Die ersten  20 Jahre
Erhard Schreiber           Dirk Roßmann          Renate Bähr          Liebe Leserin, lieber Leser,          in den 20 Jahr...
Wie   alles  begannAlles begann mit einem Artikel in einer hannoverschen Zeitung. Der Unternehmer Erhard Schreiberlas dari...
Aufklärung  scha fft  Zukunft© Gemeinsam für Afrika/Meissner                                  In Äthiopien, Kenia, Tansani...
Was   wir  erreicht  habenDie Stiftung Weltbevölkerung leistet wissensbasierte Arbeit: Wir nutzen unser Know-how aus derPr...
1.Erstes Entwicklungsprojekt in Kenia                                                                                     ...
Highlights aus 20 Jahren                                                                                                  ...
Highlights aus 20 Jahren                                                    9.Stärkung der Zivilgesellschaft              ...
„Das rasante Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern ist die globale Zukunftsheraus-                              ...
Highlights aus 20 Jahren                                                                                               Erf...
Der Blick nach vorn                                                                                                       ...
Gedruckt auf PEFC­zertifiziertem Papier – fördert die nachhaltige Waldbewirtschaftung                                     ...
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Jubiläumsbroschüre – 20 Jahre Stiftung Weltbevölkerung

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Jubiläumsbroschüre – 20 Jahre Stiftung Weltbevölkerung

  1. 1. Die ersten 20 Jahre
  2. 2. Erhard Schreiber Dirk Roßmann Renate Bähr Liebe Leserin, lieber Leser, in den 20 Jahren unseres Bestehens ist die Weltbevölkerung um 1,6 Milliarden Menschen – das heißt um fast ein Drittel – gewachsen. Im Jahr 2011, unserem Jubiläumsjahr, wird der siebenmilliardste Mensch geboren. Um das rasante Bevölkerungswachstum vor allem in den Entwicklungsländern zu verlangsamen und dadurch Armut zu bekämpfen, engagieren wir uns seit 20 Jahren durch politische Arbeit auf nationaler und internationaler Ebene sowie in unseren Projekten besonders in Ostafrika. Bis heute ist die Stiftung Weltbevölkerung die einzige Organisation in Deutschland, die sich für das Thema Bevölkerungsdynamik im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung einsetzt. Auch in unserem neuen strategischen Plan für die Jahre 2011 bis 2016 halten wir an dieser Ausrichtung und an unserem Ziel fest, Jugendliche in Entwicklungsländern im Kampf gegen die Armut zu stärken. Weltweit verhüten heute 62 Prozent der verheirateten Frauen – ein leichter Anstieg gegenüber 56 Prozent Anfang der 1990er Jahre. Auch das Bevölkerungswachstum hat sich seither verlangsamt, von einem jährlichen Zuwachs um 85 Millionen Menschen Anfang der 1990er auf heute rund 78 Millionen Menschen. Mit unserem Engagement für Aufklärungs- und Familienplanungsprojekte sowie Gesundheitsinitiativen in armen Ländern haben wir diese Entwicklung unterstützt. Aber diese Erfolge sind noch lange nicht genug. Noch immer haben Millionen Mädchen und Frauen in Entwicklungsländern keinen Zugang zu Aufklärung und Verhütung. In den kommenden Jahren werden wir uns daher weiter für die Jugendlichen von heute und die Eltern von morgen stark machen! Ihr Ihr Ihre20 Erhard Schreiber  Dirk Roßmann  Renate Bähr  Vorstandsvorsitzender und Stiftungsgründer Stiftungsgründer Geschäftsführerin 12.12.1991 * 12.12.2011
  3. 3. Wie   alles  begannAlles begann mit einem Artikel in einer hannoverschen Zeitung. Der Unternehmer Erhard Schreiberlas darin über das rasante Wachstum der Weltbevölkerung. Er war erschüttert: Innerhalb derletzten 40 Jahre hatte sich die Bevölkerung in den Entwicklungsländern mehr als verdoppelt. DieProbleme der armen Länder wie der mangelnde Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgungwürden dadurch noch verschärft. Der Unternehmer begann nachzuforschen und stellte fest, dasses bis dahin in Deutschland keine Organisation gab, die sich mit dem Thema Bevölkerungswachs-tum beschäftigte. Er fand, dass es höchste Zeit war, das zu ändern. Mit Dirk Roßmann, Inhaber © Karin Blüherder Rossmann-Drogeriekette, gewann Erhard Schreiber einen engagierten Mitstreiter.Am 12. Dezember 1991 gründeten die beiden Unternehmer die Stiftung Weltbevölkerung. Ihredamalige Motivation leitet unsere Arbeit bis heute: den Zugang zu Sexualaufklärung und frei- Dirk Roßmann, Heiner Geißler, Prof. Dr. Ernst Ulrich vonwilliger Familienplanung für die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt zu ermöglichen. Weizsäcker, Erhard Schreiber und Gerhard SchröderGeprägt vom Unternehmertum der beiden Stifter steht die Hilfe zur Selbsthilfe durch die Ver- (v.l.n.r.) bei einem Empfang der Stiftung Weltbevölkerungmittlung von Wissen und Kompetenzen im Vordergrund der Stiftungsarbeit. Für ihr Engagement in Hannover (1993)wurden die beiden Stifter im Jahr 1998 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Bis heutesind sie im Vorstand aktiv und unterstützen die Stiftungsarbeit tatkräftig. Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker MdB a. D., Gründer des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, Gründungsmitglied des Kuratoriums der Stiftung Weltbevölkerung„Die Stiftung Weltbevölkerung ist in der Zeit ihres Bestehens Dr. Peter Fischer, damaliger niedersächsischer Wirtschafts­unentbehrlich geworden. Sie ist die einzige nennenswerte minister, überreicht Erhard Schreiber und Dirk Roßmann dienichtstaatliche Organisation in Deutschland, die sich der Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz (1998).Weltbevölkerungsproblematik annimmt.“
  4. 4. Aufklärung  scha fft  Zukunft© Gemeinsam für Afrika/Meissner In Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda haben wir ein Netzwerk von derzeit über 600 Jugendklubs aufgebaut. Hier erhalten Jugendliche von gleichaltrigen Jugendberatern Sexualaufklärung, Gesund- heitsberatung und Lebenshilfe. Unsere vier Länderbüros betreuen die Programme vor Ort, wobei sie eng mit einheimischen Partnerorganisationen zusammenarbeiten. Bisher haben wir über 20.000 Jugendberater ausgebildet, die ihr Wissen an mehr als 15 Millionen Jugendliche weitergegeben haben. Diese tragen ihr Wissen wiederum mit Theater-, Tanz- und Informationsveranstaltungen in die Gemeinschaften. Zur Prävention von ungewollten Schwangerschaften und HIV/Aids hat die Stiftung mehr als 15 Millionen Kondome und über 18 Millionen jugendfreundliche Aufklärungs­ materialien an Jugendliche verteilt. Mit unserer Projektarbeit haben wir viel erreicht – einige Beispiele aus unseren Schwerpunktländern in Ostafrika: In Äthiopien  haben wir 8.000 Mädchen vor Genitalverstümmelung und 3.000 Mädchen vor früher Heirat bewahrt. Über 150.000 Mädchen und Gemeindemitglieder haben wir seit 2006 darüber informiert, wie Scheidenfisteln entstehen und wie sie verhindert werden können. In Kenia  bieten wir in unseren mobilen Testkliniken freiwillige HIV-Tests und umfassende Beratung rund um das Thema HIV/Aids an. Dieses Angebot haben allein im Rahmen eines dreijährigen EU-Projektes mehr als 160.000 Jugendliche und Gemeindemitglieder genutzt. In Tansania haben wir mit unserem Youth Truck seit 2007 9.000 Jugendliche in abgelegenen Regionen erreicht. Durch unsere mobile Aufklärungsarbeit wissen diese Jugendlichen nun, wie sie sich vor ungewollten Schwangerschaften und einer Ansteckung mit HIV/Aids schützen können. In Uganda  haben wir seit 2001 – zusätzlich zur Arbeit mit Jugendlichen – über 20.000 Eltern und Gemeindemitglieder zu Familienplanung und Aufklärung informiert. Wir haben ihnen vermittelt, wie wichtig ihre Unterstützung und ein offener Dialog für die Verbesserung der sexuellen und repro- duktiven Gesundheit von Jugendlichen ist, und sie motiviert, offen über diese Themen zu sprechen.
  5. 5. Was   wir  erreicht  habenDie Stiftung Weltbevölkerung leistet wissensbasierte Arbeit: Wir nutzen unser Know-how aus derProgrammarbeit und setzen es in der Politikberatung und Informationsarbeit ein. In Deutschlandunterstützen 34 Abgeordnete des Deutschen Bundestages die Ziele der Stiftung als Mitglieder imParlamentarischen Beirat für Bevölkerung und Entwicklung. Wir arbeiten seit vielen Jahrenkonstruktiv mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)zusammen. Mit großem Erfolg: Im Jahr 2010 hat das BMZ die neue „Initiative SelbstbestimmteFamilienplanung und Müttergesundheit“ ins Leben gerufen. Damit verbunden ist eine Verdopplung Geschäftsführerin Renate Bähr und Dr. Julius Rotich,der bisherigen Mittel – auf jährlich 80 Millionen Euro in den Jahren 2011 bis 2015. stellvertretender Generalsekretär der Ostafrikanischen Gemeinschaft (East African Community, EAC), bei der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages (2008) Dr. Jörg Maas, ehemaliger Geschäfts­ © Andrea Künzig führer, und Sybille Pfeiffer, MdB, damalige Vorsitzende des Parlamen­ Entwicklung der Projektförderung  tarischen Beirats der Stiftung, bei der Euro Internationalen G8­Parlamentarier­ konferenz (2007) Ausgaben Projekte 5.000.000 Ausgaben Verwaltung Einnahmen 4.000.000 3.000.000Dr. Johannes Rau, damaliger 2.000.000Bundespräsident, mit Prof. Dr. HansFleisch, ehemaliger Geschäftsführer 1.000.000beim Empfang von Stiftungsver­tretern im Schloss Bellevue (2001) Geschäftsführerin Renate Bähr bei Gesprächen mit Bundes­ entwicklungsminister Dirk Niebel (2010) und der damaligen 0 Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek­Zeul 1992 2001 2010 (2008) In den letzten 20 Jahren hat die Stiftung Sexual­Auch in den Projektländern beraten wir politische Entscheidungsträger – zuletzt mit dem Ergebnis, aufklärung und Familienplanung in mehr als 20 Länderndass Äthiopien und Kenia EU-Mittel in Höhe von insgesamt 94 Millionen Euro für die Verbesserung unterstützt – darunter in Äthiopien, Burkina Faso,von Dienstleistungen im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit beantragt haben. Indien, Kambodscha, Kenia, Nepal, Nicaragua, Süd­Wir setzen uns dafür ein, dass die Regierungen in unseren Projektländern dem Gesundheitsbereich afrika, Tansania und Uganda. Im Jahr 2010 förderteund der Familienplanung mehr Gewicht beimessen und die finanziellen Mittel effizienter einsetzen. die Stiftung mit rund fünf Millionen Euro Projekte zurDabei stützen wir uns auf eigene Analysen zum nationalen Haushalt durch unsere Mitarbeiter vor Ort. Umsetzung ihrer Stiftungsziele – fast 20­mal so viel wie noch vor 20 Jahren.
  6. 6. 1.Erstes Entwicklungsprojekt in Kenia Im Jahr 1992 startet die Stiftung Weltbevölkerung ihr erstes Entwicklungsprojekt, um den Zugang zu Familienplanung für Frauen im ländlichen Kenia zu ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen die Aus- und Weiterbildung von Geburtshelferinnen und die Erweiterung einer Gesundheitsstation. Zusätzlich erhalten die Geburtshelferinnen Fahrräder – so sparen sie Zeit bei den Wegen von Dorf zu Dorf. Mittlerweile liegt der Fokus unserer Arbeit auf der Aufklärung und Stärkung von Jugendlichen. Bisher haben wir mehr als 150 Entwicklungsprojekte in Afrika und Asien verwirklicht. Weltbevölkerungskonferenz in Kairo  2. Die Stiftung Weltbevölkerung nimmt 1994 als beratendes Mitglied der deutschen Regierungsdelega- tion an der Weltbevölkerungskonferenz in Kairo teil. Das Aktionsprogramm von Kairo ist seither eine wichtige Grundlage für unsere Arbeit. In den Folgejahren erhöht die Bundesregierung die Mittel für bevölkerungspolitische Entwicklungsmaßnahmen. Den parteiübergreifenden Beschluss dazu haben wir maßgeblich mitgestaltet. 3.Engagement in Netzwerken  Im Jahr 1996 organisiert die Stiftung ein Treffen mit europäischen Partnerorganisationen, um die Zusammenarbeit zu Bevölkerungsfragen und Familienplanung voranzubringen. Inzwischen ist daraus ein aktives Netzwerk europäischer Nichtregierungsorganisationen (NRO) hervorgegangen. Das Engagement in nationalen und internationalen Bündnissen und Netzwerken wie im Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO) ist heute fester Bestand- teil unserer Arbeit im Norden und im Süden. Denn die Erfahrung zeigt, dass sich die Arbeit in Netzwerken lohnt. Deshalb unterstützen wir auch zivilgesellschaftliche Partner aus dem Süden dabei, sich in Netzwerken zu engagieren. Datenreport zur Weltbevölkerung 4. Gedruckt auf PEFC zertifiziertem Papier – födert die nachhaltige Waldbewirtschaftung Der erste Datenreport der Stiftung Weltbevölkerung erscheint im Jahr 1997. Alljährlich liefert er die Datenreport 2011 neuesten Daten zu wichtigen Indikatoren der Bevölkerungsentwicklung weltweit: unter anderem zur der Stiftung Weltbevölkerung Soziale und demographische Daten weltweit Geburtenrate, zur Verwendung von modernen Verhütungsmitteln und zur Zahl der HIV-Infizierten. Der Datenreport zählt mit einer jährlichen Auflage von rund 25.000 Exemplaren zu unseren Bestsellern und wird von Schülern, Lehrern, Journalisten und politischen Entscheidungsträgern geschätzt.* 20  J ahre 1. 2. 3. 4. http://twitter.com/die_dsw Aufklärung schafft Zukunft http://facebook.com/deutschestiftungweltbevoelkerung Population Reference Bureau Datenreport_2011_RZ.indd 2 01.08.11 15:1012.12.1991 Gründung 1992 Erste Projektförderung 1994 Weltbevölkerungskonferenz in Kairo 1996 Europäisches Netzwerktreffen 1997 Erster Datenreport Stiftung Weltbevölkerung
  7. 7. Highlights aus 20 Jahren  Äthiopien Sitz unseres Länderbüros in Addis Abeba5. Uganda Gründung der Länderbüros Sitz unseres Länderbüros in Kampala Kenia Im Jahr 1999 eröffnet die Stiftung ihr erstes Länderbüro in Äthiopien. Seit 2000 sind wir auch mit Sitz unseres Länderbüros in Nairobi Büros in Kenia und Uganda vertreten. Im Jahr 2006 kommt das vierte afrikanische Länderbüro in Tansania hinzu. Durch unsere Präsenz vor Ort können wir in unseren Projekten noch besser auf die Bedürfnisse der Jugendlichen eingehen und auf die Politik in Ostafrika Einfluss nehmen. Tansania Sitz unseres Länderbüros 6. in Arusha Start der Jugendinitiative Youth-to-Youth Die Stiftung Weltbevölkerung startet 1999 in Äthiopien ihre Jugendinitiative für Sexualaufklärung und Gesundheit Youth-to-Youth. Wir entwickeln das umfassende Programm kontinuierlich weiter und stimmen es noch besser auf die Bedürfnisse der Zielgruppen ab. Beispielsweise kombinieren wir die Aufklärungsarbeit mit Ausbildungsmaßnahmen, so dass die Jugendlichen ihr Leben eigenständig in die Hand nehmen können. Das Youth-to-Youth-Programm ist inzwischen über die Grenzen Ostafrikas hinaus anerkannt. „Mit meiner Freundin spreche ich jetzt offen über7.Deutsche Fassung des Weltbevölkerungsberichts Verhütung und Sex. Wir sind beide noch zu jung, um Eltern zu werden, und wir haben uns darauf geeinigt, Als Partnerin des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) gibt die Stiftung Weltbe- immer Kondome zu benutzen. völkerung 1999 erstmals die deutsche Fassung des Weltbevölkerungsberichts heraus. Die alljährliche Geofrey, 18 Jahre, Jugendklubmitglied aus Uganda Vorstellung des neuesten UNFPA-Berichts hat sich inzwischen zu einem etablierten Medienereignis entwickelt.8.Verstärkte Präsenz in der politischen Szene  In Brüssel ist die Stiftung Weltbevölkerung seit 2000 mit einem Verbindungsbüro vertreten. Auch in Berlin haben wir im Jahr 2010 ein Büro eröffnet. Die verstärkte Sichtbarkeit der Stiftung in der politischen Szene erleichtert uns die Einflussnahme auf wichtige Prozesse in der Entwicklungszusammenarbeit. © Andrea Künzig 5. Eröffnung Länderbüro6. von Youth-to-Youth7. Herausgabe 1999 Start Erste 8. Eröffnung Verbindungsbüro 2000 Eröffnung Länderbüro Kenia Eröffnung Länderbüro und DSW/BONITA Äthiopien Weltbevölkerungsbericht Brüssel Trainingszentrum Uganda
  8. 8. Highlights aus 20 Jahren  9.Stärkung der Zivilgesellschaft Seit 2002 unterstützt die Stiftung Weltbevölkerung mithilfe des Euroleverage-Projektes verstärkt zivilgesellschaftliche Organisationen in Entwicklungsländern. Durch Workshops und innovative Online-Trainings vermitteln wir das Know-how für die Antragstellung an internationale Geldgeber und für den politischen Dialog vor Ort. Für unsere Ratgeber zu europäischen und internationalen Finanzquellen im Bereich der reproduktiven Gesundheit – wie der „Guide to European Reproductive Health, HIV/AIDS and Population Assistance Funding“ – sind wir mittlerweile international anerkannt. © Rose Gerdts­Schiffler Youth Trucks in Uganda und Tansania  10. Seit 2003 ist in Uganda der Youth Truck unterwegs. Mit einem „mobilen Kino“ ausgestattet, bringt der Truck bei Vorstellungen mit Aufklärungsfilmen regelmäßig mehreren Hundert Zuschauern auf anschauliche Weise die sensiblen Themen Sexualität und Verhütung näher. So erreichen wir auch Jugendliche in abgelegenen Regionen. Einen weiteren Youth Truck setzen wir seit 2007 in Tansania ein. 11.Gründung des Parlamentarischen Beirats  Auf Initiative der Stiftung Weltbevölkerung wird im Jahr 2003 der Parlamentarische Beirat für Bevöl- kerung und Entwicklung gegründet. Damit gewinnen wir einen wichtigen Unterstützerkreis in der Politik. Die 34 Beiratsmitglieder aller Fraktionen und unterschiedlicher Ausschüsse des Deutschen Bundestages setzen sich für ein angemessenes deutsches Engagement zur Verwirklichung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte (SRGR) in Entwicklungsländern ein. Darüber hinaus fördert der Beirat die öffentliche und politische Diskussion von zentralen Themen des Kairoer Aktionsprogramms wie Bevölkerungswachstum, nachhaltige Entwicklung, Armutsbekämpfung, Gleichstellung der Geschlechter und SRGR inklusive HIV/Aids. Mittelerhöhung für Familienplanung 12. Im Rahmen des Euromapping-Projektes analysiert und vergleicht die Stiftung seit 2003 die Ausgaben der europäischen Länder für sexuelle und reproduktive Gesundheit in Entwicklungsländern und zeigt die Finanzierungslücken in diesem Bereich auf. Die Daten fließen in unsere politische Arbeit ein, bei der wir uns für eine Mittelerhöhung für Familienplanung einsetzen. Der detaillierte Bericht erscheint in acht Sprachen – so erreichen wir Parlamentarier und Entscheidungsträger in Europa und weltweit.9. Beginn Stärkung 10. Start Youth Truck in Uganda Gründung Parlamentarischer Beirat Start europäischer Budget­Analysen 2004 Eröffnung DSW/BONITA Trainingszentrum 2002 der 2003 11. 12. 13. Zivilgesellschaft Äthiopien
  9. 9. „Das rasante Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern ist die globale Zukunftsheraus- forderung. Die Stiftung Weltbevölkerung widmet sich diesem wichtigem Thema und leistet dabei hervorragende Arbeit. Sie ist aus der nationalen und internationalen entwicklungspolitischen Landschaft nicht mehr wegzudenken.“ Dr. Wolfgang Bichmann, Abteilungsdirektor, KfW Entwicklungsbank, Kompetenz Center Gesundheit, Bildung, Soziale Sicherung13.Trainingszentren in Ostafrika Aufgrund der sehr guten Erfahrungen mit dem 2001 gestarteten DSW/BONITA-Trainingszentrum in Uganda eröffnen wir 2004 in Äthiopien unser zweites DSW/BONITA-Trainingszentrum. Dort bilden wir Jugendberater aus, die ihr Wissen über Sexualität und Verhütung an ihre Altersgenossen weitergeben. Wir trainieren auch lokale und internationale Organisationen darin, ihre Programme jugendfreundlicher zu gestalten. Ein weiteres Trainingszentrum betreiben wir in Tansania. Gründung der Alfred Biolek Stiftung  14. Im November 2005 gründet Alfred Biolek, einer unserer langjährigen Förderer und Mitglied im Kuratorium, die „Alfred Biolek Stiftung – Hilfe für Afrika“ als Treuhandstiftung unter dem Dach der Stiftung Weltbevölkerung. Die Erträge und alle eingehenden Spenden kommen unseren Hilfs- projekten zugute. Diesem Beispiel folgten das Ehepaar Maria und Uwe-Thomas Carstensen mit der MUT-Stiftung und das Ehepaar Dr. Bernhard und Ingeborg Scharf mit der BISS-Stiftung.15.Mobile Testkliniken in Kenia  Im Jahr 2006 startet die Stiftung Weltbevölkerung mit einer Fördersumme von 2,85 Millionen Euro das größte Gesundheitsvorhaben in Kenia, das bis dahin von der Europäischen Union gefördert wurde. Das erfolgreiche Pilotprojekt kombiniert Aufklärungsarbeit und HIV-Präventionsmaßnahmen mit © Andrea Künzig mobilen Testkliniken und Pflegediensten für aidskranke Jugendliche. Verbindung von Umweltschutz und Familienplanung 16. Für so überzeugende Projekte wie das Bonga Forest-Projekt in Äthiopien, das Maßnahmen zum © Jochen Vorfelder Umweltschutz mit Familienplanung verbindet, erhält die Stiftung Weltbevölkerung im Jahr 2006 als einzige europäische Organisation den Alcan-Preis für Nachhaltigkeit. Der Preis zeichnet Organi- sationen aus, die integrierte Ansätze zum Umweltschutz und zur wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeit verfolgen. Vergleichbare Projekte starteten wir 1997 in Nepal und 2001 in Uganda. © Reiner Klingholz 14. Gründung Alfred Biolek Stiftung 2006 Start mobile Testkliniken Alcan-Preis für Nachhaltigkeit 2005 15. 16. Eröffnung Länderbüro 2007 Start Youth Truck in Tansania Internationale in Kenia Tansania Parlamentarierkonferenz
  10. 10. Highlights aus 20 Jahren  Erfolgreiche Kampagnenarbeit 17. Mit der „Mutternacht“ startet die Stiftung Weltbevölkerung 2009 eine Initiative, die jedes Jahr im Vorfeld des Muttertages auf die hohe Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern aufmerksam macht. Seither haben wir für dieses wichtige Anliegen neun weitere entwicklungspolitische Organisationen gewonnen. Wir engagieren uns zudem in der Kampagne „Deine Stimme gegen Armut“(DSGA). Ziel der Kampagne ist, dass die Bundesregierung mehr Mittel für die Entwicklungs- © Die Projektoren zusammenarbeit bereitstellt. Preisgekröntes Projekt gegen Scheidenfisteln 18. Im Jahr 2010 wird die Stiftung Weltbevölkerung für ihr Projekt „Fight Fistula“ mit dem medizinisch- humanitären Förderpreis der Else Kröner-Fresenius-Stiftung ausgezeichnet: eine großartige Anerkennung des langjährigen Engagements für Mädchen mit Scheidenfisteln, einer folgenschweren Geburtsverletzung. Neue Familienplanungsinitiative 19. © Andrea Künzig Das BMZ ruft im Oktober 2010 die neue „Initiative für Selbstbestimmte Familienplanung und Müttergesundheit“ ins Leben – einer der größten Erfolge unserer politischen Arbeit. Damit verbunden ist eine Verdopplung der bisherigen Mittel auf jährlich 80 Millionen Euro in den Jahren 2011 bis 2015. Die Stiftung ist aktiv an der politischen und praktischen Ausgestaltung der Initiative beteiligt. © Die Projektoren 20.Internationale Konferenzen zur globalen Gesundheitspolitik Im Jahr 2011 veranstaltet die Stiftung Weltbevölkerung eine internationale Konferenz, die sich mit der Rolle von öffentlich-privaten Partnerschaften im Gesundheitsbereich beschäftigt. In den letzten 20 Jahren ist es uns immer wieder gelungen, mit unseren hochkarätig besetzten Konferenzen politische Entscheidungsträger, Fachleute und die Zivilgesellschaft zusammenzubringen – wie bei der Internationalen Parlamentarierkonferenz im Vorfeld des G8-Gipfels in Heiligendamm (2007). Im Jahr 2009 wirken wir federführend beim Globalen NRO-Forum mit – ein Treffen von über © Andrea Künzig 400 NRO-Delegierten aus 131 Ländern, die 15 Jahre nach der Weltbevölkerungskonferenz von Kairo Bilanz ziehen. © Andrea Künzig17. Eröffnung Trainingszentrum 2010 Eröffnung Berliner Büro Auszeichnung für Fight Fistula Ankündigung Familienplanungsinitiative 2011 Konferenz zur globalen Gesundheitspolitik 2009 18. 19. 20. Tansania
  11. 11. Der Blick nach vorn Prof. Dr. Alfred Biolek Kuratoriumsmitglied der Stiftung Weltbevölkerung20 Jahre nach ihrer Gründung ist die Stiftung Weltbevölkerung zu einer national und internationalanerkannten Entwicklungsorganisation gewachsen. Durch das große Engagement von Mitarbeitern, „Aids und ungewollte SchwangerschaftenVorstand und Kuratorium hat die Stiftung ihren Einfluss und die Wirksamkeit der Arbeit starkvergrößert. Trotz der Erfolge der ersten 20 Jahre bleibt viel zu tun. Denn noch immer haben mehr bedrohen das Leben und die Zukunft vonals 215 Millionen Frauen in Entwicklungsländern keinen Zugang zu modernen Verhütungs- Millionen von Menschen. Nur redenmethoden, obwohl sie gerne verhüten würden. bringt uns nicht weiter. Ich mache michGrundlage für die Arbeit der nächsten Jahre ist der neue strategische Plan, den die Stiftung ineinem partizipativen Beratungsprozess erstellt hat. Dabei haben wir vier Ziele definiert, die anhand dafür stark, dass junge Menschen dievon messbaren Indikatoren regelmäßig überprüft werden. Die bewährte Arbeit zu den Themen Möglichkeit erhalten, verantwortungsvollFamilienplanung und Stärkung von Jugendlichen steht nach wie vor im Mittelpunkt der Stiftungs-arbeit und wird weiter ausgebaut. Zusätzlich verknüpfen wir das Engagement im Bereich der mit ihrer Sexualität umzugehen.“Familienplanung in den nächsten Jahren noch stärker mit den Themen Umweltschutz und globaleGesundheitspolitik. Herausgeber  © Iris Möker/DRK Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) Redaktion  Janna Rassmann V. i. S. d. P.: Ute Stallmeister Gestaltung  Simone Schmidt, Hannover © August 2011
  12. 12. Gedruckt auf PEFC­zertifiziertem Papier – fördert die nachhaltige Waldbewirtschaftung Wir danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die in den ersten 20 Jahren zu der erfolgreichen Stiftungsarbeit beigetragen haben. Danke © Jochen Vorfelder Helfen Sie mit! Die Stiftung Weltbevölkerung ist berechtigt, Spendenkonto 38 38 38 0 das Spendensiegel des Deutschen Zentral­ Commerzbank Hannover instituts für soziale Fragen (DZI) zu führen. Es bescheinigt die sachgerechte Spenden­ BLZ 250 400 66 werbung und eine sparsame und wirtschaft­ liche Verwendung der Spendenmittel.Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)Göttinger Chaussee 11530459 Hannover » www.weltbevoelkerung.deTelefon: 05 11 9 43 73­0Fax: 05 11 9 43 73­73 http://twitter.com/die_dswE­Mail: info@dsw­hannover.deInternet: www.weltbevoelkerung.de http://facebook.com/deutschestiftungweltbevoelkerung

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