Der Pool

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Vortrag zzum BUNDjugend-Projekt "der Pool"

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    1. 1. der Pool Frische Ideen gegen globale Erwärmung Die Kreativmeisterschaften im Erderetten
    2. 2. Worum geht‘s heute? <ul><li>„ Die Frage heute ist, wie man die Menschheit überreden kann, ihrem eigenen Überleben zuzustimmen.“ </li></ul><ul><li>(Bertrand Russel) </li></ul>
    3. 3. Worum geht‘s heute? <ul><li>Der Klimawandel aus natur- und sozialwissenschaftlicher Perspektive </li></ul><ul><li>Sozialkampagnen für Umwelt-Issues </li></ul><ul><li>Glänzende Beispiele für rettende Gestaltungsideen </li></ul><ul><li>der Pool: Baderegeln für Mitschwimmer/innen </li></ul><ul><li>Freistil: Offener Austausch und Diskussion </li></ul>
    4. 4. Der Klimawandel <ul><li>Naturwissenschaftliche Perspektive: </li></ul><ul><ul><li>Die globale Erwärmung als empirische Tatsache , die „sehr wahrscheinlich“ hauptsächlich auf menschliches Wirken zurückzuführen ist. </li></ul></ul><ul><li>Sozialwissenschaftliche Perspektive: </li></ul><ul><ul><li>Der Klimawandel als soziale Konstruktion in der politischen und öffentlichen Diskussion </li></ul></ul>
    5. 5. Der Klimawandel als naturwissenschaftliches Phänomen <ul><li>1896 Arhenius entdeckt Zusammenhang zwischen CO 2 -Konzentration und globaler Durchschnittstemperatur </li></ul><ul><li>Seit Beginn des 20. Jh – Erhöhung derselben um 0,5°C und zunehmende Konzentration von Spurengasen </li></ul><ul><li>Hypothese vom zusätzlichen bzw. anthropogenen Treibhauseffekts </li></ul><ul><ul><li>Durch Nutzung fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung </li></ul></ul><ul><ul><li>und damit verbundene Freisetzung von CO 2 </li></ul></ul>
    6. 6. Der Klimawandel als naturwissenschaftliches Phänomen
    7. 7. <ul><li>„ Es geht nicht um die vermeintlich objektiven Tatsachen (…) </li></ul><ul><li>Es mögen Fische sterben oder Menschen, das Baden in Seen oder Flüssen mag Krankheiten erzeugen, es mag kein Öl mehr aus den Pumpen kommen und die Durchschnittstemperaturen mögen sinken oder steigen: </li></ul><ul><li>solange darüber nicht kommuniziert wird, hat dies keine gesellschaftliche Auswirkungen.“ </li></ul><ul><li>(Luhmann 1990, S.62 f.) </li></ul>Der Klimawandel als soziale Konstruktion
    8. 8. Der Klimawandel
    9. 9. <ul><li>Latenzphase von 1930 bis 1970 </li></ul><ul><ul><li>zunehmendes Interesse zwischen 1971 und 1980 </li></ul></ul><ul><li>Polarisierung zwischen 1981 und 1990 </li></ul><ul><ul><li>Schlüsseljahr 1986 </li></ul></ul><ul><li>Pragmatische Phase 1990-1995 </li></ul><ul><ul><li>Dauerthema in Medien und Schulen </li></ul></ul><ul><ul><li>Verabschiedung von Klimaprogrammen </li></ul></ul><ul><li>„ post problem“ ab 1995 </li></ul>Der Klimawandel als soziale Konstruktion
    10. 10. Der Klimawandel als soziale Konstruktion
    11. 11. <ul><li>Revival & Normalisierung </li></ul><ul><li>Ein abstraktes Umweltproblem wird zum Problem aller Menschen: </li></ul><ul><ul><li>Sicherheitsrisiken, Verteilungskämpfe, Migration </li></ul></ul><ul><ul><li>Drohende Weltwirtschaftskrise (Stern-Report) </li></ul></ul><ul><ul><li>Artensterben </li></ul></ul><ul><ul><li>Neue emotionale Qualität: Mensch als Verursacher </li></ul></ul>Der Klimawandel als soziale Konstruktion
    12. 12. <ul><li>Google Trends als Indikator </li></ul>Der Klimawandel September 05 Hurricane Katrina 31. Oktober 06 Stern-Report 2. Februar 07 IPCC-Bericht <ul><li>Klimawandel </li></ul><ul><li>Global Warming </li></ul>
    13. 13. Sozialkampagnen für Umwelt-Issues <ul><li>Definition </li></ul><ul><li>„… ein von einer Gruppe (Mittler des Wandels) betriebenes systematisches Bemühen mit dem Ziel, andere (die Zielgruppe) zur Annahme, Änderung oder Aufgabe bestimmter Vorstellungen, Einstellungen, Gewohnheiten oder Verhaltensweisen zu bewegen“ </li></ul><ul><li>(Kotler & Eduardo, 1990) </li></ul>
    14. 14. Sozialkampagnen für Umwelt-Issues <ul><li>Warum scheitern Kampagnen? </li></ul><ul><li>Geringes öffentliches Interesse an einem Issue </li></ul><ul><li>Dissonanz mit bisherigen Einstellungen und Erfahrungen </li></ul><ul><li>Jeder Jeck ist anders – Deutungen werden „hineingelesen“ </li></ul><ul><li>Es gibt einen harten Kern chronischer Nichtwisser </li></ul><ul><li>(Kotler & Eduardo, 2000) </li></ul>
    15. 15. Sozialkampagnen für Umwelt-Issues <ul><li>Vorraussetzungen für den Erfolg einer Kampagne </li></ul><ul><li>Günstige öffentliche Grundstimmung </li></ul><ul><li>Passung zur Erfahrungswelt der Zielgruppe (narative fidelity) </li></ul><ul><li>Glaubwürdigkeit des Absenders </li></ul><ul><li>Komplexitätsreduktion </li></ul><ul><li>Neuigkeitswert (auch durch Bricolage) </li></ul><ul><li>Emotionale Aufladung </li></ul><ul><li>Stimmigkeit der verwendeten Symbolik </li></ul><ul><li>Zentralität der bedienten Werte (z.B. Gerechtigkeit) </li></ul><ul><li>(Liebl, 2000; Kotler & Eduardo, 2000; Snow et al., 1988) </li></ul>
    16. 16. Sozialkampagnen für Umwelt-Issues Stakeholder Freiwillig Aktive NGOs Forscher- Innen PolitikerInnen Unternehmen Gegen- bewegung Konsument- Innen Förderernde Öffentlichkeit Medien Das Issue Klimawandel
    17. 17. <ul><li>Zielgruppenkonstruktion </li></ul><ul><li>über psychosoziale Einflussfaktoren: </li></ul><ul><li>Wahrnehmung und Bewertung der Umweltgegebenheiten </li></ul><ul><li>wahrgenommene Handlungsfolgen (feedback) </li></ul><ul><li>Handlungsrelevantes Wissen </li></ul><ul><li>Einstellungen und Werthaltungen </li></ul><ul><li>Handlungsanreize (ökonomisch oder sozial) </li></ul><ul><li>wahrgenommene Handlungsangebote und -möglichkeiten </li></ul><ul><li>wahrgenommene Handlungen von Bezugsgruppen und Modellpersonen </li></ul><ul><li>( WBGU) </li></ul>Sozialkampagnen für Umwelt-Issues
    18. 18. <ul><li>Beispiele für Kommunikationsziele </li></ul><ul><ul><li>Motivation von Jugendlichen zwischen 18 und 27 Jahren zum Bezug von Strom aus Zukunftsenergie </li></ul></ul><ul><ul><li>Aufklärung von Schülerinnen und Schülern der 9. bis 13. Klasse über Relevanz und Möglichkeiten klimafreundlichen Konsums </li></ul></ul><ul><ul><li>Aufklärung von Grundschülerinnen und Schülern über Ursachen und Folgen des Klimawandels </li></ul></ul><ul><ul><li>Gewinnung neuer Aktiver für Klimaschutz-Gruppen in Städten mit über 150.000 Einwohnern </li></ul></ul><ul><ul><li>Mobilisierung von öffentlichem Protest gegen die Klimapolitik der Bundesregierung </li></ul></ul>Sozialkampagnen für Umwelt-Issues
    19. 19. <ul><li>Instrumente von Umweltorganisationen </li></ul><ul><li>Protestaktionen </li></ul><ul><li>Öffentlichkeitsarbeit (PR) </li></ul><ul><li>Flyer </li></ul><ul><li>Online (Webseiten, Newsletter, Blogs) </li></ul><ul><li>Plakat, Anzeige (meist Freiflächen/-anzeigen) </li></ul><ul><li>Direktmarketing (z.B. Mitgliederzeitschrift) </li></ul><ul><li>Kooperationen (z.B. Cause Related Marketing) </li></ul><ul><li>Below the line: Guerilla & Viral </li></ul>Sozialkampagnen für Umwelt-Issues
    20. 20. <ul><li>Fail to plan – plan to fail! </li></ul><ul><li>Wie würdest Du die Ausgangssituation beschreiben (PEST)? </li></ul><ul><li>Was ist ein realistisches Ziel (SMART)? </li></ul><ul><li>Wie tickt die Zielgruppe? </li></ul><ul><li>Botschaft und Tonalität der Ansprache? </li></ul><ul><li>Welche Instrumente sind geeignet? (Reichweite, Mix, Kosten) </li></ul>Sozialkampagnen für Umwelt-Issues
    21. 21. Glänzende Beispiele … für rettende Ideen
    22. 22. Glänzende Beispiele für glänzende Ideen
    23. 23. Glänzende Beispiele für glänzende Ideen
    24. 24. Glänzende Beispiele
    25. 26. Glänzende Beispiele für glänzende Ideen
    26. 27. Glänzende Beispiele für rettende Ideen
    27. 28. Glänzende Beispiele für rettende Ideen
    28. 29. Glänzende Beispiele für rettende Ideen … Film ab!
    29. 30. Glänzende Beispiele für rettende Ideen
    30. 31. Steig ein! Schmeiß Deine Ideen in den Pool!
    31. 32. Steig ein! Die Kreativmeisterschaften im Erderetten <ul><li>Der Erfolg von Klimaschutz ist unmittelbar verbunden mit seinem Stellenwert in der öffentlichen Diskussion. </li></ul><ul><li>Aufmerksamkeit ist dabei die wichtigste Ressource: Klimaschutz braucht Botschaften, die nicht untergehen. </li></ul><ul><li>Kreative und symbolisch stimmige Kampagnen sind wichtige Schwimmhilfen für das Issue. </li></ul><ul><li>Deine Ideen sind für die Arbeit von Umwelt-NGOs wertvoller als Geld. </li></ul>
    32. 33. Steig ein! Die Kreativmeisterschaften im Erderetten <ul><li>Hast Du rettende Ideen? </li></ul><ul><li>Die BUNDjugend eröffnet das kreative Klimakühlbecken. </li></ul><ul><li>„ Der Pool“ braucht Deine frischen Ideen , um sie dort auftauchen zu lassen, wo sie dringend gebraucht werden – in Kampagnen von NGOs und anderen Projekten. </li></ul><ul><li>Keine Angst vor dem Sprung ins kalte Wasser! </li></ul><ul><li>Im Pool ist Platz für alles was glitzert, rauscht, berührt, erfrischt, bewegt oder anspricht . </li></ul><ul><li>Die besten Einsendungen werden von einer Jury ausgezeichnet. </li></ul>
    33. 34. Steig ein! Die Baderegeln <ul><li>Du kannst alle möglichen kreativen Beiträge einreichen, die sich als Elemente für Jugendkampagnen zum Thema Klima und Energie einsetzen lassen. </li></ul><ul><li>Dabei spielt keine Rolle, ob diese eigens für den Pool anfertigt oder aus der Schublade gezogen wurden. </li></ul><ul><li>Lade Deine Beiträge auf www.klimapool.de hoch. </li></ul>
    34. 36. Steig ein! Die Baderegeln <ul><li>Dein Beitrag erscheint nicht in weiterverwertbarer Form, sondern nur als Voransicht. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dein Werk ein wenig beschreibst. </li></ul><ul><li>Sollte jemand Interesse an Deinem Werk haben, so wird die Nutzung direkt zwischen ihm und Dir geklärt. Die endgültigen Nutzungsrechte bleiben also bei Dir. </li></ul>
    35. 37. Freistil <ul><li>Noch Fragen? </li></ul><ul><li>Welchen Einfluss hat ein Flyer auf sozialen Wandel? </li></ul><ul><li>Unheilige Allianzen? Saufen für den Regenwald Bild rettet das Klima </li></ul><ul><li>Wie werde ich Mitglied der BUNDjugend? </li></ul>
    36. 38. Steig ein! www.klimapool.de
    37. 39. <ul><li>Quellen: </li></ul><ul><li>Bechmann, G., Beck, S. (1997) Zur gesellschaftlichen Wahrnehmung des anthropogenen Klimawandels und seiner möglichen Folgen. In: Kopfmüller, J., Conenen, R. (Hrsg.): Risiko Klima. Der Treibhauseffekt als Herausforderung für Wissenschaft und Politik. Campus 1997, S- 119-175 </li></ul><ul><li>Downs, A. (1972) Up and Down with Ecology: The „Issue-Attention Cycle“. In: Public Interest 28, S. 38-50. </li></ul><ul><li>Liebl, F. (1996) Strategische Frühaufklärung: Trends - issues – stakeholders. Oldenbourg, </li></ul><ul><li>Liebl, F. (2000) Der Schock des Neuen: Entstehung und Management von Issues und Trends. Gerling Akade-mie Verlag </li></ul><ul><li>Luhmann, Niklas (1990). Ökologische Kommunikation: Kann die moderne Gesellschaft sich auf ökologische Gefährdungen einstellen?. Westdeutscher Verlag </li></ul><ul><li>Kotler, P., Eduardo, R.. (1990) Social Marketing. Econ </li></ul><ul><li>Snow, D. A., Benford, R.D. (1988) Ideology, Frame Resonance and Participant Mobilization. International Social Movement Research 1, S.197-219. </li></ul>

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