SCRUM in der Anwendung - Retrospektive

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Claudia Scherer, Associate Consultant, beschreibt wie man als Scrum Master abwechslungsreiche Retrospektiven – je nach Ablauf eines Sprints – organisieren kann. Dabei stützt sie sich auf ihre Best Practice Erfahrungen.

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SCRUM in der Anwendung - Retrospektive

  1. 1. Wie kann man Retrospektiven interaktiv und abwechslungsreich gestalten? CLAUDIA SCHERER SEPTEMBER 2015 SCRUM in der Anwendung – Retrospektive –
  2. 2. Inhalte des Tutorials 2 SCRUM in der Anwendung – Retrospektive Inhalte des Tutorials » SCRUM in a Nutshell » Erläuterung der Retrospektive » Nützliche Tools » Die Erfahrungen » Vorstellung der Methoden » Zusammenfassung
  3. 3. 3 SCRUM in der Anwendung – Retrospektive Scrum in a nutshell » Scrum ist ein Framework für das Managen komplexer Projekte » Der Ansatz von Scrum ist empirisch, inkrementell und iterativ » Bei Scrum gibt es: » definierte Rollen (Product Owner, Scrum Master, Team) » einen geregelten Sprint-Ablauf (Sprint Planning, Daily Stand- Up, Grooming, Review, Retrospective) » Definierte Artefakte (Product Backlog, Sprint Backlog, Scrum Board)  Der Erfolg eines Scrum- Projekts hängt von einem idealen Zusammenspiel der genannten Faktoren für das jeweilige Scrum-Team ab
  4. 4. 4 SCRUM in der Anwendung – Retrospektive Erläuterung der Retrospektive » Die sogenannte „Retrospektive“ ist ein fest vorgesehenes Meeting im SCRUM-Framework. » Zum Ende jedes Sprints (fester Iterationszyklus von ein bis vier Wochen) ist ein „Verbesserungsmeeting“ – die Retrospektive – vorgesehen. » Darin soll einem SCRUM-Grundsatz Rechnung getragen werden: Inspect & Adapt. Das heißt: Wir betrachten regelmäßig unsere Zusammenarbeit kritisch und überlegen, welche Anpassungen wir vornehmen können, um noch besser und effektiver zusammenzuarbeiten.
  5. 5. 5 SCRUM in der Anwendung – Retrospektive Nützliche Tools » Idealerweise sitzt ein SCRUM-Team im selben Raum. Ist das der Fall, kann sich das SCRUM-Team für die Retrospektive in einem separaten Raum zurückziehen und die Punkte besprechen.  Als Tools eignen sich ein Whiteboard / Flipchart und farbige Metakarten / PostIt‘s. » Ist das Team verteilt auf mehrere Standorte, sollte die Retrospective via Videokonferenz durchgeführt werden. Das macht die Diskussion persönlicher.  Als Tool eignet sich die Online-Pinnwand (www.linoit.com). Hier haben verschiedene Mitarbeiter Zugriff auf dieselbe Oberfläche. Das Ergebnis wurde vom SCRUM Master als Screenshot festgehalten.
  6. 6. 6 SCRUM in der Anwendung – Retrospektive Die Erfahrungen » Ein SCRUM-Team wächst erst mit der Zeit zusammen. Somit gibt es zu Beginn eines neuen Teams unterschiedliche Themen, die in der Retrospektive besprochen werden. Aber auch für ein eingespieltes SCRUM-Team gibt es immer wieder Themen, da jeder Sprint unterschiedlich ist. » Um die einzelnen Retrospektive Meetings abwechslungsreich zu gestalten, können hierfür die verschiedensten Methoden angewendet werden. » Während den letzten Monate konnten unsere Teammitglieder einige davon kennenlernen. Auf den folgenden Seiten möchten wir einige dieser Methoden vorstellen.
  7. 7. SCRUM in der Anwendung – Retrospektive 7 Retrospektive – Vorstellung der Methoden
  8. 8. Übersicht 8 SCRUM in der Anwendung – Retrospektive Vorstellung der Methoden 1. Was haben wir gut gemacht? Was sollen wir künftig besser machen? 2. MAD – GLAD – SAD 3. Learning Matrix 4. START – STOP – CHANGE – CONTINUE 5. Explorer, Shopper, Visitor und Prisoner (ESVP) 6. Speedboat 7. Starfish 8. Appreciation Technik 9. Receipe of a good SCRUM-Team 10. Discussion about SCRUM meetings 11. Are you agile enough?
  9. 9. Um aus dem vergangen Sprint zu lernen, können ganz nüchtern die beiden Fragen Was haben wir gut gemacht? und Was sollen wir künftig besser machen können? beantwortet werden. Die jeweiligen Antworten werden im Anschluss geclustert und zu jedem Cluster können Maßnahmen erhoben werden. 9 Was haben wir gut gemacht? Was sollen wir künftig besser machen können? Methode 1/11
  10. 10. Ferner können Erfahrungen mit der MAD-GLAD-SAD-Methode betrachtet werden. Alles Teammitglieder notieren was sie frustriert, traurig oder froh gemacht hat. Die Ergebnisse können im Anschluss gecluster werden und es können Maßnahmen daraus abgeleitet werden. 10 MAD – GLAD – SAD - Das hat mich frustriert - Das hat nicht so gut ge- klappt - Das hat mich verärgert - Das war Zeitverschwen- dung - Das hat mich enttäuscht - Das können wir verbessern - Das ist gut gelaufen - Das habe ich gelernt - Tolle Idee - Ich möchte gerne jemandem danken Methode 2/11
  11. 11. Die Learning Matrix hilft uns den vergangenen Sprint aus verschiedenen Blickwinkeln zu reflektieren. Was sollten wir beibehalten? Was sollten wir ändern? Neue Ideen Was oder wen haben wir geschätzt? Hieraus können wir im Anschluss Maßnahmen ableiten. 11 Learning Matrix   Methode 3/11
  12. 12. Diese Methode ist sehr selbsterklärend. Das Team beleuchtet mit was es beginnen möchte, was es in Zukunft nicht mehr tun möchte, was geändert werden sollte und was beibehalten werden soll. Auch hier können im Anschluss Cluster und Maßnahmen gebildet werden. 12 START – STOP – CHANGE – CONTINUE Methode 4/11
  13. 13. Die Methode ESVP, die für die Haltungen Explorer, Shopper, Visitor und Prisoner steht, hilft, die Teilnehmer dazu zu bringen, sich Gedanken zu machen, mit welcher Haltung man am heutigen Meeting/Retrospektive teilnimmt. Ablauf: 1. Erkläre den Ablauf. 2. Zeige das Flipchart mit den 4 Begriffen und definiere sie: • Explorer wollen alle möglichen neuen Ideen und Einsichten entdecken. • Shopper schauen sich alle vorhandene Information an und freuen sich über eine nützliche neue Idee. • Visitor interessieren sich nicht für die Retrospektive, sind aber glücklich über die Pause von der täglichen Routine. • Prisoner fühlen sich zur Retrospektive gezwungen und würden lieber etwas anderes tun. 3. Verteile die „Wahlzettel“ und lass jeden einen Buchstaben F, S, U oder G geheim darauf schreiben. 4. Mache die Auswertung öffentlich und achte dabei darauf, dass niemand erkennen kann, von wem welcher Zettel war. 5. Frage die Gruppe: „Was denkt ihr über das Ergebnis?“ Leite eine kurze Diskussion darüber, wie diese Einstellungen das Ergebnis der Retrospektive beeinflussen werden. 6. Frage zum Abschluss: „Passen diese Kategorien zu unserer Einstellung zur täglichen Arbeit?“ 7. Im Anschluss kann die Retrospektive mit weitere Techniken, wie zum Beispiel der Leraning Matrix Technik, weitergeführt werden 13 Explorer, Shopper, Visitor und Prisoner (ESVP) Methode 5/11
  14. 14. Speedboat ist eine hervorragende Methode zum Sammeln von Themen, die im Anschluss detaillierter betrachten und mit Maßnahmen behangen werden. Der vergangene Sprint wird durch verschiedene Blickwinkel betrachtet und ermöglicht es den Teilnehmern so die relevanten Themen zu adressieren. Die vier Quadranten:  Anker: das stoppte unser Team das Sprint-Ziel zu erreichen  Motor: das hat unserem Team geholfen das Sprint-Ziel zu erreichen  Steine: Diese Risiken sieht das Team, mit denen das Spint-Ziel nicht erreicht werden kann  Sonne: Hoffnungen und Ideen für eine schnelle und gute Fahr mit dem Speedboat 14 Speedboat Methode 6/11
  15. 15. Ähnlich wie beim Speedboat wird der vergangene Sprint aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Die Ergebnisse können im Anschluss geclustert werden. Außerdem können hieraus wieder Maßnahmen abgeleitet werden 15 Starfish Methode 7/11 Stop Less More Keep Start
  16. 16. Diese Technik dient nicht dazu kritisch auf den vergangenen Sprint zurückzublicken, vielmehr dient er dem Wohlbefinden der Teammitglieder. Das Team hat 10-15 Minuten Zeit, positive Eigenschaften über jedes einzelne Teammitglied zu notieren. Im Anschluss werden alle Eigenschaften in der Gruppe geteilt. 16 Appreciation Technik Methode 8/11
  17. 17. Nach 2-3 sehr erfolgreichen Sprints wird reflektiert, was das Team im Gegensatz zu weniger erfolgreichen Sprints anders gemacht hat. Hieraus wird im Anschluss ein Rezept für ein gutes SCRUM-Team geschrieben. Dieses Rezept soll sich jedes Teammitglied in Zukunft immer vor Augen halten, damit die folgenden Sprints genauso erfolgreich werden, wie die vergangenen. 17 Receipe of a good SCRUM-Team Methode 9/11
  18. 18. Um den Ablauf eines jeden SCRUM Meetings zu verbessern, können die einzelnen SCRUM Meetings kritisch beleuchtet werden:  Sprint Planning Meetings  Daily Standups  Grooming / Refinement sessions  Sprint Review Meeting  Sprint Retrospective Die START – STOP – CHANGE – CONTINUE Methode wurde hier zusätzlich eingesetzt, damit die Meetings aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden konnten. Nachdem der Input gesammelt wurde, gab es eine Clusterung, sowie die Ableitung von Maßnahmen. 18 Discussion about SCRUM meetings Methode 10/11
  19. 19. Selbst ein eingespieltes SCRUM-Team kann unter Umständen mit der Zeit „Betriebsblind“ werden. Die Website www.comparativeagility.com bietet dem Team eine gute Möglichkeit die gemeinsame Arbeit genauestens zu reflektieren. Gemeinsam werden die vorgegebenen Fragen rund um die agile Zusammenarbeit beantwortet. Folgende Themengebiete werden hierbei durchlaufen: 19 Are you agile enough? Methode 11/11
  20. 20. SCRUM in der Anwendung – Retrospektive 20 Zusammenfassung
  21. 21. Zum Schluss…. 21 SCRUM in der Anwendung – Retrospektive Zusammenfassung … bleibt noch zu sagen: Keine Sprint gleicht dem Anderen. Somit auch die aufkommenden Themen während einzelner Retrospektiven. Dies gibt uns die Möglichkeit die verschiedensten Methoden anzuwenden, um die bestmöglichen Ergebnisse und Maßnahmen daraus zu ziehen.
  22. 22. Unsere Standorte Niederlassung Darmstadt Kasinostraße 60 64293 Darmstadt Tel +49 61 51 – 78 90 0 Fax +49 61 51 – 78 90 23 0 Hauptsitz Bonn Kurfürstenallee 5 53177 Bonn Tel +49 228 – 76 36 31 0 Fax +49 228 –76 36 31 3 Niederlassung Bern Bridelstrasse 37 3008 Bern Tel +41 31 – 534 07 06 Fax +41 31 – 536 69 78 Niederlassung Neuss Hammfelddamm 6 41460 Neuss Tel +49 228 – 76 36 31 0 Fax +49 228 –76 36 31 3 Vielen Dank!

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