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(1)Fragestellung
(2)Theoretische Annäherung
(3)Stand der Forschung
(4)Methode
(5)Ergebnisse
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Kurzpräsentation...
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Gibt es in Sozialen Online
Netzwerken Anhaltspunkte
für informelles Lernen?
Ausgangsfrage
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Lernen
… ist beschreibbar durch:
 Umgebungsbedingungen
(als sozialer Prozess mit Gegebenheiten, Vorgängen, Ereignissen,...
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Lernen als Kontinuum Informelles LernenFormales Lernen
Lernen ist beschreibbar durch
Lerninhalt, Lernziel, Lernzeit, Ort...
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Handeln im Social Web lässt sich beschreiben durch…
Identitätsmanagement
 Zugänglich-Machen von Aspekten der eigenen Pe...
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Definition von Lernen 
(Entwickelt basierend auf dem Lernbegriff nach Straka 2000 und den Handlungskomponenten im Socia...
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Lernen und Studium
 Zusammenhänge zwischen Studienrichtung und Einsatz von Lernstrategien (z. B. Wild 2000)
 gegensätz...
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Viele Fragen bleiben offen …
 Welche informellen Studienaktivitäten
werden durchgeführt?
 Welche Ressourcen werden dab...
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Methode  Tagebuch als „capturing life as it is lived“ (Bolger, Davis, Rafaelli 2003)
 aufzeichnen des Handeln ohne di...
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Methode  um „Situationsdeutungen oder Handlungsmotive in offener Form zu erfragen, Alltagstheorien
und Selbstinterpret...
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Methode  für das Erfassen „subjektive(r), nicht beobachtbare(r) Sachverhalte anhand von
Selbstauskünften“ (Batinic, Ap...
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Zusammenführung  Ergebnisse aus Tagebuch und qualitativem Interview verglichen, auf Widersprüche,
Ähnlichkeiten und Mu...
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Hypothese H1: „Die Definition des Lernbegriffes unterscheidet sich nach Herkunftsland, Geschlecht und Studienfach.“
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Hypothese H5: „Die Art studienbezogener Aktivitäten in den Sozialen Online Netzwerken unterscheidet sich in ihrer
Häufi...
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Technische/formale Rahmenbedingungen
 sind ausreichend gegeben, werden aber unterschiedlich genutzt
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Vergleichende Studie A
 deutsche und amerikanische Studierende
Umfangreiches Forschungsdesign
 unterschiedliche metho...
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Lernen
 Welche Auswirkungen hat das „Informations-Lernen“ * auf die Qualität
von Wissensbeständen? (* im Sinne des Kon...
Deutsche und amerikanische Studierende
unterscheiden sich insbesondere
hinsichtlich ihres…
 Verständnisses von Lernen und...
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Literatur
Cseh, M., Watkins, K. E., & Marsick, V. J. (2000). Informal and incidental learning in the workplace. In: G.A...
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Studie zum Einsatz von Social Web im Studium; Vergleich deutscher und amerikaischer Studierender mit Multi-Method-Approach

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  1. 1. 1 www.lernen-im-social-web.com | www.thinktime.de
  2. 2. 2 (1)Fragestellung (2)Theoretische Annäherung (3)Stand der Forschung (4)Methode (5)Ergebnisse (6)Ausblick Kurzpräsentation zur Studie „Informelles Lernen in Sozialen Online Netzwerken“ Inhalt
  3. 3. 3 Gibt es in Sozialen Online Netzwerken Anhaltspunkte für informelles Lernen? Ausgangsfrage
  4. 4. 4 Lernen … ist beschreibbar durch:  Umgebungsbedingungen (als sozialer Prozess mit Gegebenheiten, Vorgängen, Ereignissen, Personen)  Lernepisode (Information, Verhalten, Motivation, Emotion)  Innere Bedingungen (Wissen, Fähigkeiten, Motive, emotionale Disposition) … ist Folge des Zusammenspiels von:  Information, Verhalten, Motivation, Emotion … führt zu:  überdauernder Veränderung von inneren Bedingungen Theoretische Annäherung: Der Lernbegriff nach Straka (2000)
  5. 5. 5 Lernen als Kontinuum Informelles LernenFormales Lernen Lernen ist beschreibbar durch Lerninhalt, Lernziel, Lernzeit, Ort, Dauer, Zertifizierung, Personen, Bewertung, Motivation, Lernressourcen, Lernmittel Theoretische Annäherung: Informelles Lernen
  6. 6. 6 Handeln im Social Web lässt sich beschreiben durch… Identitätsmanagement  Zugänglich-Machen von Aspekten der eigenen Person (ausfüllen einer Profilseite, erstellen eines Podcasts, hochladen eigener Videos) Beziehungsmanagement  Pflege bestehender und knüpfen neuer Kontakte (posten auf Pinnwand eines Kontaktes, einladen/annehmen von Kontakten, verlinken von Blogeinträgen) Informationsmanagement  selektieren, filtern, bewerten und verwalten von Informationen (taggen einer Webseite, bewerten eines Videos, abonnieren von RSS-Feeds) … und führt zur Veränderung von Öffentlichkeiten und Entstehung von Teilöffentlichkeiten Theoretische Annäherung: Handeln im Social Web (Schmidt, 2009)
  7. 7. 7 Definition von Lernen  (Entwickelt basierend auf dem Lernbegriff nach Straka 2000 und den Handlungskomponenten im Social Web nach Schmidt, 2009)  Wissen über Lernen und Lernstrategien  Wissen, Fähigkeiten  KompetenzenSozialer ProzessVerhaltenInnere Bedingungen Ebenenim Lernprozess Handelnim SocialWeb Wissensebene Beziehungs- management Identitäts- management Informations- management BeziehungsebeneHandlungsebene  Präsentation des Selbst im Netz  selektieren, bewerten, filtern, verwalten von Informationen  Rahmenbedingungen  Kreative Lösungssuche  Entscheidungen treffen  Vertrauen in Personen/ in Lösungsfindung  Grad der Vernetzung  Habitus  Aufbau und Pflege von Netzwerken führtzu zeigtsichin aktiviert istErgebnisvon istBasisfür beeinflusst Theoretische Annäherung: Modell vernetzten Lernens
  8. 8. 8 Lernen und Studium  Zusammenhänge zwischen Studienrichtung und Einsatz von Lernstrategien (z. B. Wild 2000)  gegensätzliche Befunde für Zusammenhänge zwischen Gender und dem Einsatz von Lernstrategien (Rozendaal et al. 2003, PISA 2009, Ziegler, Dresel 2006)  Informelles Lernen: „nebeneinander“ von traditionellen Medien und Online-Medien (Jadin, Zöserl 2009) Partizipation und Gemeinschaft  Zusammenhänge zwischen Nutzung von Internet/Social Media und der Aktivität/Kommunikation in sozialen Gruppen/Verbänden (PEW Research Rainie 2011) Mediennutzung und -aktivitäten  Online-Communities (de: 75 % | us: 87 %) (deutsche 14-29-Jährige lt. ARD/ADF-Studie 2012; amerikanische 18-29-Jährige lt . PEW Research Zickuhr 2012)  Kommunikation und Information häufigste Aktivitäten im Internet (deut. 12-19-Jährige; JIM-Studie 2012)  Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage/Nutzen: teils hoch eingeschätzter Nutzen, aber wenig Angebote (Bsp.: Online-Vorlesungen, interaktive Lernangebote)(Kleimann et al. 2008, Grosch, Gidion 2011) Stand der Forschung
  9. 9. 9 Viele Fragen bleiben offen …  Welche informellen Studienaktivitäten werden durchgeführt?  Welche Ressourcen werden dabei genutzt?  Für welche Aktivitäten werden Soziale Online Netzwerke genutzt?  Wie kommunizieren/interagieren die Personen miteinander?
  10. 10. 10 Methode  Tagebuch als „capturing life as it is lived“ (Bolger, Davis, Rafaelli 2003)  aufzeichnen des Handeln ohne die alltäglichen Bedingungen dafür zu verändern Ziel  Erfassen informeller Lernaktivitäten, genutzte Ressourcen (Personen, Medien…), Erfolg  Sensibilisierung für qualitatives Interview Ableitung  basierend auf Modell vernetzten Lernens  Instrument geprüft, diskutiert und getestet (in USA (IRB) und Deutschland) Durchführung  März/April 2012; je Teilnehmer 14 Tage  9 deutsche und 8 amerikanische Studierende (Profilsampling; Varianzmaximierung nach Reinders 2005, S. 136) Auswertung  182 Tage Tagebuch-Aufzeichnungen mit 374 Einträgen  qualitative Auswertung der Aktivtäten (WAS, WIE)  quantitative Auswertung der Aktivtäten jeder Subkategorie Studie: Teil 1 - Selbstbeobachtung mittels Tagebuch
  11. 11. 11 Methode  um „Situationsdeutungen oder Handlungsmotive in offener Form zu erfragen, Alltagstheorien und Selbstinterpretationen differenziert und offen zu erheben“ (Hopf 2008, S. 350) Ziel  Handeln verstehen und hinterfragen, Motive zu erkennen in Alltags einordnen  Raum für Selbstreflexion, Assoziation, Korrektur und Interpretation des Gesagten Ableitung  basierend auf Modell vernetzten Lernens  Instrument geprüft, diskutiert und getestet (in USA (IRB) und Deutschland) Durchführung  März/April/Mai 2012  9 deutsche und 8 amerikanische Studierende (Teilnehmer wie zuvor)  nach Witzel (2000) mit Kurzfragebogen, Audioaufzeichnung, Gesprächsleitfaden, Postskript Auswertung  618 Minuten = 10,3 Stunden Interview  Transkription nach Dresing, Pehl (2011) und Kukartz et al. (2008)  inhaltsanalytische Auswertung nach Mayring (2008) Studie: Teil 2 - Leitfadengestütztes problemzentriertes Interview
  12. 12. 12 Methode  für das Erfassen „subjektive(r), nicht beobachtbare(r) Sachverhalte anhand von Selbstauskünften“ (Batinic, Appel 2008, S. 12) Ziel  Untersuchung der Hypothesen, Klärung von Fragen und Widersprüchen Ableitung  aus den Instrumenten Tagebuch und qualitatives Interview  Instrument geprüft, diskutiert und getestet (in USA und Deutschland) Durchführung  Dezember 2012 bis Februar 2013 Auswertung  1714x aufgerufen; 1020x angefangen; 632x beendet (-38%)  de: N = 460 | us: N = 352 (+andere Länder)  SPSS 20 N=26 (4%) N=485 (73%) N=11 (2%) N=85 (13%) N=17(3%) N=36 (5%) persönlich E-Mail Webseite Facebook andere soziale Netzwerke Studie: Teil 3 - Online-Befragung
  13. 13. 13 Zusammenführung  Ergebnisse aus Tagebuch und qualitativem Interview verglichen, auf Widersprüche, Ähnlichkeiten und Muster untersucht (grafische Darstellung, tabellarische Zuordnung) Ableitung  Ableitung von Thesen und Hypothesen (Einbeziehung der theoretischen Ebene u. Forschung)  Formulierung von Fragen für Online-Befragung Studie: Zusammenspiel der Instrumente
  14. 14. 14 Hypothese H1: „Die Definition des Lernbegriffes unterscheidet sich nach Herkunftsland, Geschlecht und Studienfach.“ Qualitatives Interview, Frage 26d „Lernen" ist für mich einfach ein Thema was mir selbst in dem Moment noch unbekannt ist zu erarbeiten und mir greifbar zu machen, sodass ich es verstehe und auch vernünftig wiedergeben kann, sodass ich's anderen Leuten erklären könnte und dass sie es verstehen wenn ich es in meinen eigenen Worten ausdrücke“ [3D,26d] “I mean, to learn would be, to me, like just to gain knowledge and experience and to like, gain an understanding of things that you don't understand, you know and people are constantly seeking to better themselves and have more knowledge about the world and I think that, that is […] Because I think it's important to learn to understand the world that we live in and to make yourself reach higher and want to learn more and gain more knowledge and you can be more productive and more useful in society if you have knowledge” [4A,26d]. Zentrale Ergebnisse: Der Lernbegriff Einen vollständigen Überblick finden Sie in der Studie selbst unter www. lernen-im-social-web.com
  15. 15. 15 nicht Tech/Natur Tech/Natur nicht Tech/Natur Tech/Natur nicht Tech/Natur Tech/Natur nicht Tech/Natur Tech/Natur Erweiterung von Lebenserfahrung 40,8% 32,0% 40,3% 27,2% 69,5% 71,2% 62,3% 51,9% neue Ein-/Ansichten gewinnen 70,9% 60,0% 62,5% 61,7% 83,1% 80,8% 78,7% 75,9% us weiblich (N=206) us männlich (N=115) Assoziationen mit dem Wort Lernen (Mehrfachnennungen möglich) de weiblich (N=271) de männlich (N=153) 67,0% 63,9% 61,1% 36,6% 36,1% 65,8% 7,8% 67,3% 44,9% 25,2% 65,4% 44,5% 80,7% 6,9% 0,0% 20,0% 40,0% 60,0% 80,0% 100,0% Informationen finden und nutzen mit unbekannten Themen… Skripte be-/nacharbeiten Erweiterung von Lebenserfahrung findet täglich statt neue Ein-/Ansichten gewinnen anderes us (N=321) de (N=424) (Online-Befragung Frage 10: Womit assoziieren Sie Lernen?; Mehrfachantwortskala; *signifikanter Unterschied für p<0,05) * * * * * (Online-Befragung Frage 10; Mehrfachantwortskala; alle Unterschiede in den Teilgruppen signifikant für p<0,05) Hypothese H1: „Die Definition des Lernbegriffes unterscheidet sich nach Herkunftsland, Geschlecht und Studienfach.“ Zentrale Ergebnisse: Der Lernbegriff
  16. 16. 16 Hypothese H5: „Die Art studienbezogener Aktivitäten in den Sozialen Online Netzwerken unterscheidet sich in ihrer Häufigkeit hinsichtlich des Landes.“ 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% andere Orga. und Absprache Unterstützung von Motivation Hilfestellung bei Lösung Weitergabe von Wissen Information us Studierendede Studierende Häufigkeit studienbezogener Aktivitäten im Sozialen Online Netzwerk (Tagebuch Spalte 1 und Spalte 2) de (N=366) us (N=267) M SD M SD % % Informationen recherchieren 2,07 1,32 2,04 1,27 20,20 15,00 etwas organisieren oder absprechen 3,16 1,26 2,09 1,25 46,40 16,10 Wissen an andere Personen weitergeben 2,49 1,28 2,44 1,31 25,40 24,30 anderen Personen Hilfestellung bei Lösungen geben 2,37 1,22 2,13 1,26 20,80 17,20 andere Personen motivieren 2,20 1,25 2,12 1,30 19,40 20,20 Aktivitäten in Sozialen Online Netzwerken us (N=267)de (N=366) mind. 1x i.d. Woche o. mehrmals täglich Gesamt Häufigkeit studienbezogener Aktivitäten im Sozialen Online Netzwerk (Online-Befragung Frage 17; 5-stufige Antwortskala: nie—mind. 1x im Semester—mind. 1x im Monat—mind. 1x in der Woche—mehrmals täglich; * signifikanter Unterschied für p < 0,05) * * Zentrale Ergebnisse: Anhaltspunkte für informelles Lernen im Social Web
  17. 17. 17 These 2: Soziale Online Netzwerke sind für Studierende ein Bestandteil der Alltags- und studienbezogenen Kommunikation und wirken somit auf das informelle Lernen zurück. M SD M SD Kontakt zu anderen Personen 2,71 1,06 3,22 0,95 praktische Organisation 2,69 1,11 2,17 1,13 Neues zu erfahren 2,48 1,05 2,83 1,05 Unterhaltung 2,17 1,00 2,40 1,13 auf dem Laufenden zu bleiben 2,61 0,99 2,91 1,01 nichts 1,93 1,03 1,94 0,99 Was würden Sie vermissen, wenn es Facebook nicht gäbe? de (N=294) us (N=209) (Online-Befragung Frage 40; 4-stufige Antwort-Skala: trifft nicht zu—trifft eher nicht zu—trifft eher zu—trifft vollständig zu; alle Unterschiede der Mittelwerte signifikantfür p<0,05) „Universitär klar. Also ich habe jetzt schon des Öfteren mal hier [Name] angeschrieben. […] Ich habe gesagt "Du, ich komme damit gar nicht klar, das sind 12 Seiten auf Englisch und ich verstehe die Hälfte nicht", dann sagte [Name] "Ja, ich habe das gelesen und du kriegst das schon hin[…]und irgendwie schaffst du das schon." und dann fühlt man sich schon wieder so ein bisschen aufgebaut. Da ist schon was dran.“ [8D,18] “Yeah, I suppose you can […] Like someone will put like a problem that they are having in their life on there and people, you know, because your their friend, you try to encourage them and give them hope and stuff like that. So, I/ Yeah, I'd say it's important emotionally, that's.” [6A,18] Zentrale Ergebnisse: Anhaltspunkte für informelles Lernen im Social Web
  18. 18. 18 M SD M SD Hier fühle ich mich als Teil einer großen Gemeinschaft. 1,85 0,86 2,46 1,00 Ich unterstütze mein Netzwerk, wenn Hilfe gebraucht wird. 2,14 0,93 2,65 0,97 Ich erhalte selbst Unterstützung, wenn ich sie brauche. 2,23 0,90 2,65 0,95 Inwiefern treffen folgende Aussagen in Bezug auf Soziale Online Netzwerke auf Sie zu? de (N=334) us (N=235) (Online-Befragung Frage 41a,b,c; 4-stufige Antwort-Skala: trifft nicht zu—trifft eher nicht zu—trifft eher zu—trifft vollständig zu; alle Unterschiede der Mittelwerte signifikantfür p<0,05) (Qualitatives Interview, Frage 18; Beispielfolie) „Ja, klar. Wenn man mit den ganzen Leuten da so in Kontakt ist und man denkt "Mensch, ich fühl mich wohl in der Uni, es macht Spaß" und ich weiß, den anderen geht es auch so, die haben auch Probleme und kriegen auch nicht alles hin, das hilft schon. Zu wissen, wie geht es den anderen. Man selber sagt auch den Menschen "komm halt durch. Das ist bei mir genauso und nächste Woche wird’s besser" [1D,18] “Yeah, I think so. Like if I'm talking to a good friend. If I need help like, emotionally, then I can talk to a friend on Facebook and it would help. … I guess, it's just easier to socialize. I would say in high school I was maybe a little more sheltered but when I got Facebook, it was easier for me to talk to people, but yeah, that's maybe the only thing.” [2A,18] Zentrale Ergebnisse: Verständnis von Netzwerk
  19. 19. 19 Technische/formale Rahmenbedingungen  sind ausreichend gegeben, werden aber unterschiedlich genutzt (Bsp.: Internet Uni de: M = 3,53; SD = 0,76 | us: M = 3, 84; SD = 0,44* 1)  LMS eher zur Distribution von Materialien (Bsp.: Download de: M = 3,75; SD = 0,92 | us: M = 3, 82; SD = 0,92; kein sig. Unterschied zw. de/us 2)  LMS auch, um eigene Materialien bereitzustellen, gemeinsam zu diskutieren/arbeiten (Bsp.: Upload de: M = 1,88; SD = 1,08 | us: M = 2,95; SD = 1,24* 2) Vernetzung von Personen A  stärker über ihre Kommilitonen (Bsp.: Erreichbarkeit de M = 3,35; SD = 0,67 | us: M = 3,06; SD = 0,86*1  stärker über ihre Dozenten (Bsp.: Erreichbarkeit de M = 2,97; SD = 0,73 | us: M = 3,37; SD = 0,69* 1) Studienbezogene Aktivitäten und Interaktion  Nutzung einer breiten Vielfalt an Möglichkeiten  Orientierung eher an situativen Gegebenheiten, erforderlicher Interaktion denn an Medium oder Technologie (* signifikant für p < 0,05; 1 4-stufige Antwortskala: trifft nicht zu-trifft eher nicht zu-trifft eher zu-trifft vollständig zu 2 5-stufige Antwortskala: nie-mind. 1x im Semester-mind. 1x im Monat-mind. 1x i. d. Woche-mehrmals täglich) Weitere zentrale Ergebnisse:
  20. 20. 20 Vergleichende Studie A  deutsche und amerikanische Studierende Umfangreiches Forschungsdesign  unterschiedliche methodische Zugänge erlauben umfangreiche Aussagen zum Forschungsgegenstand Differenzierte Auswertung A nach Land, Geschlecht und Studienrichtung Einordnung der Studie
  21. 21. 21 Lernen  Welche Auswirkungen hat das „Informations-Lernen“ * auf die Qualität von Wissensbeständen? (* im Sinne des Konnektivismus nach Siemens)  Welche Eigenschaften lassen einen Studierenden zu einem Gatekeeper in einem Lernnetz werden?  Gibt es Zusammenhänge zwischen dem Grad der Selbstdarstellung im Sozialen Online Netzwerk und der Weitergabe von Informationen/Wissen in diesem? Vernetzung  Welche Bedingungen fördern eine aktive Vernetzung und die Nutzung dieser Ressource in Bezug auf das Lernen?  Haben (voruniversitäre) Lernerfahrungen Einfluss auf die Offenheit und Vernetzung in Sozialen Online Netzwerken?  Welchen Einfluss haben kulturelle Erfahrungen auf Vernetzung? … Weitere Anknüpfungspunkte und Forschungsfragen
  22. 22. Deutsche und amerikanische Studierende unterscheiden sich insbesondere hinsichtlich ihres…  Verständnisses von Lernen und Vernetzen  und nutzen Soziale Online Netzwerke in ihrer jeweils eigenen Art zur Unterstützung informeller Lernprozesse. Fazit: Mediale Vernetzung außerhalb des Lernens ist etabliert und akzeptiert, wird aber im informellen Lernen nicht bewusst als Ressource eingesetzt. Jedoch: 15 % bis 46 % der Studierenden nutzen Soziale Online Netzwerke im studienbezogenen Kontext.
  23. 23. 23 Literatur Cseh, M., Watkins, K. E., & Marsick, V. J. (2000). Informal and incidental learning in the workplace. In: G.A. Straka (Ed.), Conceptions of self-directed learning: Theoretical and conceptual considerations , pp. 59-74. New York, NY: Waxmann. Dehnbostel, P.(2003): Informelles Lernen: Arbeitserfahrungen und Kompetenzerwerb aus berufspädagogischer Sicht. Online verfügbar unter: http://www.swa-programm.de/tagungen/neukirchen/vortrag_dehnbostel.pdf Dohmen, G. (1998): Zur Zukunft der Weiterbildung in Europa. Lebenslanges Lernen für Alle in veränderten Lernumwelten. Bonn: Bundesministerium für Bildung und Forschung. Döring, N. (2003): Sozialpsychologie des Internet. Die Bedeutung des Internets für Kommunikationsprozesse, Identitäten, soziale Beziehungen und Gruppen. Göttingen: Hogrefe. Döring, N. (2010): Sozialkontakte online: Identitäten, Beziehungen, Gemeinschaften. In: Schweiger, W., Beck, K.: Handbuch Online- Kommunikation. Wiesbaden: Springer. 1. Auflage, S. 159-183 Schroer, M. (2006): Selbstthematisierung. Von der (Er-)Findung des Selbst und der Suche nach Aufmerksamkeit. In: Burkart, G. (Hrsg.): Die Ausweitung der Bekenntniskultur - neue Formen der Selbstthematisierung? Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. 1. Auflage. Straka, G. (2000): Lernen unter informellen Bedingungen. Begriffsbestimmung, Diskussion in Deutschland, Evaluation und Desiderate. In: Arbeitsgemeinschaft Qualifikations-Entwicklungs-Management (Hrsg.): Kompetenzentwicklung 2000. Lernen im Wandel – Wandel im Lernen. Münster: Waxmann. 1. Auflage. Der vollständige Literaturnachweis ist der Studie selbst zu entnehmen. Bildnachweis Lizensierte Fotos von www.fotolia.com
  24. 24. 24 Kontaktdaten Dr. Birgit Spies birgit.spies@thinktime.de | www.thinktime.de Die vollständige Studie ist zu finden unter www. lernen-im-social-web.com

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