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Prävention, Verbesserung der
Lebensqualität, Steigerung der
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Begriffsbestimmung
(Krankheits) Prävention
Bedeutung:
Vorbeugung, Verhütung
Ziel:
 die Vermeidung des Auftretens von Kran...
Begriffsbestimmung
(Krankheits) Prävention
Arten der Prävention (G. Caplan 1964):
Primärprävention
setzt vor Eintreten der...
Begriffsbestimmung
(Krankheits) Prävention
Arten der Prävention (G. Caplan 1964):
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(Krankheits) Prävention
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Historie der Gesundheitsförderung
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Ottawa-Konferenz
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Definition
Betriebliche Gesundheitsförderung ist eine Vision
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Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)
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In methodischer Hinsicht relevant ist hierbei die
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Gesundheitsförderung in der EU
Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) umfasst
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Methode
Mit Hilfe salutatorischen Ansatzes wird
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Methode
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Zielrichtung
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Zielrichtung
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Grundsatz
Echtes betriebliches Gesundheitsmanagement ist
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Public Health
Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt gehört
diesbezüglich zu den vielversprechendsten
Public-Health-Tätig...
Kontinuität und Ganzheitlichkeit
Die betriebliche Gesundheitsförderung muss den
Menschen als physisches, psychisches und
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Gesundheitsgerechte Arbeitsgestaltung
Die Arbeitsbedingungen im weitesten Sinne
müssen in einer Weise gestaltet oder verän...
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Frau Dr. Kdolsky: "Prävention" 2. Jahrestagung, Stegersbach

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Dr. Andrea Kdolsky (pwc healt care)

Frau Dr. Kdolsky war von 2001 bis 2004 Fachärztin für Anästhesie am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien. In dieser Zeit absolvierte sie an der Wirtschaftsuniversität Wien einen Lehrgang für Krankenhausmanagement und Ökonomie. Zwischen 2004 und 2005 wurde sie als stellvertretende Geschäftsführerin im Bundesinstitut für internationalen Bildungs- und Technologietransfer 2005 wechselte Kdolsky als Regionalmanagerin in die niederösterreichische Landeskliniken-Holding, wurde jedoch sehr bald zur medizinischen Geschäftsführerin bestellt. Am 11. Januar 2007 wurde sie Gesundheits- und Familienministerin. Frau Dr. Kdolsky ist derzeit bei pwc Director for Health Care.

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Frau Dr. Kdolsky: "Prävention" 2. Jahrestagung, Stegersbach

  1. 1. Der medizinische Aspekt von Prävention Prävention, Verbesserung der Lebensqualität, Steigerung der Produktivität und Reduktion der Kostenexplosion im Gesundheitswesen 2. Jahrestagung Resilienz, Stegersbach 8.-9.5.2014
  2. 2. Gesundheitsdefinition der WHO „Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ („Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity.“) Dr. Andrea Kdolsky 2
  3. 3. Begriffsbestimmung (Krankheits) Prävention Bedeutung: Vorbeugung, Verhütung Ziel:  die Vermeidung des Auftretens von Krankheiten  die Verringerung ihrer Verbreitung  die Verminderung ihrer Auswirkungen auf Morbidität und Mortalität der Bevölkerung Dr. Andrea Kdolsky 3
  4. 4. Begriffsbestimmung (Krankheits) Prävention Arten der Prävention (G. Caplan 1964): Primärprävention setzt vor Eintreten der Krankheit ein und zielt darauf ab, ein Neuauftreten einer Erkrankung zu verhindern (Lebensstil, Stressbewältigung, Suchtprävention, I mpfprogramme) Dr. Andrea Kdolsky 4
  5. 5. Begriffsbestimmung (Krankheits) Prävention Arten der Prävention (G. Caplan 1964): Sekundärprävention - setzt beim Frühstadium einer Krankheit an und dient der Früherkennung von Krankheiten und der Eindämmung ihres Fortschreitens (Progredienz) oder der Chronifizierung der Erkrankung (Massen-Screenings) Dr. Andrea Kdolsky 5
  6. 6. Begriffsbestimmung (Krankheits) Prävention Arten der Prävention (G. Caplan 1964): Tertiärprävention - findet nach einer Akutbehandlung oder der Manifestation einer Erkrankung statt. Mit ihr sollen Folgeschäden und Rückfälle verhindert werden (z.B. Verhinderung von Nierenversagen bei insulinpflichtigen Diabetes) Dr. Andrea Kdolsky 6
  7. 7. Begriffsbestimmung (Krankheits) Prävention Arten der Prävention (G. Caplan 1964): Quartärprävention (M.Jamoulle 1986) - hat die Verhinderung unnötiger Medizin oder Verhinderung von Übermedikalisierung zum Ziel „soviel als nötig, sowenig als möglich“ Dr. Andrea Kdolsky 7
  8. 8. Begriffsbestimmung (Krankheits) Prävention Ansatzpunkte von Massnahmen: Verhaltensprävention - nimmt Einfluss auf das individuelle Gesundheitsverhalten/ Gesundheitszustand. Aufklärung, Information, Stärkung der Persönlichkeit, oder auch Sanktionen, sollen den Einzelne motivieren, Risiken zu vermeiden. "Rauchen gefährdet die Gesundheit" Dr. Andrea Kdolsky 8
  9. 9. Begriffsbestimmung (Krankheits) Prävention Ansatzpunkte von Massnahmen: Verhältnisprävention - nimmt Einfluss auf Gesundheit bzw. Krankheit, indem sie Veränderungen der Lebensbedingungen der Menschen anstrebt (Arbeit, Familie, Freizeit oder auch Umweltbedingungen), um diese möglichst risikoarm zu gestalten. „Helmpflicht“ Dr. Andrea Kdolsky 9
  10. 10. Methoden der (Krankheits) Prävention Stärkung der Motivation und der Gesundheits- kompetenz der Menschen um gesundheits- schädliches Verhalten zu reduzieren und gesundheitsförderliches Verhalten zu intensivieren (Patient Empowerment, Health Literacy) Dr. Andrea Kdolsky 10
  11. 11. Methoden der (Krankheits) Prävention Maßnahmen des Gesetzgebers, um mit Hilfe von Gesetzen und Vorschriften, sowie entsprechenden Sanktionsmaßnahmen, präventives Verhalten durchzusetzen. (Gesundheitsförderungsgesetz, Gesundheitsziele, …) Dr. Andrea Kdolsky 11
  12. 12. Methoden der (Krankheits) Prävention Ökonomische Anreiz- und Bestrafungssysteme (Bonus/Malus), mit denen das Verhalten des Einzelnen und die Verhältnisse präventiv beeinflusst werden sollen. (SVA – Modell der Lebensstiländerung mit damit verbundener Beitragsreduktion) Dr. Andrea Kdolsky 12
  13. 13. Prävention versus Gesundheitsförderung Abgrenzung: Prävention - Verringerung und Vermeidung von Risikofaktoren geht (Pathogenese „was macht krank“) Gesundheitsförderung – Erhöhung der Schutzfaktoren und Stärkung der gesundheitlichen Lebensbedingungen (Salutogenese „was hält gesund“) Dr. Andrea Kdolsky 13
  14. 14. Historie der Gesundheitsförderung Eine zunehmende Unzufriedenheit mit den öffentlichen Gesundheitssystemen hat in den 1970er Jahren innerhalb der WHO zu einer gesundheitspolitischen Umorientierung geführt. Dr. Andrea Kdolsky 14
  15. 15. Historie der Gesundheitsförderung Das erste Signal in diese Richtung setzte die WHO mit ihrer Erklärung von Alma Ata zu “primary medical care”, und positionierte es über das WHO - Programm “Gesundheit 2000” Dr. Andrea Kdolsky 15
  16. 16. Dr. Andrea Kdolsky 16
  17. 17. Historie der Gesundheitsförderung Diese Vorläufer mündeten schließlich in das Konzept der Gesundheitsförderung ein Dr. Andrea Kdolsky 17
  18. 18. Historie der Gesundheitsförderung  die Menschen werden in ihren alltäglichen Lebenszusammenhängen angesprochen und es werden nicht ausschließlich spezifische Risikogruppen erfasst;  Gesundheitsförderung zielt darauf ab, die Bedingungen und Ursachen von Gesundheit zu beeinflussen; Dr. Andrea Kdolsky 18
  19. 19. Historie der Gesundheitsförderung  Gesundheitsförderung verbindet unterschiedliche, aber einander ergänzende Maßnahmen und Ansätze;  Gesundheitsförderung bemüht sich besonders um eine konkrete und wirkungsvolle Teilnahme der Öffentlichkeit. Dr. Andrea Kdolsky 19
  20. 20. Ottawa-Konferenz Diese 1986 anlässlich der Ottawa-Konferenz formulierten Ziele mündeten in verschiedene Schwerpunktprogramme ein, die entsprechend der Konzeption in verschiedenen Lebenswelten ansetzten. Dr. Andrea Kdolsky 20
  21. 21. Ottawa-Konferenz Nach der Zielgruppe der Familie folgt die ”Gesundheitsfördernde Schule”, anschließend der Schwerpunkt ”Gesunde Städte” und zuletzt wurde die Arbeitswelt als ein Bereich ausgewählt in welchem Gesundheitsförderungsaktivitäten gesetzt werden sollen. Dr. Andrea Kdolsky 21
  22. 22. Definition Betriebliche Gesundheitsförderung ist eine Vision - die Vision, dass gesunde Menschen in gesunden Organisationen arbeiten. Dr. Andrea Kdolsky 22
  23. 23. Definition Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) bezeichnet eine mehrere Analyse- und Gestaltungsebenen umfassende Handlungsstrategie auf den Ebenen Mensch – Organisation – Arbeit, die strategisch und methodisch darauf abzielt, Gesundheitsressourcen im Unternehmen aufzubauen. Dr. Andrea Kdolsky 23
  24. 24. Definition In methodischer Hinsicht relevant ist hierbei die Anwendung wesentlicher Prinzipien der Gesundheitsförderung - wie v.a. das Prinzip der Salutogenese von Aaron Antonovsky - auf das Gestaltungsfeld "Betrieb". Salutogenese: Wissenschaft von der Entstehung von Gesundheit Dr. Andrea Kdolsky 24
  25. 25. Definition Definitorisch und gesundheitspolitisch spielt im europäischen Raum die Luxemburger Deklaration (1997) eine wesentliche Rolle. Die betriebliche Gesundheitsförderung ist aber auch im Themenkreis der Vereinbarkeit von Privatleben, Familie und Beruf und Work-Life- Balance von wachsender Bedeutung. Dr. Andrea Kdolsky 25
  26. 26. Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der EU Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) umfasst alle gemeinsamen Maßnahmen von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Gesellschaft zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeits-platz. Dies kann durch eine Verknüpfung folgender Ansätze erreicht werden: Dr. Andrea Kdolsky 26
  27. 27. Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der EU  Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Arbeitsbedingungen  Förderung einer aktiven Mitarbeiterbeteiligung  Stärkung persönlicher Kompetenzen Dr. Andrea Kdolsky 27
  28. 28. Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der EU Grundlage für die aktuellen europaweiten Aktivitäten zur betrieblichen Gesundheits- förderung sind zwei Faktoren: Dr. Andrea Kdolsky 28
  29. 29. Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der EU Einerseits hat die EG-Rahmenrichtlinie Arbeitsschutz (Richtlinie des Rates 89/391/ EWG) eine Neuorientierung des traditionellen Arbeitsschutzes in Gesetzgebung und Praxis eingeleitet. Zum anderen wächst die Bedeutung des Betriebs als Handlungsfeld der öffentlichen Gesundheitsvorsorge (Public Health). Dr. Andrea Kdolsky 29
  30. 30. Methode Mit Hilfe salutatorischen Ansatzes wird angestrebt, gesundheitsbezogene betriebliche Handlungsfelder herauszufiltern und zu analysieren (z.B. Gesundheitssituation im Betrieb/Krankenstände, Fluktuation, Fehlzeiten, Motivationsfragen, Betriebsklima), um auf dieser Basis unter entsprechender Partizipation der Mitarbeiter Gesundheitsressourcen im Unternehmen aufzubauen. Dr. Andrea Kdolsky 30
  31. 31. Methode Salutogen wirksame betriebliche Gesundheitsprojekte setzen methodisch den Schwerpunkt auf Maßnahmenpakete, die unter Beachtung des Setting-Ansatzes generiert wurden und des Weiteren ein entsprechendes Empowerment, also eine themenbezogene Kompetenzentwicklung seitens der Zielgruppe, anstreben. Dr. Andrea Kdolsky 31
  32. 32. Zielrichtung Dies stellt erhöhte fachliche Anforderungen v.a. an die Arbeitspsychologie und an die Arbeitsmedizin. Auch Mitarbeiter im Personalwesen und Mitglieder der Betriebs- und Personalräte müssen sich hier entsprechend weiterbilden. Dr. Andrea Kdolsky 32
  33. 33. Zielrichtung Letztlich stellt die Betriebliche Gesundheits- förderung auch eine Managementthematik bzw. ein modernes betriebliches Steuerungs-, Integrations- und Führungsinstrument dar. Dr. Andrea Kdolsky 33
  34. 34. Zielrichtung Grundansatz ist hierbei immer die Einbeziehung der Mitarbeiter und die Erhöhung ihrer gesundheitsbezogenen Handlungsfähigkeit Empowerment. Dr. Andrea Kdolsky 34
  35. 35. Zielrichtung Der ROI (Return On Investment) für Maßnahmen im Bereich der Betrieblichen Gesundheits- förderung wird in einschlägigen internationalen Studien (z.B. Bundesverband der deutschen Betriebskrankenkassen) mit dem Verhältnis 1:3 beziffert, was dieses Instrumentarium als ökonomisch hocheffektiv ausweist Dr. Andrea Kdolsky 35
  36. 36. Zielrichtung Zusätzlich werden betrieblich vorteilhafte personalpolitische Steuerungsmöglichkeiten (Ressourcen in Person, Organisation, Arbeit – wie z.B. verbessertes Gesundheitsverhalten in Beruf und Freizeit, optimierte innerbetriebliche Kooperation/erhöhte Arbeitsfreude, professioneller Umgang mit Arbeitsbelastungen) erzeugt, die bis hin zur Unternehmenspolitik, - kultur und –strategie reichen können (Betriebliches Gesundheitsmanagement). Dr. Andrea Kdolsky 36
  37. 37. Grundsatz Echtes betriebliches Gesundheitsmanagement ist ein integraler Bestandteil aller Management- prozesse einer Organisation. Je mehr Ebenen des Unternehmens erfasst werden, desto wirksamer ist es. Dr. Andrea Kdolsky 37
  38. 38. Public Health Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt gehört diesbezüglich zu den vielversprechendsten Public-Health-Tätigkeitsfeldern. Dr. Andrea Kdolsky 38
  39. 39. Kontinuität und Ganzheitlichkeit Die betriebliche Gesundheitsförderung muss den Menschen als physisches, psychisches und soziales Wesen ansprechen und sie ist als ein kontinuierlicher Prozess zu begreifen, der in die betriebliche Organisation und die Arbeitsabläufe eingebunden ist und auch die sich wandelnden Bedingungen im Unternehmen nachvollzieht; Dr. Andrea Kdolsky 39
  40. 40. Gesundheitsgerechte Arbeitsgestaltung Die Arbeitsbedingungen im weitesten Sinne müssen in einer Weise gestaltet oder verändert werden, dass sie geeignet sind, die Gesundheit zu erhalten und gesundheitsgerechtes Verhalten fördern; Dr. Andrea Kdolsky 40

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