Rechtliche Risiken bei der Unternehmensnachfolge

19 Aufrufe

Veröffentlicht am

Rechtliche Risiken bei der Unternehmensnachfolge
Die Übergabe eines Betriebes ist ein wichtiges und oft auch„brisantes“ Datum für einen Betrieb. Dies gilt gerade im Handwerk, wo die meisten Betriebe familiengeführt sind und Nachfolger oft aus der Familie kommen. Emotionale Aspekte bei der Übertragung der Leitungsgewalt werden von den Beteiligten gefühlt, steuerliche in der Regel mit dem Steuerberater erörtert. Rechtliche Fragen treten da meist in den Hintergrund. Dies gilt sowohl für den eigentlichen Übergabevertrag als auch für erforderliche flankierende Maßnahmen.Diese unterbleiben oft, weil ihre Notwendigkeit nicht gesehen wird oder Risiken unter- schätzt werden. Der Referent zeigt typische Stolperfallen und gefährliche Versäumnisse auf.

Veröffentlicht in: Kleinunternehmen & Unternehmertum
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
19
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
1
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
1
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Rechtliche Risiken bei der Unternehmensnachfolge

  1. 1. © Handwerkskammer Koblenz, Friedrich-Ebert-Ring 33, 56068 Koblenz Rechtliche Risiken bei der Betriebsübergabe Dr. Hans Vogt (RA StB, FA für Steuer-und Erbrecht) Martini Mogg Vogt, Koblenz
  2. 2. © Handwerkskammer Musterstadt, Musterstraße 123, 12345 Musterstadt 214. September 2016© Handwerkskammer Koblenz, Friedrich-Ebert-Ring 33, 56068 Koblenz Nachfolge im Handwerk - schon jetzt an morgen denken!, 21.09.2016 I. Betriebsveräußerung an Unternehmensfremde § 1. Der „wirklich“ Unternehmensfremde Nachteile: - man kennt sich nicht - Sein wahrer Charakter: erschließt sich oft erst später - finanzieller Hintergrund: in der Regel unbekannt Vorteile: - Interessengegensatz lässt wachsam sein - Notwendigkeit externer Beratung wird erkannt
  3. 3. © Handwerkskammer Musterstadt, Musterstraße 123, 12345 Musterstadt 314. September 2016© Handwerkskammer Koblenz, Friedrich-Ebert-Ring 33, 56068 Koblenz Nachfolge im Handwerk - schon jetzt an morgen denken!, 21.09.2016 § 2. Betriebsveräußerung an Mitarbeiter Vorteile: - Man kennt sich und vertraut sich Nachteile: - Interessengegensatz wird nicht erkannt - Regelungs- und Beratungsbedarf wird übersehen - Vereinbarungen erfolgen nur mündlich oder gar nicht
  4. 4. © Handwerkskammer Musterstadt, Musterstraße 123, 12345 Musterstadt 414. September 2016© Handwerkskammer Koblenz, Friedrich-Ebert-Ring 33, 56068 Koblenz Nachfolge im Handwerk - schon jetzt an morgen denken!, 21.09.2016 § 3. Typische Gefahren bei Betriebsveräußerung Was genau ist Gegenstand der Veräußerung - Abgrenzung zum Privatvermögen - Was ist mit den betrieblichen Schulden? - Was passiert mit den Arbeitsverhältnissen? Haftung bei Firmenfortführung
  5. 5. © Handwerkskammer Musterstadt, Musterstraße 123, 12345 Musterstadt 514. September 2016© Handwerkskammer Koblenz, Friedrich-Ebert-Ring 33, 56068 Koblenz Nachfolge im Handwerk - schon jetzt an morgen denken!, 21.09.2016 § Sonderfall Kaufpreisverrentung § - Berechnung der Rentenhöhe § - Absicherung der Rente § - Absicherung des Unternehmerehegatten
  6. 6. © Handwerkskammer Musterstadt, Musterstraße 123, 12345 Musterstadt 614. September 2016© Handwerkskammer Koblenz, Friedrich-Ebert-Ring 33, 56068 Koblenz Nachfolge im Handwerk - schon jetzt an morgen denken!, 21.09.2016 II. Betriebsübertragung an Familienangehörige § 1. Regelfall: Unentgeltlichkeit § 2. Unentgeltlichkeit auch bei lebenslanger Rente § - Abgrenzung zur Kaufpreisverrentung § - Hinweis auf steuerliche Behandlung § - Absicherung 3. Erfordernis klarer Absprachen auch innerhalb der Familie
  7. 7. © Handwerkskammer Musterstadt, Musterstraße 123, 12345 Musterstadt 714. September 2016© Handwerkskammer Koblenz, Friedrich-Ebert-Ring 33, 56068 Koblenz Nachfolge im Handwerk - schon jetzt an morgen denken!, 21.09.2016 III. Flankierende Maßnahmen 1. Berücksichtigung der anderen Kinder - Bewertungsgesichtspunkte - Lebzeitige Übertragungen - Testamentarische Berücksichtigung 2. Sonderproblem: Pflichtteilsansprüche - Berechnung - Pflichtteilsverzicht - Pflichtteilsergänzungsansprüche 3.
  8. 8. © Handwerkskammer Musterstadt, Musterstraße 123, 12345 Musterstadt 814. September 2016© Handwerkskammer Koblenz, Friedrich-Ebert-Ring 33, 56068 Koblenz Nachfolge im Handwerk - schon jetzt an morgen denken!, 21.09.2016 IV. Testamentarische Vorsorge vor Betriebsübertragung 1. Nicht nur an Steuern denken 2. Streben Sie keine „Gerechtigkeit bis auf den letzten Cent“ an 3. Finden Sie klare und praktikable Regeln 4. Vermeiden Sie nach Möglichkeit eine Erbengemeinschaft
  9. 9. © Handwerkskammer Musterstadt, Musterstraße 123, 12345 Musterstadt 914. September 2016© Handwerkskammer Koblenz, Friedrich-Ebert-Ring 33, 56068 Koblenz Nachfolge im Handwerk - schon jetzt an morgen denken!, 21.09.2016 V. Resümee 1. Denken Sie bei Betriebsübergabe und bei Abfassung Ihrer testamentarischen Regelung nicht nur an Steuervermeidung oder Steuerminimierung. 2. Streitvermeidung ist mindestens genauso wichtig. 3. Überschätzen Sie nicht Ihre eigene Regelungskompetenz! 4. Bedenken Sie als Grundsatz: Ihren Nachfolgern zugute kommt letztendlich nur das, was diesen „nach Streit und Steuern“ verbleibt.
  10. 10. © Handwerkskammer Musterstadt, Musterstraße 123, 12345 Musterstadt 1014. September 2016© Handwerkskammer Koblenz, Friedrich-Ebert-Ring 33, 56068 Koblenz Nachfolge im Handwerk - schon jetzt an morgen denken!, 21.09.2016 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Dr. Hans Vogt Rechtsanwalt Steuerberater Fachanwalt für Steuer- und Erbrecht Martini Mogg Vogt Rechtsanwälte, Koblenz

×