht ist ohne Staat möglich  Rechte des Individuums und Eigentum  Opfer und Gesellschaft sind die “Enforcers”  Gewalt wird durch Rechtsprechung verhindert  Wiedergutmachung statt Einkerkerung  Langsame Evolution der Gesetze  Konkurrierende Rechtssysteme Law without orders
  61. 61.  Fehlt! Ist nicht philosophisch, sondern ökonomisch  Anm. siehe z. B. Gustave de Molinari Defence? Security?
  62. 62.  Motto „making the world safe from democracy”  Die Grundsteine des Staates  Repräsentative Demokratie  Verfassung  [Hierarchie, Befehle] Delegitimizing the state
  63. 63.  Gedankenexperiment  Jemandem Fremden auf der Strasse einfach Befehle erteilen  Oder freundlicher versuchen  Entschuldigen Sie, könnten Sie bitte …  Befehl braucht  Berechtigung („justification“) Befehle
  64. 64. 1. A befiehlt B, die Aktion C nicht zu tun, wenn C NAP verletzt 2. A befiehlt B, C zu tun, wenn C NAP nicht verletzt und in Vertrag enthalten ist 3. Keine anderen Befehle von A an B als in 1, 2 4. Falls B sich in (1) widersetzt, darf A B zwingen oder bestrafen 5. Falls B sich in (2) widersetzt, kann A B zu Schadensersatz zwingen 6. Außerhalb von (1) und (2) darf B sich widersetzen Minimal erlaubte Befehle S. 120
  65. 65.  Berufung auf Sonderfall („special pleading“)  Beispiele  Heilige Kasten, wie Kirche  Adelige, „blaues Blut“  „Mission from God“  Arnold Schwarzenegger Repräsentative Demokratie
  66. 66.  Regierende und Regierte  Wähler wählen Repräsentanten und dadurch regieren sie sich “quasi” selbst  (u. a. T. Hobbes)  Wirklich? Repräsentative Demokratie
  67. 67.  R repräsentiere die Interessen der { M1, …, Mn} im Parlament  Repräsentation als  Agent („agency“)  Verwalter („trustee“)  Delegierte („deputy“)  Beauftragte („commissioner“)  Alle nicht geeignet … Was ist Repräsentation?
  68. 68.  Normalerweise  Verantwortung und Grenzen  Was passiert bei Interessenskonflikten?  Wenn { M1, …, Mn} unterschiedlicher Meinung zu einem bestimmten Theme sind.  Politiker werden nur alle k Jahre gewählt  Meinung zu einzelnen Fällen nicht wählbar  “he acts for a group … without a single interest”  R muss Prioritäten setzen  " serve the many, betray the few” (L. Spooner)  Fazit: Auf Basis des Inviduums nicht erklärt Was ist Repräsentation?
  69. 69.  H. Pitkin redet sich dann heraus …  “public, institutionalized arrangement … operating in the complex ways of large- scale social arrangements”  „explain the obscure by the more obscure“  „The fallacy of misplaced concreteness“ (A. N. Whitehead)  Fazit:  „representative democracy: it is not democracy and it is not representative“ Was ist Repräsentation?
  70. 70.  Dokument oder ungeschrieben?  Wo kommt die Autorität her?  Ist die Verfassung ein Vertrag zwischen Regierung und Einwohnern?  Expliziter Vertrag  Impliziter Vertrag  Kein Vertrag, aber dennoch bindend? Was ist eine Verfassung?
  71. 71.  Ein Vertrag erfordert  Angebot („offer“)  Annahme („acceptance“)  Einklagen können nur die Unterzeichner  Dritte Parteien können nicht implizit eingebunden werden (nur als Unterzeichner)  … und noch vieles mehr … Was ist ein Vertrag?
  72. 72.  Verfassung der USA (1787)  „We the People of the United States, …”  Lysander Spooner  1808 – 1887  „Protolibertarian“  "No Treason - The Constitution of no Authority” Expliziter Vertrag?
  73. 73.  Was ist das Angebot?  Was ist die Annahme?  Nur Vertrag zwischen den Menschen, die damals gelebt haben, dazu gefragt wurden und zugestimmt haben  Frauen, Schwarze und arme Männer (50- 75%) durften nicht abstimmen  Fazit  “no inherent authority, imposes no obligations” „No treason“ (Kein Verrat)
  74. 74.  Beispiel: Essen im Restaurant  Erst bestellen und essen, später bezahlen  Vereinbarung über Zahlung hinterher implizit ohne „Kaufvertrag“ vorher Impliziter Vertrag?
  75. 75.  „tacit consent“  Wohnen in einem Staats-Gebiet  Das Recht zu wählen  An Wahlen teilnehmen  Steuern zahlen  Geschenke des Staats annehmen  Wohnungsbau, Strassen Stillschweigende Übereinkunft?
  76. 76.  „Einverständnistheorie“  Die Leute sind mit der Verfassung einverstanden, weil …  „Hume‘s celebrated attack on consent theory“  Wissen die Leute, dass die Politker ohne ihr Einverständnis illegitim sind?  Logischer Schluss aus Nicht-Aktion? „ consent theory“
  77. 77.  Ist eine solche stille Übereinkunft ein impliziter Vertrag?  Sind die Leute sich bewusst darüber?  Wenn ich irgendwo hinziehe, stimme ich zu, dass ich in die Armee eingezogen werde.  Vergleiche mit rechtlichem Aufwand bei Heirat oder Testament Impliziter Vertrag?
  78. 78.  Eine „Übereinkunft“ muss freiwillig erfolgen (D. Hume)  „stay and obey - or leave”  (falsche Dichotomy: stay and disobey)  Gedankenspiel: Wenn der Nachbar für den Anblick seines schönen Gartens eine Gebühr verlangt? Impliziter Vertrag?
  79. 79.  Pflichtkauf von überteuerten Leistungen  Leistungen bereits mit Steuern überbezahlt  Steuern nicht freiwillig, daher kein Vertrag  Man kann nur das kleinere Übel wählen  Keine freie Wahl, z. B. 5% Hürde  Partei muss zugelassen sein  Keine Einverständniserklärung  Verfassungsänderungen brauchen Mehrheit Kein impliziter Vertrag!
  80. 80.  Versuch von E. Burke (1729 – 1797)  Eine Verfassung ist ein besonderer Vertrag, auch wenn sie nicht wie ein Vertrag aussieht.  „the great primeval contract of eternal society“  Nicht haltbar Kein Vertrag, dennoch bindend?
  81. 81.  Vor den Verträgen waren Rechte über den Stand („status“) definiert  Adelige, Bauern, Leibeigene etc.  Politische Ordnung:  entweder über Stand oder Verträge definiert   Verfassung ist illegitim Kein Vertrag, dennoch bindend?
  82. 82.  Philosophische Seite der Argumentation  Besonders gut fand ich „Law without orders“  Keine Ökonomie, daher gibt es Lücken  Security, Defence, Wirtschaft  Eher für Geisteswissenschaftler  Nicht als Einstieg zu verwenden Fazit
  83. 83.  Einige typische Gegenargumente gegen Anarchie (auch die kollektivistischen Varianten) aus dem Buch..  LA kann soziale Spaltung und Ungleichheit nicht lösen.  Bisherige anarchistische Gesellschaften waren auch moralisch repressiv (z. B. Sekten). Typische Gegenargumente
  84. 84.  Neue staats-ähnliche Formen werden sich wieder erneut bilden  Anarchie ist immer instabil. Menschen sind machthungrig.  In der Anarchie wird die Zustimmung aller benötigt. Das ist nicht möglich.  Auch in der Anarchie wird es Gesetzesbrecher geben. Typische Gegenargumente
  85. 85.  Anarchie funktioniert nur mit Kooperation. Diese muss gegebenenfalls erzwungen werden.  Verteidigungs- und Sicherheitsfirmen werden die Macht übernehmen.  Anarchie ist Chaos und Armut. Vergleiche Namibia mit den USA. Typische Gegenargumente
  86. 86.  Ohne Staat leben wir im Kampf “Jeder gegen Jeden“ („neo- Hobbesian condition“)  Private Gerichte können nicht durch den Markt organisiert werden.  Die Gerichte werden parteiisch sein  Eine staatliche Polizei wird benötigt. Typische Gegenargumente
  87. 87.  https://en.wikipedia.org/wiki/Gerard_Casey_(philosopher)  https://en.wikipedia.org/wiki/Christian_Solidarity_Party  http://www.ucd.ie/philosophy/staff/gerardcasey/  http://www.ucd.ie/research/people/philosophy/professorgerardcasey/  https://www.youtube.com/watch?v=O1QjUjcFTeI  http://www.bloomsbury.com/us/series/think-now/?pg=3&orderby=1  https://en.wikipedia.org/wiki/Anarchism  Libertarian Anarchy: Tom Woods Talks to Gerard Casey https://www.youtube.com/watch?v=mC_dNB1xkRk  Libertarian Anarchy on the Isle of Man https://www.youtube.com/watch?v=mLgxnFlOxrw  Two Roads, One Truth | Gerard Casey https://www.youtube.com/watch?v=YoQ6vQf3X6Q  Authors Forum: Libertarian Anarchy: Against the State https://www.youtube.com/watch?v=aBq1Ml5kVCw  Gerard Casey - The Limits of Liberty, or Hurrah for Repression! https://www.youtube.com/watch?v=5iZMw0z2IMg Links

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