Workshop: Führungsstile und die Rolle als Vorgesetzter bei Corris Juli 2014
Einleitung 
Workshop ist Auftakt einer Weiterbildungsreihe zum Thema «Führung und Kommunikation» 
Zielsetzung: Corris-MA...
Definition: 
«Der Führungsstil ist ein Führungsinstrument, das die Grundhaltung zeigt, mit der Vorgesetzte die Ihnen unter...
Führungsstile im Überblick 
3 
Patriarchaler 
Führungsstil 
Herrschaftsanspruch und Gehorsam 
Gekoppelt an Treue- und Fürs...
Führungsstile und Entscheidungsspielraum 
4
Was beeinflusst meinen Führungsstil? 
Meine Herkunft 
Erziehung 
Vorbilder 
Meine politische Einstellung 
Die eigenen Erfa...
Gruppenübung: Situativer Führungsstil 
•Welchen Führungsstil findet ihr in folgenden Situationen angebracht? 
–Ein 18-jähr...
Brainstorming: Was verstehst du unter dem Begriff Führung? 
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Deine Definition in 1-2 Sätzen (5 Minuten Einzelarbeit - Au...
Führungsdefinitionen aus der Fachliteratur 
«Unter Führung versteht man die ziel- und ergebnisorientierte Beeinflussung d...
Der Begriff «Führung» 
Der Begriff Führung kann in mehrfacher Hinsicht verstanden werden: 
als Institution mit ihrer Gesa...
Führungstechniken 
Management by 
Exception (MbE) 
Die MA erledigen arbeitsteilig und eigenverantwortlich die an sie übert...
Führungstechniken: Diskussion 
Welche Führungstechniken eignen sich in folgender Situation: 
Das Dialoger-Team besteht a...
Gute Führung heisst auch: Vorbild sein und Verantwortung übernehmen 
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13 
Was ist für euch eine schlechte Führungskraft? 
Brainstorming in 3-er Gruppen (20 Min.) anschliessend Gruppenpräsentat...
fehlendes Fachwissen 
fehlende Berufsfertigkeiten 
fehlende Berufs- und Lebenserfahrungen 
fehlende Empathiefähigkeit ...
Das zeichnet eine gute Führungskraft aus 
Kienbaum Kompetenz Pyramide 
Ausgewogene Kombination aus Fach- und Verhaltenskom...
•erfolgreiche Führungspersonen vereinen idealerweise eine gereifte und ausgewogene Persönlichkeit mit Fach- und Verhaltens...
Führungshandeln 
•Führen umfasst Handlungen auf folgenden Ebenen: 
–Umgang mit sich verändernden Rahmenbedingungen des Unt...
–Mitarbeitende auswählen, richtig platzieren, fördern, weiterbilden, anleiten; Konflikte moderieren 
–Mitarbeitende (in sc...
19 
Planen: Bsp.: Personal-Einsatzplanung (Excel-Sheet, Software) 
Führen: Bsp.: Stellenbeschriebe 
Organisieren: Bsp.:...
Fazit zum Thema Führung 
Es gibt keine Rezepte für richtiges Führen – was für mich stimmt, kann für andere falsch sein  ...
Literaturangaben 
Führen in und von Organisationen 
•Doppler, Klaus; Lauterburg, Christoph. Change Management. Den Unterne...
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Corris-Schulung zum Thema Führungsstile und Führungsverhalten

  1. 1. Workshop: Führungsstile und die Rolle als Vorgesetzter bei Corris Juli 2014
  2. 2. Einleitung Workshop ist Auftakt einer Weiterbildungsreihe zum Thema «Führung und Kommunikation» Zielsetzung: Corris-MA mit Führungsaufgaben sollen ihre Führungs- und Kommunikationskompetenzen verbessern 1
  3. 3. Definition: «Der Führungsstil ist ein Führungsinstrument, das die Grundhaltung zeigt, mit der Vorgesetzte die Ihnen unterstellten Mitarbeiter beeinflussen» (Olfert/Rahn, Lexikon der Betriebswirtschaftslehre, 5. Auflage 2004). Führungsstile 2
  4. 4. Führungsstile im Überblick 3 Patriarchaler Führungsstil Herrschaftsanspruch und Gehorsam Gekoppelt an Treue- und Fürsorgepflicht Keine Beteiligung der MitarbeiterInnen an Entscheidungen Charismatischer Führungsstil Herrschaftsanspruch wie beim patr. Stil Führende/r ist angewiesen auf Ausstrahlungskraft Keine unmittelbare Fürsorgepflicht Autokratischer Führungsstil Souveräner Alleinherrscher mit hierarchisch gestaffeltem Führungsapparat Abgrenzung der Kompetenzen Bürokratischer Führungsstil Willkür des Autokraten wird ersetzt durch Legalität Reglement und fachliche Kompetenz Präzise Abgrenzung und Definition der Befugnisse Kooperativer Führungsstil Beteiligung der Mitarbeiter an den Entscheidungen Entlastung der Führenden durch Delegation von Sachentscheidungen Laisser Faire i.e.S. kein Führungsstil fehlende Einflussnahme durch den Führenden
  5. 5. Führungsstile und Entscheidungsspielraum 4
  6. 6. Was beeinflusst meinen Führungsstil? Meine Herkunft Erziehung Vorbilder Meine politische Einstellung Die eigenen Erfahrungen Das Umfeld (Unternehmensgrösse, Branche) Betriebskultur bei Corris 5
  7. 7. Gruppenübung: Situativer Führungsstil •Welchen Führungsstil findet ihr in folgenden Situationen angebracht? –Ein 18-jähriger Dialoger ohne Arbeitserfahrung wird vom Teamleiter in seinen Job eingeführt –Ein erfahrener und bereits etwas älterer Dialoger arbeitet gerne selbständig. Er macht seine Arbeit hervorragend und hat Mühe mit „autoritären“ Personen. –Ein erfahrener Dialoger hat viel Kompetenz, ist aber total unmotiviert. Seine Leistung lässt seit Wochen zu wünschen übrig. –Vorgehen: Besprechung in Gruppe und Präsentation im Plenum. 6
  8. 8. Brainstorming: Was verstehst du unter dem Begriff Führung? 7 Deine Definition in 1-2 Sätzen (5 Minuten Einzelarbeit - Auflistung am Pinboard)
  9. 9. Führungsdefinitionen aus der Fachliteratur «Unter Führung versteht man die ziel- und ergebnisorientierte Beeinflussung des Verhaltens eines Individuums oder einer Gruppe zur Erfüllung gemeinsamer Aufgaben.»* «Führung ist das Erkennen und Gestalten und Steuern von zwischenmenschlichen Prozessen.» «Führung ist eine zielgerichtete soziale Einflussnahme.» «Führung ist Durchsetzung von Herrschaft auf dem Wege der Motivierung.» «Führung ist jede zielbezogene, interpersonelle Verhaltensbeeinflussung mit Hilfe von Kommunikationsprozessen.» *vgl. Jetter, Frank/Skrotzki, Rainer (Hrsg.): Management Wissen Führungskompetenz, 2001, S. 30 8
  10. 10. Der Begriff «Führung» Der Begriff Führung kann in mehrfacher Hinsicht verstanden werden: als Institution mit ihrer Gesamtheit der leitenden Instanzen als Funktion im Sinne von sachbezogenen Aufgaben (Planung, Steuerung und Kontrolle) personenbezogen (Verhaltensbeeinflussung)  als Führungs- und Managementlehre Führungsstile Führungstechniken 9
  11. 11. Führungstechniken Management by Exception (MbE) Die MA erledigen arbeitsteilig und eigenverantwortlich die an sie übertragenen Aufgaben. Der Vorgesetzte greift nur ein, wenn eine Diskrepanz zwischen den Vorgaben und den Leistungen der MA besteht. Vorteil: Die MA stehen nicht unter ständiger Kontrolle. Nachteil: Positive Leistungen der MA gehen unter. - Gewährung von Handlungsspielraum - Eingriffe nur bei Abweichung vom Ziel, bei wichtigen Entscheidungen und in besonderen Situationen - Entlastung der Führungskräfte von Routineaufgaben - Motivierende Wirkung durch Handlungsspielraum Management by Delegation (MbD) - Übertragung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung - Entlastung der Führungskräfte von Routineaufgaben - Geringe Überwachungstätigkeit - Vorteile: Erleichtert schnelle und sachgerechte Entscheidungen - Nachteile: Regelungen für Ausnahmefälle und Informationsbeziehungen notwendig Management by Participation (MbP) - Beteiligung der Mitarbeiter an Entscheidungen - Bereitstellung von Informationen - Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten und Kenntnisse der Mitarbeiter besonders wichtig - Vorteile: Motivations- und Leistungssteigerung möglich - Nachteile: Setzt Know-How und viel Vertrauen voraus - Ergebnis: Gruppenführung und –entscheidung Management by Objectives (MbO) Der Vorgesetzte und die MA legen die Ziele gemeinsam fest. Die verschiedenen Aufgabenbereiche werden gemeinsam verteilt. Der Arbeitsfortgang wird regelmässig mit Blick auf das Ziel überprüft. Vorteile:: Die gemeinsame Zielvereinbarungen fördern den Gemeinschaftssinn und die Transparenz. Nachteile: Manche MA fühlen sich gegängelt. - Führung durch Zielvereinbarung - Gemeinsame Erarbeitung der Ziele durch Vorgesetzte und Mitarbeiter - Beurteilung des Zielerreichungsgrades auf der Grundlage vorher vereinbarter Ziele - Förderung der Verantwortungsbereitschaft und Eigeninitiative 10
  12. 12. Führungstechniken: Diskussion Welche Führungstechniken eignen sich in folgender Situation: Das Dialoger-Team besteht aus sehr jungen, unerfahrenen Personen, die noch sehr unsicher sind in ihrer Arbeit. 11
  13. 13. Gute Führung heisst auch: Vorbild sein und Verantwortung übernehmen 12
  14. 14. 13 Was ist für euch eine schlechte Führungskraft? Brainstorming in 3-er Gruppen (20 Min.) anschliessend Gruppenpräsentation und Diskussion
  15. 15. fehlendes Fachwissen fehlende Berufsfertigkeiten fehlende Berufs- und Lebenserfahrungen fehlende Empathiefähigkeit (Einfühlungsvermögen) eingeschränkte Selbst- und Fremdwahrnehmung schlechte ZuhörerInnen schlechte KommunikatorInnen fehlende Vorbildfunktion etc. 14 Was macht eine schlechte Führungskraft aus? (Erkenntnisse aus der Forschung)
  16. 16. Das zeichnet eine gute Führungskraft aus Kienbaum Kompetenz Pyramide Ausgewogene Kombination aus Fach- und Verhaltenskompetenz sowie Persönlichkeit 15
  17. 17. •erfolgreiche Führungspersonen vereinen idealerweise eine gereifte und ausgewogene Persönlichkeit mit Fach- und Verhaltenskompetenz •erfolgreiche Führungspersonen können Delegieren und Verantwortung abgeben •erfolgreiche Führungsleute stellen sich selbst in Frage •sie bilden sich ständig weiter in den unterschiedlichsten Fachgebieten •sie fragen sich, was gut und richtig für das Unternehmen und die MA ist Was macht eine gute Führungskraft aus? 16
  18. 18. Führungshandeln •Führen umfasst Handlungen auf folgenden Ebenen: –Umgang mit sich verändernden Rahmenbedingungen des Unternehmens (Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft) –Formulierung konkreter Zukunftsperspektiven und Ziele für Team –Etablierung wirksamer Arbeitsabläufe und Organisationsstrukturen –Kooperation innerhalb (über Bereichsgrenzen hinweg) und ausserhalb des Unternehmens; Vernetzung mit anderen –Einsatz von Führungsinstrumenten! 17
  19. 19. –Mitarbeitende auswählen, richtig platzieren, fördern, weiterbilden, anleiten; Konflikte moderieren –Mitarbeitende (in schwierigen Situationen) unterstützten –Teams aufbauen, stärken, weiterentwickeln –Organisation von Informationsfluss und Entscheidfindung –Kultur etablieren und pflegen (zwischenmenschlichen Umgang, Klima, Spielregeln) –Ressourcen sicherstellen und verteilen (Infrastruktur, Wissen, Zeit) –Selbstmanagement, Selbstführung 18 Führungshandeln
  20. 20. 19 Planen: Bsp.: Personal-Einsatzplanung (Excel-Sheet, Software) Führen: Bsp.: Stellenbeschriebe Organisieren: Bsp.: Tagespläne mit detailliertem Tagesablauf, verbindliche Deadlines setzen Kontrollieren: Bsp.: Mystery Shopping, Stichprobe bei Spendern Beispiele Führungsinstrumente
  21. 21. Fazit zum Thema Führung Es gibt keine Rezepte für richtiges Führen – was für mich stimmt, kann für andere falsch sein  situative und sich ständig selbst reflektierende Führung ist angesagt Glaubwürdigkeit und Transparenz sind wichtiger als ein „guter Mensch“ zu sein Die eigene Glaubwürdigkeit verliert man nur einmal (Lügen, Parteilichkeit etc.) Das eigene Führungskonzept, die Erfordernisse der Funktion und die Unternehmenskultur bestimmen den Führungsstil Fazit: Entscheidend scheint zu sein, dass Führungskräfte sich selbstkritisch wahrnehmen über Gelungenes und Misserfolge nachdenken Schlüsse ziehen und neue, andere Muster ausprobieren wer also ständig beobachtet und evaluiert, der/die lernt, entwickelt sich weiter und hat grosse Chancen erfolgreich zu führen. 20
  22. 22. Literaturangaben Führen in und von Organisationen •Doppler, Klaus; Lauterburg, Christoph. Change Management. Den Unternehmenswandel gestalten. Campus-Verlag, Frankfurt a. M. 2004 •Grünberg Marion, Kommunikationstrainer für Beruf und Karriere, Baden-Baden, 2007. •Neuberger, Oswald. Führen und führen lassen. Uni Taschenbücher, 6. Auflage 2002. •Malik, Fredmund. Führen – Leisten – Leben: Wirksames Management für eine neue Zeit. DVA Verlag. München/Stuttgart, 2000. •Schmidbauer, Wolfgang. Persönlichkeit und Menschenführung. Um Umgang mit sich selbst und andern. Dtv Premium, München 2004. •Wüthrich, Hans A.; Osmetz, Dirk; Kaduk, Stefan. Musterbrecher. Führung neu leben. Gabler Wiesbaden, 2. Aufl. 2006. 21

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