von Ilse Aichinger
 
<ul><li>Stichworte : </li></ul><ul><li>die Frau (8 Mal), das Fenster (9 Mal), der Alte (Mann) (5 Mal), die Polizei (3 Mal)...
<ul><li>In der Kurzgeschichte „Das Fenster-Theater“ von Ilse Aichinger geht es um ein Missverständnis zwischen einer Frau ...
 
<ul><li>D as Leben/die Existenz von einsamen Frau und Mann.  </li></ul><ul><li>Einsamkeit, Eintönigkeit, Selbstkontrolle b...
<ul><li>Texträumliche Gliederung: </li></ul><ul><li>Die Kurzgeschichte besteht aus 59 Sätzen, 8 Absätzen. </li></ul><ul><l...
 
 
<ul><li>Dieser Text ist eine  Kurzgeschichte </li></ul><ul><li>Kurzer, eigentlich belanglos erscheinender Ausschnitt aus d...
<ul><li>Epitheta  –  </li></ul><ul><li>a) subjektiv-einschätzende: neugieriger Leute (3), den merkwürdigen  Eindruck (9); ...
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VII. Textverflechtungen Isotopieketten Zeitformengebrauch Modusgebrauch Konjunktionen  und Konjunktionaladverbien Invertie...
 
<ul><li>(5) Außerdem wohnte sie im vorletzten Stock, die Straße lag zu tief unten. ( Kopulative Verbindung) </li></ul><ul>...
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  1. 1. von Ilse Aichinger
  2. 3. <ul><li>Stichworte : </li></ul><ul><li>die Frau (8 Mal), das Fenster (9 Mal), der Alte (Mann) (5 Mal), die Polizei (3 Mal), das Gesicht (3 Mal). </li></ul>
  3. 4. <ul><li>In der Kurzgeschichte „Das Fenster-Theater“ von Ilse Aichinger geht es um ein Missverständnis zwischen einer Frau und einem schwerhörigen Mann, wobei die Frau schließlich irritiert ist, dass sie die Polizei ruft. </li></ul><ul><li>Diese Frau wohnt in einem Hochhaus, im vorletzten Stockwerk. Über ihr wohnt eine Familie mit einem kleinen Sohn, was die Frau jedoch nicht weiß und unter der Wohnung der Frau ist eine leerstehende Werkstatt. Als die Frau aus dem Fenster schaut, bemerkt sie einen Mann, der ihr gegenüber wohnt. Er winkt und macht merkwürdige Gesten, dass die Frau meint, dass die für sie bestimmt sind. Als der Mann einen Kopfstand macht, ruft die Frau die Polizei an. Die Polizisten kommen. Aber der Mann reagiert auf Klingeln und Klopfen an seiner Tür nicht. Die Haustür wird aufgebrochen. Nun stellt es sich heraus, dass der Mann schwerhörig ist und dass seine Gesten für einen Knaben bestimmt sind, über der Wohnung der Frau wohnt. </li></ul>
  4. 6. <ul><li>D as Leben/die Existenz von einsamen Frau und Mann. </li></ul><ul><li>Einsamkeit, Eintönigkeit, Selbstkontrolle bis zum Lustverzicht bei der Frau. </li></ul>
  5. 7. <ul><li>Texträumliche Gliederung: </li></ul><ul><li>Die Kurzgeschichte besteht aus 59 Sätzen, 8 Absätzen. </li></ul><ul><li>Strukturell-semantische Gliederung: </li></ul><ul><li>Die Kurzprosa von Ilse Aichinger ist inhaltlich in vier Mikrotexten (MT) strukturiert: </li></ul><ul><li>I. MT Sätze 1-11 </li></ul><ul><li>Die Beobachtung von einsamer Frau aus dem Fenster </li></ul><ul><li>II. MT Sätze 12-32 </li></ul><ul><li>Das Fenster-Theater des alten Mannes </li></ul><ul><li>III. MT Sätze 33-54 </li></ul><ul><li>Die Ankunft der Polizisten </li></ul><ul><li>IV. MT Sätze 55-59 </li></ul><ul><li>Das Theater fürs Kind </li></ul>
  6. 10. <ul><li>Dieser Text ist eine Kurzgeschichte </li></ul><ul><li>Kurzer, eigentlich belanglos erscheinender Ausschnitt aus dem Alltagsleben </li></ul><ul><li>Unvermittelter Anfang </li></ul><ul><li>Offener Schluss </li></ul>
  7. 11. <ul><li>Epitheta – </li></ul><ul><li>a) subjektiv-einschätzende: neugieriger Leute (3), den merkwürdigen Eindruck (9); </li></ul><ul><li>b) konkretisierende einen großen bunten Schal (26), Samthose (30), weißes Tuch (21), großes weißes Kissen: </li></ul><ul><li>Vergleiche: &quot;wand den Schal wie einen Turban um seinen Kopf&quot; (27) </li></ul><ul><li>Phraseologismus (Gefallen tun) (4) </li></ul><ul><li>Negation (nichts Neues, unersättlich) </li></ul><ul><li>Metapher: „Der Wind trieb in leichten Stößen vom Fluss herauf und brachte nichts Neues.“ (2), das Lachen hinüberwerfen (35) </li></ul>
  8. 12. <ul><li>Meist einfache, kurze Sätze (Parataxe) </li></ul><ul><li>Im Text gibt es auch komplexe Sätze: </li></ul><ul><li>Satzgefüge mit Temporalsätze: (8) Als sie sich eben vom Fenster abwenden wollte, bemerkte sie, dass der Alte gegenüber Licht angedreht hatte. (32) Als sein Gesicht gerötet, erhitzt und freundlich wieder auftauchte, hatte sie schon die Polizei verständigt. (33) Und während er, in ein Leintuch gehüllt, abwechselnd an beiden Fenstern erschien, unterschied sie schon drei Gassen weiter über dem Geklingel der Straßenbahnen und dem gedämpften Lärm der Stadt das Hupen des Überfallautos. </li></ul><ul><li>Satzgefüge mit Attributsatz : (51) Den Teppich, den er vom Boden genommen hatte, trug er um die Schultern. (9) ….machte den merkwürdigen Eindruck, den aufflammende Straßenlaternen unter der Sonne machen. </li></ul><ul><li>Satzgefüge mit einer Konsekutivsatz, durch gleichartige Prädikate erweitert: (23) Er hing über die Brüstung, dass man Angst bekam, er würde vornüberfallen. </li></ul><ul><li>Satzgefüge mit Kausalsatz : (52) Da er schwerhörig war, wandte er sich auch nicht um. </li></ul><ul><li>Satzgefüge mit Objektsatz (8) ….bemerkte sie, dass der Alte gegenüber Licht angedreht hatte. </li></ul><ul><li>Satzgefüge mit Vergleichsatz (10)Als hätte einer an seinen Fenstern die Kerzen angesteckt, noch ehe die Prozession die Kirche verlassen hat. </li></ul><ul><li>Die mannigfaltigen lexikalischen und syntaktischen Mittel stehen in harmonischen Einklang mit dem Inhalt. </li></ul>
  9. 13. VII. Textverflechtungen Isotopieketten Zeitformengebrauch Modusgebrauch Konjunktionen und Konjunktionaladverbien Invertierte Wortfolge
  10. 15. <ul><li>(5) Außerdem wohnte sie im vorletzten Stock, die Straße lag zu tief unten. ( Kopulative Verbindung) </li></ul><ul><li>(21) Dann nahm er ein weißes Tuch aus der Tasche und begann zu winken. ( Kopulative Verbindung) </li></ul><ul><li>(54) Aber in die Wohnung oberhalb musste eine neue Partei eingezogen sein. (Adversative Verbindung) </li></ul><ul><li>(56) Auch er trug sein Kissen auf dem Kopf und die Bettdecke um die Schultern. ( Kopulative Verbindung) </li></ul><ul><li>Pro-Adverbien (19) Gleich darauf kam er in Hut und Mantel wieder. </li></ul>
  11. 16. <ul><li>(55) An eines der erleuchteten Zimmer war ein Gitterbett geschoben, in dem aufrecht ein kleiner Knabe stand. </li></ul><ul><li>Zeitformengebrauch </li></ul><ul><li>Das Präteritum (Autorenrede) </li></ul><ul><li>Das Präsens (direkte Rede) („Meint er mich?“) (13 S) </li></ul><ul><li>Das Präteritum schafft Distanz zwischen den Leser und fiktiven Welt. </li></ul>
  12. 17. <ul><li>Das Indikativ </li></ul><ul><li>Das Konjunktiv zum Ausdruck der indirekten Rede („… dass er schlafen wolle.) (50 S) </li></ul>

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