6    Entw ic k lung sp roje k te                                                                                          ...
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8        Entw ic k lung sp roje k te»                     Äthiopien                                Jede zweite Äthiopierin...
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10          Entw ic k lung sp roje k te »                     Tansania                                  88 Prozent der Bev...
Entwic k lung sp roje k te       11                                       »            Uganda                             ...
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Jb entwicklungsprojekte

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Jb entwicklungsprojekte

  1. 1. 6 Entw ic k lung sp roje k te Äthiopien Uganda Kenia Tansania» Jugendliche im Fokus Seit 1995 haben wir ein Netzwerk von Jugendklubs » Wir beziehen Eltern, Lehrer, Gemeindemitglieder zur Sexualaufklärung und Aids­Prävention in sowie lokale und religiöse Meinungsführer mit ein. Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda aufgebaut. Die Jugendklubs organisieren beispielsweise In rund 600 Klubs informieren junge Berater ihre eigenständig Aufklärungskampagnen für diese Altersgenossen (Youth­to­Youth) darüber, wie sie Zielgruppen in ihren Gemeinden. sich vor ungewollten Schwangerschaften und HIV » Wir verbinden Sexualaufklärung mit Ausbildungs­ schützen können. Wir engagieren uns für junge und Weiterqualifizierungsmaßnahmen. Dies Menschen, weil sie der Schlüssel zur Entwicklung befähigt die Jugendlichen, ihre Lebenssituation ihres Landes sind. Von ihrem Wissen und ihrer eigenständig und langfristig zu verbessern. Möglichkeit zu verhüten hängt es ab, wie viele Menschen in Zukunft auf der Erde leben und wie » Wir ermöglichen den Jugendklubs mit einer sie leben werden. Anschubfinanzierung, eigene Geschäftsideen umzusetzen. Somit können sie ein kleines Unsere Arbeit vor Ort beinhaltet sehr viel mehr als Einkommen erwirtschaften und unabhängig von Sexualaufklärung. Wir stärken junge Menschen, fremder Unterstützung bestehen. damit sie ihre gesundheitliche und sozioökonomische Situation selbst verbessern können: » Wir produzieren gemeinsam mit den Jugendlichen attraktive Aufklärungsmaterialien wie Broschüren, » In unseren Trainingszentren in Äthiopien, Tansania Plakate und Zeitungen, mit denen wir jährlich und Uganda bilden wir Jugendliche in fundierten zigtausende junge Menschen auch außerhalb der Schulungen darin aus, ihre Altersgenossen zu Klubs erreichen. Sexualität und Verhütung zu beraten. » Wir setzen uns dafür ein, dass politische Ent­ » In unseren Klubs erfahren die jungen Menschen, scheidungsträger in den Projektländern dem wo es auf Jugendliche zugeschnittene Gesund­ Gesundheitsbereich mehr Gewicht beimessen und heitsdienste gibt. mehr finanzielle Mittel dafür bereitstellen.
  2. 2. Entwic k lung sp roje k te 7 Highlights in 2011 Studie bestätigt Wirksamkeit www.youth-to-youth.org Anfang 2011 hat die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) eine qualitative Wirkungs­ studie unserer Youth­to­Youth­Initiative durchgeführt. Youth-to-Youth-Website gestartet In Äthiopien und Kenia hat die GIZ stellvertretend für Im September 2011 war es soweit: Die neue Internet­ unsere vier Schwerpunktländer untersucht, wie sich seite www.youth­to­youth.org ging online. Seither unsere Arbeit auf die jungen Frauen und Männer tauschen sich Jugendliche in unseren Projektländern und ihr soziales Umfeld auswirkt. Das Ergebnis ist intensiv über Sexualität und Verhütung aus. Die überaus positiv: Die Studie lobt den Projektansatz Internetseite hat sich als ein ideales Instrument für als „ganzheitlich, innovativ und ansprechend“. Die die jungen Menschen erwiesen, um Ratschläge und Stiftung trägt zu einer verbesserten Lebenssituation Informationen zu „heißen“ Themen zu bekommen. von Jugendlichen bei und steigert das Wissen über Familienplanung und Verhütung auch bei deren Familienmitgliedern und Gemeinden. Jugendliche schützen ihre Umwelt Die Verknüpfung der Themen Bevölkerung, Gesund­ heit und Umwelt haben wir in unserer Projektarbeit in die Praxis umgesetzt. Die Jugendlichen in unseren Klubs engagieren sich aktiv für den Umweltschutz, indem sie zum Beispiel Bäume in Erosionsgebieten pflanzen, Plastikflaschen sammeln oder Schuhe aus Recyclingmaterial herstellen. Mit diesen Aktivitäten tragen wir zum Ressourcenschutz und einer nach­ haltigen Entwicklung bei.» Umfassendes Projektcontrolling Wir planen und betreuen unsere Projekte effizient und umfassend: » Vor Projektbeginn entwickeln unsere Mitarbeiter in den Länderbüros eine Planungsübersicht mit Maßnahmen, messbaren Zielen sowie einem Zeit­ und Budgetplan. » In enger Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort stimmen wir die Projekte genau auf die Bedürfnisse der Menschen in den jeweiligen Ländern ab. » Die Projektverantwortlichen in unseren Länder­ büros überwachen, ob alles vertragsgemäß umge­ » Die Projektreferenten und die Controlling­ setzt wird, und erstellen vierteljährlich Berichte Abteilung in Hannover prüfen die Berichte und über die eingesetzten Mittel und Projektfortschritte. legen die Ergebnisse dem Vorstand vor. » Wir beauftragen externe Gutachter, um einzelne Projekte zu evaluieren.
  3. 3. 8 Entw ic k lung sp roje k te» Äthiopien Jede zweite Äthiopierin ist mit 20 Jahren Mutter. ø Kinderzahl pro Frau: 4,8 145 85 29 Einwohnerzahl in Mio. 1970 2011 2050 * Schätzung UN Addis Abeba Hauptstadt von Äthiopien Länderbüro seit 1999 » Wofür wir uns engagieren Im Bonga Forest, einem Regenwaldgebiet im Süd­ Was wir erreicht haben Im Bonga Forest haben wir die gesundheitliche und Projektbeispiel westen Äthiopiens, verschärft das schnelle Bevöl­ sozioökonomische Situation der Bewohner des kerungswachstum die Armut und erhöht den Druck Regenwaldes verbessert. Seit Beginn der Projekt­ auf lebenswichtige Ressourcen wie den Regenwald. phase im April 2011 haben wir unter anderem Aus diesem Grund engagieren wir uns in dieser Region » 85 Prozent der jungen Menschen im Projektgebiet zusammen mit GEO schützt den Regenwald e.V., mit Informationen zur sexuellen und reproduk­ dem Naturschutzbund Deutschland e. V., Original tiven Gesundheit erreicht. Food GmbH und der Kafa Forest Coffee Cooperatives Farmers Union. » mehr als 3.600 Bewohner des Regenwaldgebiets zu Sexualität und Verhütung informiert. Unser Ziel ist es, die Armut zu bekämpfen und den Regenwald vor Abholzung zu schützen. Wir bieten » mehr als 800 Menschen im Projektgebiet mit den Menschen Familienplanung, eröffnen ihnen Verhütungsmitteln versorgt. Entwicklungsmöglichkeiten und verbessern » erreicht, dass Familienplanungsdienste und ihre Lebensbedingungen, so dass der Regenwald Angebote zu freiwilligen HIV­Tests im Projekt­ erhalten bleibt. gebiet deutlich stärker verbreitet sind als in den umliegenden Gemeinden.„Ich habe neun Kinder bekommen, nur drei von ihnen habenüberlebt. Denn ich wusste nichts über Familienplanung Ausblick: Gemeinsam mit unseren Projektpartnern werden wir uns weiterhin dafür einsetzen,und war zu arm, um meine Kinder zu versorgen. Erst durch dass sich die Lebensbedingungen derdas Projekt habe ich erfahren, wie ich ungewollte Schwanger- Menschen im Projektgebiet verbessern undschaften vermeiden kann. Seither bin ich nicht mehr durch der Regenwald geschützt wird.häufige Geburten geschwächt, so dass ich arbeiten und meineKinder und Familie besser unterstützen kann.“ Almaz , 35 Jahre Weitere Informationen unter www.weltbevoelkerung.de/bonga.html
  4. 4. Entwic k lung sp roje k te 9 » Kenia ø Kinderzahl pro Frau: Nur 44 4,4 Prozent der Geburten werden fachlich betreut. Jedes Jahr sterben 5.500 Frauen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt. 97 Nairobi 42 Hauptstadt von Kenia 11 Einwohnerzahl in Mio. 1970 2011 2050 * Schätzung UN Länderbüro seit 2000 Was wir erreicht haben Im Mai 2011 hat die Europäische Kommission das von ihr geförderte Projekt „Safe Motherhood“ geprüft. Das Ergebnis ist überaus positiv: Gemeinsam mit unseren Projektpartnern haben wir wesentlich dazu beigetragen, die Gesundheit von Mädchen und jungen Müttern zu verbessern. In der zweijährigen Projektlaufzeit haben wir » erreicht, dass die Zahl der betreuten Geburten © Carsten Luther um 38 Prozent gestiegen ist. » » mit Aufklärungs­ und Servicekampagnen über 4,5 Millionen junge Mütter, Jugendliche und Gemeindemitglieder zu Familienplanung und Wofür wir uns engagieren Schwangerschaft informiert. Mädchen und junge Frauen sind besonders von » mehr als 100.000 Aufklärungsmaterialien wieProjektbeispiel hoher Müttersterblichkeit betroffen, da ihr Körper Broschüren und Poster verbreitet. noch nicht reif genug für eine Schwangerschaft ist. » über 100.000 Kondome an Jugendliche verteilt. Viele von ihnen werden ungewollt schwanger. Deshalb haben wir im Februar 2010 das Projekt » über 900 Gesundheitsmitarbeiter fortgebildet, die „Safe Motherhood“ mit dem Ziel gestartet, die Schwangere über wichtige Untersuchungen infor­ Müttersterblichkeit in den Slums von Nairobi und mieren und lebensbedrohliche Komplikationen bei im Kaloleni Distrikt an der Küste Kenias nachhaltig Schwangerschaft oder Geburt verhindern. zu reduzieren. Konkret informieren wir die Mädchen » mehr als 380.000 junge Mütter und deren Kinder und jungen Frauen über Sexualität und Verhütung mit Gesundheitsdiensten wie Schwangerschafts­ und setzen uns für jugendgerechte Familienplanungs­ untersuchungen, HIV­Tests und Impfungen erreicht. und Gesundheitsdienste ein. » über 300 junge Frauen darin geschult, eigene Geschäftsideen zu entwickeln und umzusetzen. Ausblick: Das Projekt „Safe Motherhood“ ist im Januar 2012 ausgelaufen. Wir arbeiten weiter mit den Projektpartnern zusammen, um die Gesundheit von Müttern zu ver­ bessern. In unserem neuen Projekt „Fit for Life“ (siehe S. 10) knüpfen wir an die Erfolge von „Safe Motherhood“ an. © Carsten Luther Weitere Informationen unter www.weltbevoelkerung.de/safemotherhood.html
  5. 5. 10 Entw ic k lung sp roje k te » Tansania 88 Prozent der Bevölkerung leben von weniger als zwei US-Dollar am Tag. ø Kinderzahl pro Frau: 5,4 138 Arusha 46 Länderbüro seit 2006 Einwohnerzahl in Mio. 14 1970 2011 2050 * Schätzung UN © Martin Grohganz » Wofür wir uns engagieren Weil viele tansanische Mädchen und Frauen kaum Was wir erreicht haben Im Mai 2011 hat die Europäische Kommission das Projektbeispiel Schulbildung und keine Berufsausbildung haben, von ihr geförderte Projekt „Fit for Future“ geprüft. sind sie auf den informellen Sektor angewiesen. Das Erfreuliches Ergebnis: Das Projekt wirkt sich positiv heißt, sie arbeiten ohne geregeltes Einkommen und auf das Verhalten der Jugendlichen und auf die ohne jegliche Rechte. Häufig werden sie sexuell Gemeinden aus. missbraucht und sind daher besonders gefährdet, Die Verknüpfung von Aufklärung und Ausbildung hat ungewollt schwanger zu werden und sich mit HIV zu sich als wirksam und nachhaltig bewährt. Da „Fit for infizieren. Um ihnen dieses Schicksal zu ersparen, Future“ Ende 2011 ausgelaufen ist, haben wir den verbinden wir Aufklärung mit vielfältigen Aus­ und Ansatz für ein neues, länderübergreifendes Projekt Weiterbildungsmaßnahmen. Die jungen Frauen übernommen: Seit Juli 2011 engagieren wir uns mit lernen beispielsweise kochen, um in einem Hotel zu „Fit for Life“ in Äthiopien, Kenia und Tansania. arbeiten, oder sie machen eine Ausbildung zur Bereits in dieser kurzen Projektlaufzeit gibt es erste Näherin. Ziel ist es, den Mädchen neue Perspektiven Erfolge. Wir haben in den drei Ländern unter anderem für eine gesunde und selbstbestimmte Zukunft zu bieten. » mehr als 60 Frauen­ und Jugendgruppen identifi­ ziert und durch gezielte Projektaktivitäten direkt gefördert. » 90 junge Frauen und Männer zu Trainern ausge­ bildet und auf ihre Arbeit mit den Jugendlichen in ihren Gruppen vorbereitet. Sie erhielten Schulungen zu Aufklärung und Familienplanung sowie zu Kleingewerbemanagement. » gute Kontakte zur lokalen Politik aufgebaut. Beispielsweise haben wir in Kenia Partnerschafts­ vereinbarungen mit dem Ministerium für JugendYouth Truck und Sport sowie mit dem GesundheitsministeriumMitarbeiter der Stiftung Weltbevölkerung sind in Tansania mit dem Youth Truck, unterzeichnet.dem „Jugendklub auf Rädern“, unterwegs und informieren Jugendliche inabgelegenen Regionen über Sexualität und Verhütung. Sie bieten zum BeispielGruppendiskussionen an und organisieren Freizeitaktivitäten, bei denen ganz Mehr Informationen unternebenbei über die „heißen“ Themen gesprochen wird. www.weltbevoelkerung.de/fitforlife.html
  6. 6. Entwic k lung sp roje k te 11 » Uganda ø Kinderzahl pro Frau: 6,2 48 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre. Ca. vier Prozent aller 15- bis 24-jährigen Frauen sind HIV-infiziert. 94 35 Kampala Einwohnerzahl in Mio. 9 1970 2011 2050 * Schätzung UN Hauptstadt von Uganda Länderbüro seit 2000 Was wir erreicht haben Wie zwei Projektevaluierungen zeigen, können sich die Erfolge des „Young Adolescents Projects“ sehen lassen: » Wir haben mehr als 7.100 Schüler, 1.900 Eltern und 340 Lehrer mit lebenswichtigen Informationen erreicht. » Im Jahr 2011 hatten mehr als 90 Prozent der Schüler ein umfassendes Wissen über HIV und Aids – verglichen mit weniger als 25 Prozent zu » Beginn des Projektes. » Sieben Schulen verzeichneten einen deutlichen Rückgang bei Schulabbrechern: Mussten im Jahr Wofür wir uns engagieren 2008 noch 118 Mädchen die Schule aufgrund von Viele Jugendliche haben bereits mit 14 Jahren ihre frühen Schwangerschaften verlassen, waren esProjektbeispiel ersten Sexualkontakte gehabt, ohne ausreichend auf­ im Jahr 2011 nur noch 29 Mädchen. geklärt zu sein – für viele von ihnen mit folgenschweren » Wir haben 17 Mitarbeiter von Gesundheitsstationen Konsequenzen. Deshalb haben wir mit Unterstützung darin geschult, altersgerechte Gesundheitsdienste des Erziehungsministeriums Anfang 2009 zusammen für Jugendliche anzubieten, und haben sie dazu mit Bayer HealthCare Pharmaceuticals das innova­ ermutigt, in ihren Gesundheitsstationen jugend­ tive „Young Adolescents Project“ gestartet: An zehn freundliche Bereiche einzurichten. Grundschulen in den Distrikten Masindi, Tororo und Wakiso klären wir Mädchen und Jungen im Alter von » Das Projekt ist bei Bezirksvertretern auf große zehn bis 14 Jahren über Sexualität und Verhütung Akzeptanz gestoßen: Im Jahr 2011 entschieden sie, auf. Dabei beziehen wir das komplette Umfeld der Sexualunterricht als eine Priorität für die Bildungs­ Schüler mit ein: Lehrer, Eltern, religiöse und politische abteilungen zu erwägen. Entscheidungsträger und Gesundheitspersonal. Der » Wir haben ein Methodenhandbuch mit Erkennt­ ganzheitliche Ansatz hat sich als überaus effektiv nissen aus dem Projekt entwickelt und 850 Exem­ erwiesen. Ziel ist es, kulturelle und gesellschaftliche plare an Partnerorganisationen mit Empfehlungen Vorbehalte abzubauen und die Akzeptanz von Auf­ zur Nachahmung zur Verfügung gestellt. klärung und Verhütung zu erhöhen. Ausblick: Damit die erfolgreiche Arbeit mit der jungen Zielgruppe auch nach dem Projektende in 2012 fortgeführt und in lokale Strukturen eingebettet wird, schulen wir Lehrer als © Peter Ginter, Bayer AG Multiplikatoren und arbeiten eng mit den Distrikten zusammen, damit sie die Aktivitäten eigenständig implementieren. Mehr Informationen unter www.weltbevoelkerung.de/yap.html

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