Discovery Systeme –
Fluch oder Segen für Bibliotheken
Eine Diskussion zum Für und Wider
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Wer sind wir
 Dörte Böhner – ehem. Helmut-Schmidt-Universität,
heute: Fachinformationszentrum der Bundeswehr,
Wiki-Servic...
Definition
 Discovery Systeme ermöglichen es erstmals, die
verteilten Ressourcen der Bibliothek, eigene und
lizenzierte, ...
Google-like und intuitiv
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 Bücher und Artikel, gedruckt und elektronisch sind
an einer Stelle recherchierbar
 einfacher Volltextzugang
 R...
Automatisierte Unterstützung
 Computerlinguistische Verfahren
 ähnliche Schreibweisen („organisation“ und
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Indexinhalt
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Suchinstrument für Einsteiger
 erster Informationsbedarf ist gedeckt
 kein Ersatz für tiefergehende
Recherchen  aber Em...
Informationsethik
 Selbstbestimmtes Recherchieren und Nutzen von
Informationen heißt auch: die Kenntnis darüber,
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Probleme
 Aus welchen Daten setzt sich der Index zusammen?
 viele unterschiedliche Metadatenformate sind im
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Durchsuchter Index
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Eigener Bestand
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 eigener Bestand +
qualitativ hochwertige
Metadaten gehen im
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 Best Match – Ziel ist die Anzeige der vermutlich am
besten brauchbaren Treffer, die der Anfrage des
Nutzers entsprechen
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Fazit
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 unterstützen den Nutzer bei
 thematischen Recherchen
 als ersten Einstieg in die Recherche
 bei großen, hete...
Fazit
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 Das Betreiben eines Discovery-Systems ist
 eine Gemeinschaftsaufgabe sehr unterschiedlicher
Abteilungen
 IT-A...
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 „Nur Bibliothekare suchen gerne, alle anderen finden
lieber.“
 “Isn’t it true that only librarians like to search...
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Vielen Dank.
Quellen
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 Böhner, Dörte (2013): Verbessern Discovery Systeme die
Informationskompetenz?, In: 027.7 Zeitschrift für
Bibl...
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 Steilen, Gerald (2012): Discovery-Systeme – die OPACs
der Zukunft? Zukunft der lokalen Bibliothekssysteme.
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Quellen
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 Wiesenmüller, Heidrun (2012): Informationskompetenz
und Bibliothekskataloge: In: Wilfried Sühl-Strohmenger /
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Discovery Systeme - Fluch oder Segen für BibliothekarInnen?

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Anja Knoll - Leuphana Universität Lüneburg, Universitätsbibliothek, Lüneburg

Dörte Böhner - ehem. Helmut-Schmidt-Universität, Universitätsbibliothek, Hamburg; jetzt: Fachinformationszentrum der Bundeswehr, Wiki-Service Bw, Bonn; Bibliothekarisch.de, Königswinter, Deutschland

Derzeit sind Discovery Systeme in den Bibliotheken in der Erprobungsphase und wir beobachten, wie sie sich auf die alltägliche Arbeit in unseren Institutionen auswirken. Unser Zwiegespräch soll Probleme und Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen OPACs und Datenbanken aufzeigen.
Was spricht für das Angebot von Discovery Systemen? Sind diese gut gemacht und ausgereift genug, um den Ansprüchen und Erwartungen unserer Nutzerinnen und Nutzer sowie auch unseren eigenen gerecht zu werden? Stellt diese Suchinstrumente eine Erleichterung bei der Vermittlung von Informationskompetenz dar oder macht es das Erlernen des wissenschaftlichen Arbeitens komplizierter? Sind Discovery Systeme effektiv einsetzbar im bibliothekarischen Recherchealltag? Entlasten sie uns, uns intensiver mit dem Rechercheverhalten unserer Nutzerinnen und Nutzer auseinanderzusetzen?
Der Vortrag richtet sich an Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die in Discovery Systemen die Chance sehen, ihren Nutzerinnen und Nutzern eine aus bibliothekarischer Sicht brauchbare Alternative zu Amazon, Google & Co anzubieten. Die beiden Referentinnen arbeiten aus eigenen Erfahrungen das Für und Wider in Bezug auf Discovery Systeme heraus, unabhängig vom Anbieter. Ziel ist es, ein ergebnisoffenes Streitgespräch zu führen, welches die Zuhörerinnen und Zuhörer zum Weiterdenken anregt und ihnen eine eigene kritische Auseinandersetzung mit dieser Thematik ermöglicht.

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Discovery Systeme - Fluch oder Segen für BibliothekarInnen?

  1. 1. Discovery Systeme – Fluch oder Segen für Bibliotheken Eine Diskussion zum Für und Wider 1
  2. 2. Wer sind wir  Dörte Böhner – ehem. Helmut-Schmidt-Universität, heute: Fachinformationszentrum der Bundeswehr, Wiki-Service Bw  Anja Knoll – Leuphana Universität Lüneburg 2 Lux, Leuphana, Lüneburg HSUfind, Helmut-Schmidt- Universität, Hamburg
  3. 3. Definition  Discovery Systeme ermöglichen es erstmals, die verteilten Ressourcen der Bibliothek, eigene und lizenzierte, an einer Stelle zusammenzuführen, in einem umfassenden zentralen Suchmaschinenindex zu erschließen und für den Nutzer zu gleichen Bedingungen recherchierbar zu machen. Die Daten stellt das System als „One-Stop-Shop“ zur Verfügung. 3 vgl. Böhner 2013:49, Jansen 2010:6
  4. 4. Google-like und intuitiv 4
  5. 5. 5
  6. 6. Ranking  Bücher und Artikel, gedruckt und elektronisch sind an einer Stelle recherchierbar  einfacher Volltextzugang  Ranking  Aktuellste Titel finden sich nicht unbedingt vorn in der Trefferliste  Dauer der Aktualisierung des Indices 6 Zum Ranking: vgl. (Tay 2013)
  7. 7. Automatisierte Unterstützung  Computerlinguistische Verfahren  ähnliche Schreibweisen („organisation“ und „organization“)  Stemming (Plural und Beugungs- und Steigerungsformen werden mitgesucht)  „Meinten Sie“ – Funktion 7 Zum Unterschied Discovery System – Katalog: (Wiesenmüller 2012)
  8. 8. Indexinhalt 8
  9. 9. Suchinstrument für Einsteiger  erster Informationsbedarf ist gedeckt  kein Ersatz für tiefergehende Recherchen  aber Empfehlungen (recommender) für Datenbanken  im Beratungsgespräch  Teaching Moment  Wie umsetzbar?  Treffer befriedigend, Werkzeug einfach zu bedienen  Vertiefungsbedarf wecken 9 Bild: Jammy Evil, Computer Work; http://openclipart.org/detail/172702/computer-work-by-jammi-evil-172702
  10. 10. Informationsethik  Selbstbestimmtes Recherchieren und Nutzen von Informationen heißt auch: die Kenntnis darüber, woher stammen die Quellennachweise im System und wie werden sie gerankt? 10 Zur Problematik der Informationsethik: (Niedermair 2014) Bild: Erstellt mit Wordle
  11. 11. Probleme  Aus welchen Daten setzt sich der Index zusammen?  viele unterschiedliche Metadatenformate sind im Spiel  Dubletten 11 Vgl. (Wiesenmüller 2012a, Folie 36) Bild: D. Böhner
  12. 12. Durchsuchter Index  Index, jeder wählt sich seine Inhalte aus, die er angezeigt haben möchte  durchsuchbarer Index setzt sich aber aus allen zur Verfügung stehen Quellen zusammen 12 Screenshot: Lizenzverwaltung Summon, 2014, UB Lüneburg
  13. 13. Eigener Bestand 13  eigener Bestand + qualitativ hochwertige Metadaten gehen im Index unter  müssten geboostet werden Vgl. (Wiesenmüller 2012a, Folie 36), (Christensen 2013) Summon-Index mit ca. 1,4 Milliarden Literaturnachweisen Bibliotheksbestand (Bücher, Zeitschriften, etc.) Lizensierte und frei verfügbarer Content (Online Contents, Nationallizenzen, Web of Science, JSTOR, Springer)
  14. 14. Suche verfeinern 14
  15. 15. Link-Resolver (I) 15
  16. 16. Link-Resolver (II) 16
  17. 17. Link-Resolver (III) 17
  18. 18. Link-Resolver (IV) 18
  19. 19. Suche verfeinern 19
  20. 20.  Best Match – Ziel ist die Anzeige der vermutlich am besten brauchbaren Treffer, die der Anfrage des Nutzers entsprechen Exact Match – Best Match 20 (vgl. Steilen 2012, Folien 4, 7, 10 -13, Folien )  Exact Match – präzise Suchanfrage, Treffer erfüllen Suchanfrage exakt
  21. 21. Fazit 21  unterstützen den Nutzer bei  thematischen Recherchen  als ersten Einstieg in die Recherche  bei großen, heterogenen Datenbeständen  Institutionen müssen für sich klären:  Wie stark soll der eigene Bestand im Mittelpunkt stehen?  Welche E-Ressourcen sollen und können eingepflegt werden?
  22. 22. Fazit 22  Das Betreiben eines Discovery-Systems ist  eine Gemeinschaftsaufgabe sehr unterschiedlicher Abteilungen  IT-Abteilung  Katalogisierung  Erwerbung, elektr. Lizenzmanagement  Benutzung  Schulung  eine dauerhafte Aufgabe für diese Institutionen  Ranking anpassen  Fehler bei Metadaten ausbessern  Lizenzen einpflegen  Schulen muss Bestandteil der täglichen Arbeit werden
  23. 23. Fazit  „Nur Bibliothekare suchen gerne, alle anderen finden lieber.“  “Isn’t it true that only librarians like to search? Everyone else likes to find. “(Tennant 2001) 23 FINDEN Suchen
  24. 24. 24 Vielen Dank.
  25. 25. Quellen 25  Böhner, Dörte (2013): Verbessern Discovery Systeme die Informationskompetenz?, In: 027.7 Zeitschrift für Bibliothekskultur, 1, 2 , S. 47-57. – Online verfügbar unter: http://dx.doi.org/10.12685/027.7-1-2-26.  Christensen, Anne (2013): 8 hypotheses why librarians don’t like discovery, In: A Growing Organism. – Online verfügbar unter: http://xenzen.wordpress.com/2013/02/04/8-hypotheses- why-librarians-dont-like-discovery/.  Jansen, Heiko / Kemner-Heek, Kirstin / Schweitzer, Roswitha (2010): Konkurrenzanalyse ausgewählter kommerzieller Suchindizes. – Online verfügbar unter: http://www.hbz- nrw.de/dokumentencenter/veroeffentlichungen/suchindizes.pdf .  Niedermair, Klaus (2014): Gefährden Suchmaschinen und Discovery-Systeme die informationelle Autonomie?, In: Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen & Bibliothekare, 67, 1, S. 109-125. . – Online verfügbar unter: http://eprints.rclis.org/22983/.
  26. 26. Quellen 26  Steilen, Gerald (2012): Discovery-Systeme – die OPACs der Zukunft? Zukunft der lokalen Bibliothekssysteme. Neue Strukturen und Anforderungen in wissenschaftlichen Bibliotheken. 101. Deutscher Bibliothekartag. Hamburg. – Online verfügbar unter: http://www.opus-bayern.de/bib-info/volltexte//2012/1188/.  Tay, Aron (2013): How are discovery systems similar to Google? How are they different?, In: Musings about librarianship. – Online verfügbar unter: http://musingsaboutlibrarianship.blogspot.de/2013/04/ho w-are-discovery-systems-similar-to.html.  Tennant, Roy (2001): Cross-Database Search: One-Stop Shopping, In: Library Journal, 15. October 2001. – Online verfügbar unter: http://lj.libraryjournal.com/2001/10/digital- resources/cross-database-search-one-stop-shopping/.
  27. 27. Quellen 27  Wiesenmüller, Heidrun (2012): Informationskompetenz und Bibliothekskataloge: In: Wilfried Sühl-Strohmenger / Martina Straub (Hg.): Handbuch Informationskompetenz: Berlin: De Gruyter Saur. S. 93-100 . – Online verfügbar unter: http://dx.doi.org/10.1515/9783110255188.93.  Wiesenmüller, Heidrun (2012a): Wiesenmüller, Heidrun (2012): Resource Discovery Systeme - Chance oder Verhängnis für die bibliothekarische Erschließung? Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klassifikation (GfKl). Workshop on Classification and Subject Indexing in Library and Information Science (LIS'2012) im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klassifikation (GfKl), 1.-2. August 2012, Hildesheim.. – Online verfügbar unter: http://digbib.ubka.uni- karlsruhe.de/volltexte/1000029081.

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