Lasst uns froh und munter sein!

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Ein besinnlicher Weihnachtsvortrag zum Beweis der Behauptung, Forschung müsse Spaß machen. Ein Vortrag von Christian Spannagel an der Uni Würzburg, 18.12.2013

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Lasst uns froh und munter sein!

  1. 1. Lasst uns froh und munter sein! Ein sinnlicher Weihnachtsvortrag zum Beweis der Behauptung, Forschung müsse Spaß machen! Christian Spannagel Pädagogische Hochschule Heidelberg http://www.christian-spannagel.de
  2. 2. Was erwartet euch? 2
  3. 3. Zugelassene Hilfsmittel 3
  4. 4. Zu beweisen: Satz 1: Forschen macht Spaß! 4
  5. 5. Definition „Spaß“ Dem Unverständigen macht Dummheit Spaß, wer Einsicht hat, geht den geraden Weg. (Sprüche 15,21) 5
  6. 6. Zugelassene Hilfsmittel (II) 6
  7. 7. Definition 1 (Spaß): Sei t eine Tätigkeit. 7
  8. 8. Zu beweisen: Satz 1: Forschen bereitet Freude! Definition 1 (Spaß): Sei t eine Tätigkeit. Korollar 1: Forschen macht Spaß! 8
  9. 9. Definition 2 (Freude) Mein Sohn, wenn du klug und einsichtig wirst, ist das eine herzliche Freude für mich. (Sprüche 23,15) Es gibt keine größere Freude für mich, als zu hören, dass meine Kinder der Wahrheit gemäß leben (3. Johannes 1,4) 9
  10. 10. Definition 2 (Freude) Die Freude ist das Stammwort zu froh. Sie ist eine Beglückung, eine helle oder heitere Simmung, ein Frohgefühl. In der Freude fühlt man sich wohl, es sind im Augenblick alle seelischen Bedürfnisse erfüllt. (Wikipedia) Definition 2 (Freude): Freude = Frohgefühl. 10
  11. 11. Definition 3: „Forschen“ Unter Forschung versteht man im Gegensatz zum zufälligen Entdecken die systematische Suche nach neuen Erkenntnissen sowie deren Dokumentation und Veröffentlichung. Definition 3 (Forschung): mit S = systematische Suche nach neuen Erkenntnissen D = Dokumentation V = Veröffentlichung 11
  12. 12. Wissenschaft? Satz 2 (Satz von Humboldt): Satz 3 (Satz von der Gewerkschaft): Korollar 2 (Lehre ist Forschung): 12
  13. 13. Definition 4: „Forschen“ Definition 4 (Forschung im erweiteren Sinne): mit S = systematische Suche nach neuen Erkenntnissen D = Dokumentation V = Veröffentlichung L = Lehre Zu zeigen: 13
  14. 14. Beweise in der Bibel? und richtete mein Herz zu suchen und zu forschen weislich alles, was man unter dem Himmel tut. Solche unselige Mühe hat Gott den Menschenkindern gegeben, daß sie sich darin müssen quälen. (Prediger 1, 13) Denn wo viel Weisheit ist, da ist viel Grämens; und wer viel lernt, der muß viel leiden. (Prediger 1,18) 14
  15. 15. Beweise in der Bibel? Darum sage ich: Lasst euch vom Geist leiten, dann werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen. […] Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage und Ähnliches mehr. […] Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung; dem allem widerspricht das Gesetz nicht. (Paulus: Galater 5, 16-26) 15
  16. 16. Beweise in der Bibel? Satz 4 (Erster Satz von Paulus): Satz 5 (Zweiter Satz von Paulus): Satz 6 (Dritter Satz von Paulus): zu zeigen: (Behauptung von der Sündenfreiheit) 16
  17. 17. Werke des Fleisches Früchte des Geistes Liebe Unzucht Friede Unsittlichkeit Eifersucht Neid Freude Missgunst Jähzorn Eierkuchen Freundlichkeit Güte etc.pp. etc.pp. 17
  18. 18. Die sieben Todsünden Werke des Fleisches Avaritia (Geiz, Habgier) Superbia (Hochmut, Eitelkeit, Stolz, Übermut) Gula (Völlerei, Gefräßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht) Acedia (Faulheit, Feigheit, Ignoranz, Trägheit des Herzens) Luxuria (Wollust, Ausschweifung, Genussucht) Invidia (Neid, Eifersucht, Missgunst) Ira (Zorn, Rachsucht, Vergeltung) zu zeigen: Übersicht aus Wikipedia, Die 7 Todsünden 18
  19. 19. Avaritia (Geiz, Habgier) Mit Informationen und Materialien geizen Sharism „Datengeheimnis“ 19
  20. 20. Forschungsideen online Aber dann könnte mir ja jemand meine Ideen klauen… http://wiki.dunkelmunkel.net/index.php?title=Forschungsideen 20
  21. 21. „Sofortpublikation“ durch Bloggen Aber ich könnte ja Fehlerhaftes bloggen… http://cspannagel.wordpress.com 21
  22. 22. Open Science Web 22
  23. 23. Kleine Beweisaufgabe für zu Hause Satz 8 (Satz vom Teilen):
  24. 24. Superbia (Hochmut, Eitelkeit) Distanz „Kollege“ Elfenbeinturm & Relevanzfrage 24
  25. 25. Relevanzfrage 25
  26. 26. In die Praxis gehen! Satz 9 (Theorie-Praxis-Verschränkung): 26
  27. 27. Open Science Web 27
  28. 28. Aktionsforschung / Entwicklungsforschung planen Literatur Theorie handeln Web Daten bewerten 28
  29. 29. Kleine Beweisaufgabe für zu Hause Satz 10 (Satz vom Problemlösen): und mit Satz 8 (Theorie-Praxis-Verschränkung) folgt direkt: Satz 11 (Satz der Aktionsforschung): 29
  30. 30. Definition 4: „Forschen“ Definition 4 (Forschung im erweiteren Sinne): mit S = systematische Suche nach neuen Erkenntnissen D = Dokumentation V = Veröffentlichung L = Lehre Zu zeigen: 30
  31. 31. Acedia (Faulheit, Trägheit) Unkritisch übernommene Lehrkonzepte 31
  32. 32. Vorlesungen – ein Auslaufmodell? Demonstrationen Tempo Expertenwissen Langeweile Kein Feedback 32
  33. 33. Youtube-Aufzeichnungen http://www.youtube.com/user/pharithmetik 33
  34. 34. Reflexion in meinem Weblog 34
  35. 35. Flipped classroom Input Aktivität traditional classroom flipped classroom http://tinyurl.com/umgedrehtemathevorlesung 35
  36. 36. Aktives Plenum Tafel Dozent In: Berger, Grzega & Spannagel (2011). Lernen durch Lehren im Fokus. Berlin: epubli. 36
  37. 37. Unsicherheiten eingehen! 37
  38. 38. Kleine Beweisaufgabe für zu Hause Satz 12 (Satz vom Flow): 38
  39. 39. Spermatozoiden-Metapher (nach Jean-Pol Martin) 39
  40. 40. Invidia (Neid, Missgunst) Diskussionsprofilierung LiteraturverzeichnisCheck 40
  41. 41. Invidia (Neid, Missgunst) Zu derselben Stunde traten die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist der Größte im Himmelreich? Jesus rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. (Mt 18,1-3) 41
  42. 42. Was man sich bei Kindern abschauen kann... Echte Fragen „mit Relevanz“ ● Neugier ● Experimentierfreude ● Mut / Sorglosigkeit ● Keine Angst vor Fehlern! ● Frustrationstoleranz ● Verrückte Ideen! ● Bild von roseoftimothywoods, CC-BY, http://www.flickr.com/photos/madfox/29367611/ 42
  43. 43. Bildungsexpedition www.bildungsexpedition.de 43
  44. 44. MOOC „Mathematisch denken“ Infos und Anmeldung unter: http://tinyurl.com/mathemooc 44
  45. 45. Kleine Beweisaufgabe für zu Hause Satz 13 (Satz von der Verrücktheit): 45
  46. 46. Kinder.... spielen! „Warum spielen kleine Kinder so gerne? Weil sie ihre Welt entdecken, begreifen und erfahren wollen. Dabei schaffen sie es dann irgendwie in und mit ihrem Kopf das zu entwickeln, was wir als „Phantasie“ bezeichnen, die Grundlage für wissenschaftliches und kreatives Arbeiten.“ (Thorsten Daubenfeld) http://www.adhibeo.de/2013/12/13/gamification-neues-elearning-konzept-fur-die-chemie/ 46
  47. 47. Creatures of the Night 47
  48. 48. Playgroup Heidelberg http://www.playgrouphd.de/ 48
  49. 49. Kleine Beweisaufgabe für zu Hause Satz 14 (Spieltheorie): Satz 15 (Kein Spiel ohne Regeln): 49
  50. 50. Wissenschaftliches Arbeiten ● Forschungsmethoden ● Statistik ● Wissenschaftliches Schreiben ● Präsentieren 50
  51. 51. Literaturverzeichnis: APA style • Buch: – Horton, W. & Horton, K. (2003). E-learning tools and technologies. Indianapolis: Wiley. • Artikel in einem Herausgeberwerk: – Shuell, T. (1996). Teaching and learning in a classroom context. In D.C. Berliner & R. Calfee (Hrsg.), Handbook of educational psychology (S. 726– 764). New York: Macmillan. • Journal-Artikel: – Ertmer, P. A., Evenbeck, E., Cennamo, K. S. & Lehman, J. D. (1994). Enhancing self-efficacy for computer technologies through the use of positive classroom experiences. Educational Technology Research and Development, 42(3), 45–62. 51
  52. 52. Kreativität Innovationen Spaß Inhalt Relevanz Fokus auf Methodik 52
  53. 53. Was ist jetzt noch offen? ist widerlegt: (Behauptung von der Sündenfreiheit) Satz 8 (Satz vom Teilen): Satz 9 (Theorie-Praxis-Verschränkung): Satz 10 (Satz vom Problemlösen): Satz 11 (Satz der Aktionsforschung): 53
  54. 54. Was ist jetzt noch offen? Satz 12 (Satz vom Flow): Satz 13 (Satz von der Verrücktheit): Satz 14 (Spieltheorie): 54
  55. 55. … um letztlich zu zeigen Satz 1: Forschung macht Spaß! Vorschlag: Axiom 1: Forschung muss Spaß machen! 55
  56. 56. … und Weihnachten?? Ich denke des Nachts an mein Saitenspiel und rede mit meinem Herzen; mein Geist muß forschen. (Psalm 77,7) Axiom 2: Der Geist muss forschen. Axiom 1: Forschen muss Spaß machen! Definition 2 (Freude): Freude = Frohgefühl. Satz 24.12 (Satz von Weihnachten): Lasst und froh und munter sein! 56
  57. 57. (Satz von der Fachschaft) 57
  58. 58. Viel Spaß beim Forschen! Christian Spannagel Pädagogische Hochschule Heidelberg E-Mail: spannagel@ph-heidelberg.de Twitter: @dunkelmunkel Facebook: dunkelmunkel http://www.christian-spannagel.de 58

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