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Wie gerecht ist unser Land?
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DiE FAiRnESSDEBATTE
Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass Gerechtigkeit ein großes Thema
ist. Oder um es mit den Worten ...
Bildungsgerechtigkeit
Die Chemische Fabrik Budenheim fördert die Mitarbeiter, die in einem du-
alen Studium einen akademis...
Stimmen der Gäste
Auf Chemie.ImpulseRP
kamen auch die Gäste zu Wort. Mit ihren Fragen
setzten sie ihre eigenen Akzente. So...
Der Moderator Dr. norbert Lehmann (links) mit dem Gastgeber des Abends,
Dr. Harald Schaub, Vorstandsvorsitzender der Chemi...
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Wie gerecht ist Deutschland? - Die Fairnessdebatte von Chemie.Impulse RP

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Soziale Gerechtigkeit ist ein Thema, das die gesamte Gesellschaft berührt. Darüber diskutierten der rheinland-pfälzische SPD-Staatsminister Alexander Schweitzer
und Wirtschaftsprofessor Dr. Michael Hüther. In der Debatte um soziale Gerechtigkeit vertraten sie unterschiedliche Perspektiven. Bei Chemie.ImpulseRP ging um Wohlstand und Fairness, um Chancengleichheit und Generationengerechtigkeit.

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Wie gerecht ist Deutschland? - Die Fairnessdebatte von Chemie.Impulse RP

  1. 1. festgehalten Die Veranstaltungen der Chemieverbände Rheinland-Pfalz Wie gerecht ist unser Land? EDiTORiAL Wie gerecht ist Deutschland? Die Antwort ist schwierig, sind doch die Perspektiven auf das Thema immer abhängig von der Biografie oder persönlichen Überzeugungen. Soziale Gerechtigkeit ist ein Thema, das die gesamte Gesellschaft berührt. Oft wird die Wirtschaft, werden die Unternehmen kritisiert. Darüber diskutierten der rheinland-pfälzische SPD-Staatsminister Alexander Schweit- zer und Wirtschaftsprofessor Dr. Michael Hüther. in der Debatte um soziale Gerech- tigkeit vertraten sie unterschiedliche Perspektiven. Moderiert von Dr. norbert Lehmann, ging es bei Chemie.impulseRP um Wohlstand und Fairness, um Chancengleichheit und Generationengerechtigkeit. Gut 80 Gäste waren auf Einladung von Dr. Harald Schaub, Vorstandsvorsitzender der Chemieverbände Rheinland-Pfalz, in das Kurfürstliche Schloss zu Mainz gekommen. Stefanie Lenze | Chemieverbände Rheinland-Pfalz inHALT >> Die Fairnessdebatte >> in der Chemie ist alles anders? >> Gerechtigkeit in Unternehmen >> Stimmen der Gäste >> Gerechtigkeit und nachhaltigkeit Gelegenheit, sich einzumischen: Die Fairnessdebatte in Mainz >>
  2. 2. DiE FAiRnESSDEBATTE Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass Gerechtigkeit ein großes Thema ist. Oder um es mit den Worten von Dr. norbert Lehmann auszudrücken: Die Soziale Marktwirtschaft – immer wieder kamen die beiden Gastredner Dr. Michael Hüther und Alexander Schweitzer in ihrer Debatte auf unser Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell zurück. Moderiert von Lehmann, der an dem Abend das zDF-Studio gegen den Forster-Saal in Mainz tauschte, ging es um Sicherheit und Freiheit, um Leistung und Verantwortung. Mehr Sicherheit ist sozial gerecht »ich erwarte nicht, dass wir einen abschließenden Konsens über das, was Gerechtigkeit ist, erlangen werden.« Dieses Statement schickte Alexander Schweitzer seiner Rede vorweg. Der Grund: »Gerechtigkeit ist etwas, das sich entlang der Lebensphasen immer wieder ändert.« Und auch wenn Schweitzer die Gerechtigkeitsfrage nicht nur in Bezug auf den Arbeits- markt stellen wollte, ging es doch immer wieder um die Beschäftigungs- situation und die Arbeitswelt in Deutschland. Fakt ist: noch nie gab es so viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Diese gute Situation am Arbeitsmarkt ist für Schweitzer das Ergebnis der sozialpolitischen Reformen der Agenda 2010, dank derer sich Deutschland auch in der Wirtschaftskrise gut geschlagen habe. Aber: »Da ist etwas aus den Fugen geraten«, kritisierte der Minister. »in der Sozialen Marktwirt- schaft herrscht das Versprechen, dass man vom Lohn einer Vollzeitarbeit eine Familie ernähren kann. Dieses Versprechen ist verletzt worden.« »ich bin ein Anhänger der flexiblen Arbeitsmarktinstrumente«, stellte der Sozialdemokrat klar. »Aber es wurde vergessen, die persönliche Sicherheit des Einzelnen zu gewährleisten.« Mehr soziale Sicherheit – das ist die Forderung von Alexander Schweitzer: »Hier bin ich stolzer Sozialdemo- krat.« Auch die industrie sieht er in der Pflicht, denn es gebe eine wach- sende Ungerechtigkeit, insbesondere bei Leiharbeit, Werkverträgen und dem Mindestlohn. Mehr Regulierung, stärkere Tarifbindung und stärkere Gewerkschaften sind Maßnahmen auf dem Weg zu mehr Gerechtigkeit. Flexibilität und Sicherheit – für Alexander Schweitzer sind beides notwen- dige Komponenten sozialer Gerechtigkeit. Wie gerecht ist unser Land? | Mainz »Es geht um den Zusammenhalt in unserer Gesell­ schaft, um politische Stabilität und die Zukunft unseres Systems der sozialen Marktwirtschaft.« Alexander Schweitzer (SPD), Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz »Das Versprechen der Sozialen Marktwirtschaft ist gebrochen worden.« Chemie.impulseRP Mehr informationen über die Veranstaltung können auf der Webseite www.chemie- impulse.de nachgelesen werden.
  3. 3. Bildungsgerechtigkeit Die Chemische Fabrik Budenheim fördert die Mitarbeiter, die in einem du- alen Studium einen akademischen Abschluss erlangen möchten. Buden- heim unterstützt nicht nur finanziell, sondern stellt die Studierenden auch für einen Tag in der Woche frei. Damit eröffnet der Chemiebetrieb, wie viele andere Unternehmen, jungen Menschen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dank dieses Modells entscheidet weniger die Herkunft über Bildungschancen, sondern die Leistungsbereitschaft des Einzelnen. Entgeltgleichheit Wie gerecht ist es, wenn Männer und Frauen nicht das Gleiche verdienen? Rhodius in Burgbrohl stellte sich dieser Frage. Sie nahmen an Logib-D teil. »Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland« ist eine Analyse, mit der die Entgeltstruktur in einem Betrieb abgebildet wird. Logib-D zeigte, dass bei Rhodius sehr geringe Einkommensunterschiede herrschen. Über das Entgelt hinaus setzt das Unternehmen auf moderne Mitarbeiterführung. So wird die Arbeit der Führungskräfte bereits seit zehn Jahren in einem »360 Grad Feedback« durch die Mitarbeiter beurteilt. Die Voraussetzung dafür ist eine offene Unternehmenskultur. »Was zählt, ist auf‘m Platz« Gerechtigkeit in Unternehmen In der öffentlichen Debatte um Gerechtigkeit werden die Unternehmen in Deutschland immer wieder kritisiert. Auch die Chemiebranche ist davon betroffen. Dass aber nicht alles schlecht ist, sondern vieles sehr gut, zeigten drei rheinland-pfälzische Chemiebetriebe. Sie stehen für alle Ar- beitgeber, die ihren Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit in Deutschland lei- sten. Ihre Projekte wurden auf chemie.impulse vorgestellt. Für Dr. Harald Schaub zeichnen diese Firmen ein anderes Bild von der Wirtschaft, als man es aus den Medien kenne. Sie zeigen das enge Ver- hältnis zu den Mitarbeitern im Betrieb, wie es in den meisten Unterneh- men Realität ist. Und damit treffen sie ein Anliegen Schaubs, dem es auch darum ging, das verzerrte Bild der Wirtschaft und der Menschen, die in ihr arbeiten, etwas gerader zu rücken. Soziale Gerechtigkeit Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird immer wichtiger. Die Kin- derbetreuung steht oft im Fokus – dabei gewinnt die Pflege von Ange­ hörigen angesichts des demografischen Wandels eine enorme Relevanz. Bei Renolit setzt sich das Unternehmen zusammen mit der Gewerkschaft für die Mitarbeiter ein, die dieser doppelten Verantwortung gerecht werden. Dafür nutzt Renolit die Instrumente des Tarifvertrag »Lebens­ arbeitszeit und Demografie II«. Dank des Pflege-Fonds können die Mit­ arbeiter ohne große finanzielle Verluste ihre Arbeitszeit reduzieren, um für ihre Familie da zu sein.
  4. 4. Stimmen der Gäste Auf Chemie.ImpulseRP kamen auch die Gäste zu Wort. Mit ihren Fragen setzten sie ihre eigenen Akzente. So wie Brigitte Bertelmann, stellver­ tretende Leiterin des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung (ZGV) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Sie lenkte die Diskussion auf eine faire Finanzierung lebensphasenorientierte Arbeitszeitpolitik. Und fragte Richtung Podium: Maximilian Kimmle aus Landau wollte sich die Argumente der Fairness­ debatte anhören, um seine Schüler besser auf die Arbeitswelt vorbereiten zu können. Der Schulleiter der Berufsbildenden Schule Jugendwerk St. Josef interessierte sich für die Beispiele aus den rheinland-pfälzischen Chemiebetrieben, denn sie zeigten die zukünftige Arbeitswelt der Schüler. »Für mich hat sich der Abend gelohnt«, sagte er. Das fand auch Frank Koser. Sein Resümee zur Premiere von Chemie.Im- pulseRP : »Unter dem Aspekt Generationengerechtigkeit darf es nicht allein um einen Ausgleich zwischen Alt und Jung gehen, sondern auch um einen fairen Ausgleich innerhalb einer Generation zwischen denjenigen, die Verantwortung für Kinder über­ nehmen und solchen, die das nicht tun. Gibt es hier konkrete Überlegungen in der Politik?« Sandra Kroning gefielen die verschiedenen Perspektiven, mit denen auf das Thema Gerechtigkeit geblickt wurde. Sie hätte sich eine stärkere Fokussierung auf die Wertschätzung für Leistungen gewünscht, die außerhalb von klassischer Erwerbstätigkeit erbracht werden. Ihr ging es besonders um unsere gemeinsamen gesellschaftlichen Werte, die das Fundament für mehr soziale Gerechtigkeit bilden. »Respekt – das ist doch das, was heute im gemeinsamen Umgang vermisst wird. Dabei gehört zu einem fairen Miteinander der gegenseitige Respekt immer dazu.« »Ich würde es begrüßen, wenn Sie daraus eine Veranstaltungsreihe machen würden.«
  5. 5. Der Moderator Dr. norbert Lehmann (links) mit dem Gastgeber des Abends, Dr. Harald Schaub, Vorstandsvorsitzender der Chemieverbände Rheinland-Pfalz und Mitglied der Geschäftsführung der Chemischen Fabrik Budenheim Mehr Freiheit ist sozial gerecht Als Ökonom, so Dr. Michael Hüther, versuche man, eine Diskussion mit zahlen und Empirie zu beginnen. So auch bei der Frage, welcher Aspekt von Gerechtigkeit den Deutschen besonders wichtig ist. Die Antwort: Chancengleichheit. Für den iW-Direktor ist diese Privilegienfreiheit, also die gleichen Startchancen für alle, das zentrale Versprechen der Sozialen Marktwirtschaft. »Denken Sie sich einen begrifflichen Raum«, erklärt Hüther in einem kleinen gedanklichen Exkurs. »in diesem Raum ist jeder Einzelne ausgestattet mit den gleichen Ressourcen, mit Verantwortungs- fähigkeit, mit Handlungsfähigkeit.« Über die gleichen Möglichkeiten zu verfügen ist also das, was für Hüther Gerechtigkeit ausmacht. Dazu gehört auch, die Leistungsfähigkeit des Ein- zelnen zuzulassen. Die Aufgabe der Sozialen Marktwirtschaft ist es folg- lich, jedes individuum zu befähigen, Teil der Gesellschaft zu werden. Dass gleiche Startbedingungen und die individuelle Leistungsfähigkeit letztlich zu einer Differenzierung führen, sei ein Paradox, das die Gesell- schaft akzeptieren müsse. Daher kritisierte der Wirtschaftsexperte auch die politischen Forderungen nach mehr Umverteilung. Für ihn entspringt dies einem Ungerechtigkeitsempfinden, das sich nicht mit Fakten und Wirtschaftsdaten untermauern lässt. Und so plädierte Dr. Michael Hüther dafür, mehr Freiheit und mehr Leistung zuzulassen. Und erinnert daran, dass etablierte Volkswirtschaften wie Deutschland auf ein hohes Leis- tungs- und innovationsniveau angewiesen sind. Dr. Michael Hüther, Direktor des instituts der deutschen Wirtschaft Köln und Professor für Allgemeine Volkswirtschaftslehre an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht in DER CHEMiE iST ALLES AnDERS? »in der Chemie ist ohnehin vieles anders, auch weil es seit Jahrzehnten eine gelebte Sozialpartnerschaft gibt«, kommentiert Moderator Dr. norbert Lehmann. Und es ist richtig: Die Chemiebranche ist stolz auf die starke Sozialpartnerschaft, die stets einen interessensausgleich beider Seiten anstrebt. Die vielen Beispiele aus den Chemiebetrieben zeigen, dass die Unternehmen die soziale Verantwortung für ihre Mitarbeiter wahrnehmen. Warum stellt sich die Chemiebranche dann der Gerechtigkeitsdebatte? »Weil Gerechtigkeit viel damit zu tun hat, wie Wohlstand verteilt wird«, sagt Dr. Harald Schaub, der Gastgeber des Abends. »Wohlstand ist das Ergebnis von Wirtschaftsleistung. Die Chemieindustrie ist ein wichtiger Teil der Wirtschaft.« Man dürfe nicht vergessen, dass am Anfang die Wertschöpfung steht, erinnert der Geschäftsführer eines mittelstän- dischen Unternehmens. Worin das erwirtschaftete Geld investiert wird, überlegen sich auch Chemiebetriebe gut. »Es gibt viele gute Dinge, über die man berichten kann. nicht nur in der Chemie. Aber in Deutschland tun wir uns schwer damit, einzugestehen, dass es hier oft gerecht zugeht.« Meist sei der subjektive Eindruck die Quelle für Unzufriedenheit. »Aber nichts ist schwieriger, als die objektive Wahrheit über Gerechtigkeit zu finden. Wir brauchen viele Sichtweisen auf das Thema. nur dann haben wir etwas gewonnen.« »Unter der Perspektive gesellschaftlicher Verantwortung gibt es keinen Widerspruch zwischen der Leistungsfähigkeit des Einzelnen und sozialer Gerechtigkeit.« »Gerechtigkeit hat damit zu tun, wie Wohlstand verteilt wird.« Welcher Aspekt von Gerechtigkeit ist den Deutschen am wichtigsten? 1. Chancengerechtigkeit 2. Familiengerechtigkeit 3. Leistungsgerechtigkeit 4. Generationengerechtigkeit 5. Verteilungsgerechtigkeit Quelle: institut für Demoskopie (ifD) Allensbach, Studie »Was ist gerecht?«, 2013 0 Unwichtig Ganz besonders wichtig im Durchschnitt 2 4 6 9,1 8,3 8,3 7,9 7,5 8 10
  6. 6. impressum | HERAUSGEBER: Chemieverbände Rheinland-Pfalz, Bahnhofstraße 48, 67059 Ludwigshafen, Telefon 0621-52056-0, Telefax 0621-52056-20, info@chemie-rp.de, www.chemie-rp.de, REDAKTiOn: Stefanie Lenze. FOTOS: Marcel Hasübert, mh-foto.de, GESTALTUnG: gestaltbar@netcologne.de, Köln, DRUCK: Chroma Druck & Verlag GmbH, Römerberg-Berghausen, Auflage: 400, Stand: Juli 2014, Chemie.impulseRP fand am 03. Juni 2014 im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz statt. »Für mich war die Veranstaltung sehr gelungen. Vor allem die kontroversen Auseinandersetzungen in der Diskussionsrunde empfand ich als sehr wertvoll. Beim nächsten Mal würde ich mir noch den ein oder anderen Beitrag eines Firmenver­ treters wünschen. Vielen Dank für eine sehr gute Veranstaltung in einem schönen Rahmen.« Stefanie Schneider, Personalleiterin der Rhodius-Gruppe in Burgbrohl Wie gerecht ist unser Land? | Mainz GERECHTiGKEiT UnD nACHHALTiGKEiT Vielleicht sind die Gäste mit mehr Fragen als Antworten nach Hause gegangen. Denn diese Debatte ist vielschichtig. Auch wenn es am Ende der Diskussion keine Einigkeit gab, wurde doch eines klar: »Das Lager- denken kann man über Bord werfen.« (Dr. norbert Lehmann) Die Veran- staltung Chemie.impulseRP wollte einen Anstoß geben – einen Anstoß, seine eigene Meinungen zu reflektieren. Was ist gerecht? Was empfinde ich als gerecht? Gerechtigkeit geht jeden Einzelnen an, und gleichzeitig ist Gerechtigkeit ein gesamtgesellschaftliches Thema. zuhören, verstehen, handeln Die Fairnessdebatte stand im Kontext der nachhaltigkeitsinitiative Che- mie3 . neben der ökonomischen und ökologischen Dimension gehört der soziale Aspekt zu einem ganzheitlichen Verständnis von nachhaltigkeit. Das ist der Leitgedanke der drei Allianzpartner BAVC, iG BCE und VCi. Die Branche will in den Dialog mit der Gesellschaft und der Politik, mit Wissenschaft und Wirtschaft treten. ihre Wertevorstellungen, interessen und Erwartungen fließen in das Handeln der Branche ein. Dieser aktive Austausch ist essentieller Bestandteil von Chemie3 . Schon heute ist die Chemie mit ihren Produkten und Technologien ein innovationsmotor, der eine nachhaltige Entwicklung möglich macht. Dabei sieht die Branche nachhaltigkeit nicht nur als Verpflichtung gegen- über zukünftigen Generationen. Sondern als Teil einer zukunftsstrategie, die die Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Chemieindustrie und des industriestandortes Deutschland stärkt. Mehr über die initiative erfährt man unter www.chemiehoch3.de.

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