Mitteilungen Nr. 2 von 12Februar 2012 · 94. JahrgangAIHK-Wirtschaftsumfrage 2012Aargauer Firmen erwarten knapp befriedigen...
Abb. 1: Beiträge der einzelnen BIP-Komponenten an das Wachstum              und reales BIP der Schweiz 2007–2011  4,0%  3,...
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Abb. 6: Allgemeine Entwicklung des Geschäftsjahres                                                                        ...
Abb. 7: Export (in CHF) im Vergleich zum Vorjahr                                                                          ...
Abb. 8: Verkaufspreise im Inland im Vergleich zum Vorjahr                                                                 ...
Abb. 10: Auftragsbestand am Jahresende im Vergleich zum Vorjahr                                                           ...
Abb. 12: Netto-Veränderung der Zahl der Vollzeit-            geschätzt, in denen im Kanton Aargau ein «Clus-         Stell...
ren, wird das vergangene Jahr im Rückblick nur            Die Lohnsumme (vgl. Abbildung 15) wird gemässnoch als befriedige...
Abb. 14: Erwarteter Gesamtumsatz 2012 im Vergleich zum Vorjahr                                   DEUTSCHLAND              ...
Methodik Abb.16: Überblick teilnehmende Firmen                                                                      Quelle...
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AIHK Wirtschaftsumfrage 2012

  1. 1. Mitteilungen Nr. 2 von 12Februar 2012 · 94. JahrgangAIHK-Wirtschaftsumfrage 2012Aargauer Firmen erwarten knapp befriedigendesGeschäftsjahr 2012Von Bettina Simioni, lic. int. rel., wirtschaftswissenschaftliche Mitarbeiterin Fahrländer Partner Die AIHK-Wirtschaftsumfrage 2012, die von Fahrländer Partner im Auftrag der AIHK durchgeführt wurde, zeigt, dass die Aargauer Unternehmen insgesamt ein knapp befriedigendes Geschäftsjahr 2012 erwarten. Branchen, die wenig konjunkturabhängig sind, erwarten ein gutes Geschäftsjahr, während insbeson- dere Branchen der stark exportorientierten Investitionsgüterindustrie pessimis- tisch sind. Im Rückblick bewerten die Teilnehmenden der Umfrage das Jahr 2011 als befriedigend.Die Weltwirtschaft präsentiert sich zu Beginn des Dass sich das ungünstige aussenwirtschaftliche Um-Jahres 2012 in fragiler Verfassung. Insbesondere in feld negativ auf das Wachstum auswirkt, zeigen dieder Europäischen Union (EU) – der mit Abstand BIP-Zahlen des 3. Quartals 2011: negative Wachs-wichtigste Handelspartner für die Schweiz – lastet tumsbeiträge gingen vom Aussenhandel und vondie Staatsschuldenkrise auf den Finanzmärkten den Ausrüstungsinvestitionen aus. Demgegenüberund der Konjunktur. Obwohl die Schweiz hinsicht- hat die Binnenkonjunktur (privater und öffentlicherlich Staatsfinanzen und Arbeitsmarkt im Vergleich Konsum sowie Bauinvestitionen) positiv zum Wachs-gut dasteht, kann auch sie sich den negativen Aus- tum beigetragen.wirkungen des ungünstigen Umfeldes nicht entzie-hen. Dies wird gemäss den Seco-Prognosen auch 2012 so bleiben: während der Konsum das Wachstum stüt- zen dürfte, sind es insbesondere die Ausrüstungsin-Konjunkturschwäche in der vestitionen welche negativ ins Gewicht fallen. BeiSchweiz für 2012 erwartet den Exporten wird ein schwach positives WachstumDie Schweizer Wirtschaft hat denn auch in der zwei- erwartet.ten Hälfte des vergangenen Jahres an Fahrt verloren,nachdem sie sich bis Mitte Jahr noch gut gehalten Gemäss dem jüngsten Purchasing Managers’ Indexhatte. Für das gesamte Jahr 2011 rechnet das Staats- (PMI von procure.ch und Credit Suisse) muss in densekretariat für Wirtschaft (Seco) mit einem BIP- kommenden Monaten mit einem Rückgang der In-Wachstum von 1,8 Prozent. dustrieaktivität gerechnet werden.Da die negativen Einflussfaktoren (schwächere Planungssicherheit dank Wechsel-Nachfrage aus dem Ausland und weiterhin hochbewerteter Schweizer Franken) anhalten, ist im kursuntergrenzelaufenden Jahr mit einer Konjunkturschwäche Das geringe Export-Wachstum kann einerseits derzu rechnen. Das Wirtschaftswachstum wird 2012 schwächeren Nachfrage aus dem Ausland, anderer-gemäss Seco nur 0,5 Prozent betragen. Bislang seits aber auch dem starken Schweizer Franken zu-zeichnet sich kein krisenhafter Konjunkturein- geschrieben werden. Die Schweizerische National-bruch wie Ende 2008 ab und die Konjunktur- bank (SNB) hat im vergangenen Sommer denschwäche sollte von relativ kurzer Dauer bleiben, Schweizer Franken als massiv überbewertet bezeich-so das Seco. net und eine akute Bedrohung für die Schweizer 1
  2. 2. Abb. 1: Beiträge der einzelnen BIP-Komponenten an das Wachstum und reales BIP der Schweiz 2007–2011 4,0% 3,0% 2,0% 1,0% 0 –1,0% –2,0% –3,0% –4,0% –5,0% 2007 2008 2009 2010 2011 Konsum der Haushalte Handelsbilanz (Güter und Dienstleistungen) Lagerveränderungen und statistische Abweichungen Bruttoanlageinvestitionen Staatskonsum Bruttoinlandprodukt (BIP) Quelle: Seco Abb. 2: Konjunkturprognosen Schweizer Volkswirtschaft für 2012 Seco KOF Créa CS UBS BAK Mittelwerte (vom Dez. 2011) (vom Dez. 2011) (vom Okt. 2011) (vom Nov. 2011) (vom Jan. 2012) (vom Dez. 2011) BIP, real 0,5 0,2 –0,4 0,5 0,4 0,4 0,3 Privatkonsum 1,1 1,1 –0,2 1,1 1,1 0,8 0,8 Öffentlicher Konsum 1,5 1,5 – 1,2 1,5 1,2 1,4 Ausrüstungsinvestitionen –2,5 –1,4 –9,3 –1,5 –3,4 –1,8 –3,3 Bauinvestitionen 1,5 1,8 –1,5 1,5 1,5 2,8 1,3 Exporte 0,4 0,8 –6,2 1,0 –1,6 –0,5 –1,0 Importe 1,6 2,6 –8,3 2,0 –2,0 0,9 –0,5 Arbeitslosenquote 3,6 3,3 3,4 3,3 3,1 3,5 3,4 Teuerungsrate –0,3 0,0 –0,5 0,4 0,3 –0,2 –0,1 Anmerkung: Veränderungen zum Vorjahr in % Quellen: Seco, KOF, Créa, Credit Suisse, UBS, BAKBASELWirtschaft sowie das Risiko einer deflationären Ent- von einem CHF/EUR-Kurs von 1,24 in drei und 1,26 inwicklung festgestellt. Als Reaktion auf diese Situati- 12 Monaten aus. Die Wettbewerbsfähigkeit der ex-on hat die SNB im September 2011 einen Mindest- portorientierten Schweizer Firmen dürfte vorerst un-kurs von 1.20 Franken pro Euro festgelegt und ter Druck bleiben. Aufgrund der unterschiedlichendiesen bislang halten können. Produktionsstruktur der einzelnen Unternehmungen bleiben die Auswirkungen der Frankenstärke starkDie SNB sieht den Franken auch bei diesem Kurs firmenabhängig. Sollte der Schweizer Franken mittel-noch als hoch bewertet und ist zu weiteren Mass- bis längerfristig stark bleiben, kann es zu strukturel-nahmen bereit, sollten es die Wirtschaftsaussichten len Anpassungen kommen.und die deflationären Risiken erfordern. Arbeitslosenquote dürfte spürbarDie Wechselkurs-Untergrenze dürfte für Planungssi-cherheit bei Unternehmen sorgen. Angesichts der ansteigenEuro-Krise ist kurzfristig wohl nicht mit einer Abwer- Auf dem Arbeitsmarkt hat ebenfalls im Herbst 2011tung des Schweizer Frankens zu rechnen, es sei denn eine Wende stattgefunden. Das Seco rechnet mit ei-die SNB erhöhe den Mindestkurs. Der «KOF Consen- nem graduellen Anstieg der Arbeitslosenquote vonsus Forecast» vom Dezember 2011 geht denn auch 3,1 Prozent im Dezember 2011 (saisonbereinigt) auf 2
  3. 3. Abb. 3: Anhaltend hohe Immigration in die Schweiz 14 000 12 000 10 000 8000 6000 4000 2000 0 –2000 2007 2008 2009 2010 2011 Wanderungssaldo und Statuswechsel, in Personen Anmerkung: Wanderungssaldo: Saldo der Ein- und Auswanderungen von Personen mit einer Anwesenheitsbewilligung, welche mindestens 12 Monate gültig ist (ohne Personen mit EDA-Ausweis). Statuswechsel: Wechsel von einer Anwesenheitsbewilligung mit einer Gültigkeit von weniger als 12 Monaten zu einer Anwesenheitsbewilligung mit einer Gültigkeit von 12 Monaten oder mehr. Quelle: BfS3,9 Prozent Ende 2012. Im Jahresmittel dürfte sich hat und im Verlaufe des Jahres wieder ansteigeneine Quote von 3,6 Prozent ergeben. Für die Be- könnte.schäftigung wird ein Nullwachstum prognostiziert.Die Unsicherheit bezüglich des Arbeitsmarktes wi- Abb. 4: Entwicklung Arbeitslosenquote im Aargauderspiegelt sich auch in der sich verschlechternden und der Schweiz in ProzentKonsumentenstimmung. Wie die Konsumenten- 5,0%stimmung hat sich auch der UBS-Konsumindikator 4,5%seit dem Frühjahr 2011 stark abgeschwächt. 4,0%Trotz schlechterer Aussichten auf dem Arbeitsmarkt 3,5%und bei den Konsumindikatoren, wird von den Prog- 3,0%nose-Instituten erwartet, dass auch im laufenden Jahr 2,5%der Konsum zur Wachstumsstütze wird. Dies auch 2,0%deshalb, weil die Immigration bis im Herbst 2011 kei- 1,5%ne Tendenz zur Verlangsamung zeigte. Der Wande- 1,0%rungssaldo lag von Januar bis November 2011 über 0,5%den entsprechenden Zahlen der Jahre 2010 und 2009. 0 2007 2008 2009 2010 2011Auch profitieren die Konsumenten von fallenden Schweiz Kanton Aargau Quelle: SecoPreisen, weil dadurch ihre Kaufkraft steigt. So wirdder UBS-Konsumindikator vor allem durch denschlechten Geschäftsgang im Detailhandel belas-tet, welcher unter den fallenden Preisen und dem Risiko Euro-KriseEinkaufstourismus leidet. Anhaltend hohe Neuim-matrikulationen für Fahrzeuge stützen den Indika- Das grösste Risiko für die Entwicklung der Schweizertor bislang. Auch ist die UBS zuversichtlich, dass Wirtschaft ist die Krise im Euro-Raum. Eine weitereder Konsumindikator die Talsohle durchschritten Eskalation der Krise könnte markant negative Folgen 3
  4. 4. haben, wie etwa eine erneute Bankenkrise. Demge-genüber würde sich eine Beruhigung positiv auf die Die rasche Erholung des Arbeitsmarktes im Jahrhiesige Konjunktur auswirken, beispielsweise in 2010 von der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskri-Form einer Abschwächung des Schweizer Franken- se ist 2011 im Kanton Aargau – wie auch landes-kurses gegenüber dem Euro. weit – zum erliegen gekommen. Nachdem die An- zahl der offenen Stellen im Kanton im Mai 2011Insgesamt ist die Unsicherheit bezüglich der kurzfris- den höchsten Monatswert (gemäss Daten von Sta-tigen konjunkturellen Entwicklung beträchtlich, was tistik Aargau) seit Erhebung der Daten (1993) er-auch die OECD in ihrem jüngsten Länderbericht für reicht hatte, ist sie über die vergangenen Monatedie Schweiz festhält. Indikatoren weisen auf eine wieder gesunken. Ende 2011 liegt sie aber immerStagnation der Wirtschaft in der nahen Frist, insbe- noch deutlich über dem Jahresdurchschnitt vonsondere in der verarbeitenden Industrie. 2009. Die Arbeitslosenquote ist, nachdem sie mit 2,6 Prozent im Juli 2011 den Tiefstwert erreicht hatte, in der zweiten Hälfte des vergangen JahresWirtschaft des Kantons Aargau wieder angestiegen und lag Ende Jahr bei 3,1 Pro-Gemessen an den Beschäftigten (Betriebszählung zent. Somit liegt die Arbeitslosenquote weiterhin(BZ) 2008 des Bundesamtes für Statistik (BFS)) sind unter dem Schweizer Mittel. Wie landesweit, mussdie wichtigsten Branchen im Kanton Aargau der auch im Kanton Aargau im laufenden Jahr mit ei-Handel, die Maschinen-, Elektro- und Metallindus- ner weiter steigenden Arbeitslosigkeit gerechnettrie (MEM-Industrie) sowie das Baugewerbe. Weite- werden. Abb. 5: Offene Stellen im Kanton Aargau 3000 2500 2000 1500 1000 500 0 Jan 10 Mai 10 Sep 10 Jan 11 Mai 11 Sep 11 Quelle: Statistik Aargaure wichtige Wirtschaftszweige sind Verkehr und La- Die Firmenlandschaft hat im Aargau im landeswei-gerei, Pharma und Chemie. Nebst dem Handel sind ten Vergleich ein eher unterdurchschnittliches JahrArchitektur- und Ingenieurbüros sowie Finanz- und hinter sich: gemäss Dun Bradstreet (einer Wirt-Versicherungsdienstleistungen die wichtigsten Bran- schaftsauskunftei) kam es 2011 im Kanton zuchen des dritten Sektors. 12 Prozent mehr Firmenkonkursen als noch im Vor- jahr. Dies liegt über dem Schweizer Mittel vonDer Kanton Aargau ist auch ein beliebter Wohn- v6 Prozent. Gleichzeitig stagnierten die Firmen-ort. 2010 war das Bevölkerungswachstum das gründungen im Kanton Aargau, wie auch in der üb-dritthöchste nach den Kantonen Zug und Frei- rigen Nordwestschweiz (Basel-Landschaft und Ba-burg. Der Kanton Aargau profitiert von seiner sel-Stadt), während in allen anderen Regionen derLage zwischen den Wirtschaftsräumen Zürich und Schweiz die Firmengründungen zunahmen.Basel. Da die hohe Zuwanderung einer der wich-tigsten Faktoren ist, die den privaten Konsum stüt- Aargauer Unternehmen erwartenzen, dürften die konsumnahen Branchen im Aar-gau relativ gut abschneiden. Zudem dürften die ein knapp befriedigendes 2012vom Wohnungsbau abhängigen Branchen weiter- Die jüngste AIHK-Wirtschaftsumfrage zeigt, dass diehin profitieren. befragten Unternehmen im Kanton Aargau insge- 4
  5. 5. Abb. 6: Allgemeine Entwicklung des Geschäftsjahres 2011 2012 2 1 0 –1 –2 Chemie Finanzsektor Pharma Nahrungsmittel Druckerzeugnisse Elektrische Ausrüstungen TOTAL AARGAU Handel (inkl. Motorfahrzeuge) Baugewerbe TOTAL SEKTOR 3 Textilien Metallurgie Gesundheits- und Sozialwesen Verkehr / Lagerei Maschinenbau Energieversorgung TOTAL SEKTOR 2 Architektur- und Ingenieurbüros Kunststoffwaren 2 = sehr gut; 1 = gut; 0 = befriedigend; –1 = schlecht; –2 = sehr schlecht Quelle: AIHKsamt ein knapp befriedigendes Geschäftsjahr 2012 kamenten – weniger als andere Branchen. Andere,erwarten. Dabei ist der Industriesektor leicht negativ nicht konjunkturell bedingte, dämpfende Faktorengestimmt, während der dritte Sektor schwach positi- sind das Auslaufen von Patenten und die Konkur-ve Erwartungen für das laufende Jahr hat. renz durch Generika. Dies dürften die Gründe sein,Rückblickend war 2011 ebenfalls befriedigend, wo- weshalb die Aargauer Pharmaunternehmen 2011bei der Dienstleistungssektor auf ein erfolgreicheres als nur knapp befriedigend einstufen.Jahr zurück blickt als der Industriesektor. Strukturelle Faktoren sind auch bei der Branche mit dem negativsten Ausblick in der Umfrage – den Her-Konjunkturunabhängige Branchen stellern von Druckerzeugnissen – ausschlaggebend.positiv gestimmt Diese Branche wird sich dem Trend hin zu elektroni-Allgemein erwarten insbesondere konjunkturunab- schen Medien nicht entziehen können. Hinzuhängige Branchen ein gutes Geschäftsjahr für 2012. kommt, dass mit der Konjunkturabkühlung viele Fir-So sind die befragten Unternehmen der Branchen men weniger Anzeigen in Druckmedien schaltenPharmaindustrie, Gesundheits- und Sozialwesen, so- dürften, eine wichtige Einnahmequelle für die Bran-wie Energieversorgung gegenüber dem laufenden che. Durch die Möglichkeit der elektronischen Über-Geschäftsjahr positiv gestimmt. tragung von Druckaufträgen ins Ausland ist die Branche zudem der ausländischen Konkurrenz aus-Diese Branchen unterliegen einem positiven struktu- gesetzt.rellen Trend. Im Gesundheitswesen sowie auch inder Pharmaindustrie, ist dies insbesondere dem de- Pessimismus in stark exportorien-mographischen Wandel geschuldet. Das Gesund- tierten Unternehmenheits- und Sozialwesen leidet auch nicht unter derFrankenstärke. So blicken die im Gesundheits- und Ansonsten sind es insbesondere die stark exportori-Sozialwesen tätigen Aargauer Firmen auch auf ein entierten und konjunkturabhängigen Industriebran-sehr gutes 2011 zurück. chen, welche mit einem unbefriedigenden Ge- schäftsjahr 2012 rechnen. So ist die Lage in derDie Pharmaindustrie, welche von den befragten Fir- Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-In-men den höchsten Exportanteil aufweist, bekommt dustrie) angespannt. Der Maschinenbau, welcherden Druck des starken Frankens zu spüren, wenn bereits einen Strukturwandel hinter sich hat undauch – aufgrund ihres hohen Spezialisierungsgrades heute dank hoher Spezialisierung relativ gut positio-und der relativ unelastischen Nachfrage nach Medi- niert ist, behauptet sich auch in der Umfrage am 5
  6. 6. Abb. 7: Export (in CHF) im Vergleich zum Vorjahr 2011 2012 2 1 0 –1 –2 Textilien Chemie Nahrungsmittel Handel (inkl. Motorfahrzeuge) Finanzsektor Verkehr / Lagerei Kunststoffwaren TOTAL SEKTOR 2 Elektrische Ausrüstungen Architektur- und Ingenieurbüros TOTAL AARGAU Gesundheits- und Sozialwesen Metallurgie TOTAL SEKTOR 3 Maschinenbau Energieversorgung Druckerzeugnisse Pharma Baugewerbe Anmerkung: die befragten Unternehmen in den Branchen Energieversorgung und Gesundheits- und Sozialwesen gaben an, keinen Exportanteil am Gesamtumsatz zu haben. 2 = deutlich höher; 1 = höher; 0 = gleich; –1 = tiefer; –2 = deutlich tiefer Quelle: AIHKbesten. Demgegenüber erwarten die Firmen der im Dies widerspiegelt sich auch in der Umfrage: die Ar-Konjunkturzyklus stark vorlaufenden Metallurgie chitektur- und Ingenieurbüros sind nebst den obensowie die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen erwähnten konjunkturabhängigen Branchen am po-ein negatives Jahr. Nicht nur die Frankenstärke, son- sitivsten gestimmt. Interessanterweise erwartet dasdern auch die rückläufige Investitionsgüternachfra- Aargauer Baugewerbe aber nur ein befriedigendesge infolge der Konjunkturabkühlung lasten auf dem 2012. Aus der Umfrage geht hervor, dass die Firmenkurzfristigen Ausblick für die Branche. Während die der Baubranche mit höheren Einkaufspreisen sowieBilanz der MEM-Industrie über die ersten neun Mo- tieferen Verkaufspreisen im Inland konfrontiert sind.nate gemäss SWISSMEM noch positiv war, drehten Dies kann mit der starken Konkurrenz im Baugewer-die Auftragseingänge bereits im zweiten Quartal ins be erklärt werden. Das vergangene Jahr schätzen dieNegative (gegenüber dem Vorjahresquartal). Aargauer Baufirmen als noch knapp gut ein. Dies scheint auch ein Hinweis darauf, dass im Baugewer-Ebenfalls stark export- und konjunkturabhängig ist be der Zenit des Baubooms überschritten ist.die Branche Verkehr und Lagerei. Handelsvolumina– und somit die Nachfrage nach Dienstleistungen Frankenstärke bleibt ein Themader Branche – reagieren unmittelbar auf die Wirt-schaftslage, was die negativen Erwartungen an das Trotz der von der SNB im September 2011 einge-laufende Jahr der Branche erklärt. führten Wechselkursuntergrenze bleibt der Schwei- zer Franken hoch bewertet.Boom im Wohnungsmarkt Dass die Frankenstärke weiterhin ein Thema bleibt,Der Schweizer Wohnungsmarkt hat sich in den letz- zeigen die Exporterwartungen der befragten Fir-ten Jahren von den konjunkturellen Schwankungen men. Dabei erwartet der Dienstleistungssektor einmehrheitlich abgekoppelt. Die tiefen Zinsen, die an- schlechteres Jahr als die Industrie. Insbesonderehaltend hohe Immigration sowie der Anlagedruck die Finanzbranche, aber auch die im Verkehr undtreiben die Nachfrage nach Wohnimmobilien und in der Lagerei tätigen Unternehmen sind pessimis-deren Preise nach oben. Der Aargauer Wohnungs- tisch für 2012, was ihre Exporte betrifft. Insgesamtmarkt profitiert insbesondere von seiner Nähe zum weist der Dienstleistungssektor einen geringerenWirtschaftsstandort Zürich und der angespannten Exportanteil am Gesamtumsatz auf als die Indus-Lage auf dem Zürcher Wohnungsmarkt. trie und ist somit weniger exponiert. Ein gutes Jahr 6
  7. 7. Abb. 8: Verkaufspreise im Inland im Vergleich zum Vorjahr 2011 2012 2 1 0 –1 –2 Architetkur- und Ingenieurbüros Maschinenbau Textilien Verkehr / Lagerei Elektrische Ausrüstungen Druckerzeugnisse Finsanzsektor Nahrungsmittel TOTAL SEKTOR 2 TOTAL SEKTOR 3 TOTAL AARGAU Chemie Baugewerbe Kunststoffwaren Metallurgie Handel (inkl. Motorfahrzeuge) Gesundheits- und Sozialwesen Pharma Energieversorgung 2 = deutlich höher; 1 = höher; 0 = gleich; –1 = tiefer; –2 = deutlich tiefer Quelle: AIHKhinsichtlich ihrer Exporttätigkeit erwarten die Nah- höheren Verkaufspreisen rechnet. Die Gesundheits-rungsmittelindustrie sowie die Pharmaunterneh- ausgaben sind in den letzten zehn Jahren mit knappmen. 4 Prozent pro Jahr im Durchschnitt gewachsen. Auf- grund der relativ unelastischen Nachfrage kann dieDer starke Franken dürfte im laufenden Jahr aber Branche die höheren Kosten in Form von höherennicht nur die exportorientierten Branchen unter Preisen weitergeben.Druck setzen, die Währungsgewinne an die Konsu-menten weiterzugeben, d.h. die Preise zu senken. So Allgemein ist aber zu beachten, dass die tieferenerwartet zum Beispiel auch die Handelsbranche (in- Verkaufspreise teilweise mit tieferen Einkaufspreisenklusive Motorfahrzeuge) sinkende Verkaufspreise im im Ausland kompensiert werden. Der Einfluss desInland. Insbesondere in grenznahen Gebieten leidet Wechselkurses ist also je nach Produktionsstrukturder Detailhandel unter dem Einkaufstourismus. Eine der Firma unterschiedlich und kann somit auch posi-weitere Konkurrenz für den lokalen Detailhandel ist tiv ausfallen.das schnell wachsende online-Geschäft. Unsicherheit im FinanzsektorVom Wechselkurs wenig beeinflusst wird das Ge-sundheits- und Sozialwesen, welches für 2012 mit Der Finanzsektor ist hinsichtlich des Gesamtum- satzes 2012 im Vergleich zum Vorjahr die am zweitschlechtesten gestimmte Branche. In Bezug auf Export und Auftragseingang aus dem In-Abb. 9: Exportanteil in Prozent am Gesamtumsatz sowie Ausland haben die Finanzunternehmen im Vergleich zu 2011 sogar die schlechtesten 2011 2012100% Erwartungen. Dies wiederspiegelt die aktuelle Unsicherheit im Finanzsektor, die einerseits auf80% wirtschaftliche Faktoren, insbesondere die Staats-60% schuldenkrise in Europa, zurückgeführt werden40% kann. Letztere birgt potenziell grosse Risiken für das Finanzsystem. Andererseits ist die Unsicherheit20% aber auch durch regulatorische Faktoren (wie zum 0 Beispiel Basel III) zu erklären und die Konsequen- TOTAL SEKTOR 2 TOTAL AARGAU TOTAL SEKTOR 3 zen des Steuerstreits mit EU-Ländern und aktuell Quelle: AIHK vor allem den USA. 7
  8. 8. Abb. 10: Auftragsbestand am Jahresende im Vergleich zum Vorjahr 2011 2012 2 1 0 –1 –2 Finanzsektor Chemie Handel (inkl. Motorfahrzeuge) TOTAL AARGAU Metallurgie Verkehr / Lagerei Druckerzeugnisse Textitlien Elektrische Ausrüstungen TOTAL SEKTOR 2 Energieversorgung Kunststoffwaren Maschinenbau TOTAL SEKTOR 3 Baugewerbe Pharma Gesundheits- und Sozialwesen Architetkur- und Ingenieurbüros Nahrungsmittel 2 = deutlich höher; 1 = höher; 0 = gleich; –1 = tiefer; –2 = deutlich tiefer Quelle: AIHK Abb. 11: Investitionstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr 2011 2012 2 1 0 –1 –2 Architetkur- und Ingenieurbüros Maschinenbau Pharma Nahrungsmittel Verkehr / Lagerei Baugewerbe TOTAL SEKTOR 2 Finanzsektor Chemie TOTAL AARGAU Textilien Elektrische Ausrüstungen Metallurgie Druckerzeugnisse Handel (inkl. Motorfahrzeuge) Energieversorgung TOTAL SEKTOR 3 Gesundheits- und Sozialwesen Kunststoffwaren 2 = deutlich höher; 1 = höher; 0 = gleich; –1 = tiefer; –2 = deutlich tiefer Quelle: AIHKUnsicherheit scheint aber auch in anderen Branchen hauptsächlich in Branchen, die 2011 weniger in-zu herrschen. So werden die Erwartungen hinsicht- vestiert hatten als 2010 und umgekehrt. Nur imlich des Auftragsbestandes am Jahresende in allen Gesundheitswesen sind für das zweite Jahr in Fol-Branchen als mehr oder weniger befriedigend ein- ge höhere Investitionen geplant. Die im Verkehrgestuft. Nur die Firmen der Pharmaindustrie erwar- und der Lagerei tätigen Firmen planen demge-ten Ende 2012 einen guten bis sehr guten Auftrags- genüber das zweite Jahr in Folge tiefere Investiti-bestand. onen.Hinsichtlich der Investitionstätigkeit steigen die Trotz der Unsicherheit planen verschiedene Firmengeplanten Investitionen gegenüber dem Vorjahr einen markanten Beschäftigungsausbau im laufen- 8
  9. 9. Abb. 12: Netto-Veränderung der Zahl der Vollzeit- geschätzt, in denen im Kanton Aargau ein «Clus- Stellen in Prozent am Total der Mitarbeiter ter» besteht, wie zum Beispiel in der Pharmaindus- 2011 2012 trie. Beim Finanzsektor dürfte die Nähe zum1,8% Finanzplatz Zürich eine wichtige Rolle spielen.1,6% Schlecht wird die Verfügbarkeit von qualifiziertem1,4% Personal insbesondere vom Gesundheits- und Sozi-1.2% alwesen eingestuft. So liegt denn auch die Auslas-1,0% tung der Produktionskapazität der an der Umfrage0,8% teilnehmenden Firmen in diesem Sektor bei knapp0,6% 100 Prozent. Die Knappheit von qualifiziertem Per-0,4% sonal im Gesundheits- und Sozialwesen ist aber ein0,2% landesweites Problem. 0 TOTAL SEKTOR 2 TOTAL AARGAU TOTAL SEKTOR 3 Quelle: AIHK Abb. 13: Qualität Unternehmensstandort Aargau im Vergleich zum Vorjahr 2011 2012 2den Jahr. Während für 2011 die Nettoveränderungder Zahl der Vollzeitstellen bei den Aargauer Unter- 1nehmen bei 0,7 Prozent lag – was in etwa dem lan- 0desweiten Wert für die ersten drei Quartale 2011entspricht –, planen die Firmen im laufenden Jahr –1einen Stellenzuwachs von 1,5 Prozent. Dabei gibt –2es aber grosse Unterschiede zwischen den Bran- TOTAL SEKTOR 3 TOTAL AARGAU TOTAL SEKTOR 2chen. Während die Metallurgie wie schon im ver- 2 = deutlich höher; 1 = höher; 0 = gleich; –1 = tiefer; –2 = deutlich tiefergangenen Jahr Stellen abbaut, planen zum Beispiel Quelle: AIHKdie Energieversorger, das Gesundheits- und Sozial-wesen aber auch der Finanz- und Versicherungs-sektor einen weiteren Stellenausbau. Ein weiterer wichtiger Faktor für die Standortattrak- tivität ist die Steuerbelastung. Diese scheint im Kan- ton Aargau befriedigend zu sein. Es fällt auf, dassStandort Aargau als gut eingestuft der Industriesektor zufriedener ist als der Dienstleis-Insgesamt erachten die befragten Firmen den Kan- tungssektor. Jedoch sind die Unterschiede nicht be-ton Aargau als guten Standort. Am positivsten sind deutend. Während keine Branche die Steuerbelas-dabei die Energieversorger gestimmt, was mit der tung als schlecht oder sehr schlecht einstuft, gibt esfür die Energiegewinnung günstigen Topographie auch keine, die die Steuersituation mit gut bis sehr(z.B. Wasserkraft) und gleichzeitig der Nähe zu den gut bewertet. Dies widerspiegelt die Situation desAbnehmern (für die Energieverteilung) erklärt wer- Kantons Aargau, welcher hinsichtlich Steuerbelas-den kann. Aber auch die Nahrungsmittelbranche tung eher im Mittelfeld der Schweizer Kantoneund der Finanzsektor stufen den Standort Aargau liegt.als gut bis sehr gut ein. Die Nahrungsmittelindust-rie kann dabei von einem grossen Absatzmarkt Im Vergleich zu 2011 erwarten die Firmen, dassund der guten Erschliessung auf der Nord-Süd- so- die Qualität des Standortes Aargau in etwa gleichwie Ost-West-Achse profitieren. In Anbetracht die- bleibt, wie aus Abbildung 13 ersichtlich wird.ser guten Erschliessung fällt auf, dass die Branche Auch schätzen sie 2011 etwa gleich wie 2010 ein.Verkehr und Lagerei den Standort nur gerade als Somit hat sich die Einschätzung der Standortqua-befriedigend bezeichnet. Hier dürfte die Konkur- lität weder markant verbessert noch verschlech-renz im Ausland ins Gewicht fallen, da die Firmen tert.dieser Branche einen hohen Export-Anteil aufwei-sen. Vergleich mit der Umfrage 2011Die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal wird Während die Erwartungen für 2011 in der letzteninsbesondere von denjenigen Branchen als gut ein- AIHK-Umfrage noch vorsichtig optimistisch wa- 9
  10. 10. ren, wird das vergangene Jahr im Rückblick nur Die Lohnsumme (vgl. Abbildung 15) wird gemässnoch als befriedigend eingestuft. Dies kann da- Umfrage in Baden, Brugg und Lenzburg steigen unddurch erklärt werden, dass Anfang 2011 die Erho- im Bezirk Kulm abnehmen, während sie in den übri-lung noch kräftig war, Mitte Jahr dann aber die gen Bezirken gleich bleibt. In Baden dürfte es dieWende kam und sich die Wirtschaft abzukühlen Elektro-Branche sein, die ausschlaggebend für dasbegann. Bild ist.Regionale Betrachtung Allgemein ein befriedigendesVon den (gemessen an den Arbeitsplätzen) wich- 2012 mit branchenspezifischentigsten Branchen des Kantons Aargau sind die einen Unterschiedenregional relativ weitflächig verteilt, wie zum Beispiel Die AIHK-Wirtschaftsumfrage ergibt, dass die Aar-der Handel sowie Verkehr und Lagerei. Dabei ist der gauer Firmen im Durchschnitt ein befriedigendesDetailhandel eher in der Nähe von grösseren Zent- Geschäftsjahr 2012 erwarten. Dabei bestehen aberren zu finden, während der Grosshandel, Verkehr beträchtliche Unterschiede zwischen den einzelnenund Lagerei ihre Standorte vor allem an verkehrs- Branchen.günstigen Orten haben. Eine Konzentration auf ei-nen bestimmten Bezirk gibt es aber nicht. Die einen, wie zum Beispiel das Gesundheits- undDer wichtigste Standort des Maschinenbaus und der Sozialwesen sowie die Pharmaindustrie, erwartenElektroindustrie ist Baden. Demgegenüber ist die ein gutes Jahr. Diese Branchen sind relativ konjunk-Metallurgie weniger auf grosse Firmen konzentriert turunabhängig und profitieren zurzeit von einemund regional relativ weit verbreitet. Das Gesund- positiven strukturellen Trend, dem demographischenheits- und Sozialwesen verteilt sich auf wenige gros- Wandel. Strukturelle Faktoren sind auch bei der Dru-se Unternehmen, welche sich aber in verschiedenen ckereibranche ausschlaggebend, die ein schlechtesBezirken befinden. Im Gegensatz dazu ist die Phar- Jahr erwartet.maindustrie, welche ebenfalls durch grössere Fir-men geprägt wird, stark auf das Fricktal konzent-riert. Der Finanzsektor konzentriert sich auf die Konjunkturabhängige und exportorientierte Bran-Zentren, insbesondere Aarau. Die Baubranche ist chen sind aufgrund der erwarteten wirtschaftlichenebenfalls weit verbreitet. Abschwächung und des starken Schweizer Frankens ebenfalls eher negativ gestimmt.Die regionalen Abbildungen besitzen aber nur be-grenzte Aussagekraft: Erstens gilt es festzuhalten,dass die geografische Verteilung der Umfrage-Teil- Es fällt auf, dass keine der Branchen mit einem sehrnehmer nicht unbedingt der geografischen Vertei- guten oder sehr schlechten Jahr rechnet. Dies kannlung der gesamten Arbeitsplätze entspricht. Wenn mit der herrschenden, relativ hohen Unsicherheitzum Beispiel in einem bestimmten Bezirk, der stark begründet werden.von einer Industrie geprägt ist, kein Teilnehmer dieUmfrage beantwortet, kommt es zu einer Verzer-rung. Auch ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass Regional sind viele der (gemessen an den Arbeits-positive Erwartungen einer Branche in einem Be- plätzen) wichtigsten Branchen nur gering auf be-zirk durch die negativen Erwartungen einer ande- stimmte Bezirke konzentriert. Nur im Bezirk Badenren Branche im selben Bezirk neutralisiert werden herrscht eine klare Konzentration der Elektroindust-können. rie und des Maschinenbaus.Abbildung 14 zeigt, dass der Gesamtumsatz in denBezirken Rheinfelden, Bremgarten und Zofingen Die Risiken – positiv sowie negativ – für den Ausblickleicht steigen sollte, während er in den anderen Be- hängen stark von der wirtschaftlichen Entwicklungzirken in etwa gleich bleiben sollte. Im Bezirk Rhein- im Euroraum ab. Von einer raschen Entspannung derfelden dürfte es vor allem die Pharmaindustrie sein, Euro-Krise würde auch die hiesige Wirtschaft profi-welche für 2012 mit einem steigenden Umsatz im tieren, während eine weitere Eskalation die Schwei-Vergleich zum Vorjahr rechnet. zer Wirtschaft weiter unter Druck bringen würde. 10
  11. 11. Abb. 14: Erwarteter Gesamtumsatz 2012 im Vergleich zum Vorjahr DEUTSCHLAND Zurzach Rheinfelden Laufenburg Surb Rhein Sissle Aare Brugg Kanton Baden Basel-Landschaft Limmat Aarau Lenzburg Kanton Zürich Bremgarten Wyna Aabach Kanton Kulm Solothurn Zofingen Wigger Suhre Hallwiler- see Muri Reuss Kanton gleich Bern steigend Kanton Kanton Luzern Zug Quelle: AIHK 0 10 20 30 40 50 kmAbb. 15: Erwartete Lohnsumme 2012 im Vergleich zum Vorjahr DEUTSCHLAND Zurzach Rheinfelden Laufenburg Surb Rhein Sissle Aare Brugg Kanton Baden Basel-Landschaft Limmat Aarau Lenzburg Kanton Zürich Bremgarten Wyna Aabach Kanton Kulm Solothurn Zofingen Wigger Suhre Hallwiler- see Muri Reuss Kanton gleich Bern steigend sinkend Kanton Kanton Luzern Zug Quelle: AIHK 0 10 20 30 40 50 km 11
  12. 12. Methodik Abb.16: Überblick teilnehmende Firmen Quellen: BfS, AIHK Firmen Arbeitsplätze Verarbeitendes Gewerbe, Herstellung von Waren 214 31’009 – davon MEM 93 21’541 – davon Pharma und Chemie 13 2’300 Handel (Gross- und Detailhandel, inkl. Fahrzeuge) 71 4’714 Verkehr und Lagerei 14 3’060 Gesundheits- und Sozialwesen 4 2’040 Finanzsektor 39 1’794 Übrige Dienstleistungen 96 1’259 Baugewerbe 25 1’406 andere 39 1’833 Total Umfrage 502 47’115 Total Arbeitsplätze im Kt. AG BZ 2008 (alle Branchen) 285’062 Umfrage in Prozent vom Total Arbeitsplätze im Kt. AG 17% Abb. 17: An der Umfrage teilnehmende Firmen nach Branche Maschinen- Elektro- und Metallindustrie (MEM) Pharma und Chemie Verarbeitendes Gewerbe, Herstellung von Waren (ohne MEM, Pharma und Chemie) Handel (Gross- und Detailhandel inkl. Fahrzeuge) Verkehr und Lagerei Gesundheits- und Sozialwesen Finanz- und Versicherungssektor übrige Dienstleistungen Baugewerbe andere Quelle: AIHKInsgesamt haben 502 von 1’340 befragten Unter- tungen etwas pessimistischer, aber immer noch po-nehmen die Umfrage beantwortet. Dies entspricht sitiv (≈ 0,25). Gewichtet man die Antworten dereiner Rücklaufquote von knapp 40 Prozent. Damit einzelnen Firmen mit der Anzahl Mitarbeiter, so lie-sind gut 47’000 Arbeitsplätze oder knapp 20 Pro- gen sowohl die Beurteilung des vergangenen Ge-zent aller Arbeitsplätze im Kanton Aargau (gemäss schäftsjahres als auch die Erwartungen für das JahrBetriebszählung 2008) repräsentiert. 2012 tiefer als im ungewichteten Fall. Dies deutet darauf hin, dass grössere Firmen die GeschäftslageFür die Auswertung wurden die Antworten nach weitaus negativer beurteilen als kleine Firmen.Anzahl Mitarbeitern gewichtet. Dadurch erhaltendie Einschätzungen von grösseren Firmen mehr Ge- Abb. 18: Beispiel Gewichtungwicht. Dies entspricht der Situation im Nationalrat, 2011 2012in dem Kantone mit grosser Bevölkerung mehr Sitze 1,0einnehmen als kleine Kantone, und dadurch bei 0,5Abstimmungen mehr Gewicht haben. Die Unter-schiede in der Beurteilung lassen sich am Beispiel 0der Frage «Allgemeine Entwicklung des Geschäfts- –0,5jahres» illustrieren (vgl. Abb. 18): Ohne Gewichtung –1,0beurteilen die Firmen das Geschäftsjahr 2011 leicht ungewichtet gewichtetpositiv (≈ 0,5), für das laufende Jahr sind die Erwar- Quelle: AIHK 12

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