Online-Lehre als hochschuldidaktische Herausforderung

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Vortrag auf der eLearning-Tagung der Universität Potsdam am 21.7.2007

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Online-Lehre als hochschuldidaktische Herausforderung

  1. 1. Online-Lehre als hochschuldidaktische Herausforderung ? Christian Grune 11.7.2008 | Universität Potsdam
  2. 2. Orientierung auf Kompetenzen: Kompetenzentwickelnden Lehre ‣ Kontext ‣ eLearning als nicht hinreichender Orientierungsrahmen ‣ Bologna ‣ European Qualifications Framework ‣ Kompetenzentwickelnde Lehre als neue Herausforderung? ‣ Kompetenzbegriffe ‣ Kompetenzmodelle ‣ Dokumentation von Kompetenzen ‣ Kompetenzorientierte didaktische Modelle & Herausforderungen für Studium und Lehre 2
  3. 3. eLearning-island (Gilly Salmon, 2003)
  4. 4. Ist eLearning wirklich nur eine Insel?
  5. 5. Digitale Technologien haben tiefgreifende Auswirkungen auf die Lehre … als Katalysator für Innovationen in Studium und Lehre … als Anregung für neue Lehr- und Lernmodelle … als Chance zur Verbesserung von Studienverwaltung und -services … als Ansatz und Anregung, IT-Infrastrukturen zu integrieren … als interaktives, medienbasiertes und kollaboratives Lernen
  6. 6. Herausforderung für die Hochschuldidaktik „Offensichtlich gelingt es nur begrenzt, den Fundus an Erkenntnissen denjenigen verfügbar zu machen, die für die praktische Gestaltung verantwortlich sind. Denn sie tun nicht, was wir wissen.“ (Dieter Euler, 2005) 6
  7. 7. Fragestellungen an Hochschuldidaktik ‣Sind "wir" = die "eLearning-Experten" nicht in der Lage, unser Wissen zu weiterzugeben? ‣Sind "sie" = die "Lehrenden" nicht erreichbar für neue Ansätze? ‣Oder: Haben “wir” die falschen Ansätze? Wissen wir das Falsche? 7
  8. 8. eLearning nicht isoliert betrachten! ‣ eLearning ist nirgendwo trennscharf definiert, für die Frage der didaktischen Unterstützung gilt: “Es gibt keine eLearning-Didaktik. Die Fragen, die sich bei der Nutzung neuer Medien in Lehr- Lernprozessen stellen, sind die Alten.” (Rolf Arnold, 2006) ‣ Bestätigt durch praktische Erfahrungen: Beratung und Unterstützung für eLearning ist Hochschuldidaktik! ‣ eLearning ist KEIN separates Thema mehr. Dafür Kompetenzorientierung DAS neue Thema! 8
  9. 9. Erste Konsequenz: Dropping the “E” “E” 9
  10. 10. Was nun?
  11. 11. SHARING STREAMING FLICKR VIRTUELLE LABORE Digitaler Semesterapparat SECOND LIFE PODCAST Lehrveranstaltungsmanagement Learning Community BETA SUPPORT SCIENTIFIC COMMUNITY POS YOUTUBE ACCESSIBILITY DOWNLOAD RSS WIDGETS AJAX XML Kompetenzentwicklung Evaluation Virtual Learning Environment MYSPACE BERUFLICHE ZUSATZQUALIFIKATION Bachelor COMMONS DEED Blog SIMPLICITY HYPERMEDIA WEB STANDARDS Social Software E-Moderation Neue Arbeitsteilung E-Science-Netzwerke e-KoKon E-Kompetenz Open Source STANDARDIZATION QIS E-Learning Virtueller Campus XHTML Collaboration CLICKABLE MAPS Lebenslanges Lernen INTERNATIONALE STUDIENGÄNGE E-Teaching MULTIMEDIA HYPERLINKS METADATEN Master EDUTAINMENT HyperImage Qualifizierung Bologna Exzellenz in der Lehre LSF SOCIABILITY Moodle Hybrides Lernen COMMUNITY BUILDING MODULARITY Mneme E-Didaktik Lehre ins Netz VIDEO CHAT OPEN ACCESS Repositories Neue Medien Communities Weiterbildung CSS-DESIGN OPENURL WIKI Covcell DIGITAL CODE E-Teams Online-Lehre CHANGE AGENTS GNU E-TIVITIES WORLD WIDE WEB E-DOC Qualitätssicherung Creative Commons WORKFLOW AUDIO MP3 KONSTRUKTIVISMUS WIKIPEDIA RANKING PLAGIATE INTEROPERABILITÄT TRANSPARENZ LEGAL CODE WEBLOG E-SCIENCE
  12. 12. Bologna und EQF ‣ Europäischer Kompetenzvergleich als Herausforderung nach Bologna? ‣ Fokus von “learning inputs” zu “learning outputs” ‣ “Shift from Teaching to Learning” ‣ European Qualifications Framework (EQF) ‣ soll die Anforderungen des Arbeitsmarktes besser mit Bildungs- und Trainigsangeboten vernetzen, ‣ unterstützt die Validierung non-formalen und informellen Lernens, ‣ unterstützt die Nutzung und den Transfer von Qualifikationen zwischen verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Bildungsystemen 12
  13. 13. Trends ‣ Lehre verändert sich: (selbständige) Aneignung statt Vermittlung erfordert Fokus auf Kompetenzentwicklung. Digitale Technologien unterstützen dabei! ‣ “Der von Bildungs- und Weiterbildungsexperten geforderte europäische Vergleich von “Credit-Points” wird [...] langfristig durch einen Vergleich von “Competence- Points” [...] abgelöst werden, die auf Kompetenzbilanzen gegründet sind. Kompetenzbilanzen werden sich als Schlüsselmethoden des [...] eurpäischen Kompetenzvergleichs erweisen.” (Erpenbeck 2006) ‣ “Eine deutliche Verschränkung zwischen Diagnose und Kompetenzentwicklung - wie sie u.a. durch feedbackgestützte Verfahren und Self-Assessments praktiziert wird - könnte zu dem wesentlichen Zukunftstrend der Kompetenzforschung und ihrer Anwendung werden” (Lang- von Wins, 2003) 13
  14. 14. Kompetenzorientierte Handlungsfelder ‣ Unterstützung für Lehrprozesse ‣ Eine Kombination von Kompetenzentwicklung und didaktischer Begleitung als neue Aufgabe für Hochschullehrer? ‣ Ableitung von Kompetenzprofilen (“teaching profile” analog zu “research profile”) ‣ Unterstützung für Lernprozesse ‣ Unterstützung der Kompetenzentwicklung von Studierenden methodisch verankern: Verbindung von Didaktik und Kompetenz-Entwicklung als kompetenzentwickelnde Didaktik (s. dazu Arnold oder Girmes) ‣ Neue Lernformen etablieren: u.a. betreutes selbständiges Lernen, projektbezogenes Lernen.... 14
  15. 15. 5 Dimensionen kompetenten Handelns ‣ Tätigkeiten werden als Reaktion auf Aufgaben vollzogen ‣ Tätigkeiten haben immer Bezug auf (etwas in der) Welt ‣ Tätigkeiten berücksichtigen Bedingungen der Handlungssituation bewusst oder unbewusst ‣ Sie orientieren sich an einer Zielsetzung, einer Vorstellung vom Ergebnis, der Qualität und an der Befriedigung von Interessen und Bedürfnissen ‣ Sie bauen auf einem Tätigkeitsrepertoire als Fundus verfügbaren Wissens, Könnens, der Einstellungen und Haltungen der Handelnden auf (Renate Girmes, 2004) 15
  16. 16. Veränderung der Lehrpraxis Dozentenorientierte Lehre Kompetenzentwickelnde Lehre Dozent und Lehrprozesse im Mittelpunkt Studierende und Lernprozesse im Mittelpunkt Übertragung von Information/Vermittlung von Wissen Aktive Aneignung von Erkenntnissen/Wissen Feste, standardisierte Lernwege Unterschiedliche, individuelle Lernwege Dozent ist für Studierende “verantwortlich” Studierende sind selbstverantwortlich Dozent stellt Fragen, Antworten werden von den Studierenden Dozent erläutert die “richtigen” Antworten gegeben Vorlesungsraum als Werkstatt Dozent begleitet den Lernprozess Statisch und unveränderlich Dynamisch und veränderlich Studienplanung orientiert sich an Prüfungen Studienplanung orientiert sich an Rückmeldungen Lehrformen: Vorlesungen Kooperative, projektorientierte Settings Prüfungsbewertung Verlaufskontrolle Stundenplan Studienplan 16
  17. 17. Kompetenzbegriff in der Bildungsforschung ‣ Weinert (2001): Je populärer der Kompetenzbegriff, desto unklarer die Definitionen. Kein Konsens über Kompetenzen. ‣ Unterschiedliche Dimensionen: Fähigkeiten, Wissen, Verstehen, Können, Handeln, Erfahrung, Motivation, Einstellungen ‣ Definition nach Weinert auf Grundlage der Expertiseforschung: ‣ “Kompetenzen sind die bei Individuen verfügbaren und erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können.” 17
  18. 18. Exkurs: Implizites Wissen und Kompetenzen ‣ Michael Polanyi’s “tacit knowlegde” ‣ Wissen, das nicht explizit formuliert oder erklärt, sondern nur implizit “erfahren” oder demonstriert werden kann ‣ Georg Neuweg: Lerntheoretische Bedeutung des impliziten Wissens ‣ “Implizite Integration”: Wissenserwerb/Lernen ist durch Regeln beschreibbar, aber nicht durch Vermittlung induzierbar! Anschluß an bekannte Muster Übertragung auf neue Elemente Aneignung neuer Techniken und Kompetenzen 18
  19. 19. Wahrnehmen, Intepretieren, Handeln als zentrale Lerntätigkeiten (Grune, 2000) 19
  20. 20. Exkurs: didaktische Unterstützung von Lerntätigkeiten (Grune, 2000) 20
  21. 21. Beispiele für Integration digitaler Technologien ‣ Seminar- oder Vorlesungswebsite ‣ Bereitstellen von Materialien, Dokumenten, Websites ‣ Geführtes Selbststudium für ein Modul ‣ Selbstständiges Lernen mit Online-Materialien ‣ Begleitung durch Tutorien und Blockveranstaltungen ‣ Blended-Learning & kollaboratives Lernen online ‣ Wesentliche Inhalte werden in Gruppen online bearbeitet , dadurch Flexibilität & Mobilität 21
  22. 22. Begleitende Seminar-/Vorlesungswebsite Darstellung des Vorlesungsplans in Online Vorlesungsplan Themen/Wochenformat Digitales Lehrmaterial Teilnehmer Material Diskussion Literatur Daten Links Online-Aktivitäten/”e-tivities” Praxisübungen Materialien Forum Präsenzveranstaltungen Diskussionen Praxis Präsenzveranstaltung Moodle 22
  23. 23. Begleitetes Selbststudium Einführung Kick-off und Abschlußtreffen Selbstständiges Lernen online Journal Material Workshop Daten / Links Online Tests Glossar online Betreuung Moodle Chat Forum Abschluss 23
  24. 24. Kollaboratives Lernen mit Online-Ressourcen offline Präsentveranstaltungen, Exkursionen, Meetings Grundlagenvermittlung Diskussionen online Plattform für thematische Arbeit Lektionen Material Links Workshop Kommunikation & Kooperation Chat Diskussion Wiki Forum Vorlesung Externe Ressourcen Moodle Mneme, eDoc etc. 24
  25. 25. Welche Kompetenzen werden benötigt? ‣ 3 Arten von Kompetenzen zur Nutzung digitaler Technologien (nach Euler 2005) ‣ Didaktische Orientierungskompetenzen ‣ Kompetenzen für den Einsatz von digitalen Technologien ‣ Kompetenzen für das didaktische Design mediengestützter Angebote ‣ Modell medienpädagogischer Kompetenz (nach Blömeke 2003) ‣ 5 Dimensionen: mediendidaktische und medienpädagogische/erzieherische Kompetenzen als grundlegende Bereiche, dann Mediensozialisation, Mediennutzungskompetenz, Schulentwicklungskompetenz ‣ Kompetenzprofile (Stalmeier 2006) ‣ 3 Bereiche: Organisation, Individuum, Gruppe, Verbindung mit Change- & Innovationssmanagement 25
  26. 26. eKompetenz als Rettungsanker?? ‣ eKompetenz ist vor allem ein Modewort, sinnvoll weil dadurch Vermittlung von Handlungsbedarf begründet werden kann ‣ Hinter eKompetenzen verbergen sich aber oft nur Listen von Anforderungen, Kenntnissen, Fertigkeiten für den Umgang mit ICT ‣ Didaktisch wenig herausfordernd wird oft nur “Kompetenzvermittlung” gesprochen, gemeint ist das Angebot von (Be-)Schulungen ‣ Ansätze, die weiter gehen (Kerres et. al., Stalmeier, Euler...) beschreiben treffend Maßnahmen im hochschuldidaktischen Kontext. ‣ Kompetenzorientierung muss weiter gehen: Statt “Vermittlung” die “Entwicklung” 26
  27. 27. Maßnahmebereiche für Lehr-Kompetenz ‣ Maßnahmebereiche zur Unterstützung der Entwicklung von Lehr-Kompetenz im Bereich der Online Lehre sind bekannt: (Kerres, Hasanbegovic, Euler et. al, 2006) 27
  28. 28. Kompetenzmatrix nach Euler Soziale Kompetenz Selbstkompetenz Sachkompetenz Wissen Fertigkeiten Einstellungen (Hasanbegovic, 2006) 28
  29. 29. Kompetenz-Profile / Beispiel DDU ‣ “Expertise-Programme” at Dutch Digital University / Stalmeier 2006 ‣ Einbindung von Change-Management, ICT-Kompetenzaufbau in Staff Development ‣ 3 Stufen: ‣ Entwicklung von Kompetenzprofilen für 5 Statusgruppen/Tätigkeitsfelder von Hochschulmitarbeitern ‣ Definition der institutionellen Rahmenbedingungen, die positiv auf die Einführung von Innovationen wirken ‣ Entwicklung eines webbasierten Tools zum eKompetenz-Management bei der Einführung von ICT-Innovationen ‣ Besonderheit 3 Level: Organisation, Individuum & Gruppen/Teams 29
  30. 30. Beispiel: DDU (Institutionale Bedingungen) (Stalmeier, 2006) 30
  31. 31. Beispiel: DDU (8 Bereiche von eKompetenzen) 8 Bereiche: Instructional design Perform the instructional process Communication Other functionalities (Design) tools Acquire information Administration & organisation Other topics/aspects (Stalmeier, 2006) 31
  32. 32. Beispiel DDU (Gruppen-Kompetenzen) (Stalmeier, 2006) 32
  33. 33. Beispiel: DDU (webbasiertes Tool zur Unterstützung von Kompetenz-Entwicklung) (Stalmeier, 2006) 33
  34. 34. Lessons learnt: Kompetenz statt eKompetenz ‣ “Es gibt keine eKompetenzen, es gibt nur Kompetenzen” (Erpenbeck) ‣ eKompetenzen als domänenspezifische Kompetenzen für den Bereich mediengestützer Lehre ‣ Kompetenzbegriff, Kompetenzmodelle & Messverfahren auf Basis der Kompetenzforschung untersuchen! ‣ Aber auch hier keine Eindeutigkeit: zwei “Schulen”: ‣ Bildungsforschung: kognitiver Kompetenzbegriff (Klieme, Hartig, ...) ‣ Berufliche Bildung: biografie- oder individuenorientierter Kompetenzbegriff (Erpenbeck, von Rosenstiel, ...) 34
  35. 35. Kompetenzbegriff im beruflichen Umfeld als Basis? ‣ Hier starke Vertreter u.a. Heyse, v. Rosenstiel, Erpenbeck... ‣ Kompetenzen hier vor allem in Abgrenzung zu Qualifikationen definiert (Erpenbeck, 2003) ‣ Qualifikationen als Wissen oder Fertigkeiten auf Sachverhalte gerichtet ‣ Kompetenzen als Dispositionen auf Handlungen und Subjekte gerichtet ‣ “Kompetenzen sind Dispositionen selbstorganisierten Handelns, sind Selbstorganisationsdispositionen” (Erpenbeck) ‣ Kompetenzklassen: aktivitätsbezogene, fachlich-methodische, personale und sozial- kommunikative Kompetenzen 35
  36. 36. Grundkompetenzen nach Erpenbeck (Erpenbeck, 2004) 36
  37. 37. Dokumentation von Kompetenzentwicklung ‣ Biografieorientiert, subjektorientiert ‣ Aufgaben ‣ (Kompetenz-)Bilanzen ‣ Selbsteinschätzung, gekoppelt mit Fremdeinschätzung ‣ Kompetenzraster ‣ Kompetenzpass ... = Ableitung neuer Prüfungsformen ! 37
  38. 38. Beispiel: Kompetenzerfassung (Kauffeld, 2006) 38
  39. 39. Beispiel: KODEX Kompetenzatlas 39
  40. 40. Beispiel: Kompetenzevaluation in dänischen Schulen 1. Description of competence: general characteristics of the competence, that is required at the completion of the education. Summary 2. Description of goals subsequently 5. Descriptions of actions, that will leading towards competence:that will support the student in achieving goals bring the student closer to the and subsequently competence. competence and at the same time, it often is a description of goals attached to different processes in the education. Actions Goals 4. Descriptions of how the education 3. Descriptions of signs, that indicates system expects to evaluate competence: competence: description of the Planning the evaluation always has evaluation criteria used by the implications on the learning processes education system to estimate the of the student as well as implications Evaluation Signs competence. on the external control of the education system. 40
  41. 41. Von Kompetenzen zum Kompetenzprofil Aktivitätsbezogene K. Beschreibung Wissen Fachlich- ... methodische K. Ziele Einstellungen ... Personale K. Inhalte ... Fähigkeiten Aufgaben Soziale K. ... Evaluation Allgemeine Domainenspezifisches Schlüsselkompetenzen Domänenspezifische Kompetenzen Kompetenzprofil 41
  42. 42. Zukünftige Themenfelder ‣ Entwicklung und lebenslanger Nachweis von Kompetenz- und Qualifikationsprofilen, ergänzend zu BA/MA ‣ Einbindung in den fachlichen Kontext ‣ Fachbezogene Netzwerke, hochschulübergreifend? ‣ Peer review in der Lehre, Selbstevaluation statt Fremdevaluation? ‣ Teaching Profiles ‣ Fachdidaktiken integrieren ?? ‣ neue, kompetenzbasierte Prüfungs- und Evaluationsverfahren mit digitalen Technologien 42
  43. 43. Aktivität # 1: Social Learning in der Lehre ‣ Fachbezogene Netzwerke ‣ Hochschulübergreifender Austausch in informellen Netzwerken (Communities of Practice) ‣ Neue Formen der Qualitätsicherung in der Lehre: ‣ Kompetenzbasiert, Festlegung von Kompetenzprofilen ‣ Einbindung in EQF? ‣ hochschulübergreifende teaching profiles? ‣ hochschulübergreifende Transparenz der Lehre durch “teaching-profiles”? ‣ Gemeinsame Standards für Nutzung digitaler Technologien in der Lehre? ‣ Gemeinsame Lern- und Lehrmodelle 43
  44. 44. http://www.cfkeep.org 44
  45. 45. http://www.myspace.com 45
  46. 46. Aktivität # 2: Open Learning Ressources ‣ Open, digital Repositories ‣ digitale Bibliotheken ‣ digitale Semesterapparate ‣ open content, open access - neue Basis für open learning ‣ Bsp: Open Courseware (MIT), Open Learning (Open University) ‣ Gemeinsame Aktivitäten der Berlin/Brandenburger Hochschulen auf diesem Gebiet möglich? ‣ Gemeinsamer Aufbau, Entwicklung, Betrieb von Open Learning Repositories? ‣ Standards? 46
  47. 47. http://www.merlot.org 47
  48. 48. http://www.open.ac.uk/openlearn 48
  49. 49. Aktivität # 2: ePortfolios in die Lehre ‣ ePortfolios zur Unterstützung lebenslangen Lernens ‣ zur Erfassung formeller Bildung (BA/MA) und Ergebnissen informellen Lernens ‣ Basis für kompetenzorientierte Prüfungsverfahren? ‣ Anbindung an Hochschulinfrastruktur, Identity Management, Einbindung in Infrastruktur ‣ langfristige Alumni-Bindung an Hochschulen ‣ Ausweg aus dem Dilemma der persönlichen Anwesenheit bei Prüfungen: verteilte Erfassung/Prüfung über mehrere Hochschulen, Semester durch Social Learning? ‣ Gemeinsame Aktivitäten der Berlin/Brandenburger Hochschulen auf diesem Gebiet möglich? ‣ Gemeinsamer Aufbau, Entwicklung, Betrieb? 49
  50. 50. http://www.elgg.net 50
  51. 51. http://eduspaces.net 51
  52. 52. “Neue Arbeitsteilung” als Konsequenz kompetenzentwickelnder Lehre? ‣ Dezentrale Perspektive stärken statt Zentralisierung ‣ Integration in den fachlichen Kontext ‣ dezentrale und flexible Infrastruktur statt zentraler Systeme? ‣ Neue Service-Infrastruktur ‣ Individueller Kontakt, kurze Wege ‣ Unterstützung der Selbstorganisation ‣ projektbezogene Beratung/Unterstützung statt full service ‣ Nachfrageorientierung ‣ Kompetenz kann nur im fachlichen Umfeld wachsen ‣ Lehren/Lernen ist immer „normal“ ‣ Technologie ist nur ein Aspekt und muss sich in den fachlichen Alltag einbetten 52
  53. 53. Fazit 1: Erfolgsfaktoren für Kompetenz im Kontext ‣ Lehrende sind als Forscher vertraut mit selbstgesteuertem Kompetenzerwerb, das kann wirkungsvoll für die Lehre genutzt werden ‣ Förderung von Neugier, eigenen Experimenten und kleinen Projekten ist erfolgreich ‣ Persönlicher Kontakt ist elementar, Lehrende und Service-Einrichtungen sind Partner und lernen voneinander ‣ Vertrauen und Beziehungen sowie, schnelle Verfügbarkeit & flexible Handhabung sind wichtig 53
  54. 54. Fazit 2: Gestaltung von Kompetenzentwicklung ‣ Online Lehre ist nicht zu trennen von "normalen" Lehraufgaben ‣ Technologien sollen "echtes" Lernen unterstützen, ein Fokus auf "eLearning" greift zu kurz ‣ Zeit und Freiräume: Wissen kann nicht vermittelt oder geschult werden, sondern wird entwickelt als Ergebnis einer Auseinandersetzung mit einem konkreten Thema ‣ Kompetenzentwicklung ist in den fachlichen Kontext eingebunden 54
  55. 55. Fazit 3: Bedingungen von Kompetenzentwicklung ‣ Vernetzung zentraler und dezentraler Aktivitiäten: ‣ Neue Arbeitsteilung: Service-Einrichtungen als "change agents"(in Fächern und der Hochschule insgesamt) ‣ Bedarfs- statt Angebotsorientierung : ‣ Beratung statt Weiterbildung, Service statt Dienste, Kompetenzentwicklung statt -vermittlung ‣ Verbindung mit Hochschulstrategie & Qualitätssicherung ‣ Steuerinstrumente: Zielvereinbarungen, Anreizsysteme, Curriculare Integration 55
  56. 56. Veränderung der Lehrpraxis: Wo können digitale Technologien sinnvoll eingesetz werden? Dozentenorientierte Lehre Kompetenzentwickelnde Lehre Dozent und Lehrprozesse im Mittelpunkt Studierende und Lernprozesse im Mittelpunkt Übertragung von Information/Vermittlung von Wissen Aktive Aneignung von Erkenntnissen/Wissen Feste, standardisierte Lernwege Unterschiedliche, individuelle Lernwege Dozent ist für Studierende “verantwortlich” Studierende sind selbstverantwortlich Dozent stellt Fragen, Antworten werden von den Studierenden Dozent erläutert die “richtigen” Antworten gegeben Vorlesungsraum als Werkstatt Dozent begleitet den Lernprozess Statisch und unveränderlich Dynamisch und veränderlich Studienplanung orientiert sich an Prüfungen Studienplanung orientiert sich an Rückmeldungen Lehrformen: Vorlesungen Kooperative, projektorientierte Settings Prüfungsbewertung Verlaufskontrolle Stundenplan Studienplan 56
  57. 57. Fragen an eine kompetenzentwickelnde Lehre ‣ Lehrende: ‣ Wie kann Kompetenzentwicklung mit digitalen Technologien institutionell unterstützt werden? ‣ Brauchen wir zentrale Service- und Beratungsangebote? ‣ Wie kann die Bereitschaft zu didaktischer Innovation erhöht und dauerhaft unterstützt werden? ‣ Studierende: ‣ Welche organisatorischen und Rahmenbedingungen sind förderlich für individuelle Kompetenzentwicklung? ‣ Wie werden Kompetenzen optimal dokumentiert? 57
  58. 58. Vielen Dank für Ihre Geduld! Noch Fragen ? ;-) Kontakt und Rückfragen Christian Grune Skype: cgrune christian@grune.de 58

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