Computacenter
AG & Co. oHG, Kerpen
Geschäftsbericht 2010
2 5-JAHRES-RÜCKBLICK

5-Jahres-Rückblick

Computacenter plc. Konzern, Hatfield/Großbritannien (1)
in Mio. GBP	

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EDITORIAL 3

Editorial

Kerpen, im August 2011
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
das Comeback des Jahres 2010 war das der...
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Computacenter
AG & Co. oHG, Kerpen
Bilanz zum 31.12.2010		
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Computacenter
AG  Co. oHG, Kerpen 		
Gewinn- und
Verlust­echnung für 2010
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GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 7

		
		
1.	Umsatzerlöse	
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3.	 Sonstige bet...
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ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

Computacenter
AG  Co. oHG, Kerpen
Anhang für das
Geschäftsjahr 2010
Allgemeine Angab...
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§ 264 a Abs. 1 HGB.
Zur Verbesserung der Transparenz des
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­ achanlagevermögens wurden in Erweiterung
des gesetzlichen ...
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ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten
angesetzt, vermindert um notwendige Absc...
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Erläuterung zur Bilanz
3. Immaterielle Vermögensgegenstände
Die immateriellen Vermögensgegenstände
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ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

4. Sachanlagen
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5. Finanzanlagen
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ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

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7. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
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ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

8.  assenbestand, Guthaben bei
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ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

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Erläuterung zur Gewinn- und
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16. Umsatzerlöse
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ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

24. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
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den getätigten Sicherungsgeschäften immer
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­ egenläufige Einkaufsgeschäfte gegenüber.
Die Ermittlung des beizulegende...
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ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

€ 13.003.063,60 einen Betrag in Höhe von €
3.000.000,00 auszuschütten und den Rest­...
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Dr. Karsten Freihube
Computacenter AG, Köln

Hans-Georg Freitag
Computacenter AG, Köln

Frank Kottmann
Computacenter A...
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LAGEBERICHT 2010

Computacenter
AG  Co. oHG, Kerpen
Lagebericht 2010
Konjunkturelles Umfeld und der
I
­T-Markt in Deut...
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on Investment, die Flexibilität von IT sowie
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­ n-Demand- und Pay-Per-Use-Modelle. Eine
Entwicklung, die Computacente...
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LAGEBERICHT 2010

Im Jahresvergleich stiegen sowohl die Umsatz­
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die Nachfrage über das Jahr hinweg mehr und
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LAGEBERICHT 2010

Ergebnisentwicklung

Nachtragsbericht

Trotz des schwierigen Jahresbeginns konnte auch
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Entwicklung der Geschäftsbereiche
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LAGEBERICHT 2010

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LAGEBERICHT 2010

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mussten die Servicemargen in Summe einen
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LAGEBERICHT 2010

Vermögenslage
Die Bilanzsumme der CC oHG beläuft sich zum
31. Dezember 2010 auf 372 Mio€ und liegt ­...
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Finanzlage
Die CC oHG verfolgt als Ziel ihres Finanzmanagements, eine weitestgehend eigenständige Finanzierung ihrer G...
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LAGEBERICHT 2010

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LAGEBERICHT 2010

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LAGEBERICHT 2010

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­ ffizienz in der Serviceerbringung mit Indus­
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  1. 1. Computacenter AG & Co. oHG, Kerpen Geschäftsbericht 2010
  2. 2. 2 5-JAHRES-RÜCKBLICK 5-Jahres-Rückblick Computacenter plc. Konzern, Hatfield/Großbritannien (1) in Mio. GBP 2010 2009 2008 2007 2006 Umsatzerlöse (gesamt) 2.676 2.503 2.560 2.379 2.270 Ergebnis vor Steuern (1) Mitarbeiter (2) 66,1 54,2 43,1 42,7 38,0 10.514 10.296 10.217 9.903 9.328 (1) vor außerordentlichen Posten und Abschreibungen von „acquired intangibles“ (2) zum jeweiligen Jahresende Computacenter AG & Co. oHG, Kerpen/Deutschland in Mio. EUR 2010 2009 2008 2007 2006 Umsatzerlöse (gesamt) 1.187 1.056 1.082 1.090 1.009 Umsatzerlöse (Service) 408 403 407 397 366 EBIT (1) 24,7 23,5 18,2 13,5 3,3 Mitarbeiter (2) 3.923 3.869 3.884 3.754 3.659 (1) Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und außerordentliches Ergebnis (2) Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende)
  3. 3. EDITORIAL 3 Editorial Kerpen, im August 2011 Sehr geehrte Leserinnen und Leser, das Comeback des Jahres 2010 war das der deutschen Wirtschaft: Sie erzielte das stärkste W ­ achstum seit der Wiedervereinigung. Diese günstige Entwicklung ging auch nicht spurlos an der I ­T-Industrie vorbei – vielmehr führte sie zu Investitionen in Hard- und Software sowie in geschäfts­ unterstützende IT-Projekte und -Services, wie sie die Branche seit Jahren nicht mehr erlebt hat. An dieser positiven Entwicklung partizipierte auch die Computacenter AG & Co. oHG. Im Gleichschritt mit der Konjunkturentwicklung verzeichnete die Gesellschaft nach einer Anlaufschwäche in den ersten Monaten einen starken Geschäftsverlauf in der zweiten Hälfte 2010. Über das Jahr gesehen stiegen sowohl die Umsatzerlöse als auch das operative Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragssteuern (EBIT) deutlich an und verbesserten die Ertragslage weiter. Mit 1.187 Mio€ nach 1.056 Mio€ im Vorjahr wies der Umsatz einen der besten Werte der Firmengeschichte auf. Die Gesellschaft konnte damit i ­nsgesamt ihr Wachstumsziel für das Geschäftsjahr 2010 erreichen. Die schwächeren ersten Monate nutzte Computacenter, um die Verschmelzung mit dem Tochterunternehmen becom Informationssysteme GmbH abzuschließen und strategische Themen zu treiben: Beispielsweise wurden eine neue Portfoliostruktur entwickelt, die outsourcingbezogenen Erbringungseinheiten in einer Managed Services Factory konsolidiert oder die Einführung eines gruppenweiten ERP-Systems vorangetrieben. In Summe war 2010 voller Herausforderungen und Veränderungen, die Computacenter dank des beeindruckenden Engagements seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervorragend gemeistert hat. Die positive Dynamik des zweiten Halbjahres konnte die Gesellschaft mit in das Jahr 2011 hinüber­ nehmen: Alle bisherigen Resultate der Computacenter AG & Co. oHG geben Anlass für Optimismus und positive Erwartungen für das Ergebnis 2011. Mit freundlichen Grüßen Oliver Tuszik Hans-Georg Freitag Chief Executive Officer, Vorstandsvorsitzender Chief Financial Officer, Finanzvorstand
  4. 4. 4 Computacenter AG & Co. oHG, Kerpen Bilanz zum 31.12.2010 AKTIVA 31.12.2010 31.12.2009 EUR EUR EUR A. ANLAGEVERMÖGEN I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. ntgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und E ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2. Geleistete Anzahlungen 2.232.979,00 2.488.271,00 7.275,00 347.565,65 2.240.254,00 2.835.836,65 II. Sachanlagen 1. Mietereinbauten 3.742.253,00 4.245.690,00 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.478.322,00 6.541.259,64 16.000,00 188.314,41 3. Geleistete Anzahlungen 12.236.575,00 10.975.264,05 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2. Beteiligungen 4.110.314,39 6.127.846,49 54.000,00 0,00 4.164.314,39 6.127.846,49 18.641.143,39 19.938.947,19 B. UMLAUFVERMÖGEN I. Vorräte 1. Unfertige Leistungen 24.751.673,87 17.209.940,21 2. Waren 30.896.699,77 23.830.201,82 55.648.373,64 41.040.142,03 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3. Sonstige Vermögensgegenstände 203.704.533,38 155.784.499,56 7.000.477,44 16.262.040,11 21.837.655,06 13.061.759,74 232.542.665,88 185.108.299,41 III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 50.696.510,93 29.110.149,74 338.887.550,45 255.258.591,18 C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 14.917.091,64 15.743.259,97 372.445.785,48 290.940.798,34
  5. 5. BI L AN Z 5 PASSIVA 31.12.2010 31.12.2009 EUR EUR EUR A. EIGENKAPITAL I. Kapitalanteile 10.545.500,00 10.545.500,00 II. Rücklagen 73.132.667,41 64.426.514,45 III. Jahresüberschuss 13.003.063,60 22.218.218,57 96.681.231,01 97.190.233,02 B. RÜCKSTELLUNGEN 1. Steuerrückstellungen 2. Sonstige Rückstellungen 964.630,90 1.882.890,00 54.906.455,54 42.229.571,46 55.871.086,44 44.112.461,46 C. VERBINDLICHKEITEN 1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.248.620,36 7.491.119,84 117.104.846,02 71.529.963,72 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.883.443,47 14.726.095,38 4. Sonstige Verbindlichkeiten 27.348.129,61 19.942.350,32 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen davon aus Steuern EUR 17.552.508,28 (Vj. EUR 11.403.360,45) 186.585.039,46 113.689.529,26 D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 33.308.428,57 35.948.574,60 372.445.785,48 290.940.798,34
  6. 6. 6 Computacenter AG Co. oHG, Kerpen Gewinn- und Verlust­echnung für 2010 r
  7. 7. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 7 1. Umsatzerlöse 2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 3. Sonstige betriebliche Erträge EUR 2010 2009 EUR EUR 1.187.437.734,02 1.056.358.620,26 7.541.733,66 1.826.997,42 52.227.283,85 34.984.308,28 davon aus Währungsumrechnung EUR 7.488.583,05 (Vj. EUR 2.336.883,28) 1.247.206.751,53 1.093.169.925,96 4. Materialaufwand a) Aufwendungen für bezogene Waren 738.033.385,43 619.211.352,03 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 158.601.342,00 153.908.509,56 5. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben 207.514.682,13 196.049.945,00 33.173.863,81 31.516.495,61 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.008.745,64 64.687.271,74 davon aus Währungsumrechnung EUR 7.521.628,52 6.304.716,67 78.799.958,77 (Vj. EUR 2.399.900,77) 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.222.427.948,81 1.069.382.319,58 215.287,76 119.751,31 davon aus verbundenen Unternehmen EUR 72.501,74 (Vj. EUR 2.553,50) 9. Abschreibungen (-) / Zuschreibungen (+) auf Finanzanlagen 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 97.517,63 0,00 622.068,02 522.026,70 davon aus verbundenen Unternehmen EUR 162.600,42 (Vj. EUR 201.492,64) -309.262,63 -402.275,39 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 24.469.540,09 23.385.330,99 12. Außerordentliche Aufwendungen 10.235.649,30 0,00 14.233.890,79 23.385.330,99 13. Steuern vom Ertrag -1.111.099,56 -833.107,95 14. Sonstige Steuern -119.727,63 -334.004,47 15. Jahresüberschuss 13.003.063,60 22.218.218,57
  8. 8. 8 ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010 Computacenter AG Co. oHG, Kerpen Anhang für das Geschäftsjahr 2010 Allgemeine Angaben Die Computacenter AG Co. oHG (im Folgenden auch „CC oHG“ oder „Gesellschaft“ genannt) ist eine offene Handelsgesellschaft deutschen Rechtes mit Sitz am Europaring 34–40, 50170 Kerpen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der HRA 18096 eingetragen. Geschäftszweck der CC oHG ist die Erbringung von Service- und Dienstleistungen im B ­ ereich der Datenverarbeitung, der Vertrieb von EDV-Hardware und -Software, die Abwicklung von Netzwerk- und EDV-Projekten sowie die Entwicklung neuer Lösungen in allen Bereichen der Informationstechnologie. Als deutsches verbundenes Unternehmen der Computacenter plc., Hatfield/Großbritannien, b ­ etreibt die Gesellschaft ihr Geschäft überwiegend im Inland und ist in das internationale N ­ etzwerk der Computacenter-Gruppe einbe­ zogen. Die Computacenter plc. notiert an der Börse in London. Soziale Verantwortung ist ein elementarer B ­ estandteil der Nachhaltigkeitsorientierung der Gesellschaft. Dies betrifft neben der eigenen B ­ elegschaft auch alle Lieferanten und anderen Geschäftspartner. Als international aufgestellte Unternehmensgruppe hat sich Computacenter verpflichtet, bei ihrer Geschäftstätigkeit den Grundsätzen des United Nations Global Compact (Globaler Pakt der Vereinten Nationen) zu folgen. Ausweis, Bilanzierung und Bewertung 1. Ausweisgrundsatz Der Jahresabschluss der CC oHG ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handels­ gesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25. Mai 2009 unter Beachtung der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie des Gesellschaftsvertrages aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Anwendung der geänderten Vorschriften erfolgte erstmals für das Geschäftsjahr 2010. Bei der erstmaligen Aufstellung des Abschlusses nach BilMoG wurden die Vorjahresvergleichszahlen aufgrund des Wahlrechts des Artikels 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst. Die Gesellschaft ist eine große Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 i.V.m.
  9. 9. 9 § 264 a Abs. 1 HGB. Zur Verbesserung der Transparenz des S ­ achanlagevermögens wurden in Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas Sachanlageinvestitionen in Ein- und Umbauten in die G ­ eschäftsräume als „Mietereinbauten“ separat ausgewiesen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Sofern erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die planmäßigen A ­ bschreibungen werden zeitanteilig und nach der linearen Methode bemessen. Im Überblick ergeben sich die folgenden A ­ bschreibungsdauern, die auch der jeweiligen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechen (Tab. 1) Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit e ­ inem Einzelanschaffungspreis von bis zu € 410,00 werden unverändert im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Sofern sich die Notwendigkeit zur Aktivierung von geleasten Sachanlagen ergibt, werden diese Anlagegegenstände handelsrechtlich mit ihrem Barwert angesetzt und über die Laufzeit des L ­ easingvertrages linear abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeit wird mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag ausgewiesen; der darin enthaltene Zinsanteil wird aktivisch abgegrenzt und über die Laufzeit der Leasingverträge aufgelöst. Software und Softwarelizenzen 4 Jahre Kundenstamm 5–10 Jahre Mietereinbauten 10 IT-Hardware 3–7 Jahre Jahre bzw. kürzere vertragliche Grundmietzeit Büromöbel 13 Jahre Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 5–14 Jahre (Tab. 1)
  10. 10. 10 ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010 Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um notwendige Abschreibungen. Die unfertigen Leistungen werden mit den auf sie entfallenden Einzelkosten bewertet. Die anteiligen Lohnkosten werden dabei mit v ­ erschiedenen Durchschnittssätzen je nach Q ­ ualifikationsgrad der eingesetzten Mitarbeiter angesetzt. Waren werden zu Anschaffungskosten unter Anwendung der gewogenen Durchschnitts­ methode bewertet; soweit erforderlich erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren Marktpreis. Daneben werden zusätzlich für Nutzungs-, Gängigkeits- und Reichweitenrisiken sowie andere wertmindernde Einflüsse entsprechende Wert­ abschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensge­ genstände werden zu Nennwerten angesetzt. E ­ rkennbare Risiken werden durch Einzelwert­ berichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den Auszahlungsbeträgen angesetzt und entsprechend der Laufzeit der zugrunde l ­iegenden Verträge ergebniswirksam verausgabt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Einzahlungsbetrag angesetzt und entsprechend der Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge ergebniswirksam vereinnahmt. Auf fremde Währung lautende Vermögens­ gegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Währungskursrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten in US-Dollar werden durch Termingeschäfte abgesichert.
  11. 11. 11 Erläuterung zur Bilanz 3. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände u ­ mfassen im Wesentlichen entgeltlich erworbene Software und Software-Lizenzen sowie einen übernommenen Kundenstamm von becom. Die Zugänge enthalten mit T€ 748 Übernahmen von Buchwerten aus der Verschmelzung mit ­ becom. Bei den Umbuchungen unter den geleisteten Anzahlungen handelt es sich um die Inbetrieb­ nahme der im Vorjahr extern entwickelten ­Vertriebssoftware. In den laufenden Abschreibungen des G ­ eschäftsjahres ist eine Sonderabschreibung in Höhe von T€ 665 wegen verkürzter Nutzungsdauer auf den Restbuchwert der externen Entwicklungskosten der SAP-Migration des Jahres 1998 enthalten, die aufgrund der neuen ERP-­ Migration zum Ende Januar 2011 nicht mehr e ­ ingesetzt werden kann. Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich wie folgt entwickelt: in € Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an Geleistete solchen Rechten und Werten Anzahlungen Immaterielle Vermögensgegenstände Gesamt Anschaffungskosten Stand am 1.1.2010 7.283.223,19 Zugänge 1.483.855,15 Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2010 347.565,65 7.630.788,84 7.275,00 1.491.130,15 347.565,65 -347.565,65 -1.055,29 – 0,00 -1.055,29 9.113.588,70 7.275,00 9.120.863,70 Stand am 1.1.2010 -4.794.952,19 0,00 -4.794.952,19 Zugänge -2.086.712,80 – Abgänge 1.055,29 – Abschreibungen Stand am 31.12.2010 -6.880.609,70 0,00 -2.086.712,80 1.055,29 -6.880.609,70 Nettobuchwert am 31.12.2010 2.232.979,00 7.275,00 2.240.254,00 Nettobuchwert am 31.12.2009 2.488.271,00 347.565,65 2.835.836,65 (Tab. 2)
  12. 12. 12 ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010 4. Sachanlagen Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt: Betriebs- und Geschäfts- Geleistete ausstattung Anzahlungen in € Mietereinbauten Sachanlagen Gesamt Anschaffungskosten Stand am 1.1.2010 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2010 19.614.211,95 15.891.509,36 188.314,41 35.694.035,72 352.580,58 5.152.842,62 16.000,00 5.521.423,20 188.314,41 – -188.314,41 – 0,00 -412.477,42 -1.625.271,92 -2.037.749,34 19.742.629,52 19.419.080,06 16.000,00 39.177.709,58 0,00 -24.718.771,67 Abschreibungen Stand am 1.1.2010 -15.368.521,95 -9.350.249,72 Zugänge -1.044.331,99 -3.173.671,88 – Abgänge 412.477,42 1.583.163,54 – -16.000.376,52 -10.940.758,06 Nettobuchwert am 31.12.2010 3.742.253,00 Nettobuchwert am 31.12.2009 4.245.690,00 Stand am 31.12.2010 -4.218.003,87 1.995.640,96 0,00 -26.941.134,58 8.478.322,00 16.000,00 12.236.575,00 6.541.259,64 188.314,41 10.975.264,05 (Tab. 3) Die Mietereinbauten umfassen Sachanlagei­ nvestitionen in angemieteten Geschäftsräumen. In den Zugängen sind Buchwertübernahmen aus der Verschmelzung mit becom in Höhe von T€ 52 enthalten. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung betrifft neben der eigenen Büroausstattung insbesondere das interne IT-Equipment der Gesellschaft sowie kundenbezogene IT-Geräte in Finanzierungsleasing (3,2 Mio€; i.Vj. 2,8 Mio€). In den Zugängen sind zudem Buchwertübernahmen aus der V ­ erschmelzung mit becom in Höhe von T€ 352 enthalten.
  13. 13. 13 5. Finanzanlagen Die Finanzanlagen haben sich wie folgt entwickelt: in € Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungen Finanzanlagen Gesamt Anschaffungskosten Stand am 1.1.2010 6.361.364,12 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2010 15.340,00 6.376.704,12 6.798,00 190.000,00 196.798,00 -2.257.847,73 -15.340,00 -2.273.187,73 4.110.314,39 190.000,00 4.300.314,39 -233.517,63 -15.340,00 -248.857,63 Abschreibungen/Zuschreibungen Stand am 1.1.2010 Zugänge 233.517,63 -136.000,00 97.517,63 Abgänge – 15.340,00 15.340,00 Stand am 31.12.2010 0,00 -136.000,00 -136.000,00 Nettobuchwert am 31.12.2010 4.110.314,39 54.000,00 4.164.314,39 Nettobuchwert am 31.12.2009 6.127.846,49 0,00 6.127.846,49 (Tab. 4) Die Anteile an verbundenen Unternehmen b ­ etreffen zum 31. Dezember 2010 ausschließlich Anteile an der E`ZWO Computervertriebs GmbH, München (kurz: „E`ZWO“). Die Zugänge des Geschäftsjahres ergaben sich aus weiteren kleinen Zukäufen bei der E´ZWO. Mit Kaufverträgen vom 12. April 2010 e ­ rwarb die CC oHG weitere 141 Geschäftsanteile im Nennwert von je € 50,00 am Stammkapital von E’ZWO zu einem Kaufpreis von insgesamt ­ € 6.798,00. Durch die Zugänge erhöhte sich die Beteiligungsquote an E´ZWO geringfügig von 98,95 auf 99,05%. Die übrigen Anteile an der E´ZWO Computervertriebs GmbH befinden sich weiterhin in Streubesitz. Aufgrund der nachhaltig positiven Ergebnis­ situation von E`ZWO wurde eine Zuschreibung des Beteiligungsbuchwertes in Höhe von T€ 234 auf die vollen Anschaffungskosten vor­ enommen. g Die im Vorjahr ausgewiesenen Anteile an der becom Informationssysteme GmbH, Schwerte (kurz: „becom“) wurden als Abgang gezeigt, da becom mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2010 mit der CC oHG verschmolzen wurde. Die Beteiligungen betreffen zum 31. Dezember 2010 ausschließlich Anteile an der Gonicus GmbH IT-Dienstleistung, Arnsberg (kurz: ­„Gonicus“). Diese Beteiligung wurde im Rahmen der V ­ erschmelzung mit becom als Zugang mit einem Buchwert von T€ 190 übernommen. Aufgrund der schlechten Ergebnislage bei Gonicus ­ urde w der Beteiligungsbuchwert im Geschäftsjahr um T€ 136 auf das anteilige Eigenkapital der Gesellschaft abgeschrieben. Die in den Vorjahren als Beteiligung ausgewiesenen und vollständig abgeschriebenen Anteile an der Bayern Online Kongress GbR (mit beschränkter Haftung), München, wurden im Geschäftsjahr als Abgang gezeigt, da die CC oHG nicht mehr an den jährlichen Marketing-Aktionen dieser ­Gesellschaft teilnimmt.
  14. 14. 14 ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010 Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ergibt sich zum 31. Dezember 2010 wie folgt:   Anteilsbesitz Anteil zum 31. Dezember 2010 Nr. Gesellschaft in % gehalten Eigenkapital Ergebnis über Geschäftsjahr Nr. in € in € Verbundene Unternehmen: 1 E’ZWO Computervertriebs GmbH, München 99,05% direkt 7.322.288,56 150.088,52 2 Alfatron GmbH Elektronik-Vertrieb, München 99,05% indirekt (1) 668.033,44 77.478,65 3 C’NARIO Informationsprodukte Vertriebs-GmbH, München 99,05% indirekt (1) -847.154,18 -13.955,73 20,00% direkt 300.607,11 -127.630,67 Beteiligungen 4 Gonicus GmbH IT-Dienstleistung, Arnsberg (Tab. 5) Für die Gonicus GmbH IT-Dienstleistungen liegt derzeit nur der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 vor. 6. Vorräte Die Vorräte teilen sich wie folgt auf: in T€ 31.12.2010 31.12.2009 Unfertige Leistungen 24.751 17.210 Waren 30.897 23.830 Vorräte 55.648 41.040 (Tab. 6) Bei den Unfertigen Leistungen handelt es sich um Aktivierungen von eigen- und fremderbrachten Lieferungen und Leistungen angearbeiteter Kundenaufträge, die noch nicht an die Kunden fakturiert werden können. in T€ Bruttowerte Bei den Waren handelt es sich um gekaufte I ­T-Hard- und Software namhafter internationaler IT-Hersteller; sie unterteilen sich in Handelswaren für den Verkauf sowie Ersatzteile für das Service­ geschäft: Wertberichtigungen Nettowerte 31.12.2010 31.12.2009 Handelswaren 29.923 Ersatzteile 17.803 -12.549 5.254 5.279 Waren 47.726 (Tab. 7) -4.280 25.643 18.551 -16.829 30.897 23.830
  15. 15. 15 7. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände teilen sich wie folgt auf: in T€ davon davon Restlaufzeit Restlaufzeit 31.12. 2010 über 1 Jahr 31.12. 2009 über 1 Jahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 203.705 – 155.785 – 7.000 – 16.262 – davon aus Lieferungen und Leistungen 3.290 – 1.917 – davon aus Finanzierungstätigkeit 3.710 – 14.345 – Forderungen gegen verbundene Unternehmen Sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 21.838 600 13.062 600 232.543 600 185.109 600 (Tab. 8) Die Forderungen aus Lieferungen und ­Leistungen betreffen im Wesentlichen Kundenforderungen gegen Geschäftskunden. Die Forderungen sind mit Ausnahme der geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalte grundsätzlich nicht besichert; Ausfallrisiken werden von der Gesellschaft getragen. Die CC oHG gewährt ihren Kunden grundsätzlich branchenübliche Zahlungsziele. Für erkennbare Risiken werden angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Aus der Übernahme von becom wurden b ­ estehende Wertberichtigungen auf Liefer- und Leistungsforderungen in Höhe von 1,9 Mio€ ü ­ bernommen. Zum Abschlussstichtag betrugen die Wertberichtigungen damit insgesamt 3,5 Mio€ (i.Vj. 1,2 Mio€). Aufgrund der ansonsten guten Bonität des Kundenstammes der Gesellschaft mussten Forderungsausfälle im normalen G ­ eschäftsverkehr in nur unwesentlicher Höhe ­getragen werden. Die Forderungen gegen verbundene ­Unternehmen enthalten sämtliche Forderungen gegen vollkonsolidierte Tochterunternehmen des obersten Mutterunternehmens Computacenter plc., Hatfield/Großbritannien, im In- und Ausland. Sie betreffen mit 3,3 Mio€ Forderungen aus innerkonzernlichem Liefer- und Leistungsverkehr mit ausländischen Konzerngesellschaften. In ­ öhe H von 3,7 Mio€ betreffen sie Forderungen aus innerkonzernlicher Finanzierung im Rahmen eines Cash-Poolings, die zu marktüblichen Zinsen v ­ erzinst werden. Durch die Verschmelzung von becom mit der Gesellschaft hat sich die im Vorjahr ausgewiesene Forderung gegen becom in Höhe von 14,3 Mio€ mit den übernommenen Verbindlichkeiten eliminiert. Die sonstigen Vermögensgegenstände u ­ mfassen neben Ansprüchen gegen Lieferanten ­ (Boni, Lagerwertausgleich, etc.) im Wesentlichen bisher zahlungsunwirksame Abgren­ ungen von z Serviceleistungen. In Höhe von T€ 600 enthalten sie einen sicherheitshinterlegten Kaufpreisanteil im Rahmen des Erwerbs von becom, der in Abhängigkeit von definierten Krite­ ien ggf. noch zu zahr len ist; er hat eine voraussichtliche Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Bedingt durch die neutrale Übernahme von bereits vollständig wertberichtigten Darlehens­ forderungen gegen insolvente bzw. insolvenz­ gefährdete Gesellschaften der alten TDMI-Gruppe im Rahmen der Verschmelzung mit becom ergab sich ein Anstieg der Wertberichtigungen auf s ­ onstige Vermögensgegenstände auf 12,7 Mio€ (i.Vj. 1,0 Mio€).
  16. 16. 16 ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010 8. assenbestand, Guthaben bei K K ­ reditinstituten und Schecks Gesellschafter Es handelt sich im Wesentlichen um Barver­ mögen der Gesellschaft auf Bankkonten und in kurzfristigen Geldanlagen. AG Co. oHG, Kerpen € % Computacenter Germany 10.545.450 100,0 25 0,0 25 0,0 Computacenter Aktiengesellschaft, Köln Computacenter Management 9. (Aktive) Rechnungsabgrenzungsposten GmbH, Köln Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft hauptsächlich die Abgrenzung von Service- und Wartungsgebühren. Daneben sind Auszahlungen für Versicherungsprämien, Softwaremieten u. Ä. abgegrenzt. Im Geschäftsjahr wurden Zinsabgrenzungen aus Finanzierungsleasing-Verträgen in Höhe von T€ 386 eingestellt. Kapitalanteile 10. Eigenkapital Das Eigenkapital teilt sich wie folgt auf: in T€ 2010 2009 Kapitalanteile 10.546 10.546 Rücklagen 73.133 64.427 Jahresüberschuss 13.003 22.218 Eigenkapital 96.681 97.190 (Tab. 9) Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt unter B ­ eachtung des § 264 c HGB und der gesellschafts-vertraglichen Regelungen. Die Kapitalanteile der Gesellschaft entsprechen im Wesentlichen dem ehemaligen Gezeichneten Kapital zum 30. Juni 1996 der im Rahmen des Formwechsels untergegangenen Vorgänger­ gesellschaft CompuNet Computer AG, Kerpen; sie sind voll eingezahlt. Sie teilen sich zum 31. Dezember 2010 unverändert auf folgende Gesellschafter auf (Tab. 10): 10.545.500 100,00 (Tab. 10) Die Gesellschafter Computacenter Aktiengesellschaft und Computacenter Management GmbH halten die Anteile treuhänderisch für die Computacenter Germany AG Co. oHG. Eine Verfügung ist nur mit Zustimmung dieser Gesellschaft m ­ öglich. Sämtliche Gesellschafter sind Vollhafter. Die Rücklagen betreffen im Wesentlichen die übrigen Eigenkapitalposten (Kapitalrücklage, G ­ ewinnrücklage, Gewinnvortrag) zum 30. Juni 1996 der im Rahmen des Formwechsels unter­ gegangenen Vorgängergesellschaft CompuNet Computer AG, Kerpen sowie sämtliche seitdem bei der Computacenter AG Co. oHG vorgenommenen Entnahmen bzw. Ergebnis­ verrechnungen. Die Rücklagen haben sich wie folgt entwickelt: in T€ 2010 2009 64.427 46.910 Ergebnisverrechnung Vorjahr 22.218 17.516 Entnahme aus den Rücklagen -13.512 – 73.133 64.427 Stand zum 1.1. …. Stand zum 31.12. …. (Tab. 11) Im Geschäftsjahr wurden aus dem Rücklagen­ konto für Einlagevorgänge der Vergangenheit 11,5 Mio€ sowie aus den kumulierten Ergeb­ nissen der Vorjahre 2,0 Mio€ durch den Gesellschafter Computacenter Germany AG Co. oHG, München, entnommen.
  17. 17. 17 11. Rückstellungen Leistungen umfassen sämtliche Lieferanten­ verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Dienstleistungserbringungen durch Dritte. Bei den in T€ 31.12.2010 31.12.2009 Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen bestehen Steuerrückstellungen 965 1.883 die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte von Sonstige Rückstellungen 54.906 42.230 Lieferanten. Rückstellungen 55.871 44.112 Ferner sind dort Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verträgen in Höhe von 3,7 Mio€ (Tab. 12) enthalten, von denen 2,7 Mio€ einen langfris­igen t Die Steuerrückstellungen umfassen im Wesent­ Charakter haben. Sie stehen in direktem lichen Gewerbesteuern für die Jahre 2009 und Z ­ usammenhang mit den unter Sachanlagen aus2010, die sich nach Berücksichtigung steuerlicher gewiesenen IT-Geräten in Finanzierungsleasing. Aufwände und Verlustvorträge für die betroffenen Positiv beeinflusst ist die absolute Höhe der Geschäftsjahre ergeben haben. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten als – wie schon im Vorjahr – durch ein Partnerprogrößte Posten Rückstellungen für ausstehende gramm eines Herstellers, der seinen Partnern Eingangsrechnungen, für den Personalbereich wie ­ eitlich befristet deutlich verlängerte Zahlungsziele z z. B. variable Gehalts- und Provisionsrück­ tel­ s gewährt. lungen sowie für noch zu erteilende Kunden­ Die Verbindlichkeiten gegenüber ver­­ gutschriften. bundenen Unternehmen umfassen sämtliche V ­ erbindlichkeiten gegenüber vollkonsolidierten 12. Verbindlichkeiten (Tab. 13) T ­ ochterunternehmen des obersten MutterunterDie Verbindlichkeiten teilen sich wie in Tabelle nehmens Computacenter plc., Hatfield/Groß­ 13 auf. britannien, im In- und Ausland. Sie betreffen mit Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestel­ 30,4 Mio€ inländische und mit 0,4 Mio€ auslän­ lungen enthalten im Wesentlichen Kundenvoraus­ dische verbundene Unternehmen. In Höhe von zahlungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. 5,8 Mio€ (i.Vj. 0,9 Mio€) handelt es sich um VerDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und bindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern der Die Rückstellungen teilen sich wie folgt auf: in T€ davon davon Restlaufzeit Restlaufzeit 31.12. 2010 über 1 Jahr 31.12. 2009 über 1 Jahr Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen davon aus Lieferungen und Leistungen davon aus Finanzierungstätigkeit Sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten (Tab. 13) 11.249 – 7.491 – 117.105 2.696 71.530 3.267 30.883 – 14.726 – 8.545 – 13.041 – 22.338 – 1.685 – 19.943 145 27.348 186.585 145 2.841 113.690 3.412
  18. 18. 18 ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010 CC oHG. In Höhe von 22,3 Mio€ (i.Vj. 1,7 Mio€) betreffen sie Verbindlichkeiten aus innerkonzern­ licher Finanzierung im Rahmen eines Cash-­ Poolings, die zu marktüblichen ­ insen verzinst Z werden. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten neben den Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 17,6 Mio€ (i.Vj. 11,4 Mio€) hauptsächlich b ­ isher zahlungsunwirksame Abgrenzungen von Serviceleistungen. In Höhe von T€ 145 (i.Vj. T€ 145) betreffen sie Rückbauverpflichtungen, die ­ ine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr e ­besitzen. 13. (Passive) Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten u ­ mfassen vorab vereinnahmte Service- und ­Wartungsentgelte. Erläuterung zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflich­ tungen 14. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat gegenüber Lieferanten von E‘ZWO eine Patronatserklärung zugunsten E‘ZWO abgegeben. Die Gesellschaft hat sich v ­ erpflichtet, die Firma E‘ZWO finanziell so aus­ zustatten, dass diese ihren Verbindlichkeiten g ­ egenüber diesen Lieferanten fristgemäß nachkommen kann. 15. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die CC oHG betreibt ihr Geschäft in gemieteten Büro- und Lagerflächen. Daneben werden weitere Gegenstände aus dem Sachanlagebereich s ­ eitens der Gesellschaft geleast (z. B. Kraft­ fahrzeuge). Darüber hinaus hat die CC oHG mit LeasingGesellschaften Leasingverträge (Operating L ­ eases) für an ihre Kunden weiterverleastes I ­T-Equipment abgeschlossen. Der jährliche A ­ ufwand aus solchen Verträgen wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen teilen sich zum 31. Dezember 2010 wie folgt auf: Sonstige finanzielle Verpflichtungen für … in T€ 1 Jahr Laufzeiten 1–5 Jahre 5 Jahre … Büroräume und Logistikflächen 9.998 31.612 10.118 … Dienstfahrzeuge 4.763 2.742 – … technische Büroausstattung 4.254 1.833 – … Dienstleistungsverträge (Facility) 1.705 111 – 20.720 36.298 10.118 … an Kunden weiterverleastes IT-Equipment 11.705 13.069 – Stand zum 31.12.2010 32.425 49.367 10.118 Stand zum 31.12.2009 30.889 34.694 12.671 (Tab. 14)
  19. 19. 19 Erläuterung zur Gewinn- und ­Verlustrechnung 16. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse enthalten alle den Kunden b ­ erechneten Entgelte für Lieferungen und Leis­ tungen unter Abzug von Erlösschmälerungen. Sie werden im Wesentlichen in Deutschland erzielt. Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf: 19. Personalaufwand Im Personalaufwand sind sämtliche Gehaltszuwendungen an die Belegschaft sowie die darauf entfallenden Sozialabgaben enthalten. 20. Abschreibungen Die Abschreibungen enthalten eine Sonderabschreibungen auf externe SAP-Entwicklungs­ kosten aus einer früheren SAP-Migration (1998) in in T€ 2010 2009 Höhe von T€ 665, die bedingt durch die neue Handelswaren 780.449 655.425 SAP-Migration zum Ende Januar 2011 auf eine Dienstleistungen 408.435 402.518 verkürzte Nutzungsdauer abgeschrieben worden Erlösschmälerungen -1.446 -1.584 ist. Umsatzerlöse 1.187.438 1.056.359 (Tab. 15) Die Dienstleistungsumsätze enthalten auch die Umsätze aus Finanzdienstleistungen (Leasing). 17. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen im Wesentlichen auf erhaltene Bonuszuwendungen und Werbekostenzuschüsse von Hardware­ herstellern sowie Erstattungen von Kraftfahrzeugkosten durch Mitarbeiter. In Höhe von 6,8 Mio€ (i.Vj. 3,9 Mio€) sind Erträge aus der Weiterleitung von Entwicklungskosten im Rahmen des GruppenERP-Projektes enthalten, die an die Computacenter plc., Hatfield/GB, weiterbelastet wurden. 18. Materialaufwand Bei den Aufwendungen für bezogene Waren h ­ andelt es sich im Wesentlichen um den Wareneinsatz für Handelswarenverkäufe bzw. Ersatzteilverbrauch sowie mit der Lagerhaltung der Waren im Zusammenhang stehende Aufwendungen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen umfassen Aufwendungen aus der Beschaffung externer Ressourcen oder eingekaufter Dienst­ leistungen. 21. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen b ­ etreffen im Wesentlichen mit 40,1 Mio€ (i.Vj. 37,0 Mio€) Verwaltungsaufwendungen (z. B. Miet-, Wartungs- und Instandhaltungskosten, Kostenumlagen, Beratungskosten und Telefonkosten) sowie mit 38,6 Mio€ (i.Vj. 27,7 Mio€) V ­ ertriebsaufwendungen (z. B. Kraftfahrzeug und Reisekosten, Versandkosten und Repräsenta­ tionsaufwand). 22. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge r ­esultieren aus kurzfristigen Festgeldanlagen frei verfügbarer Finanzmittel sowie aus Cashpool-­ Verzinsungen innerhalb der deutschen Computacenter- Gruppe. 23 bschreibungen/Zuschreibungen auf A ­Finanzanlagen Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen mit T€ -136 die Anteile an Gonicus, die Zuschreibungen mit T€ 233 die Anteile an der Firma E`ZWO.
  20. 20. 20 ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010 24. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Neben den Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing-Verträgen in Höhe von T€ 214 (i.Vj. T€ 133) machen die Verzinsung von Cashpool-Guthaben anderer Gesellschaften der deutschen CC-Gruppe mit T€ 152 (i.Vj. T€ 103) sowie die Zinsen aus dem Ergebnis der ­ etriebsprüfung B der Jahre 2000 bis 2005 mit T€ 132 (i.Vj. T€ 50) den Hauptteil der Zinsaufwendungen aus. 25. Außerordentliche Aufwendungen Aus der Verschmelzung der becom Informationssysteme GmbH, Schwerte, mit der Gesellschaft mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2010 ergab sich nach Verrechnung des Reinvermögens von becom zum Stichtag mit dem Beteiligungsbuchwert der CC oHG ein Verschmelzungsverlust in Höhe von 10,2 Mio€, der als außerordentliches Ergebnis ausgewiesen ist. 26. Steuern vom Ertrag Die Steuern vom Ertrag betreffen im Wesentlichen die Rückstellung für die erwartete Gewerbesteuer des Geschäftsjahres. Die Betriebsprüfung der Jahre 2000 bis 2004 wurde Anfang 2010 abgeschlossen. Eine Ertragsteuerbelastung aus dieser Betriebsprüfung hat sich nicht ergeben. stellungen waren ausreichend und wurden 2010 vollständig in Anspruch genommen. Sonstige Angaben 28. eriodenfremde Aufwendungen und P ­Erträge Das Jahresergebnis 2010 enthält periodenfremde ­ Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie der Vereinnahmung verjährter Verbindlichkeiten in Höhe von 6,2 Mio€. Dem stehen perioden­remde Aufwendunf gen in Höhe von insgesamt 2,3 Mio€ gegenüber. 29. Mitarbeiter Die Belegschaft der CC oHG hat 2010 weiter zugenommen; die Mitarbeiterzahl der Gesellschaft lag im Jahresdurchschnitt bei 4.056 (i.Vj. 3.989) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (inklusive A ­ uszubildende). Zum 1. Januar 2010 sind 116 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von becom im Rahmen der Verschmelzung übernommen worden. Mitarbeiter nach Unter sonstige Steuern werden die Aufwendungen der Gesellschaft für Kraftfahrzeugsteuer und Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Betriebsprüfung der Jahre 2000 bis 2004 wurde Anfang 2010 abgeschlossen. Aus den P ­ rüfungsfeststellungen ergab sich eine Umsatzsteuernachzahlung zuzüglich Zinsen. Die in den Jahren 2008 und 2009 dafür gebildeten Rück­ 2009 Service 2.767 2.766 Vertrieb und Verwaltung 1.156 Auszubildende 27. Sonstige Steuern 2010 Quartalsdurchschnitten Mitarbeiter gesamt 1.103 133 120 4.056 3.989 (Tab. 16) 30. Derivative Finanzinstrumente (Tab. 17) Die Gesellschaft sichert sich gegen Kursrisiken beim Einkauf von Waren im US-$-Markt mittels Währungstermingeschäften bei der Barclays Bank, London/Großbritannien, und bei der H ­ ypoVereinsbank, Düsseldorf, ab. Dabei stehen
  21. 21. 21 den getätigten Sicherungsgeschäften immer g ­ egenläufige Einkaufsgeschäfte gegenüber. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes (31. Dezember 2010) erfolgte durch die M ­ arking-to-market-Bewertung. Aufgrund der T ­ atsache, dass es sich um geschlossene Posi­ tionen handelt und auch keine Verluste entstanden sind, besteht zum 31. Dezember 2010 kein Rückstellungsbedarf. Zum Bilanzstichtag waren die Währungstermingeschäfte aus Tabelle 17 abgeschlossen. Bei den Devisenswaps mit Fälligkeit im 2. Quartal 2011 handelt es sich um Rückgaben nicht mehr zur Absicherung von Fremdwährungsgeschäften benötigter USD-Optionen. in T€ 2010 2009 Abschlussprüfung 180.000 210.860 Steuerberatung 53.963 25.287 Sonstige Leistungen 13.010 104.331  Honorare (insgesamt) 246.973 340.4789 (Tab. 18) Die sonstigen Leistungen umfassen im ­Wesentlichen MA-Beratungsleistungen. 32. Transaktionen mit nahestehenden U ­ nternehmen und Personen Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte mit M ­ itgliedern des Vorstandes bzw. der Geschäftsführung sowie deren Angehörigen oder nahe­ stehenden Unternehmen durchgeführt. 31. Honorar des Abschlussprüfers (Tab. 18) Für die erbrachten Dienstleistungen des A ­ bschlussprüfers Ernst Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, wurden im Jahr 2010 folgende Honorare aus Tabelle 18 ­aufwandswirksam verbucht. 33. Gewinnverwendungsvorschlag 2010 Die Geschäftsführung der Computacenter AG ­ Co. oHG, Kerpen, schlägt der Gesellschafter­ versamm-lung vor, von dem Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von Hauswährung Beizulegender Transaktionstyp Fälligkeit Währung Nennwert Gesellschaft Zeitwert Termingeschäft Q1/2011 USD 25.055.000 € Termingeschäfte mit Laufzeitoption Q1/2011 USD 27.028.500 € 377.237 Devisenswaps mit Laufzeitoption Q1/2011 USD 5.840.000 € -109.820 Devisenswaps Q1/2011 USD 730.000 € -2.908 Termingeschäft Q2/2011 USD 1.500.000 € Termingeschäfte mit Laufzeitoption Q2/2011 USD 8.194.500 € 50.868 Devisenswaps mit Laufzeitoption Q2/2011 USD 551.500 € -7.725 Devisenswaps Q2/2011 USD -120.000 € Termingeschäfte mit Laufzeitoption Q3/2011 USD 280.000 € 4.948 Termingeschäfte mit Laufzeitoption Q4/2011 USD 440.000 € 8.164 Termingeschäfte mit Laufzeitoption Q1/2012 USD 160.000 € 3.090 Summe (Tab. 17) 104.133 2.266 168 € 430.421
  22. 22. 22 ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010 € 13.003.063,60 einen Betrag in Höhe von € 3.000.000,00 auszuschütten und den Rest­ etrag b in Höhe von € 10.003.063,60 in die Rücklagen der Gesellschaft einzustellen. Dem Vorstand der Computacenter Aktiengesellschaft, Köln, gehören an: 34. Angaben zu den Mutterunternehmen Hans-Georg Freitag, Dipl.-Kaufmann, Pullach Die Computacenter AG Co. oHG, Kerpen, wird in den Konzernabschluss der Computacenter Holding GmbH, München, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von U ­ nternehmen aufstellt. Hinterlegungsort des K ­ onzernabschlusses der Computacenter Holding GmbH, München, ist das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 113 117). Daneben wird die Gesellschaft in den Kon­ zernabschluss der Computacenter plc., Hatfield/­­ Großbritannien, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die CC oHG ist damit gemäß § 291 Abs. 2 HGB von der Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes befreit. Dr. Karsten Freihube, Dipl.-Physiker, ­ ittenberg W Frank Kottmann, Kaufmann, Gütersloh Reiner Louis, Kaufmann, Hamburg Oliver Tuszik, Dipl.-Ingenieur, Bornheim (Vorsitzender) Das Gezeichnete Kapital der Computacenter M ­ anagement GmbH, Köln, beträgt 25.564,59 € (50.000 DM); es ist vollständig eingezahlt. Der Geschäftsführung der Computacenter M ­ anagement GmbH, Köln, gehören an: Ulrich Irnich, Kaufmann, Düren 35. Organe der Gesellschaft Zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft sind die Gesellschafter Computacenter A ­ ktiengesellschaft, Köln, und Computacenter M ­ anagement GmbH, Köln, jeweils vertreten durch ihre Organe (Vorstand bzw. Geschäftsführer), j ­eweils allein berechtigt und verpflichtet. Die G ­ esellschafterin Computacenter Germany AG Co. oHG, München, ist gesellschaftsvertraglich von der Geschäftsführung ausgeschlossen. Das Gezeichnete Kapital der Computacenter Aktiengesellschaft, Köln, beträgt € 51.129,19 (DM 100.000); es ist vollständig eingezahlt. Jürgen Stauber, staatl. gepr. Elektrotechniker, A ­ ltomünster (bis 31. Dezember 2010). Die dem Vorstand und den Geschäftsführern im Geschäftsjahr 2010 direkt von der CC oHG g ­ ewährten Bezüge belaufen sich auf T€ 2.786 (i.Vj. T€ 2.390). Kerpen, den 29. April 2011 Computacenter AG Co. oHG Vorstand und Geschäftsführung
  23. 23. 23 Dr. Karsten Freihube Computacenter AG, Köln Hans-Georg Freitag Computacenter AG, Köln Frank Kottmann Computacenter AG, Köln Reiner Louis Computacenter AG, Köln Oliver Tuszik Computacenter AG, Köln Ulrich Irnich Computacenter Management GmbH, Köln
  24. 24. 24 LAGEBERICHT 2010 Computacenter AG Co. oHG, Kerpen Lagebericht 2010 Konjunkturelles Umfeld und der I ­T-Markt in Deutschland Deutschlands Wirtschaft erzielt stärkstes Wachstum seit Wiedervereinigung 2010 gewann die deutsche Wirtschaft wieder an Dynamik und legte kräftig zu – eine Entwicklung, die zu Beginn des Jahres keiner erwartete. Aufgrund der starken Rezession im Vorjahr prognostizierten Wirtschaftsexperten Anfang 2010 noch ein geringes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um gerade mal 1,5 bis 2%. Gleich­ zeitig warnten sie davor, mit den ersten positiven Konjunkturzeichen schon das Ende der Krise einzuläuten. Trotz einer leichten Zunahme offener Stellen wurden deutlich steigende Arbeitslosenzahlen vorausgesagt. Entgegen den Erwartungen gewann die d ­ eutsche Wirtschaft im Frühjahr und Sommer 2010 deutlich an Momentum. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt entspannte sich, der Internationale Währungsfond (IWF) sah die deutsche Wirtschaft in einer kräftigen Wachstumsphase und führende Wirtschaftsinstitute korrigierten ihre Erwartungen nach oben. Obwohl die Dynamik im Laufe des Jahres etwas abnahm, legte die deutsche Wirt- schaft im Jahr 2010 insgesamt kräftig zu. Auf das Gesamtjahr gesehen stieg laut Statistischem B ­ undesamt das BIP um 3,6% und damit so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. B ­ emerkenswert war, dass die Wachstumsimpulse nicht nur vom Außenhandel, sondern auch sehr stark aus dem Inland kamen. Das starke Anziehen der Konjunktur schlug auch auf den Arbeitsmarkt durch: Die Erwerbstätigenzahl erreichte einen neuen Höchststand und die Arbeitslosenzahl sank 2010 um 5%. Konjunkturaufschwung beflügelt IT-Branche Die zurückhaltende Konjunktureinschätzung der Wirtschaftsexperten und Industrieverbände wurde zu Beginn des Jahres 2010 auch von den Unternehmen geteilt. Entsprechend hielten sich diese bei IT-Ausgaben zurück. Investitionen wurden hinsichtlich des Nutzens und der Mehrwerte kritisch beleuchtet und umfassend geprüft. Entscheidungsprozesse dauerten erheblich länger als in den Jahren vor der Krise. Insbesondere Serviceprojekte wurden zunächst nach hinten geschoben. Wie im Jahr 2009 fokussierten Unternehmen bei ihren Investitionen auf einen schnellen Return
  25. 25. 25 on Investment, die Flexibilität von IT sowie O ­ n-Demand- und Pay-Per-Use-Modelle. Eine Entwicklung, die Computacenter mit seinen s ­ tandardisierten Outsourcingservices und seinem Pay-Per-Use-Modell entgegen kam. Mit der Erholung der allgemeinen wirtschaft­ lichen Lage änderten sich auch die Vorzeichen in der IT-Branche – Anwenderunternehmen investierten wieder. Das wirkte sich zunächst besonders positiv auf den Verkauf von Hard- und Software aus, deren Erneuerungszyklen aufgrund der Wirtschaftskrise vielfach verschoben wurden. Im Laufe des Jahres fokussierten Unternehmen z ­ unehmend auf Innovationen und businessunterstützende Mehrwertprojekte sowie die Verbesserung der Geschäftsprozesse. Über das Jahr g ­ esehen stiegen in Deutschland die Investitionen in IT-Produkte und -Services wie seit Jahren nicht mehr. Nach Ansicht einiger Experten schlug das Wachstum mit einem Plus von etwa 3 Prozent zu Buche. Damit hat sich im vergangenen Jahr die IT-Industrie wie die Gesamtwirtschaft besser entwickelt als erwartet. Geschäftsverlauf und Lage Ertragslage 2010 – starke Performance nach anfänglich schwachem Start Das Geschäftsjahr 2010 war insgesamt ein wei­ terer positiver Meilenstein in der strategischen und operativen Weiterentwicklung der Computacenter AG Co. oHG (im Folgenden „CC oHG“ oder „Gesellschaft“), wenn auch mit zwei unterschied­ lichen Jahreshälften. Nach einem eher verhaltenen ersten Halbjahr 2010, welches zusätzlich noch durch das Aus­ laufen einiger profitabler Serviceverträge belastet war, verzeichnete die zweite Jahreshälfte durch die zunehmend bessere Konjunktur und hohe I ­T-Nachfrage in Deutschland einen starken G ­ eschäftsverlauf, der die Anlaufschwäche mehr als ausglich. Zusätzliche positive Impulse für die Ertragslage ergaben sich aus der Übernahme der Geschäftsaktivitäten des Tochterunternehmens becom Informationssysteme GmbH (im folgenden „becom“) zum 1. Januar 2010 im Wege der ­Verschmelzung.
  26. 26. 26 LAGEBERICHT 2010 Im Jahresvergleich stiegen sowohl die Umsatz­ erlöse wie auch das operative Ergebnis vor Finanz­ rgebnis und Ertragsteuern (EBIT) – e b ­ ereinigt um den Verschmelzungsverlust von b ­ ecom – im Vorjahresvergleich deutlich an und verbesserten die Ertragslage der CC oHG weiter. (Tab. 18) Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse erreichten mit 1.187 Mio€ nach 1.056 Mio€ im Vorjahr einen der besten Werte der Firmengeschichte. Das Umsatzwachstum um 131 Mio€ (+12,4%) beruht mit 4,15% auf orga­ nischem Wachstum und mit 8,25% auf dem U ­ msatzzuwachs durch die Verschmelzung mit becom zum 1. Januar 2010. Nach einem schwachen ersten Halbjahr 2010, in dem das Auslaufen einiger Kundenverträge nicht durch entsprechendes Wachstum ausge­ glichen werden konnte, nahm die Umsatzentwicklung konjunktur- und geschäftszyklusbedingt im 3. und insbesondere 4. Quartal deutlich an Fahrt auf. Damit bewahrheitete sich auf Quartalsbasis erneut die große Bedeutung des Jahresend­ geschäftes für die Umsatzentwicklung der Gesellschaft. Während der Quartalsumsatz im 1. Halbjahr noch bei 263 Mio€ lag, steigerte er sich im 3. Quartal auf 288 Mio€, um im 4. Quartal mit überdurchschnittlichen 366 Mio€ (im Vorjahr 308 Mio€) seinen Höhepunkt zu finden. Der Anstieg der Umsatzerlöse beruhte mit e ­ inem Wachstum von 19,1% im Wesentlichen auf dem Produktgeschäft, während sich das S ­ ervicegeschäft mit 1,5% nur geringfügig stei­ gerte. Es ist dabei festzuhalten, dass durch die Verschmelzung mit becom vornehmlich Produktgeschäft in die CC oHG übernommen wurde. Die Gesellschaft konnte damit ihr Wachstumsziel insgesamt für das Geschäftsjahr 2010 erreichen, d ­ abei sprang das Produktgeschäft durch die im 2. Halbjahr 2010 deutlich ansteigende Konjunktur schneller an als das Servicegeschäft. Entsprechend dem überproportionalen Produktumsatzwachstum und der Verschmelzung mit becom sank 2010 erstmals seit Jahren der Anteil des Serviceumsatzes am Gesamtumsatz (Ser­ vicemix, Abb. 1). Bereinigt um die Akquise von becom beträgt der Servicemix 36,6%. Anteil Serviceumsatz 40% 35% 30% 2006 2007 2008 2009 2010 Abb. 1: Entwicklung Servicemix (in %) Die sich verbessernde Wirtschaftskonjunktur z ­ eigte sich 2010 auch in der Entwicklung einzelner Kundensegmente. In fast allen Gruppen zog Ertragslage (in Mio€) 2010 2009 2008 2007 2006 Umsatzerlöse (gesamt) 1.187 1.056 1.082 1.090 1.009 Umsatzerlöse (Service) 408 403 407 397 366 EBIT 24,7 23,5 18,2 13,5 3,3 EBIT % (Tab. 18) 2,1% 2,2% 1,7% 1,2% 0,3%
  27. 27. 27 die Nachfrage über das Jahr hinweg mehr und mehr an. Insbesondere Unternehmen aus W ­ irtschaftszweigen wie Industrie, Automotive, Maschinenbau und Chemie, die von der Wirtschaftskrise stark getroffen waren, legten mit der Verbesserung ihrer eigenen Geschäftsergebnisse die Kaufzurückhaltung ab. Ihre Investitionsneigung stieg im Jahresverlauf deutlich an, aufgeschobene Investitionen wurden jetzt angegangen. Auch das Segment öffentlicher Auftrag-geber gehörte w ­ ieder zu der Kundengruppe mit starker IT-­ Nachfrage. Ertrags- und Kostenentwicklung Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit e ­ inem Anstieg von 17,2 Mio€ (+49%) deutlich über dem Vorjahr und erreichten im Geschäftsjahr 52,2 Mio€. Wesentlicher Treiber waren die d ­ eutlich angestiegenen Einnahmen aus Herstellervergütungen (z. B. Boni oder Werbekostenzuschüsse), die dank des guten Produktumsatzes – insbesondere in den Bereichen Datacenter, N ­ etworking und Security – über Plan und Vorjahr lagen. Daneben sind – wie bereits im Vorjahr – E ­ rträge aus der Weiterbelastung von deutschen Projektkosten für die Entwicklung des neuen gruppenweit eingesetzten ERP-Systems (SAP) enthalten. Die Kosten dieser Entwicklung werden seitens der Gesellschaft an die Computacenter plc. belastet und auf dieser Ebene für spätere Verrechnungen gesammelt. Die Weiterbelastung betrug im Geschäftsjahr 6,8 Mio€ (i.Vj. 3,8 Mio€). Die deutsche Gruppe hat Anfang Februar 2011 erfolgreich als erstes Land der Gruppe auf das neue ERP-System migriert. Der überproportionale Anstieg des Materialaufwands um 16,0% bei einem Umsatzwachstum von 12,4% reflektiert das starke Wachstum im Produktgeschäft, welches niedrigere Margen h ­ ervorbringt als das Servicegeschäft und damit zu ­ inem stärkeren Anstieg des Materialauf­ e wandes führt. Der Personalaufwand hat im Geschäftsjahr um 13,1 Mio€ (+ 5,8%) zugelegt. Mit ca. 8,9 Mio€ b ­ eruht der Anstieg auf der verschmelzungs­ bedingten Übernahme des Personals von becom (116 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). Ansonsten war der Personalstand der Gesellschaft 2010 leicht rückläufig; fluktuationsbedingten Abgängen standen Neueinstellungen für den weiteren Ausbau des Managed-Services-Geschäftes und eine darauf ausgerichtete vertriebliche Aufstellung g ­ egenüber. Darüber hinaus haben eine Gehaltsrunde und Retention-Maßnahmen speziell im V ­ ertrieb und im Bereich der High-Skill-Servicemitarbeiter zu einem weiteren Anstieg des Personalaufwands geführt. Dank des Umsatzzuwachses ist die Personalaufwandsquote im Geschäftsjahr insgesamt auf 20,3% (i.Vj. 21,5%) gesunken. Die Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr 6,3 Mio€ und zeigten mit einem Zuwachs um 2,3 Mio€ (+57%) eine deutliche Steigerung. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf einer Sonderabschreibung auf Altsoftware in Höhe von 0,7 Mio€ sowie auf dem erhöhten Investitions­ olumen v bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Abschreibungsquote liegt nahezu unverändert bei 0,5% (i.Vj. 0,4%). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergab sich mit 14,1 Mio€ (+22%) ein deut­ licher Zuwachs. Er basiert neben der verschmelzungsbedingten Übernahme von Verpflichtungen von becom (z. B. Mietflächen, Leasingverträge) auf einer Lockerung der im Rahmen der Finanz­ krise eingeführten Sparmaßnahmen (z. B. bei T ­ rainings-, Reise-, Marketing- und Repräsen­­ ta­ tionskosten).
  28. 28. 28 LAGEBERICHT 2010 Ergebnisentwicklung Nachtragsbericht Trotz des schwierigen Jahresbeginns konnte auch 2010 die Ergebnissituation der CC oHG weiter verbessert werden. Dabei ist der im Geschäftsjahr aus der Verschmelzung mit becom entstandene Verschmelzungsverlust in Höhe von 10,2 Mio€ als außerordentliches Ergebnis zu betrachten. Das EBIT der Gesellschaft (Ergebnis vor Finanz­ rgebnis und Ertragsteuern) stieg – bereie nigt um den becom-Verschmelzungsverlust – von 23,5 Mio€ auf 24,7 Mio€ oder um +5,1% an. Die bereinigte EBIT-Marge betrug 2,1% (i.Vj. 2,2%) und ist damit nahezu konstant. Das Finanzergebnis der Gesellschaft verbesserte sich durch den positiven Saldo aus Zu- und Abschreibungen auf Finanzanlagen um 0,1 Mio€ auf -0,3 Mio€. Trotz nochmals gestiegenen l ­iquiden Mitteln verharrte das darin enthaltene Zinsergebnis (Saldo aus Zinsertrag und Zinsaufwendungen) mit -0,4 Mio€ auf Vorjahresniveau. Neben der Verzinsung von Cash-Pool-Einlagen verbundener Unternehmen (-0,1 Mio€) drückten insbesondere Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing-Verträgen (-0,2 Mio€) auf das Zinsergebnis. Bedingt durch das verbesserte Vorsteuerergebnis der Gesellschaft (vor Verschmelzungsverlust) erhöhte sich der Ertragssteueraufwand von 0,8 Mio€ im Vorjahr auf 1,1 Mio€ in 2010. Die E ­ rtragssteueraufwandsquote ist im Geschäftsjahr zwar weiter gestiegen, lag aber aufgrund steuer­ licher Abschreibungen und Verlustvorträge mit 7,9% (vor Verschmelzungsverlust 4,6%) weiterhin auf niedrigem Niveau. Der Jahresüberschuss 2010 der CC oHG e ­ rreichte damit einen Wert von 13,0 Mio€. B ­ ereinigt um den außerordentlichen Verschmelzungsverlust von becom ergibt sich ein Jahres­ ergebnis von 23,2 Mio€ (i. Vj. 22,2 Mio€). Mit Kaufvertrag vom 8. April 2011 hat die Gesellschaft sämtliche Anteile an der HSD Consult E ­ DV-Beratungsgesellschaft mbH, Berlin (kurz: „HSD“), unter der aufschiebenden Bedingung der Kartellamtszustimmung erworben. Gegenstand von HSD ist im Wesentlichen die Erbringung von Beratungsdienstleistungen und der Vertrieb von Hardware- und Softwarekomponenten des Herstellers Apple. Die CC oHG rundet damit ihr P ­ rodukt- und Dienstleistungsportfolio um diesen auch im Firmenkundenbereich zunehmend b ­ edeutenderen Hersteller ab. Mit Kaufvertrag vom 30. März 2011 hat die Gesellschaft den Teilbetrieb „Shared Service F ­ actory“ von ihrer Schwestergesellschaft Computacenter Managed Services GmbH, Köln (kurz: „CCMS“), erworben. Die CC oHG übernimmt d ­ amit mit Wirkung zum 1. April 2011 sowohl die Belegschaft als auch die Vermögens- und S ­ chuldposten der CCMS im Bereich DatacenterManaged-Services. Der Kauf dient der Weiterentwicklung des Managed-Service- und Outsourcinggeschäftes der CC oHG und erlaubt es, durch die Zusammenlegung von Verantwortungen und Optimierung von Schnittstellen weitere E ­ ffizienzschritte in der Serviceerbringung zu erreichen und die Servicequalität weiter auszubauen. Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind nach dem Abschlussstichtag zum 31. Dezember 2010 nicht eingetreten.
  29. 29. 29 Entwicklung der Geschäftsbereiche Produktgeschäft wächst überproportional – becom-Integrationseffekt Die Gesellschaft zeigte 2010 eine sehr erfreuliche Umsatzentwicklung im Produktgeschäft und wuchs überdurchschnittlich im Vergleich zu den Vorjahren. (Tab. 19) Mit Umsatzerlösen in Höhe von 780 Mio€ (i.Vj. 655 Mio€) und einem Wachstum von 19,1% (+125 Mio€) übertraf die Gesellschaft sämtliche Erwartungen. Die Zuwächse fußen zum einen auf rein organischem Wachstum, auf das auch die Konjunkturentwicklung einen positiven Einfluss hatte (+43 Mio€), und zum anderen auf Umsatzzuwächsen aus der Verschmelzung mit becom (+82 Mio€). Auch Dank der Verschmelzung mit becom l ­agen die Produktumsätze bereits im ersten Quartal 2010 über dem Vorjahreswert und steigerten sich stetig, um dann mit einem starken 4. Quartal 2010 mit Umsätzen in Höhe von 257 Mio€ ab­ zuschließen. Das Workplace-Produktgeschäft konnte nicht an die Umsätze des Vorjahres heranreichen. Dies beruht insbesondere auf einigen niedrigmargigen, aber großvolumigen Hardwarerollouts im Jahr 2009, die 2010 nicht durch vergleichbare Rollouts ausgeglichen werden konnten. Bereinigt um diese Effekte ergäbe sich für das Workplace-Produktgeschäft ein leichtes Wachstum. Die ­ argen zeigten M sich leicht verbessert. Im Datacenter-Produktgeschäft konnte die G ­ esellschaft eine deutliche Belebung der Kundennachfrage verzeichnen. Hauptursache für das Umsatzerlöse (in Mio€) Produkt (Tab. 19) 2010 deutliche Umsatzplus war die Verschmelzung mit becom mit einem Umsatz von 82 Mio€. Durch die Übernahme des auf IBM-Rechenzentrums­ lösungen spezialisierten Systemintegrators ist es der CC oHG gelungen, 2010 größter Partner von IBM in Deutschland zu werden. Außerdem ent­ wickelten sich das Intel-Server- und das Storagegeschäft sehr positiv. Hervorzuheben ist eine deutliche Umsatzsteigerung bei HP Intel-Servern (+43%). Das Geschäft mit Storagelösungen von NetApp konnte im Jahresvergleich sogar um 70% zulegen. Begünstigt von der anhaltenden Nachfrage nach Virtualisierungslösungen für Rechenzentren konnte auch das Geschäft mit Software­ lizenzen gesteigert werden. Hervorzu­ eben ist h hier eine deutliche Umsatzsteigerung mit Produkten des Herstellerpartners VMware (+61%). Durch die Intensität des Wettbewerbs in dem von der CC oHG adressierten Kundensegment waren die Margen 2010 leicht rückläufig. Auch das Network-Produktgeschäft verzeichnete einen Umsatzsprung gegenüber dem Vorjahr, der im Wesentlichen aus dem klassischen Routing- und Switchinggeschäft herrührte. Der Handelswarenumsatz konnte sowohl mit dem strategisch wichtigsten Partner Cisco als auch mit weiteren Partnern ausgebaut werden. Insbesondere die Bereiche Security und Unified Colla­ boration Communications entwickelten sich p ­ ositiv; es konnten mehrere großvolumige Pro­ jekte ­ ewonnen werden. Kunden erkennen zug nehmend den Mehrwert von Collaboration- und Videolösungen und lassen sich bei der strate­ gischen Entwicklung einer Roadmap, die auch 2009 2008 2007 2006 780 655 677 694 647
  30. 30. 30 LAGEBERICHT 2010 Workplace- und Mobilitylösungen enthält, b ­ eraten. Die Network-Produktmargen lagen leicht über Vorjahr. Gestützt durch die Verschmelzung mit becom mit ihrem überwiegenden Datacenter-Produktumsatz erreichte der Anteil der Enterprise-Produkte (Server, Storage, Netzwerk, Security und Unified Communications) am Gesamtproduktumsatz mit ca. 68% ein neues hohes Niveau (Abb. 2). Die strategische Ausrichtung der CC oHG auf das h ­ öherwertige Produktspektrum konnte damit deutlich gesteigert werden. Das angebotene Produktportfolio vom Endgerät über das Netzwerk bis hin zu den Rechenzentren kombiniert mit der hohen Securitykompetenz ermöglicht eine optimale und ganzheitliche Beratung unserer Kunden und sichert so die Profitabilitäts- und Wachstumsaussichten der Gesellschaft für die Zukunft. Entwicklung Umsatzanteile 100% 39% 41% 40% 41% 32% 61% 59% 60% 59% 68% 2006 2007 2008 2009 2010 75% 50% 25% 0% n Enterprise n Personal Systems Abb. 2: Umsatzanteile im Produktportfolio (in %) Die Gesamtproduktmarge über alle Produkt­ bereiche hinweg und unter Einschluss von Herstellerbonusprogrammen konnte insgesamt 2010 leicht gesteigert werden. Während sich über die Produktbereiche hinweg eine konstante Vertriebs- marge ergab, erzielte die Gesellschaft volumen­ bedingt höhere Auszahlungen aus den Herstellerbonusprogrammen. Beziehungen zu Herstellerpartnern Für die CC oHG als herstellerübergreifenden ITDienstleister ist die Zusammenarbeit mit Partnern besonders wichtig. Die engen Beziehungen zu den Herstellern dokumentierten 2010 wieder z ­ ahlreiche Auszeichnungen: Computacenter Deutschland wurde zum zwölften Mal in Folge von Cisco Systems als Gold Partner ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt das Unternehmen e ­ rneut die Master-Spezialisierung für die beiden Bereiche Security und Unified Communications. Der Master-Level steht für den höchsten Part­ nerzertifizierungsgrad, den Cisco vergibt. Außerdem erneuerte NetApp im vergangenen Jahr den International STAR Partner-Status der CC oHG und ernannte den IT-Dienstleister für die Leistungen im Jahr 2010 zum Technologie Partner des Jahres. Aufgrund der hervorragenden Beziehungen wurde im vergangenen Jahr auch zum wiederholten Mal der VMware Premier Partner-Status erneuert. Zudem wurde CC oHG von Novell für seine Leistungen im Datacenter-Bereich mit dem „Interoperability Partner Award 2008/2009“ g ­ eehrt. Und nicht zuletzt honorierte IBM die hervorragenden Leistungen seines Partners Nummer eins in Deutschland sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene. Auf der jährlichen IBM Channel Kick-off-Veranstaltung im Februar erhielt CCoHG den IBM BestSeller Award in der Kategorie „POWER Partner 2010“. Kurz darauf würdigte IBM das Know-how seines Premium Business Partners mit der internationalen Auszeichnung „IBM Centre of Technical Excellence with ­distinction“. 2010 hat die Gesellschaft zudem ihre Herstel-
  31. 31. 31 lerbeziehungen durch enge Partnerschaften rund um den Aufbau von Private Clouds bei Kunden vertieft. So ist der IT-Dienstleister Mitglied des Partnersystems der VCE-Koalition (Virtual C ­ omputing Environment) von Cisco und EMC mit VMware in Deutschland. Außerdem bietet C ­ omputacenter Cloudlösungen auf Basis der S ­ ecure Multi-Tenancy-Architektur von Cisco, N ­ etApp und VMware. Mit den Lösungen und s ­ einen Beratungs-, Inte­ rations- und Outsourg cingleistungen trifft die CC oHG den aktuellen Kundenbedarf rund um die Nutzung von Private, Hybrid und Public Clouds. Servicegeschäft nur leicht gewachsen – schwacher Start im 2. Halbjahr ausgeglichen Die Entwicklung des Servicegeschäftes enttäuschte 2010 und blieb nach schwachem Start insgesamt zwar leicht über Vorjahr, aber dennoch hinter den gesetzten Vorgaben zurück. (Tab. 20) Mit Serviceumsätzen in Höhe von 408 Mio€ (i.Vj. 403 Mio€) und einem geringen Wachstum von 1,5% (+5 Mio€) konnte die Gesellschaft die Erwartungen nicht erreichen. Wesentlicher Wachstumstreiber waren die Umsatzzuwächse aus der Verschmelzung mit becom in Höhe von 5 Mio€. Ursächlich für das fehlende organische Wachstum der CC oHG zeigten sich im 1. Halbjahr 2010 Umsatzverluste aus zwei im Vorjahr ausgelaufenen Kundenprojekten sowie fehlende Projektumsätze aus der Implementierung eines großen Managed-Services-Vertrags im Jahr 2009. Diese konnten nicht durch organisches Wachs- Umsatzerlöse (in Mio€) Service (Tab. 20) 2010 tum ausgeglichen werden; entsprechend fielen die Serviceumsätze im 1. Halbjahr 2010 in Höhe von 196 Mio€ hinter die Vorjahresumsätze zurück. ­ Insgesamt war der deutsche Managed-Servicesund Outsourcingmarkt 2010 eher schwach und erlaubte es nicht, größere ­ uwachsraten zu Z ­erzielen. Mit dem Anziehen der Konjunktur im 2. Halbjahr 2010 fand die CC oHG wieder auf den Wachstumskurs zurück. Mit Serviceumsätzen in Höhe von 213 Mio€ im 2. Halbjahr konnte sie die Umsatzverluste des 1. Halbjahres 2010 gegen Vorjahr mehr als ausgleichen. Während die Serviceumsätze nach Business Lines getrennt im Workplace- und Datacenter­ umfeld nahezu auf Vorjahresniveau verharrten, e ­ rgaben sich Zuwächse im Networkingumfeld. Bei Betrachtung der Serviceumsätze nach Servicebereichen (Professional Services und M ­ anaged Services) zeigte sich 2010 folgende Entwicklung. Im Professional-Services-Umfeld ergab sich ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Lagen die Umsätze des ersten Halbjahrs noch auf Vorjahresniveau, stiegen sie in der zweiten Jahreshälfte deutlich an. Hier verzeichnet die CC oHG eine z ­ unehmende Nachfrage nach Beratungs- und I ­ntegrationsleistungen rund um das Thema Cloud Computing. In diesem Bereich suchen Kunden e ­ inen Berater mit Expertise in verschiedenen Technologieumfeldern (Server, Storage, Virtuali­ sierung, Management, Netzwerk, Security etc.), der über die Lösungen verschiedener Hersteller (HP Converged Infrastructure, IBM Dynamic 2009 2008 2007 2006 408 403 407 397 366
  32. 32. 32 LAGEBERICHT 2010 I ­nfrastructure, Vblock von EMC/Cisco/VMware, sehr zurückhaltend mit Ausschreibungen und EntFlexpod von NetApp/Cisco/VMware) hinweg scheidungen waren, waren die Erfolge zu Beginn b ­ eraten und umsetzen kann. Die Auslastung der des Jahres noch verhalten. In der 2. Jahreshälfte Consultants im Projektgeschäft erreichte Spitzen- zog das Geschäft aber deutlich an und resultierte werte. Offene Stellen konnten trotz intensiver in einigen Vertragsneuabschlüssen und -verlängeR ­ ecruiting-Bemühungen nicht immer schnell rungen. Bis zum Jahresende 2010 war die Verg ­ enug besetzt werden. Auch der Auftragsbestand triebspipeline im Bereich Managed Services und entwickelte sich basierend auf der starken KunOutsourcing gut gefüllt. Ihre Zusammensetzung in dennachfrage bis zum Jahresende sehr positiv. Bezug auf die Kunden und die PortfoliobestandIm Managed-Services- und Outsourcingumfeld teile ist für das Jahr 2011 sehr vielversprechend. stiegen die Umsätze 2010 insgesamt nur geringDurch Vertragsverlängerungen und -neuabfügig. Bedingt durch Umsatzverluste aus zwei schlüsse mit Kunden konnte die Gesellschaft ausgelaufenen Managed-Service-Verträgen bzw. 2010 weiter an der Qualität und Nachhaltigkeit einem großen Implementierungsprojekt 2009 i ­hrer Servicevertragsstrukturen arbeiten. Dadurch e ­ rgaben sich im ersten Quartal 2010 gegenüber ist es gelungen, den annualisierten Auftragswert dem Vorjahr rückläufige Umsätze. Diese konnten der CC oHG an langfristigen Beauftragungen mit im Verlaufe des Jahres und mit dem Anziehen der einer Laufzeit von mehr als einem Jahr (Contract Konjunktur nach und nach aufgeholt werden. Base) um weitere 9% zu steigern (Abb. 3); er Schlussendlich erzielte die Gesellschaft im Jahb ­ etrug zum Jahresende 278 Mio€ (i.Vj. 255 Mio€). resvergleich ein leichtes Wachstum in diesem ­Bereich. Entwicklung Contract Base Im Geschäftsjahr 2010 wurde weiter in den Ausbau des Managed-Services- und Outsourcingportfolios investiert. Die Strategie, nicht nur I ­T-Infrastrukturen, sondern auch endkundenfo­ kussierte und messbare End-to-End-Services wie 278 Desktop Managed Services, Managed Mailbox, 255 204 222 236 Storage on Demand oder Managed Voice betreiben zu können, deckt den Teil des IT-Marktes ab, dem sehr gute Zukunftsaussichten zugesprochen 2006 2007 2008 2009 2010 werden. Insbesondere adressieren diese Ange­ Abb. 3: Annualisierter Auftragswert langfristiger Serviceverträge bote den Kundenwunsch nach kurzfristiger Kos(Contract Base) in Mio€ tensenkung und Flexibilisierung kombiniert mit der Einhaltung interner Servicelevels. Auch 2010 hat CC oHG mit steigenden Pre­ Neben den Umsätzen standen 2010 in einem umsalesinvestitionen in Managed-Services-Angebote kämpften Servicemarkt auch die Servicemargen diese Strategie weiterverfolgt. Da die Vertragsweiter unter Druck. Trotz intensiver Aktivitäten zur und Erneuerungszyklen länger als im Profes­ Effizienzsteigerung in den Erbringungsprozessen sional-Services-Umfeld sind und Kunden 2010 und bei Angebots- und Preisverhandlungen
  33. 33. 33 mussten die Servicemargen in Summe einen Rückgang verkraften. Dabei spielten auch die g ­ etätigten, höheren Presalesinvestitionen eine Rolle. Auch hier unterschieden sich die beiden Jahreshälften. In den ersten sechs Monaten litt aufgrund des Umsatzrückgangs auch die Auslastung der produktiven Servicemitarbeiter. Das führte zu einer insgesamt niedrigeren Gesamtservicemarge. In der 2. Jahreshälfte verbesserte sich die Auslastungssituation und damit auch die Gesamt-Ser­ vicemarge deutlich, ohne die Rückgänge des 1. Halbjahres vollständig ausgleichen zu können. Auf Personalmaßnahmen konnte im gesamten Geschäftsjahr verzichtet werden. Die Gesellschaft sucht sogar weiterhin High-Skill-Servicemitar­ beiter, um ihr Managed-Service und Outsourcinggeschäft weiter voranzutreiben. Serviceerbringungsmodell und -strukturen erfolgreich weiterentwickelt Wie schon in den Vorjahren basierte das Serviceerbringungsmodell der CC oHG auf der optimalen Kombination von erprobten, effizienten Computacenter-Standards und auf den speziell auf Kundenanforderungen angepassten Leistungsmodulen. Die Erbringung erfolgte dabei teils durch zentrale Erbringungseinheiten (Shared S ­ ervice Factory) und teils durch die bundesweit in den Geschäftsstellen der Gesellschaft oder beim Kunden vor Ort ansässigen Computacenter-Ser­ vicemitarbeiter. Im Geschäftsjahr wurde weiter in die Entwicklung von Standards und die Industria­ lisierung der Leistungserbringung investiert. Die Möglichkeit, die verschiedenen Erbringungsmodelle zu kombinieren, stellt sicher, individuell auf Kundenanforderungen einzugehen und flexible und kosteneffiziente Lösungen zu verwirklichen. Als Plattform des Unternehmens in Deutsch- land dient das Logistik- und Distributionszentrum in Kerpen, von dem aus der gesamte SupplyChain- und Maintenance-Prozess gesteuert wird. Ebenso werden hier die zertifizierten Recycling-, Entsorgungs- und Wiederverwertungsleistungen erbracht. Daneben stehen die über das Schwesterun­ ternehmen Computacenter Managed Services GmbH, Köln, erbrachten Servicedesk- und Shared-Datacenter- (Kundenrechenzentrum) L ­ eistungen zur Verfügung. Der Aufbau der Infrastruktur ist abgeschlossen und zahlreiche Kunden laufen reibungslos im Produktivbetrieb. Die Erbringungseinheiten zeichnen sich durch eine ausgewogene Balance zwischen Kundenindivi­ dualität und Standardisierung aus, um Kunden­ anforderungen auf Qualitäts- und Kostenseite zu befrie­digen. Die Fähigkeit der Computacenter-Gruppe, mit ihrem internationalen Partnernetzwerk auch eine europäische und weltweite Flächendeckung und Erbringung sicherzustellen, stand weiter im Fokus. ­ Die Vernetzung der Strukturen wurde verstärkt und die Qualitätssicherung weiter vorangetrieben. Zielsetzung bleibt es, dem steigenden Bedarf der Kunden nach weltweiter IT-Unterstützung und -Dienstleistungen nachzukommen. Diese Leistungen werden nicht nur von großen internationalen Konzernen, sondern auch vom weltweit agierenden deutschen Mittelstand eingefordert. Durch die lokal an den Bedürfnissen der K ­ unden ausgerichtete vertrieb- und serviceseitige Aufstellung ist es der Gesellschaft möglich, sowohl Neukunden als auch bestehende Geschäftspartner in angepasster Weise zu betreuen und das gesamte IT-Leistungs- und -Lösungsportfolio anzubieten, erfolgreich zu implementieren sowie zu betreiben.
  34. 34. 34 LAGEBERICHT 2010 Vermögenslage Die Bilanzsumme der CC oHG beläuft sich zum 31. Dezember 2010 auf 372 Mio€ und liegt ­ amit d deutlich über dem Vorjahreswert von 291 Mio€ (+28,0%). Hierin spiegeln sich vor allem die zum Geschäftsjahresende stark gestiegenen Geschäfts­ olumina wider, die sowohl das Umlaufv vermögen wie auch die Verbindlichkeiten deutlich anstiegen ließen. (Tab. 21) Auf der Aktivseite hat bei nahezu unverän­ dertem Anlagevermögen insbesondere das Umlaufvermögen zu einem erheblichen Anstieg der ­Bilanzsumme geführt. Das Anlagevermögen blieb mit 18,6 Mio€ g ­ egenüber dem Vorjahr nahezu unverändert (-1,3 Mio€). Investitionen in Höhe von 7,2 Mio€ standen Abgänge und Abschreibungen in Höhe von 8,5 Mio€ gegenüber. Die Investitionen betrafen insbesondere IT-Hardware und -Software, d ­ arunter auch weitere 1,3 Mio€ Investitionen in kundenbezogene IT-Geräte in Finanzierungs­ leasing, die gemäß Leasingerlass zu aktivieren waren. Bei den Abgängen wirkte sich insbesondere der ­ bgang des Beteiligungsbuchwertes A von becom (2,3 Mio€) durch den Verschmelzungsvorgang auf die CC oHG aus. Der starke Anstieg des Umlaufvermögens um +84 Mio€ beruht auf einem deutlichen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der liquiden Mittel, der Vorräte sowie der sonstigen Vermögensgegenstände, alles Posten in denen ­ sich das erhöhte Geschäftsvolumen zum 4. Quartal 2010 ausdrückt. Einzig die Forderungen gegen verbundene Unternehmen waren ­ ückläufig, was r im Wesentlichen der Aufrechnung der Cash-PoolFinanzierung von becom mit der CC oHG im R ­ ahmen der Verschmelzung geschuldet ist. Auf der Passivseite steht einem nahezu un­ veränderten Eigenkapital ein starker Anstieg der Verbindlichkeiten und Rückstellungen gegenüber. Auch dies ist im Wesentlichen dem positiven ­Geschäftsverlauf geschuldet. Das Eigenkapital blieb mit 96,7 Mio€ (i.Vj. 97,2 Mio€) trotz des positiven Jahresergebnisses von 13,0 Mio€ bedingt durch Gesellschafter-­ Entnahmen aus den Rücklagen in Höhe von 13,5 Mio€ nahezu unverändert. Durch den erheb­ichen l Anstieg der Bilanzsumme zum Stichtag und die Gesellschafter-Entnahmen sank die Eigenkapitalquote prozentual von 33% im Vorjahr auf 26% in 2010 ab. Der Zuwachs bei den Rückstellungen war i ­nsbesondere dem Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr zuzuschreiben. In den Verbindlichkeiten trieb das höhere Geschäftsvolumen sowohl die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten wie auch die erhaltenen Anzahlungen und sonstigen Verbindlichkeiten nach oben. Der Anstieg in den Verbindlichkeiten gegen verbun­ dene Unternehmen beruht im Wesentlichen auf erhöhter Geldanlage der deutschen Computacenter-Gesellschaften im Cash Pool der CC oHG. Sowohl der aktive wie der passive Rechnungsabgrenzungsposten waren leicht rückläufig. Bilanzkennzahlen (in Mio€) 2010 Bilanzsumme 372,4 290,9 284,4 291,5 295,5 2009 2008 2007 2006 Eigenkapital 96,7 97,2 75,0 73,5 60,8 Eigenkapitalquote (%) 26% (Tab. 21) 33% 26% 25% 21%
  35. 35. 35 Finanzlage Die CC oHG verfolgt als Ziel ihres Finanzmanagements, eine weitestgehend eigenständige Finanzierung ihrer Geschäftstätigkeit sicherzustellen und eine ausreichende Liquidität für Wachstum und Weiterentwicklung der Unternehmensstra­ tegie zu jedem Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen. Die Finanzpolitik der Gesellschaft ist konservativ ausgelegt und soll Risiken für den Geschäfts­ betrieb vermeiden helfen. Dies gilt insbesondere für Devisengeschäfte, die zur Absicherung von Währungskursrisiken in Liefer- und Leistungs­ geschäften eingesetzt werden. Durch die verbesserten Jahresergebnisse der letzten Jahre und den sich daraus ergebenden guten Cashflow ist es der Gesellschaft gelungen, die Finanzierung verstärkt auf eigene liquide Mittel bzw. Cash-Pool-Finanzierungen innerhalb der deutschen CC-Gruppe umzustellen. Insbeson­ dere Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten gänzlich zurückgeführt werden. Dennoch hat die CC oHG weiterhin zur Absicherung von Liquiditätsschwankungen und -bedarfen Kreditlinien für Kontokorrent-, Aval- und Devisensicherungskredite in ausreichendem Umfang mit einigen Kreditinstituten vereinbart. Finanzierungsmöglichkeiten aus Forderungs- Cashflow (in Mio€) verkäufen (True Sales) wurden im Geschäftsjahr nur in geringfügigem Umfang genutzt. Auf der Einkaufsseite profitierte die Gesellschaft – wie schon im Vorjahr – von dem Vertriebsprogramm eines Herstellers, der seinen Partnern für einen beschränkten Zeitraum Zahlungszielverlängerungen einräumte. Zur Refinanzierung von aktiviertem Anlagevermögen, das bei und für Kunden im E ­ insatz ist, wurden Finanzierungsleasingverträge eingegangen; die Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31. Dezember 2010 auf 3,7 Mio€ (i.Vj. 3,3 Mio€). Zum Stichtag verfügte die CC oHG über F ­ inanzmittel in Höhe von 50,7 Mio€ (i.Vj. 29,1 Mio€), diesen stehen Cash-Pool-Verbindlich­ eiten k von 20,3 Mio€ (i.Vj. 1,7 Mio€) gegenüber. Zur E ­ rhöhung der Klarheit des Cashflows hat die G ­ esellschaft den relevanten Finanzmittelbestand inhaltlich neu definiert. Die Vorjahre ­ urden entw sprechend angepasst. Die Liquiditätsrechnung (Kapitalflussrechnung) stellt sich im Einzelnen wie in Tabelle 22 dar. Der Cashflow der Gesellschaft hat sich ­ eiter w positiv entwickelt und lag in 2010 bei 21,6 Mio€ (i.Vj. 19,0 Mio€). Positiv beeinflusst wurde der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Finanzierungstätigkeit. In der 2010 2009 2008 2007 2006 … laufenden Geschäftstätigkeit 20,3 47,4 36,8 -4,3 -6,5 … Investitionstätigkeit -5,9 -6,3 -4,5 -3,8 -1,3 7,2 -22,1 -31,8 10,5 6,6 Cashflow aus der … … Finanzierungstätigkeit Cashflow 21,6 19,0 0,5 2,4 -1,2   Finanzmittelbestand zum 1. Januar … 29,1 10,1 9,6 7,2 8,4 Finanzmittelbestand zum 31. Dezember … 50,7 29,1 10,1 9,6 7,2 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 50,7 29,1 10,1 9,6 7,2 (Tab. 22)
  36. 36. 36 LAGEBERICHT 2010 l ­aufenden Geschäftstätigkeit hat sich neben dem wachstumsbedingten Anstieg des Working C ­ apitals der Verschmelzungsverlust der becomFusion negativ ausgewirkt, während die Zahlungszielverlängerung eines Herstellers positive Effekte hatte. Bei der Finanzierungstätigkeit wurden E ­ ntnahmen der Gesellschafter in Höhe von 13,5 Mio€ durch Einlagen in den Cash-Pool der Gesellschaft von 20,7 Mio€ überkompensiert. Chancen- und Risikomanagement Chancen- und Risikomanagement als fester Bestandteil der Unternehmenskultur Die Märkte der CC oHG unterliegen einem s d ­ tän­ igen Wandel und erfordern daher ein vorausschauendes Chancen- und Risikomanagement. Die Gesellschaft beschäftigt sich daher s ­ ystematisch mit ihren Chancen- und Risiko­ potenzialen und fördert das risikobewusste D ­ enken und Handeln auf allen Unternehmens­ ebenen. Bestehende und eventuelle Risiken f ­rühzeitig aufzudecken oder zu vermeiden bzw. durch aktives Management zu minimieren ist ein entscheidender Baustein zur Absicherung des Unternehmens gegen Schäden jedweder Art. Die Beschäftigung mit Risiken, aber auch mit Chancen ist ein wesentlicher Bestandteil der konzernweiten Planungs-, Steuerungs- sowie Kontroll­ systeme und damit des Prozessmanagements sowie der Unternehmenskultur. Das Risikofrüherkennungssystem der CC oHG basiert auf gruppenweit einheitlichen Methoden der Risikoanalyse, Bewertung und Vermeidung bzw. Überwachung. Dabei werden sowohl eine Analyse der Unternehmensrisiken aus Gesamt­ unternehmenssicht (Management) wie auch eine Detailabfrage von Risiken aus den einzelnen Unternehmensbereichen (Prozessverantwortlicher) durchgeführt. Identifizierte Einzelrisiken dieses wechselseitigen Prozesses werden unter Berücksichtigung ihres Umfangs und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit erfasst, bewertet und priorisiert. Mittels einer individuellen Risikoanalyse werden geeignete Maßnahmen zur Abwehr, Abwälzung und Minimierung festgelegt, implementiert und nachgehalten (zum Beispiel durch regelmäßige Messung, Aktionspläne, Zuständigkeiten). Die Koordination dieser Aktivitäten obliegt dem konzernweit agierenden Risikomanagement, das sowohl an die deutschen Führungsgremien wie auch an Gremien des Mutterunternehmens Computacenter plc., Hatfield/Großbritannien, berichtet (zum Beispiel Audit Committee, Board). Risiken, die sich aus Finanzpositionen ergeben, werden zentral in der deutschen TreasuryAbteilung behandelt. Zur Absicherung von Währungsmarktrisiken werden Absicherungsgeschäfte getätigt. Dabei gilt für alle Aktivitäten in diesem Bereich der Grundsatz der Risikominimierung. Kunden-Delkredere-Risiken werden in einer eigenen Credit Collection-Abteilung nachgehalten. Die Absicherung des Unternehmens im Compliance- und Datenschutzbereich ist durch Berufung eines Com­ pliance- und Datenschutzbeauftragten gewährleistet, der an den Vorstand direkt berichtet und sich mit der Einhaltung von Gesetzen und internen Regelungen beschäftigt. Weitere organisatorische und prozessseitige Maßnahmen unterstützen die Risikovermeidung. Dazu gehören: — er Planungs- und Controlling-Prozess (eind schließlich kurzfristiger Prognose-Rechnung und Soll-Ist-Abweichungsanalyse), — ruppenweite Richtlinien und Genehmigungsg prozesse sowie darauf aufbauende Trainingsmaßnahmen und Governance-Prozesse, — in einheitliches Datenverarbeitungssystem, e
  37. 37. 37 — Arbeit der internen Revision und die — ie Aufstellung und das Testen von Businessd Continuity-Plänen. Auch die durchgängige Beschäftigung mit den Unternehmensprozessen stellt einen weiteren Baustein im Chancen- und Risikomanagement dar. Dabei werden Geschäftsprozesse regelmäßig auf Verbesserungspotenziale untersucht bzw. an sich ändernde Gegebenheiten unter Einsatz der Six-Sigma-Methodologie und von Qualitätssicherungsverfahren angepasst. Äußeres Zeichen d ­ ieser Arbeiten ist unter anderem die erreichte ISO-Zertifizierung für Prozesse im Unternehmen: — ualitätsmanagement nach DIN EN ISO Q 9001:2008 — mweltmanagement nach DIN EN ISO U 14001:2004 — rbeits- und Gesundheitsschutz nach BS A ­OHSAS 18001:2007 — Informationssicherheitsmanagement ( ­IT-Security) nach ISO/IEC 27001:2005 — Servicemanagement nach ISO/IEC IT20000:2005 Risikobericht – Komplexe Serviceverträge und ERP-Umstellung als größte Risiken Die größten Risiken der Gesellschaft im aktu­ llen e Umfeld werden in großen und komplexen M ­ anaged-Services- und Outsourcingverträgen sowie der Migration des eigenen ERP-Systems gesehen. Die klare Strategie der Gesellschaft im Serviceumfeld auf Managed-Services- und Out­ sourcingverträge birgt nicht zu unterschätzende Risiken in der Angebots- und Erbringungsphase solcher Verträge. In der Angebotsphase sind n ­ eben der klaren Leistungsabgrenzung und k ­ orrekten Preisfindung insbesondere ein gutes Verständnis der eigenen Leistungsfähigkeiten s ­ owie Erbringungskosten notwendig. In der E ­ rbringungsphase spielen Themen wie Profita­ bilitätsüberwachung, Prozesskostenoptimierung und Effizienzsteigerung, Service-Level-Einhaltung sowie Skill- und Managementfähigkeiten eine entscheidende Rolle. Die Gesellschaft hat in all diesen Bereichen organisatorische, personelle und IT-seitige Sicherungen in die Prozesse eingebaut. Ein Fehler in diesen Abläufen könnte der Gesellschaft finanzielle Schäden zufügen. Seit mehreren Jahren arbeitet die CC oHG z ­ usammen mit ihrem englischen Mutterunternehmen an der Migration ihrer ERP-Systeme auf SAP Business Suite 6.0 (inklusive einer Konsolidierung vorgelagerter IT-Systeme) zur Aktualisierung, V ­ ereinheitlichung und Optimierung der IT-Plattform der gesamten CC-Gruppe. Ende Januar 2011 ist der erste Schritt mit dem Cut Over und der Migration bei den deutschen Gesellschaften der Gruppe (und damit auch bei der CC oHG) e ­ rfolgreich durchgeführt worden. Seit Februar 2011 laufen die Geschäftsprozesse der CC oHG auf dem neuen SAP-Release. Für das dritte Q ­ uartal 2011 ist ein weiterer Releasewechsel v ­ orgesehen, der neben den Gesellschaften in UK auch noch einmal weitere Funktionalitäten für die deutschen Gesellschaften mit sich bringt. Zwar ist der erste Schritt erfolgreich verlaufen, dennoch sind mit Migrationen dieser Größenordnung auch eine ganze Reihe Risiken verbunden, die den g ­ esamten Geschäftsprozess der Gesellschaft g ­ efährden können. Projekt- und Ressourcen­ planung, die Einbindung der operativen Pro­ zessverantwortlichen sowie Kontrollpunkte wie Reviews sollen helfen, solche Risiken kontrollierbar zu ­ achen und zu minimieren. m Weitere operative Risiken von Bedeutung k ­ önnen der Gesellschaft auch aus anderen B ­ ereichen erwachsen. Dazu gehören im
  38. 38. 38 LAGEBERICHT 2010 P ­ roduktgeschäft die zukünftige Verfügbarkeit und Höhe von Herstellerboni, die einen Teil der g ­ esamten Produktprofitabilität ausmachen. Im Serviceumfeld gilt es in zunehmendem Maß, die Mitarbeiterbindung und -gewinnung im Umfeld hochqualifizierter IT-Fachkräfte sicherzustellen. Bei dem heute schon bestehenden und sich für die Zukunft abzeichnenden Fachkräftemangel in Deutschland ist dies eine große Herausforderung, die auch limitierend auf das zukünftige Servicewachstum wirken kann. Dem anhaltenden Druck auf die Servicemargen muss zudem durch geeignete Effizienzmaßnahmen und Überwachung der Mitarbeiterauslastung begegnet werden. Die europaweit gestartete Initiative zur Industrialisierung der Serviceerbringung ist ein wichtiger Baustein in diesem Bereich. Ferner ist die Fortentwicklung der Vertriebsfähigkeiten entsprechend dem sich entwickelnden Erbringungsportfolio ein Risikofaktor auf der Kunden- und Vertriebsseite. Finanzielle Risiken können sich aus mehreren Bereichen ergeben. Dazu gehören Liquiditätsund Zinsrisiken, die aber aufgrund der guten E ­ igenkapital- und Liquiditätsausstattung der G ­ esellschaft selbst sowie ihres Mutterunternehmens Computacenter plc., Hatfield/Großbritan­ nien, derzeit als gering eingestuft werden können. Forderungsausfallrisiken, die sich trotz der insgesamt guten Bonität des Kundenstammes ergeben können, werden durch aktive Kundenbonitäts­ prüfungen überwacht. Währungsrisiken beruhen im Wesentlichen auf Einkaufsaktivitäten im U ­ S-$-Raum; diese werden in einer eigenen Treasury-Abteilung überwacht und durch E ­ insatz von Währungssicherungsinstrumenten ­minimiert. Mitarbeiterentwicklung Das leichte Wachstum bei der Beschäftigtenzahl setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr weiter fort. Wesentlicher Treiber war die Übernahme von 116 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rahmen der Verschmelzung mit becom zum 1. Januar 2010. Bei der eigenen Belegschaft ergab sich fluktuationsbedingt ein leichter Rückgang. Zum 31. Dezember 2010 beschäftigte die CC oHG 4.126 (i.Vj. 4.071) eigene Mitarbeiterinnen und Mit-arbeiter (inklusive Auszubildende und G ­ eschäftsführung) und damit 1,4% mehr als im Vorjahr. (Tab. 23) Insbesondere im zweiten Halbjahr 2010 stieg sowohl die Anzahl der offenen Stellen für Fachund Führungspositionen als auch die Zahl der Einstellungen spürbar an. Die CC oHG konnte auf strukturellen Personalabbau während der Wirtschafts- und Finanzkrise nicht nur gänzlich verzichten, sondern hat in Deutschland ganz im G ­ egenteil ununterbrochen Fachpersonal gesucht und eingestellt. Damit verfügte die Belegschaft der Gesellschaft über durchgehende Arbeitsplatzsicherheit, ein wichtiger Aspekt in puncto Mitarbeiterbindung und Mitarbeiterzufriedenheit. Die meisten der Beschäftigten sind direkt bei den Kunden der CC oHG in mittel- und langfris­ tigen Projekten und Betriebssituationen im E ­ insatz. Insbesondere im Serviceumfeld werden Kapazitäts- und Wachstumsspitzen durch externe Beschäftigte abgedeckt, die eine flexible Personal- oder Skillplanung erlauben, aber nicht zum Ersatz der Kernbelegschaft dienen. Die Suche nach erfahrenen Fachkräften der I ­nformationstechnologie gestaltet sich zunehmend schwierig. Das führt dazu, dass eine Stand am 31.12. ... 2010 Mitarbeiter 4.126 4.071 4.061 3.923 3.763 (Tab. 23) 2009 2008 2007 2006
  39. 39. 39 w ­ achsende Stellenzahl nicht zeitnah besetzt w ­ erden kann und das Mitarbeiterwachstum langsamer ausfällt, als es die Geschäftsentwicklung erlauben würde. Im Servicemanagement, in der IT-Beratung oder auch im IT-Projektmanagement sind qualifizierte Kräfte mit ausreichender Berufserfahrung am Arbeitsmarkt selten. Somit hat die Zahl der offenen Stellen Ende 2010 wieder die Marke von 250 erreicht und überschritten. Die Mitarbeiterfluktuation lag 2010 auf dem Niveau der Vorjahre. Auch im Jahr 2010 hat die CC oHG weiter konsequent Investitionen in neue Mitarbeiter s ­ owie die Ausbildung von Nachwuchs über T ­ raineeprogramme für Hochschulabsolventen und die betriebliche Erstausbildung getätigt. Traineeprogramme wurden in den Bereichen IT-Consulting und im IT-Vertrieb durchgeführt. Nicht nur, aber auch wegen des konsequenten Angebots an Hochschüler mit dem Exploras-Absolventen- und Praktikantenprogramm und den beiden Traineeprogrammen konnte sich die Gesellschaft erstmals in der renommiertesten Liste der begehrtesten Arbeitgeber im IT-Umfeld bei den deutschen Hochschülern platzieren. Der Auf- und Ausbau eines konsequenten Hochschulmarketings mit zahlreichen Koopera­ tionen mit Hochschulen sichert den Zugang zu und von Absolventen quantitativ und qualitativ. Zahlreiche, für Studierende und Hochschulen kostenfreie Angebote – beispielsweise Trainings in den Themen „Kommunikation“, „Führung“ oder „Bewerbung“ verstärken den Kontakt zwischen Computacenter und Studierenden. Die Zahl der Auszubildenden ist auf mittlerweile konstant hohem Niveau. Nahezu 150 junge Menschen durchlaufen derzeit kaufmännische und technologische Ausbildungsgänge. Darunter am stärksten vertreten sind IT-Fachinformatiker, die den in Deutschland mittlerweile beliebtesten Ausbildungsberuf erlernen. Leider können in­ wischen z nicht mehr alle angebotenen Stellen ­ esetzt werb den. Bei den Bewerbungseingängen ist ein Rückgang in qualitativer und quantitativer Hinsicht zu verzeichnen. Ein verstärktes Engagement der Gesellschaft lag 2010 auf der internen Personalentwicklung („Learning Development“) bei den Führungskräften. Dabei stand die Weiterbildung in Themen wie Kommunikation und Mitarbeiterführung im Mittelpunkt. Auch das Thema „Stress Awareness für Führungskräfte“ stieß auf großes Interesse und führte mittlerweile zu mehr als 250 Teilnehmern in entsprechenden Workshops. Mit diesen Schu­ lungen war die Gesellschaft vielen anderen Unternehmen zeitlich voraus und hat damit ein Thema so frühzeitig behandelt wie nicht viele andere in Deutschland. Inzwischen werden Angebote zum Thema „Umgang mit Stress“ auch den Beschäftigten ohne Führungsverantwortung angeboten und von diesen genutzt. Die strukturierte Auswahl für neue Führungskräfte und die damit verbundene Ausbildung bei einem angesehenen Schweizer Management­ institut mit entsprechender Abschlusszertifizierung ist zu einer festen Einrichtung geworden. Damit hat sich die Qualität bei der Ernennung von Führungskräften deutlich erhöht, auch wenn dadurch der Weg für Kandidatinnen und Kandidaten schwerer geworden ist. Auf dem Weg zu einem der Toparbeitgeber in der IT-Branche legte das Unternehmen im ver­ gangenen Jahr weiterhin Wert auf das Thema „Gesundheit“. Ein zweimal im Jahr angebotenes und durchgeführtes „Gesundheitstraining“ für j ­eweils mehr als einhundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfreute sich auch 2010 großer B ­ eliebtheit. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen
  40. 40. 40 LAGEBERICHT 2010 stehen Ernährung, Bewegung sowie Entspannung und werden theoretisch und praktisch b ­ ehandelt. Die Nachfrage übersteigt immer noch das Angebot und die letzten Ergebnisse bei Mitarbeiterbefragungen zeigen, dass insbesondere bei den Angeboten zu Gesundheit und sonstigen B ­ enefits eine Verbesserung in der Wahrnehmung erreicht werden konnte. Prognosebericht Konjunkturausblick und IT-Markt in Deutschland Konjunkturaufschwung hält an, deutscher ­­ IT-Markt mit optimistischer Grundstimmung Die Konjunktur in Deutschland befindet sich auch in diesem Jahr in einem deutlichen Aufwärtstrend. Es ist davon auszugehen, dass sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzen wird, wenn auch mit geringerer Dynamik als 2010. Der Aufschwung in Deutschland scheint robust, die G ­ eschäftslage der deutschen Unternehmen v ­ erbessert sich weiter und die gesamtwirtschaft­ lichen Produktionskapazitäten sind in diesem Jahr wieder normal ausgelastet. Aufgrund der positiven Signale erwarten Bundesregierung, Wirtschaftsinstitute und Industrieverbände einen Anstieg des preisbereinigten B ­ ruttoinlandsproduktes um 2 bis 3 Prozent. Dabei wird der anhaltende Aufschwung zu einem Großteil von Binnennachfrage und Unterneh­ mens­­ investitionen getragen, während die Impulse durch den Export schwächer werden. Aufgrund der positiven Konjunktur bleibt die Beschäftigungsentwicklung ebenfalls aufwärts gerichtet, wodurch sich Deutschland der Vollbeschäftigung nähert. Das robuste Wachstum, die erhöhte Binnennachfrage und die steigenden Unternehmens­ investitionen wirken sich auch positiv auf die IT aus. Auch wenn sich der Boom im Hardware­ bereich 2011 abschwächen wird, so ist bei den Ausgaben für Software, projektbasierte Services und Outsourcing von einem signifikanten Aufwärtstrend auszugehen. Entsprechend erwartet der Bundesverband I ­nformationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) bei den Erlösen der IT- und Telekommunikationsfirmen ein Wachstum von zwei Prozent. Industrieanalysten gehen teilweise sogar darüber hinaus und prognostizieren vorbehaltlich der Fortsetzung der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein Wachstum bei den IT-Investitionen von 4,5%. Aktuell noch nicht abzusehen sind die Auswirkungen des Erdbebens in Japan auf die IT-Industrie, die Herstellerpartner von Computacenter und damit auch auf das Geschäft der Gesellschaft. Strategische Aufstellung und Weiterentwicklung des Geschäftes 2011 – gute Aufstellung und konsequente Weiterverfolgung der langfristigen Strategie An der strategischen Ausrichtung der letzten J ­ ahre wird die Gesellschaft 2011 und darüber h ­ inaus festhalten. Sie hat sich mit einem Blick auf die erreichten Ergebnisse bewährt und bietet noch große Potenziale auf der Umsatz- und E ­ rgebnisseite für kommende Jahre. Zudem ist die CC oHG im deutschen und internationalen I ­T-Markt glänzend aufgestellt, die aktuellen und z ­ ukünftigen Kunden- wie Partneranforderungen gewinnbringend für alle Beteiligten zu erfüllen. Kernelemente der langfristigen Strategie sind: — in klarer Fokus auf profitables Service­ e wachstum, insbesondere im Bereich Managed Ser­ ices und Outsourcing sowie dem v
  41. 41. 41 ­Beratungsgeschäft, — ie weitere Steigerung der Qualität und d E ­ ffizienz in der Serviceerbringung mit Indus­ trialisierung von Servicebausteinen in Zentraleinheiten zum Nutzen unserer Kunden, — er Ausbau des Portfolios in Richtung der d wertschöpfenden Dienstleistungen und Produkte mit Fokus auf die Steigerung des Network- und Datacenter-Anteils am Geschäft, — ie Weiterführung der Qualifizierung unserer d Belegschaft und Mitarbeiterbindung. Produktgeschäft im Aufwärtstrend, gute Marktaussichten Das Produktgeschäft der Gesellschaft ist dank der aktuellen Konjunktur, der hohen Kompetenz der Berater und Vertriebsmitarbeiter und der g ­ uten Einbindung in die Hersteller-Partnerlandschaft robust aufgestellt. Es befindet sich 2011 über das gesamte Portfolio hinweg in einer A ­ ufschwung- und Wachstumsphase. Die Weiterentwicklung und Abrundung des Produktport­ folios wie beim Zukauf von becom mit ihrem s ­ tarken IBM-Geschäft geht weiter. In einem sich ändernden Markt von IT-Endgeräten und IT-Infrastrukturplattformen werden die Schwerpunkte der IT-Produktversorgung in Integrationsleistungen l ­iegen. Davon wird das gesamte Produktportfolio vom Workplace- über Datacenter- bis zum ­Network-Business profitieren. Serviceportfolio trifft Markt- und Kunden­ anforderungen, gute Geschäfte erwartet Das Servicegeschäft der CC oHG hat sich im abgelaufenen Jahr auf Qualitäts- und Quantitätsseite deutlich verbessert. Der Grad an Standardisierung von Servicemodulen hat weiter zugenommen und der Ausbau der Belegschaft mit Schwerpunkt High-Skill-Consultants verlief erfolgreich. Für 2011 sind hier die nächsten Effizienz- und Qualitätsschritte geplant. Dazu gehört unter anderem das Insourcing von Datacenter-Leistungen, die bis vor Kurzem noch von dem Schwesterunternehmen Computacenter Managed Services GmbH, Köln, eingekauft wurden. Durch Zusammenlegung dieser Aktivitäten mit den Eigenleistungen der CC oHG werden weitere Effizienzpotenziale im E ­ rbringungsprozess adressiert. Eine stärkere I ­ndustrialisierung von Standardprozessen und d ­ amit das Heben weiterer Synergie- und Kostenpotenziale werden die Folge sein. Damit trifft die CC oHG die derzeitigen Marktund Kundenanforderungen in optimaler Weise. Kunden suchen Partner, die ihnen durch Technologieupgrades bei der Realisierung von IT-Kostenflexibilisierung, Kostenreduktionen und dem H ­ eben von Businessmehrwerten mithilfe der IT helfen. Das Serviceportfolio spiegelt die hierfür e ­ rforderlichen Leistungen und Kenntnisse. Dazu gehören die langjährige Erfahrung im Bereich M ­ anaged Services und Outsourcing, die nach ISO-Normierungen zertifizierten zentralen Erbringungseinheiten in Kerpen und Erfurt sowie die i ­nternationalen Servicedesks in Barcelona/­ Spanien, Milton Keynes/Großbritannien sowie Südafrika und Asien. Ein weiteres Plus sind die flächendeckende Abdeckung mit Technikern und Beratern sowie die nach Six-Sigma-Methodologie implementierten und kontrollierten Prozesse. Auch für die wachsende Nachfrage nach Cloudservices bzw. „IT as a Service“ ist die Gesellschaft gut gerüstet. Obwohl diese Hypethemen eher u ­ nspezifisch sind, sind die dahinterstehenden Strukturen und Leistungen bereits heute durch CC oHG für professionelle Anwender vollständig erbringbar.

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