Inhalt <ul><li>Was sind Metadaten?
Design und Ding
Kataloge
INSPIRE und digitale Geodaten
Neue Anforderung: Pragmatik
...und der ganze REST </li></ul>Arnulf Christl http://www.metaspatial.net
Metaspatial   Gründung:  März 2010 Schwerpunkt:  In-Wert-Setzung von Geodaten ! Beratung:  Geodateninfrastrukturen Metadat...
In Anlehnung an:  &quot;Neue Männer braucht das Land&quot; (Ina Deter Band)
Neue Metadaten braucht das Land!
Was sind Metadaten? <ul><li>Als Metadaten oder Metainformationen bezeichnet man allgemein Daten, die Informationen über an...
[…] Eine allgemeingültige Unterscheidung zwischen Metadaten und  gewöhnlichen  Daten  existiert allerdings nicht , da die ...
Metadaten in Katalogen... Typische Metadaten zu einem Buch  (Objekt) sind beispielsweise: <ul><li>der Name des Autors
die Auflage
das Erscheinungsjahr
der Verlag
die  ISBN  ... </li></ul>Was halt so auf eine  Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A
Es ist naheliegend zu denken, dass Metadaten  in digitalen Katalogen  dann so aussehen müssten:
Metadaten in digitalen Katalogen... Was halt so auf eine  Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine  ...
Digitale (Meta)daten ...sind jedoch etwas gänzlich anderes!
Materie (ein Ding) kann nur an einem Ort sein.  Ein Ding verdeckt das andere. Ein Ding kann nicht an zwei  Orten gleichzei...
Digitale (Meta)daten sind anders.  Sie können dupliziert und kopiert werden. ...ein bisschen so wie Open Source...
Copying is not theft!
Information (Design, Ideen, Konzepte, Daten)  können gleichzeitig an mehreren Orten sein.
...digitale Metadaten? Zu den Metadaten einer digitalen Datei  zählen unter anderem: <ul><li>der Dateiname
die Zugriffsrechte
das Datum der letzten Änderung
das Dateiformat (odt, shp,  kml ,  xml ,  rss ,  rdf ) </li></ul>->   Aber: da geht viel mehr, weil alles vernetzt ist!
...digitale Geo-Metadaten Die Datei selbst kann Metadaten enthalten: kml  - Keyhole Markup Language (OGC) xml  - eXtensibl...
Doch zurück zu INSPIRE: &quot;Profile! Warum nur, warum?&quot; ...höre ich sie jammern.  Ganz einfach: Weil die Idee noch ...
Nicht alle Ideen aus der Vergangenheit sind schlecht. Aber sie sollten sich weiterentwickeln dürfen.
INSPIRE Der Begriff &quot;Metadaten&quot; an sich wird nicht definiert, sondern lediglich Inhalte beschrieben: RICHTLINIE ...
Metadaten in INSPIRE INSPIRE strukturiert bereits auf oberster Ebeben durch eine grobe Kategorie  was  katalogisiert werde...
Beispiele aus der Geo-Praxis Metadaten zu einem  Orthophoto  enthalten folgende Informationen: <ul><li>Aufnahmegerät  </li...
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Neue Metadaten braucht das Land (Foliensatz)

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Der Vortrag wurde auf dem AGIT Symposium 2010 in Slazburg, Austria gehalten. Eingangs wird die Frage gestellt was Metadaten überhaupt sind. Nach der Feststellung, dass sie nicht von digitalen Daten unterscheidbar sind wird der Unterschied zwischen Design und Ding erläutert. Kataloge wie sie derzeit von INSPIRE für digitale Geodaten vorgeschlagen werden den neuen Anforderung der digitalen Welt nicht gerecht. Ein Ansatz wie die Pragmatik in der Linguistik kann Abhilfe schaffen, die Technik dafür und der ganze REST sind bereits da.

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Neue Metadaten braucht das Land (Foliensatz)

  1. 1. Inhalt <ul><li>Was sind Metadaten?
  2. 2. Design und Ding
  3. 3. Kataloge
  4. 4. INSPIRE und digitale Geodaten
  5. 5. Neue Anforderung: Pragmatik
  6. 6. ...und der ganze REST </li></ul>Arnulf Christl http://www.metaspatial.net
  7. 7. Metaspatial Gründung: März 2010 Schwerpunkt: In-Wert-Setzung von Geodaten ! Beratung: Geodateninfrastrukturen Metadaten Professioneller Open Source Einsatz Neu: Agiles Projektmanagement http://www.metaspatial.net
  8. 8. In Anlehnung an: &quot;Neue Männer braucht das Land&quot; (Ina Deter Band)
  9. 9. Neue Metadaten braucht das Land!
  10. 10. Was sind Metadaten? <ul><li>Als Metadaten oder Metainformationen bezeichnet man allgemein Daten, die Informationen über andere Daten enthalten.
  11. 11. […] Eine allgemeingültige Unterscheidung zwischen Metadaten und gewöhnlichen Daten existiert allerdings nicht , da die Bezeichnung eine Frage des Standpunkts ist! </li></ul>
  12. 12. Metadaten in Katalogen... Typische Metadaten zu einem Buch (Objekt) sind beispielsweise: <ul><li>der Name des Autors
  13. 13. die Auflage
  14. 14. das Erscheinungsjahr
  15. 15. der Verlag
  16. 16. die ISBN ... </li></ul>Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A
  17. 17. Es ist naheliegend zu denken, dass Metadaten in digitalen Katalogen dann so aussehen müssten:
  18. 18. Metadaten in digitalen Katalogen... Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A Was halt so auf eine Karteikarte passt G – ! C – A L – O T – A
  19. 19. Digitale (Meta)daten ...sind jedoch etwas gänzlich anderes!
  20. 20. Materie (ein Ding) kann nur an einem Ort sein. Ein Ding verdeckt das andere. Ein Ding kann nicht an zwei Orten gleichzeitig sein.
  21. 21. Digitale (Meta)daten sind anders. Sie können dupliziert und kopiert werden. ...ein bisschen so wie Open Source...
  22. 22. Copying is not theft!
  23. 23. Information (Design, Ideen, Konzepte, Daten) können gleichzeitig an mehreren Orten sein.
  24. 24. ...digitale Metadaten? Zu den Metadaten einer digitalen Datei zählen unter anderem: <ul><li>der Dateiname
  25. 25. die Zugriffsrechte
  26. 26. das Datum der letzten Änderung
  27. 27. das Dateiformat (odt, shp, kml , xml , rss , rdf ) </li></ul>-> Aber: da geht viel mehr, weil alles vernetzt ist!
  28. 28. ...digitale Geo-Metadaten Die Datei selbst kann Metadaten enthalten: kml - Keyhole Markup Language (OGC) xml - eXtensible Markup Language (W3C) rss - Really Simple Syndication (W3C) rdf - Resource Description Framework (W3C) -> Da geht noch viel mehr, weil alles vernetzt ist!
  29. 29. Doch zurück zu INSPIRE: &quot;Profile! Warum nur, warum?&quot; ...höre ich sie jammern. Ganz einfach: Weil die Idee noch aus dem letzten Jahrhundert stammt.
  30. 30. Nicht alle Ideen aus der Vergangenheit sind schlecht. Aber sie sollten sich weiterentwickeln dürfen.
  31. 31. INSPIRE Der Begriff &quot;Metadaten&quot; an sich wird nicht definiert, sondern lediglich Inhalte beschrieben: RICHTLINIE 2007/2/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES <ul><li>Metadaten umfassen Angaben zu folgenden Aspekten: </li></ul>a) Entsprechung der Geodatensätze mit den in Artikel 7 Absatz 1 vorgesehenen Durchführungsbestimmungen;
  32. 32. Metadaten in INSPIRE INSPIRE strukturiert bereits auf oberster Ebeben durch eine grobe Kategorie was katalogisiert werden soll, ähnlich dem Library Classification System von Dewey aus vor-digitaler Zeit... Die Annexes (thematische Anhänge der EU-Richtlinie) definieren welche Art von Daten und Metadaten wann bereitgestellt werden müssen. Der ISO Standard 19139 beschreibt das wie .
  33. 33. Beispiele aus der Geo-Praxis Metadaten zu einem Orthophoto enthalten folgende Informationen: <ul><li>Aufnahmegerät </li><ul><li>Digital
  34. 34. Analog </li></ul><li>Bearbeitungsschritte </li><ul><li>Ausschnitt, Entzerrung
  35. 35. Schattenaufhellung
  36. 36. Kontrastanpassung
  37. 37. Farbanpassung
  38. 38. etc. </li></ul></ul><ul><li>Räumlicher Ausschnitt
  39. 39. Koordinatensystem
  40. 40. Projektion
  41. 41. Format, Zugriffsmöglichkeiten
  42. 42. Datum der Aufnahme
  43. 43. Auflösung des Originalbildes
  44. 44. Farbkanäle </li></ul>
  45. 45. Beispiele aus der Geo-Praxis Metadaten zu einem Stau-Informationsdienstes beschreiben folgende Aspekte: <ul><li>Aufnahmeart </li><ul><li>Datenerhebung durch Verkehrsüberwachung (amtlich)
  46. 46. Meldungen durch Autofahrer (freiwillig, verifiziert)
  47. 47. Prognosestatus </li></ul><li>Berücksichtigung von Baustellen
  48. 48. etc. </li></ul><ul><li>Räumlicher Ausschnitt
  49. 49. Koordinatensystem
  50. 50. Projektion
  51. 51. Format, Zugriffsmöglichkeiten
  52. 52. Ursprung der geometrischen Grundlage
  53. 53. Aktualität der geometrischen Grundlage </li></ul>
  54. 54. Syntax und Semantik Syntax und Semantik sind Disziplinen der Semiotik. In der Geoinformatik beschreibt d ie Syntax Geodaten formal , während sich die Semantik auf deren Bedeutung bezieht. Um die Bedeutung strukturiert in einem Katalog ablegen und durchsuchen zu können, wird eine Indexierung benötigt.
  55. 55. Thesauri und Indexierung Ein Thesaurus oder Wortnetz ist ein kontrolliertes Vokabular, dessen Begriffe durch Relationen ( Beziehungen ) miteinander verbunden ist. <ul><li>systematisch geordnete Sammlung von Begriffen, die in thematischer Beziehung zueinander stehen.
  56. 56. Polyhierarchische Indexierung ( z.B. für Kataloge ) </li></ul>Eine gemeinsame Bedeutung wird vorausgesetzt.
  57. 57. Ontologien Die Ontologie ist die Lehre vom Sein der Dinge . <ul><li>Eine Ontologie beschreibt die Beziehungen von Sinnzusammenhängen ( Bedeutungen ) und bringt sie in einen definierten und kontrollierten Kontext.
  58. 58. Erst das Akzeptieren und anwenden einer gemeinsamen Ontologie und eines Sinn-zusammenhangs ermöglicht Kommunikation . </li></ul>
  59. 59. Pragmatik Syntax und Semantik werden (in der Semiotik) durch die Lehre von den Beziehungen der Zeichen zu den Zeichenbenutzern (der Pragmatik ) vollendet. ...in der Informatik und Geodatenverwaltung fehlt Pragmatik !
  60. 60. Komplexe Technologie und Formate Die Situation auf Seite des Anbieters: <ul><li>Geodaten werden durch den kleinsten gemeinsamen Nenner beschrieben (Dublin Core, FGDC, ISO 19115).
  61. 61. Metadatenerfassung und Pflege sind zusätzliche, (oft unbeliebte) Aufgaben der Datenanbieter.
  62. 62. Bereitstellung über komplexe Mechanismen (CSW) und Formate (ISO 19139 und spezielle Profile).
  63. 63. Metadaten-Qualität ist weitgehend auf Syntax beschränkt.
  64. 64. Interaktionsmöglichkeiten mit den Anwendern sind minimal. </li></ul>
  65. 65. Divergenz zwischen Angebot und Nachfrage Die Situation auf Seite des Anwenders: <ul><li>Anwender verstehen die &quot;Sprache&quot; der Anbieter nicht.
  66. 66. Beschreibungen der Geodaten und -Dienste reicht nicht aus, um fachliche Themen zu finden.
  67. 67. Dienste-Angebot ist technisch zu kompliziert, inhaltlich inkompatibel und unzuverlässig.
  68. 68. Web-Portale erfüllen nicht die Anforderungen der Nutzer.
  69. 69. Die Interaktion zwischen Anbieter und Nutzer ist minimal.
  70. 70. Metadaten zeigen oft ins Leere, sind unvollständig vernetzt . </li></ul>
  71. 71. Neue Anforderungen <ul><li>Angebot erweitern und Suche vereinfachen .
  72. 72. Sortieren und &quot;stöbern&quot; (browsing) ermöglichen .
  73. 73. Option, Ergebnisse bewerten zu können.
  74. 74. Einordnung in feste Kategorien durch Kommentierungen (Tagging) ergänzen .
  75. 75. Erstellung und Pflege der Metadaten automatisieren .
  76. 76. Interaktion von Anbieter, Broker und Nutzer deutlich vereinfachen . </li></ul>
  77. 77. Konzepte aus dem Web 2.0 <ul><li>Technik: REST-Architekturen ermöglichen flexible, einfache Erhebung, Pflege und Suche.
  78. 78. Prozesse: Aktualisierung von Metadaten erfolgt automatisiert über Nachrichten wie GeoRSS .
  79. 79. Inhalt: Daten gehören in offene Ablagen, damit Ontologien darauf wachsen können.
  80. 80. Die Erzeugung und Pflege von Ontologien muss durch Anwender -Gesellschaften erfolgen. </li></ul>
  81. 81. Filter on the way out! David Weinberger (2008): Das Ende der Schublade. Die Macht der neuen digitalen Unordnung.
  82. 82. Technik: REST mit Sinn verbinden Vier Konzepte: <ul><li>die Ressource
  83. 83. ihr Name (URL)
  84. 84. ihre Repräsentation
  85. 85. ihre Verbindungen (Links, Verweise) </li></ul>Vier Eigenschaften: <ul><li>Adressierbarkeit
  86. 86. Zustandslosigkeit
  87. 87. Verbundenheit
  88. 88. Wohldefinierte Operationen </li></ul>Das entsprechende Architekturmodell ist die Resource Oriented Architecture (kurz: ROA).
  89. 89. Ausblick Aktuelle Katalog-Technik wird dem Potential digitaler Daten nicht gerecht. &quot;Ablagen&quot; sind besser geeignet: <ul><li>Das &quot;Ablagen&quot;-Konzept muss in die INSPIRE Richtlinien eingearbeitet werden. </li></ul>Das &quot;Internet&quot; ist die Basis jeder Geodateninfrastruktur. Es muss lediglich &quot;richtig&quot; genutzt werden: <ul><li>REST-Paradigmen müssen in den Standards des OGC berücksichtigt und in INSPIRE umgesetzt werden. </li></ul>
  90. 90. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Metaspatial Dieser Foliensatz darf zu jedem Zweck und kopiert, weiterverwendet und verändert werden. Siehe auch: Copystraight . Copyright: Arnulf Christl 2010 6. bis 9. September 2010 Die internationale Open Source Konferenz der Geo-Branche http://2010.foss4g.org Download: Artikel: http://arnulf.us/publications/neue-metadaten-braucht-das-land_paper.odt ( pdf ) Foliensatz: http://arnulf.us/publications/neue-metadaten-braucht-das-land_slides.odt ( pdf )

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