Elastische Bioböden ­  Wie gesund sind sie wirklich? Review eines Ökotest­Artikels 
 
Nach jahrelanger Diskussion um die G...
Während Ökotest mit den Isocyanaten sprichwörtlich das Haar in der Suppe  zu finden 
versuchte, bleiben die positiven Aspe...
das Manko der elektrostatischen Vorgänge. Auch wird die Testumgebung für die 
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Wie gesund sind elastische bioböden

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Nach dem Desaster in den 80er Jahren kämpfen PVC-Böden noch immer mit einem schlechten Image. Zu unrecht, wie der Fachartikel "Wie gesund sind elastische Bioböden?" erklärt.

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Wie gesund sind elastische bioböden

  1. 1. Elastische Bioböden ­  Wie gesund sind sie wirklich? Review eines Ökotest­Artikels    Nach jahrelanger Diskussion um die Gesundheitsgefährdung durch chlorhaltige elastische  Bodenbeläge, bemühen sich immer mehr Hersteller elastischer Bodenbeläge um die Produktion  eines nachhaltigen und gesunden Bodenbelags. Hersteller wie Gerflor, Wineo und Parador  stellen inzwischen PVC­Böden auf Basis von Rizinus­ und Rapsöl her, verwenden  Weichmacher aus Getreideresten oder nutzen PUR (Polyurethan), ein Kunstharz, für die  Herstellung ihrer Bodenbeläge. Nach dem neuesten Test von Ökotest steht nun die Frage nach  der Gesundheitsschädlichkeit von elastischen Bioböden im Raum. Ökotest legte mit seinem  Titel “Volt Ihr das?” den Finger auf das Thema der statischen Aufladung von Fußböden. Gab es  sonst nichts zu kritisieren an den neuen Bioböden? Dazu hier ein Review zum Artikel des  Test­Magazines, was entsprechend seiner Daseinsberechtigung sehr kritisch sein muss.     Wie schädlich ist der Ausgangsstoff Isocyanat?    Ökotest bemängelt in seinem aktuellen Test der Juli­Ausgabe die Verwendung von Isocyanaten  als Ausgangsstoff. Dieser Stoff wird für die Herstellung von Polyurethanen benötigt und gilt als  “krebsverdächtig”. Tatsache ist (Nachfrage beim Hersteller), dass während der Reaktion, also  während des Herstellungsprozesses, diese Substanzen (Isocyanate) entstehen können. Nach  der Reaktion bzw. nach Abschluss des Produktionsverfahrens sind diese  gesundheitsgefährdenden Stoffe im Material allerdings nicht mehr nachweisbar. “Zur Herstellung  von Isocyanaten werden in der Regel chlorhaltige Substanzen eingesetzt. Chlor ist aber kein  Bestandteil des fertigen Produkts.”, so Christian Stockfleth, Produktmanager bei  Windmöller/Wineo, “Ausgangsprodukte der Polyurethane sind im wesentlichen Polyole und  Polyisocyanate, die miteinander reagieren, um so die Polyurethane zu bilden, in denen aufgrund  der chemischen Reaktion kein Isocyanat mehr enthalten ist. Bei vielfältigen Tests wie  Extraktionsversuchen und Emissionsprüfungen lässt sich kein Isocyanat im fertigen Polyurethan  nachweisen.”. Selbst, wenn ein einziges Mal die Reaktion unvollständig ablaufen würde, bei der  das Isocyanat zerstört wird, würde das noch ungebundene Isocyanat­Molekül binnen kurzer Zeit  mit der Luftfeuchtigkeit zu einem ungefährlichen Harnstoff reagieren. Elastische Bioböden  enhalten demzufolge keine schädlichen Stoffe. Hier schießt Ökotest also etwas über das Ziel  hinaus und verunsichert die Kunden zu Unrecht. Eine Anerkennung der Bemühungen und  Erfolge der Hersteller wäre hier durchaus angebracht.  Gerade in den letzten Jahren haben Hersteller große Fortschritte gemacht. So verwendet Gerflor  bei seiner Mipolam Symbioz­Kollektion nur noch Getreidereste als Weichmacher. Auch Wineo  gilt mit der Purline Eco­Kollektion als Vorreiter im Bereich nachhaltiger Bodenbelag. Mit der  Herstellung elastischer Bodenbeläge, die auf Rizinus­ oder Rapsöl basieren, leistet dieser  Hersteller einen nicht unwesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Produktion von Bodenbelägen.  Ähnlich sieht es bei der Eco­Balance­Kollektion von Parador aus, deren  Oberflächenbeschichtung aus PUR, einem Polyurethan­Kunstharz besteht. Durch die  Verwendung dieses Materials kann der Materialverbrauch um 75 % reduziert werden. Der  daraus resultierende geringere Energieeinsatz beim Transport und der niedrigere  Materialverbrauch schonen die Umwelt.  
  2. 2. Während Ökotest mit den Isocyanaten sprichwörtlich das Haar in der Suppe  zu finden  versuchte, bleiben die positiven Aspekte der “neuen” nachhaltigen Bodenbeläge unerwähnt:  Pflegeleichtigkeit, Umweltfreundlichkeit, Recyclebarkeit, Strapazierfähigkeit und anspruchsvolle  Designs.    (Quelle: Wineo ­ Wineo Purline Eco: Bioboden der Extra­Klasse)    Stehen bei elastischen Bodenbelägen wirklich die  Haare zu Berge?    Weiterhin bemängelte Ökotest die enorme statische Aufladung beim Begehen der getesteten  Bodenbeläge. Dazu sagen Fachleute folgendes. Alle Bodenbeläge durchlaufen strenge  Prüfverfahren bevor sie auf den Markt kommen. Übersteigt die Oberflächenspannung das  gesundheitsverträgliche Maß wird der Bodenbelag nicht zugelassen. In der Regel werden  Bodenbeläge nach EN 1815 geprüft, die besagt, dass Bodenbeläge als antistatisch gelten, wenn  die Oberflächenspannung nicht über 2000 Volt liegt. Laut Untersuchungen ist die elektrostatische  Entladung, die durch die Reibung eines positiven und eines negativen Körpers entsteht, ohnehin  erst ab 3000 Volt für den Menschen spürbar. Die Wahrnehmung kann in Abhängigkeit vom  Feuchtehaushalt der Körper zwischen denen sich die Spannung aufbaut und den  Umgebungsbedingungen variieren.   Selbst Linoleum ist als reiner Naturboden nicht in der Lage, diese Oberflächenspannung  abzubauen. Lediglich ableitfähige Bodenbeläge oder Bodenbeläge mit einer EDS­Beschichtung  (Electrostatic Discharge = elektrostatische Entladung) besitzen ein geringeres Risiko der  elektrostatischen Aufladung. Es wäre fatal, zu behaupten, nur elastische Bodenbeläge besäßen 
  3. 3. das Manko der elektrostatischen Vorgänge. Auch wird die Testumgebung für die  elektrostatischen Messungen und die einzelnen “stark erhöhten Messwerte” für die  verschiedenen Böden nicht genannt. Warum nicht?    Gesundheitsgefährdung versus Nutzen ­ The winner is...    Laut Ökotest Testwerten liegen alle Werte fragwürdiger Inhaltsstoffe unterhalb der geforderten  strengen Grenzen. Zudem konnte beim Test von Ökotest kein Austritt flüchtiger organischer  Verbindungen nachgewiesen werden. Auch die Verwendung der zinnorganischen Verbindungen  Dibutylzinn oder Dioktylzinn als Stabilisatoren bzw. Katalysatoren zeigt keinerlei  gesundheitsschädliche Wirkung auf den Menschen.  Elastische Bioböden halten durchaus, was sie versprechen: Einen Bodenbelag, der frei von  schädlichen Substanzen und umweltfreundlich ist. Alle elastischen Bioböden können problemlos  entsorgt werden.   Im Vergleich zu Echtholz­ oder Echtsteinböden, Teppichen, Fliesen, Kokos, Kork und Co. liegt  der Nutzwert von Elastischen Bioböden um ein Vielfaches höher. Diese Bodenbeläge sind  günstiger, strapazierfähiger, pflegeleichter und eignen sich auch für Allergiker. Betrachtet man  das Gesamtpaket, liegen die neuen elastischen Bioböden bzw. PUR­Böden weit vorn.          

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