Innovation Workshop @ Deutsche Bahn

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Wie können digitale Technologien die Welt grundlegend verändern? Innovative Beispiele für Mobilität, Infrastruktur, Gesundheit, Landwirtschaft und Bildung aus Kenia, Tansania, Südafrika, Indien und Costa Rica. Dabei geht es um Apps, Online-Plattform, Social Start-Ups.

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  •  Evtl Bild schickes vom Trendreport aus labtogether- Präse?
  • Wir stellen euch Projekte aus vier verschiedenen Wirkungsbereichen vor:
    - Finanzielle Inklusion
    - Infrastruktur
    - Mobile Anwendungen in der Landwirtschaft (mAgri/Bauern empowern)
    - Digitale und mobile Formate im Gesundheitsbereich
    Viele dieser Projekte haben wir selbst besucht und kennengelernt.
    Anhand der Beispiele stellen wir euch die besonderen Faktoren vor, die den Erfolg des jeweiligen Projekts bedingen.
    Diese werden wir im Anschluss auch nochmal zusammenfassend darstellen.
  • Kathleen
    -> BottomUp?
    -> Crowdsourcing von BewegungsProfilen in Nairobi. Matatu-Linienplan.
    -> Matatus haben auch WLan

     Schönes Bild! (evtl auch einfach nur Matatu-Stau in Nairobi?)
  • Ich find nicht das Beispiel nachdem ich gesucht hatte,

     Schönes Bild!
  • M-Pesa ermöglicht mithilfe einfacher Mobiltelefone Bargeld in „e-Geld“ (elektronisches Guthaben) umzuwandeln und „einzulagern“, es per SMS an Verwandte und Freunde schicken oder Geld von ihnen empfangen.
    Ursprünglich sollte das Pilotprojekt von Vodafone und DFID (Abteilung für internationale Entwicklungszusammenarbeit in Großbritannien) lediglich der einfacheren Rückzahlung von Mikrokrediten via Handy dienen. Als die Nutzer M-Pesa allerdings für ihre Bedarfe umwandelten, z.B. vor einer Reise ihr Geld sicher via M-Pesa einlagerten und vor Ort wieder in Bargeld umwandelten, passte das Management von Safaricom die Funktionen an. (Bottom-Up Prototyping)
    In Kenia transferieren 17 Millionen aktive Kunden täglich 2 Milliarden KSh (das sind etwa 1,9 Millionen Euro). Von 140 Mio. Kunden leben 23 in Kenia.
    Mithilfe von M-Pesa erhält ein Großteil der Bevölkerung Zugang zu Wirtschaftskreisläufen und Finanzmärkten, von denen sie bisher ausgeschlossen waren. Schönes Beispiel für sogenanntes „leap-frogging“ – ein Entwicklungsschritt (Nutzung traditioneller Banksysteme) wird einfach ausgespart.
    Zahlreiche Dienste schließen inzwischen an M-Pesa an, so können Mikrokredite via mobile Money ausgezahlt werden und Versicherungen und Sparkonten abgeschlossen werden.
    Gutes Beispiel für Reverse Innovation: Der Dienst wurde 2014 auch in Rumänien eingeführt – hier haben 50 Prozent der erwachsenen Bevölkerung kein eigenes Bankkonto und erledigen ihre Geschäfte mit Bargeld.
  • Kilimo Salama bedeutet „Sichere Ernte“. Kenianische Bauern können mit diesem Service ihr Getreide gegen extreme Wetterbedingungen wie Dürre oder Überschwemmungen versichern.
    Die Versicherung werden zusammen mit dem Saatgut für 5 Prozent des Kaufpreises erworben. Bauern müssen also nicht mit Versicherungsvertretern verhandeln. Die Abwicklung der Zahlung läuft über M-Pesa, weswegen Kilimo Salama ein schönes Beispiel für eine Innovation ist, die auf einer bereits bestehenden erfolgreichen wie M-Pesa aufbaut.
    Wetterstationen beobachten die Klimaverhältnisse in einer Region- gibt es zu wenig oder zu viel Regen, erhält der Bauer automatisch eine Zahlung über M-Pesa, die ihn für die Kosten seines Saatguts entschädigt.
    Informationen der Wetterstationen werden auch gesammelt und ausgewertet, um Erkenntnisse zu regionalen Wettertrends zu sammeln.

    Kathleen
    -> TopUp: Entwickelt eine bestehende Innovation weiter
    --> Adaption bei der Bahn.

     Schönes Bild!
  • Kathleen
    -> Zielgruppe angemessen
    -> BottomUp
    -> OpenData
    -> Opensource??
     Schönes Bild!!
  • Groß angelegte Weiterbildungsprogramme für ca. 120 Mio. landwirtschaftliche Betriebe in Indien bisher wenig bewirkt.
    Digital Green entwickelte das Format von und mit Bauern partizipative Lernvideos zu entwickeln. Die landwirtschaftlichen Berater filmen gemeinsam mit den Bauern Videos, in denen sie erfolgreiche Methoden vorstellen, zeigen diese in den Dörfern und setzen eine speziell angepasste Software zur Dokumentation und Analyse ihrer Arbeit ein. (Peer-to-Peer)
    Die Annahme bestätigt: Partizipativ produzierte Videos sind nicht nur anschaulicher und lebensnaher für die Bauern, sondern haben auch eine höhere Umsetzungsrate. Informationen sind praktisch, da auf lokale Gegebenheiten zugeschnitten.
  • Viele Frauen in Südafrika (vor allem mit Einwanderungshintergrund) nehmen während Schwangerschaft und Geburt keine gesundheitliche Versorgung in Anspruch.
    Der SMS-Service sendet Reminder für Regeltermine in 6 Wunschsprachen und gibt wichtige „stage-based“ Tipps für Verhalten während der Schwangerschaft. Begleitet ebenso das erste Lebensjahr.
    Frauen haben Möglichkeit, Service in öffentlichen Gesundheitseinrichtungen zu bewerten. (Feedback)
    Wurde 2014 vom Gesundheitsministerium übernommen und ermöglicht nun genaue Daten zu Geburtenstatistik und Qualität der Gesundheitsversorgung. (Skalierung und Leapfrogging)
    Wirkung?

  • Das Risiko an Aids zu erkranken ist für Mädchen in Südafrika zwischen 15-25 Jahren besonders hoch. Es findet keine Aufklärung in Schule oder Elternhaus statt, die Mädchen sind zu früh sexuell aktiv, haben wechselnde Partner, und nutzen keine Kondome weil sie die Risiken nicht kennen (löst ein echtes Problem und schließt eine Lücke).
    Online-Plattform bietet Raum für offenen, anonymen Austausch zwischen den Mädchen (Peer-to-Peer) und steht mit professionellem Rat zur Seite. Kann auch mit einfachen Feature-Phones benutzt werden.
    Ergänzt durch Online-Game, das spielerisch über die Risiken aufklärt und Verhaltenstipps gibt (Gamification).
    Wirkung?

  • Open Data und Crowdsourcing habe ich noch nicht in der Liste- haben wir dazu überhaupt Beispiele?
    TopUp (eine bestehende Innovation weiterentwickeln).
  • Innovation Workshop @ Deutsche Bahn

    1. 1. Digital für sozial. Mit Online-Tools die Welt verändern. Wie geht das? Beispiele aus aller Welt und ihre Erfolgsfaktoren Kathleen Ziemann/ Franziska Kreische
    2. 2. Wer wir sind und was wir machen • Wir stellen uns vor • Wir stellen das lab und unsere Arbeit vor • Du lernst digital-soziale Beispiele aus vier Wirkungsbereichen kennen • Du diskutierst, warum und wie diese Beispiele die Welt verbessern
    3. 3. Wie wir arbeiten
    4. 4. BottomUp Infrastruktur
    5. 5. Matatu-App (Kenia)
    6. 6. Waze-App (Costa Rica)
    7. 7. Finanzielle Inklusion
    8. 8. M-Pesa (Kenia)
    9. 9. Kilimo Salama (Kenia)
    10. 10. mAgri
    11. 11. Habari Mazao (Tansania)
    12. 12. Digital Green (Indien)
    13. 13. mHealth
    14. 14. MomConnect (Südafrika)
    15. 15. Choma (Südafrika)
    16. 16. Welche Faktoren bilden den Nährboden für erfolgreiche digital-soziale Projekte? • Problemlösung: Das Projekt löst ein spezifisches Problem und schließt eine echte Lücke zwischen Bedürfnissen und Angebot. • BottomUp: Das Projekt wird von den Betroffenen initiiert (Habari Mazao, Digital Matatus). • User-Centered Design: Der Nutzen ist genau auf eine Zielgruppe zugeschnitten (Kilimo Salama, MomConnect). • Feedback-Loops: Projekte profitieren oft von einem eingebauten Feedback-Prozess und/oder einem Peer-to-Peer Austausch zwischen den Nutzern (Choma)
    17. 17. • Leapfrogging: Durch das Projekt wird ein Entwicklungsschritt übersprungen (MomConnect, M-Pesa). • Reverse Innovation: Projekte aus Entwicklungsländern werden in anderen Ländern adaptiert (M-Pesa, Waze). • Zusätzlichen Push zur Skalierung kann das Projekt durch Unterstützung der Regierung erhalten (MomConnect). • TopUp Effekt: Die Innovation ist so tragfähig, dass andere Projekte darauf aufbauen können (Kilimo Salama). Welche Effekte können erfolgreiche digital- soziale Innovationen erzielen?
    18. 18. Jetzt zu Dir... • Hast du dich im Kontext mit deiner Arbeit bereits mit den genannten Erfolgsfaktoren auseinandergesetzt? • Gibt es Momente in deiner Arbeit, in denen diese Faktoren und Effekte wirken könnten? (Stichwort Reverse Innovation)
    19. 19. Vielen Dank! • Kathleen.Ziemann@betterplace.org • Franziska.Kreische@betterplace.org • Betterplace-lab.org • @betterplacelab

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