Politische Identität – Ethnizität – Geschlecht
Selbstverortungen politisch aktiver MigrantInnen
am Beispiel von KurdInnen ...
Fragestellung
1.Wie modifizieren sich auf Subjektebene durch
migrationsbedingte Identitätsveränderungsprozesse national-
k...
1. Theoretische Zugänge
 Handlungs und identitätstheoretischer Zugang
 Ethnizitätsforschung
 Geschlechterforschung
2.1 Übersicht Fallstudie
 Sample: n = 24 (15 ♂, 9 ♀)
 Externe Homogenisierung
Mittleres Erwachsenenalter (30-55); sicher...
2.2 Datenauswertung
1. Rekonstruktive Interviewanalyse (Kruse)
a) Einzelfallanalyse
b) Längsschnittauswertung:
 Entwicklu...
3.1. Politische Identität, Ethnizitätsentwürfe,
Geschlechterentwürfe
3. Zentrale Ergebnisse
 Heterogenität von Ethnizität...
3.2. Typenbildung
3. Zentrale Ergebnisse
Selbst-
Zentriert
6 (m, w)
Hybrid-
Dezentriert
3 (m) Humanistisch-
Dezentriet
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CIM Webinare
Gender und Migration
Khadija Raoudi
19 September 2013
Khadija Raoudi CIM Webinar Gender 19 September 2013
Überblick
 Marokko auf einen Blick
 Deutschland auf einen Blick
 Fr...
Marokko auf einen Blick
Khadija Raoudi CIM Webinar Gender 19 September 2013
Bevölkerung: 32,3 Mio
Davon:
 Frauen: 51%
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Wendepunkte in Sachen Frauenrecht in Marokko
 1999 König Mohamed VI ist der
erste marokkanische Monarch der
seine Frau de...
Khadija Raoudi CIM Webinar Gender 19 September 2013
Deutschland auf einen Blick
Bevölkerung 80,5 Mill. (31.12)
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Khadija Raoudi CIM Webinar Gender 19 September 2013
Frauen in Deutschland
Auch in Deutschland sind Frauen in
Führungsposit...
Khadija Raoudi CIM Webinar Gender 19 September 2013
Amina Gamraoui, in Frankreich geboren, Biologin, migrierte 2003 nach M...
Khadija Raoudi CIM Webinar Gender 19 September 2013
Meriem
Bensalah
Chaqroun
2012 gewählt
zur Chefin der
Chefs CGEM
(Arbei...
Khadija Raoudi CIM Webinar Gender 19 September 2013
Testimonial von Fatima Joumal
Unternehmerin der Firma INID
Fatima Joum...
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Fast 1 Milliarde Menschen sind Migranten  1/7 Mensch auf dieser Welt....
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  1. 1. Politische Identität – Ethnizität – Geschlecht Selbstverortungen politisch aktiver MigrantInnen am Beispiel von KurdInnen aus dem Irak in Deutschland Cinur Ghaderi, Ruhr-Universität Bochum
  2. 2. Fragestellung 1.Wie modifizieren sich auf Subjektebene durch migrationsbedingte Identitätsveränderungsprozesse national- kulturelle Wertvorstellungen? 2.Wie schlagen sich mögliche Veränderungen von Ethnizitäts- und Geschlechterentwürfe in den Selbstverortungen und subjektiven Strategien politischen Handeln nieder? Einleitung
  3. 3. 1. Theoretische Zugänge  Handlungs und identitätstheoretischer Zugang  Ethnizitätsforschung  Geschlechterforschung
  4. 4. 2.1 Übersicht Fallstudie  Sample: n = 24 (15 ♂, 9 ♀)  Externe Homogenisierung Mittleres Erwachsenenalter (30-55); sicherer Aufenthaltsstatus; akademisches Bildungsniveau; 1. Generation  Interne Heterogenität Varianz und Multiplizität politischer Orientierungen  Datenerhebung Leitfadengestützte rekonstruktiv-qualitative Tiefeninterviews (Helfferich; Lucius-Hoene/Deppermann)  Datenmaterial Interviews (Transkripte/Audio), soziodemographischer FB, Postscripte, Forschungstagebuch 2. Methodischer Zugang
  5. 5. 2.2 Datenauswertung 1. Rekonstruktive Interviewanalyse (Kruse) a) Einzelfallanalyse b) Längsschnittauswertung:  Entwicklung der politischen Identität  Selbstverortungen  Ethnizitätsentwürfe  Geschlechterentwürfe  Politikverständnisse 2. Typenbildende Verfahren (Kluge & Kelle) 2. Methodischer Zugang
  6. 6. 3.1. Politische Identität, Ethnizitätsentwürfe, Geschlechterentwürfe 3. Zentrale Ergebnisse  Heterogenität von Ethnizitätsimaginationen und Geschlechterentwürfen  Politische Identität als Zugehörigkeitsstrategie in WW mit narrativem Selbstentwurf  Relevanz von Subjektpotential und Kapitalvolumen  Ethnizität als (politisches) Instrument in Aushandlungsprozessen um Zugehörigkeit  Geschlechterasymmetrie als hegemoniale Struktur
  7. 7. 3.2. Typenbildung 3. Zentrale Ergebnisse Selbst- Zentriert 6 (m, w) Hybrid- Dezentriert 3 (m) Humanistisch- Dezentriet 4 (m) Tradiert-Zentristisch 11 (m, w) Integrative Strategien Transformative Strategien Traditionalisierung Individualisierung Neuidentifikation Neukonstruktion Kapital- volumen Wertorientierung Ethnisierung ……………………………………………………………… Ent-Ethnisierung Traditionelle Geschlechterentwürfe …………………………………. Egalitäre Entwürfe Kulturelle Differenz ……………………………………… Humanismus/ Universalismus
  8. 8. CIM Webinare Gender und Migration Khadija Raoudi 19 September 2013
  9. 9. Khadija Raoudi CIM Webinar Gender 19 September 2013 Überblick  Marokko auf einen Blick  Deutschland auf einen Blick  Frauen in Marokko  Frauen in Deutschland  Testimonials von 2 Frauen
  10. 10. Marokko auf einen Blick Khadija Raoudi CIM Webinar Gender 19 September 2013 Bevölkerung: 32,3 Mio Davon:  Frauen: 51%  Männer: 49% Durchschnittsalter: 27 Jahre Bevölkerungswachstum: 1,2 p.a. Weibliche Analphabetenrate: 50,8% Bewertung der Genderentwicklung: Platz 149 / 158 Ländern Quelle: Maroc Population Profil 2012
  11. 11. Wendepunkte in Sachen Frauenrecht in Marokko  1999 König Mohamed VI ist der erste marokkanische Monarch der seine Frau der Öffentlichkeit präsentierte  2004 die Mudawana  2007 Nationale Genderstrategie um Gleichheit für Frauen und Männer zu schaffen  2007 Reform der Staatsangehörigkeit : Kinder Marokkanischer Frauen bekommen automatisch die marokkanische Staatsangehörigkeit auch wenn ihre Väter keine Marokkaner sind Khadija Raoudi CIM Webinar Gender 19 September 2013
  12. 12. Khadija Raoudi CIM Webinar Gender 19 September 2013 Deutschland auf einen Blick Bevölkerung 80,5 Mill. (31.12) Anteil der Frauen in der Gesamtbevölkerung 51 % (2010) Ausländer-Anteil 8,2 % (2012) Bevölkerung mit Migrationshintergrund 19,5 % (2011) Quelle: Statistisches Bundesamt
  13. 13. Khadija Raoudi CIM Webinar Gender 19 September 2013 Frauen in Deutschland Auch in Deutschland sind Frauen in Führungsposition selten zu sehen Laut Mercer Unternehmungsberatung, belegt Deutschland im Vergleich von 29 EU-Länder Platz 28!  Frauenanteil in Führungsposition bei Unternehmen ab 500 Mitarbeiter  8,7%  Frauenanteil in den Vorständen  4%  Frauenanteil in der Chefredaktion von Deutschen Zeitungen  2 %
  14. 14. Khadija Raoudi CIM Webinar Gender 19 September 2013 Amina Gamraoui, in Frankreich geboren, Biologin, migrierte 2003 nach Marokko. Als Betriebsleiterin war Amina zuerst für 440 Männer zuständig danach übernahm Sie die Verantwortung über1000 „Männer“ bei den Französischen Umweltspezialisten die Firma Pizzorno in Marokko. 3 Fragen an Amina:  Wie war Ihre erste Erfahrung in Marokko ? Sehr gut, ich habe in Marokko viel mehr bewegt, was in Frankreich so gut wie unmöglich wäre.  Was ist Ihre Erfahrung im Bereich Gender und Arbeit ? Am Anfang war es nicht einfach! Ich war die einzige Frau in einer Führungsposition. Die Kommentare waren nicht immer angenehm anzuhören aber mit einer guten Portion Wille, Durchsetzsvermögen, Motivation und Unterstützung von meinem Manager habe ich meine Arbeit voranbringen können.  Hat sich die Position der Frauen in Marokko verbessert ? Ja, man kann schon kleine Fortschritte sehen. Es sind auch die letzte Zeit viele Frauen aus Frankreich, Spanien, Italien, USA… die nach Marokko kommen. Die Firmen haben de Kompetenzen der Frauen anerkannt. Testimonial von Amina Gamraoui Eine Frau in einer Männer Welt (Artikel l’Express.fr vom 20/09/2004)
  15. 15. Khadija Raoudi CIM Webinar Gender 19 September 2013 Meriem Bensalah Chaqroun 2012 gewählt zur Chefin der Chefs CGEM (Arbeitgeberv erband) Nawal El Moutawakel Vice Präsident des Internationalen Olympischen Komitees Mitglied des International Association of Athletics Federations (IAAF) Staatssekretärin im Ministerium für Jugend und Sport Solidarité Féminine Aicha Chenna setzt sich vor allem für die Rechte lediger Mütter und ihrer Kinder in Marokko ein. Bespiele von Frauen die sich in Marokko durchgesetz haben Fatima Mernissi Soziologin und feministische Buchautorin. Salwa Akhannouch Unternehmerin , Inhaberin von Morocco Mall, Zara,… Amina Slaoui engagiert sich in « Amicale Marocaine des Handicapés ». Sie hat auch das Reha Zentrum NOOR gegründet.
  16. 16. Khadija Raoudi CIM Webinar Gender 19 September 2013 Testimonial von Fatima Joumal Unternehmerin der Firma INID Fatima Joumal, in Frankreich geboren, Psychologin, Coach & Personaldienstleisterin, migrierte 2003 nach Marokko. Sie hat als HR & Trainer angefangen und gründete anschließend Ihre eigene Firma. 3 Fragen an Fatima:  Wie war Ihre erste Erfahrung in Marokko ? Positiv, meine Kompetenzen waren in Marokko sehr gefragt. Alles was ich in Frankreich gelernt habe, könnte ich in Marokko richtig umsetzen.  Was ist Ihre Erfahrung im Bereich Gender und Arbeit ? Viele Frauen arbeiten im Bereich HR, Coaching, Training, aber die Entscheidungen werden von Männer getroffen. In den großen Firmen die Top Positionen sind für Männer reserviert. Es ist wichtig seinen Ruf und sein Netzwerk aufzubauen, viele Projekte werden nicht ausgeschrieben sondern durch die stille Post vergeben.  Hat sich die Position der Frauen in Marokko verbessert ? Ja und Nein ! In den großen Städten ist es auf Jeden Fall besser, aber in den ländlichen Gebieten läuft die Entwicklung ganz anders ( Frauengenossenschaft für Agrarprodukte, Mikrokredite für Jungunternehmerinen…)
  17. 17. Khadija Raoudi CIM Webinar Gender 19 September 2013 Fast 1 Milliarde Menschen sind Migranten  1/7 Mensch auf dieser Welt. (OECD Migrationsausblick 2013) Ob in Marokko oder in Deutschland, es gibt also noch viel zu tun! Einen Ansatz: Diversity Management in der Gesellschaft sowie als Freiwillige Unternehmstrategie Diversität im Sinne von Vielfalt bezieht sich auf  Gender / Geschlecht  Nationalität, Ethnische Zugehörigkeit  Religion  Alter  Behinderung... Zusammenfassung

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