Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 1
Fehlschläge bei IT-Großprojekten der
Öffentlichen Verwaltung
(am Beispiel ...
Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg
1. Hintergrund
2. Methodik
3. Ausgewählte Besonderheiten der Projekte
4. Ver...
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Wurzeln des Projekts
Task-Force
Job Migration
ITÖ
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„Wir müssen um soviel besser sein wie
wir teurer sind.“
„Wir müssen um sov...
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Wurzeln des Projekts
Große Schwierigkeiten
TollCollect/FISCUS/…
Task-Force...
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1. Hintergrund
2. Methodik
3. Ausgewählte Besonderheiten der Projekte
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Vertreter Auftraggeber
Politiker Ministerialbeamte
22 Vertreter Auftrag...
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3. Ausgewählte Besonderheiten der Projekte
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Überblick über die Projekte
Projekt Ziel Probleme Resultat
FISCUS Vereinheit...
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Diskussion zu FISCUS-Schäden im Landtag NRW
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Finanzminister Dieckmann: „Me...
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Überblick über die Projekte
Projekt Ziel Probleme Resultat
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Der Tiergartentunnel-Dirigent
Diagnose
Therapievorschlag
What-if-Simulati...
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Störungen Projekt Signalsteuerung Tiergartentunnel
1. Sehr ungünstiges Ve...
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Zeitproportionen Berliner Tiergartentunnel
1999 2003
2004 20062005
Erste ...
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Störungen Projekt Signalsteuerung Tiergartentunnel
1. Sehr ungünstiges Ve...
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Störungen Projekt Signalsteuerung Tiergartentunnel
1. Sehr ungünstiges Ve...
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Projekt Ziel Probleme Resultat
Nürnberger
U-Bahn U3
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Optimierung des Spalts an Wagentür (vereinfacht)
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Konflikte TollCollect
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Projekt Ziel Probleme Resultat
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Größenordnung eGK: Vernetzung
110.000 Arzt- und Zahnarzt-Praxen
20.000 Ap...
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Beispiele für Komplexität
Individuelle Verschlüsselung
Datenbasierte Zugr...
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Beispiele für Komplexität
Individuelle Verschlüsselung
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Gesellschafter und Beirat der gematik mbH (Auswahl)
• Bundesärztekammer
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Stufenweise Einführung der eGK
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Ausgewählte Erkenntnisse in der Testphase
1. Hoher Prozentsatz der Patien...
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Aktuelles zur eGK
FDP Datenschutz = Problem
Grüne Absolute Freiwilligkeit...
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Veränderter Stufenplan zur eGK?
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Überblick über die Projekte
Projekt Ziel Probleme Resultat
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* = Zentrale Speicherstelle mit Sitz in Würzburg
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System
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Gründe für das Scheitern von ELENA
1. Rechtliche Problematik von jeder Fo...
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Überblick über die Projekte
Projekt Ziel Probleme Resultat
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Hochschulstart (vereinfacht)
Studienbewerber
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3. Ausgewählte Besonderheiten der Projekte
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1. (Bewusst) falsche Prognosen/“Appraisal
optimism“
2. Delusion-These
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Ausgewählte Besonderheiten in Demokratien
1. Staat entfaltet „Bedarfssog“...
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Ausgewählte Besonderheiten in Deutschland
1. Unterdurchschnittliche Bezah...
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Ausgewählte Reformmaßnahmen
1. Drei-Phasen- statt Zwei-Phasen-Ablauf
Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 67
Dreistufiges statt zweistufiges Vergabeverfahren
Geplantes
Projektende
Po...
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Ausgewählte Reformmaßnahmen
1. Drei-Phasen- statt Zwei-Phasen-Ablauf
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Stochastische Netzplantechniken als Hilfe der Risikoanalyse
Aus Einschätz...
Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 70
Ausgewählte Reformmaßnahmen
1. Drei-Phasen- statt Zwei-Phasen-Ablauf
2. S...
Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 71
Prinzip der agilen Softwareverträge
Verträge
Fixe Bestandteile:
Teilergeb...
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Ausgewählte Erkenntnisse in den Testphasen
1. eGK: Hoher Prozentsatz der ...
Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 73
Ausgewählte Erkenntnisse in den Testphasen
1. eGK: Hoher Prozentsatz der ...
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Ausgewählte Erkenntnisse in den Testphasen
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Ausgewählte Reformmaßnahmen
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Wirkungskette Airbus 380
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Werk Toulouse:
CAD-Tool CATIA 4
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Vortragkremsmertens2012 120301113125

  1. 1. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 1 Fehlschläge bei IT-Großprojekten der Öffentlichen Verwaltung (am Beispiel Deutschland) Peter Mertens Universität Erlangen-Nürnberg Zentrum für E-Government der Donau-Universität Krems 28. Februar 2012
  2. 2. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 1. Hintergrund 2. Methodik 3. Ausgewählte Besonderheiten der Projekte 4. Vergleich mit der Bauwirtschaft 5. Besonderheiten in Demokratien a. Allgemein b. Deutschland 6. Schlussfolgerungen - ausgewählte Reformvorschläge Schwierigkeiten mit IT-Projekten der öffentlichen Verwaltung in Deutschland
  3. 3. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 3 Wurzeln des Projekts Task-Force Job Migration ITÖ
  4. 4. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 4 „Wir müssen um soviel besser sein wie wir teurer sind.“ „Wir müssen um soviel besser sein wie wir teurer sind.“
  5. 5. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 5 Wurzeln des Projekts Große Schwierigkeiten TollCollect/FISCUS/… Task-Force Job Migration ITÖ Misserfolgsforschung in anderen Disziplinen (z. B. Luftverkehr, Medizin/Pharmazie)
  6. 6. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 1. Hintergrund 2. Methodik 3. Ausgewählte Besonderheiten der Projekte 4. Vergleich mit der Bauwirtschaft 5. Besonderheiten in Demokratien a. Allgemein b. Deutschland 6. Schlussfolgerungen - ausgewählte Reformvorschläge Schwierigkeiten mit IT-Projekten der öffentlichen Verwaltung in Deutschland
  7. 7. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 7 11 Vertreter Auftraggeber Politiker Ministerialbeamte 22 Vertreter Auftragnehmer 33 Betroffene Personen oder deren Organisationen … Ärzte ADAC Gewerkschaften … 44 Experten mit Querschnittswissen Fraunhofer- Institute IT Wissenschaftsnahe Software-Unternehmer … Gesichtspunkte bei Auswahl von Interviewpartnern
  8. 8. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 1. Hintergrund 2. Methodik 3. Ausgewählte Besonderheiten der Projekte 4. Vergleich mit der Bauwirtschaft 5. Besonderheiten in Demokratien a. Allgemein b. Deutschland 6. Schlussfolgerungen - ausgewählte Reformvorschläge Schwierigkeiten mit IT-Projekten der öffentlichen Verwaltung in Deutschland
  9. 9. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg Überblick über die Projekte Projekt Ziel Probleme Resultat FISCUS Vereinheitlichung der IT-Systeme der Steuerver- waltung in Deutschland Bekämpfung von Steuerbetrug Nachträgliche Integration von historisch gewachsener Software Zu großer Einfluss von Informatikern im Vergleich zu Wirtschaftsinformatikern Störende Wirkung von Software-Engineering-Moden Projektverantwortung zu dezentral Zum Teil mangelndes Engagement der Bundeslän- der (Stakeholder), Vorliebe für Flexibilität beim Besteuerungsverfahren statt durch IT erzwungene Normierung Gescheitert, Schaden ca. 500 Mio. €, einschließlich entgangener Steuern (vor allem USt): ca. 5 Mrd. € Signalsteu- erung im Berliner Tiergarten- tunnel IT-System zur Steuerung der Signalanlage (u.a. Teilsper- rung, Umleitung bei Unfällen, Anbindung von Rolltoren von privaten Gebäu- dekomplexen (Tiefgaragen, Ladeflächen)) Sehr anspruchsvoller wissensbasierter Leitstand, der Echtzeit-what-if-Simulationen erlaubt Projekt konnte nicht aus „einem Guss“ geplant werden Kooperation von Bauingenieuren, Signaltechnikern, Industrieautomatisierern, Software-Ergonomen, Juristen und Politikern Sehr lange Vorbereitungszeit im Vergleich zur Realisierungszeit Gravierende Spezifikationsänderungen (als Folge von Unfällen in den Alpen, veränderten EU- Bedingungen für europaweite Ausschreibungen, verspäteter Einholung der Expertise des ADAC) Kapazitätsprobleme des Auftragnehmers Insolvenz von beteiligten Unternehmen, die keine ordnungsgemäße Dokumentation hinterließen Eröffnung ein Jahr zu spät Technische Pionierlösung mit guten Exportchancen Große Zufriedenheit der Benutzer 9
  10. 10. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg Diskussion zu FISCUS-Schäden im Landtag NRW 10 Finanzminister Dieckmann: „Meldung des Magazins FOCUS, wonach die Investitionssumme 900 Mio. € beträgt, ist nachweislich unzutreffend … Sie liegt bei 240 oder 250 Mio. € … Der Bund hat die Kosten mit 260 Mio. € gefördert.“
  11. 11. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg Überblick über die Projekte Projekt Ziel Probleme Resultat FISCUS Vereinheitlichung der IT-Systeme der Steuerver- waltung in Deutschland Bekämpfung von Steuerbetrug Nachträgliche Integration von historisch gewachsener Software Zu großer Einfluss von Informatikern im Vergleich zu Wirtschaftsinformatikern Störende Wirkung von Software-Engineering-Moden Projektverantwortung zu dezentral Zum Teil mangelndes Engagement der Bundeslän- der (Stakeholder), Vorliebe für Flexibilität beim Besteuerungsverfahren statt durch IT erzwungene Normierung Gescheitert, Schaden ca. 500 Mio. €, einschließlich entgangener Steuern (vor allem USt): ca. 5 Mrd. € Signalsteu- erung im Berliner Tiergarten- tunnel IT-System zur Steuerung der Signalanlage (u.a. Teilsper- rung, Umleitung bei Unfällen, Anbindung von Rolltoren von privaten Gebäu- dekomplexen (Tiefgaragen, Ladeflächen)) Sehr anspruchsvoller wissensbasierter Leitstand, der Echtzeit-what-if-Simulationen erlaubt Projekt konnte nicht aus „einem Guss“ geplant werden Kooperation von Bauingenieuren, Signaltechnikern, Industrieautomatisierern, Software-Ergonomen, Juristen und Politikern Sehr lange Vorbereitungszeit im Vergleich zur Realisierungszeit Gravierende Spezifikationsänderungen (als Folge von Unfällen in den Alpen, veränderten EU- Bedingungen für europaweite Ausschreibungen, verspäteter Einholung der Expertise des ADAC) Kapazitätsprobleme des Auftragnehmers Insolvenz von beteiligten Unternehmen, die keine ordnungsgemäße Dokumentation hinterließen Eröffnung ein Jahr zu spät Technische Pionierlösung mit guten Exportchancen Große Zufriedenheit der Benutzer 11
  12. 12. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 14 Der Tiergartentunnel-Dirigent Diagnose Therapievorschlag What-if-Simulation 4000 Situa- tionen Störung Alternative ?
  13. 13. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 15 Störungen Projekt Signalsteuerung Tiergartentunnel 1. Sehr ungünstiges Verhältnis „Vorbereitung : Realisierung“
  14. 14. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 16 Zeitproportionen Berliner Tiergartentunnel 1999 2003 2004 20062005 Erste Vor- bereitung einer Aus- schreibung Vorbereitung Ausschreibung ? Auftrags- erteilung Ursprüngl. Eröffnungs- termin Eröffnung
  15. 15. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 17 Störungen Projekt Signalsteuerung Tiergartentunnel 1. Sehr ungünstiges Verhältnis „Vorbereitung : Realisierung“ 2. Spezifikationsänderungen (EU-Vorschriften, Tunnel-Unfälle, ADAC-Warnung)
  16. 16. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 19 Störungen Projekt Signalsteuerung Tiergartentunnel 1. Sehr ungünstiges Verhältnis „Vorbereitung : Realisierung“ 2. Spezifikationsänderungen (EU-Vorschriften, Tunnel-Unfälle, ADAC-Warnung) 3. Insolvenz von Bauunternehmungen
  17. 17. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 20 Projekt Ziel Probleme Resultat Nürnberger U-Bahn U3 Zu zwei vorhan- denen U- Bahnen war eine dritte zu bauen, die fah-rerlos verkehrt und zum Teil die Gleise, Tunnel und Bahnhöfe der alten U-Bah- nen mitbenutzt. Deshalb beson- dere Anforderun- gen an Sicher- heit und Signal- technik Auftragnehmer unterschätzte die Komplexität und verständigte Auftraggeber zu spät von drohenden Verspätungen. Auftragnehmer hatte sehr komplexe Aufbauorganisation (vier Profit Center in zwei Ländern waren beteiligt). Sehr starkes Interesse der lokalen Öffentlichkeit und Medien Mit ca. 2 Jahren Verspätung eröffnet. Kleinere Störungen wegen sensibler Sensorik (z. B. Fremdkörper im Gleis). Die nicht mehr benötigten Fahrer arbeiten im Kunden- service. Automatisierung auch der U1 wird diskutiert. Siemens konnte das Know- how teilweise für andere Städte (Helsinki, Paris) nut- zen, jedoch keine 1:1-Über- nahme und keine Lizenzein- nahmen für Nürnberg. Arbei- ten an modernerem Fahrkar- tenverkauf („e-Ticketing“) sind im Gange. Überblick über die Projekte
  18. 18. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 23 Optimierung des Spalts an Wagentür (vereinfacht) ?
  19. 19. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 24 Optimierung des Spalts an Wagentür (vereinfacht) ? α
  20. 20. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 31 Projekt Ziel Probleme Resultat Autobahn- maut TollCollect Maut für die deutschen Autobahnen (Road-Pricing) Konflikte zwischen Staat und mächtigen Konsortien Konflikte zwischen staatlichen Instanzen (Regierung, Parlament) Konflikte der Industriebetriebe in den Konsortien Fortlaufende Diskussionen, ob eine sehr fortschrittliche Lösung (über Satellit) oder robusteres Konzept (Funk) vorzuziehen sei. Hinweis auf erfolgreiche Systeme in Österreich und Schweiz Technische Probleme, z. B. Wechselwirkung der OBU’s und der Bordelektronik der Fahrzeuge Lang dauerndes Schiedsgerichtsverfahren mit 5 Mrd. € Streitwert Mit starker Verspätung eröffnet, wenig „Kinderkrankheiten“. Bisher sind die erwarteten Exporterfolge nicht konkretisiert. Seit fast 7 Jahren kompliziertes Schiedsgerichtsver- fahren wegen Schadens durch Verspätung. Inzwischen auch Abrechnung von Fahrten in Österreich möglich. Verhandlungen mit dem Konsortium über Erweiterungen auf vierbahnige Bundesstraßen. PKW- Maut wird von Zeit zu Zeit diskutiert. Derzeitige Einnahmen für die LKW- Maut auf Autobahnen zwischen 4 und 5 Mrd. €/Jahr in den Bundeshaushalt. Überblick über die Projekte
  21. 21. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 32 Konflikte TollCollect Bundesregierung <-> Konsortium DaimlerChrysler <-> Telekom Bundesregierung <-> Bundestag, Datenschutzbeauftragter Bundesregierung <-> nicht berücksichtigte Bieter
  22. 22. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 33 Bundesregierung Daimler Telekom Schadens- ersatz- forde- rung Bitte, EADS- Aktien nicht zu verkaufen Antrag auf Sub- ventionen ca. 40%- Anteil Beziehungsgeflecht Regierung <–> TollCollect-Konsortium
  23. 23. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 35 Projekt Ziel Probleme Resultat Dienstpla- nungs- und Zeitwirt- schaftssys- tem DiPlaZ für die baye- rische Polizei Mensch-Aufgaben- Zuordnung, Planung und Einsatzsteu- erung der bayeri- schen Polizisten Kompliziertes mathematisches Problem, Algorithmen des Operations Research, Genetische Algorithmen, Heuristiken, Simulation, Künstliche Intelligenz. Diskussionen, ob eher robuste und erprobte Software-Pakete oder eine neue, von Wissenschaftlern favorisierte Lösung gewählt werden sollte Probleme mit den Antwortzeiten im interakti- ven Betrieb und mit den Datenbank-Abrufen Gescheitert, Rechtsstreit zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer System A2LL zur Adminis- tration und Entschei- dungsunter- stützung in der deut- schen Ar- beitsverwal- tung Neues IT-System, vor allem für die Sachbearbeiter und Betreuer in den lokalen Verwaltungs- und Beratungsstellen der Bundesagentur für Arbeit; es wurde aufgrund einer großen Reform der Arbeitsverwaltung („Hartz IV“) erforderlich Lange politische Diskussionen vor der politischen Entscheidung – kurze Realisierungszeit Das System brach in kurzen Abständen zusammen, die Benutzer mussten große Opfer an Freizeit bringen, um personell zu arbeiten, wenn die IT zusammengebrochen war Probleme, gerade Projektmanager und IT- Spezialisten für den öffentlichen Dienst zu gewinnen, daraufhin Änderung der Laufbah- nen und Anreize Handbuch mit „Umgehungslö- sungen“ für das Personal der Jobcenter geschrieben. Entwicklung eines neuen Systems auf anderer Plattform mit verstärkter Datenintegration mehrerer Systeme der Bundes- agentur ist eingeleitet. Zieltermin für die komplette Einführung ist 2015. Überblick über die Projekte
  24. 24. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 36 Projekt Ziel Probleme Resultat Dienstpla- nungs- und Zeitwirt- schaftssys- tem DiPlaZ für die baye- rische Polizei Mensch-Aufgaben- Zuordnung, Planung und Einsatzsteu- erung der bayeri- schen Polizisten Kompliziertes mathematisches Problem, Algorithmen des Operations Research, Genetische Algorithmen, Heuristiken, Simulation, Künstliche Intelligenz. Diskussionen, ob eher robuste und erprobte Software-Pakete oder eine neue, von Wissenschaftlern favorisierte Lösung gewählt werden sollte Probleme mit den Antwortzeiten im interakti- ven Betrieb und mit den Datenbank-Abrufen Gescheitert, Rechtsstreit zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer System A2LL zur Adminis- tration und Entschei- dungsunter- stützung in der deut- schen Ar- beitsverwal- tung Neues IT-System, vor allem für die Sachbearbeiter und Betreuer in den lokalen Verwaltungs- und Beratungsstellen der Bundesagentur für Arbeit; es wurde aufgrund einer großen Reform der Arbeitsverwaltung („Hartz IV“) erforderlich Lange politische Diskussionen vor der politischen Entscheidung – kurze Realisierungszeit Das System brach in kurzen Abständen zusammen, die Benutzer mussten große Opfer an Freizeit bringen, um personell zu arbeiten, wenn die IT zusammengebrochen war Probleme, gerade Projektmanager und IT- Spezialisten für den öffentlichen Dienst zu gewinnen, daraufhin Änderung der Laufbah- nen und Anreize Handbuch mit „Umgehungslö- sungen“ für das Personal der Jobcenter geschrieben. Entwicklung eines neuen Systems auf anderer Plattform mit verstärkter Datenintegration mehrerer Systeme der Bundes- agentur ist eingeleitet. Zieltermin für die komplette Einführung ist 2015. Überblick über die Projekte
  25. 25. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 37 Überblick über die Projekte Projekt Ziel Probleme Resultat Elektroni- sche Ge- sundheits- karte Kostensenkung im Gesund- heitswesen durch papierarme Verwaltung unter Beteiligung von Patient, Arzt, Kranken- haus, Apotheke, Versicherung Vermeiden von Zwischenfäl- len durch dem Arzt unbe- kannte Allergien und Wech- selwirkunen zwischen Arz- neien Bessere Verhinderung von Betrug im Vergleich zur bisherigen Krankenversiche- rungskarte Größtes IT-Projekt Europas mit enormen Größenordnungen (zu speichernde und zu übertragende Daten) Konflikte zwischen den „Stakeholdern“ (Regierung, Ärzte, Krankenhäuser, Apotheken, private und gesetzliche Versicherungen, Datenschützern) Geschäftsmodell (Wer trägt welche Kosten und Risiken?) zu spät verabschiedet Zahlreiche Spezifikationsänderungen auf der technischen Seite, z. B. zu den Datensicherungs-Verfahren Karte mit ca. 6 Jahren Verspätung schrittweise eingeführt. Ihre Funktionalität ist, gemessen an den ursprüng-lichen Plänen, sehr begrenzt; im Wesentlichen handelt es sich um einen modernisierten Versicherungsausweis. Fortdauernde Spannungen zwischen den Krankenkassen und den Ärzten wegen der Telematik-Infrastruktur und der Frage, wo die Kosten und wo die Nutzeffekte anfallen. ELENA Anlieferung der Personalda- ten von Unternehmen an Behörden der Sozialverwal- tung über eine Deutschland- weite Datenbank Große Widerstände von Daten- schützern gegen den „Speicher- moloch“. Aufwand der Unternehmen für Anpassung an Gesetzesände- rungen. Vorerst beendet. Neue Lösung mit dezentraler Speicherung und Prozessdatenbeschleu- niger P23R wird vorbereitet.
  26. 26. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 38 Größenordnung eGK: Vernetzung 110.000 Arzt- und Zahnarzt-Praxen 20.000 Apotheken 2.000 Krankenhäuser 300 Krankenkassen
  27. 27. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 39 Beispiele für Komplexität Individuelle Verschlüsselung Datenbasierte Zugriffskontrolle Rollenbasierte Zugriffskontrolle Transportverschlüsselung Zertifizierte Komponenten Mezinische Daten
  28. 28. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 40 Beispiele für Komplexität Individuelle Verschlüsselung Datenbasierte Zugriffskontrolle Rollenbasierte Zugriffskontrolle Transportverschlüsselung Zertifizierte Komponenten Mezinische Daten
  29. 29. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 41 Gesellschafter und Beirat der gematik mbH (Auswahl) • Bundesärztekammer • Bundeszahnärztekammer • Kassenärztliche Bundesvereinigung • Deutsche Krankenhausgesellschaft • Deutscher Apothekerverband • Bundesverbände der - Krankenkassen, AOK - Betriebskrankenkassen - Innungskrankenkassen • Verband der privaten Krankenkassen • Industrieverbände • Wissenschaft • Patientenvertreter • Bundesdatenschutzbeauftragte • Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie
  30. 30. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 42 Stufenweise Einführung der eGK
  31. 31. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 43 Ausgewählte Erkenntnisse in der Testphase 1. Hoher Prozentsatz der Patienten kommt mit der 6- stelligen PIN nicht zurecht; vergleichbare Schwierigkeiten aufseiten der Ärzte mit Signatur-PIN 2. Digitale Unterschrift unter dem einzelnen eRezept zu aufwändig 3. Apotheker drucken eRezept aus, um in Lagerschränken zu suchen
  32. 32. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 49 Aktuelles zur eGK FDP Datenschutz = Problem Grüne Absolute Freiwilligkeit sicherstellen! BMG USB-Stick-Lösung hat mehr Nach- als Vorteile, Moratorium für Patientenakte gematik GmbH Fluktuation in der Geschäftsführung BITKOM Chance für die deutsche Industrie! Datenschutzargumente = Vorwand Ärzteverbände Rücktritt von Funktionären, weil Mitglieder opponieren Ärzte in Pilotregion Bochum-Essen Ausstellung eines Rezepts braucht doppelte Zeit im Vergleich zu manueller Prozedur Ärzte generell Allgemeiner „Reform-Overkill“ Krankenkassen Eher positiv, einige gewinnen wegen Kostensenkung Private Klinikketten Andere Prioritäten: Erst Patientenakte/Krankenakte Unternehmensberatungen Kostenexplosion von geplanten 1,4 bis zu 5,4 Mrd. € Wissenschaft Bald DNA-Sequenzen/Genom auf eGK speichern -> großer Sprung bei der Treffsicherheit Diagnose – Therapie
  33. 33. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 50 Veränderter Stufenplan zur eGK?
  34. 34. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 51 Überblick über die Projekte Projekt Ziel Probleme Resultat Elektroni- sche Ge- sundheits- karte Kostensenkung im Gesund- heitswesen durch papierarme Verwaltung unter Beteiligung von Patient, Arzt, Kranken- haus, Apotheke, Versicherung Vermeiden von Zwischenfäl- len durch dem Arzt unbe- kannte Allergien und Wech- selwirkunen zwischen Arz- neien Bessere Verhinderung von Betrug im Vergleich zur bisherigen Krankenversiche- rungskarte Größtes IT-Projekt Europas mit enormen Größenordnungen (zu speichernde und zu übertragende Daten) Konflikte zwischen den „Stakeholdern“ (Regierung, Ärzte, Krankenhäuser, Apotheken, private und gesetzliche Versicherungen, Datenschützern) Geschäftsmodell (Wer trägt welche Kosten und Risiken?) zu spät verabschiedet Zahlreiche Spezifikationsänderungen auf der technischen Seite, z. B. zu den Datensicherungs-Verfahren Karte mit ca. 6 Jahren Verspätung schrittweise eingeführt. Ihre Funktionalität ist, gemessen an den ursprüng-lichen Plänen, sehr begrenzt; im Wesentlichen handelt es sich um einen modernisierten Versicherungsausweis. Fortdauernde Spannungen zwischen den Krankenkassen und den Ärzten wegen der Telematik-Infrastruktur und der Frage, wo die Kosten und wo die Nutzeffekte anfallen. ELENA Anlieferung der Personalda- ten von Unternehmen an Behörden der Sozialverwal- tung über eine Deutschland- weite Datenbank Große Widerstände von Daten- schützern gegen den „Speicher- moloch“. Aufwand der Unternehmen für Anpassung an Gesetzesände- rungen. Vorerst beendet. Neue Lösung mit dezentraler Speicherung und Prozessdatenbeschleu- niger P23R wird vorbereitet.
  35. 35. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg ELENA-Verfahren 52 Daten * = Zentrale Speicherstelle mit Sitz in Würzburg ZSS* Unternehmen Transferleistungs- empfänger Trust-Center Agentur Zahlung Bank Datenabruf
  36. 36. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 53 Statt ELENA: P23R Arbeitgeber Arbeit- nehmer- daten P23R- System Regel- paket Behörde Leitstelle Gesetz- geber RegelnPflege Speicherung Datenübergabe Datenabruf
  37. 37. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 54 Gründe für das Scheitern von ELENA 1. Rechtliche Problematik von jeder Form der Vorratsdatenspeicherung 2. Bedenken, ob die Nutzung auf die vorgegebenen Verwaltungsprozesse beschränkt bleiben wird 3. Bedenken von Datenschützern zum Übermaß der Datenfelder 4. Umstrittene Abschätzungen des Nutzens für die Privatwirtschaft, v. a. kleine und mittlere Unternehmen 5. Steigerung der Projektkosten auf Seiten des Staats 6. Beschwerden der Kommunen wegen zusätzlicher Hardware- Investitionen
  38. 38. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 55 Überblick über die Projekte Projekt Ziel Probleme Resultat E-Bilanz Anlieferung der Bilanz und GuV-Rechnung an die Steuerverwaltung in elektronischer, normierter Form Große Widerstände gegen die große Menge und Ausdifferenzierung der Meldedaten, dadurch erheblicher Zusatzaufwand v.a. bei Klein- und Mittelbetrieben. Obligatorische Teilnahme für die Unternehmen verschoben. Hochschul- start Volle Auslastung der Hochschulkapazitäten bei hochschulspezifischer Auswahl Integration des zentralen Internetportals mit den unterschiedlichen Anwendungssystemen der Hochschulen gelang bisher nicht. Einbezug komplizierter Studiengänge gelingt (noch) nicht. Produktivbetrieb gerade in jenen Jahren nicht möglich, in denen wegen besonders hoher Bewerberzahlen Bedarf besteht.
  39. 39. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 56 Überblick über die Projekte Projekt Ziel Probleme Resultat E-Bilanz Anlieferung der Bilanz und GuV-Rechnung an die Steuerverwaltung in elektronischer, normierter Form Große Widerstände gegen die große Menge und Ausdifferenzierung der Meldedaten, dadurch erheblicher Zusatzaufwand v.a. bei Klein- und Mittelbetrieben. Obligatorische Teilnahme für die Unternehmen verschoben. Hochschul- start Volle Auslastung der Hochschulkapazitäten bei hochschulspezifischer Auswahl Integration des zentralen Internetportals mit den unterschiedlichen Anwendungssystemen der Hochschulen gelang bisher nicht. Einbezug komplizierter Studiengänge gelingt (noch) nicht. Produktivbetrieb gerade in jenen Jahren nicht möglich, in denen wegen besonders hoher Bewerberzahlen Bedarf besteht.
  40. 40. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 57 Hochschulstart (vereinfacht) Studienbewerber Hoch- schul- start Meldung Studiengänge Zulassungsbedingungen Studienwünsche Prioritäten Zuteilung Annahme/ Ablehnung
  41. 41. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 1. Hintergrund 2. Methodik 3. Ausgewählte Besonderheiten der Projekte 4. Vergleich mit der Bauwirtschaft 5. Besonderheiten in Demokratien a. Allgemein b. Deutschland 6. Schlussfolgerungen - ausgewählte Reformvorschläge Schwierigkeiten mit IT-Projekten der öffentlichen Verwaltung in Deutschland
  42. 42. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 60 1. (Bewusst) falsche Prognosen/“Appraisal optimism“ 2. Delusion-These 3. Fluktuation der Machtpromotoren Ein Vergleich: Krisenerscheinungen in Großprojekten der Bau- und Verkehrswirtschaft (Auswahl)
  43. 43. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 1. Hintergrund 2. Methodik 3. Ausgewählte Besonderheiten der Projekte 4. Vergleich mit der Bauwirtschaft 5. Besonderheiten in Demokratien a. Allgemein b. Deutschland 6. Schlussfolgerungen - ausgewählte Reformvorschläge Schwierigkeiten mit IT-Projekten der öffentlichen Verwaltung in Deutschland
  44. 44. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 62 Ausgewählte Besonderheiten in Demokratien 1. Staat entfaltet „Bedarfssog“ und wirkt als Machtpromotor für IT- Innovationen 2. Profilierungs-Ambitionen von Politikern → spezifische Terminrestriktionen, Abzug von Kapazitäten 3. Termindruck durch Legislaturperioden und Haushaltspläne 4. Medienwirksamkeit
  45. 45. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 1. Hintergrund 2. Methodik 3. Ausgewählte Besonderheiten der Projekte 4. Vergleich mit der Bauwirtschaft 5. Besonderheiten in Demokratien a. Allgemein b. Deutschland 6. Schlussfolgerungen - ausgewählte Reformvorschläge Schwierigkeiten mit IT-Projekten der öffentlichen Verwaltung in Deutschland
  46. 46. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 64 Ausgewählte Besonderheiten in Deutschland 1. Unterdurchschnittliche Bezahlung von IT- Spitzenkräften im öffentlichen Dienst 2. Stark ausgeprägte Empfindlichkeit bei persönlichen Daten
  47. 47. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 1. Hintergrund 2. Methodik 3. Ausgewählte Besonderheiten der Projekte 4. Vergleich mit der Bauwirtschaft 5. Besonderheiten in Demokratien a. Allgemein b. Deutschland 6. Schlussfolgerungen - ausgewählte Reformvorschläge Schwierigkeiten mit IT-Projekten der öffentlichen Verwaltung in Deutschland
  48. 48. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 66 Ausgewählte Reformmaßnahmen 1. Drei-Phasen- statt Zwei-Phasen-Ablauf
  49. 49. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 67 Dreistufiges statt zweistufiges Vergabeverfahren Geplantes Projektende Politische Vorbereitung, Leistungsverzeichnis Ausschreibung Auswahl, Verhand- lungen Realisierung Bisher: Politische Vorbereitung, Ziele, Funktionsliste, Stakeholder-Analyse Auswahl, Verhand- lungen Funktional- Ausschreibung Ableiten von Prozessen, Leistungsverz., Abschätzen des Risikos Auswahl, Verhand- lungen Ausschreibung Realisierung Vorschlag:
  50. 50. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 68 Ausgewählte Reformmaßnahmen 1. Drei-Phasen- statt Zwei-Phasen-Ablauf 2. Stochastische Netzplantechnik (Zeit und Kosten) → Risikoanalyse
  51. 51. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 69 Stochastische Netzplantechniken als Hilfe der Risikoanalyse Aus Einschätzungen von Experten das statistische Gesamtrisiko ableiten! optimistisch mittel pessimistisch Zeitbedarf
  52. 52. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 70 Ausgewählte Reformmaßnahmen 1. Drei-Phasen- statt Zwei-Phasen-Ablauf 2. Stochastische Netzplantechnik (Zeit und Kosten) → Risikoanalyse 3. Agile Softwareverträge?
  53. 53. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 71 Prinzip der agilen Softwareverträge Verträge Fixe Bestandteile: Teilergebnis Während der Laufzeit angepasste Bestandteile: Prozess, Regeln
  54. 54. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 72 Ausgewählte Erkenntnisse in den Testphasen 1. eGK: Hoher Prozentsatz der Patienten kommt mit der 6-stelligen PIN nicht zurecht V 2. U3: Schulklassen treten im Gänsemarsch durch die gleiche Wagentür N 3. U3: Auf alten Gleisen Abschnitte ohne Stromzufuhr ? 4. A2LL: Zeit zur Systementwicklung und Realisierung zu knapp V 5. Tiergartentunnel: Fehlende Dokumente wegen Insolvenz N 6. FISCUS: Bundesländer „mauern“ V Legende: V = vorhersehbar N = nicht vorhersehbar ? = fraglich
  55. 55. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 73 Ausgewählte Erkenntnisse in den Testphasen 1. eGK: Hoher Prozentsatz der Patienten kommt mit der 6-stelligen PIN nicht zurecht V 2. U3: Schulklassen treten im Gänsemarsch durch die gleiche Wagentür N 3. U3: Auf alten Gleisen Abschnitte ohne Stromzufuhr ? 4. A2LL: Zeit zur Systementwicklung und Realisierung zu knapp V 5. Tiergartentunnel: Fehlende Dokumente wegen Insolvenz N 6. FISCUS: Bundesländer „mauern“ V Legende: V = vorhersehbar N = nicht vorhersehbar ? = fraglich
  56. 56. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 74 Ausgewählte Erkenntnisse in den Testphasen 1. eGK: Hoher Prozentsatz der Patienten kommt mit der 6-stelligen PIN nicht zurecht V 2. U3: Schulklassen treten im Gänsemarsch durch die gleiche Wagentür N 3. U3: Auf alten Gleisen Abschnitte ohne Stromzufuhr ? 4. A2LL: Zeit zur Systementwicklung und Realisierung zu knapp V 5. Tiergartentunnel: Fehlende Dokumente wegen Insolvenz N 6. FISCUS: Bundesländer „mauern“ V Legende: V = vorhersehbar N = nicht vorhersehbar ? = fraglich
  57. 57. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 75 Ausgewählte Erkenntnisse in den Testphasen 1. eGK: Hoher Prozentsatz der Patienten kommt mit der 6-stelligen PIN nicht zurecht V 2. U3: Schulklassen treten im Gänsemarsch durch die gleiche Wagentür N 3. U3: Auf alten Gleisen Abschnitte ohne Stromzufuhr ? 4. A2LL: Zeit zur Systementwicklung und Realisierung zu knapp V 5. Tiergartentunnel: Fehlende Dokumente wegen Insolvenz N 6. FISCUS: Bundesländer „mauern“ V Legende: V = vorhersehbar N = nicht vorhersehbar ? = fraglich
  58. 58. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 76 Ausgewählte Erkenntnisse in den Testphasen 1. eGK: Hoher Prozentsatz der Patienten kommt mit der 6-stelligen PIN nicht zurecht V 2. U3: Schulklassen treten im Gänsemarsch durch die gleiche Wagentür N 3. U3: Auf alten Gleisen Abschnitte ohne Stromzufuhr ? 4. A2LL: Zeit zur Systementwicklung und Realisierung zu knapp V 5. Tiergartentunnel: Fehlende Dokumente wegen Insolvenz N 6. FISCUS: Bundesländer „mauern“ V Legende: V = vorhersehbar N = nicht vorhersehbar ? = fraglich
  59. 59. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 77 Ausgewählte Erkenntnisse in den Testphasen 1. eGK: Hoher Prozentsatz der Patienten kommt mit der 6-stelligen PIN nicht zurecht V 2. U3: Schulklassen treten im Gänsemarsch durch die gleiche Wagentür N 3. U3: Auf alten Gleisen Abschnitte ohne Stromzufuhr ? 4. A2LL: Zeit zur Systementwicklung und Realisierung zu knapp V 5. Tiergartentunnel: Fehlende Dokumente wegen Insolvenz N 6. FISCUS: Bundesländer „mauern“ V Legende: V = vorhersehbar N = nicht vorhersehbar ? = fraglich
  60. 60. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg 78 Ausgewählte Reformmaßnahmen 1. Drei-Phasen- statt Zwei-Phasen-Ablauf 2. Stochastische Netzplantechnik (Zeit und Kosten) → Risikoanalyse 3. Agile Softwareverträge? 4. Neue attraktive Fachlaufbahnen unter Verzicht auf Beamtenvorteile. Damit auch verringerter Einfluss von nur auf Zeit verfügbaren Unternehmensberatern 5. Bei Gefahr parlamentarische Anhörung
  61. 61. Peter Mertens – Universität Erlangen-Nürnberg Wirkungskette Airbus 380 80 Werk Toulouse: CAD-Tool CATIA 4 für Kabine --------------------------- Werk Hamburg: CAD-Tool CATIA 5 für Kabelbäume Kompatibilität unvollkommen Verspätete Auslieferung A 380 Konventionalstrafen Abbestellungen Marktanteilsverluste Manuelle Verkabelung in Toulouse mit deutschem Personal Spannungen zwischen französischen und deutschen Mitarbeitern Power 8- Programm Werksschließungen Kostensteigerungen Streit Regierungen F - D Irritationen in „EU-Führung“

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