Examenspredigt    Andreas Janke
Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig                             Landeskirchenamt                         ...
Ich versichere, diese Arbeit ohne fremde Hilfegeschrieben, alle benutzten Hilfsmittel angegeben undalle w¨ rtlichen wie in...
InhaltsverzeichnisInhaltsverzeichnis1. Predigt                                                                            ...
1. Predigt1. Predigt                                       [Pause]                                                        ...
1. Predigt   Wir bekennen einander: Gott ist noch heiliger als wir, dreimalheilig. Obwohl wiruns zu Seraphen machen, m¨ ss...
¨                                   2. Uberleitungfolgen konnte. Das, was man sah, erkl¨ rte er so abwegig, dass ihm niema...
3. Voraussetzungendieser Voraussetzungen“. In der Predigt“ setze ich die Planung um, auch wenn        ”                   ...
3. Voraussetzungen   Die Gemeinde ist sich der tiefen geschichtlichen Wurzeln ihrer Kirche bewusstund schaut stolz auf sic...
3. VoraussetzungenJes 6,11 in seine dritte Person in Jes 6,12f. irritiert. Weiterhin legt Jes 6,8–9 nahe,Jes 6,1–13 als Be...
3. VoraussetzungenSo warnen sie einander wie zur Erinnerung, dass es klug ist, sich mit Fl¨ geln zu usch¨ tzen. Diese m¨ c...
3. Voraussetzungenheit und Schuld, sie bricht mit dem Zusammenhang von Schuld und Vernichtung,sie bricht mit dem Wissen, d...
3. VoraussetzungenGraben zwischen Wahrheit und F¨ r-wahr-halten weiter auf: Bis die Erde eine leb-                        ...
3. Voraussetzungen                                     ¨Sinn nicht zu ihm f¨ hrte. Daran andern auch die aktuellen exegeti...
4. GestaltungKontakte zur Lokalpresse. Es setzt die Stiftskirchengemeinde und die FEG samtihren Pastoren als zu laxe Gemei...
4. Gestaltung   Pragmatisch stelle ich Jes 6,1–13 in den Vordergrund der Predigt: Erstens ist derText durch die Aufgabenst...
4. Gestaltungihrem Inhalt und der Ersch¨ tterung des Predigttextes. Seine Grundstimmung wird                             u...
A. LiteraturA. Literatur [1] Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. Herausgegeben     im Gedenkjahr ...
A. Literatur[14] H ERMELINK, Jan: Hinweise zur Homiletischen Hausarbeit. – Seminarmateri-     al: Theologische Fakult¨ t d...
A. Literatur                        a ˆ[29] W EINFELD, W.: k¯ bod. In: Theologisches W¨ rterbuch zum Alten Testament      ...
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Predigtentwurf. Jesaja 6,1–13

  1. 1. Examenspredigt Andreas Janke
  2. 2. Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig Landeskirchenamt Pr¨ fungsabteilung u Dietrich-Bonhoeffer-Str. 1, D-38300 Wolfenb¨ ttel u Predigtarbeit zum Ersten theologischen Examen Jes 6,1–13 Cand. theol. Andreas Janke Gablonzer Straße 8a, 38259 Salzgitter andreas@janke-home.eu 18. 3. 2005 Anpassung vom 3. 3. 2013
  3. 3. Ich versichere, diese Arbeit ohne fremde Hilfegeschrieben, alle benutzten Hilfsmittel angegeben undalle w¨ rtlichen wie inhaltlichen Anf¨ hrungen aus der o u Literatur kenntlich gemacht zu haben. Anpassung vom 3. 3. 2013 Aktualisierung der Adresse Korrektur weniger Fehler Textgleichheit zur Fassung vom 18. 3. 2013
  4. 4. InhaltsverzeichnisInhaltsverzeichnis1. Predigt 1 ¨2. Uberleitung 33. Voraussetzungen 4 3.1. Anlass . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 3.2. Ort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 3.3. Zeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 3.4. Text . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 3.5. Zeit und Text . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 3.6. Gemeinde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 3.7. Prediger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114. Gestaltung 11 4.1. Entscheidungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 4.2. Predigtaufbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 4.3. Stilmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 4.4. Liturgische Elemente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13A. Literatur I i
  5. 5. 1. Predigt1. Predigt [Pause] ¨ Ich fliege in einer Halle. Zwei Fl¨ gel tragen mich – schwebend uber meinem uHerrn. Ich bin ein Gott – ein Gott in einer Halle voller G¨ tter. Vier Fl¨ gel sch¨ tzen o u umich. Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth! Sch¨ tzt Euch, Ihr G¨ tter. Verdeckt u oEuer Gesicht mit zwei Fl¨ geln – verdeckt eure F¨ ße mit zwei Fl¨ geln. H¨ rt doch: u u u oHeilig, heilig, heilig ist unser Feldherr. Vor ihm bestehen wir nicht. Die Halle schwankt vor unserem Donner – Rauch uns’rer Erscheinung quilltin die Halle. Mittendrin ertrinkt ein Menschlein in den Schleppen uns’res Herrn.Sch¨ tz Dich, Erdenwesen: Die F¨ lle der Erde ist seine Herrlichkeit! Nichts ist oh- u une Gott, wir nicht, Du nicht. Alles ist sein – Du – wir – die Erde – der Himmel. Ja,alle Lande sind seiner Ehre voll. Das Menschlein wimmert: Weh mir, ich vergehe! Ja, ich werde vertilgt sein! Ja,ein Mann unreiner Lippen bin ich! Und in der Mitte eines Volkes unreiner Lippenwohne ich. Ja, den K¨ nig [. . . ] der Heere haben meine Augen gesehen. o Vertilgt w¨ rst Du. Zu sp¨ t hast Du Dich gesch¨ tzt. Nicht einmal Mose durfte a a uGott sehen. Einer von uns holt vom Altar ein St¨ ck Gl¨ hkohle. Deine Chance zu le- u uben. Der Altar kann Dich mit Gott verbinden. Deine Lippen reinigen. Deine Schuldvernichten. Deine Chance sein. [Lesung Jes 6,1–7 nach Luther 1984] Worte der Schrift zum Fest der Trinit¨ t, aufgeschrieben im 6. Kapitel im Buch aJesaja, Verse 1–7. Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll! Dasist der Spruch f¨ r die kommende Woche. Wir singen diese Worte zum Abendmahl. u Es sind nicht die Worte von Menschen, sondern von Seraphen. Zum Abendmahlreißen wir ein Bruchst¨ ck aus ihrem Mund. Wir rauben die Worte von drachen- ugleichen G¨ ttern, von Gottes Gardisten. Unsere Stimme soll zusammen mit den ohimmlischen M¨ chten donnern. Zur himmlischen Streitmacht wollen wir geh¨ ren. a oSprechen und singen wir die Worte der Seraphen, machen wir uns ihnen gleich. Zu ¨G¨ ttern machen wir uns. Ja, machtvoll treten wir mit Donner und Rauch uber die oErde, lassen Kirchen und Tempel erzittern. Mitten im Tosen unserer Stimmen erstickte fast ein Menschlein in den SchleppenGottes und im Rauch unserer Erscheinung. Es wimmerte – wir halfen ihm. Unterden Menschen wurde er als der Prophet Jesaja bekannt. Aber wir wollen nicht die-ser Wurm in Todesangst sein – Schuld wollen wir von den Lippen der Menschenbrennen. Heilige sind wir, himmlische Wesen – nicht der dreckige Prophet. 1
  6. 6. 1. Predigt Wir bekennen einander: Gott ist noch heiliger als wir, dreimalheilig. Obwohl wiruns zu Seraphen machen, m¨ ssen wir unser Gesicht vor ihm sch¨ tzen – selbst als u uG¨ tter k¨ nnen wir ihn immer noch nicht sehen, erkennen ihn nicht. Obwohl wir o ouns zu Seraphen machen, m¨ ssen wir unsere F¨ ße vor ihm verstecken – selbst als u uG¨ tter, heilige, reine Wesen, sind wir noch immer so unrein, dass wir uns verbergen om¨ ssen. Vor Gott sind selbst wir nur Motten. Wir gestehen ein: Alles, wor¨ ber wir u uherrschen, ist von Gottes Macht erf¨ llt. u Herrschen k¨ nnen wir – schaffen k¨ nnen wir nicht. Am Anfang von Himmel und o oErde ist Gott. Ohne ihn wurde nichts, ohne ihn ist nichts, und ohne ihn wird nichtssein. Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allm¨ chtigen, der alles geschaf- a ”fen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt.“ [Niz¨ num aAbs. 1; 9, 06.2] Was ist das? Antwort. ” Ich gl¨ ube, daß mich Gott geschaffen hat sampt allen Kreaturn, mir Leib und aSeel, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und nocherh¨ lt, dazu Kleider und Schuh, Essen und Trinken, Haus und Hofe, Weib und Kind, aAcker, Viehe und alle G¨ ter, mit aller Notdurft und Nahrung dies Leibs und Lebens ureichlich und t¨ glich versorget, wider alle F¨ hrlichkeit beschirmet und f¨ r allem a a uUbel beh¨ t und bewahret, und das alles aus lauter v¨ terlicher, g¨ ttlicher G¨ te und u a o uBarmherzigkeit ohn alle mein Verdienst und Wirdigkeit, des alles ich ihm zu dan-ken und zu loben und daf¨ r zu dienen und gehorsam zu sein sch¨ ldig bin; das ist u ugewißlich wahr.“ [Kleiner Katechismus, Der Glaube; 1, S. 510] Gott f¨ llt jeden Partikel der Welt – mich – Sie – meine W¨ sche – Ihre W¨ sche. u a aAlles was ist, kommt von ihm her. Welt ohne Gott gibt es nicht. Jesaja sah Gott. Er sah Gottes Gardisten – wie selbst sie sich f¨ rchteten und uwarnten. Er h¨ rte ihr Bekenntnis. Ein Seraph half ihm, vor Gottes Angesicht zu o¨ ¨uberleben. Mit Bild und Wort wurde ihm die Wahrheit uber die Welt klar. Er musstereden, es anderen Menschen sagen. Gott spricht mit ihm dar¨ ber: u [Lesung Jes 6,8–13 nach Luther 1984] 6. Kapitel im Buch Jesaja, Verse 8–13. Sofort will Jesaja als Bote f¨ r Gott in die Welt ziehen. Gott warnt: u Du wirst zu diesem Volk sagen: H¨ rt doch h¨ rt, und ihr m¨ get nicht o o o wahrnehmen. Seht doch seht, und ihr m¨ get nicht einsehen. o ¨ Jesaja redete uber sein Erlebnis mit Gott. Er stieß seine Mitmenschen mit derNase auf die Wahrheit Gottes. Aber was er sagte, war so absurd, dass ihm niemand 2
  7. 7. ¨ 2. Uberleitungfolgen konnte. Das, was man sah, erkl¨ rte er so abwegig, dass ihm niemand glauben awollte. Jesaja war allein vor Gott. Kein anderer Menschen hatte erlebt, was Jesaja erlebthatte – und Jesaja war noch nicht der große unbestrittene Prophet, der er in unserer ¨Erinnerung ist. Er war nur ein Mann, der sich anmaßte, besser uber Gott Bescheidzu wissen als alle Traditionen, Priester und K¨ nige. Wem sollten die Menschen oglauben: dem Spinner oder dem, was alle f¨ r wahr hielten, was man in den Schriften ufand und was die Priester als Wahrheit deklarierten? Wem h¨ tten Sie geglaubt? a Jesaja muss reden, aber er wird gegen die Wand aus menschlichem F¨ r-wahr- uhalten, Tradition und Machtinteressen laufen. Gott baut Jesaja auf: Rede, Jesaja, rede. Du versagst nicht – meine Wahrheit selbstbringt jede Tradition, jedes F¨ r-wahr-halten und alle Machtinteressen gegen mich uauf. [Kurze Pause] Wenn auf der Erde nichts mehr lebt, erst dann wird Gottes Wahrheit niemanden ¨mehr argern. Leben und Gottes Wahrheit stehen einander gegen¨ ber, sind unver- ueinbar. Gott kann man nicht in seiner Sch¨ pfung finden – aber Gott kann seinem oGesch¨ pf vor die Augen treten. Eine Vereinigung zwischen ihm und der Welt gibt oes nicht. Welt wird niemals Gott sein. Zugleich durchwaltet Gott die ganze Welt.Gott und Welt sind ungetrennt und unvermischt. ¨ Glauben Sie nicht dem Trug, uber Gott sei schon alles gesagt. Wenn jemanddie Wahrheit f¨ r sich beansprucht, k¨ nnen sie sich l¨ chelnd zur¨ cklehnen und ihm u o a uzuh¨ ren. Wenn Sie die Wahrheit zu haben glauben, d¨ rfen sie ganz entspannt sein. o uKein Mensch und keine himmlische Kraft hat die Wahrheit – niemand außer Gottallein. Wer mehr als das zu wissen vorgibt, weiß weniger, ist die Mauer, gegen dieschon Jesaja lief. Und der Friede Gottes, welcher h¨ her ist als alle Vernunft, bewahre Eure Herzen ound Sinne in Christus Jesus. ¨2. UberleitungAm 22. 5. 2005 soll ich in der Stiftskirche St. Anastasius-St. Innocentius zu BadGandersheim zu Jes 6,1–13 predigen. Die Predigt ist ein selbst¨ ndig wahrgenom- amener Teil kirchlichem Handelns. Deshalb habe ich sie vor die wissenschaftlicheArbeit gestellt, damit sie nicht nur als Anhang an die eigentliche, wissenschaftlicheAufgabe wirkt. In der Arbeit analysiere ich zuerst ihre grundlegenden Voraussetzungen“. Im ”zweiten Schritt, der Gestaltung“, analysiere und plane ich die Zusammensetzung ” 3
  8. 8. 3. Voraussetzungendieser Voraussetzungen“. In der Predigt“ setze ich die Planung um, auch wenn ” ”ich sie im Ablauf der Arbeit vorangestellt habe – diese Arbeit kann von der Predigt¨uber die Analyse zur Predigt hin gelesen werden –. ¨ Eigene Ubersetzungen des Predigttexts setze ich kursiv.3. VoraussetzungenJeder Predigt liegen die Dimensionen Anlass, Ort, Zeit, Predigttext, Gemeinde undPrediger zugrunde. Im Folgenden fasse ich deren Analysen weitgehend getrenntvoneinander jeweils zusammen. Manche Dimensionen interferieren elementar mit-einander: Zu den meisten Voraussetzungen steht die Gemeinde in einem beson-deren, wechselseitigen Verh¨ ltnis. Dieses stelle ich zum Schluss der betroffenen aAbschnitte dar. Zeit und Text sind direkt aufeinander bezogen, weshalb ich diesemVerh¨ ltnis einen eigenen Abschnitt einr¨ ume. a a3.1. AnlassWeshalb ich diese Arbeit schreibe und welche Richtung dieser Arbeit dadurch vor-gegeben ist: Mein erstes theologisches Examen veranlasst diese Predigtarbeit. Die Aufgabeumfasst auf 12 Seiten eine Predigt und eine zusammenfassende[. . . ] Darstellung ”der der Predigt zugrunde liegenden exegetischen und homiletischen Entscheidun-gen“ [20, III.2]. Systematisch-theologische Entscheidungen darzustellen ist nichtAufgabe. Entscheidungen zusammenzufassen grenzt eine solche Arbeit vom wis-senschaftlichen Vorgehen ab, Entscheidungen begr¨ ndet herzuleiten. Zw¨ lf Seiten u olassen den drei Bereichen der Aufgabe wenig Platz.3.2. OrtWelchen Ort ich beim Entwurf der Predigt im Kopf habe, an welchem Ort die Pre- ¨digt wirkt und was der Ort uber seine Menschen aussagt: Die Stiftskirche St. Anastasius und St. Innocentius zu Bad Gandersheim ist eine ¨ oim Jahre 881 eingeweihte [25, S. 19 u. o], r¨ mische Basilika. 1992–1997 wurde sie ¨umfangreich renoviert [25, S. 24 u. o]. Seitdem ist der Raum hell get¨ ncht, dezent ubemalt und mit Ahornb¨ nken bestuhlt. Die Kanzel wurde entfernt, es gibt nur noch aein Lesepult. Dieses ist wie der Altar, das Taufbecken, der f¨ nfarmige Leuchter uauf dem Hohen Chor und die Seitenteile der B¨ nke anthrazit-bronzefarben. Das aergibt eine optische Verbindung zwischen Wort, Altar, Taufe und Gemeinde. In denArkaden und Seitenschiffen erinnern byzantinische Leuchter an die Vergangenheitder Kirche. 4
  9. 9. 3. Voraussetzungen Die Gemeinde ist sich der tiefen geschichtlichen Wurzeln ihrer Kirche bewusstund schaut stolz auf sich und mutig in die Zukunft [s. a. 25]. Die Harmonie zwischender edlen, modernen Raumausstattung und den geschichtstr¨ chtigen Elementen in ader Kirche dr¨ ckt aus, dass die Gemeinde christlichen Glauben auf dem Weg in udie Zukunft sieht. Zugleich best¨ tigt ihr der runderneuerte Kirchraum genau diese aPerspektive. Die Stiftskirche ist f¨ r die Stadtbev¨ lkerung und die politische Gemeinde ein u oWahrzeichen der Geschichte und der eigenen Identit¨ t. Sie verankert die Ganders- aheimer emotional im Kaiserhaus der Ottonen. Sie nehmen ihre Kirche als immer-w¨ hrendes kulturelles Zentrum im Schnittpunkt von Stadt und Kirche wahr. Uber- a ¨g¨ nge zwischen den Bereichen sind bei den Gandersheimer Domfestspielen, beim aPortal zur Geschichte, bei Konzerten und Versuchen der politischen Gemeinde, denKirchraum f¨ r sich zu gewinnen, gegenw¨ rtig. Kunst, Kirche und Politik kristalli- u asieren an der Kirche und nehmen einander sensibel wahr.3.3. ZeitWelche Erwartung von der Zeit an die Predigt ausgeht, und wie die Gemeinde dieseZeit wahrnimmt: Der 22. 5. 2005 ist der Sonntag nach Pfingsten: Trinitatis. Etwa in der Mitte desKirchenjahrs bildet Trinitatis das Bergfest im Kirchenkalender. Erst am Ende desKirchenjahrs kommen wieder große Feiertage. Dieses Fest zieht einen Schlussstrich ¨unter die Entwicklung von Weihnachten uber Ostern zu Pfingsten. Deshalb wirdTrinitatis als dogmatische Zusammenfassung der vorausgegangenen Zeit interpre-tiert [16, S. 706][22, S. 69]. Die Sonntage nach Trinitatis z¨ hlen bis zum drittletzten aSonntag im Kirchenjahr alle von Trinitatis her. Diese Z¨ hlstruktur dr¨ ckt aus, wie a uhervorgehoben Trinitatis sein soll. Seine zentrale Stellung im Kirchenjahr korres-pondiert mit der zentralen Stellung der Trinit¨ tslehre in der Kirche. a Die Gemeinde kennt Trinitatis vor allem von den X Sonntagen nach Trinitatis“. ”Das Fest selbst bedeutet ihr aber wohl nur wenig. Denn seinen Charakter Fest der ”Theologie zu sein, hat Trinitatis nie ablegen k¨ nnen. Fest der Fr¨ mmigkeit ist o oes bis heute nicht geworden“ [22, S. 69].3.4. TextWas der Text der Predigt an Stoff anbietet: Zeitangaben und Wechsel der Erz¨ hlrichtung in Jes 6,1 und Jes 7,1 grenzen aJes 6,1–13 als selbst¨ ndige Einheit von Jes 2,1–5,30 ; 7,1ff. ab. Intern gibt es in aJes 6,12 einen Umbruch: Der Personenwechsel vom sprechenden Ich Adonajs in 5
  10. 10. 3. VoraussetzungenJes 6,11 in seine dritte Person in Jes 6,12f. irritiert. Weiterhin legt Jes 6,8–9 nahe,Jes 6,1–13 als Berufungsbericht zu lesen. Die Verk¨ ndigung des Propheten verfol- ugen wir jedoch schon seit Jes 1,2: Der Berufungsbericht kommt f¨ r den Leser zu usp¨ t. a Von Jes 1–5 zu Jes 6 wechselt die Person. Besonders Jes 1,1 ; 2,1 verleiten da-zu, in Jes 6 den Propheten Jesaja ben Amoz als das sprechende Ich anzunehmen.Tats¨ chlich stellt sich dieses Ich nicht vor:1 Spricht uberhaupt Jesaja? a ¨ Der staccatohafte Wechsel von Er- und Ich-Bericht in Jes 5–6–7–8 verhakt diebeiden Berichte ineinander. Der Er-Bericht Jes 1–5 ; 7 zieht aus Jes 6 den Nach-weis, echte Prophetie zu sein und gibt daf¨ r Jes 6 ; 8ff. die Zuordnung zum Prophe- uten Jesaja. Der unvorbereitete Wechsel des Erz¨ hlmodus in Jes 6 bleibt ein starkes aTextsignal. Er l¨ sst beim Lesen aufmerken. Ein kompositorisches Ausrufezeichen aentsteht. Als Akteure treten das Ich, Seraphim, daraus ein einzelner Seraph und Ado-naj/(K¨ nig) JHWH (Zebaoth) auf. An Requisiten bietet der Text einen erhobe- onen und erhabenen Sessel, eine Schleppe, den Jerusalemer Tempel (Palast deter-miniert) / das Haus, (T¨ r-)Schwellen wohl samt Verankerung, Rauch, einen Altar, ueine Gl¨ hkohle und eine Zange. u In der ersten Szene Jes 6,1–72 bleibt Gott passiv. Er thront im Jerusalemer Tem-pel3 distanziert erhaben [V. 1]. Die Ausbreitung seiner Schleppe versinnbildlichtseine k¨ nigliche Macht und l¨ sst den Tempel als viel zu klein erscheinen“ [2, o a ” ¨S. 169][s. a. 4, S. 224f.]. Uber ihm donnern die Seraphim ihr Dreiheilig und f¨ hren udamit Gott als den JHWH der Heere, als ihren Feldherren“ ein [V. 3]. Ein Seraph ist ”so etwas wie eine fliegende Feuerschlange [2, S. 170f.][4, S. 225][21, Sp. 887f.], un- ¨serem Drachen ahnlich. Der Ruf der Seraphim ersch¨ ttert die Schwellen des Tem- upels und f¨ llt das Haus mit Rauch an [V. 4]: Sie treten als g¨ ttliche Wesen auf.4 u oSelbst diese himmlischen Gardisten sch¨ tzen sich von Kopf bis Fuß vor Gottes uAnwesenheit [V. 2][2, S. 169ff.]. Indem sie das Heilig dreimal wiederholen, best¨ ti- agen sie einander die vollkommene Unantastbarkeit ihres Herrn und erkennen seine ¨Macht uber sich an: [S]ie sind ja seine >Zebaot<“ [2, S. 171][¨ hnlich 4, S. 225]. a ” 1 Das geschieht auch nicht in den sp¨ teren Kapiteln. a 2 Wegen des . . . ich sah . . .“ [V. 1] Vision genannt [u. a. 2, 4]. Jedoch enth¨ lt die Szene auch auditive a ” Elemente, so dass Vision keine hinreichende Klassifizierung ist. 3 Alles deutet darauf hin, dass die Szene auf der Erde im konkreten Tempel geschieht [ebenso 2, S. 168]. 4 Ersch¨ tterung und Rauch sind Begleiterscheinungen einer Theophanie [2, S. 172][4, S. 225]. Aber u nicht Gott l¨ st diese Erscheinungen aus: Es handelt sich nicht um eine Theophanie Gottes [gegen o 2, S. 172], sondern um eine Theophanie der Seraphim [¨ hnlich 21, Sp. 890]. Sie sind mindestens a Halbgottheiten“ [2, S. 169][¨ hnlich 21, Sp. 887f . 890]. Durch Kopf, F¨ ße und ein bis zwei extra a u ” Paar Fl¨ gel unterscheiden sie sich von normalen Seraphim [2, S. 171][vgl. 21, Sp. 890]. Das u zusammen mit den Begleiterscheinungen einer Theophanie l¨ sst sie als selbstst¨ ndige G¨ tter a a o erscheinen. 6
  11. 11. 3. VoraussetzungenSo warnen sie einander wie zur Erinnerung, dass es klug ist, sich mit Fl¨ geln zu usch¨ tzen. Diese m¨ chtigen (Halb-)Gottheiten schrumpfen in Anwesenheit Gottes zu u aMotten zusammen. Sie warnen ebenfalls das anwesende Ich: Gott hat auch Macht¨uber die gesamte Welt. Denn sein k¯ bod ist die F¨ lle die Erde [V. 4] – gemeint a ˆ u ¯ ¯ist nicht, dass die ganze Erde ihn r¨ hmt [so auch 2, S. 172][gegen 23, Sp. 879] –. uDas, was Gott ausmacht, ist die F¨ lle der Erde: seine Substanz“ [29, Sp. 25], seine u ” Macht“ [29, Sp. 25], sein Glanz“ [29, Sp. 26f.]. Was mit jemandes k¯ bod erf¨ llt a ˆ u” ” ¯ ¯ ¨ist, ist ein Teil desjenigen und bezeichnet seine uneingeschr¨ nkten Macht uber das a ¨Erf¨ llte [2, S. 172][29, Sp. 37f . u. o.]. In Jes 6,3 steht das als Nominalsatz, wodurch ues universalisiert wird. In der Umkehrung w¨ re die Erde ohne Gottes k¯ bod Leere a a ˆ ¯ ¯[vgl. 23, Sp. 879 . 885f.]. Das Ich sieht und h¨ rt die wahre Struktur des Kosmos: oGott allein ist die Grundlage von Himmel und Erde. Jede Orientierung an anderenG¨ ttern sieht nur auf die schwachen Seraphim, alles menschliche Machtstreben ist ovor Gott nichtig – aber dieser Gott ist schweigsam distanziert. Das Ich ruft seinen schon feststehenden Tod hinaus [V. 5]. Es ist Gottes Anblickanders als die Seraphim schutzlos ausgeliefert: Ja, den K¨ nig JHWH der Heere ha- oben meine Augen gesehen! [V. 5]. Dieser Schrei bekennt die Unreinheit des Ichs. Siegr¨ ndet in der Feststellung, Angeh¨ riger eines unreinen Volkes zu sein. Das l¨ uft u o adarauf hinaus, dass das Ich ein Mensch ist, der in menschlicher Gesellschaft lebt unddass das hinreicht, um unrein zu sein [¨ hnlich 2, S. 173]. Ein Seraph rettet das Ich aaus seiner Not – Gott thront und schweigt. Mit einer Zange holt er vom Altar eineGl¨ hkohle [V. 6], um sie zur Ents¨ hnung und Entschuldung auf die Lippen des Ichs u uzu legen [V. 7]. Eine Feuerschlange braucht f¨ r die Gl¨ hkohle eine Zange, dieselbe u uKohle kann aber einen Menschen ber¨ hren, ohne ihn zu verbrennen. Die Hitze ist unicht ihr Hauptmerkmal: Der Altar samt seinem Zubeh¨ r ist die Schnittstelle zwi- oschen Mensch und Gott. Der Seraph bedient sie gem¨ ß ihrer M¨ glichkeiten, ohne a oselbst mit ihr in Ber¨ hrung zu kommen. So bleibt die kosmische Ordnung intakt. uMan kann hier ein Reinigungsritual annehmen: Indem die Lippen gereinigt wer-den, wird der ganze Mensch rein und dann auch schuldfrei [2, S. 173ff.][4, S. 226].Wenn jedoch Unreinheit wesentlich menschlich gemeint ist, dann entmenschlichteeine Reinigung: Das Ich w¨ re danach kein Mensch mehr, sondern ein himmlisches a 5Wesen. Vielleicht steht die Spannung zwischen Bekenntnis und Ereignis, um genaudieses Verst¨ ndnis zu vermeiden: Die menschliche Unreinheit bleibt bestehen, dass aIch bleibt ganz Mensch auf der Erde [2, S. 181], aber trotzdem wird es entschuldet,so dass es vor Gott bestehen und mit ihm reden kann, ohne gerichtet zu werden. Die Szene bricht mit dem selbstverst¨ ndlichen Zusammenhang zwischen Unrein- a 5 In diese Richtung geht: Jesaja ist nunmehr aus dem Bereich der S¨ nde und des Todes herausge- u ”’ hoben und im Gegen¨ ber zu >diesem Volke< auf die Seite Jahwes gestellt‘ (Barthel, Propheten- u wort 1997,105)“ [2, S. 175]. 7
  12. 12. 3. Voraussetzungenheit und Schuld, sie bricht mit dem Zusammenhang von Schuld und Vernichtung,sie bricht mit dem Wissen, dass niemand vor Gottes purem Angesicht bestehenkann [s. Ex 33,20], sie unterstellt die ganze Welt Gottes Herrschaft und sie machtdie G¨ tter zu Motten, die sich selbst vor Gott sch¨ tzen m¨ ssen. Sie bricht univer- o u u u ¨sell alles traditionelle Wissen und F¨ r-wahr-halten und offnet den Horizont f¨ r eine uweltdurchdringende Herrschaft Gottes. Darauf baut die zweite Szene Jes 6,8–13 auf. Alle visuellen Elemente treten sostark in den Hintergrund, dass sie unsichtbar werden. Die Szene beginnt mit Undich h¨ rte die Stimme M EINES H ERRN sprechen [V. 8]. Von da an entwickelt sich oein Dialog zwischen Gott und dem Ich – Gott bricht sein distanziertes Schweigen. Im Selbstgespr¨ ch [vgl. 4, S. 226] sucht Gott nach einem geeigneten und willigen aBoten [V. 8]. Der Auftrag selbst ist noch unbenannt. Trotzdem macht das Ich vonsich aus auf sich aufmerksam und bietet sich als Bote an. Erst darauf folgt die Be-auftragung. Zun¨ chst sendet Gott das Ich, ohne einen Auftrag zu formulieren [V. 9]. aStattdessen sagt er voraus, dass der Prophet das Volk mit aller Kraft zum H¨ ren ound Sehen aufrufen wird, aber damit nur erreicht, dass das Volk weder wahrnimmtnoch versteht. Jesaja 6,1–7 entschl¨ sselt dieses Paradox: Da kein konkreter Auftrag uvorliegt, wird das Ich verk¨ nden, was es gesehen und geh¨ rt hat. Das ist aber ge- u ogen alles, was das Volk f¨ r wahr h¨ lt. Es muss sich gegen den Einzelnen stellen, u ader gegen alles, was f¨ r wahr gehalten wird, und gegen jede Tradition verk¨ ndet. u uErst V. 10 kann als Beauftragung gelesen werden – der Vers ist mit Imperativen ge-spickt –. Das Ich soll den Verstand des Volkes l¨ hmen, seine F¨ higkeit zuzuh¨ ren a a o 6erschweren und seine Einsicht blockieren. Es m¨ sste jedoch nicht folgen, weil he- ubr¨ ische Imperative nicht zwingend sind. Die ihm zuteil gewordene Offenbarung ader kosmischen Wirklichkeit wird allerdings aus dem Ich hinausdr¨ ngen [¨ hnlich 2, a aS. 166]. Deshalb reagiert es sofort auf Gottes Frage, ohne den eigentlichen Auftragzu kennen [V. 8], und deshalb sieht Gott voraus, wie es dem Ich ergehen wird [V. 9]. ¨Dass das Ich scheitern wird, liegt an Gott und damit an der Wahrheit uber den Kos-mos selbst. Der Finalsatz nimmt dem Ich die Verantwortung f¨ r eine gelingende uVerk¨ ndigung der Wahrheit [¨ hnlich 4, S. 224]. Das ist keine planm¨ ßige Versto- u a ackung des Volkes,7 sondern eine zwangsl¨ ufige Konfrontation zwischen Tradition aund Gott, zwischen menschlichem F¨ r-wahr-halten und der Wahrheit [vgl. 2, 4]. u Wann werden alle Menschen erkennen, und warum k¨ nnen sie es nicht sofort? oDarauf zielt die Frage Bis wann, M EIN H ERR? [V. 11]. Gottes Antwort reißt den 6 Vielleicht spielt V. 10 mit Bedeutungen von k¯ bod: Es kann n¨ mlich auch Schwere und Fettheit a ˆ a meinen [29, Sp. 24f.]. Der Auftrag w¨ re eine ¯fatale M¨ glichkeit der F¨ lle der Erde mit Gottes a ¯ o u k¯ bod. a ˆ 7 Die¯ Verstockung“ hier kombiniert mit Mt 13,13–15 und vielleicht Joh 9,39 er¨ ffnet Stoff f¨ r eine ¯ o u ” weitere Arbeit. Die ist auf 12 Seiten nicht zu leisten. 8
  13. 13. 3. VoraussetzungenGraben zwischen Wahrheit und F¨ r-wahr-halten weiter auf: Bis die Erde eine leb- ulose Ein¨ de geworden ist. Eine endg¨ ltige Vernichtung ist hier gemeint [s. a. 2, o uS. 177f.]. Die Apokalypse geht mit der Vernichtung des Lebens einher, Leben da-gegen mit einem bedingten F¨ r-wahr-halten. u Vers 12 f¨ llt m. E. aus dieser eschatologischen Perspektive auf die Sicht der kurz abevorstehenden Zukunft zur¨ ck.8 Gott spricht nicht mehr unmittelbar, sondern in uder dritten Person. Dadurch verlieren die Aussagen ihre Endg¨ ltigkeit: Es geht um ueinen begrenzten Abschnitt in der Geschichte. Denn der Brennpunkt geht auf ein ¨einzelnes Land uber. Seine Verlassenheit wird nur“ groß, aber nicht absolut wie in ” ¨V. 11 sein. Ein Stumpf bleibt als heiliger Same ubrig [V. 13]. Dem Volk steht zwareine Zeit der Vernichtung bevor. Aber es wird nicht der Vorabend der Apokalyp-se. Die Zeit, dass alle Menschen ungebrochen die Wahrheit des Kosmos erkennenwerden, ist noch nicht gekommen. Trotzdem erm¨ glicht der kleine Untergang zu overstehen, was es mit Gott und dem Kosmos auf sich hat. Dem Ich bleibt der Trost,dass ein paar Menschen aus den Ereignissen die richtigen Schl¨ sse ziehen werden, un¨ mlich der Stumpf, der zum heiligen Samen wird. Da V. 12–13 immer noch auf die aFrage des Ichs in V. 11 antworten, sind sie eine Perspektive seiner Verk¨ ndigung. uEs kann zwar nicht das Gros des Volkes retten, aber die Verk¨ ndigung lohnt sich utrotzdem f¨ r den heiligen Samen. u Die Gemeinde kennt den Ruf der Seraphim Heilig, heilig, heilig ist der H ERR ”Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll!“ [8, Jes 6,3] aus der Abendmahlsliturgie.Den Kontext der Worte im Jesajabuch kennen wohl nur wenige. Die Abendmahls-liturgie verleitet zum Verst¨ ndnis, die Seraphim zwitscherten ein Lobliedchen auf aGott.3.5. Zeit und TextWie und ob sich Zeit und Text aufeinander beziehen: Die Lesetexte f¨ r Trinitatis zeigen [. . . ] die Schwierigkeit, das Trinit¨ tsdogma u a ”aus biblischen Texten zu begr¨ nden“ [16, S. 706]. Die Schwierigkeit besteht heu- ute, weil wir Texte mit textorientierten Methoden analysieren. Wir untersuchen denlexikalisch-geschichtlichen Sinn der Texte. Das Trinit¨ tsdogma wurde aber aus der a 9Bibel allegorisiert. Das war n¨ tig, weil schon damals der lexikalisch-geschichtliche o 8 Nach Usiahs Tod 760, 742 oder 740 v. Chr. [4, S. 105]. Diverse Krisen Israels und Judas bis hin zum Babylonsichen Exil ab 586 v. Chr. sind als Bezugspunkte vorgeschlagen [2, S. 164][4, S. 226]. 9 Allegorisiert, weil es bei der Trinit¨ t um eine kirchliche Lehre, um ein Dogma geht. Denn die a ” Allegorie [lehrt] das, was man glauben soll“ [12, S. 627 ; s. a. S. 84]. Zu Jes 6,2–3: The sera- ” phic acclamation proclaims the mystery of the Trinity, and the two seraphs themselves represent Christ and the Holy Spirit“ [nach Origines; 4, S. 95][s. a. 22, S. 69]. 9
  14. 14. 3. Voraussetzungen ¨Sinn nicht zu ihm f¨ hrte. Daran andern auch die aktuellen exegetischen Methoden unichts. Gott durchwaltet, schafft und erh¨ lt die Welt immerfort. Es gibt nichts, was Gott aentzogen w¨ re, was nicht auf ihn zur¨ ck ginge, oder was sich nicht vor ihm ver- a u ¨antworten m¨ sste [Jes 6,3]. Ahnlich denkt Luther in seiner Auslegung des ersten uGlaubensartikels in beiden Katechismen [1, S. 510f . 648f.]. Das h¨ lt Jes 6,1–3, die aGlaubensbekenntnisse und die Bekenntnisschriften zusammen. Nach Jes 6,8–11 istdie Wahrheit Gottes der Welt nur in deren Ver¨ dung zug¨ nglich. Folglich werden o aGott und Welt nicht gleichgesetzt. Diese beiden Aussagen lassen sich durch die For-mel ungetrennt und unvermischt“ hinsichtlich des Verh¨ ltnisses von Gott und Welt a ”aufeinander beziehen. Das ruft die Chalkedonensische Lehrformel zur Personein-heit Christi auf. Diese ist aber l¨ nger und es folgt nicht zwingend, dass alle anderen aFormelteile auch auf die Welt angewandt werden k¨ nnen. Das ungetrennt und un- o ”vermischt“ von Welt und Gott ist ein notwendiger Aspekt permanenter Sch¨ pfung. oEntlang der lutherischen Katechismen ordne ich das Verh¨ ltnis deshalb der Per- ason Gott-Vater zu. Zwar findet die Trinit¨ tslehre in Jes 6,1–13 keinen Anhaltspunkt, aaber wenigstens der erste Glaubensartikel. Dass es f¨ r Trinitatis kein unmittelbar biblisches Terrain gibt“ [22, S. 69], ist u ”einem guten Teil der Gemeinde bekannt, weil dieses Problem in der letzten Ad-ventszeit in einem Bibelkurs vor Ort thematisiert wurde. Daraus ergaben sich m. W.Positionssuchen zu den Bekenntnissen und den Bekenntnisschriften. Ich glaube,dass die Gemeinde von sich aus keinen Zusammenhang zwischen Jes 6,1–13 unddem Trinitatisfest erkennen kann.3.6. GemeindeAn wen ich beim Schreiben der Predigt denke und wer sie wahrnehmen wird: In den Gottesdienst der Stiftskirchengemeinde kommen regelm¨ ßig Diakonis- asen, Gandersheimer Bildungsb¨ rger, Mitglieder der Freien Evangelischen Gemein- ude [FEG], Beobachter des Glaubenszentrums, Kurg¨ ste, Touristen und manchmal aweiterere Gandersheimer Theologen. Der Anteil der Menschen ohne h¨ here Bil- odung ist sehr gering. Aus Gespr¨ chen, Gruppen und Projekten in der Gemeinde aweiß ich, dass viele Gemeindeglieder an theologischen Fragestellungen und Ant-worten interessiert sind. Diese erwarten sie im Gottesdienst und in Gespr¨ chen mit aden Theologen der Gemeinde. Die Bildungsb¨ rger w¨ nschen eher intellektuell-spi- u urituelle Antworten, die Diakonissen, FEGler und die Mitglieder des Glaubenszen-trums eher fromm-spirituelle. Das z. T. von charismatisch ausgerichteten US-Amerikanern geleitete Glaubens-zentrum ist in Bad Gandersheim wirtschaftlich und politisch relevant und hat gute 10
  15. 15. 4. GestaltungKontakte zur Lokalpresse. Es setzt die Stiftskirchengemeinde und die FEG samtihren Pastoren als zu laxe Gemeinschaften immer wieder unter Druck, so dass ei-ne latente Spannung in beiden Gemeinden entsteht. Es gibt Spannungsrisse, abergroße Br¨ che der Stiftskirchengemeinde wurden bislang durch Gespr¨ che z. B. des u aLandesbischofs Dr. Weber mit der Leitung des Glaubenszentrums verhindert. Da Sie meine Predigt(arbeit) lesen, sind Sie ein weiterer Teil meiner Gemein-de. Jeder von Ihnen ist ein theologischer Spezialist mit spezifischem theologischenProfil. Sie wurden als Gemeinde zielgerichtet zusammengestellt. Die Predigt ist Ih-nen in einem anderen Medium (Schrift statt Schall) und in einem anderen Kontext(Wissenschaft statt Gottesdienst, andere Zeit, anderer Ort, andere Beziehungsstruk-tur) als der Gottesdienstgemeinde zug¨ nglich. Deshalb haben Sie andere Rezepti- aonsvoraussetzungen als die Gottesdienstbesucher. Vor Theologen zu predigen istaußerdem ein potentieller Lehrstreit.3.7. PredigerWelche Grundlagen ich mit in die Arbeit bringe: 2001–2004 war meine Frau in der Stiftskirchengemeinde Bad Gandersheim Vika-rin. In dieser Zeit war ich als Ehepartner und erziehender Hausmann einfaches Ge-meindeglied. Zu einer Reihe Gemeindeglieder habe ich pers¨ nliche Beziehungen. oDass ich jetzt vor die Gemeinde wechsle, d¨ rfte sowohl f¨ r mich wie f¨ r die Ge- u u umeinde ungewohnt sein. Wir werden unsere Beziehungsstrukturen neu definieren,haben daf¨ r aber nur einen Gottesdienst lang Zeit. Ich kann schlecht einsch¨ tzen, u awelche Reaktionen das ausl¨ st. Zumindest k¨ nnen viele Gottesdienstbesucher mei- o one Predigt als authentische wahrnehmen, weil sie meinen Sprachstil u. a. aus Leser-briefen w¨ hrend dieser Zeit kennen. a Als Anf¨ nger habe ich kaum Predigterfahrung. Dass wirkt sich aber wohl weniger aauf die Konzeption meiner Predigt als auf meine liturgische Pr¨ senz am Lesepult aaus.4. Gestaltung4.1. EntscheidungenWas ich darstellen will: Die Raumsprache der Stiftskirche zu Bad Gandersheim zieht mich in den Zu-sammenklang aus alten Traditionen und modernem Leben. Dem Zusammenspielgebe ich analog zum Kirchraum eine k¨ nstlerische Note. Das entspricht auch der usurrealen Bildwelt des Predigttexts und der H¨ rerwartung vieler Gemeindeglieder. o 11
  16. 16. 4. Gestaltung Pragmatisch stelle ich Jes 6,1–13 in den Vordergrund der Predigt: Erstens ist derText durch die Aufgabenstellung vorgegeben. Zweitens kann ich eine textorientierte u ¨Predigt k¨ rzer gestalten als eine thematische uber die Trinit¨ t. a Ich habe mich entschieden, Jes 6,3 aus dem regelm¨ ßigen liturgischen Herunter- asingen herauszuholen und eindr¨ cklich unsere Tradition zu verdeutlichen: Vor dem uAbendmahl singen wir uns aus unserer menschlichen Sph¨ re in die himmlischen aHeerscharen. ¨ Ahnlich wie Jes 6,1–13 zeige ich auf, dass Traditionen weich sind – menschlichesF¨ r-wahr-halten unter eschatologischem Vorbehalt partikular bleibt. Ich m¨ chte u oErl¨ sung in unser Jetzt hereinscheinen lassen, ohne sie vorweg zu nehmen. Indem oich Gott als Fundament ernst nehme, entkrampfe ich auch die vom Glaubenszen-trum verursachte Grundspannung in der Gemeinde. Wegen des zeitlichen Abstands zwischen Predigtarbeit und Predigt nehme ichkeinen Bezug auf das Zeitgeschehen. Dadurch ist die Predigt einerseits zeitlos, an-dererseits haftet sie an keinem konkreten Geschehen. So gerate ich auch nicht verse-hentlich in einen Konflikt auf dem sensiblen Beziehungsfeld zwischen Kirche undStadt. Um der Predigt Halt zu geben, ersetze ich die Ankerpunkte im Zeitgeschehendurch Ankerpunkte in bekannten kirchlichen Traditionen. Ich gebe nicht vor, was aus der Predigt folgend geglaubt werden soll. Die Got-tesdienstbesucher sind selbst f¨ hig, die Predigt mit einer Bedeutung f¨ r sich auf- a uzuf¨ llen. u4.2. PredigtaufbauIn welchen Sequenzen ich die Darstellung anlege: Zuerst stelle ich in Kombination mit Jes 6,2 dar, welche Konsequenzen unser li-turgischer Gebrauch von Jes 6,3 hat. Was wir damit beim Abendmahl machen, wirdkaum bekannt sein, der Vers selbst aber schon. Damit biete ich einen Wiedererken-nungspunkt an. Von Jes 6,3 kommend bereite ich die erste Lesung Jes 6,1–7 vor.Als n¨ chstes kn¨ pfe ich die Tradition des Niz¨ isch-Konstantinopolitanischen Glau- a u abensbekenntnisses und die lutherische Auslegung des ersten Artikels im KleinenKatechismus an. Vom lehrhaften Element leite ich zur zweiten Lesung Jes 6,8–13¨ ¨uber und entfalte eine Interpretation des Texts. Diese uberf¨ hre ich dann in eine uEntspannung der Traditionsverbissenheit.4.3. StilmittelWie ich Einfluss auf meine H¨ rer nehme: o Ich steige hart in die Predigt ein. Das irritiert und korrespondiert dadurch mit 12
  17. 17. 4. Gestaltungihrem Inhalt und der Ersch¨ tterung des Predigttextes. Seine Grundstimmung wird u ¨erfahrbar. Ich ubernehme ohne Vorwarnung die Rolle eines Seraphen und weise sieauch der Gemeinde selbstverst¨ ndlich zu. Damit stelle ich uns an den Ort, zu dem awir uns vor dem Abendmahl singen. Mit der ersten Lesung werfe ich einen An-ker zur Menschlickeit. Zwischen den beiden Lesungen lasse ich die Perspektivenfließen. Unsicherheit entsteht, ob ich menschlich oder seraphisch rede. Der Unter-schied verliert sich vor Gott, und der Anspruch auf die einzige Wahrheit schwindet,egal wie hoch im Himmel man sich w¨ hnt. Deshalb reicht es hin, nach der zweiten aLesung ganz in die menschliche Sph¨ re einzukehren. a Ich integriere die Lehre in den Predigttext, indem ich sie mit ihm umschließe undbekannte Lehrst¨ cke ausw¨ hle, die einen großen Teil christlicher Lehre assozieren. u aDurch diese Elemente gestalte ich die Predigt im Mittelteil lehrhaft. Das ist eine Re-miniszenz an den dogmatischen Charakter von Trinitatis. Da ich nicht alle Bez¨ ge ulege und ein Potential zwischen vorgegebener und aufzugebender Tradition erzeu-ge, setze ich die Gottesdienstbesucher unter Spannung. Indem sie sie ausgleichen,integrieren sie Tradition auf einem spezifischen Niveau in ihr Leben. Mit Wiederholungen markiere ich Themen der Predigt, verkn¨ pfe sie miteinander uund mit dem Gottesdienst und verst¨ rke Aussagen. Ein Leitfaden f¨ r meine H¨ rer a u oentsteht. Die Wiederholungen interpretieren einander durch Varianten im Wortlautund im Kontext.4.4. Liturgische ElementeJesaja 6,3 ist der Wochenspruch der ersten Trinitatiswoche [16, S. 346]. Ich beginnedie Predigt mit den Folgen unseres Gebrauchs dieses Verses, so dass der Einstiegvon ihm her kommt. Damit ist der Vers als Wochenspruch liturgisch relevant undsollte verlesen werden. Dann greift das Wiederholungsmuster aus meiner Predigt inden Gottesdienst aus. Anfang und Predigt beziehen sich aufeinander und umschlie-ßen den dazwischenliegenden Gottesdienst: Eine hohe Integrit¨ t entsteht. a Zu Trinitatis passt das Niz¨ isch-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis be- asonders gut. Der Predigt nachgestellt f¨ hrt es sie in den weiteren Gottesdienst fort, uweil ich daraus den ersten Artikel zitiere. Das Wochenlied EG 126 erg¨ nzt meine Predigt sinnvoll. Wochenspruch, Ein- agangspsalm, Predigt, Wochenlied und Glaubensbekenntnis referenzieren und ver-dichten einander. So kann der Gottesdienst zu einer stabilen Glaubenserfahrung ge-rade wegen der Bipolarit¨ t von Tradition und Traditionskritik werden. a 13
  18. 18. A. LiteraturA. Literatur [1] Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. Herausgegeben im Gedenkjahr der Augsburger Konfession 1930. 11. Aufl., 45.–47. Tsd. 1992. – ISBN 3-525-52101-4 [2] B EUKEN, Willem A. M.: Jesaja 1–12. 2003 (Herders Theologischer Kom- mentar zum Alten Testament). – ISBN 3-451-26834-5 [3] B EUTEL, Albrecht (Hrsg.) u. a.: Homiletisches Lesebuch. Texte zur heutigen Predigtlehre. 2., erg. Aufl. 1989. – ISBN 3-7805-0449-9 [4] B LENKINSOPP, Joseph: The Anchor Bible. Bd. 19: Isaiah 1–39. A New Trans- lation with Introduction and Commentary. 2000. – ISBN 0-385-49716-4 [5] B USCH -W., Klaudia: Bilder des Glaubens. Themapredigt. In: [6], S. 127–133. – ISBN 3-579-03123-6 [6] D OMAY, Erhard (Hrsg.): Christi Himmelfahrt – Pfingsten – Trinitatis. 2004 (GottesdienstPraxis. Serie B. Arbeitshilfen f¨ r die Gestaltung von Gottes- u diensten zu Kasualien, Feiertagen, besonderen Anl¨ ssen und Arbeitsb¨ cher a u f¨ r die Gemeindepraxis). – ISBN 3-579-03123-6 u [7] E LLIGER, Karl (Hrsg.) ; RUDOLPH, Wilhelm (Hrsg.): Biblia Hebraica Stutt- gartensia. 4., verb. Aufl. 1990. – ISBN 3-438-05218-0 [8] E VANGELISCHE K IRCHE IN D EUTSCHLAND (Hrsg.): Die Bibel. Nach der ¨ Ubersetzung Martin Luthers. rev. Fassung 1984, druchges. Ausg. 1999. – ISBN 3-438-01031-3 [9] E VANGELISCHE K IRCHE IN D EUTSCHLAND (Hrsg.) u. a.: Evangelisches Ge- sangbuch. Ausgabe f¨ r die Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Niedersach- u sen und f¨ r die Bremische Evangelische Kirche. Hannover; G¨ ttingen : Ver- u o lagsgemeinschaft f¨ r Das Evangelische Gesangbuch Niedersachsen/Bremen, u 1994[10] G ESENIUS, Wilhelm: Hebr¨ isches und Aram¨ isches Handw¨ rterbuch uber a a o ¨ das Alte Testament. unver¨ nd. Neudr. d. 17. Aufl. v. 1915. Berlin; G¨ ttingen; a o Heidelberg : Springer-Verl., 1962[11] G ROTE, J¨ rgen: Gott zeigt sich von drei Seiten. Themapredigt. In: [6], S. 134– u 138. – ISBN 3-579-03123-6[12] H AUSCHILD, Wolf-Dieter: Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte. Bd. I. Alte Kirche und Mittelalter. 1995. – ISBN 3-579-00093-4[13] H EINRICH, Rolf: Trinitatis – Fest der Gastfreundschaft. Gottesdienst. In: [6], S. 70–78. – ISBN 3-579-03123-6 I
  19. 19. A. Literatur[14] H ERMELINK, Jan: Hinweise zur Homiletischen Hausarbeit. – Seminarmateri- al: Theologische Fakult¨ t der Georg-August-Universit¨ t G¨ ttingen. Lehrstuhl a a o f¨ r Praktische Theologie u[15] K ASTNER, Hannes-Dietrich: Dreifaltigkeit – meditativ. Abendgottesdienst. In: [6], S. 100–112. – ISBN 3-579-03123-6[16] K IRCHENLEITUNG DER VELKD (Hrsg.) ; R AT VON DER K IRCHENKANZ - LEI DER EKU (Hrsg.): Evangelisches Gottesdienstbuch. Taschenausga- be. Agende f¨ r die Evangelische Kirche der Union und f¨ r die Vereinigte u u Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands. 2000. – ISBN 3-7461-0141-7[17] KORNFELD, W. ; R INGGREN, H.: qds. In: Theologisches W¨ rterbuch zum o Alten Testament Bd. 6. 1989, S. 1179–1204. – ISBN 3-17-00934-5[18] L UTHER, Henning: Stufenmodell der Predigtvorbereitung. In: Theologia Practica 17 (1982), S. 60–68. – ISSN 0049-3643[19] P REUSS, Horst Dietrich: Homiletisches Lesebuch. Texte zur heutigen Predigt- lehre. In: [3], S. 125–140. – ISBN 3-7805-0449-9[20] Richtlinien des Pr¨ fungsamtes zur Ersten theologischen Pr¨ fung in der Fas- u u sung vom 21. M¨ rz 1995 a ¨ ¨ ´¯[21] R UTERSW ORDEN, U.: sarap. In: Theologisches W¨ rterbuch zum Alten Testa- o ¯ ment Bd. 7. 1993. – ISBN 3-17-012667-9[22] S CHMITT, Arno: Trinitatis. Eine Skizze. In: [6], S. 68–70. – ISBN 3-579- 03123-6[23] S NIJDERS, L. A. ; FABRY, H.-J.: m¯ le’. In: Theologisches W¨ rterbuch zum a o Alten Testament Bd. 4. 1984, S. 876–887. – ISBN 3-17-008600-6[24] E V.-L UTH . S TIFTSKIRCHENGEMEINDE BAD G ANDERSHEIM (Hrsg.): Fest- schrift anl¨ sslich der Einweihung der M¨ hleisen-Orgel in der Stiftskirche a u St. Anastasius und St. Innocentius zu Bad Gandersheim. Sebexen : CC Werbe- studio Heinrichs, 23. April 2000[25] K IRCHENVORSTAND DER S TIFTSKIRCHENGEMEINDE S T. A NASTASIUS UND S T. I NNOCENTIUS (Hrsg.): Festschrift zum 1150j¨ hrigen Jubil¨ um des a a Stiftes Bad Gandersheim. Lamspringe : Fotosatz Sommer, 2002[26] TAUBE, Roselies: Lob sei der Dreieinigkeit! Sie ist Klang und Leben. Got- tesdienst. In: [6], S. 95–100. – ISBN 3-579-03123-6 ´ u[27] T HOM E, G¨ nter: Jesaja, Jesus und Nikodemus. Gottesdienst zu Trinitatis mit Chormusik von Ernst Pepping und szenischen AT- und Evangelien-Lesungen. In: [6], S. 79–94. – ISBN 3-579-03123-6[28] Verordnung des Rates der Konf¨ deration evangelischer Kirchen in Nieder- o sachsen uber die Durchf¨ hrung der Ersten theologischen Pr¨ fung in der Fas- ¨ u u sung vom 14. M¨ rz 1995 a II
  20. 20. A. Literatur a ˆ[29] W EINFELD, W.: k¯ bod. In: Theologisches W¨ rterbuch zum Alten Testament o ¯ ¯– ISBN 3-17-008600-6 Bd. 4. 1984, S. 23–40. ¨[30] W ICKHAM, Lionel R.: Chalkedon, okumensiche Synode (451). In: Theolo- gische Realenzyklop¨ die Bd. 7. B¨ hmische Br¨ der–Chinesische Religionen. a o u 1981, S. 668–675. – ISBN 3-11-008192 X III

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