2013     Berühmte Weingüter:Chateau Mouton Rothschild                 Weinfunatiker                 Dieter Freiermuth     ...
Besuchen Sie unsere Webseite: http://weinfunatiker.jimdo.com/Château Mouton-RothschildDas Château Mouton-Rothschild in Pau...
Im Château gelten die Qualitätsmaßstäbe der großen Bordeauxgüter. Das mittlere Alter der Reben liegt bei 48 Jahren, derErt...
Auch wenn die wahre Geschichte des heute bekannten Gutes mit dem Jahr 1922 beginnt (→ siehe Kapitel Die Ära Philippe deRot...
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Das WeinetikettEine Besonderheit gegenüber den anderen Châteaux leistet sich Château Mouton Rothschild jedes Jahr aufs Neu...
Röstton am Gaumen mit runden Tanninen. Das Finale mit Schoko, Lakritz, Holunder und Cassisnoten berechtigt zur Hoffnungauf...
Philippine de Rothschild-Sereys (vollständiger Name: Philippine Pascale Mathilde Camille de Rothschild-Sereys) istEigentüm...
1987 gedachte sie ihres verstorbenen Vaters auf dem durch den Luzerner Künstler Hans Erni gestalteten Etikett mit folgende...
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Château Mouton Rothschild

  1. 1. 2013 Berühmte Weingüter:Chateau Mouton Rothschild Weinfunatiker Dieter Freiermuth 04.01.2013
  2. 2. Besuchen Sie unsere Webseite: http://weinfunatiker.jimdo.com/Château Mouton-RothschildDas Château Mouton-Rothschild in Pauillac bei Bordeaux ist eines der berühmtesten Weingüter der Welt. Es liegt im Nordender Gemeinde Pauillac, die Teil der übergeordneten Appellation Haut-Médoc ist.Das Gut ist im Besitz des ursprünglich englischen Zweiges der Bankierdynastie Rothschild. Bei der Bewertung der Weingütervon Bordeauxanlässlich der Weltausstellung in Paris 1855 wurde die Stellung von Mouton mit dem Rang eines Deuxième CruClassé gewürdigt. 1973 wurde durch den damaligen französischen Landwirtschaftsminister Jacques Chirac Mouton umgestuftzu einem der fünf Güter in der Kategorie Premier Cru Classé.Die Eigentümerin Philippine de Rothschild-Sereys und ihre Söhne sind Mitglieder der Primum Familiae Vini, ein weltweiterZusammenschluss traditionsreicher, führender Familienunternehmen für Weinanbau und -handel.Mouton besitzt 82 ha Rebfläche, die zu 77 % mit Cabernet Sauvignon, zu 12 % mit Merlot, zu 9 % mit Cabernet Franc und zu2 % mit Petit Verdot bestockt sind. Die mittlere Bestockungsdichte liegt bei 8.500 Rebstöcken je Hektar und dasdurchschnittliche Alter der Reben liegt aktuell (Stand 2007) bei 48 Jahren. Hieraus werden jährlich ca. 300.000 Flaschendes Erstweines und eine unterschiedliche Zahl an Flaschen des Zweitweines „Le Petit Mouton“ gefüllt. Mouton hat auch einenkleinen Anteil Weißwein namens Aile d’Argent (nicht in obigen Anteilen enthalten), der 18.000 bis 24.000 Flaschen ergibt.Dieser Wein stammt von Reben einer fast 4 Hektar großen Parzelle. Hauptrebsorten sind Sémillon (aktuell 57 %, Stand 2009)und Sauvignon Blanc (42 %), dem ein Anteil Muscadelle beigefügt ist.Sowohl Château Mouton-Rothschild als auch das weiter nördlich an der Grenze zu Saint-Estèphe gelegene Château Lafite-Rothschild liegen auf einer bis zu 30 Meter hohen Kuppe. Die mehr als acht Meter mächtige Kiesauflage dieser Kuppe ruht aufeinem Kalksockel. Dieser Deckenschotter stammt aus Ablagerungen der nahegelegenen Gironde, die zu Ende der Günz-Kaltzeit aus den Pyrenäen fluvoglazial angeschwemmt wurden.Auf diesem Boden gedeiht die Rebsorte Cabernet Sauvignon vorzüglich. Neben der Tatsache, dass es sich um einenausgesprochen kargen Boden handelt und die Erträge somit auf natürliche Weise reduziert sind, trägt der durch den Kiesbegünstigte Wärmehaushalt der Rebfläche zu einer früheren Reife der Rebsorte bei. Durch die mächtige Kiesauflage ist dieRebpflanze gezwungen, die Wurzeln sehr tief in den Boden zu treiben; das Angebot der Nährstoffe ist dabei vielfältiger undbeeinflusst in geringem Maße die Aromenvielfalt des Weins. Die Rebparzellen von Mouton-Rothschild verfügen darüber hinausüber eine hervorragende Drainage zum Vallon du Poujalet hin.Die Summe der förderlichen Elemente erklärt den außergewöhnlich hohen Anteil von fast 80 % Cabernet Sauvignon im Weindes Gutes.
  3. 3. Im Château gelten die Qualitätsmaßstäbe der großen Bordeauxgüter. Das mittlere Alter der Reben liegt bei 48 Jahren, derErtrag pendelt um 40 hl/ha. Die Trauben werden von Hand gelesen, entrappt und im Keller auf Tischen nochmals mehrfachnachsortiert. Die Maischgärung findet in Eichenbottichen statt. Maischestandzeit liegt jahrgangsabhängig bei 15 bis 25 Tagen.Der Wein wird zügig in Barriques, kleine Holzfässer von 225 Liter, transferiert, wo er 19 bis 22 Monate lang ausgebaut wird. Inder Regel werden ausschließlich neue Holzfässer verwendet.Seit 1994 wird ein Zweitwein „Le Petit Mouton“ hergestellt. Château Mouton-Rothschild wird vom Önologen Jacques Boissenotsowie dessen Sohn Eric begleitet und beraten.Die Weine von Mouton sind für die starke Streuung ihrer Qualität bekannt: in guten Jahren, wenn z. B. der würzige Petit Verdotausreift und in die Cuvée des Erstweines gelangt, kann Mouton besondere Weine herstellen. Dies war in den Jahren 2000(Weinbewertung: 97+Parker-Punkte (PP)), 1998 (96 PP), 1995 (95+PP), 1986 (100 PP), 1982 (100 PP) und 1961 (98 PP) derFall. In weniger prachtvollen Jahren aber kann der Mouton auch unterdurchschnittlich ausfallen; z.B. im Jahr 1990 mit „nur“ 90PP, während Nachbargüter höher bewertete Weine erzeugen. Dann sind die Weine von Mouton zwar weniger teuer, aber nichtum so viel, wie sie anteilig „schlechter“ sind: dann kann der Kenner abseits vom Mouton ohne Probleme Weine finden, die zumhalben Preis gleich gut oder besser sind.Ein Sonderfall ist der Wein des Jahres 1945: in jenem Jahr gelang es dem damaligen Kellermeister Raoul Blondin, einenmassiven, konzentrierten und komplexen Wein in die Fässer zu legen und später unter dem „V“-Label „a la memoire pourVictoire“ des Künstlers Philippe Jullian abzufüllen (zum Gedenken an den Sieg über NS-Deutschland), der auch 60 Jahre späterseine Fans faszinieren kann. Dieser Luxuswein gehört, wenn er sachgerecht gelagert wurde, zu denPreziosen hedonistischer Weinkenner und teilt seinen Ausnahme- und Kultstatus mit wenigen anderen bordelaiser Weinen wiedem Château Cheval Blanc von 1947, dem Château Latour von 1961 oder dem Château Margaux von 1900. Dementsprechendhoch wird der 1945er (meist auf Auktionen) gehandelt: aktuelle Preise erreichen ein Niveau von 5000 bis 8000 Euro für dieNormalflasche (0,75l). Naturgemäß werden solche Flaschen Wein immer seltener. Von diesem Wein sind zahlreicheFälschungen im Umlauf.
  4. 4. Auch wenn die wahre Geschichte des heute bekannten Gutes mit dem Jahr 1922 beginnt (→ siehe Kapitel Die Ära Philippe deRothschild), lassen sich die Besitzverhältnisse der landwirtschaftlichen Nutzflächen bis in das frühe 14. Jahrhundertzurückverfolgen. Im Jahr 1311 gehörten die Flächen dem Lehnsherrn Pons de Castillon. In der Folge wurde der Besitz in derFamilie weitervererbt. Im 15. Jahrhundert kommen die Ländereien an Humphrey, Duke of Gloucester, dem jüngeren Brudervon Heinrich V..Nach der englischen Niederlage im Hundertjährigen Krieg ging der vormals englische Besitz in französische Hände über. Überdie Familie Foix ging ein kleiner Besitz an den Notar Jacques de Ségur. Damals gehörten nicht nur kleinere Parzellen desheutigen Châteaus zu den Ländereien. Jacques de Ségur legte auch ab 1670 die ersten Rebflächen auf dem Gelände desheutigen Château Lafite-Rothschild an. Sein Sohn Alexandre heiratete im Jahr 1695 die Erbin von Château Latour. Aus dieserEhe ging der Sohn Nicolas-Alexandre de Ségur (1697–1755) hervor. Nachdem Nicolas-Alexandre den Besitz von Mouton imJahr 1717 erweiterte und Château Calon-Ségur kaufte, verkaufte er Mouton bereits 1720 (andere Quellen nennen das Jahr1725) an Joseph de Brane und leitete damit die Trennung von Mouton und Lafite ein. Ein vorhandenes Gutsgebäude gingjedoch an Dominique Armailhacq, den damaligen Besitzer von Château d’Armailhac. Joseph de Brane nannte seinen Besitzfortan Château Brane-Mouton. Unter der Führung der Familie Brane kannte das Weingut, das über kein Hauptgebäudeverfügte, eine Blüte. Aus den Unterlagen des Bordelaiser Weinhandels des späten 18. Jahrhunderts geht hervor, dass Brane-Mouton seinen Wein noch preiswerter als Lafite und Latour verkaufte, die Erlöse aber bereits auf einer Stufe mit den Gütern vonPichon standen.Josephs Enkel Hector entschied im Jahr 1830, das Weingut zu verkaufen und sich ganz seinem anderen Gut, dem Château deGorse zu widmen. Château de Gorse ist heute unter dem Namen Château Brane-Cantenac bekannt. Brane-Mouton verkaufteer für 1.200.000 Franc an den Pariser Banker Isaac Thuret. Das Tagesgeschäft überließ Thuret einem Händler aus dem Umfeldvon Bordeaux. In der Folge verkamen die Rebanlagen zusehends; die Qualität der Weine konnte nicht mehr ganz den vormalsgeltenden Anforderungen genügen. Am 11. Mai 1853 verkaufte Thuret sein 35 Hektar großes Gut für die Summe von 1.124.000Francs an den Bankier Nathaniel de Rothschild. Rothschild ernannte Théodore Galos zu seinem Gutsverwalter und schickte
  5. 5. sich an, erhebliche Summen in die Qualitätsverbesserung und die Vergrößerung des Landbesitzes zu investieren. DieSchwächeperiode zwischen 1830 und 1853 sowie vielleicht auch die Tatsache, dass sich das Weingut in Händen einesenglischstämmigen Bankiers befand, können vielleicht erklären, dass nun Château Mouton-Rothschild benannte Gut zu Anlassder Weltausstellung im Jahr 1855 nicht in den Rang eines Premier Grand Cru erhoben wurde. Stattdessen erkannte manMouton als den Premier des Seconds als an den Primus unter den Zweitklassierten an. Nathaniels Onkel undSchwiegervater James Mayer Rothschild kaufte am 8. August 1868 das erstklassifizierte Nachbargut Lafite und benannte es inChâteau Lafite-Rothschild um.James-Edouard de Rothschild, Sohn von Nathaniel, ließ schließlich ein Verwaltungs- und Wohngebäude errichten, dasaufgrund seines frühen Todes im Jahr 1881 erst durch seine Witwe Thérèse vollendet wurde. Der Arzt Henri James deRothschild, Sohn von James-Edouard, übernahm nach dessen Tod die Leitung des Gutes. Henri James Vorliebe galt jedochder Kunst. Unter den Pseudonymen André Pascal und Charles Des Fontaines veröffentlichte er diverse Theaterstücke. Erleitete das kleine Theater Antoine in Paris und errichtete das Theater Pigalle. Sein fehlendes Interesse an dem Weingut drücktesich in einer Misswirtschaft des Gutes aus. Sein jüngster Sohn Philippe de Rothschild verbrachte während des ErstenWeltkriegs viel Zeit in Pauillac und fand Gefallen am Weinbau. Als er seinem Vater von der Misswirtschaft auf dem Gutberichtete, wurde ihm im Jahr 1922 die Leitung des Gutes übertragen.Die Ära Philippe de RothschildDas heutige Gut ist das Lebenswerk des Barons Philippe de Rothschild, der es am 22. Oktober 1922 als junger Mannüberschrieben bekam und mit Qualitätsstreben und der Suche nach neuen Methoden zu immer besseren Leistungen brachte.Die ausschließliche Abfüllung des Weines auf dem Weingut war seine erste revolutionäre Neuerung, um alle Stufen desProduktionsprozesses selbst zu bestimmen: Mise en Bouteille au Château.Die früher gängige Praxis des Fassverkaufes an Händler, die dann Flaschen nach eigenem Gusto (mal besser, mal schlechter)füllten, gehört nunmehr fast der Vergangenheit an: Mouton und Baron Philippe de Rothschild setzten den Anfang hierfür.Sein Lebenswerk wurde 1973 gekrönt, als das Château Mouton-Rothschild vom Deuxième zum Premier Cru aufgestuft wurde,die einzige Veränderung, die jemals an der offiziellen Klassifikation vorgenommen wurde. Château Mouton-Rothschild ist heuteein Mythos in der Weinbranche und ein Touristenmagnet. Ein Museum wird betrieben, und man kann die Kellerei-Anlagenbesichtigen. Selten nur werden die unterirdischen Schatzkammern gezeigt, wo in finsteren Gängen edle Weine aus aller Welt impersönlichen Keller der Baronesse Philippine aufbewahrt werden, dann in einem zweiten Gang fast alle Produkte des Schlossesaus den vergangenen 150 Jahren als Referenz bevorratet werden zu Laborvergleichen, und ein dritter Gang den Austausch-Keller enthält: Weine der 60 besten bordelaiser Weingüter, mit denen Mouton-Rothschild in jedem Jahr nach der Abfüllungjeweils zwei Kisten Wein à 12 Flaschen tauscht.
  6. 6. Das WeinetikettEine Besonderheit gegenüber den anderen Châteaux leistet sich Château Mouton Rothschild jedes Jahr aufs Neue: Das Etikettder Flaschen des jeweiligen Jahrgangs wird von einem namhaften Künstler gestaltet. Der Künstler wird für dieEtikettengestaltung mit einer Partie „seines“ Weines bezahlt.Videoshttp://www.youtube.com/watch?v=nKVpBEZGzHYhttp://www.youtube.com/watch?v=pvWAcCeBkjk&feature=relatedDie Weine2006 Château Mouton-Rothschild Pauillac A.CWenig wird es geben... seit über 20 Jahren gab es bei Mouton keine so strenge Selektion wie beim Jahrgang 2006. Und dasResultat ist eine Premier Grand Cru Classé wie aus dem Bilderbuch. Neben dem für Mouton so typischen Feuer und derberstenden Kraft, legt er auch eine atemberaubende Komplexität und fast schon feinsinnige Eleganz an den Tag. Ein Moutonfür echte Gentlemen, der in die Fusstapfen der legendären 86er und 82er treten wird!2008 Château Mouton Rothschild trocken 1GCC ACCharakteristik: Nur 40% wurden diesmal von der Gesamternte von Château Mouton Rothschild für den GRAND VIN verwendet!Sehr komplexes Bukett nach frischem Brot, Karamell, Cassis, Bitterschokolade, Tabak- und Zederndüften. Der typische süße
  7. 7. Röstton am Gaumen mit runden Tanninen. Das Finale mit Schoko, Lakritz, Holunder und Cassisnoten berechtigt zur Hoffnungauf einen ganz großen Mouton.Besonderes: Das Etikett für den 2008er Jahrgang von Mouton Rothschild entwarf der in Peking lebende Maler Xu Lei, derkünstlerischer Direktor des Today Art Museums für zeitgenössische Kunst in der chinesischen Hauptstadt ist. Symbolisiertdurch den Schafbock - Sinnbild des Châteaus - steht das Château Mouton Rothschild in der Mitte der beiden Erd-Hälften undsoll damit demonstrieren, welche Bedeutung dieser Wein für den (Wein-) Planeten hat.Voraussichtliche Genussreife: 2018 - 2040.Parker: 94-96 / 100Wine Spectator: 91-94 / 100Decanter: 5*Weinwisser: 18+ / 20Château Mouton Rothschild 1993Großer Bordeaux, der gerade in diesem durchwachsenem Jahr einen wundervollen Wein hervorgebracht hat. Ein feinesAromenspiel von Johannisbeeren bis zu Würzbrotnoten.2009 Château Mouton-Rothschild Pauillac A.C., 1er Cru ClasséAufgrund der geringen verfügbaren Menge und der ernormen Nachfrage, kann eine Zuteilung erst nach Anfrageerfolgen. Wir bitten um Ihr Verständis.Der 2009er Mouton ist ein in jeder Hinsicht herausragender Wein. Der Tanningehalt ist um ein Fünftel höher als sonst, dochsind sie perfekt integriert und anschmiegsam - typisch für 2009. Sie geben dem Wein seine exorbitante Fülle. Das Aroma istüberwältigend: konzentriert wie Cassislikör, exotische Gewürze, Vanille, Zimt und Kokos, ganz typisch für Mouton auchRosenholz und Tee verbinden sich zu einem phantastischen Geschmacksbild. Der Wein ist noch verschlossen, aber seineungeheure Konzentration und seine reiche Fülle machen ihn zu einem der größten Weine, die Bordeaux bisher hervorgebrachthat.1985 Château Mouton Rothschild 590,00 €1986 Château Mouton Rothschild 1.490,00 €1989 Château Mouton Rothschild 685,00 €Hier gibts die Weine von Chateau Mouton Rothschild:Philippine de Rothschild-Sereys
  8. 8. Philippine de Rothschild-Sereys (vollständiger Name: Philippine Pascale Mathilde Camille de Rothschild-Sereys) istEigentümerin des berühmten Weingutes Château Mouton-Rothschild und Anteilseignerin der „Baron Philippe de RothschildS.A.” sowieGrande Dame des Weinbaus.Philippine wurde 1935 in Paris als einzige Tochter des bekannten französischen Weinpatrons, Baron Philippe deRothschild (1902-1988) und seiner ersten Ehefrau Elisabeth Pelletier de Chambre (1902-1945), geboren. Philippine und ihreMutter wurden im März 1945 von der Gestapo verhaftet; die Mutter starb im Konzentrationslager Ravensbrück.1958 schloss sie das Studium an der „Conservatoire National dArt Dramatique”, wo sie erst nach der dritten Aufnahmeprüfungangenommen worden war, mit zwei Auszeichnungen ab. Unter Vertrag mit ihrem Künstlernamen „Philippine Pascal” spielte sieklassisches als auch modernes Theater im „La Comédie Française”, unter anderem mit Catherine Deneuve. Von 1973 bis 1980spielte sie eine der führenden Rollen in „Harold and Maude” mit Madeleine Renaud (1900-1994) - mit gewaltigen Erfolg. 1961heiratete Philippine den französischen Theaterdirektor und Schauspieler Jacques Sereys (* 1928). Aus der Ehe, die in den 80erJahren geschieden wurde, gingen drei Kinder hervor: Camille (* 1961), Philippe (* 1963) und Julien (* 1971).In den späten 1970er Jahren trat Philippine ins Weinunternehmen ihres Vaters, Baron Philippe de Rothschild, ein. Zusammenmit ihrer Stiefmutter, der Amerikanerin Pauline Fairfax-Potter (1908-1976), arbeitete sie am Bekanntheitsgrad desWeinunternehmens. Während einer Rundreise im Jahr 1981 durch die Vereinigten Staaten, anlässlich von Degustationen,Presse-Konferenzen, Radio- und Fernseh- Reportagen in den Städten Los Angeles, New York und Miami, bereitete manPhilippine einen beachtlichen Empfang. Im September des gleichen Jahres bestätigte Madame de Rothschild ihre Rolle als„Botschafterin des Mouton Rothschild” mit der Eröffnung der ersten Ausstellung der Kunstwerke, welche seit dem Jahre 1945die Etiketten des „Château Mouton Rothschild” zieren.Als ihr Vater 1988 starb, wurde sie Vorsitzende und Mehrheitsbesitzerin der „Baron Philippe de Rothschild S.A.”, sowie Erbinder Weingüter Château Mouton-Rothschild, Château d’Armailhac, Château Clerc Milon, Opus One (Kalifornien) und VinaAlmaviva (Chile), Domaine de Lambert, Baron Arques sowie der Firmen- und Markennamen Baron Philippe de Rothschild undMouton-Cadet. Ihr Vermögen wurde von „Le Nouvel Economiste” auf 190 Millionen Euro geschätzt. Anlässlich derFeierlichkeiten zum 80-jährigen Jubiläum der Rothschild-Eignerschaft auf Chateau Mouton richtete Philippine de Rothschild fürhunderte prominenter Gäste ein großes Diner mit Hochklasseweinen aus. Am Folgetag gab sie für alle Angestellten ihresUnternehmens noch einmal das gleiche Fest, mit dem gleichen Diner und den gleichen großen Weinen.1993 Château Mouton-Rothschild, Premier Grand Cru ClasséPhilippine de Rothschild-Sereys wählt persönlich die Künstler aus, die die Etiketten für ihren edelsten Wein den ChâteauMouton Rothschild, gestalten. Die Idee ihres Vater dazu entstand 1924, realisiert wurde sie 1945. Georges Braque, GeorgBaselitz, Francis Bacon und eigentlich alle von Rang und Namen haben sich überreden lassen, der „AcademieRothschild” beizutreten. Seither erfreuen die originellen Kreationen Weinkenner wie leidenschaftliche Sammler. Etwa 350.000erreicht die jährliche Druckauflage, die die erleseneImprimerie Clos de Moulin in Belleville-sur-Saône bei Lyon für die Baroninherstellt. Aus den Kunstetiketten entstehen auch jährlich 2.000 Lithografien, um die sich Liebhaber in aller Welt reißen.
  9. 9. 1987 gedachte sie ihres verstorbenen Vaters auf dem durch den Luzerner Künstler Hans Erni gestalteten Etikett mit folgenderWidmung:„A mon père, le Baron Philippe de Rothschild, rénovateur de Mouton, je dédie ce millésime de sa 65ème et dernièrevendange - Mouton ne change”.Von dem Wein des Jahres 1993 gibt es zwei Etiketten-Versionen - in den USA wurde die kindliche Darstellung der Figureiner Nymphe von Balthus als „Pädophilie” missverstanden. Auf Mouton entschied man, in die USA Wein auszuliefern mitdemselben Etiketten-Layout, nur unter komplettem Verzicht auf die Nymphen-Grafik - und Philippine de Rothschild solle spezielldafür gesorgt haben, dass in die neu etikettierten USA-Flaschen deutlich schlechterer Wein gefüllt werde, als Rache an denüberspannten und genussfeindlichen Amerikanern.Der 2004er Mouton-Rothschild ziert ein Aquarellbild, laut Beschreibung: Pinienbäume bei Cap d’Antibes an der Cote d’Azur. AlsKünstler fungierte diesmal der kunstbeflissene britische Thronfolger Prinz Charles. Mit seiner Sonntagsmalerei wollen diebeiden Häuser Rothschild und Windsor der „Entente Cordiale” gedenken, die sich im Jahr 2004 zum 100. Mal jährte.

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