MEDIENERZIEHUNG IM
FAMILIÄREN ALLTAG
Bo Reichlin
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KG UST
KG / UST
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Ausgangslage
VonVermeidung bis hin zu
einer unkontrollierten
Mediennutzung
Unterschiedliche Formen des
Medienhandelns im
F...
Test 1
Die Sendung
mit der Maus
Pippi
Langstrumpf
Pumuckl Löwenzahn Sesamstrasse
Gründe für die familiäre Medienerziehung
• Vielfalt der heutigen Medien
• Allgegenwart von Medien
• Stellenwert von Medien...
ø Alter bei der ersten Mediennutzung
Quelle: Medienzwerge
KG UST
Gründe für die familiäre Medienerziehung
• Kognitiven Bereich
• Leistungsbereich
• Im sozialenVerhalten
• Gefühlsbereich
K...
Soziales Umfeld
Medien
Kind
• Medienangebot in der
Familie
• Angebot des Medienmarkts
• Familie
• Freunde, Klassenkamerade...
• Suche nach Leitbildern und
Orientierung
• Verarbeitung von Ängsten und
Konflikten sowie Bewältigung von
Entwicklungsaufg...
Chancen
• Grundkompetenzen: Lesen, Schreiben, Sprache
• Technische Handhabung
• Wissen, Erfahrungen
• Informationen, Orien...
Risiken (Empfänger)
• Medien werden nicht richtig
verstanden
• Strategien fehlen, um sich gegen
Erregung zu schützen
• Med...
Was können Sie tun?
• Medienerziehung  Ein ewiglanger Prozess
• Regeln
• Medium für Medium
• Aktive Mediennutzung
KG UST
Test 2
Phineas und
Ferb
Das
Dschungelbuch
Sally
Bollywood
Spongebob Sandmann
Medienerziehung  ewiglanger Prozess
- Elterliches Vorbildverhalten
- Medienkompetenz vermitteln, Medium für Medium,
aktiv...
Gespräche, gemeinsame Mediennutzung
• Beobachten, Nachfragen und Gespräche führen  Medienerziehung abstimmen
auf das Kind...
Regeln
• Nutzungsregeln gemeinsam vereinbaren (Mediennutzungsvertrag)
• Evtl. techn.Vorkehrungen treffen
• Zeitliche Besch...
Wie viel darf es denn sein?
• Bis 6 Jahre: 30 Minuten/Tag
• Bis 7 Jahre: 5 Stunden/Woche
• Einteilen & Aussuchen üben
Ab wann können welche Medien zum
Einsatz kommen?
• Mehrwert
• 3-6-9-12Tisseron-Regel
Quelle: Jugend und Medien
Unter 3J. :...
Altersgerechte Inhalte
• FSK für Filme
• USK für Computerspiele
• Fernsehen: wird durch Festlegung bestimmter Sendezeiten ...
Fernsehen (TV, Internet, Handy)
KG UST
Wirkungsrisiken
Fragwürdiges Verhalten wird als üblich
angeschaut
Bestimmten Ideale...
Hörmedien
KG UST
Wirkungsrisiken
Abkapseln von der Umwelt
Konzentrationsstörungen bei Hausaufgaben
Illegales Kopieren und ...
Computer, Internet
KG UST
Wirkungsrisiken
Zugang zu ungeeigneten Inhalten
(Pornografie,Gewalt,Verherrlichung von
Drogen/Su...
Tablet- & Computerspiele,Apps
KG UST
Wirkungsrisiken
Häufiges Spielen kann moralisch und soziale
Entwicklung beeinträchtig...
Exkurs Spiele: Apps Computer,Tablets, Handy
Bedürfnisse bei Heranwachsenden:
• Selbständig handeln können
• Selber entsche...
Was steht an? (…. die nächsten 8 Jahre…)
Gespräche & Medienerziehung
Mit den Kindern ins Netz, Facebook, Instagram, Pinter...
Aktive Mediennutzung
• Geocaching
• Hörmedien produzieren
• Hörquiz aufnehmen
• Glückwunschkarten gestalten
• Bilderbuch p...
Chancen
• „Das habe ich selbst gemacht!“
• Kreative Mediennutzung
• Genau Hinsehen & -hören
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Medienerziehung: Elternabend Kindergarten & Unterstufe
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Medienerziehung: Elternabend Kindergarten & Unterstufe

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Eine sinnvollen Medienumgang zu erlernen, ist Teil der Elternerziehung. Hier gibt es Tipps, Tricks, Anleitungen, wie im Alltag mit Medien umgegangen werden kann, wie man Medieninhalte einschätzt und Medien aktiv einsetzt.

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  • Um sich in dieser Vielfalt zurechtzufinden und die Möglichkeiten der Medienumwelt sinnvoll nutzen zu können, braucht man entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten. Dies gilt sowohl für Eltern als auch für die Kinder.

    Mit den verschiedensten Medien konfrontiert. Gleichzeitig sind Kinder eine wichtige Zielgruppe für den Medien- und Werbemarkt (bedruckte Kleidungstücke, sonstige Produkte).

    Mit breitem Medienensemble ausgestattet, viel Zeit wird mit Medien verbracht (Statistiken Jamesstudie), Nutzung häufig ohne Aufsicht, Kontrolle und Unterstützung von Erwachsenen, mit zunehmendem Alter auch öfters ausserhalb der Familie





    Auch wenn die digital Natives im digitalen Zeitalter geboren sind und mit den neuen Medien ungezwungen und selbstverständlich umzugehen scheinen: ein kompetenter, mündiger und gesunder Umgang mit den neuen Medien ist ihnen damit nicht etwa in die Wiege gelegt worden. Auch sie müssen das alles erst noch lernen.

    Und hier sind die/wir Eltern gefordert. Denn der Umgang mit den neuen Medien beginnt im Elternhaus. Medienerziehung kann darum nicht etwa auf die Zeit nach dem Schuleintritt verschoben oder an die Schule delegiert werden.

    Das Vorschulalter ist die Zeit, in der eine gesunde, sinnvolle Mediennutzung Schritt für Schritt eingeführt und eingeübt werden kann, Verhaltensmuster entwickelt werden und eine selbstbestimmte, mündige Auseinandersetzung mit Medien beginnen kann.

    Um zu wissen, wann welcher Schritt für das eigene Kind geeignet ist, das heisst, zu welcher Zeit welche Medien in welchem Umfang genutzt werden können, ist es sicher sinnvoll, zunächst einen Blick auf die Entwicklung und insbesondere die Entwicklungsschritte, die Kinder im Kindergartenalter zu bewältigen haben, zu werfen.
  • Ich möchte Sie nun nicht mit Statistiken zur Mediennutzung langweilen.

    Ich habe hier eine Grafik gefunden, die in etwas die Reihenfolge der Mediennutzungen abbildet.

    Mögliche Medienbiografie Ihres Kindes?
    Medien bestimmen den Alltag der Kinder.
  • Das kennen wir alle:

    Eltern schon oft erlebt: Lachen, Weinen, Schimpfen, körperliche Reaktionen: Erregung, Ermüdung oder Übelkeit.
    Melodien, Slogans werden gesungen, Konsumwünsche werden geäussert, Wörter wie online, download werden benutzt

    Worauf können sich Medien auswirken?

    Wirkung auf Wissen, Bildung, Wertvorstellungen, Normen, Meinungen  kognitiver Bereich
    Positive oder negative Wirkungen im Leistungsbereich: z.B. Konzentration und Leistung in der Schule, auch Auswirkungen auf alltagsrelevante Kompetenzen: Erwerb techn. Medienkompetenz
    Umgang mit Eltern, Lehrer, Freunde, Interesse an sozialen Kontakten, Bsp. Während WM wird viel mehr Fussball gespielt (soziales Verhalten)
    Veränderungen im Gefühlsbereich: Filme und Computerspiele können aufwühlen, freudige Erregungauslösen, Gefühl der Zugehörigkeit vermitteln, Angst, Alpträume, Wut oder Mitleid verursachen
    Folgen der Mediennutzung auf Bedürfnisse und Motivationen: das Bedürfnis immer länger und unendlich zu chatten, Wunsch zu entwickeln „Superstar“ zu werden (zu lasten anderer Freizeitbeschäftigungen)
    Körperliche Reaktionen: Übelkeit, Ermüdung, etc., längerfristig: Schlaf- oder Essverhalten, einseitige Bewegungen, Haltung am Bildschirm
    Zeitliche Konsequenzen: kann Tagesablauf zeitlich strukturieren, man ist kommunikativ schneller, Informationsbeschaffung, etc. Negativ: für andere Verpflichtungen hat man keine Zeit mehr.









  • Selbst die besten Lernapps wirken nicht unbedingt positiv auf das Kind, können auch erfolglos bleiben.

    Einflussgrössen sind ausschlaggebend:

    Umfeldbedingungen, unter denen ein Kind aufwächst: neben der Erziehung und der Medienerziehung, auch die Erfahrungen des Kindes, Befindlichkeiten, Kenntnisse, Kompetenzen.
    Welchen Medien ist das Kind gewohnt, was machen die Freunde, etc, etc.

    Und Kinder haben Bedürfnisse
  • Das sind Funktionen, die für das Wohlbefinden und die Entwicklung der Kinder ausgesprochen bedeutsam sind

    die Suche nach Leitbildern und Orientierung
    Verarbeitung von Ängsten und Konflikten sowie Bewältigung von Entwicklungsaufgaben und subjektiv-wichtigen Themen, etwa durch Identifikation mit „Medien-Helden", die stellvertretend für das Kind Konflikte oder Probleme lösen (zum Beispiel in Hörspielen)
    Flucht aus einem negativ erlebten Alltag (zum Beispiel durch Musikhören)
    Aneignung von Wissen (zum Beispiel über Lebensstile, Normen, Berufe)
    Suche nach Nähe, Geborgenheit und gemeinsamen Erlebnissen (bei gemeinsamer Mediennutzung zum Beispiel mit Eltern oder Freunden)

    Mutproben; risikoloses Ausführen von Handlungen (zum Beispiel in Computerspielen), die in der Realität riskant oder verboten sind; Ausprobieren neuer Rollen
    Vergleich und Wettbewerb mit anderen
    Reduzierung von Einsamkeit; Ausbau von Kontakten und Beziehungen (zum Beispiel durch Chatten); Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit zum Beispiel durch Spielen in Online-Gemeinschaften
    Verbesserung des Selbstwerts durch Erfolgserlebnisse (zum Beispiel beim Computerspielen) oder eigene Selbstdarstellung etwa im sozialen Netzwerk „schülerVZ" oder auf der eigenen Homepage
    Gewinnung von Aufmerksamkeit und Ansehen (vielleicht durch Mitreden über einen Pornofilm oder Nachspielen einer TV-"Heldenrolle")



    Gerade weil nun aber Medien für Kinder wichtig sind, kann Medienerziehung nicht darin bestehen, die Mediennutzung einfach einzuschränken. Vielmehr muss es neben aller durchaus notwendigen Steuerung und Kontrolle mindestens ebenso um die Förderung von Medienkompetenz gehen.
  • So werden durch den angeleiteten und schrittweise geübten Medienumgang wichtige Grundkompetenzen erweitert, wie Lesen, Schreiben und Sprachverstehen.
    Ebenso wird die technische Handhabung von Mediengeräten und einzelnen Anwendungen eingeübt, die zu Schlüsselkompetenzen für das selbstständige Lernen und effiziente Arbeiten und damit für das spätere Berufsleben zählt.
    Medien tragen zur Aneignung von Wissen und Bildung und zur Erweiterung des Erfahrungshorizontes bei.
    Sie vermitteln Informationen über die Welt und andere Kulturen sowie Orientierung und Anregung.
    Und nicht zuletzt bieten Medien vielseitige Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen im Umgang mit anderen zu sammeln und sich selbst auszudrücken (zum Beispiel eigene Texte, Filme oder Fotos anderen im Internet zugänglich zu machen).

    Natürlich kann ein Kind die vielfältigen Chancen und Vorteile der modernen Medienumwelt umso fruchtbarer nutzen, je mehr Wissen und Fähigkeiten es für den Medienumgang bereits hat. Insofern ergibt sich auch hieraus wieder ein wesentliches Argument dafür, Kindern möglichst frühzeitig Medienkompetenz zu vermitteln. Dies gilt jedoch auch angesichts der Gefahren, die mit der Mediennutzung verbunden sein können. Je unerfahrener ein Kind allerdings ist, desto mehr ist in der Medienerziehung Steuerung und Kontrolle, Anleitung und Hilfe angesagt, denn: Mögliche Gefahren wirken sich bei Kindern gravierender aus, wenn ihrem kompetenten Medienumgang noch erhebliche Grenzen gesetzt sind (je nach Medium auch noch im Grundschulalter).



  • Die hierauf gerichtete Medienerziehung setzt allerdings voraus, dass den Eltern die unterschiedlichen Risiken klar sind, zum Beispiel um die Kinder über mögliche Gefahren aufzuklären oder etwa um Risiken für die eigenen Kinder einzuschätzen. Zu bedenken ist dabei auch, dass Risiken erheblich davon abhängen, in welcher Rolle Medien jeweils genutzt werden: Wenn Kinder Medieninhalte anschauen, lesen oder anhören (zum 12 Beispiel Inhalte von Filmen, Werbespots, Computerspielen, Handynachrichten oder Websites), dann nehmen sie die Rolle als „Empfänger" ein. Heutzutage agieren sie zunehmend aber auch als „Absender", also beispielsweise als Verfasser von E-Mails oder Texten in Online-Gemeinschaften wie „Facebook" oder beim Verbreiten von Bildern oder Videos im Internet.

    Bei dieser Rolle sind Risiken mit der Aufnahme und Verarbeitung von Medieninhalten verbunden. So können Kinder Medieninhalte gegebenenfalls nicht [oder falsch] verstehen und verarbeiten, wenn ihnen die dafür notwendigen Erfahrungen, Kenntnisse und Fähigkeiten noch fehlen: Je nach Alter und Entwicklungsstand mangelt es ihnen gegebenenfalls noch an Sprachverständnis und Konzentrationsfähigkeit.
    Ebenso verfügen sie noch kaum über eigene Strategien, um sich etwa vor allzu großer Erregung, Angst oder Verletztheit zu schützen.
    Und schließlich fehlt es ihnen oft noch an „Menschenkenntnis" und dem notwendigen Hintergrundwissen, um beispielsweise den Wahrheitsgehalt oder die Ziele, die hinter bestimmten Inhalten stehen, einzuschätzen.

    Besonders vielfältig und gravierend sind Risiken, die mit den neuen Medien und ihren Nutzungsmöglichkeiten verbunden sind. Im Internet (zum Beispiel in Chat-Räumen) können Kinder auf bedenkliche oder gar gefährdende Inhalte stoßen oder sie per E-Mail empfangen: Dabei kann es sich beispielsweise um gewalthaltige Videos ebenso handeln wie um Pornografie-Seiten oder um Webseiten, in denen Gewalt, Magersucht oder Suizid verherrlicht werden. Gleichermaßen ist an intime, peinliche oder diffamierende Ton-/BildAufnahmen zu denken, mit denen das Kind selbst oder eine andere Person bloßgestellt oder gemobbt wird. Besonders brisant sind solche Risiken bei der Nutzung mobiler Medien wie dem Handy, da Kinder dann mit derartigen problematischen Inhalten außerhalb elterlicher Aufsicht und Hilfestellung konfrontiert werden können. All diese Medieninhalte können zu Überforderung, Verunsicherung und falschen Vorstellungen von der Realität führen. Ebenso möglich sind aber auch gravierende negative Auswirkungen wie die Übernahme problematischer Ideale (zum Beispiel „Schlankheitswahn"), Abstumpfung gegenüber Gewalt oder gar psychische Probleme und Verhaltensauffälligkeiten.

  • Ich denke, hier sollten verschiedene Aspekte zur Sprache kommen:

    Einerseits sollten die Kinder in die Mediengesellschaft altersgerecht eingeführt werden.

    Eine schrittweise Einführung einzelner Medien ist sicher ein sinnvoller Weg, auf dem Kinder in die Mediengesellschaft eingeführt werden können. Viele Eltern haben sicher den Einstieg über „alte“ Medien wie Bilder- oder Vorlesebücher gewählt. Kinder haben nicht nur viel Vergnügen dabei, sie können auch schon eine der entscheidenden Säulen der Medienkompetenz üben: sie können den Kindern helfen, Wissen über Medien aufzubauen, indem sie über Medien und Medieninhalte sprechen.

    Und das ist schliesslich der Sinn von Medienerziehung: Medienkompetenz vermitteln und einen gesunden und sinnvollen Umgang mit Medien aufzeigen, entwickeln und einüben. Mit einer gemeinsamen, aktiven Auseinandersetzung mit den neuen Medien, mit positiven Vorbildern aber auch mit kindergerechten Inhalten, Angeboten und Aktivitäten kann die Basis für eine gesunde, kritische und kompetente Mediennutzung gelegt werden.

    Kinder sollten auch die Chance haben, die Welt der Medien, in der sie aufwachsen, in ihrer Vielfalt zu entdecken. Für Kinder im Vorschulalter heisst das vor allem, dass sie im Alltag Gelegenheit haben sollten, zusammen mit Vater oder Mutter die Angebote und Möglichkeiten der verschiedenen Medien zu erkunden - insbesondere dann, wenn Kinder von sich aus Interesse daran zeigen. Schön ist es, wenn Kinder von Anfang an erleben können, dass zum Beispiel ein Computer vielfältig genutzt werden kann, also nicht nur zum Konsumieren von Spielen oder Filmen, sondern auch auf aktive Weise: zum Bearbeiten von Fotos, zum Gestalten von Karten, zum Austausch mit anderen usw. Dabei geht es natürlich nicht darum, dass schon die Kleinsten wissen, wie man das alles macht, sondern einfach nur darum, dass sie einen Eindruck von der Vielfalt der Möglichkeiten bekommen: "Schau mal, wir haben eine E-Mail von Tante Lena bekommen!", "Komm, wir drucken ein Ausmalbild für dich aus", "Guck mal, das sind unsere Fotos vom Urlaub - die müssen wir aber alle noch drehen" usw.

    Eltern können und sollte also ihre Kinder spielerisch, altersgerecht, praxisbezogen und realitätsnah dabei unterstützen, die Welt der neuen Medien Schritt für Schritt für sich zu erobern. Dabei sind einige Regeln hilfreich:



    Die Mediennutzung sollte klar geregelt werden.
    Die wichtigste Regel ist sicher: Seien sie ein gutes Vorbild für Ihre Kinder. Wenn Ihre Kinder erleben, dass Computer, Tablets, Handys und der Fernsehen im Zentrum Ihres Lebens und des Familienlebens stehen, werden sie Sie nachahmen.
     
    Stellen Sie Nutzungsregeln auf, die regeln, wann, was und wie lange genutzt werden kann. Bestehen Sie auch auf die Einhaltung dieser Regeln, die Sie natürlich periodisch auf die Entwicklung und die Bedürfnisse Ihres Kindes anpassen können/sollten. Sie können im Anschluss ein Blatt mit Tipps für eine solche Vereinbahrung mitnehmen.
     
    Setzen Sie die digitalen Medien weder als Belohnung noch als Strafe ein. Damit würden Sie ihnen einen hohen Stellenwert einräumen und sie nur noch attraktiver machen.
     
    Medien sollten auch nicht als Babysitter eingesetzt werden.
     
    Bieten Sie aktiv Alternativen zur Mediennutzung an. Ein Spielnachmittag mit anderen Kindern, ein gemeinsamer Zoobesuch oder ein spontaner z’Vieri im Wald macht den Kindern meistens doch mehr Spass als ein Nachmittag vor dem Fernsehen.
     
    Sprechen Sie mit Ihren Kindern über Medien. So erfahren Sie nicht nur, woran Ihre Kinder interessiert sind. Sie können ihnen so auch vermitteln, dass Medien und Medieninhalte, also etwa TV-Sendungen oder Spiele, hinterfragt und kritisch wahrgenommen werden können.
     
    Kinder sollten in jedem Alter nur altersgerechte Inhalte konsumieren und altersgerecht Medien nutzen. Altersfreigaben von TV-Sendungen oder Spielen sind sicher ein guter Wegweiser. Doch jedes Kind ist individuell und reagiert und verarbeitet Medienerlebnisse auf seine Weise.
     
    Begleiten Sie Ihre Kinder in der Mediennutzung. So können Sie beobachten, wie Ihr Kind auf bestimmt Medieninhalte reagiert, bei Bedarf ((verängstigt, überfordertes Kind)) unterstützend eingreifen und besser einschätzen, welche Medieninhalte für Ihr Kind geeignet sind.
     
    Diese Regeln können Sie dabei unterstützen, die Mediennutzung in richtige Bahnen zu lenken. Doch Medium ist nicht gleich Medium. Darum möchte ich Ihnen zu den wichtigsten Medien einige weitere Aspekte aufzeigen:

    Und nicht zuletzt sollten die Medien nicht nur passiv konsumiert, sondern aktiv als Instrumente eingeführt werden.

    Wie kann das im Einzelnen genau aussehen?
  • Beispiel für Elterliches Verhalten nennen: zappen, Unterhaltung über soeben gesehenen Film, Getränk aus der Werbung fordern, etc….

    Medienspezifisches Hintergrundwissen vermitteln: Jugendschutz, Datenschutz, Urherberrecht, aber auch Altersgruppen, Medium für Medium: Chancen und Risiken

    Einblick in den Medienumgang der eigenen Kinder: Das Kind erzählen lassen, was es alles an Medien hat (Bücher ,CDs, Hörspiele, Computerspiele, etc.), herausfinden, was es damit macht, was ihm gefällt  Gespräche
  • Wie weit ist es in seiner Entwicklung und speziell mit seiner Medienkompetenz?
    Was kann es bereits verstehen, behalten und verarbeiten?

    Warum hört es am liebsten dieses Kasperli?

    Gibt keine Kochrezepte für Medienerziehung. Alter ist eines unter vielen Gesichtspunkten. Jedes Kind ist anders und nimmt anders wahr.

    Welchen Standpunkt Sie haben, ist ihnen überlassen. Wichtig ist, dass Sie welche haben. Nur so können Sie Chancen und Risiken, die für Ihre Kinder mit bestimmten Medieninhalten bzw. –anwendungen verbunden sind, bewerten und für die Medienerziehung entsprechend Konsequenzen ziehen.
    Gespräche mit anderen Eltern

    Gemeinsam: Filme schauen, darüber sprechen, Spiele spielen, sich etwas zeigen lassen, über Inhalte austauschen, etc.
  • https://www.mediennutzungsvertrag.de/
    Filterprogramme

    Mit zunehmendem Alter nutzen Kinder Medien eigenständiger und vielfältiger, sodass es nötig wird, Regeln mit den Kinder anzupassen.
  • Dem reinen Medienkonsum sollten klare Grenzen gesetzt werden. Damit hält er sich nicht nur im Rahmen. Eine solche Regelung vermeidet auch lästige, immer wiederkehrende Diskussionen.

    Wie lange darf es denn sein?

    Auch diese Zahlen sind Richtwerte, die von Kind zu Kind durchaus etwas variieren können. Fachleute ((ZHAW)) sind jedoch der Meinung, dass ein deutliches Mehr an Medienkonsum nicht gut tut.

    • jüngere Kindergartenkinder: bis zu 30 Minuten pro Tag, jeweils nicht kurz vor dem Schlafengehen

    • Ältere Kindergartenkinder: 5 Stunden pro Woche, auch sie nicht kurz vor dem Schlafengehen

    Da ältere Kindergartenkinder auch mal einen ganzen (Kinder-)Film wie Disney‘s Dschungelbuch schauen wollen, macht es Sinn, für sie die Medienzeit auf eine Woche zu verteilen. Da Kinder in diesem Alter aber nicht immer eine ganze Woche im Blick haben (können), brauchen sie bei der Einteilung ihrer Wochen-Medienzeit Unterstützung. Eine schöne Idee ist es, dem Kind Anfang der Woche für jede Halbe Stunde Medienzeit einen Jeton/Glugger zu geben. Mit diesen können sie jeweils ein halbe Stunde Medienkonsum einlösen. Für das Dschungelbuch wäre also 2 Jetons/Glugger fällig. So sehen die Kinder, wie viel Medienzeit ihnen noch bleibt und lernen leichter, einzuteilen und gezielt auszusuchen.

    Hörmedien können ergänzend zu diesen Medienzeiten, wenn auch nicht exzessiv, konsumiert werden. Das Aufräumen von Lego z.B. geht auch Kindern leichter mit etwas Musik von der Hand!
  • Grundsätzlich sollten sich Kinder mit den einzelnen Medien erst dann beschäftigen, wenn sie an ihnen Interesse zeigen. Doch daran mangelt es in der Regel nicht.

    Darum ist es an uns Eltern, diese Entscheidung zu fällen. So viel vorneweg: eine allgemeingültige und von allen Fachleuten vertretene Regel gibt es nicht.

    Zwei Faustregeln scheinen uns aber schlüssig und hilfreich:

    Einerseits: Ein Medium sollte dann eingeführt werden, wenn es auch aus elterlicher Sicht für das Kind einen Mehrwert bringt. Das heisst, eben nicht einfach Zeitvertreib, sondern wenn das Medium dem Kind Anstösse und Anregungen gibt und das Kind es aktiv nutzen kann. Über die aktive Mediennutzung werden wir gleich noch eingehender sprechen.

    3-6-9-12. Diese Faustregel des französischen Medienforschers Serge Tisseron soll helfen, Kindern Medien dann anzubieten, wenn sie von ihrer Entwicklung her dafür bereit sind. Im Wesentlichen stehen diese Zahlen für
    3: Kein Bildschirm, also weder Fernsehen, noch Computer, Handy oder iPads, unter 3 Jahren. Einige Fachleute sehen als Untergrenze für den ersten TV-Konsum übrigens ein Alter von 4 Jahren ((Empfehlung ZHAW)). 
    6: Kein eigenes Gerät, auch keine Spielkonsole etc. unter 6 Jahren. Und auch später gehören TV, Computer & Co. nicht ins Kinderzimmer. Denn Untersuchungen zeigen, dass Geräte, die im Kinderzimmer stehen, auch bedeutend intensiver genutzt werden. ((Medienstudie zu Mediencoaching, www.medienstudie.ch))
    9: kein Internet, auch nicht beaufsichtigt, unter 9 Jahren. Das vorhin angesprochene gemeinsame Nachschlagen ist natürlich ausnahmsweise möglich. ((= nicht das Kind nutzt das Internet, sondern die Eltern))
    12: kein unbeaufsichtigtes Internet unter 12 Jahren.


    Ich denke, diese Richtwerte machen sicher Sinn. und helfen (uns) Eltern, Kinder Schritt für Schritt in die Mediengesellschaft einzuführen.

  • Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft FSK
    Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle USK

    Massstab der Eltern: Hängt vom eigenen Wert- und Erziehungsvorstellungen ab, kommt auf das Kind an, Alter ist nur Anhaltspunkt
  • Der Fernsehen ist, obwohl er gar nicht mehr so neu ist, für die meisten Kinder das Einstiegsmedium in die Welt der „neuen“ Medien. Sicher haben Sie auch schon gehört, dass es wichtig ist, für Kindergartenkinder die richtigen TV-Sender und altersgerechte Sendungen auszuwählen. Doch was sind die Kriterien für diese Wahl?
     
    Geeignet sind sicher ausgewiesene und bewährte Kindersendungen wie die „Sendung mit der Maus“ etc.. Sie kommen dem Bedürfnis der Kinder nach einfachen, übersichtlichen Handlungsverläufen und Erzählmustern, nach Bekanntem und nach der Möglichkeit, sich z.B. durch Mitraten einzubringen, entgegen.

    Dies gilt natürlich in der Regel auch für Kinderfilme mit einer entsprechenden Altersfreigabe. Da Kinder aber durchaus auch auf für uns Erwachsenen nicht bedrohlich wirkende Szenen oder Handlungen irritiert oder verängstigt reagieren können, ist es sicher sinnvoll, die Kinder beim Anschauen der Filme zunächst zu begleiten.

    Andere Sendungen oder Filme ((Tiersendungen)) sollten unter dem Gesichtspunkt ausgewählt werden, ob sie einen Bezug zur eigenen Lebenswelt und den Interessen der Kinder haben. Denn Kinder müssen verstehen, was sie sehen, um es verarbeiten zu können. Unterstützung bei der Auswahl von Sendungen finden Sie auch unter www.flimmo.de, einer Programmberatung für Eltern. Die URL dieser Webseite finden Sie, wie auch alle anderen Webseiten sowie die wichtigsten Stichworte zum heutigen Abend, übrigens auf einem Informationsblatt, das Sie im Anschluss beziehen können und das ((Ort)) aufliegt.

    Fernsehnachrichten und die bereits angesprochenen Realityshows und Boulevardmagazine sind hingegen grundsätzlich wenig geeignet, da sie oft Themen behandeln, die für Kindergartenkinder fremd, neu und oft auch ängstigend sind. Andererseits ist es kaum zu vermeiden, dass auch schon Kindergarten Meldungen über Katastrophen oder militärische Auseinandersetzungen mitbekommen. Hier ist es entscheidend, die Kinder mit den entsprechenden Bildern und Ängsten nicht allein zu lassen. Eine gute Unterstützung finden Sie in der kindergerecht aufbereiteten Nachrichtensendung „logo“ auf dem Kindersender KiKa. ((heisst nicht zwingend, dass die Kinder das schauen sollen. Eltern finden hier aber einfache(re) Erklärungsansätze; jeweils 14.08, 16.22 und 19.50))

    Werbung ist fester Bestandteil des Programms vieler TV-Sender. Gerade im Umfeld von Kindersendungen werden gerne Werbeclips geschaltet, die sich an Kinder richten. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin geht davon aus, dass ein Kind im Schnitt 20’000 bis 40’000 TV-Werbespots im Jahr sieht. ((Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, 2010)). Bei der Wahl von TV-Sendern, die Kindergartenkinder nutzen dürfen, ist sicher abzuwägen, wie sinnvoll und nötig es ist, sie den Werbebotschaften auszusetzen. Andererseits kann ein begleiteter und besprochener Konsum von Werbung den Kindern helfen, Werbung zu hinterfragen und die Absicht hinter den lustigen, lauten und schrillen Werbebildern zu verstehen.
  • Kassetten, CDs aber auch entsprechend ausgestattete MP3-Player gehören sicher auch zu den ersten Medien, die auch schon Kindergartenkinder nutzen können.

    Viele Kinder lieben die Geschichten und Lieder und können sie sich auch zum x-ten Mal gerne anhören. Doch auch Hörmedien sollten in ihrer Wirkung nicht unterschätzt werden. Auch sie können Inhalte haben, die Kinder verunsichern. Darum sollten Kinder besser nicht neue Geschichten zum Einschlafen hören, von denen Sie als Eltern noch nicht wissen, wie sie auf das Kind wirken.

    Zu den schönsten Einschlaf-Ritualen gehört für Kinder hingegen sicher, von den Eltern vorgelesen zu bekommen. Dies kann kein Medium wirklich ersetzen.
  • Es ist sicher sinnvoll, wenn auch schon Kindergartenkinder beobachten und erleben können, dass Computer durchaus nützliche Instrumente sein können, die den Alltag und Kommunikation mit anderen erleichtern.
     
    Wenn Fahrpläne oder Telefonnummern aufgerufen werden oder etwas nachgeschlagen wird, dass man in keinem Lexikon zuhause findet, erfahren Kinder den Computer als sinnvolles Hilfsmittel. Sicher können sie Eltern gerade beim Suchen von Antworten auf ihre Fragen auch begleiten. Dann ist es allerdings mehr als sinnvoll, dafür Kindersuchmaschinen wie blinde-Kuh.ch oder Fragfinn zu verwenden. Einerseits erhalten Sie so kindergerecht aufbereitete Informationen, andererseits besteht keine Gefahr, auf ungeeignete Inhalte zu stossen. Sie können sich sicher vorstellen, worauf Sie auch stossen können, wenn Sie in einer gängigen Suchmaschine wie Google den Suchbegriff „Häschen“/“Bunny“ eingeben.
     
    Darum empfiehlt es sich auf jeden Fall, bereits jetzt für allfällige gemeinsame Ausflüge ins World Wide Web eine Schutzsoftware zu installieren und entsprechende Filter zu aktivieren ((Produktempfehlung auf elternet.ch)). So bleiben Sie vor unliebsamen Überraschungen verschont.
     
    Das Internet selbständig nutzen sollten Kindergartenkinder noch nicht. Nicht zuletzt, weil die Nutzung ja die Lesefähigkeit voraussetzt.
     
    Den Computer können auch Kindergartenkinder schnell einmal ein Stück weit bedienen. Doch lassen Sie sich von diesem selbstverständlichen Umgang mit dem Gerät nicht täuschen: Das bedeutet nicht, dass Kinder keine Unterstützung und Begleitung brauchen.
     
    Kinder nutzen Computer immer wieder auch zum Spiele spielen. Es gibt durchaus Spiele, die auch für Kindergartenkinder geeignet sein können. Doch sie sollten von den Eltern eingeführt und nach Möglichkeit zunächst begleitet werden. Das kann ein gemeinsamer Spass für Kinder und Eltern sein. Und wer weiss, vielleicht lernen auch Sie selbst mit Oskar, dem Ballonfahrer, oder beim Suchen vom Nemo noch etwas dazu.

    Selbstverständlich sollten Spiele für Kinder sorgfältig ausgewählt werden. Auf der Seite internet-abc.de finden sie zahlreiche Anregungen und Bewertungen dazu.
     
    Und noch ein Wort zur Altersfreigabe: diese sollten als Richtwerte verstanden werden. Was ein Kind grossartig und spannend findet, kann ein anderes langweilen oder überfordern. Achten Sie darum immer auf ihr Kind und sein Verhalten. Gegebenenfalls werden Sie ein Spiel lieber erst einmal für ein paar Monate weglegen.
  • Hätten wir noch vor wenigen Jahre über Handys gesprochen, so hätten wir uns darüber unterhalten, ob Kindergartenkinder schon mobil telefonieren müssen/sollen.

    Heute wird mobile Kommunikation über Smartphones oder Tablet PC`s ermöglicht. Und diese sind eigentlich all-in-one-Geräte mit Internetzugang. Und sie sind noch einfacher zu bedienen als Computer. Erschwerend kommt sicher hinzu, dass Sicherheitseinstellungen und Filter auf ihnen kaum oder nur sehr schwer vorzunehmen sind.

    Für Kinder sind sie deswegen aber nicht weniger reizvoll.

    Einige Funktionen von Handys und Tablets können, wie wir später sehen werden, durchaus in eine aktive Mediennutzung eingebunden werden.

    Wer seine Kinder aber mit dem Handy oder Tablet spielen lassen will, ist aber gut beraten, sich vorgängig gut zu informieren. Da auch das Angebot an Apps für Kinder kaum mehr zu überblicken ist, empfiehlt es sich, auf Tipps von Experten zurückzugreifen und die Apps vorgängig selbst zu testen. Brauchbare Listen von guten Apps ((für alle Betriebssysteme)) für Kinder finden Sie z.B. auf spiegel.de ((http://www.spiegel.de/netzwelt/apps/reisen-mit-kindern-die-besten-apps-gegen-sind-wir-bald-daaahaa-a-805400.html)), auf der Webseite der Schweizer Familie oder auf der Seite iPhoneKinderApps ((http://www.iphonekinderapps.de/)). Die genauen Links dazu auf elternet.ch und dem Infoblatt.

    Im Zusammenhang mit kostenlosen Apps ist es wichtig zu wissen, dass diese oft Werbung beinhalten. Kinder können diese aus Versehen oder aus Neugierde antippen. Dabei können sie auf Seiten im Internet geleitet werden. Darum ist es oft sinnvoll, lieber etwas Geld für eine werbefreie Version des Apps auszugeben.


    So viel zu den einzelnen Medien. Doch wann ist welches Medium angebracht? Wann sollen und können sie Kindergartenkinder sinnvoll nutzen?
  • An dieser Stelle vielleicht noch ein Wort zu Geschwisterkindern.

    Auf die Einhaltung von Nutzungsregeln und Nutzungszeiten zu achten und zu bestehen, ist sicher eine Herausforderung für Eltern. Besonders, wenn Geschwister da sind. Wie und wie viel Kinder Medien nutzen, hängt eben auch damit zusammen, was die Geschwister tun. Ältere Geschwister sind Vorbilder für die Jüngeren, denen sie nachstreben und mit denen sie mithalten wollen.

    Während viele Eltern Ihre Vorstellungen von einer angebrachten Mediennutzung beim ersten Kind noch meist gut umsetzen können, fällt dies bei den jüngeren Kinder vielen schwer(er) – oft auch aus organisatorischen Gründen. Denn wie soll man die Kleinen vom TV fernhalten, wenn ältere Kinder mit sichtlichem Vergnügen einen Film anschauen? Die Folge ist vielfach, dass bei den Kleinen oft ein Umgang mit den neuen Medien akzeptiert wird, der bei ersten Kind noch nicht denkbar gewesen wäre. Und dies sowohl in Bezug auf die Inhalte, die jüngere Geschwisterkinder im Vergleich früher sehen dürfen, dem Zeitpunkt des ersten Kontakts mit Medien wie auch auf die Nutzungsdauer.
    Natürlich ist es wünschenswert, den jüngeren Kindern die gleiche Begleitung und den gleichen Schutz angedeihen zu lassen wie dem ersten Kind. Auch sollte ein älteres Kind gegenüber einem jüngeren Geschwister durchaus altersbedingte Privilegien geniessen dürfen.

    In der Praxis lässt sich das nicht immer einfach durchsetzen. Bleibt dies eher eine Ausnahme, können Kinder davon aber sogar ein Stück weit profitieren. Wenn sich Geschwister einen Film ansehen, der für die Jüngeren vielleicht etwas arg spannend ist, können die Älteren eine Vermittler- und Beschützerrolle übernehmen. Sie setzen sich mit dem Gesehenen aus einer für sie neuen Perspektive auseinander, sie können ihr Wissen an jüngere Geschwister weitergeben und die Kleineren unterstützen. Die jüngeren Geschwister wiederum profitieren durch die besonderen Vermittlungsarten, die Kinder untereinander anwenden.
  • Ich habe bereits einige Mal die aktive Mediennutzung (Mediengestaltung) angesprochen. Sie ist sicher der beste Weg, die Mediennutzung von Kindern in gesunde, sinnvolle und selbstbestimmte Bahnen zu lenken. Doch sie fordert, wie auch die aktive Begleitung des Medienkonsums, gerade Eltern von Kindergartenkindern stark, da diese dabei noch weitgehend unterstützt werden müssen, nicht zuletzt deshalb, weil die Handhabung vieler Tools die Lesefähigkeit voraussetzt. Es ist jedoch eine Herausforderung, die sich auszahlt, und die tolle, gemeinsame Erlebnisse ermöglicht.

    Wir haben hier ein paar Anregungen für Sie zusammengestellt:

    Eine ganz grossartige Möglichkeit, neue Medien zusammen mit Kindern zu nutzen und dabei die eigene Umgebung nähere und weitere zu erkunden, ist das Geocaching. Geocaching ist eine Art elektronische Schnitzeljagd. Mit Hilfe von GPS-Empfängern und Koordinaten, die über das Internet eingeholt werden können, sollen dabei Verstecke geortet, gefunden oder selbst angelegt werden. Das Geocaching ist ein Vergnügen für Eltern und Kinder. Uns sind Fälle bekannt, bei denen Väter zusammen mit ihren Kindern so sämtliche Burgen, Ruinen und Aussichtspunkte der Region kennen gelernt und dabei die digitalen Medien als sinnvolle Instrumente erfahren haben. Wenn Sie mehr über das Geocaching erfahren möchten, informieren Sie sich am besten über die Seite http://www.geocache.ch. Diesen Link finden Sie, wie auch alle übrigen Angaben zu den Möglichkeiten einer aktiven Mediennutzung auf elternet.ch

    Den nächsten Vorschlag kennen Sie vielleicht aus Ihrer eigenen Kindheit: Hörmedien produzieren. Mit dem Kassettengerät liessen sich schon früher selbst gesungene Lieder oder selbst erzählte Geschichte aufnahmen. Das kann man heute mit vielen Kinderkassettengeräten auch. Aber auch Handys, MP3-Player haben vielfach eine Aufnahmefunktion. Am Computer können solche Aufnahmen zudem bearbeitet, geschnitten ((audacity, freeware: http://audacity.sourceforge.net/)) und z.B. mit Geräuschen ergänzt werden. Eine gute Auswahl an Geräuschen, aber auch an Vorschlägen, wie Geräusche nachgemacht werden können, finden Sie auf www.auditorix.de. So kann ganz einfach ein kleines Hörspiel erstellt werden. Für den privaten Gebrauch dürfen Sie auch Songs hinein scheiden. Auf CD gebrannt, ist ein solches Hörspiel auch ein schönes Geschenk.

    Mit Tonaufnahmen lassen sich aber auch lustige Hörquizs erstellen. Das macht Kindern während der Aufnahmen, aber auch später beim Spielen Spass. Dafür können fertige Geräusche verwendet werden (auditorix) oder selbst Aufnahmen erstellt werden. Ein Besuch im Zoo, mit dem Ziel, Tierstimmen aufzunehmen, wird zu einem ganz neuen Zooerlebnis. Und das Hörquiz kann später zum Vergnügen aller an einen Kindergeburtstag gespielt werden.

    Mit Hilfe der gängigen, meist schon zur Grundausstattung gehörenden Bildbearbeitungs- und Malprogrammen ((Fotos: http://pizap.com, Malprogramme PAINT, tuxpaint, paintbrush etc.)) können Weihnachts- oder Geburtstagskarten gestaltet werden. Die Kinder können von er Ideenfindung bis zur Gestaltung eingebunden werden. (ev. selbstgemalte Bilder einscannen und mit Fotos kombinieren etc.)

    Etwas aufwändiger sind selbst gemachte Bilderbücher. Vielleicht hat ihr Kind eine Lieblingsgeschichte? Vielleicht sogar eine von jenen, die Sie sich selbst ausgedacht haben? Oder es hat Freude daran, sich auszumalen, wie eine Geschichte weitergehen könnte? Mit den vom Kind selbstgemalten Bildern und dem falls nötig von Ihnen beigesteuertem Text lässt sich mit gar nicht so viel Aufwand ein Bilderbuch erstellen. Statt der Bilder können auch kleine Szenen fotografiert und eingesetzt werden.

    Mit Fotos lässt sich übrigens auch ein spannendes Quiz erstellen. Fotografieren Sie nach Absprache mit dem Kind Details aus Ihrem Garten, Ihrer Wohnung oder wieder dem Zoo und stellen Sie mit diesem Bildern das Quiz “wo ist das?“ oder „Was ist das?“ zusammen. Oder lassen Sie gleich das Kind mit einem Handy oder einer einfachen Kamera die Aufnahmen machen. Kinder haben oft einen andern Blick auf die Dinge, bemerken andere Details als Erwachsene. Das kann so ein Quiz später auch für Erwachsene richtig spannend machen.

    Natürlich liesse sich die Liste der Anregungen noch lange weiter fortsetzen. Aber lassen Sie sich einfach von Ihren Kindern, deren Interessen und Ihren eigenen Ideen inspirieren!
  • Eine aktiven Mediennutzung (Mediengestaltung) wie anhand unserer Anregungen aufgezeigt, ermöglicht nicht nur tolle gemeinsame Erlebnisse. Die Kinder können dabei auch auf vielfache Weise profitieren:

    Sie haben Erfolgserlebnisse und Produkte, auf die sie stolz sein können. Das Gefühl, „das habe ich selbst gemacht“ stärkt ihr Selbstbewusstsein und den Glauben an eigene Fähigkeiten.

    Sie erfahren die neuen Medien als Instrumente, die für eine eigene kreative Medienproduktion genutzt werden können.

    Sie üben, genau hinzuhören und hinzusehen.

    Sie erleben, wie Medieninhalte und -produkte entstehen. Das zu erleben und zu sehen, wie manchmal auch „getrickst“ wird, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Medienkritik, d.h. Medien und ihre Inhalte kritisch zu hinterfragen.

    Und sie machen erste praktische Erfahrungen, lernen die genutzten Anwendungen kennen und ein Stückweit beherrschen.

    Viele Fachleute sind zudem der Ansicht, dass eine altersgerechte Mediennutzung gewisse Fähigkeiten verbessern kann:

    Spiele (natürlich immer in Massen!) können die Hand-Augen-Koordination und das räumliche Vorstellungsvermögen verbessern ((Olivier Steiner, FHNW))

    Kinder sind nicht dümmer als vor 30 Jahren, sondern klüger. ((Largo)) Die sicher auch durch den Erwerb von Sachwissen, dass sie sich mit den neuen Medien z.B. in (Sach-)Spielen aneignen – wenn sie denn die nötige Begleitung und Unterstützung erfahren.
  • Medienerziehung: Elternabend Kindergarten & Unterstufe

    1. 1. MEDIENERZIEHUNG IM FAMILIÄREN ALLTAG Bo Reichlin www.mediolino.ch KG UST KG / UST Diese Präsentation steht im Downloadbereich auf http://www.mediolino.ch/eltern/medienerziehung- familien/ zur Verfügung. Passwort: KG_UST
    2. 2. Ausgangslage VonVermeidung bis hin zu einer unkontrollierten Mediennutzung Unterschiedliche Formen des Medienhandelns im Familienalltag KG UST
    3. 3. Test 1 Die Sendung mit der Maus Pippi Langstrumpf Pumuckl Löwenzahn Sesamstrasse
    4. 4. Gründe für die familiäre Medienerziehung • Vielfalt der heutigen Medien • Allgegenwart von Medien • Stellenwert von Medien in der Freizeit von Kindern KG UST Medienumwelt und Medienumgang von Kindern
    5. 5. ø Alter bei der ersten Mediennutzung Quelle: Medienzwerge KG UST
    6. 6. Gründe für die familiäre Medienerziehung • Kognitiven Bereich • Leistungsbereich • Im sozialenVerhalten • Gefühlsbereich KG UST Wirkungen und Folgen der Mediennutzung • Bedürfnisse und Motivationen • Körperlichen und Gesundheitsbereich • Rechtliche und finanzielle Konsequenzen, zeitliche
    7. 7. Soziales Umfeld Medien Kind • Medienangebot in der Familie • Angebot des Medienmarkts • Familie • Freunde, Klassenkameraden • Kindergarten, Freizeit • Entwicklungsstand • Interessen undVorlieben Wovon hängt die Medienwirkung ab? KG UST Quelle: Stiftung Medienpädagogik, Bayern (2013)
    8. 8. • Suche nach Leitbildern und Orientierung • Verarbeitung von Ängsten und Konflikten sowie Bewältigung von Entwicklungsaufgaben • Flucht aus einem negativ erlebten Alltag • Aneignung vonWissen • Suche nach Nähe, Geborgenheit und gemeinsamen Erlebnissen • Mutprobe, Ausprobieren neuer Rollen • Vergleich undWettbewerb mit anderen • Reduzierung von Einsamkeit; Ausbau von Kontakten und Beziehungen • Gewinnung von Aufmerksamkeit und Ansehen • Verbesserung des Selbstwerts durch Erfolgserlebnisse oder eigene Selbstdarstellung Bandbreite von Bedürfnissen die Kinder mit Medien verbinden KG UST
    9. 9. Chancen • Grundkompetenzen: Lesen, Schreiben, Sprache • Technische Handhabung • Wissen, Erfahrungen • Informationen, Orientierung, Weltgeschehen • Kontakte, Erfahrung mit anderen, sich selber ausdrücken (Texte, Filme, Fotos) KG UST
    10. 10. Risiken (Empfänger) • Medien werden nicht richtig verstanden • Strategien fehlen, um sich gegen Erregung zu schützen • Medien durchschauen können • Exzessive Nutzung • Problematische Inhalte: Gewalt, Pornografie, Magersucht, Suizid • Cybermobbing KG UST Vorgeschmack MST/OBST, Absender: E-Mail, Chaträume, Datenschutz, Mobbing, Persönlichkeitsschutz, Urherberrecht, rechtliche und finanzielle Risiken
    11. 11. Was können Sie tun? • Medienerziehung  Ein ewiglanger Prozess • Regeln • Medium für Medium • Aktive Mediennutzung KG UST
    12. 12. Test 2 Phineas und Ferb Das Dschungelbuch Sally Bollywood Spongebob Sandmann
    13. 13. Medienerziehung  ewiglanger Prozess - Elterliches Vorbildverhalten - Medienkompetenz vermitteln, Medium für Medium, aktive Auseinandersetzung - kindergerechte Inhalte/Angebote kennen - Gespräche – das A und O! - Gemeinsame Mediennutzung - Welche Medien sind „in“ bei den eignen Kindern KG UST
    14. 14. Gespräche, gemeinsame Mediennutzung • Beobachten, Nachfragen und Gespräche führen  Medienerziehung abstimmen auf das Kind • Standpunk haben, dem Kind erläutern, mediennutzungsvertrag.de • Anleiten, Unterstützung und Begleitung • Gemeinsam etwas ausprobieren, vormachen, gemeinsam einüben • Interesse zeigen • Ansprechpartner bleiben • Andere Freizeitbeschäftigungen aufzeigen KG UST
    15. 15. Regeln • Nutzungsregeln gemeinsam vereinbaren (Mediennutzungsvertrag) • Evtl. techn.Vorkehrungen treffen • Zeitliche Beschränkungen • Zugang zu Medien • Altersgerechte Inhalte • Begleitete Mediennutzung KG UST
    16. 16. Wie viel darf es denn sein? • Bis 6 Jahre: 30 Minuten/Tag • Bis 7 Jahre: 5 Stunden/Woche • Einteilen & Aussuchen üben
    17. 17. Ab wann können welche Medien zum Einsatz kommen? • Mehrwert • 3-6-9-12Tisseron-Regel Quelle: Jugend und Medien Unter 3J. : kein Fernseher Unter 6J. : keine eigene Spielkonsole Nach 9J. : Internet Nach 12J.: Soziale Netzwerke
    18. 18. Altersgerechte Inhalte • FSK für Filme • USK für Computerspiele • Fernsehen: wird durch Festlegung bestimmter Sendezeiten geregelt, Einblendung Warnhinweise, flimmo.de • Bücher: SIKJM, Stiftungslesen (DE) • Internet, Kindersuchmaschinen, Frag Finn, Blinde Kuh • Hörmedien, ohrenspitzer.de Massstab der Eltern Medienauswahl durch die Kinder fördern
    19. 19. Fernsehen (TV, Internet, Handy) KG UST Wirkungsrisiken Fragwürdiges Verhalten wird als üblich angeschaut Bestimmten Idealen wird nachgeeifert (Superstar, etc.) Sprach- & Kommunikationsstil wird übernommen (unterbrechen, lächerlich machen, heftig kritisieren) Aggressives Verhalten, Mobbing wird übernommen Realitäts- & Wertvorstellungen werden verzerrt (Klischee, Stereotype,Vorurteile) Werbung Tipps, Anregungen für die Medienerziehung Zur Medienwahl befähigen, zusammen wählen, besprechen Alterskennzeichnungen, flimmo.de Sendungen und Sender auswählen Gemeinsames Fernsehen Klare Zeitregelung Altersgerechte Nachrichten gemeinsam schauen Reality-Shows meiden Pin-Code, Vollsperrung, Kinder- und Jugendsicherungen Werbungen erkennen lernen, über Werbeziele aufklären, über Beeinflussung sprechen
    20. 20. Hörmedien KG UST Wirkungsrisiken Abkapseln von der Umwelt Konzentrationsstörungen bei Hausaufgaben Illegales Kopieren und Weitergeben (Urherberrecht) Tipps, Anregungen für die Medienerziehung Es gibt keine offiziellen Alterskennzeichnungen. Eltern müssen sich um den Inhalt selber kümmern. Derbe Sprache  mit dem Kind darüber sprechen (Musik) Musikidole: Anknüpfungspunkte für Gespräche Hörtipps: ohrenspitzer.de
    21. 21. Computer, Internet KG UST Wirkungsrisiken Zugang zu ungeeigneten Inhalten (Pornografie,Gewalt,Verherrlichung von Drogen/Suizid/Magersucht, etc.) Exzessiver, unkontrollierterUmgang Viren (Schadsoftware),Trojaner, Downloads, Kettenbriefe Sorglose Freigabe persönlicher Daten Fehlinformationen, Gerüchte (Durchschauen können) Beleidigungen, Blossstellungen, Bedrohungen (Täter und Opfer) Tipps, Anregungen für die Medienerziehung Zur Computernutzung befähigen, einführen, unterstützen, begleiten, Internet zeigen, surfen Gespräche: sinnvoll einsetzen, Nutzung/Nicht-Nutzung bestimmter Anwendungen, Umgang mit dem Fremden, Persönliche Daten Inhalte gemeinsam bewerten, Wahrheitsgehalt überprüfen Lernsoftware, Fit fürs Internet,Wissensseiten für Schlauberger,Websiten für Kreative, Online Lernen, Linksammlung hier In Reichweite bleiben Ansprechpartner bleiben Tipps, Anregungen für die Medienerziehung TechnischeVorkehrungen Internet • E-Mail Adresse einrichten, Name des Kindes nicht erkennbar • Spamfilter beim E-Mail einrichten • Ad- und Pop-up-Blocker • Geeigneten Surfraum einrichten Finn, Kuh • KinderschutzsoftwareWhitelists • Social Media: Sicherheitseinstellungen überprüfen TechnischeVorkehrungen Computer Eigenen Zugang für das Kind, Passwort Firewall,Antivirenschutz, aktualisieren des Betriebssystems Sicherheitseinstellungen Computer hier
    22. 22. Tablet- & Computerspiele,Apps KG UST Wirkungsrisiken Häufiges Spielen kann moralisch und soziale Entwicklung beeinträchtigen Flucht aus dem Alltag, Realität wird ausgeblendet Sucht Stress, Überregung Viren (Schadsoftware), Trojaner, Downloads, Kettenbriefe Tipps, Anregungen für die Medienerziehung Geeignete Spiele wählen (Apps, Spiele) Nutzungszeiten vereinbaren, nicht rigoros Abbrechen, Spieldauer mit der Zeit selber unter Kontrolle haben Alterskennzeichnung berücksichtigen Empfehlungen hinzuziehen, Spielratgeber, Apps Installationsrechte auf den Geräten einschränken
    23. 23. Exkurs Spiele: Apps Computer,Tablets, Handy Bedürfnisse bei Heranwachsenden: • Selbständig handeln können • Selber entscheiden können • Kontrolle über Ereignisse und Situationen haben • Grenzen ausloten • Rollen und Strategien erproben • Wettbewerb, messen können • Anerkennung • Spiele sind klar strukturiert: Kinder möchten auf Ereignisse vorbereitet sein • Stresse abbauen • Probleme verdrängen • Aus dem Alltag flüchten  In Spielen könnenWelten entdeckt werden, ohne Risiko! Chancen: • Umgang mit Geräten • Zielorientiertes Handeln • Strategisches Denken • Reaktionsschnelligkeit • Flexibles Problemlösung • Kommunikation • Ausdauer, Geduld • RäumlichesVorstellungsvermögen Risiken • Moralische und soziale Beeinträchtigung (Ego-Shooter) • Alltagsprobleme, Realität werden ausgeblendet • Übermässige, süchtige Nutzung • Stress, angespannte Haltung,Gesundheitsschädigung
    24. 24. Was steht an? (…. die nächsten 8 Jahre…) Gespräche & Medienerziehung Mit den Kindern ins Netz, Facebook, Instagram, Pinterest,Vine, Gaming, Chatten, Medien als Kostenfallen, Handy, Fotografie, Selfies, Cybermobbing, Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz, Problematische Inhalte (Pornografie, Rassismus, Gewalt,Verherrlichung Suizid/Magersucht)
    25. 25. Aktive Mediennutzung • Geocaching • Hörmedien produzieren • Hörquiz aufnehmen • Glückwunschkarten gestalten • Bilderbuch produzieren • Für Bilderquiz fotografieren
    26. 26. Chancen • „Das habe ich selbst gemacht!“ • Kreative Mediennutzung • Genau Hinsehen & -hören • Medienkritik • Praktische Erfahrungen • Hand-Augen-Koordination • RäumlichesVorstellungsvermögen
    27. 27. Herzlichä Dank! www.mediolino.ch www.boreichlin.ch Twitter: @bo_reichlin Quellen Medienerziehung in der Familie (Ulrike Six Roland Gimmler) Medienkinder von Geburt an (Helga Theunert) Kinder und Medien. Was Erwachsene wissen sollten (Norbert Neuss)

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