Begleiten – Befähigen - Begeistern

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                         06.Oktober ...
Schulleistungsdiagnostik – ein
  qualitativer Einstieg in die Förderung

     Überblick
       Schule – Schulleistung – Sc...
Schule - Schulleistung -
                   Schulleistungsprobleme?
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Schule hat zu sorgen für ...

                     Frühzeitige Erkennung
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   Was Standard sein sollte

                   Lernprozesse sind interaktiv

Bei Leistungsproblemen:            Analy...
...
       Was sich Schule leisten sollte

Analyse der Prozesse durch
den Lehrer mit Fragen wie z.B.:


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Eine Leistung
                 nach Fehlern zu beurteilen
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Je früher – desto besser
    Je länger Lerndefizite kumulieren,
    desto schwieriger die Förderung!
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Schulleistungsdiagnostik

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Beurteilung einer Leistung
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Informelle vs. normierte Verfahren
        Debatte um quantitative vs. qualitative
        Diagnostik ausgelöst durch
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Diagnostik in der Schule
            Basis: Offen und weit erhobene Daten


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Qualitative Schulleistungsdiagnostik

 Qualitative SLD bedeutet:

    Weg von der punktuellen selektiv ausgerichteten
    ...
Individuelle Arbeit mit Kindern
SLD III – ein Verfahren zur individuellen Diagnostik mit Kindern
und Jugendlichen bis in d...
Informelle Schulleistungsdiagnostik III

Das Buch ist
   kein System zur Auslese!
   Kein System zur Benotung!
sondern
   ...
Der diagnostische Viererschritt
Wahrnehmen – Beobachten – Verstehen – Handeln



                               ZIEL



  ...
Der diagnostische Viererschritt 1

     Wahrnehmen des individuellen Leistungsstandes

           * als Einzelleistung
   ...
Der diagnostische Viererschritt 2
     Beobachten als gezielte Beobachtungen
     des Leistungsprozesses bzgl. der im
    ...
Der diagnostische Viererschritt 3

       Verstehen heißt,
          die Leistungssituation bewusst aus den Augen
        ...
Der diagnostische Viererschritt 4
Handeln heißt:
    Aufstellen operationalisierter Förderziele bezogen
    auf das indivi...
Inhalte der SLD III
      Basis-Informationen:


    1. Lern- und Leistungsschwierigkeiten als
       pädagogische Herausf...
Inhalte der SLD III
    Schulbezogene Aufgabengruppen

    3. Screening zur Schulfähigkeit
    4. Überprüfung des Lesens u...
Inhalte der SLD III

  „Nützliches für den Gebrauch“

    7. Kasuistik – Hilfen – weitere Checklisten
     8. Übersicht zu...
Von der Diagnostik zum Förderplan 1
            Beispiele aus der Arbeit mit der SLD III

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                 Mathe...
Von der Diagnostik zum Förderplan 2
         • Die diagnostisch erhobenen Ergebnisse
           übersichtlich zusammenfass...
Wie entsteht ein Förderplan?
  Ergebnisse aus der SLD III für   Daraus abgeleitete Förderziele
  Felix, 6. Kl.:
          ...
Und wie geht es weiter?


         • Wer macht was bis wann mit wem?
                 • Arbeit mit dem Förderplan
        ...
Wer macht was bis wann mit wem?
                        Arbeit mit dem Förderplan
                                        ...
Wer macht was bis wann mit wem?
  Weitere Überlegungen bei offenen Fragen:

    Diagnostische Abklärung             Hilfes...
Was bringt‘s?
                                    Überprüfung der Wirksamkeit
    Dauer der Förderung?
    •flexibel?     ...
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Fk Vortrag 01

  1. 1. Begleiten – Befähigen - Begeistern Thüringer Fachkongress am 06.Oktober 2005 in Erfurt Schulleistungsdiagnostik – ein qualitativer Einstieg in die Förderung Referentinnen: Christine Enders, Dipl.-Psych., Beratungsrektorin a.D. Bärbel Lambert, Schulleiterin Erlangen Enders/Lambert 1
  2. 2. Schulleistungsdiagnostik – ein qualitativer Einstieg in die Förderung Überblick Schule – Schulleistung – Schulleistungsprobleme Schulleistungsdiagnostik – Begriffsklärung Informelle vs. normierte Verfahren Individuelle Arbeit mit Kindern Von der Diagnostik zum Förderplan Und wie geht’s dann weiter? Enders/Lambert 2
  3. 3. Schule - Schulleistung - Schulleistungsprobleme? • Rahmenbedingungen in Schule sind i.a. wenig förderlich für Kinder mit Lern- u. Leistungs- problemen • Lerndefizite führen zu schlechten Noten und – mangels Ressourcen - meist zu sonst nichts • Defizite in mehreren Fächern ziehen die Wiederholung einer Klasse nach sich (oder einen Wechsel der Schulart) • Leistungsbeurteilung allein zur Selektion? Enders/Lambert 3
  4. 4. Schule hat zu sorgen für ... Frühzeitige Erkennung von „Risiko-Schülern“ Steigerung der Förderung von Schülern diagnostischen Kompetenz mit Problemen in den bei Lehrkräften Kulturtechniken Schulleistungsprobleme sind nicht allein Probleme der Schüler (und deren Eltern) – sie sind immer auch ein Problem der Schule Enders/Lambert 4
  5. 5. ... Was Standard sein sollte Lernprozesse sind interaktiv Bei Leistungsproblemen: Analyse der Prozesse Qualität der Lehr- und der durch den Lehrer mit Lernprozesse analysieren und Fragen zu Ursachen und optimieren Lösungen Fehler sind (notwendige) Zwischenprodukte beim Lernen. Sie geben Hinweise auf Denkprozesse Enders/Lambert 5
  6. 6. ... Was sich Schule leisten sollte Analyse der Prozesse durch den Lehrer mit Fragen wie z.B.: • Wie kann ich die Lernprobleme des Schülers erklären? • Was wäre von wem zu tun, um die Probleme zu verringern? • Ist die Wiederholung einer Jahrgangsstufe sinnvoll? • Wer könnte mit diagnostischem Knowhow helfen? Enders/Lambert 6
  7. 7. Eine Leistung nach Fehlern zu beurteilen ist die Fehlleistung der Schule (unbekannt) Enders/Lambert 7
  8. 8. Je früher – desto besser Je länger Lerndefizite kumulieren, desto schwieriger die Förderung! Entstehendes Schulversagen korreliert mit psychischer Belastung beim Kind: - gehäufte Misserfolgserlebnisse - Reaktionen und Repressionen der „Bewerter“ (Eltern, Lehrer ..) - Angst, Selbstzweifehl, Minderwertigkeitsgefühle Geringes Selbstwertgefühl Enders/Lambert 8
  9. 9. Schulleistungsdiagnostik Beurteilung nach Beurteilung einer Leistung qualitativen nach quantitativen und (individuellen, (statistischen, gruppen- fachlichen, bezogenen) lehrplanbezogenen) Bezugsnormen Bezugsnormen Qualitative Schulleistungsdiagnostik ist das Bemühen, • sich an den subjektiven Leistungsprozess eines Schülers • in seiner schulischen Realität anzunähern • anhand offener, informeller Verfahren Enders/Lambert 9
  10. 10. Informelle vs. normierte Verfahren Debatte um quantitative vs. qualitative Diagnostik ausgelöst durch - Kritik an der klassischen Testtheorie - die oft unzureichende Qualität der Befunde für die Lebenspraxis - die naive Testgläubigkeit bei manchen Anwendern und vor allem Adressaten Kein Entweder – Oder sondern ein klares „Und“ Enders/Lambert 10
  11. 11. Diagnostik in der Schule Basis: Offen und weit erhobene Daten Qualitative Bedeutung für ein besseres Verständnis der individuellen Lernstrategien eines Kindes Ziel: Veränderung der didaktisch- methodischen Förderung Enders/Lambert 11
  12. 12. Qualitative Schulleistungsdiagnostik Qualitative SLD bedeutet: Weg von der punktuellen selektiv ausgerichteten Diagnostik hin zur lernwegbegleitenden Beobachtung Verzahnung von Diagnostik und Förderung = Förderdiagnostik qualitative Prozessdiagnostik = Beobachtung von Lern- und Leistungsstrategien Enders/Lambert 12
  13. 13. Individuelle Arbeit mit Kindern SLD III – ein Verfahren zur individuellen Diagnostik mit Kindern und Jugendlichen bis in die Hauptschulstufe • im Einzelkontakt • in den Fächern Deutsch und Mathematik • sowie mit einem Screening zur Grundschulfähigkeit • mit theoretischer Untermauerung • und konkreten Förderhinweisen Storath, Drechsel, Enders, Lambert (2004), Informelle Schulleistungsdiagnostik SLD III. Copyland Druckzentrum: Nürnberg Enders/Lambert 13
  14. 14. Informelle Schulleistungsdiagnostik III Das Buch ist kein System zur Auslese! Kein System zur Benotung! sondern ein diagnostisches Instrument zur Feststellung des Leistungsstandes mit dem Ziel der Förderung Die grundlegenden Fragen sind: Was ist? Wie ist es geworden? Was wird? Was sollte werden? Wie können die Ziele erreicht werden? Was ist geworden? Enders/Lambert 14
  15. 15. Der diagnostische Viererschritt Wahrnehmen – Beobachten – Verstehen – Handeln ZIEL Welche operationalisierten Lernziele sind kurz-, mittel-, langfristig anzustreben? Förderung durch wen, mit welchen Mitteln? ... Enders/Lambert 15
  16. 16. Der diagnostische Viererschritt 1 Wahrnehmen des individuellen Leistungsstandes * als Einzelleistung * als operationalisierte Feststellung der Diskrepanz * bzw. Übereinstimmung zur Klassenleistung * sowie zur Leistungsnorm des Lehrplans Enders/Lambert 16
  17. 17. Der diagnostische Viererschritt 2 Beobachten als gezielte Beobachtungen des Leistungsprozesses bzgl. der im Wahrnehmungsprozess aufgekommenen Fragen, Vermutungen und Hypothesen. Beobachten in der Einzelarbeit erfolgt durch lautes Mitsprechen-lassen, im Gedankeninterview, durch Umsetzen von Lösungsgedanken in Zeichnungen oder konkretem Handeln Enders/Lambert 17
  18. 18. Der diagnostische Viererschritt 3 Verstehen heißt, die Leistungssituation bewusst aus den Augen des Kindes zu sehen, Verstehen heißt auch, die Leistungsproblematik in ihrer Ausstrahlung * auf das Selbstkonzept des Kindes, * auf Furcht vor Misserfolg * sowie auf die eigenen wie die familiären Erwartungen hin zu betrachten Enders/Lambert 18
  19. 19. Der diagnostische Viererschritt 4 Handeln heißt: Aufstellen operationalisierter Förderziele bezogen auf das individuelle Leistungsverhalten eines Schülers. Überprüfung der Förderziele * bzgl. des Zeitaufwandes, * der Möglichkeiten der inneren und/oder äußeren Differenzierung, * der familiären Unterstützung oder * der außerschulischen Förderung. Enders/Lambert 19
  20. 20. Inhalte der SLD III Basis-Informationen: 1. Lern- und Leistungsschwierigkeiten als pädagogische Herausforderung 2. Grundsätzliches zur Aufgabensammlung Enders/Lambert 20
  21. 21. Inhalte der SLD III Schulbezogene Aufgabengruppen 3. Screening zur Schulfähigkeit 4. Überprüfung des Lesens und des Bereichs Sprache untersuchen (Jahrgang 1-4) 5. Überprüfung der Rechtschreibleistung (Jahrgang 1-5+) 6. Überprüfung der Rechenleistung (Jahrgang 1-7+) Enders/Lambert 21
  22. 22. Inhalte der SLD III „Nützliches für den Gebrauch“ 7. Kasuistik – Hilfen – weitere Checklisten 8. Übersicht zu Einschulungs- und Schulleistungs- verfahren 9. Glossar 10. Literatur 11. Steckbriefe der AutorInnen Enders/Lambert 22
  23. 23. Von der Diagnostik zum Förderplan 1 Beispiele aus der Arbeit mit der SLD III = Mathematik: • Methode Gedankeninterview • Sukzessives Auf- oder Absteigen von Jahrgang zu Jahrgang • Ziel: die „Lernsprosse“ finden, bei der der Schüler eine sichere Basis hat Enders/Lambert 23
  24. 24. Von der Diagnostik zum Förderplan 2 • Die diagnostisch erhobenen Ergebnisse übersichtlich zusammenfassen • Anschließend in Förderziele umformulieren, d.h. nicht das Defizit steht im Vordergrund sondern das Ziel, das es zu erreichen gilt • Der Förderplan ist für die Hand derjenigen Person gedacht, die mit dem Kind die Förderung durchführt – muss also in der „Fachsprache“ so abgefasst sein, dass Passung entsteht Enders/Lambert 24
  25. 25. Wie entsteht ein Förderplan? Ergebnisse aus der SLD III für Daraus abgeleitete Förderziele Felix, 6. Kl.: • Übungen zur Raumlage mit Verdrehungen bei Ziffern: nicht-mathematischem Material; 56 – 65 • Übungen an der Hundertertafel • Aufbau der Mächtigkeit der • fehlender Überblick über E/Z/H/T u.a. mit Zahlenraum > 100 Montessori-Material; • Stellenwertsystem nicht • Kombination von Legen gesichert (E - Z - H - T) und in Stellenschreibweise notieren • Operationen als Handlungen • Multiplikation u. Division erfahren als Handlungen nicht • Größen abschätzen verstanden • Der Alltag in Malaufgaben • Automatisierung von 1x1 • Spielerische Automatisierung nicht gegeben Enders/Lambert 25
  26. 26. Und wie geht es weiter? • Wer macht was bis wann mit wem? • Arbeit mit dem Förderplan • Evaluation oder: was bringt‘s? • Überprüfung des Erfolgs • Anschluss an die Klasse geschafft? • Die Schleife wiederholen oder Förderung beenden? Enders/Lambert 26
  27. 27. Wer macht was bis wann mit wem? Arbeit mit dem Förderplan Oder ... variable Möglichkeiten Klassenlehrerin Eltern, Hort o.a. Im Rahmen des oder Förderlehrerin Bezugspersonen regulären hat Förderstunden: Klassenunterrichts werden so weit Beratungslehrer/in instruiert, dass sie mit innerer o.a. Fachpersonen schrittweise zu Differenzierung – besprechen Ziele, Hause mit dem Kind soweit wie möglich; Methoden etc. arbeiten können – d.h. evtl. auch Fortlaufende Rück- Abkoppelung von Koppelung ist Lernzielgleichheit notwendig Enders/Lambert 27
  28. 28. Wer macht was bis wann mit wem? Weitere Überlegungen bei offenen Fragen: Diagnostische Abklärung Hilfestellung durch u.a. u.a. durch • Ergotherapie? • Schulpsychologen, • Fachlich gute Nachhilfe? • Kinder- und Jugendärzte • außerschulische Therapie? • Kinder- u. Jugendpsychiater ... (evtl.) Beratungsbedarf für Eltern, Schüler und Lehrer mit dem Ziel der Konsensbildung Fachlichkeit von Beratungslehrern, Sonderpädagogen, Schulpsychologen nutzen! Enders/Lambert 28
  29. 29. Was bringt‘s? Überprüfung der Wirksamkeit Dauer der Förderung? •flexibel? • prozessbegleitend • Status-Erhebung am Ende •an Schulhalbjahre mit Vergleich zum Anfang gekoppelt? Gemeinsame Reflexion (evtl. „Runder Tisch“) • Welche Fortschritte sind zu verzeichnen? • Anschluss an die Klasse geschafft? • erneuter Eintritt in die Schleife: Ist-Soll-Diskrepanz; Veränderung der Förderbedingungen (nicht noch mehr desselben!) • Überlegungen hinsichtlich des geeigneten Förder-Orts für das Kind Enders/Lambert 29
  30. 30. Enders/Lambert 30

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