Ausgabe 1/13 › Januar 2013 › 9,90 EUR                                        www.die-stiftung.de                     Willk...
64    | DIE STIFTUNG 1/13Mehr Mieterfreundlichkeit undeine bessere EnergiebilanzNachhaltige Wohnimmobilien als Mission Inv...
V E R M Ö G E N | SC HW E R P U N K T |          65                                                                       ...
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  1. 1. Ausgabe 1/13 › Januar 2013 › 9,90 EUR www.die-stiftung.de Willkommen im Netzwerk Was Dachorganisationen zu Kraftzentren für Engagement macht Aart Jan De Geus und seine Pläne für die Bertelsmann Stiftung Neue Ausbildung im Großspenden-Fundraising Schwerpunkt: Immobilien
  2. 2. 64 | DIE STIFTUNG 1/13Mehr Mieterfreundlichkeit undeine bessere EnergiebilanzNachhaltige Wohnimmobilien als Mission Investing für Stiftungen VON CHRISTOPH MARLOHM ission Investing erlaubt es begehrte Kapitalanlagen. Die Cashflows Hamburger Wohnungsportfolio, an dem Stiftungen, auch ihren Kapi- sind konjunkturbeständig. Geeignete Ob- mehrere deutsche Stiftungen beteiligt talstock für den Stiftungs- jekte befinden sich in gut eingewachsenen sind, konnte die Gesamtbelastung der zweck wirken zu lassen. Der attraktiven Stadtlagen oder im stadtnahen bestehenden Mieter in den vergangenendeutsche Wohnungsmarkt bietet sich Umland und verfügen über stabile Mieter- vier Jahren stabil gehalten werden. Trotzhierfür gegenwärtig besonders an. Wohn- strukturen. Öffentlicher Nahverkehr, Ver- gestiegener Preise erhöhte sich die monat-raum wird in dynamischen Metropolen sorgung und Schulen sind in der Nähe zu liche Bruttomiete nur um 1%. Im gleichenimmer knapper. Durch mieterfreundliche finden. Durch Zuzug und geringe Neubau- Zeitraum konnten die Nettomieterlöse ausBewirtschaftung und kostensparende tätigkeit sind in den dynamischen Metropo- Bestandsmieten jedoch um 14% gestei-energetische Modernisierungen können len laufende Wertzuwächse zu verzeichnen. gert werden. Möglich wurde dies durchStiftungen einen Beitrag zur Erhaltung von Die soziale Kehrseite: Wohnraum wird eine Senkung der Nebenkosten, die sichSozialstrukturen und zum Ressourcen- in Metropolen wie Hamburg, Berlin, Frank- allein im Jahr 2012 um 19% reduzierten.schutz leisten – mit der Aussicht auf kon- furt und München immer teurer. Steigen- In den kommenden Jahren sind weite-junkturunabhängige, stabile Erlöse und de Mieten und Energiepreise verdrängen re Einsparungen durch energetische Mo-laufende Wertsteigerungen. Familien und Alleinerziehende aus In- dernisierungen vorgesehen. Objekte der Ethik ist in: Die Mehrzahl der kapital- nenstadtlagen. Durch eine mieterfreundli- 1960er und 70er Jahre, die teilweise gutestärksten Stiftungen der Bundesrepublik che Bewirtschaftung und kostensparende Anfangsrenditen bieten, weisen vielfachgab in einer Umfrage des Bundesver- energetische Modernisierungen können einen hohen Energieverbrauch von 30bandes Deutscher Stiftungen an, ihr Ver- Stiftungen einen Beitrag zur Erhaltung von Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahrmögen bereits gänzlich im Einklang mit städtischen Sozialstrukturen und zum oder mehr auf. Zum Vergleich: Neubau-dem Stiftungszweck zu investieren1. Da- Schutz natürlicher Ressourcen leisten. objekte liegen bei etwa 5 Liter.mit folgt Deutschland den USA, wo sich Bei einem nachhaltig bewirtschafteten Die Ausgestaltung der Modernisie-das Volumen des Mission Investing dank rungen ist vom jeweiligen Objekt abhän-einer entwickelten Infrastruktur in den gig. Häufig findet eine Optimierung dervergangenen 20 Jahren verdreifacht hat. Gebäudehülle statt – durch Einbau neuer Die aktuelle Niedrigzinsphase veran- Fenster und die Dämmung von Außen-lasst zudem mittlere Stiftungen, ihre An- Energetische Sanierung wänden und Geschossdecken. Dabei wer-lagestrategie zu überdenken und dabei bremst die Warmmieten den mineralische Dämmstoffe bevorzugt, QUELLE: GRUNDBESITZ 24 EMISSIONSHAUS GMBHdie strikte organisatorische Trennung von weil sie umweltfreundlich und brandsicherVermögensverwaltung und Mittelverwen- 10 sind. Moderne Heizungsanlagen mit Solar-dung zu überprüfen. Der Hebel ist im- thermie-Unterstützung bieten eine gute 8mens: Bereits mit der zweckentspre- Brennstoffausnutzung. So lassen sich inchenden Anlage von 3% ihres liquiden den genannten Altersklassen bis zu 80% 6Vermögens könnten deutsche Stiftungen der Energie einsparen. in EURdreimal so viel bewegen wie mit ihrer Die Kosten der energetischen Sanie- 4gesamten aktuellen Fördertätigkeit. Auch rung betragen nach Berechnungen derdas Risiko von Widersprüchen zwischen 2 Deutschen Energieagentur durchschnitt-Kapitalanlagen und Stiftungszweck kann lich 275 EUR pro m2. Diese amortisieren FOTO: GRUNDBESITZ 24 EMISSIONSHAUS GMBHdamit erheblich reduziert werden. 0 sich zu 110% innerhalb von zehn Jahren 2008 2012 Wohnimmobilien sind für Stiftungen durch die gesetzlich zulässige Umlage auf NKM HK, BKangesichts niedriger Zinsen inzwischen die Mieten. Durch die Erstellung von Durch Einsparungen konnte die Gesamtbelastung der be- aktualisierten Energiebilanzen wird vor stehenden Mieter von Hamburg 1 in den vergangenen vier1 Der Bundesverband befragte hierzu die 200 Jahren stabil gehalten werden. Während sich die Nettokalt- Beginn der Modernisierungen allerdings kapitalstärksten deutschen Stiftungen, von miete (NKM) um 14% erhöhte, sanken die Heizkosten und sichergestellt, dass alle Maßnahmen für denen 44 Auskunft gaben. Die ethische Aus- Betriebskosten (HK, BK) um 19%. Dadurch ergibt sich eine richtung des Portfolios musste dafür nicht monatliche Bruttomiete, die nur um 1% über dem Niveau bestehende Mieter weitgehend warm- bewiesen werden. von 2008 liegt (Stand: 1. November 2012). mietenneutral umgesetzt werden können.
  3. 3. V E R M Ö G E N | SC HW E R P U N K T | 65 Auch das ist Mieterbindung und obendrein eine Förderung der lokalen Beschäftigung: Dittmar Kolberg, der zuvor fünf Jahre lang arbeitslos war, bekam Anfang 2011 eine Anstellung als Hausmeister und betreut seitdem fünf Mehr- familienhäuser. Im vorgenannten Hamburger Woh- logische Ziele verfolgt, sollte ein Anteil traglich fixiert sein. Beteiligungsangebo-nungsportfolio wird die lokale Beschäfti- des Stiftungsvermögens für Mission In- te sollten über ein externes Rating verfü-gung durch Übertragung von Hausmeister- vestments im Bereich nachhaltiges gen. Bei der Auswahl von Produkten kanndiensten an Mieter gefördert. So konnte Wohnen reserviert werden. Sofern keine eine auf nachhaltige Geldanlagen spezia-im Jahr 2011 ein handwerklich begabter eigene Immobilienverwaltung vorhanden lisierte Bank helfen.und bei den Bewohnern akzeptierter Mie- ist, können nachhaltige Private Place-ter im Hamburger Vorort Maschen nach ments für Investitionen ab 50.000 EURmehrjähriger Arbeitslosigkeit eine ihn er- gezeichnet oder Exklusivprojekte mitfüllende Aufgabe in der Betreuung von Investitionen ab 3 Mio. EUR durchgeführtfünf Objekten finden. 2012 organisierte werden. Entscheidend für den Erfolg von Christoph Marloh ister ein Sommerfest für die Anwohner zu- nachhaltigen Wohnprojekten sind glaub- Gründer und Geschäfts-gunsten einer örtlichen Tafel. würdige soziale, ökologische und finanzi- führer bei der Grundbe- elle Eckdaten. In finanzieller Hinsicht sind sitz 24 Emissionshaus Fazit Marktkenntnis und Marktzugang der Ein- GmbH. Das Unternehmen kaufsabteilung entscheidend. Diese drü- mit Sitz in Seevetal beiAn Mission Investing interessierte Stiftun- cken sich in der Spezialisierung auf eine Hamburg ist auf nachhaltige Wohnimmo-gen fördern die Kommunikation zwischen Region und in einer Erfolgsbilanz bei bilien im Hamburger Zinshausmarkt spe-Vermögensanlage und Mittelverwendung. Ankauf, Verkauf und Bewirtschaftung aus. zialisiert, arbeitet mit institutionellenWenn der Stiftungszweck soziale und öko- Soziale und ökologische Ziele sollten ver- und privaten Investoren zusammen und konnte im vergangenen Jahr mehrereWEITERE INFORMATIONEN: Die Studie zu Mission Investing ist unter www.stiftungen.org/studien Stiftungen für das Private Placement „Hamburg 1“ gewinnen.

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