Vogelspinnen liebenswerte  Monster
Warum heißen Vogelspinnen eigentlich Vogelspinnen? <ul><li>Vogelspinnen verdanken ihren Namen der Malerin  Maria Sibylla M...
Verbreitung <ul><li>Vogelspinnen (Theraphosidae)  </li></ul><ul><li>sind eine Familie in der Unterordnung der Vogelspinnen...
Verbreitungsgebiete
Lebensraum <ul><li>Vogelspinnen bewohnen die subtropischen und tropischen Klimazonen Afrikas, Amerikas, Australiens und As...
<ul><li>Es gibt Arten, die auf dem Boden leben.  </li></ul><ul><li>Diese Spinnen leben unter Steinen, Laub, Holz und in al...
<ul><li>Andere Spinnenarten leben auf Bäumen und legen dort in Astlöchern Behausungen an.  </li></ul><ul><li>Die auf den B...
Sind Vogelspinnen giftig? <ul><li>Über die Giftigkeit von Vogelspinnen wurde schon viel Falsches berichtet. Leider wird im...
<ul><li>Trotz ihrer Größe ist ein Biss der meisten Vogelspinnen für einen Menschen zwar schmerzhaft, aber dennoch harmlos,...
<ul><li>Recht häufig tritt bei einem Biss allerdings eine Sekundärinfektion auf, ausgelöst durch die zahlreichen Keime an ...
Körperbau <ul><li>Die Vogelspinne zählt zu den Gliederfüßern. </li></ul><ul><li>Ihr Körper ist in mehrere Abschnitte unter...
<ul><li>Beine und Taster sind an den Unterseiten mit besonderen Haaren ausgestattet.  </li></ul><ul><li>Jedes Haar ist an ...
<ul><li>An jedem Bein sitzen vorn zwei Krallen, die sie wie Katzen einziehen und ausfahren können. Die Krallen erleichtern...
<ul><li>Die 8 Augen der Vogelspinne sind relativ klein und sitzen auf dem Augenhügel. Bei Vogelspinnen ist der Sehsinn nur...
<ul><li>Tasthaare: </li></ul><ul><li>Sie registrieren sowohl Berührungsreize als auch Boden- und Luftschwingungen. Vogelsp...
Verteidigung <ul><li>Manche Vogelspinnen bombardieren den Angreifer mit sogenannten  Brennhaaren , die sich am Hinterleib ...
<ul><li>Wird eine Spinne bedroht, so richtet sie ihren Vorderkörper bedrohlich auf. Zieht sich der Angreifer nicht zurück,...
Häutung <ul><li>Da Spinnen mit ihrem  Exoskelett  nicht wachsen können, müssen sie sich häuten. Dabei werden Augen, Haare,...
<ul><li>Wenige Tage bis Wochen vor der Häutung tritt die so genannte Exuvialflüssigkeit zwischen die alte und die neue Hau...
<ul><li>Vor der Häutung dreht sich die Spinne auf den Rücken und legt sich auf einen dichten Teppich, den sie selbst geweb...
<ul><li>Nun presst die Spinne die Flüssigkeit aus dem Abdomen in den Vorderkörper. Der Vorderkörper schwillt an und bringt...
<ul><li>Die Spinne bewegt ihre Beine auf und ab. Die  Abdominalhaut  schrumpelt ein und wird faltig. Durch rhythmische Auf...
<ul><li>Nach dieser, für die Spinne sehr anstrengenden Phase, sind die Beine &quot;prall gefüllt&quot; und sie beginnt, si...
<ul><li>Nachdem die neue Haut angetrocknet ist stellt sich die Spinne wieder auf und kann kurze Zeit später wieder laufen....
<ul><li>Gehen bei einem Kampf Glieder des Beines verloren, so können Vogelspinnen ihre Glieder bei einer Häutung wieder he...
Entwicklung <ul><li>Die Entwicklung von Vogelspinnen vollzieht sich in drei Abschnitten:  </li></ul><ul><li>Zeit im Kokon ...
<ul><li>Durch das Muttertier wird ein Teppich aus Spinnseide gesponnen, worauf sie die Eier ablegt.  </li></ul><ul><li>Die...
<ul><li>Nachdem das Muttertier seine Eier gelegt hat, werden die Eier mit einer Lage Spinnseide bedeckt.  </li></ul><ul><l...
<ul><li>Der Kokon wird von dem Weibchen mehrere Wochen herumgetragen und bewacht. </li></ul>
<ul><li>Im  Kokon  schlüpfen nach einiger Zeit aus den Eiern die Larven. Diese Larven haben mit Spinnen noch nicht viel Äh...
<ul><li>Im Kokon häuten sich die Tiere nach einiger Zeit dann zu  Larve II . Die Jungtiere sehen einer Spinne nun schon se...
<ul><li>Noch im Kokon häuten sich die Larven zu  Nymphen .  </li></ul><ul><li>Die frisch gehäuteten  Nymphen  bleiben zunä...
Nahrung <ul><li>Vogelspinnen ernähren sich meist von Insekten, wobei hier alles gefressen wird, was von der Größe her pass...
<ul><li>Es werden aber auch Schaben, Heuschrecken, Mehlwürmer und von ganz kleinen Spinnchen auch Drosophila (Obstfliegen)...
Die Bekannteste <ul><li>Brachypelma smithi </li></ul><ul><li>Herkunft :   </li></ul><ul><li>Mexico </li></ul><ul><li>Leben...
<ul><li>Haltung :   </li></ul><ul><li>Die Art sollte in einem Terrarium von 30 x 30 cm Grundfläche untergebracht werden. L...
Eine der Größten  <ul><li>Theraphosa blondi   </li></ul><ul><li>Herkunft :   </li></ul><ul><li>Brasilien, Guyana, Venezuel...
<ul><li>Haltung :   </li></ul><ul><li>Ein Terrarium für diese Art sollte eine Grundfläche von mindestens 40 x 40 cm aufwei...
<ul><li>Verhalten :   </li></ul><ul><li>Sie gehört zu den Bombardierspinnen, wobei die  Reizhaare  dieser Art besonders ag...
Stridulation <ul><li>Hörbare Geräusche, die Vogelspinnen durch Bewegung bestimmter Körperteile hervorbringen können.  </li...
Eine der Schönsten <ul><li>Avicularia versicolor  </li></ul><ul><li>Herkunft :   </li></ul><ul><li>Martinique, Guadeloupe ...
<ul><li>Haltung :   </li></ul><ul><li>Die Terrariengröße sollte bei dieser Art 25x25x30cm BxTxH betragen. Bodengrund Wald-...
Eine Gespinnstkünstlerin <ul><li>Chromatopelma cyaneopubescens  </li></ul><ul><li>Herkunft :   </li></ul><ul><li>Nord-Vene...
<ul><li>Haltung :  </li></ul><ul><li>Die Grundfläche des Terrariums sollte mindestens 30 x 30 cm betragen. Bodengrund Wald...
Einige Standardfragen von  nicht-Spinnern <ul><li>Was machst Du mit Deinen Spinnen?  - Ansehen und studieren, wenn möglich...
<ul><li>Vogelspinnen sind und bleiben mit ihren Instinkten vollkommen unberechenbare Tiere. </li></ul><ul><li>Warnzeichen ...
<ul><li>Sicherlich haben viele Vogelspinnenfreunde eine Spinne in ihrer Sammlung, die ohne weiteres auf die Hand zu nehmen...
Giftspinnen bei uns? <ul><li>Bei den heimischen Spinnen können zwei Arten als giftig eingestuft werden – die  Kreuzspinne ...
<ul><li>Eine Ausnahme bildet hier der  Dornfinger , dessen Biss sehr giftig und auch schmerzhaft ist.  </li></ul><ul><li>D...
<ul><li>Sollte man aber doch mal mit dieser giftigen Art in Berührung kommen, ist sofort ein Arzt aufzusuchen.  </li></ul>...
<ul><li>Eine andere giftige Art betäubt ihre Opfer mit einem Nervengift und sieht aus wie eine kleine Tarantel:  Die Kräus...
Danke! <ul><li>An alle die mich bei diesem Projekt unterstützt haben. </li></ul><ul><li>Dank vor allem an die Mitglieder d...
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  • Hehe jaja die komige Spinnentante *hkpg*

    Super mega klasse Slideshow Mamster ^.~



    MfG_

    DaS_MiNi_HaMsU_KaIcHeN

    und natürlich auch ihr ScHaMsTeR
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Vogelspinnen

  1. 1. Vogelspinnen liebenswerte Monster
  2. 2. Warum heißen Vogelspinnen eigentlich Vogelspinnen? <ul><li>Vogelspinnen verdanken ihren Namen der Malerin Maria Sibylla Merian . </li></ul><ul><li>Zu Beginn des18. Jahrhunderts malte sie in Südamerika eine Spinne, die auf einem toten Vogel saß. </li></ul>
  3. 3. Verbreitung <ul><li>Vogelspinnen (Theraphosidae) </li></ul><ul><li>sind eine Familie in der Unterordnung der Vogelspinnenartigen mit etwa 900 bisher beschriebenen Arten in 112 Gattungen. </li></ul><ul><li>Vogelspinnen traten bereits im Karbon vor 350 Millionen Jahren auf. </li></ul><ul><li>Ihr Lebensraum sind vorrangig tropische bis subtropische Klimazonen. </li></ul>
  4. 4. Verbreitungsgebiete
  5. 5. Lebensraum <ul><li>Vogelspinnen bewohnen die subtropischen und tropischen Klimazonen Afrikas, Amerikas, Australiens und Asiens. In Europa sind sie bis nach Spanien vorgedrungen. In Zypern leben die größten Vogelspinnen Europas. </li></ul><ul><li>So verschieden die Arten, der Vogelspinnenfamilie sind, so verschieden sind auch die Lebensräume. </li></ul><ul><li>Vogelspinnen können sowohl in tropischen Regenwäldern Süd- und Mittelamerikas als auch in Steppen und Wüsten leben. </li></ul>
  6. 6. <ul><li>Es gibt Arten, die auf dem Boden leben. </li></ul><ul><li>Diese Spinnen leben unter Steinen, Laub, Holz und in alten Nagetierbauten. </li></ul><ul><li>Einige Vogelspinnen können, dank ihrer starken Kieferkrallen, eigene Wohnhöhlen bauen. </li></ul>
  7. 7. <ul><li>Andere Spinnenarten leben auf Bäumen und legen dort in Astlöchern Behausungen an. </li></ul><ul><li>Die auf den Bäumen lebenden Vogelspinnen siedeln sich gerne in Ananas- und Bananenplantagen an. </li></ul>
  8. 8. Sind Vogelspinnen giftig? <ul><li>Über die Giftigkeit von Vogelspinnen wurde schon viel Falsches berichtet. Leider wird immer wieder, vor allem in der Sensationspresse, berichtet, daß Vogelspinnen Menschen durch ihr tödliches Gift umgebracht haben. </li></ul><ul><li>Die Wahrheit ist, daß bis zum heutigen Zeitpunkt keine Vogelspinne bekannt ist, deren Biss bei einem erwachsenen, gesunden Menschen zum Tode führen kann. </li></ul><ul><li>Es gibt keine &quot;gefährlichen&quot; Vogelspinnen im Sinne einer Vergiftungsgefahr für den Menschen. Das Gift dieser Spinnengruppe reicht lediglich zum Töten kleiner Wirbeltiere, zum Beispiel von Mäusen. </li></ul>
  9. 9. <ul><li>Trotz ihrer Größe ist ein Biss der meisten Vogelspinnen für einen Menschen zwar schmerzhaft, aber dennoch harmlos, es sei denn es treten allergische Reaktionen auf. In vielen Büchern wird dieser mit dem Stich einer Biene oder Wespe verglichen, was aber nicht auf alle Arten zutrifft. </li></ul><ul><li>Nur bei Vertretern der asiatischen Gattungen Poecilotheria und Haplopelma kann ein Biss selten von Muskelkrämpfen und Benommenheit begleitet werden, die mehrere Tage anhalten können. </li></ul>
  10. 10. <ul><li>Recht häufig tritt bei einem Biss allerdings eine Sekundärinfektion auf, ausgelöst durch die zahlreichen Keime an den Cheliceren (Beißwerkzeugen) der Spinne. </li></ul><ul><li>ACHTUNG : Bei Personen, die allergisch auf tierische Gifte reagieren, könnte der Giftbiss einen lebensgefährlichen Schock auslösen. Sie sollten im Umgang mit Vogelspinnen besonders vorsichtig sein. </li></ul>
  11. 11. Körperbau <ul><li>Die Vogelspinne zählt zu den Gliederfüßern. </li></ul><ul><li>Ihr Körper ist in mehrere Abschnitte unterteilt. </li></ul><ul><li>Bei der Vogelspinne unterscheidet man grob in den Vorderkörper mit den vier Laufbeinpaaren , den Tastern und den Beißklauen (Cheliceren) sowie den Hinterleib mit den Spinnwarzen . </li></ul>
  12. 12. <ul><li>Beine und Taster sind an den Unterseiten mit besonderen Haaren ausgestattet. </li></ul><ul><li>Jedes Haar ist an seinem Ende in mikroskopisch feine Härchen aufgespalten. Die Vogelspinnen berühren also den Untergrund mit tausenden dieser Endfüßchen . </li></ul><ul><li>Durch deren Haftwirkung können sie glatte Flächen empor laufen, wie z.B. Glasscheiben. </li></ul>
  13. 13. <ul><li>An jedem Bein sitzen vorn zwei Krallen, die sie wie Katzen einziehen und ausfahren können. Die Krallen erleichtern das Klettern auf rauen Oberflächen und dienen zum Festhalten der Beutetiere. </li></ul>
  14. 14. <ul><li>Die 8 Augen der Vogelspinne sind relativ klein und sitzen auf dem Augenhügel. Bei Vogelspinnen ist der Sehsinn nur schwach ausgebildet. </li></ul><ul><li>Sie nehmen ihre Umwelt und Beute mit Tasthaaren wahr. </li></ul>
  15. 15. <ul><li>Tasthaare: </li></ul><ul><li>Sie registrieren sowohl Berührungsreize als auch Boden- und Luftschwingungen. Vogelspinnen können damit feinste Bewegungen in ihrer Umgebung wahrnehmen. </li></ul><ul><li>Spezielle Sinneszellen: </li></ul><ul><li>Sind vorwiegend in Mund und Tastbereich - Sie nehmen chemische Reize wahr und dienen zum Erkennen und Schmecken der Beute. </li></ul>
  16. 16. Verteidigung <ul><li>Manche Vogelspinnen bombardieren den Angreifer mit sogenannten Brennhaaren , die sich am Hinterleib befinden. Die Spinne hält dem Angreifer entweder das Abdomen (Hinterleib) entgegen oder streift die Haare von den Hinterbeinen und wirbelt sie damit auf. </li></ul><ul><li>Die Brennhaare können Reizungen auf der Haut erzeugen. </li></ul>
  17. 17. <ul><li>Wird eine Spinne bedroht, so richtet sie ihren Vorderkörper bedrohlich auf. Zieht sich der Angreifer nicht zurück, stößt die Spinne blitzartig zu und schlägt mit den Tastern nach dem Angreifer. Dieser Schlag ist sehr heftig und kann sogar größere Wirbeltiere bewusstlos schlagen. </li></ul><ul><li>Reicht auch das nicht aus erfolgt der schmerzhafte, für kleinere Tiere tödliche, Giftbiss. </li></ul>
  18. 18. Häutung <ul><li>Da Spinnen mit ihrem Exoskelett nicht wachsen können, müssen sie sich häuten. Dabei werden Augen, Haare, Lungen und vieles mehr komplett erneuert. </li></ul><ul><li>Einige Tage, bei manchen Arten bis Monate, vor der Häutung ziehen sich die Spinnen zurück und werden immer inaktiver. Zuletzt stellen sie sogar die Nahrungsaufnahme ein. </li></ul>
  19. 19. <ul><li>Wenige Tage bis Wochen vor der Häutung tritt die so genannte Exuvialflüssigkeit zwischen die alte und die neue Haut und löst die unterste Schicht der alten Haut auf. </li></ul><ul><li>Kurze Zeit vor der Häutung ist die Spinne völlig wehrlos. Sie fällt in einen bewegungsunfähigen Zustand. Sie ist in dieser Zeit ihren Feinden ausgeliefert. </li></ul>
  20. 20. <ul><li>Vor der Häutung dreht sich die Spinne auf den Rücken und legt sich auf einen dichten Teppich, den sie selbst gewebt hat. </li></ul><ul><li>So bleibt sie einige Stunden liegen. </li></ul>
  21. 21. <ul><li>Nun presst die Spinne die Flüssigkeit aus dem Abdomen in den Vorderkörper. Der Vorderkörper schwillt an und bringt eine &quot;Sollbruchstelle&quot; am Rand des Vorderkörpers zum platzen. Damit beginnt die Häutung. </li></ul>
  22. 22. <ul><li>Die Spinne bewegt ihre Beine auf und ab. Die Abdominalhaut schrumpelt ein und wird faltig. Durch rhythmische Auf- und Ab Bewegungen streift die alte Haut von den Beinen ab. </li></ul><ul><li>Nachdem sich die Spinne aus ihrer alten Haut befreit hat, presst sie Flüssigkeit in die Gliedmaßen. </li></ul>
  23. 23. <ul><li>Nach dieser, für die Spinne sehr anstrengenden Phase, sind die Beine &quot;prall gefüllt&quot; und sie beginnt, sie auszustrecken und wieder an den Körper anzuziehen. </li></ul><ul><li>Das wiederholt sie über einen langen Zeitraum und mit der Zeit immer langsamer. </li></ul>
  24. 24. <ul><li>Nachdem die neue Haut angetrocknet ist stellt sich die Spinne wieder auf und kann kurze Zeit später wieder laufen. </li></ul><ul><li>Erst nach ein bis zwei Wochen, wenn die Haut komplett ausgetrocknet ist, beginnt sie wieder zu fressen. </li></ul>
  25. 25. <ul><li>Gehen bei einem Kampf Glieder des Beines verloren, so können Vogelspinnen ihre Glieder bei einer Häutung wieder herstellen. </li></ul><ul><li>Das verlorene Glied ist nach mehreren Häutungen wieder voll funktionstüchtig. </li></ul>
  26. 26. Entwicklung <ul><li>Die Entwicklung von Vogelspinnen vollzieht sich in drei Abschnitten: </li></ul><ul><li>Zeit im Kokon (Ei und Larve) </li></ul><ul><li>Nymphe </li></ul><ul><li>Imago (erwachsenes Tier) </li></ul>
  27. 27. <ul><li>Durch das Muttertier wird ein Teppich aus Spinnseide gesponnen, worauf sie die Eier ablegt. </li></ul><ul><li>Die Eier werden im Inneren des Körpers befruchtet. </li></ul>
  28. 28. <ul><li>Nachdem das Muttertier seine Eier gelegt hat, werden die Eier mit einer Lage Spinnseide bedeckt. </li></ul><ul><li>Aus der Unterlage, den Eiern und der oberen Schicht formt das Weibchen den Kokon. </li></ul>
  29. 29. <ul><li>Der Kokon wird von dem Weibchen mehrere Wochen herumgetragen und bewacht. </li></ul>
  30. 30. <ul><li>Im Kokon schlüpfen nach einiger Zeit aus den Eiern die Larven. Diese Larven haben mit Spinnen noch nicht viel Ähnlichkeit. Die Bezeichnung „Ei mit Beinen“ beschreibt das Aussehen sehr gut. </li></ul><ul><li>Es ist die Unterteilung in Vorder- und Hinterkörper erkennbar. Vom Vorderkörper spreizen sich die vier Beinpaare und das Tasterpaar ab. Der Augenhügel ist auch schon zu erkennen. Die Eireste bilden den Hinterleib. </li></ul>
  31. 31. <ul><li>Im Kokon häuten sich die Tiere nach einiger Zeit dann zu Larve II . Die Jungtiere sehen einer Spinne nun schon sehr ähnlich. </li></ul><ul><li>Die Proportionen stimmen fast überein. </li></ul><ul><li>Die Beißklauen (Cheliceren) sind ausgebildet und erkennbar, ebenso die Spinnwarzen. Als Larven nehmen die Tiere keine Nahrung zu sich. </li></ul>
  32. 32. <ul><li>Noch im Kokon häuten sich die Larven zu Nymphen . </li></ul><ul><li>Die frisch gehäuteten Nymphen bleiben zunächst beim Kokon. </li></ul><ul><li>Die Entwicklungszeit ist abhängig von der Art und von der vorherrschenden Temperatur. </li></ul>
  33. 33. Nahrung <ul><li>Vogelspinnen ernähren sich meist von Insekten, wobei hier alles gefressen wird, was von der Größe her passt. Die Spinne kann durchaus Tiere überwältigen, die größer sind als sie. </li></ul><ul><li>Bei der Terrarienhaltung haben sich Heimchen als gute Futtertiere erwiesen, weil die relativ problemlos zu halten sind. </li></ul>
  34. 34. <ul><li>Es werden aber auch Schaben, Heuschrecken, Mehlwürmer und von ganz kleinen Spinnchen auch Drosophila (Obstfliegen) gerne genommen. </li></ul>
  35. 35. Die Bekannteste <ul><li>Brachypelma smithi </li></ul><ul><li>Herkunft : </li></ul><ul><li>Mexico </li></ul><ul><li>Lebensweise : Bodenbewohnend </li></ul><ul><li>Körperlänge : </li></ul><ul><li>etwa 7 cm </li></ul><ul><li>Aussehen : </li></ul><ul><li>Grundfärbung dunkelbraun bis schwarz, Vorderkörper mit gelb-orangem Haarsaum, Patellen der Beine orange-rot, an den Beinen vereinzelt helle Haare. </li></ul>
  36. 36. <ul><li>Haltung : </li></ul><ul><li>Die Art sollte in einem Terrarium von 30 x 30 cm Grundfläche untergebracht werden. Lehmige Wiesen- oder Walderde, hoch eingefüllt um den Tieren das Graben zu ermöglichen, hat sich gut bewährt. </li></ul><ul><li>Verhalten : </li></ul><ul><li>Friedlich, verteidigt sich durch Bombardieren. Häufig außerhalb des Unterschlupfes zu sehen. </li></ul>
  37. 37. Eine der Größten <ul><li>Theraphosa blondi </li></ul><ul><li>Herkunft : </li></ul><ul><li>Brasilien, Guyana, Venezuela </li></ul><ul><li>Lebensweise : </li></ul><ul><li>Bodenbewohnend </li></ul><ul><li>Körperlänge : </li></ul><ul><li>bis zu 12 cm </li></ul><ul><li>Aussehen : </li></ul><ul><li>Grundfärbung von kaffeebraun bis zu schwarz ohne weitere Farbmusterung. </li></ul>
  38. 38. <ul><li>Haltung : </li></ul><ul><li>Ein Terrarium für diese Art sollte eine Grundfläche von mindestens 40 x 40 cm aufweisen. Bodengrund Blumen- oder Walderde, vollständig und gut befeuchten. Grosse Höhle anbieten! </li></ul>
  39. 39. <ul><li>Verhalten : </li></ul><ul><li>Sie gehört zu den Bombardierspinnen, wobei die Reizhaare dieser Art besonders aggressiv zu sein scheinen. </li></ul><ul><li>Sie kann laut und heftig stridulieren , wenn man sie reizt. Kommt erst bei Dunkelheit aus dem Unterschlupf. </li></ul>
  40. 40. Stridulation <ul><li>Hörbare Geräusche, die Vogelspinnen durch Bewegung bestimmter Körperteile hervorbringen können. </li></ul><ul><li>Das Stridulieren hört sich in etwa an, wie ein Zischen. </li></ul>
  41. 41. Eine der Schönsten <ul><li>Avicularia versicolor </li></ul><ul><li>Herkunft : </li></ul><ul><li>Martinique, Guadeloupe </li></ul><ul><li>Lebensweise : Baumbewohnend </li></ul><ul><li>Körperlänge : </li></ul><ul><li>Etwa 5-6cm </li></ul><ul><li>Aussehen : </li></ul><ul><li>Weibchen: Grundfärbung grün-schwarz, Vorderleib schimmert metallisch grün, längere Haare des Hinterleibs und der Beine rötlich-rosa. </li></ul>
  42. 42. <ul><li>Haltung : </li></ul><ul><li>Die Terrariengröße sollte bei dieser Art 25x25x30cm BxTxH betragen. Bodengrund Wald- oder Blumenerde, vollständig und gut befeuchtet. Ausreichend Geäst einbringen, gebogene senkrechte Korkröhre als Unterschlupf. </li></ul><ul><li>Verhalten : </li></ul><ul><li>Recht friedlich und normalerweise nicht aggressiv. </li></ul>
  43. 43. Eine Gespinnstkünstlerin <ul><li>Chromatopelma cyaneopubescens </li></ul><ul><li>Herkunft : </li></ul><ul><li>Nord-Venezuela </li></ul><ul><li>Lebensweise : </li></ul><ul><li>Bodenbewohnend </li></ul><ul><li>Körperlänge : </li></ul><ul><li>Etwa 7cm </li></ul><ul><li>Aussehen : </li></ul><ul><li>Grundfärbung blau, Vorderleib schimmert moosgrün. Der Hinterleib ist dicht mit roten Haaren besetzt, die längeren Haare auf den Beinen sind hellbraun bis gelblich. </li></ul>
  44. 44. <ul><li>Haltung : </li></ul><ul><li>Die Grundfläche des Terrariums sollte mindestens 30 x 30 cm betragen. Bodengrund Wald- oder Blumenerde, zur Hälfte feucht halten. </li></ul><ul><li>Verhalten : </li></ul><ul><li>Verteidigt sich durch Flucht, und anschließendes Bombardieren. Sie ist häufig außerhalb des Unterschlupfes zu sehen. </li></ul>
  45. 45. Einige Standardfragen von nicht-Spinnern <ul><li>Was machst Du mit Deinen Spinnen? - Ansehen und studieren, wenn möglich möchte ich sie nachziehen. </li></ul><ul><li>Nimmst Du sie in die Hand? - Nein, es sei denn es müßte aus technischen Gründen sein (Umsetzen, Krankheit). </li></ul><ul><li>Kann man sie streicheln? - Können ja, aber für die Tiere ist es nur Stress! </li></ul><ul><li>Gerade eine Avicularia versicolor lädt mit Ihrer sehr dichten langen Behaarung zum Streicheln ein, aber genau das sind Vogelspinnen nicht - Kuscheltiere . </li></ul><ul><li>Streicheln über Brennhaare bei Bombardierspinnen kann auch für den Täter eine ganz neue Erfahrung werden ;) </li></ul>
  46. 46. <ul><li>Vogelspinnen sind und bleiben mit ihren Instinkten vollkommen unberechenbare Tiere. </li></ul><ul><li>Warnzeichen wie Drohgebärden , Stridulieren und Bomardieren sollten immer ernst genommen werden, denn danach bleibt der Spinne nur noch die Flucht, oder der Angriff mit Biss! </li></ul>
  47. 47. <ul><li>Sicherlich haben viele Vogelspinnenfreunde eine Spinne in ihrer Sammlung, die ohne weiteres auf die Hand zu nehmen ist, und dort auch still und ruhig verharrt, evtl. sogar die Wärme der Hand genießt, aber schon bei der kleinsten Störung kann sie ihr Verhalten vollkommen ändern und aus Schreck die Hand angreifen. </li></ul><ul><li>Auch haben schon Spinnen nach einer Häutung ihr Verhalten geändert, ein vorher ruhiges friedliches Tier, war nachher aggressiv und angriffslustig. </li></ul><ul><li>Sicherlich werden nun viele schreien, daß IHRE Spinne nie angreift und immer ganz lieb ist, aber eigentlich ist es doch immer so, daß sich der Pfleger an die Spinne anpasst und nie umgekehrt ;-) </li></ul>
  48. 48. Giftspinnen bei uns? <ul><li>Bei den heimischen Spinnen können zwei Arten als giftig eingestuft werden – die Kreuzspinne und die Wasserspinne . </li></ul><ul><li>Allerdings sind sie für den Menschen eher ungefährlich, da sie selten zubeißen. </li></ul>
  49. 49. <ul><li>Eine Ausnahme bildet hier der Dornfinger , dessen Biss sehr giftig und auch schmerzhaft ist. </li></ul><ul><li>Da diese Giftspinne aber nur in einigen Gegenden Süddeutschlands lebt und sich dort meistens im Unterholz verkriecht, geht keine große Gefahr von ihr aus. </li></ul>
  50. 50. <ul><li>Sollte man aber doch mal mit dieser giftigen Art in Berührung kommen, ist sofort ein Arzt aufzusuchen. </li></ul><ul><li>Erkennen kann man einen solchen Biss an brennenden und stechenden Schmerzen an der betroffenen Stelle, sowie an den Begleitsymptomen Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Fieber. </li></ul><ul><li>In vielen Fällen verfärbt sich die Stelle auch blau-rot und schwillt an. </li></ul>
  51. 51. <ul><li>Eine andere giftige Art betäubt ihre Opfer mit einem Nervengift und sieht aus wie eine kleine Tarantel: Die Kräuselspinne </li></ul><ul><li>Eigentlich lebt sie in Italien. Doch die Giftspinne wird immer öfter in Deutschland gesichtet und hat bereits einen Menschen gebissen! </li></ul><ul><li>Wahrscheinlich ist sie in Lkws aus dem Mittelmeerraum zu uns gekommen. </li></ul><ul><li>Dank Klimawandel findet man sie inzwischen von Baden-Württemberg bis Niedersachsen. Ein Biss in die Hand führt auch bei Menschen zu kurzen Lähmungen. </li></ul><ul><li>Unangenehm: Die Kräuselspinne greift schnell an. </li></ul>
  52. 52. Danke! <ul><li>An alle die mich bei diesem Projekt unterstützt haben. </li></ul><ul><li>Dank vor allem an die Mitglieder des Spinnenforums </li></ul><ul><li>Spiderlinge.de </li></ul><ul><li>deren Fotos ich verwenden durfte. </li></ul><ul><li>Carola Höing </li></ul>

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