Sonn & Feiertagsarbeit

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Präsentation zur Session beim Callcenter Barcamp in Berlin am 13. März 2015 von Enrico Rennebarth, Call Center Verband Deutschland e. V.

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Sonn & Feiertagsarbeit

  1. 1. Sonn- und Feiertagsarbeit Servicecenter müssen auch sonntags erreichbar sein!
  2. 2. 1) „Allianz für den freien Sonntag“ 2) Ver.di 3) Evangelische Kirche in Hessen und Nassau Warum ein freier Sonntag? 26.Februar2015CCW2015 2
  3. 3. Hessische Bedarfsgewerbeverordnung ist teilweise nichtig - Unzulässigkeit der Beschäftigung von Arbeitnehmern an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen: Videotheken, öffentliche Bibliotheken, Callcentern, Lotto- und Totogesellschaften - Zurückweisung an Verwaltungsgerichtshof: Brauereien, Betriebe zur Herstellung von alkoholfreien Getränken oder Schaumwein, Fabriken zur Herstellung von Roh- und Speiseeis - Zulässig im Buchmachergewerbe Was hat das Bundesverwaltungs- gericht entschieden? 26.Februar2015CCW2015 3
  4. 4. - Verordnung ist nicht mit Arbeitszeitgesetz vereinbar - Sonntagsruhe hat Vorrang - Freizeitgestaltung steht im Vordergrund - Verschiebung der Tätigkeiten auf Werktage möglich - Bundes- und Landesgesetzgeber können Rechtslage durch Rechtsverordnung (RVO) regeln - Voraussetzungen von § 13 Abs. 1 Nr. 2a ArbZG müssen vorliegen, dh. „Befriedigung täglicher oder an diesen Tagen besonders hervortretender Bedürfnisse der Bevölkerung“ sind erforderlich - Erforderlichkeit liegt vor wenn, Unterbleiben der Sonn- und Feiertagsarbeit einen erheblichen Schaden für Bevölkerung darstellt - Erstellung von Ausnahmekatalog für einzelne Branchen Entscheidungsgründe… 26.Februar2015CCW2015 4
  5. 5. - Sofortiges Arbeits- und Beschäftigungsverbot an Sonn- und Feiertagen in Hessen - Nur Ausnahmen gemäß § 10 Arbeitszeitgesetz zulässig - Bundesländer überprüfen eigene Regelungen - Geldbuße bis zu 15.000 Euro bei Verstoß - Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bei Gesundheitsgefährdung oder im Wiederholungsfall Folgen für die Branche: 26.Februar2015CCW2015 5
  6. 6. Sonntagsarbeit grundsätzlich nicht verboten in … 26.Februar2015CCW2015 6 Bulgarien Finnland Großbritannien Italien Irland Türkei Portugal Polen Luxemburg Tschechische Republik Spanien SlowenienFrankreich Belgien Niederlande Österreich
  7. 7. • „Dienstleistungsunternehmen mit der Entgegennahme von Aufträgen, der Auskunftserteilung und der Beratung per Telekommunikation“ (Wortlaut § 1 Absatz 1 Nr. 9 Hess. Bedarfsgewerbeordnung) • Beispiele: Versandhandel: absolutes Verbot lt. BVerwG Bankgewerbe: nur Notdienste für Kartensperrung, kein Telefonbanking Einzelfallbetrachtung notwendig! Wer ist genau betroffen? 26.Februar2015CCW2015 7
  8. 8. Quelle: Statistisches Bundesamt, 2015 Erste Branchenzahlen 26.Februar2015CCW2015 8 Berufsgruppe Berufe im Dialogmarketing (9212) Insgesamt In den letzten drei Monaten sonntags gearbeitet, und zwar … Keine Sonntags- arbeit…ständig oder regelmäßig …ständig, an jedem Sonntag ….regelmäßig, aber nicht an jedem Sonntag …unregelmäßig oder gelegentlich an einem Sonntag Mikrozensus 2013 99.000 19.000 / 19.000 12.000 68.000 Mikrozensus 2012 94.000 20.000 / 19.000 11.000 64.000 Wirtschafts- gruppe Callcenter (822) Insgesamt In den letzten drei Monaten sonntags gearbeitet, und zwar … Keine Sonntags- arbeit…ständig oder regelmäßig …ständig, an jedem Sonntag ….regelmäßig, aber nicht an jedem Sonntag …unregelmäßig oder gelegentlich an einem Sonntag Mikrozensus 2013 92.000 20.000 / 19.000 9.000 63.000 Mikrozensus 2012 85.000 19.000 / 18.000 9.000 57.000
  9. 9. Quelle: CCV, verint Verbrauchersicht 26.Februar2015CCW2015 9 Möchten Endverbraucher am Wochenende ein Kundenzentrum kontaktieren? Ja 64% Nein 36%
  10. 10. Bedürfnisse der Verbraucher 26.Februar2015CCW2015 10 • Keine Erreichbarkeit am Abend und in der Nacht erwartet. • Telekommunikation und Mobilfunk, TV- und Kabelanbieter, Versandhandel und Reiseindustrie wichtigste Dienstleistungen. • Telefon, Email und Kontaktformular wichtigste Kontaktkanäle. Vollständige Studienergebnisse unter bit.ly/Studie_Sonntagsarbeit
  11. 11. Rechtslage in Deutschland 26.Februar2015CCW2015 11 Arbeitszeit-Richtlinie Europa Arbeitszeitgesetz Bund Bedarfsgewerbeordnungen Bundesländer
  12. 12. • Not- und Rettungsdienste (z.B.: EC- und Kreditkartensperrung) • Gaststätten und andere Einrichtungen zur Bewirtung und Beherbergung • Theatervorstellungen, Filmvorführungen, Schaustellungen, Darbietungen und ähnliche Veranstaltungen • Erholungs- und Vergnügungseinrichtungen, Fremdenverkehr und Museen • Rundfunk, Tages- und Sportpresse • Verkehrsbetriebe  Einzelfallprüfung erforderlich Ausnahmekatalog: § 10 Abs. 1 ArbZG 26.Februar2015CCW2015 12
  13. 13. - Positionspapier „Kundenservice ist ein Bedürfnis der Bevölkerung“ - Kontakt zu Politik und Verwaltung (LaReg und BMAS) - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Information der Mitglieder - Gespräche mit anderen Verbänden - Umfrage im B2C- und B2B-Bereich  Durchsetzung der Verbandsziele gegenüber Politik und Öffentlichkeit Engagement des CCV 26.Februar2015CCW2015 13
  14. 14. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 26.Februar2015CCW2015 14 FAZ Frankfurt Neue Presse Frankfurter Rundschau dpa Wiesbadener Tagblatt Saarbrücker Zeitung
  15. 15. CCV Positionspapier 26.Februar2015CCW2015 15 • Erarbeitung im CCV Arbeitskreis Recht & Regulierung • CCV Vorstandsbeschluss vom 16.12.2014
  16. 16. • Herstellung von Rechtssicherheit • schnelle, bundeseinheitliche und praxistaugliche Neuregelung der Ausnahmevorschriften • Primär: einheitliche Bundesregelung • Sekundär: Änderung der Bedarfsgewerbeverordnungen der Länder Forderungen des CCV 26.Februar2015CCW2015 16
  17. 17. Enrico Rennebarth Leiter Politik & Regulierung, Verbandsjustitiar Call Center Verband Deutschland e. V. (CCV) Tel.: + 49 (030) 2061 328 - 11 Email: enrico.rennebarth@callcenter-verband.de Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 26.Februar2015CCW2015 17

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