Mandl workshop kooperatives_lernen_netzbasiert

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Mandl workshop kooperatives_lernen_netzbasiert

  1. 1. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Kooperatives Lernen in netzbasierten Lernumgebungen Prof. Dr. Heinz Mandl Ludwig-Maximilians-Universität München Department Psychologie
  2. 2. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Ziel des Workshops Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten kooperativ anhand eigener Praxisbeispiele netzbasierte kooperative Lernszenarien zu erarbeiten.
  3. 3. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Praxisbeispiele zu kooperativen netzbasierten Lernen
  4. 4. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Hochschulseminare: Virtuelle Hochschule Bayern (2010) • „Einführung in das Wissensmanagement“ (Deschler & Mandl) • „Entwicklung und Implementation virtueller Lehr- Lernumgebungen“ (Gretsch & Mandl) • „Mediendidaktik“ (Schnurer & Mandl) Beispiel: Kooperatives Lernen in virtuellen Seminaren
  5. 5. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Einführungs- Workshop Abschluss- WorkshopVirtuelle Zusammenarbeit in Kleingruppen Anleitung und Unterstützung Ablauf des Wissensmanagement-Seminars
  6. 6. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl „Bonjour Futur“ Beispiel: Netzbasiertes kooperatives Lernen im Unterricht Begegnungen zwischen sozial oder geographisch enfernten Gruppen oder Kulturen auf Klassenzimmerebene Abbau von Stereotypen und Praktizieren bestimmter Sprachen Französischunterricht: kooperatives Lernen einer deutschen mit einer französischen Schulklasse
  7. 7. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Beispiel: Kooperatives Lernen mit netzbasierten Planspielen “E-Planspiel” Simulation kaufmännischer Entscheidungssituationen im Zeichen von eCommerce
  8. 8. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl E-Planspiel Online-Markt für Klimageräte • 5 Teams spielen gegeneinander • Pro Team 2-5 Mitglieder • Teletutorielle Betreuung
  9. 9. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Beispiel: Kooperatives Lernen in Knowledge Building Communities: CSILE CSILE Computer-Supported-Intentional-Learning-Environment (Scardamalia & Bereiter 2006) • Technisch: Text- und grafikfähiges Netz von Computern innerhalb eines Klassenzimmers oder innerhalb einer Schule mit Zugang zum Internet • Ziel: Aufbau und ständige Weiterentwicklung einer gemeinsamen Wissensbasis
  10. 10. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl CSILE • Computer Supported Intentional Learning Environments • “The City Building Project”
  11. 11. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl CSILE • Vorgehen: Einzelne Lernende und Gruppen – verfassen und kommentieren Texte – fertigen Zeichnungen an – tragen diese zur gemeinsamen Wissensbasis bei – und veröffentlichen das entwickelte Produkt im Netz (steht späteren CSILE Klassen zur Verfügung)  Ergänzung zum traditionellen Unterricht  Gegenüber Kontrollgruppe besser beim Problemlösen und Lesen schwerer Texte
  12. 12. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Virtuelle Communities ermöglichen flexiblen Wissensaustausch Zeitliche und örtliche Trennung! Beispiel: Kooperation in netzbasierten Communitites
  13. 13. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Community of Practice Moderatoren Externe Unterstützung (Uni) Schule A Schule B Schule C ErfahrungenWissen Schule A Schule B Schule C Neue ErfahrungenNeues Wissen Communities of Practice: Austausch von Lehrern verschiedener Schulen
  14. 14. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl  Videobild der Partner  Audiokanal  gemeinsame Applikation Beispiel: Kooperatives Lernen in Videokonferenzen
  15. 15. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Kooperationsaufgabe • Drei Lernende hatten die Aufgabe, gemeinsam anhand der Attributionstheorie einen Fall zu lösen. Die Theorie basiert auf Heider (1958) und Kelly (1973) • Dieser Fall befasste sich mit dem Leistungsabfall eines Schülers der 8. Klasse in Mathematik.
  16. 16. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Kooperationsaufgabe • Als Schulpsychologen sollen die Studierenden die Ursachen dafür eruieren. • Jeder hat die Information einer betroffenen Person, nämlich des Schülers, des Lehrers oder der Mutter des Schulers • Die Lernenden nehmen daher eine jeweils unterschiedliche Perspektive ein. • Um den Fall zu lösen, müssen die Informationen von allen drei Personen eingebracht werden.
  17. 17. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Kooperationsaufgabe Lernziel • Lernende (im Grundstudium) mussten die wichtigsten Konzepte über die Attributionstheorie lernen und diese auf den Fall anwenden Um anwendbares Wissen zu erwerben
  18. 18. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Kooperationsaufgabe • Lernende sollen mithilfe der Attributionstheorie Ursachen für den Leistungsabfall finden • Dabei sollen sie Fallinformationen und Theoriekonzepte einbringen und diese aufeinander beziehen und begründen.
  19. 19. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Ursache Information hinsichtlich Attribution nach Konsens Konsistenz Kelley Heider Wissensschema zur Falllösung
  20. 20. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Kooperationsskript Phase I: individuell Einarbeiten in den Fall Phase II: kooperativ Phase III: individuell Phase IV: kooperativ Informations- austausch Klärung von Verständnisfragen Reflexion Diskussion Falllösung Phase II A Phase II B Phase IV A Phase IV B
  21. 21. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl CSCL: Computer Supported Collaborative Learning Wie können Computertechnologien und Softwaretools die Prozesse des kooperativen Lernens unterstützen? 1.Gemeinsame Werkzeuge zur aktiven Repräsentation 2.Community-Building-Tools 3.Sozio-kognitive Struktuierungswerkzeuge
  22. 22. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl 1. Gemeinsame Werkzeuge zur aktiven Repräsentation Unterstützung bei der externalen Repräsentation mit Text, Graphik, mathematischen Formeln oder Simulationen (Fischer/Mandl 2005) Verbesserung des Diskurses über den Lerngegenstand Beispiel Visualisierungstool: unterstützt Studierende • bei der Herstellung von Beziehungen zwischen theoretischen Konzepten • bei der Anwendung dieser Konzepte auf Fallprobleme (Fischer et al 2002)
  23. 23. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl CoStructure Tool Fischer & Mandl (2000)
  24. 24. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl 2. Community-Building-Tools Community-building-tools definieren soziale Räume und Virtuelle Welten für neue Formen der Kooperation und des Austausches z.B. Soziale Netzwerke CSILE Foren Chat-tools Social book marking Wikis Blogs
  25. 25. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl 2. Community-Building-Tools Web 2.0. und Social Software Möglichkeiten der einfachen gemeinsamen Erstellung und Verbreitung von Webinhalten durch die Nutzer Möglichkeiten – der Vernetzung – der Gruppenbildung – der kooperativen Produktion von Inhalten – der Herstellung von Öffentlichkeit und Lenkung von Aufmerksamkeit – der Erschließung von Information und Wissen – der Selbstdarstellung
  26. 26. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl 2. Community-Building-Tools: Wikis Wikis Kollaborative unterstützende Webseiten, bei denen Text und Hypertext bzw. Hypermedien gemeinsam erstellt und editiert werden können
  27. 27. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl 2. Community-Building-tools: Awareness Bereitstellen von Kontextinformationen: Awareness Tools – Informationen über Gruppenmitglieder – Analyse der Interaktion der Gruppe und Feedback geben – Visualisierung: z.B. durch Häufigkeitsdiagramme zur Messung der individuellen Beträge der Gruppenmitglieder – Probleme: zu wenig Zeit für inhaltliche Aktivitäten
  28. 28. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl 3. Sozio-kognitive Strukturierungswerkzeuge Zur Unterstützung der Lernaktivitäten und der Interaktion zwischen Lernpartner Computerunterstützte Kooperationsskripts • Sie definieren und sequenzieren Lernaktivitäten und Rollen in kleineren und größeren Gruppen • Sie geben Prompts und Hinweise zu Lernaktivitäten und Rollen zum jeweils passenden Zeitpunkt  Sie begünstigen eine lernförderliche Interaktion
  29. 29. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Beispiel: kooperatives Lernen in Videokonferenzen mit Skripts Problem Over-Scripting Forschung Entwicklung angemessener Strukturierungsgrade • für unterschiedliche individuelle und soziale Lernvoraussetzungen • in Abhängigkeit vom Gegenstandsbereich
  30. 30. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Einige Leitlinien zur Förderung kooperativen Lernen in netzbasierten Umgebungen 1. Normative Entscheidungen treffen Was soll mit dem KL im Netz erreicht werden? a) Individueller Wissenszuwachs oder Zuwachs an sozial geteiltem Wissen oder beides (und mit welcher Gewichtung) b) Erweiterung inhaltsbezogenen Wissens und/oder Entwicklung sozialen (Meta-) Wissens und Könnens
  31. 31. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl 2. Situative Bedingungen klären a) In welchem Kontext soll kooperativ gelernt werden? b) Von welchen besonderen Merkmalen der Gruppe ist auszugehen c) Welche Aufgaben sind gemeinsam zu bearbeiten d) Welche individuellen Besonderheiten seitens der Gruppenmitglieder sind zu berücksichtigen?
  32. 32. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Unter welchen Netzbedingungen fndet die Kooperation in der Lerngruppe statt? e) Welche zeitlichen Aspekte weist die vorgesehene Netzumgebung auf? (z.B. synchron oder asynchron)? f) Welche Kommunikationskanäle stehen zur Verfügung (text- oder audio-/videobasiert)? g) Welche spezifischen CSCL- Tools stehen zur Verfügung?
  33. 33. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Arbeitsauftrag Bitte erarbeiten und präsentieren Sie kooperativ anhand eines eigenen Praxisbeispiels ein netzbasiertes kooperatives Lernszenario.
  34. 34. LMU, Department Psychologie, Prof. Dr. Heinz Mandl Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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