Muhammad  Das Leben des Heiligen ProphetenSeine Heiligkeit Mirza Bashir ud-Din Mahmud Ahmadra
Muhammad - Das Leben des Heiligen Prophetenvon Seiner Heiligkeit Mirza Bashir ud-Din Mahmud AhmadraErste Auflage in Urdu e...
InhaltsverzeichnisVorwort 14Vorwort der ersten Auflage                                                 18   Muhammadsaw - ...
Inhaltsverzeichnis   Die Verfolgung des Heiligen Prophetensaw                       46   Die an Abu Talib gerichtete Besch...
InhaltsverzeichnisDie Schlacht von Uhud                                                 110Ein Sieg wird zu einer Niederla...
Inhaltsverzeichnis   Der Brief an den Herrscher von Ägypten                      215   Der Brief an das Oberhaupt von Bahr...
InhaltsverzeichnisZweiter Teil: Der Charakter des Heiligen Propheten Muhammadsaw 293Persönlichkeit und Charakter des Proph...
Offener und ehrlicher Geschäftsverkehr                 361   Grausamkeit den Tieren gegenüber                       362   ...
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Vorwort          14
VorwortGibt es eine bedeutendere Persönlichkeit der Weltgeschichte alsden Propheten Muhammadsaw? Für Muslime ist es eindeu...
Vorwortne Religion für den nunmehr spirituell und geistig vollkomme-nen Menschen übermittelt wurde. Der Prophet Muhammadsa...
Vorwortdetailreich und lebensnah. Die Hintergründe seiner Missionwerden ebenso erläutert, wie der Charakter des Prophetens...
Vorwort der ersten Auflage            18
Vorwort der ersten Auflage„Das Leben des Heiligen Propheten Muhammad“ ist das Werk vonSeiner Heiligkeit Mirza Bashir ud-Di...
Erster Teil:Die Lebensgeschichtedes Heiligen ProphetenMuhammadsaw
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammad                     2Arabien zur Zeit der Geburt des ProphetensawDer ...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadvon heiligen und rechtschaffenen Personen fabriziert, betetendiese an ...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadAlkoholsucht und GlücksspielDie Araber neig­en zu übermäßigem Trinken....
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadeinige nördliche Teile, gehörte den Beduinen. Es gab keine dau-erhafte...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadwartet, dass sie Meister der Rhetorik waren und selbst Verseschmieden ...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadMütter angesehen. Stiefmütter wurden nicht als Mütter aner-kannt und e...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadUnd doch besaßen die Araber einige Tugenden; Persönliche Tap­ferkeit e...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadDie Mitgliedschaft des Heiligen Prophetensaw in der Ver-einigung zur U...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadraus vor, den Prophetensaw hinzuzuzie­ en, denn sie nahmen an,        ...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadEin Mann, von einer ganzen Stadt verhasst und unter­ rückt,           ...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadschickte eine ihrer Freundinnen zu dem Prophetensaw, um her­auszufinde...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadUnter den Sklaven, die er freigesetzt hatte, war Zaid. Er erschieninte...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadund dem Prophetensaw sahen, kehrten sie wieder heim und Zaidblieb bei ...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadDiese Verse, die ersten Offenbarungen, als auch die in den fol-genden ...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadrung, sein Gesicht verstört. Auf Hadhrat Khadijasra Befragen hinberich...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadra  , ungefähr 11, erreichte, erklärten beide sofort ihren Glauben anM...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadEine kleine Gruppe von GläubigenDiese kleine Gruppe von Gläubigen ware...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadDie Gläubigen werden verfolgtAls Spott sich in Billigung verwandelte u...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadzu begegnen noch auf deren freundlichen Worte zu antworten,sondern die...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadauf, Allah und dem Prophetensaw abzuschwören und stattdessenLoblieder ...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadgratulierte ihm mit den Worten: „Dies war das beste Geschäft, dasDu in...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadse Grausamkeiten waren mehr als Menschen ertragen können.Doch die früh...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammaderfahren. Die Mekkaner rieten ihm ab, und bemerkten, dass sieMuhammads...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadkonnte sich nicht zurückhalten, erhob sich und gab ein lautesBekenntni...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadGruppe und ihren redlichen und wohlmeinenden doch hilflo-sen Führer wa...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadAbu Jahl war sprachlos. Seine Freunde wollten ihm zu Hilfekommen, doch...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadabergläubisch und untauglich gemacht hatte? Sie hatten keineAhnung, wa...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadProphetensaw wird neues Maß und Prüfstein für gut und böse, fürrichtig...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammad     ihn auch vor nichts zurückhalten. Wir verlangen von ihm     nur, ...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadDiese Antwort, fest, geradeheraus und aufrichtig, öffnete AbuTalib die...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadgeheim halten und sich auf den Weg machen, ohne sich auch nurvon ihren...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadDie Delegation kehrte enttäuscht zurück; doch wieder in Mekkahatten si...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadLabid, solche Einsprüche nicht gewohnt, geriet aus der Fassungund sagt...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadProphetensaw eigenhändig zu töten. Er nahm sein Schwert undbegab sich ...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadnicht rein genug sei. Umarra sagte, dass er ein Bad nehmen wol-le. Ger...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammad„Oh Prophet Gottes“, sagte Umarra, „ich bin gekommen, um Muslimzu werd...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadFamilie des Prophetensaw (und seine Verwandten) ungezählteHärten unter...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadAbu Lahab entschied sich, den Prophetensaw mit mehr Ent­schlusskraft a...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadaller vorangegangenen Propheten. Mosesas wandte sich sowohlan Pharao, ...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadnausgetrieben war. Zaidra wurde verwundet und der Prophetsawblutete st...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammad     „Allah, Ich breite meine Klage vor Dir aus. Ich bin schwach     u...
Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadmen. Mit Waffen versehen, begaben sie sich zur Kaaba. Im Vorhofstehend...
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Muhammad - Das Leben des Heiligen Propheten

  1. 1. Muhammad Das Leben des Heiligen ProphetenSeine Heiligkeit Mirza Bashir ud-Din Mahmud Ahmadra
  2. 2. Muhammad - Das Leben des Heiligen Prophetenvon Seiner Heiligkeit Mirza Bashir ud-Din Mahmud AhmadraErste Auflage in Urdu erschien 29. September 1948Erste deutsche Übersetzung/Auflage 1994Zweite, überarbeitete Auflage 2012Aus dem Englischen von Khadija Ahmad KoopmannVerantwortlich für die Veröffentlichung dieses Buches:©Genfer Straße 11D - 60437 Frankfurt am MainMehr Informationen unter www.verlagderislam.deISBN 978-3-932244-05-6PRINTED IN GERMANY
  3. 3. InhaltsverzeichnisVorwort 14Vorwort der ersten Auflage  18 Muhammadsaw - Das Leben des Heiligen Propheten Erster Teil:  Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadsaw 21 Arabien zur Zeit der Geburt des Prophetensaw 23 Alkoholsucht und Glücksspiel  25 Die Geburt des Heiligen Propheten saw  29 Die Mitgliedschaft des Heiligen Prophetensaw in der Vereinigung zur Unterstützung Hilfsbedürftiger Personen  30 Die Heirat des Heiligen Prophetensaw mit Hadhrat Khadijara  32 Befreiung der Sklaven  33 Die Anbetung Gottes in der Höhle Hira  35 Der Prophet saw erhält seine erste Offenbarung  35 Die ersten Bekehrten  37 Eine kleine Gruppe von Gläubigen  39 Die Gläubigen werden verfolgt  40 Verfolgung der gläubigen Sklaven durch die Mekkaner  41 Die Verfolgung der freien Gläubigen  44 7
  4. 4. Inhaltsverzeichnis Die Verfolgung des Heiligen Prophetensaw  46 Die an Abu Talib gerichtete Beschwerde der ungläubigen Mekkaner und die Standhaftigkeit des Heiligen Prophetensaw  50 Hadhrat Umar nimmt den Islam an  ra 55 Die Hindernisse bei der Verkündung des Islam nach dem Ableben von Hadhrat Khadijara und Abu Talib  59 Der Prophetsaw geht nach Ta´if  60 Die Nachtreise  68 Die Prophezeiung des römischen Siegs  69 Erstes Gelübde von Aqaba  72 Die Hidjra (Auswanderung von Mekka nach Medina)  75 Suraqa verfolgt den Propheten saw  77 Der Prophetsaw erreicht Medina  80 Abu Ayyub Ansari als Gastgeber des Propheten saw  83 Das Bezeugen des Charakters des Heiligen Prophetensaw durch Hadhrat Anasra  84 Das Leben in Medina wird unsicher  85 Die Bruderschaft zwischen den Ansar und Muhajirin  88 Vertrag zwischen den verschiedenen Stämmen in Medina  90 Die Mekkaner bereiten einen Angriff auf Medina vor  94 Verteidigungspläne des Heiligen Prophetensaw  94 Die Gründung der islamischen Regierung in Medina  96 Die Schlacht von Badr  97 Eine große Prophezeiung geht in Erfüllung  105 Die Gefangenen von Badr  108 8
  5. 5. InhaltsverzeichnisDie Schlacht von Uhud  110Ein Sieg wird zu einer Niederlage  113Das Gebot des Alkoholverbots und ihre beispiellose Befolgung  126Der Märtyrertod von siebzig Qur-ângelehrten  132Das Gefecht mit den Banu Mustaliq  135Die „Schlacht am Graben“  139Ein Kampf gegen eine große Übermacht  142Der Verrat der Banu Quraiza  146Eine Beschreibung des Zustands der Heuchler und derGläubigen 150Die Respektierung des Leichnams im Islam  153Die Angriffe der Verbündeten auf die Muslime  154Die Verbündeten fliehen  156Die Banu Quraiza werden bestraft  159Sa’ds Urteil im Einklang mit der Bibel  163Wollte der Prophet saw die Kampfhandlungen fortsetzen?  167Der Qur-ân zu Krieg und Frieden  173Verordnungen des Heiligen Propheten saw für den Krieg  186Der Heilige Prophetsaw bricht mit 1500 Begleitern nachMekka auf  192Der Vertrag von Hudaibiya  197Briefe des Propheten saw an verschiedene Könige   202Brief an Heraclius  203Der Brief an den Herrscher von Iran  208Der Brief an den Negus  212 9
  6. 6. Inhaltsverzeichnis Der Brief an den Herrscher von Ägypten  215 Der Brief an das Oberhaupt von Bahrain  218 Der Fall von Khaibar  219 Drei eigenartige Begebenheiten  222 Die Vision des Heiligen Prophetensaw geht in Erfüllung  226 Erwiderung auf die Vorwürfe hinsichtlich der Mehrehe des Heiligen Prophetensaw  227 Die Schlacht von Muta  229 Der Heilige Prophetsaw zieht mit 10.000 Anhängern gen Mekka  236 Der Fall von Mekka  239 Der Prophetsaw zieht in Mekka ein  242 Die Kaaba wird von Idolen gereinigt  249 Der Prophetsaw vergibt seinen Feinden  252 Ikrima wird Muslim  255 Die Schlacht von Hunain  257 „Der Prophet Gottes ruft euch“  260 Ein eingeschworener Feind wird zum ergebenen Gefolgsmann  264 Der Prophetsaw verteilt die Kriegsbeute  266 Die Ränke des Abu Amir  268 Der Feldzug von Tabuk  270 Die letzte Pilgerfahrt  275 Der Prophet saw gibt Hinweise auf seinen Tod  280 Die letzten Tage des Prophetensaw 284 Der Prophetsaw stirbt  286 10
  7. 7. InhaltsverzeichnisZweiter Teil: Der Charakter des Heiligen Propheten Muhammadsaw 293Persönlichkeit und Charakter des Prophetensaw 295Des Propheten Reinheit von Körper und Seele  297Das einfache Leben des Propheten saw  298Missbilligung von Buße  318Sein Verhalten seinen Frauen gegenüber  321Hohe moralische Eigenschaften  322Seine Selbstbeherrschung  324Gerechtigkeit und Redlichkeit  326Achtung für die Armen  330Der Prophetsaw schützt die Belange der Armen  334Behandlung der Sklaven  336Die Behandlung der Frauen  338Verhalten den Toten gegenüber  343Der Umgang mit Nachbarn  343Die Behandlung von Verwandten  345Gute Gesellschaft halten  349Den Glauben der Leute bewachen  350Die Fehler anderer übersehen  351Geduld im Unglück  355Gegenseitige Mitwirkung  356Wahrhaftigkeit 358Die Neugier  360 11
  8. 8. Offener und ehrlicher Geschäftsverkehr  361 Grausamkeit den Tieren gegenüber  362 Toleranz in religiösen Angelegenheiten  363 Tapferkeit 364 Rücksicht Ungebildeten gegenüber  365 Verträge erfüllen  365 Ehrerbietung gegenüber Dienern der Menschheit  366 Das Leben des Prophetensaw ist wie ein offenes Buch  366Stichwortverzeichnis 370Anmerkungen des Herausgebers  380Zum Autor  382 12
  9. 9. 13
  10. 10. Vorwort 14
  11. 11. VorwortGibt es eine bedeutendere Persönlichkeit der Weltgeschichte alsden Propheten Muhammadsaw? Für Muslime ist es eindeutig:Der Heilige Prophet des Islamsaw ist für sie die heiligste Person,die jemals existierte, ein Vorbild für jeden Gläubigen, eine Per-sönlichkeit, die im Koran als „Barmherzigkeit für alle Welten“ be-zeichnet wird. Sein Leben sei wie der Koran, heißt es in einemAusspruch seiner Frau Hadhrat Aischara. Dies bedeutet, dasses keinen Widerspruch gibt zwischen der Lehre des Islam unddem Leben des Prophetensaw. Wollte man also den Islam verste-hen, so müsste man das Leben des Prophetensaw studieren. SeinLeben spiegelt die wahre Essenz des Islam wider, sie gibt unseinen Zugang zum Verständnis des tatsächlichen Charakters ei-ner Weltreligion, die weltweit kontrovers diskutiert wird und,gerade hier im Westen, zur Zielscheibe heftiger Kritik gewordenist. Eine Analyse des Lebens des Heiligen Prophetensaw würdeso manchem Missverständnis vorbeugen. Ressentiments könn-ten abgebaut werden, denn all jene Handlungsweisen, die demIslam zugeschrieben werden, mit dem Leben und Charakter desHeiligen Propheten Muhammadsaw aber nicht zu vereinen sind,könnten als soziale Defizite behandelt werden, so dass die Kritikvor undifferenzierter Vereinfachung bewahrt bleibt.Für Muslime hat der Heilige Prophetsaw das ideale Leben gelebt.Er ist in jeder Hinsicht ein Vorbild an Rechtschaffenheit, lebte einsündenbefreites, spirituelles und gottnahes Leben.Er ist der Begründer des Islam, der letzten von Gott dem Men-schen überbrachten Religion, die alle vorherigen Religionen ver-vollkommnete. Der Islam anerkennt alle Religionen vor ihm alsim Ursprung göttlich an. Er glaubt an alle Propheten, die vor demHeiligen Propheten Muhammadsaw erschienen sind, behauptetaber gleichzeitig, dass mit dem Islam die letzte und vollkomme- 15
  12. 12. Vorwortne Religion für den nunmehr spirituell und geistig vollkomme-nen Menschen übermittelt wurde. Der Prophet Muhammadsawist der Überbringer dieser Religion. Er hat von Gott den Koranoffenbart bekommen, in dem der vollkommene Wegweiser zuGott enthalten ist. Der Prophetsaw selbst hat jedes i-Tüpfelchender Lehre in die Praxis umgesetzt und so die höchsten Stufender Gotteserkenntnis erreicht. Alle Ge- und Verbote, Rituale undVerhaltensanforderungen müssen unter diesem Lichte betrachtetwerden. Wenn die Muslime sich den Prophetensaw zum Vorbildnehmen, dann gilt das ganz besonders in spiritueller Hinsicht.Er ist der vollkommene Wegweiser zu Gott, er weist den Wegzu einer erquickten, erleuchteten Existenz, befreit von der Ver-strickung in materialistischen Abhängigkeiten und körperlichenLeidenschaften.Der vollkommene Charakter, den der Prophetsaw für die Musli-me besitzt, steht in völligem Widerspruch zu der Diffamierungund Dämonisierung des Prophetensaw, die in westlichen Breiten-graden seit jeher Tradition hat. Er wurde im Mittelalter als An-tichrist beschimpft und ist auch in den gegenwärtigen Islamde-batten immer wieder Gegenstand scharfer Kritik. Einer Kritik,die sich oftmals auf einem sehr bedenklichen Niveau bewegt,denn wenn es eine Persönlichkeit der Weltgeschichte gibt, de-ren Leben bis ins Detail rekonstruiert werden konnte, dann istes das Leben des Heiligen Propheten des Islamsaw. In zahllosenAussprüchen des Prophetensaw, sogenannten Ahadith, kann derernsthaft Interessierte sich ein Bild von der Person verschaffen,die von Michael H. Hart als einflussreichste Person der Weltge-schichte bezeichnet wird.Dieses Buch hat die zahllosen Ahadith zu einer Biografie ge-knüpft. Es nähert sich dem Leben des Begründers des Islam 16
  13. 13. Vorwortdetailreich und lebensnah. Die Hintergründe seiner Missionwerden ebenso erläutert, wie der Charakter des Prophetensawnachgezeichnet wird. Anhand der Nacherzählung von zahlrei-chen Begebenheiten aus der Frühgeschichte des Islam lernt derLeser nicht nur den Heiligen Prophetensaw neu kennen, sondernerhält auch einen authentischen Einblick in das wahre Wesen deram stärksten diskutierten Religion unserer Zeit – dem Islam.Erstmalig wurde dieses Standardwerk 1994 ins Deutsche über-tragen. Nun liegt uns eine neu überarbeitete Version dieser Über-setzung vor. Das Buch ist nun aufgeteilt in zwei Teile. Im erstenhandelt es sich um eine klassische Biografie: Das Leben von derGeburt, über die ersten Offenbarungen und der Begründung desIslam, bis zu den Kriegen und der Ausbreitunug des Islam überganz Arabien wird ausgiebig berichtet. Der zweite Teil widmetsich noch einmal gesondert bestimmten Charaktermerkmalendes Prophetensaw. Eigenschaften, die jeder Muslim anzustrebenverpflichtet ist.Für die Neuauflage ist folgenden Mitarbeitern zu danken: Sha-rafatullah Khan, Hmayon Ahmad, Kashif Mahmood, TariqHübsch und Qamar Mahmood. Möge Allah sie allesamt segnen. Mubarak Ahmad Tanveer Publikationsabteilung Ahmadiyya Muslim Jamaat Frankfurt am Main, der 21.10.2012 17
  14. 14. Vorwort der ersten Auflage 18
  15. 15. Vorwort der ersten Auflage„Das Leben des Heiligen Propheten Muhammad“ ist das Werk vonSeiner Heiligkeit Mirza Bashir ud-Din Mahmud Ahmadra, Ober-haupt der Ahmadiyya Muslim Bewegung des Islam von 1914 bis1965.Als eine von seinen zahlreichen Schriften über islamische The-men erschien „Das Leben Muhammads“ zuerst als Teil einer allge-meinen Einleitung, die er für die englische Übersetzung und denKommentar des Heiligen Qur-âns1 schrieb. Es wird gesondertherausgegeben für diejenigen Leser, die ein besonderes Interesseam Lebensweg des Heiligen Prophetensaw haben.Das Werk beruht ausschließlich auf arabischen Quellen, es ist au-thentisch und wissenschaftlich fundiert in seinem Material. Ge-schrieben in der besten Tradition der Ahmadiyya-Literatur, istes klar und einfach in seiner Darstellung und dennoch fesselndin seinem Stil. Es wendet sich an einen weiten Kreis; es ist fürjung und alt, für den Gelehrten, wie für den einfachen Mann. Esinformiert den Leser nicht nur, sondern es verwandelt ihn auch. Mirza Mubarak Ahmad Sekretär Ahmadiyya Muslim Auslands-Mission Rabwah /Pakistan1 „The Holy Qur-ân with English Translation and Commentary“, veröf­entlicht fvon Sadr Anjuman Ahmadiyya, Rabwah, Pakistan, Bd. I 1947 (Qadian) S.CCLXXVI 968 ff.; Bd. II Teil 1, 1949 (Rabwah) 969-1545. 19
  16. 16. Erster Teil:Die Lebensgeschichtedes Heiligen ProphetenMuhammadsaw
  17. 17. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammad 2Arabien zur Zeit der Geburt des ProphetensawDer Prophetsaw wurde im August 570 in Mekka geboren. Ihmwurde der Name Muhammad gegeben, was „der Geprie­sene“bedeutet. Um sein Leben und seinen Charakter verste­ en zuhkönnen, müssen wir eine Vorstellung davon haben, welche Ver-hältnisse in Arabien zur Zeit seiner Geburt vor­ errschten. hZur Zeit seiner Geburt herrschte so gut wie über ganz Arabieneine polytheistische Form von Religion. Die Araber führen ihreAbstammung auf den Propheten Hadhrat3 Abrahamas zu­rück.Sie wussten, dass Hadhrat Abrahamas ein Lehrer des Monotheis­mus war. Trotzdem war ihre Religion polytheistisch und siepraktizierten polytheistische Riten. Zu ihrer Verteidigung sagtensie, dass einige Menschen zu einem außergewöhnli­ hen Kontakt cmit Gott bestimmt seien. Ihre Vermittlerrolle ist von Gott aner-kannt. Ihn Selbst zu erreichen, sei für ge­ öhnliche Menschen zu wschwer. Sie benötigten andere, die für sie Fürsprache einlegen,um Gottes Wohlgefallen und Sei­ e Hilfe zu erlangen. Dadurch nwaren sie in der Lage, ihre Verehrung für Hadhrat Abrahamasmit ihren eigenen polytheistischen Bräuchen zu vereinbaren.Hadhrat Abrahamas, sagten sie, war ein Heiliger. Er war in derLage, Gott ohne Vermittler zu erreichen, wozu der einfache Mek­kaner nicht in der Lage war. Die Mekkaner hatten daher Idole2 „Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.“3 Eine Ehrbekundung, die in etwa mit „Seine Heiligkeit“ übersetzt werden kann.Muslime pflegen diese vor den Namen von Propheten und Heiligen zu sprechen.Siehe auch „Anmerkungen des Herausgebers“ am Ende des Buches. (Anm. d. Ü.) 23
  18. 18. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadvon heiligen und rechtschaffenen Personen fabriziert, betetendiese an und brachten ihnen Opfergaben dar, um durch sie Got-tes Wohlgefallen zu erreichen. Dieses Verhalten war primitiv, un-logisch und voll von Widersprü­ hen. Doch die Mekkaner waren cunberührt davon. Sie waren jahrhundertelang keinem monothe-istischen Lehrer mehr be­ egnet und der Polytheismus, wenn er geinmal Fuß gefasst hat, kennt keine Grenzen; die Zahl der Göt-zenbilder nimmt immer mehr zu.Zur Zeit der Geburt des Heiligen Prophetensaw, so wird be­ ichtet, rumfasste die Kaaba, die Heilige Mo­schee des Islam, das Got-teshaus, das von Hadhrat Abrahamas und seinem Sohn Ismailaserrichtet worden war, 360 Idole. Es sieht so aus, als hätten dieMekkaner für jeden Tag des Lunarjahres ein Idol.In anderen bedeutenden Stätten gab es andere Idole, so dassman sagen kann, dass ganz Arabien polytheistischen Bräuchenerlegen war. Die Araber waren eifrige Verfechter der Pflege ih-rer Sprache. Sie waren interessiert an der Weiter­ ntwicklung der egesprochenen Worte. Ihr intellektueller Ehr­ eiz darüber hinaus gwar jedoch begrenzt. Über Geschichte, Geographie, Mathematiku. s. w. wussten sie nichts. Da sie jedoch ein Wüstenvolk warenund ihre Wege durch die Wüste ohne Landmarken finden muss-ten, hatten sie starkes Interesse an der Astronomie entwickelt. Esgab in ganz Arabien keine einzige Schule. Es wird berichtet, dasses in Mekka nur ganz wenige Leute gab, die lesen und schreibenkonnten.Vom moralischen Standpunkt aus gesehen, waren die Ara­ber einwidersprüchliches Volk. Sie waren außergewöhnli­ hen morali- cschen Mängeln erlegen, doch zur gleichen Zeit besaßen sie eini-ge bewundernswerte Eigenschaften. 24
  19. 19. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadAlkoholsucht und GlücksspielDie Araber neig­en zu übermäßigem Trinken. Trunken zu wer- tden und außer sich zu geraten unter dem Einfluß von Trinken,war für sie eine Tugend, keine Sünde. Ihre Vorstellung von ei-nem Ehren­ ann war die von einem Mann, der seine Freunde mund Nachbarn zu Trinkgelagen einlädt. Jeder reiche Mann ver­sammelte eine trinkende Gesellschaft mindestens fünf Mal amTag um sich. Glücksspiel war Nationalsport. Aber sie hatten ihnkultiviert. Sie spielten nicht des Geldes wegen. Von den Gewin-nern wurde erwartet, dass sie ihre Freunde einluden. Zu Kriegs-zeiten wurde Geld durch Glücksspiel aufgebracht. Selbst heutenoch haben wir das System von Lotterielosen, um Geld für denKrieg aufzubringen. Die Ein­richtung ist von den Völkern in Euro-pa und Amerika wieder­ elebt worden. Sie sollten daran denken, bdass sie damit nur die Araber imitieren. Wenn Krieg ausgebro-chen war, hielten die arabischen Stämme eine Glücksspielfeier.Wer gewann, hatte den größten Teil der Kriegskosten zu tragen.Von den Annehmlichkeiten des zivilisierten Lebens wuss­ en die tAraber nur wenig.HandelIhre Hauptbeschäftigung war der Handel und zu diesem Zwecksandten sie ihre Karawanen zu entlegenen Ländern wie Abessi-nien, Syrien, Palästina und selbst nach Indien. Die Reichen unterihnen waren große Verehrer indischer Schwerter. Ihre Versor-gung mit Kleidungs­ toffen wurde im Großen und Ganzen von sYemen und Syrien übernommen. Die Städte waren Handelszen-tren. Der ver­ leibende Teil Arabiens, ausgenommen Yemen und b 25
  20. 20. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadeinige nördliche Teile, gehörte den Beduinen. Es gab keine dau-erhaften Niederlassungen oder feste Wohnplätze. Die Stämmehatten das Land unter sich aufgeteilt, so dass jeder Stamm sich inseinem Teil ungehindert bewegen konnte. Wenn die Wasserver-sorgung in einem Teil erschöpft war, machten sie sich zu einemanderen Teil auf und ließen sich dort nieder. Ihr Besitz bestandaus Schafen, Ziegen und Kamelen. Aus der Wolle machten sieStoffe und aus den Fellen Zelte. Überflüs­ iges verkauften sie auf sden Märkten.Zustand, Gewohnheiten und Eigenschaften der AraberGold und Silber war nicht unbekannt, jedoch ein sehr seltenerBesitz. Die Armen und durchschnittlichen Leute machten ihrenSchmuck aus Kauriemuscheln und aus süßduftenden Substan-zen. Die Samen von Melonen wurden gewa­chen, getrocknet sund aufgzogen, um daraus Halsketten her­ ustellen. zVerbrechen sowie verschiedenste Arten von Ausschweifun­ en gwaren weit verbreitet. Zwar war Diebstahl selten, Raubüber­ älle fhingegen ein Bestandteil der Tagesordnung. Jemanden überfal-len und sich seines Besitzes zu ermächtigen, war gang und gäbe.Doch zur gleichen Zeit galt ihr Ehrenwort bei ihnen mehr als beiirgendeinem anderen Volk. Sollte jemand zu einem mäch­igentFührer oder Stamm gehen und um seinen Schutz ersuchen, sowar dieser Führer oder Stamm bei seiner Ehre verpflichtet, die-sem Individuum Schutz zu gewähren. Wenn das nicht geschah,sank dieser Stamm in seinem Ansehen in ganz Arabien.Dichter standen in hohem Ansehen; Sie wurden als Natio­nalhelden verehrt. Von führenden Persönlichkeiten wurde er- 26
  21. 21. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadwartet, dass sie Meister der Rhetorik waren und selbst Verseschmieden konnten.Gastfreundschaft war zu einer nationalen Tugend entwickeltworden. Ein einsamer Wanderer wurde bei seiner Annäherungan das Hauptquartier eines Stammes wie ein Ehrengast behan-delt. Die besten Tiere wurden für ihn geschlachtet und äußersteRücksichtnahme angewendet, ganz gleich, wer der Fremde war.Es genügte, dass ein Gast angekommen war. Ein Besuch bedeu-tete eine Zunahme an Ansehen und Bedeutung für den Stamm.Es wurde somit zur Pflicht des Stammes, den Besucher zu ehren.Indem sie ihn ehrten, ehrten sie zugleich sich selbst.Die Frauen in dieser arabischen Gesellschaft hatten weder Rangnoch Recht. Es galt in ihr nicht als unehrenhaft, neuge­ orene bMädchen zu töten. Man soll jedoch nicht annehmen, dass diesesTöten von Kindern im ganzen Land praktiziert wurde. Das wäregefährlich gewesen, da es das Auslöschen des Volkes bedeutethätte. In der Tat war es in Arabien - oder Indien oder jedem an-deren Land, indem Kindesmord ausge­ bt wurde - nur auf be- üstimmte Familien beschränkt.Die arabischen Familien, die diesem Brauch anhingen, hattenentweder eine übertriebene Vorstellung von ihrer so­ ialen Stel- zlung oder waren anderweitig dazu getrieben. Mög­icherweise lempfanden sie es als hoffnungslos, passende Ehepartner für ihreTöchter zu finden. So töteten sie ihre neugeborenen Töchter. DasÜbel dieser Praxis liegt in der Barbarei und Grausamkeit an sich,nicht in den Auswirkungen, die es für die Bevölkerung der Nati-on hatte. Verschiedene Methoden wurden angewendet, die Mäd-chen zu töten, u. a. lebendig begraben und erdrosseln.Nur leibliche Mütter wurden in der arabischen Gesell­ chaft als s 27
  22. 22. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadMütter angesehen. Stiefmütter wurden nicht als Mütter aner-kannt und ein Sohn konnte seine Stiefmutter nach dem Tode sei-nes Vaters heiraten. Polygamie war weit verbreitet und es gabkeine Begrenzung für die Anzahl der Frauen, die ein Mann hei-raten konnte. Mehr als eine Schwe­ ter konnte von dem gleichen sMann zur gleichen Zeit gehei­ atet werden. rDie schlimmste Behandlung wurde jedoch den kämpfen­ en dParteien während des Krieges zuteil. Wo der Hass groß war, zö-gerten sie nicht, den Körper der Verwundeten aufzu­chlitzen, sOrgane herauszuschneiden und sie auf kannibali­ che Weise zu sverzehren. Sie zögerten auch nicht, die Gefallenen ihrer Feindezu schänden. Die Nase oder die Ohren abzu­ chneiden oder ein sAuge auszustechen, war keine unge­ öhnliche Grausamkeit für wsie. Sklaverei war weit verbreitet. Schwache Stämme wurden so-gar in ihrer Gesamtheit in Sklaverei überführt.Der Sklave hatte keine Stellung. Jeder Besitzer machte mit seinenSklaven, was er wollte. Es konnte nichts gegen einen Meister, derseinen Sklaven misshandelte, unternommen wer­ en. Ein Mann dkonnte seinen Sklaven ermorden, ohne dafür zur Rechenschaftgezogen zu werden. Wenn ein Mann den Sklaven eines anderentötete, wurde dafür keine Todesstrafe verhängt. Alles, was vonihm erwartet wurde, war, den betrof­ enen Meister entsprechend fzu entschädigen. Weibliche Sklaven wurden als sexuelle Objekteausge­nutzt. Kinder aus solchen Vereinigungen waren wiederumSklaven. Weibliche Sklaven, die Mütter wurden, blieben wei­terhin Sklaven.In Beziehung zur Zivilisation und zum gesellschaftlichen Fort-schritt waren die Araber ein ausgesprochen rückständi­ es Volk. gFreundlichkeit und Rücksichtnahme waren unbe­ annt. Frauen khatten die denkbar niedrigste Stellung. 28
  23. 23. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadUnd doch besaßen die Araber einige Tugenden; Persönliche Tap­ferkeit erreichte beispielsweise manchmal auch eine sehr hoheStufe.Die Geburt des Heiligen ProphetensawIn solch einem Volk wurde der Heilige Prophet des Islam gebo-ren. Sein Vater Abdullah war schon vor seiner Geburt verstorben.So mussten er und seine Mutter Amina von seinem Großva­er tAbdul-Muttalib versorgt werden. Das Kind Muhammad wur-de von einer Amme, die in der Nähe von Ta‘if auf dem Landelebte, genährt. Es war allgemeiner Brauch in Arabien jener Tage,Kinder Landfrauen zu übergeben, die dann verpflichtet waren,die Kinder aufzuziehen, ihre Sprache auszubilden und von Be-ginn an ihre Gesundheit zu fördern. Als der Prophet sechs Jahrealt war, verstarb seine Mutter auf dem Wege von Medina nachMekka und musste unterwegs begra­ en werden. Das Kind wur- bde von einer Dienerin nach Mek­ a begleitet und dem Großvater kübergeben. Als Muhammad ungefähr acht Jahre alt war, starbauch sein Großvater, wo­ ach, dem Testament des Großvaters zu- nfolge, sein Onkel, Abu Talib, sein Vormund wurde.Der Prophet hatte zwei oder drei Mal die Gelegenheit, überArabien hinaus zu reisen. Eine dieser Gelegenheiten war, als erzwölfjährig in der Begleitung von Abu Talib nach Syrien reiste.Es sieht jedoch so aus, dass die Reise ihn nur bis zu den süd-östlichen Städten Syriens brachte, denn in den histori­ chen Do- skumenten über diese Reise finden wir keinen Hin­ eis auf Städte wwie z. B. Jerusalem. Danach blieb er in Mekka, bis er zum jungenMann heran­ ewachsen war. g 29
  24. 24. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadDie Mitgliedschaft des Heiligen Prophetensaw in der Ver-einigung zur Unterstützung Hilfsbedürftiger PersonenVon Kindheit an neigte er zum Nachdenken und Meditieren. Anden Streitereien und Eifersüchteleien seiner Landsleute hatte erkeinen Anteil, es sei denn, dass er versuchte, sie zu beenden.Es wird berichtet, dass einige aus den Stämmen in und um Mek-ka, alle ihrer endlosen Blutrachen müde geworden, ent­ chieden, seine Vereinigung zu bilden mit dem Zweck, Opfern ungerechterund aggressiver Behandlung beizustehen. Als der Heilige Pro-phetsaw davon hörte, trat er begeistert bei. Die Mitglieder dieserVereinigung verpflichteten sich zu folgen­ en Bedingungen: d „Sie werden diejenigen, die unterdrückt werden, helfen und ihre Rechte wiederherzustellen versuchen, solange als noch ein Tropfen Wasser im Meer ist. Wenn ihnen das nicht gelingen sollte, so werden sie die Opfer aus ihrem eigenen Besitz entschädigen. (Sirat Ibn Hisham)Es scheint, dass von keinem anderen Mitglied dieser Ver­einigungberichtet wurde, aufgefordert worden zu sein, die­ er Verpflich- stung Folge zu leisten.Jedoch kam die Gelegenheit für den Heiligen Prophetensaw, nach-dem dieser seinen Auftrag verkündet hatte. Sein ärgster Feindwar Abu Jahl, eines der Oberhäupter Mekkas. Er hatte den ge-sellschaftlichen Boykott und die öffentliche Verschmä­ ung des hPropheten angeordnet. Um diese Zeit kam ein Fremder nach sawMekka. Abu Jahl schuldete ihm Geld, jedoch weigerte er sich zuzahlen. Der Fremde erwähnte dies ande­en Mekkanern gegen- rüber. Einige junge Leute schlugen aus einer boshaften Laune he- 30
  25. 25. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadraus vor, den Prophetensaw hinzuzuzie­ en, denn sie nahmen an, hdass der Prophet wegen der allge­ einen Opposition gegen saw mseine Person und besonders aus Furcht vor Abu Jahl zögern wür-de, irgendetwas zu unterneh­ en. Wenn er sich aber weigerte, mdiesem Mann zu helfen, so könnte man von ihm sagen, er habeseinen Eid der Vereini­ ung gegenüber gebrochen. Wenn er sich gandererseits nicht weigerte und Abu Jahl auffordern würde, demMann sein Darlehen zurückzugeben, wäre er dem Schmach aus-gesetzt, von diesem voller Verachtung wegschicken zu werden.So ging also dieser Mann zum Prophetensaw und beklagte sichüber Abu Jahl. Der Prophetsaw, ohne zu zögern, machte sich mitihm zu Abu Jahls Haus auf. Abu Jahl kam an die Tür und sahdort seinen Gläubiger mit dem Prophetensaw zusammen stehen.Der Prophetsaw erwähnte das Darlehen und schlug dessen Rück-zahlung vor. Abu Jahl war so perplex, dass er, ohne weitere Wor-te zu machen, das Geld sofort herausrückte.Als die anderen führenden Persönlichkeiten Mekkas davon er-fuhren, rügten sie Abu Jahl und hielten ihm vor, wie schwachund widersprüchlich er gehandelt habe. Er ordnete den weiterensozialen Boykott des Prophetensaw an, doch er selbst folgte denAnordnungen des Prophetensaw und zahlte ein Darlehen auf des-sen Vorschlag hin zurück. Er rechtfertigte dies damit, dass jederandere an seiner Stelle genau so gehandelt hätte. Er sagte, als erden Prophetensaw an seiner Tür stehen sah, er zur gleichen Zeitzwei wilde Kamele an der Seite des Prophetensaw bemerkte, diebereit waren, ihn anzugreifen.Wir können nicht sagen, welcher Natur diese Erscheinung war.War es eine wunderbare Erscheinung, die bestimmt war, AbuJaul einzuschüchtern, oder war es die furchterregen­ e Erschei- dnung des Propheten , die jene Halluzination hervor­ ief? saw r 31
  26. 26. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadEin Mann, von einer ganzen Stadt verhasst und unter­ rückt, dhatte den Mut aufgebracht, allein zum Oberhaupt der Stadt zugehen, um von ihm die Rückzahlung eines Darlehens einzufor-dern. Wahrscheinlich hatte diese völlig undenkbare SituationAbu Jahl vergessen lassen, was er ge­ en den Prophetensaw ge- gschworen hatte und ihn gezwungen, zu tun, was der Prophetsawvon ihm verlangte. (Sirat Ibn Hisham)Die Heirat des Heiligen Prophetensaw mit HadhratKhadijaraAls der Prophetsaw ungefähr 25 Jahre alt war, hatte sein guterRuf in Bezug auf Redlichkeit und Mitgefühl in der ganzen StadtMekka Verbreitung gefunden. Die Leute verwiesen auf ihn alsauf einen Menschen, dem man vertrauen konnte. Dieser guteRuf erreichte auch eine reiche Witwe, die den Onkel des Pro-phetensaw, Abu Talib, aufsuchte und vorschlug, dass sein Neffeihre Handelskarawane nach Syrien leitete. Abu Talib erwähntedies seinem Neffen gegenüber, und dieser gab seine Einwilli-gung. Die Expedition war ausgesprochen erfolg­eich und kam rmit unerwartetem Gewinn heim. Die reiche Witwe Khadijara warüberzeugt davon, dass der Erfolg der Karawane nicht nur aufdie günstigen Verkaufsverhältnisse auf dem Markt in Syrien,sondern auch auf die Redlichkeit und Leistungsfähigkeit ihresFührers zurückzuführen sei. Sie befragte ihre Sklavin Maisaradarüber und diese teilte ihre Meinung und berichtete ihr, dassdie Ehrlichkeit und Sympa­hie, mit der dieser junge Führer der tKarawane ihre Angele­ enheiten gehandhabt hatte, nur bei weni- ggen Personen zu finden sei.Khadijara war vierzig und schon zweimal verwitwet. Sie 32
  27. 27. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadschickte eine ihrer Freundinnen zu dem Prophetensaw, um her­auszufinden, ob er geneigt sei, sie zu heiraten. Diese Freundinging zum Prophetensaw und fragte ihn, warum er nicht verheira­tet sei. Der Prophetsaw antwortete, dass er nicht genügend Geldhabe, um zu heiraten. Die Besucherin fragte, ob er zustim­ en mwürde, wenn man für ihn eine reiche angesehene Frau zum Hei-raten finden würde. Der Prophetsaw fragte, wer diese Frau sei,und die Besucherin antwortete „Khadija“. Der Prophetsaw bat umVerzeihung, aber Khadijara sei für ihn unerreichbar. Die Besu-cherin redete ihm alle Bedenken aus und so sagte der Prophetsawschließlich, dass er zustimme.Khadijara sandte daraufhin eine Botschaft zum Onkel des Pro-phetensaw. Die Heirat zwischen dem Prophetensaw und ihr wurdebeschlossen und feierlich begangen. Ein armer Mann, schon inder Kindheit zur Waise geworden, tat seinen ersten Schritt zumWohlstand; Er war reich geworden. Doch die Art und Weise, inder er mit seinem Vermögen verfuhr, sollte alle Menschen zuDenken geben.Befreiung der SklavenNach der Eheschließung bedachte Hadhrat Khadijara, dass siereich sei und er arm und dass diese Ungleichheit ihrem Glück imWege stünde. So schlug sie vor, dass der Prophetsaw ihren Besitzund ihre Sklaven übernehmen solle. Der Prophetsaw, nachdem ersich versichert hatte, dass sie es ernst meinte, erklärte, dass er,sobald er die Sklaven übernommen hätte, sie freisetzen würde,was er dann in die Tat umsetzte. Zudem verteilte er den größtenTeil des Vermögens, das er von Hadhrat Khadijara erhalten hatte,unter die Armen. 33
  28. 28. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadUnter den Sklaven, die er freigesetzt hatte, war Zaid. Er erschienintelligenter und wachsamer als die anderen. Er gehörte einerrespektablen Familie an, war als Kind entführt und dann vonOrt zu Ort verkauft worden, bis er Mekka erreicht hatte. Zaid sahsofort, dass es besser sei, seine Freiheit für den Prophetensaw zuopfern. Als der Prophet seine Sklaven frei setzte, weigerte Zaidsich, freigesetzt zu werden und bat um Erlaubnis, beim Prophe-tensaw bleiben zu dürfen. So geschah es und im Laufe der Zeitvertiefte sich die Beziehung zwi­ chen ihm und dem Prophetensaw simmer mehr.In der Zwischenzeit hatten Zaids Vater und Onkel ihn zu findenversucht und schließlich von seinem Verbleib in Mekka erfahren.Sie fanden ihn im Hause des Prophetensaw. Sie baten den Prophe-tensaw um Zaids Freiheit und versprachen, so viel an Lösegeld zuzahlen, wie der Prophetsaw verlangte. Der Prophetsaw sagte, dassZaid frei sei und mit ihnen gehen könne. Er ließ Zaid kommenund zeigte ihm seinen Vater und seinen Onkel. Nachdem sie sichumarmt und begrüßt hatten, sagte sein Vater, dass sein guterMeister ihn freigesetzt habe und da seine Mutter sehr unter ihrerTrennung gelitten hatte, sie sich jetzt auf den Heimweg machenkönnten. Zaid sagte: „Vater, wer liebt seine Eltern nicht? Ich liebeEuch und Mutter von Herzen. Doch ich liebe diesen Menschen Mu-hammadsaw so sehr, dass ich nicht daran denken mag, woanders als beiihm zu leben. Ich habe Euch wiedergesehen und ich bin glücklich darü-ber. Die Trennung von Muhammad jedoch könnte ich nicht ertragen.“Zaids Vater und Onkel versuchten ihr Äußerstes, ihn zu über-reden, mit ihnen heimzukehren, doch Zaid wollte nicht zustim-men. Daraufhin sagte der Prophetsaw: „Zaid war schon vorher einfreier Mann, doch von heute an soll er mein Sohn sein.“Als Zaids Vater und Onkel diese starke Bindung zwischen Zaid 34
  29. 29. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadund dem Prophetensaw sahen, kehrten sie wieder heim und Zaidblieb bei dem Prophetensaw. (Sirat Ibn Hisham)Die Anbetung Gottes in der Höhle HiraAls der Prophetsaw über 30 Jahre alt war, hatte die Liebe zu Gottund seine Verehrung immer mehr von ihm Besitz ergriffen. Ab-gestoßen von den Untaten, Possen und vielen Übeln, denen dieMekkaner erlegen waren, zog er sich an einen Ort zwei, dreiMeilen von Mekka entfernt zu Meditat­onen zurück. Dies war iauf dem Gipfel eines Hügels in einer Art Steinhöhle. HadhratKhadijara versorgte ihn mit Essen für mehrere Tage, mit welchemer sich in die Höhle Hira zurückzog. In der Höhle gab er sich derAnbetung Gottes bei Tag und Nacht hin.Der Prophetsaw erhält seine erste OffenbarungAls er 40 Jahre alt war, hatte er in derselben Höhle eine Vision;Er sah eine Erscheinung, die ihn aufforderte, zu rezi­ieren. Der tProphet antwortete, dass er nicht wüsste, was oder wie er re- sawzitieren solle. Die Erscheinung bestand darauf und schließlichrezitierte der Prophetsaw die folgenden Verse: „Sprich, im Namen Deines Herrn, Der erschuf, erschuf den Menschen aus einem Klumpen Blut. Sprich, denn Dein Herr ist der Allgütige. Der den Menschen durch die Feder lehrte, dem Menschen lehrte, was er nicht wusste.“ (96: 2-6) 35
  30. 30. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadDiese Verse, die ersten Offenbarungen, als auch die in den fol-genden Jahren empfangenen Verse, wurden Teile des Hei­igen lQur-ân. Sie haben kolossale Bedeutung: Sie befahlen dem Pro-phetensaw, sich zu erheben und den Namen des Einen Gottes, desEinen Schöpfers - der Propheten und aller Menschen -, der sieerschaffen hat und ihnen Liebe zu Ihm und den Mitmenscheneingepflanzt hatte, zu verkünden. Dem Prophetensaw war befoh-len, die Botschaft dieses Gottes zu verkünden und ihm war Hilfeund Schutz durch Ihn für diese Verkündigung der Botschaft ver-sprochen worden.Diese Verse künden von einer Zeit, in der dem Menschen umfas-sendes Wissen durch die Verbreitung des geschriebe­ en Wortes nzukommen würde. Diese Verse stellen einen Abriss des Qur-ândar. Was immer den Prophetensaw in späteren Offenbarungen ge-lehrt wurde, ist schon in diesen Versen embryonal vorhan­ en. dEs wurde mit ihnen ein Grundstein für einen großen und bis-her unbekannten Fortschritt in der spirituellen Entwicklung desMenschen gelegt. Bedeutung und Erklärung dieser Verse kannan entspre­ hender Stelle des Kommentars zum Qur-ân nachge- clesen werden. Wir weisen hier nur deswegen ausführlich daraufhin, weil diese erste Offenbarung ein großes Ereignis im Lebendes Prophetensaw darstellt. Als der Prophetsaw diese Offenba­rungerhielt, war er von Furcht und Erschütterung über die Verant-wortung, die Gott auf seine Schultern zu legen be­ chlossen hatte, serfasst. Manch eine andere Person an seiner Stelle wäre mit Stolzerfüllt gewesen und hätte vielleicht gedacht, „jetzt bin ich einegroße Persönlichkeit geworden“.Der Prophetsaw reagierte anders. Er konnte große Dinge errei­chen,doch niemals erfasste ihn Stolz über seine Errungen­chaften. sNach diesem Ereignis erreichte er sein Haus in großer Erschütte- 36
  31. 31. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadrung, sein Gesicht verstört. Auf Hadhrat Khadijasra Befragen hinberichtete er ihr die ganze Begebenheit und fasste seine Furchtin den Worten zusammen: „Ich bin so eine schwache Person, wiekann ich die Verantwortung tragen, die Gott auf meine Schultern legenwill.“ Hadhrat Khadijara antwortete sofort: „Gott ist mein Zeuge, Er hat dieses Wort nicht auf Euch herabgesandt, damit Ihr versagt und Euch unwürdig er- weist und Er Euch fallen lassen muss. Wie könnte Gott so etwas tun, wo Ihr freundlich und verständnisvoll Euren Ver­ andten gegenüber seid, den Armen und Verlassenen w helft und ihre Last tragt? Ihr stellt die Tugenden wieder her, die in unserem Land verloren gegangen sind. Ihr ehrt die Gäste und helft den Verzweifelnden. Wie könnte Gott Euch in Versu­ hung führen?“ (Bukhari, Kitab Badul Wahi) cNachdem sie sich so geäußert hatte, ging sie mit dem Prophetenzu ihrem Vetter Waraqa Bin Naufal, einem Chri­ ten. Nachdem er sden Bericht gehört hatte, sagte Waraqa: „Der Engel, der Mosesas erschienen war, dessen bin ich si- cher, ist jetzt Dir erschienen.“ (Bukhari)Die ersten BekehrtenWaraqa hatte dabei sicherlich an die Prophezeiung in Deute­ronomium 18:18 gedacht. Als die Neuigkeit Zaidra, den befreitenSklaven des Prophetensaw, mittlerweise 30, und dessen Vetter Ali- 37
  32. 32. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadra , ungefähr 11, erreichte, erklärten beide sofort ihren Glauben anMuhammadsaw.Hadhrat Abu Bakrra, ein Freund aus seiner Kindheit, war nicht inder Stadt. Als er heimkehrte, hörte er von diesem neuen Erlebnisdes Prophetensaw. Man erzählte ihm, dass sein Freund verrücktgeworden sei und dass er erzählte, Engel brächten ihm Bot­schaften von Gott. Abu Bakrra jedoch vertraute dem Propheten-saw vollkommen. Er zweifelte keinen Augenblick, dass der Pro-phetsaw die Wahrheit sprach, außerdem kannte er ihn als geistiggesund und aufrichtig.Er begab sich zum Prophetensaw und fragte ihn um nach denbesagten Ereignissen. Der Prophet, der nicht wollte, dass AbuBakrra ihn missver­ tünde, begann mit umständlichen Erklärun- sgen. Abu Bakr jedoch unterbrach seine Rede und erklärte, alles rawas er wis­ en wolle, sei, ob ihm wirklich ein Engel erschienen sund ihm eine Botschaft von Gott übergeben worden sei.Der Prophetsaw begann wieder mit einer Erklärung, doch AbuBakrra wollte auch diese nicht hören. Er wollte eine klare Ant-wort auf die Frage, ob er eine Botschaft von Gott erhalten habe.Der Prophetsaw bejahte dies und Abu Bakrra erklärte darauf­ in hsofort seinen Glauben in ihm. Nachdem er seinen Glau­ en be-bkannt hatte, sagte er, dass eine lange Erörterung sein Bekenntniszu ihm entwertet hätte. Der Prophetsaw war ihm über lange Jahrevertraut. Er konnte nicht an ihm zweifeln und er wollte keineErläuterungen, um von seiner Wahrhaf­ igkeit überzeugt zu wer- tden. 38
  33. 33. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadEine kleine Gruppe von GläubigenDiese kleine Gruppe von Gläubigen waren die ersten Be­ enner kdes Islam: eine reife Frau, ein 11-jähriger Junge, ein befreiter Skla-ve unter Fremden, ein junger Freund und der Prophetsaw selbst.Dies war die Gruppe von Menschen, die den stillen Entschlussfasste, Gottes Licht über die ganze Welt zu verbreiten. Als dieBewohner Mekkas und ihre Anführer davon hörten, lachten sieund erklärten die Gruppe als ver­ ückt. So war im Moment nichts rzu befürchten und nichts besorgniserregend. Doch im Laufeder Jahre kam die Wahr­ eit zu Tage, die der Prophet Jesaiaas (in h28:13) lange vorrausgesagt hatte: „Verordnung über Verordnung, Regel über Regel; Zeile über Zeile, Wort über Wort; hier ein wenig, dort ein wenig; fiel hernieder auf unseren Propheten.“Gott begann zu Muhammadsaw mit einer „anderen Zunge“ zureden. Die Jugend des Landes fing an, sich zu wundern. DieWahrheitssuchenden begeisterten sich. Aus Verachtung und Ver-spottung entwickelte sich Billigung und Bewunde­ ung. Sklaven, rjunge Männer und unglückliche Frauen began­ en, sich um den nProphetensaw zu scharen. In seiner Botschaft und seinen Lehrenwar Hoffnung für die Entwürdigten, die Entmutigten und dieJungen.Frauen erwarteten, dass die Zeit der Wiederherstellung ihrerRechte gekommen sei. Sklaven dachten, dass der Tag ihrer Frei-heit gekommen sei und junge Männer glaubten, die Wege zumAufstieg seien jetzt weit offen für sie. 39
  34. 34. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadDie Gläubigen werden verfolgtAls Spott sich in Billigung verwandelte und Gleichgültig­ eit in kNeigung, horchten die Führer von Mekka und ihre Beamten auf.Sie versammelten sich und berieten. Sie ent­ chieden, dass Ver- sspottung nicht die richtige Methode war, um mit dieser Bedro-hung fertig zu werden. Ein wirkungs­ olleres Gegenmittel muss- vte angewandt werden. Diese neue Bewegung musste mit Gewaltunterdrückt werden. Es wurde beschlossen, Verfolgung und so-zialen Boykott zu verordnen. Die Verordnung wurde schnell indie Praxis umge­ etzt, und der Islam sah sich alsbald in einem sschwerwiegen­ en Konflikt mit Mekka verwickelt. dDer Prophet und seine kleine Schar wurden nicht länger als sawVerrückte angesehen, sondern als wachsende Macht, die, fallsman ihrer Ausbreitung weiter tatenlos zusähe, bald eine Gefahrfür Glauben, Ansehen, Gebräuche und Tradition in Mekka dar-stellen würde. Der Islam drohte, das alte Gefüge der mekkani-schen Gesellschaft zu zerstören und an ihre Stelle eine neue Ge-sellschaftsform zu setzen, einen neuen Himmel und eine neueErde zu schaffen, deren Erscheinen das Verschwinden des altenHimmels - Herz und Seele Arabiens - bedeuten würde.Die Mekkaner konnten nicht länger über den Islam lachen, erwar mittlerweile zu einer Frage von Leben und Tod gewor-den. Der Islam war eine Herausforderung und Mekka nahmdie Herausforderung an, wie die Feinde der Propheten immerdie Herausforderung ihrer Propheten angenommen hatten.Sie entschlossen sich, Beweisführung nicht mit Beweisführungzu begegnen, sondern das Schwert zu ziehen und der für siegefähr­ichen Lehre mit Gewalt zu begegnen; weder dem guten lBeispiel des Prophetensaw und seiner Gefolgsleute auf gleiche Art 40
  35. 35. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadzu begegnen noch auf deren freundlichen Worte zu antworten,sondern die Unschuldigen zu misshandeln und diejenigen, diefreundlich redeten, zu beschimpfen.Wieder einmal begann in der Welt ein Kampf zwischen Glaubenund Unglauben; die Mächte Satans erklärten den Engeln denKrieg. Die Gläubigen, nur eine handvoll, hatten keine Macht,die sie den Angriffen und der Gewalttätigkeit der Ungläubigenentgegenstellen konnten. Ein unendlich grausamer Feldzug be-gann. Frauen wurden schamlos abge­ chlachtet. Männer wurden sniedergemetzelt. Die Sklaven, die Ihren Glauben an den Prophe-tensaw erklärt hatten, wurden über heißen Sand und Steine ge-schleift. Ihre Haut wurde hart wie die der Tiere.Viele Jahre später, nachdem der Islam nah und fern sicher fun-diert war, entblößte einer dieser frühen Anhänger, HadhratKhab­bab Bin Al-Aratra, seinen Körper. Seine Freunde, die sahen,dass seine Haut hart wie eine Tierhaut war, fragten, woher daskomme. Hadhrat Khabbabra lachte und sagte: „Das bedeutet weiternichts, nur eine kleine Erinnerung an die frühen Tage des Islam, als dieSklaven, die zu ihm bekannt hatten, über heißen Sand und Steine durchdie Straßen Mekkas geschleift worden waren.“ (Musnad, Vol.5, p.110)Verfolgung der gläubigen Sklaven durch die MekkanerDie gläubigen Sklaven stammten von den verschiedensten Völ-kern. Bilalra war ein Afrikaner, Suhaibra ein Grieche. Sie hattenverschiedenen anderen Religionen angehört. Jabrra und Suhaibrawaren Christen gewesen, Bilalra und Ammarra Götzen­anbeter.Bilalra musste auf heißem Sand liegen und wurde mit Steinenbeschwert und Jungen mussten auf seinem Brustka­ ten tanzen sund sein Herr Umayya Bin Khalf, der ihn folterte, forderte ihn 41
  36. 36. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadauf, Allah und dem Prophetensaw abzuschwören und stattdessenLoblieder auf Lat und Uzza, Götter der Mekkaner, zu singen.Bilalra sagte nur, - - „Ahad, Ahad“ („Gott ist Einer“).Gereizt, übergab Umayya Bilalra an die Gassenjungen und for-dete sie auf, einen Strick um seinen Hals zu legen und ihn überscharfe Steine durch die Straßen Mekkas zu ziehen. Bilalsra Kör-per begann zu bluten, doch er fuhr fort, zu verkün­ en: - d -„Ahad, Ahad“. Später, als Muslime sich in Medina niedergelassenhatten und in der Lage waren, relativ friedlich zu leben und ih-rem Gottesdienst nachzugehen, erklärte der Heilige ProphetsawBilalra zum Muezzin (das ist derjenige, der die Gläubigen zumGebet ruft). Da er Afrikaner war, sprach er - -statt - -, das heißt, er konnte das „sch“ in„Aschado“(„ich bezeuge“) nicht aussprechen, sondern spraches „ashado“ aus. Die Medinenser lachten über seine fehlerhafteAussprache, doch der Prophetsaw tadelte sie dafür und machte ih-nen klar, wie nahe Bilalra durch seinen unerschütterlichen Glau-ben während der Folterung in Mekka zu Gott gekommen war.Hadhrat Abu Bakrra hatte Lösegeld für Hadhrat Bilalra und vieleandere Sklaven bezahlt und dadurch ihre Freilassung bewirkt.Unter ihnen war auch Suhaibra, ein wohlhabender Kaufmann,den die Quraish selbst nach seiner Freilassung noch durchprü-gelten. Als der Prophetsaw Mekka verließ, um sich in Medinaniederzu­assen, wollte Suhaibra mit ihm gehen. Doch die Mek- lkaner hielten ihn davon ab. Er könne sein Vermögen, das er inMekka erworben hatte, nicht mitnehmen. Suhaibra bot ihnen an,all seinen Besitz und Verdienst an sie auszuhändigen und fragte,ob sie ihn dann ziehen lassen würden. Die Mekkaner stimmtendiesem Vorschlag zu. Suhaibra kam also in Medina mit leerenHänden an und ging zum Prophetensaw; der hörte ihm zu und 42
  37. 37. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadgratulierte ihm mit den Worten: „Dies war das beste Geschäft, dasDu in Deinem Leben gemacht hast.“Die meisten der übergetretenen Sklaven blieben standhaft iminneren wie auch im äußeren Bekenntnis. Doch einige zeigtenSchwäche.Einmal fand der Heilige Prophetsaw Ammarra vor Schmerzenstöhnend seine Tränen trocknend. Vom Prophetensaw angespro­chen, bekannte Ammarra, dass er geschlagen und gezwungenworden war, zu widerrufen. Der Prophetsaw fragte ihn „doch imHerzen warst Du gläubig?“ Ammar bejahte das und der Prophetsagte, dass Gott ihm seine Schwäche verzeihen würde.Ammarsra Vater, Yasirra, und seine Mutter, Samiyyara, wurdenauch von den Ungläubigen gefoltert. Bei einer solchen Gele­genheit kam der Prophetsaw zufällig vorbei. Voll Mitgefühl sagteer: „Oh Familie des Yasir, ertrage es in Geduld, denn Gott hat für Euch ein Paradies bereitet.“Diese prophetischen Worte waren bald erfüllt. Yasirra erlag denFolterungen und kurz danach wurde seine betagte Frau, Sami-yyara, von Abu Jahl mit einem Speer ermordet.Zimbirara, eine Sklavin, verlor ihr Augenlicht unter der grau­samen Behandlung durch die Ungläubigen. Abu Fukaihra, Saf-wan Bin Umayyas Sklave, wurde auf hei­ en Sand gelegt und ßseine Brust mit heißen Steinen be­ chwert; durch die verursach- sten Schmerzen hing seine Zunge heraus.Andere Sklaven wurden auf ähnliche Weise misshandelt. Die- 43
  38. 38. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadse Grausamkeiten waren mehr als Menschen ertragen können.Doch die frühen Gläubigen ertrugen sie, weil ihre Herzen durchdie täglichen Versicherungen von Gott stark gemacht wordenwaren.Zwar wurde der Qur-ân dem Prophetensaw persönlich offen­ art, bdoch die versichernde Stimme Gottes wurde von allen vernom-men. Wäre das nicht so gewesen, die Gläubigen hätten die Grau-samkeiten, denen sie ausgesetzt waren, nicht ertragen können.Von allen Freunden und Verwandten verlas­ en, hatten sie oft nur sGott mit sich und es war ihnen egal, wer sonst noch zu ihnenstand. Um Seinetwegen erschie­ en die Grausamkeiten gering, ndie Beschimpfungen wurden geheiligt und Steine wurden zuSamt.Die Verfolgung der freien GläubigenDie freien Bürger, die sich zum Islam bekannten, wurden nichtweniger grausam behandelt. Ihre Ältesten und Ober­äupterhquälten sie auf alle mögliche Art und Weise.Hadhrat Usmanra z. B. war ein Mann von vierzig Jahren undwohl­ abend. Doch als die Quraish sich zu allgemeiner Verfol- hgung der Muslime entschlossen, fesselte ihn sein Onkel Hakamund schlug auf ihn ein. Hadhrat Zubair Bin Al-Awwamra, eintapferer junger Mann, der später ein großer muslimischer Gene-ral wurde, wurde von seinem Onkel in eine Matte eingewickeltund von unterwärts angeheizt und mit Ersticken bedroht. Docher war nicht zum Widerrufen bereit. Er hatte die Wahrheit gefun-den und ließ nicht wieder von ihr ab.Hadhrat Abu Dharrra, vom Stamme der Ghaffar, hatte von demProphetensaw gehört und begab sich nach Mekka, um Näheres zu 44
  39. 39. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammaderfahren. Die Mekkaner rieten ihm ab, und bemerkten, dass sieMuhammadsaw gut kannten und dass seine Bewegung nur eineeigennützige Einrichtung sei.Hadhrat Abu Dharrra war unbeeindruckt; so machte er sich zumProphetensaw auf und hörte die Botschaft des Islam aus seinemMunde und wurde überzeugt. Hadhrat Abu Dharrra fragte, ob erseinen neuen Glauben vor seinem Stamm verheimlichen könne.Der Prophetsaw sagte, für ein paar Tage könnte er das tun. Dochals er durch die Straßen Mekkas ging, hörte er eine Gruppe vonmekkanischen Führern den Heiligen Prophetensaw be­schimpfenund in gemeiner Weise angreifen. Er konnte nicht länger seinenneuen Glauben verheimli­ hen und erklärte sofort: c „Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt, und dass Muhammad sein Diener und Prophet ist.“Dieser Ausruf, in der Versammlung von Ungläu­ igen geäußert, berschien ihnen eine Unverschämtheit. Sie erhoben sich wütendund schlugen auf ihn ein, bis er bewußt­ os liegen blieb. lDes Prophetensaw Onkel, Abbasra, noch nicht zum neuen Glau­ en bübergetreten, kam gerade vorbei und begann, Einspruch für dasOpfer zu erheben: „Eure Verpflegungskarawanen kommen durch dasGebiet von Abu Dharrs Stamm“, sagte er, „und verärgert über die-se Behandlung können seine Leute Euch zum Aushungern bringen“.Am nächsten Tag ging Abu Dharrra nicht auf die Straße. Doch amTag darauf traf er wieder auf die gleiche Gesellschaft und fandsie wieder den Heiligen Prophetensaw verunglimpfend. Er gingzur Kaaba, doch die Menschen dort machten es nicht anders. Er 45
  40. 40. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadkonnte sich nicht zurückhalten, erhob sich und gab ein lautesBekenntnis seines Glaubens ab. Und wieder wurde er übel zu-gerichtet. Das gleiche geschah noch ein drittes Mal, bevor er zuseinem Stamm zurückkehrte.Die Verfolgung des Heiligen ProphetensawDer Heilige Prophetsaw selbst war nicht von den Grausamkei­ten, die den Gläubigen zugedacht waren, ausgenommen. Einmalüberfielen sie ihn während er betete, eine Gruppe Ungläubigerschlang einen Mantel um seinen Hals und schleifte ihn, bis seineAugen hervortraten. Hadhrat Abu Bakrra kam zufällig vorbei; errettete ihn und sagte: „Wollt ihr ihn töten, weil er verkündet, „Gottist mein Meister?“Zu anderer Gelegenheit, als er während des Gebetes nie­dergebeugt war, legten sie die Eingeweide eines Kamels auf sei-nen Rücken. Er konnte sich nicht erheben, bevor nicht dieses Ge-wicht von seinem Rücken entfernt worden war. Während eineranderen Gelegenheit ging er eine Straße entlang, als eine Gruppevon Gassenjungen sich ihm aufdrängte. Sie schlugen auf seinenNacken ein und riefen den Leuten zu, dass er sich einen Prophe-tensaw nenne. So sah der Hass und die Feindschaft gegen ihn ausund so die Hilflosig­ eit. kDes Propheten Haus wurde von benachbarten Häusern aus sawmit Steinen beworfen. Küchenabfälle und Abfälle von geschlach-teten Tieren wurden in seine Küche geworfen. Oft­ als wurde er mmit Staub beworfen, wenn er Gebete leitete, so dass er gezwun-gen war, sich an einen gesicherten Ort für die öffentlichen Gebetezurückzuziehen.Diese Grausamkeiten gegen eine schwache und unschuldi­ e g 46
  41. 41. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadGruppe und ihren redlichen und wohlmeinenden doch hilflo-sen Führer waren jedoch nicht ohne Konsequenzen. AchtbareBürger sahen all dies und wurden vom Islam beein­ ruckt. Der dProphet hatte sich einmal am Safa, einem Hügel in der Nähe sawder Kaaba, niedergelassen. Das Oberhaupt der Mekkaner, AbuJahl, des Prophetensaw Erzfeind, kam vorbei und überschütteteihn mit gemeinen Beschimpfungen. Der Pro­ hetsaw entgegnete pnichts und begab sich nach Hause. Eine der Sklavinnen seinerVerwandschaft war Zeuge dieser peinlichen Szene.Hamzara, der Onkel des Prophetensaw, ein tapferer und von al-len Mitbürgern geachteter Mann, kam von einer Jagd heim undbetrat sein Haus voll Stolz, seinen Bogen über seine Schulter ge-hängt. Die Sklavin noch in Erinnerung an die morgendliche Sze­ne, regte sich auf, in welcher Weise er sich aufführe. Sie sprach ihnan, er bilde sich ein, tapfer zu sein und ginge bewaffnet herum,während er nicht einmal wisse, wie Abu Jahl seinem unschuldi-gen Neffen am Morgen zugesetzt habe. Hamza ließ sich den Vor-fall berichten. Obwohl er nicht zu den Gläubigen zählte, so besaßer doch einen edlen Charak­er. Er war zwar von der Botschaft tdes Propheten beein­ ruckt, doch nicht in dem Maße, dass er saw dsich ihm öffentlich anzuschließen bereit war. Als er jedoch vondiesem Angriff Abu Jahls hörte, kannte er kein Zögern.Es wurde ihm bewußt, dass er sich bisher der neuen Bot­ chaft sgegenüber zu gleichgültig verhalten hatte. Er machte sich sofortzur Kaaba auf, wo die Oberhäupter Mekkas sich gewöhnlich tra-fen und berieten. Er nahm seinen Bogen und schlug damit aufAbu Jahl ein: „Rechne mich von heute an zu den Anhängern Mu-hammads“, rief er. „Du hast ihn heute Morgen mit Schimpf überschüt-tet, weil Du weißt, dass er Dir nicht antworten wird. Wenn Du Dichtapfer nennst, komm her und kämpfe mit mir.“ 47
  42. 42. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadAbu Jahl war sprachlos. Seine Freunde wollten ihm zu Hilfekommen, doch aus Furcht vor Hamzara und seinem Stamm, hieltAbu Jahl sie zurück. Ein offener Kampf wäre ihn teuer zu stehengekommen. Er hätte sich am Morgen wirklich schlecht benom-men, sagte er. (Sirat Ibn Hisham und Tabari)Die Botschaft des IslamDie Opposition steigerte sich noch. Doch zur gleichen Zeitscheuten der Prophetsaw und seine Anhänger keine Mühe, denMekkanern die Botschaft des Islam verständlich zu machen. Siehatten eine vielseitige Botschaft, von weitreichender Be­ eutung dnicht nur für die Araber, sondern für die ganze Welt. Es war eineBotschaft Gottes.Sie besagt: Der Schöpfer der Welt ist einzig. Außer Ihm ist nichtsund niemand anbetungswürdig. Die Propheten haben Ihn im-mer als einzig angesehen und dies ihre An­ ängern so gelehrt. hDie Mekkaner sollten alle Götzenbilder aufgeben. Sahen sienicht, dass diese Götzen nicht einmal in der Lage waren, die Flie-gen zu vertreiben, die sich an ihren Opfergaben gütlich taten?Wenn sie angegriffen wurden, konnten sie nicht zurückschlagen.Wenn sie befragt wurden, konnten sie nicht antworten. Wenn sieum Hilfe gebeten wurden, was konnten sie tun?Doch der alleinige Gott konnte denen helfen, die Ihn um Hilfebaten, Er antwortete denen, die Ihn im Gebet anriefen, unterwarfSeine Feinde und erhob diejenigen, die sich vor Ihm demütigten.Wenn Erleuchtung von Ihm kam, erfüllte sie Seine Ergebenen.Warum wiesen die Mekkaner Ihn zurück und wendeten sich anleblose Götzenbilder und lebten ein nutzloses Leben? Sahen sienicht, dass ihr Mangel an Glauben in den einen wahren Gott sie 48
  43. 43. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadabergläubisch und untauglich gemacht hatte? Sie hatten keineAhnung, was rein und was unrein war, noch was richtig oderfalsch. Sie ehrten ihre Mütter nicht. Sie behandelten ihre Schwes-tern und Töchter barbarisch und verweigerten ihnen, was ihnenzustand. Sie behandelten ihre Frauen schlecht. Sie quälten dieWitwen, nutzten die Waisen, Armen und Schwachen aus undgedachten ihren Wohlstand auf dem Ruin anderer aufzubauen.Sie schämten sich ihrer Lügen und Betrügereien nicht, noch ihrerEinbrüche und Plündereien. Spielen und Trinken war ihr Vergnü-gen. Für Kultur und nationalen Fort­ chritt hatten sie nichts üb- srig. Wie lange noch wollten sie den einen wahren Gott ignorierenund darin fortfahren, Verlierer und die wirklich Leidtragendenzu sein? Wäre es nicht besser, sich zu reformieren? Wäre es nichtbesser, alle Formen von gegensei­iger Ausbeutung aufzugeben, tdie Rechte denen zukommen zu lassen, denen sie gebühren;Reichtum an nationale Bedürf­ isse zu verwenden und an Hilfe nfür die Armen und Schwa­ hen; die Waisen als Verpflichtung an- czusehen und ihren Schutz als Aufgabe; den Witwen beizustehenund gute Taten in der Gemeinschaft zu vollbringen und anzure-gen; und nicht nur Recht und Billigkeit, sondern Mitgefühl undVerzei­hung auszuüben?„Leben in dieser Welt soll zu Gutem führen. Hinterlasse guteWerke“, sagte diese Botschaft weiterhin, „auf dass sie wachsenund Früchte tragen, wenn du nicht mehr da bist. Es ist tugend-haft, anderen zu geben, anstatt zu empfan­ en. Lerne, dich zu gergeben, damit du Gott näher kommst. Übe Selbstverleugnungzugunsten deiner Mitmenschen, da­ it dein Ansehen Gott ge- mgenüber steigt. Es ist wahr, die Muslime sind schwach, dochnutze ihre Schwäche nicht aus, die Wahrheit wird eines Tagesfrohlocken. Dies ist eine Entscheidung des Himmels. Durch den 49
  44. 44. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadProphetensaw wird neues Maß und Prüfstein für gut und böse, fürrichtig und falsch in der Welt aufgestellt werden. Gerechtigkeitund Gnade wer­ en herrschen. Kein Zwang noch Einmischung dwerden in Glaubenssachen geduldet werden. Die Grausamkei-ten, de­nen Frauen und Sklaven ausgesetzt waren, werden abge­schafft werden. Das Königreich Gottes wird an die Stelle vonSatans Reich treten.“Die an Abu Talib gerichtete Beschwerde der ungläu-bigen Mekkaner und die Standhaftigkeit des HeiligenProphetensawAls die Botschaft des Islam sich unter den Bürgern ausbreite­e tund die Wohlgesinnten und Nachdenklichen unter ihnen von ihrbeeindruckt waren, zogen die Ältesten von Mekka Bilanz überdas, was vor sich ging. Sie stellten eine Delegation zusammen,die sich zu des Prophetensaw Onkel, Abu Talib, begab. Sie spra-chen zu ihm folgendermaßen: „Du bist einer unserer führenden Männer und Deinetwe­ gen haben wir bislang Muhammad, deinen Neffen, ver­ schont. Die Zeit ist jedoch gekommen, dass wir dieser natio­ alen Krise und diesem Widerstreit in unserer Mitte, n Einhalt gebieten müssen. Entweder bringen Sie es ihm bei oder fragen ihn, was er von uns verlangt. Wenn er es be- gehrt, Ehre zu erlangen, dann sind wir bereit, ihn zu un- serem Oberhaupt zu machen. Wenn er Reichtum begehrt, dann wird jeder von uns ein Teil seines Vermögens ihm überreichen. Wenn er es verlangt zu heiraten, dann soll er den Namen der ihm am liebsten erscheinenden Frau Mek- kas nennen, wir werden sie ihm zur Braut geben. Im Ge- genzug dazu, verlangen wir von ihm nichts und werden 50
  45. 45. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammad ihn auch vor nichts zurückhalten. Wir verlangen von ihm nur, dass er aufhört, gegen unsere Idole zu agitieren. Lass ihn sagen, ‚Gott ist Einzig‘, doch lass ihn davon absehen, etwas gegen unsere Götzen zu sagen. Wenn er zustimmt, dann ist damit unser Kampf und Widerstreit mit ihm been- det. Wir raten Dir drin­ end, ihn zu überreden. Doch wenn g Dir das nicht gelingen sollte, dann gibt es nur zwei Auswe- ge. Entweder Du distan­ ierst Dich von ihm oder wir wer- z den zu Deinen Feinden!“ (Sirat Ibn Hisham)Abu Talib stand vor einer harten Entscheidung. Es war hart,seinen Neffen fallen zu lassen. Ebenso hart war es, mit seineneignen Leuten zu brechen. Für Araber spielte Geld keine Rolle.Ihr Ansehen lag in ihren Führungsfähigkeiten. Sie lebten für ihrVolk und ihr Volk lebte für sie. Abu Talibra war außer Fassunggeraten.Er ließ seinen Neffen zu sich kommen und erklärte ihm die For-derungen der Ältesten von Mekka.„Wenn Du nicht zustimmst“, sagte er mit tränenerstickter Stimme,„dann muss ich entweder Dich fallen lassen oder meine Leute werdenmich ausstoßen“.Der Prophetsaw war voll Mitgefühl für seinen Onkel. Mit Tränenin den Augen erklärte er: „Ich bitte Dich, nicht Deine Leute aufzugeben. Ich bitte Dich, mich allein zu lassen. Gib mich auf und bleibe bei Deinen Leuten. Doch der eine und einzige Gott ist mein Zeuge, dass ich bekenne: Selbst wenn sie mir die Sonne in die rechte und den Mond in die linke Hand legen, ich werde nicht aufhören, die Wahrheit über den Einen Gott zu verkünden. Ich werde so fortfahren, bis ich sterbe. Du kannst Deinen Weg wählen, wie es Dir gefällt.“ (Sirat Ibn Hisham und Zurqani) 51
  46. 46. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadDiese Antwort, fest, geradeheraus und aufrichtig, öffnete AbuTalib die Augen. Er fiel in tiefes Nachdenken. Obwohl er nichtden Mut aufbrachte, sich als Gläubigen zu bekennen, so schätzteer sich doch glücklich, so lange gelebt zu haben, um diese Mani-festation von Glauben und Pflichtbewusstsein gesehen zu haben.An den Prophetensaw gewendet, sagte er: „Neffe, gehe Deinen Weg. Tue, was Du für Deine Pflicht hältst. Lass mein Volk mich aufgeben. Ich halte zu Dir!“ (Sirat Ibn Hisham)Auswanderung nach AbessinienAls die Tyrannei ihren Gipfel erreicht hatte, versammelte derProphetsaw seine Anhänger um sich. Nach Westen zeigend, be-richtete er ihnen von einem Land über dem Meer, in dem Men-schen nicht ihres Glaubens wegen ermordet wurden, wo sieungehindert ihrem Gottesdienst nachgehen konn­en und wo tein gerechter König herrschte. Wenn sie dorthin gingen, sobrächte ihnen das möglicherweise Erleichterung. Eine Gruppevon muslimischen Männern, Frauen und Kin­ ern machte sich dauf seinen Vorschlag hin nach Abessinien auf. Den Wenigen, dieauswanderten, zerriss es das Herz. Die Araber hielten sich fürdie Beschützer der Kaaba und so empfanden auch sie. Mekka zuverlassen, bedeutete für sie einen sehr großen Schmerz und keinAraber würde auch nur daran denken, es sei denn, das Leben inMekka wäre absolut unerträglich geworden.Die Mekkaner waren natürlich nicht bereit, eine Auswan­ erung dzu dulden. Sie würden ihre Opfer nicht entschlüpfen lassen, da-mit sie woanders ungehindert leben könnten.Die Gruppe musste deshalb ihre Vorbereitungen für die Reise 52
  47. 47. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadgeheim halten und sich auf den Weg machen, ohne sich auch nurvon ihren Freunden und Verwandten verabschieden zu können.Ihr Aufbruch jedoch wurde von einigen entdeckt und ver­ehlte fnicht seinen Eindruck.Hadhrat Umarra, später der zweite Kalif des Islam, war nochein Ungläubiger, ein bitterer Feind und Verfolger der Muslime.Durch Zufall traf er auf einige Mitglieder dieser Gruppe. Ei-nes von ihnen war eine Frau, mit Namen Umm Abdullahra. AlsUmarra sah, dass ihr Haushaltsgut gepackt und auf Tiere verla-den wurde, war ihm sofort klar, dass hier eine Gruppe war, dieMekka verlassen wollte, um woanders Zuflucht zu suchen. „Ihrgeht?“ fragte er. „Ja, Gott ist unser Zeuge“, antwortete Umm Ab-dullahra. „Wir gehen in ein anderes Land, denn ihr behandelt uns hierzu grausam. Wir werden nicht wiederkommen, es sei denn, Gott solltees gefallen, es leicht für uns zu machen.“ Hadhrat Umarra war be-eindruckt und sagte: „Gott sei mit euch.“ Und seine Stimme warbewegt. Diese Szene hatte ihn erschüttert. Als die Mekkaner vondem Aufbruch erfuhren, sandten sie Verfolger hinter ihnen her.Sie erreichten die See, mussten aber feststellen, dass die Flücht-linge schon segelten. Da sie nicht in der Lage waren, sie einzuho-len, entschieden sie, eine Delegation nach Abessinien zu senden,um den König gegen die Einwanderer aufzustacheln und ihn zuüberreden, sie den Mekkanern auszuliefern.Einer der Delegierten war Amr Bin Al-Asra, der später zum Islamübertrat und Ägypten eroberte. Die Delegation reiste also nachAbessinien, traf den König und intrigierte mit dessen Höflingen.Doch der König erwies sich als unbeirrbar und Allah stärkte seinHerz, so dass trotz der Beschwörung durch die Mekkaner undseiner eigenen Hofleu­e, er sich weigerte, die Flüchtlinge den tUngläubigen auszulie­fern. 53
  48. 48. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadDie Delegation kehrte enttäuscht zurück; doch wieder in Mekkahatten sie sich bald einen neuen Plan ausgedacht, um die Musli-me in Abessinien zur Rückkehr zu bewegen. Unter den Karawa-nen, die nach Abessinien gingen, verbreiteten sie das Gerücht,dass ganz Mekka sich zum Islam bekannt hätte.Als das Gerücht Abessinien erreichte, machten sich viele dermuslimischen Flüchtlinge voller Freude auf den Heimweg, umbei ihrer Ankunft nun feststellen zu müssen, dass die Neuigkeit,die sie erreicht hatte, eine Intrige war. Einige Muslime gingennach Abessinien zurück, doch andere entschlossen sich zu Blei-ben. Unter letzteren war Usman Bin Maz’unra, der Sohn einesführenden Mannes in Mekka. Usmanra erhielt Schutz von einemFreund seines Vaters, Walid Bin Mughira, und blieb unbehelligt.Doch er musste feststellen, dass andere Muslime unter grausa-mer Verfolgung weiterhin leiden mussten. Das konnte er nichtertragen. So ging er zu Walid und entsagte seinen Schutz. Er hat-te das Gefühl, dass er solchen Schutz nicht genießen solle, wäh-rend andere Muslime Verfolgung leiden muss­ en. Walid tat dies tden Mekkanern kund.Eines Tages saß Labid, lorbeergekrönter Dichter Arabiens, unterden Ältesten von Mekka und rezitierte seine Verse. Er rezitierteeine Zeile:Sie bedeutete, dass alle Gnade einmal ein Ende haben werde.Usmanra wagte, ihm zu widersprechen und sagte: „Die Gnaden des Paradieses werden ewig sein.“ 54
  49. 49. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadLabid, solche Einsprüche nicht gewohnt, geriet aus der Fassungund sagte: „Quraish, Eure Gäste wurden früher nicht in dieser Wei-se beleidigt. Seit wann ist dies Sitte bei Euch?“ Um Labid zu be-ruhigen, erhob sich ein Mann aus der Ver­ ammlung und sagte: s„Fahrt fort und kümmert Euch nicht um diesen Narren“. Usmanra be-stand darauf, dass er nichts Närrisches gesagt hätte. Dies reizteden Quraish, der darauf­ in aufsprang, Usmanra einen scharfen hSchlag versetzte und ihm ein Auge ausschlug.Walid war Zeuge dieser Szene. Er war ein enger Freund von Us-mans Vater gewesen. Er konnte solch eine Behandlung des Soh-nes seines verstorbenen Freundes nicht dulden. Doch Usmanrawar nicht länger unter seinen Schutz gestellt und die Traditionder Araber verbat es jetzt, dass er sich für ihn einsetzte. So warer machtlos. Halb im Ärger, halb im Schmerz, wandte er sich anUsmanra und sagte: „Sohn meines Freundes, Du hättest Dein Augeretten können, hättest Du nicht meinen Schutz entsagt. Du kannstDich dafür bei Dir selbst bedanken.“ Usmanra antwortete: „Ich habeauf diesen Augenblick gewartet. Ich trauere dem einen Auge nichtnach, mein anderes ist bereit für das gleiche Schicksal. Bedenke, solangeder Prophetsaw zu leiden hat, gibt es keinen Frieden.“ (Halbiyya, Bd.1,5.348)Hadhrat Umarra nimmt den Islam anZur gleichen Zeit ereignete sich eine andere wichtige Bege­benheit. Umarra, der später der zweite Kalif des Islam wurde,konnte immer noch als der grimmigste und gefürchtetste Feinddes Islam angesehen werden. Er hatte das Gefühl, dass alle bis-lang unternommenen Maßnahmen gegen die neue Bewegung zukeinem Erfolg geführt hatten und entschloss sich nun dafür, den 55
  50. 50. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadProphetensaw eigenhändig zu töten. Er nahm sein Schwert undbegab sich auf den Weg. Ein Freund von ihm war verstört, alser ihn so daherkommen sah und fragte ihn, wohin er ginge undwas er vorhabe. „Muhammad zu töten!“ war seine Antwort. „Dochwirst Du danach vor der Rache seines Stammes sicher sein? Und weißtDu wirklich, was los ist? Weißt Du, dass Deine Schwe­ter und ihr sMann Muslime geworden sind?“Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf Umarra diese Nach­ icht,rund eine große Wut überkam ihn. Er entschloss sich, zunächstseine Schwester und ihren Mann umzubringen. Als er ihr Hauserreichte, vernahm er eine melodiöse Rezitation. Es war dieStimme Khabbabsra, der sie das Heilige Buch lehrte.Umarra trat eilig ein. Khabbabra, durch die schnellen Schritte ge-warnt, hatte sich verborgen. Umarsra Schwester, Fatimara, ver-steckte die Blätter mit dem Qur-ân-Text.Ihr und ihrem Mann gegenübertretend, sagte Umarra: „Man er-zählte mir, dass Ihr Euren alten Glauben abschwört“, und er erhobseine Hand, um ihren Mann, der zufällig auch sein Vetter war,ins Gesicht zu schlagen. Fatimara warf sich zwi­ chen Umarra und sihren Mann und Umars Schlag traf ihre Nase, die daraufhin zubluten begann. Der Schlag hatte Fatimara um so tapferer gemacht.„Ja, wir sind jetzt Muslime und werden es auch bleiben, was immer Duauch unternehmen magst!“Umarra war ein tapferer, wenn auch rauer Mann. Doch das durchseine Schuld blutende Gesicht seiner Schwester füllte ihn mitGewissensangst. Eine Veränderung ging in ihm vor. Er bat, dassman ihm die Blätter mit dem Qur-ân-Text zeige, die sie geradegelesen hatten. Fatimara weigerte sich, weil sie fürchtete, er wer-de sie zerreißen und fortwerfen.Umarra versprach, das nicht zu tun. Sie sagte ihm nun, dass er 56
  51. 51. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadnicht rein genug sei. Umarra sagte, dass er ein Bad nehmen wol-le. Gereinigt und abgekühlt nahm er die Blätter des Qur­-âns indie Hand. Sie enthielten einen Teil der Sura Taha. Und er las dieVerse: „Wahrlich Ich bin Allah; es gibt keinen Gott außer Mir. Diene Mir und verrichte Gebete zu Meinem Gedächtnis. Wahrlich, die Stunde wird kommen und Ich werde es zei- gen, dass jede Seele für ihre Bemühungen belohnt werden wird.“(20:15-16)Die Versicherung von Gottes Existenz, das klare Versprechen,dass der Islam bald wahre Verehrung Gottes anstelle des Götzen­dienstes in Mekka einführen werde - dieser und andere Gedan-ken bewegten Umarra. Er konnte sich nicht helfen: Glaube durch-zog sein Herz und er sagte: „Wie wunderbar, begeisternd!“Khabbabra kam aus seinem Versteck hervor und sagte: „Gott istmein Zeuge, gestern hörte ich den Propheten für den Übertritt vonUmar oder Amr Ibn Hisham beten. Dies ist der Erfolg seiner Gebete“.Umars Entschluss war gefasst und er fragte, wo er den Prophe-tensaw finden könne. Er machte sich sofort nach Dar Arqam auf,sein nacktes Schwert noch in seiner Hand haltend. Als er an dieTür klopfte, sahen die Begleiter des Prophetensaw durch die Spal-ten, dass es Umarra war. Sie fürchteten, dass er mit bösen Absich-ten komme. Doch der Prophetsaw sagte, „lasst ihn herein“. Umarratrat ein, sein Schwert immer noch in der Hand. „Was bringt Dichhierher?“, fragte der Prophetsaw. 57
  52. 52. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammad„Oh Prophet Gottes“, sagte Umarra, „ich bin gekommen, um Muslimzu werden“.„Allahu Akbar!“ („Allah ist der Größte!“), rief der Prophetsaw aus,„Allahu Akbar!“ die Begleiter und die Hügel um Mekka verviel-fachten ihren Ausruf. Die Neuigkeit breitete sich wie ein Lauffeu-er aus und von der Zeit an wurde Umarra, einst ein vielgefürchte-ter Verfolger der Muslime, wie die anderen selbst verfolgt.Doch Umarra war verwandelt. Er erfreute sich an seinem Leiden,wie er einst sich am Leiden anderer erfreut hatte. Er wurde zueiner der meistgequälten Personen Mekkas.Die Verfolgung verschärft sichDie Verfolgungen wurden immer schwerwiegender und un­erträglicher. Viele Muslime hatten Mekka schon verlassen. Die-jenigen, die zurückgeblieben waren, mussten mehr und mehrleiden. Doch die Muslime wichen keinen Schritt von dem Pfad,den sie gewählt hatten. Ihre Herzen waren stark wie eh und je,ihr Glaube unerschütterlich. Ihre Ergebenheit in den Einen Gottnahm nur noch zu, wie auch ihr Hass gegen die alten GötzenMekkas.Der Konflikt war ernsthafter als je zuvor geworden. Die Mek-kaner riefen zu einem weiteren großen Treffen auf. Auf diesemstimmten sie zu einem totalen Boykott der Muslime überein. DieMekkaner sollten keinen Kontakt mehr mit den Muslimen ha-ben. Sie sollten weder von ihnen etwas kaufen noch ihnen etwasverkaufen. Der Prophetsaw, seine Familie und eine Anzahl vonVerwandten, die, obwohl sie keine Muslime waren, zu ihm hiel-ten, waren gezwungen, Schutz an einem einsamen Ort, einemBesitz Abu Talibs, zu suchen. Ohne Geld, ohne Vorräte, hatte die 58
  53. 53. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadFamilie des Prophetensaw (und seine Verwandten) ungezählteHärten unter dieser Blockade zu erleiden. Drei Jahre lang warkein Nachlassen dieser Härten zu spüren.Endlich empörten sich fünf geachtete Mitglieder der Mekka­ er nüber diese Verhältnisse. Sie gingen zu der belagerten Familie undschlugen vor, den Boykott abzubrechen und die Familie zu be-freien. Abu Talib kam hervor und tadelte seine Landsleute. DieEmpörung der Fünf war schnell über ganz Mekka bekannt ge-worden; und ihr Mitgefühl ermöglichte den grausamen Boykottabzubrechen. Der Boykott war nun vorbei, doch seine Folgennicht mehr abzuändern: Nach nur wenigen Tagen starb HadhratKhadijara, die treue Gattin des Prophetensaw, und einen Monatspäter sein Onkel, Abu Talib.Die Hindernisse bei der Verkündung des Islam nachdem Ableben von Hadhrat Khadijara und Abu TalibDer Prophet hatte nun Hadhrat Khadijara, die Gefährtin und ih-ren Beistand, verloren und er und die Muslime die guten Diens-te Abu Talibs. Ihr Verscheiden bewirkte natürlich auch eineVerminde­ ung der allgemeinen Sympathie. rAbu Lahab, ein anderer Onkel des Prophetensaw, schien erst aufdessen Seite zu stehen. Der Schock über den Tod seines Brudersund Respekt für seine letzten Worte überwogen noch seine Ge-fühle. Doch die Mekkaner schafften es bald wieder, ihn zurückauf ihre Seite zu ziehen. Sie benutzten die gleichen Aufrufe. DerProphetsaw lehrte, dass das Nicht-Glauben an die Einheit Gottesein Vergehen war, das im Leben nach dem Tode seine Strafe fin-den wird, seine Lehre widersprach allem, was die Mekkaner vonihren Vorfahren übernommen hatten u. s. w.. 59
  54. 54. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten MuhammadAbu Lahab entschied sich, den Prophetensaw mit mehr Ent­schlusskraft als zuvor anzugreifen. Die Beziehung zwischenMuslimen und Mekkanern war nun in ein Spannungsverhältnisausgeartet. Der dreijährige Boykott hatte den Graben zwischenihnen vertieft. Versammlungen und Predigten wurden unmög-lich. Der Prophetsaw konnte die schlechte Behandlung und Verfol­gung dulden, solange er die Möglichkeit hatte, Menschen zutreffen und anzusprechen. Doch jetzt erschien es ihm, dass auchdies in Mekka unmöglich geworden war. Der Prophetsaw konn-te weder in einer Straße noch auf irgend­ inem Platz erscheinen. eMan bewarf ihm mit Schmutz und trieb ihn wieder nach Hause.Einmal kam er heim, den Kopf mit Staub überzogen. Seine Toch-ter fing an zu weinen, als sie den Staub abwusch. Der Prophetsawgebot ihr, nicht zu weinen, denn Gott sei mit ihm. Die schlechteBehandlung störte den Prophetensaw nicht, er sah es als Zeichenan, dass seine Botschaft die Leute erreichte. An einem Tag z. B.hatten die Mekkaner sich verabredet, ihn weder anzusprechennoch ihn in irgendeiner Weise zu belästigen. Der Prophetsaw kamenttäuscht heim, bis die versichernde Stimme seines Gottes ihnwieder zu seinen Leuten hinausschickte.Der Prophetsaw geht nach Ta´ifEs sah so aus, als ob in Mekka niemand mehr bereit war, ihmzuzuhören, und das machte ihn bedrückt. Er fand, dass er aufder Stelle trat. So entschloss er, sich woandershin zu wenden,um seine Botschaft zu verkünden. Er wählte Ta’if dafür aus, einekleine Stadt ungefähr 60 Meilen süd-östlich von Mekka gelegenund wegen ihrer Früchte und Landwirt­ chaft berühmt. sDes Propheten Entschluss war im Einklang mit der Tradi­ion saw t 60
  55. 55. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadaller vorangegangenen Propheten. Mosesas wandte sich sowohlan Pharao, als auch an die Israeliten und auch an Midian. Jesu-sas erschien in Galiläa, an Orten über dem Jordan, oder auch inJerusalem.Als der Prophet des Islamsaw somit sah, dass die Mekkaner ihnverfolgten, aber nicht hören wollten, wandte er sich an die Men-schen von Ta’if. Die polytheistischen Bräuche Ta’ifs standendenen von Mekka in nichts nach. Die Götzenbilder der Kaabawaren weder die einzigen noch die wichtigsten in Arabien. Einwichtiges Idol, Al-Lat, war in Ta’if zu finden, weswegen vieleAraber dorhin pilgerten. Die Bewohner Ta’ifs waren mit denenvon Mekka blutsver­ andt und viele Oasen zwischen Ta’if und wMekka gehörten den Mekkanern.Nach seiner Ankunft in Ta’if wurde der Prophetsaw von den Ober-häuptern aufgesucht, doch keiner schien an seiner Bot­ chaft in- steressiert zu sein. Die Gefolgsleute gehorchten ihren Führernund wiesen seine Lehre mit Verachtung zurück. Das war nichtungewöhnlich. Leute, die in weltliche Angelegenheiten verwi-ckelt sind, betrachten so eine Botschaft immer als so etwas wieeine Einmischung, sogar als Beleidigung. Da die Botschaft ohnesichtbare Macht, wie z. B. große Anhängerzahl oder Waffen, dar-gebracht wurde, fühlten sie, sie könnten sie einfach mit Verach-tung zurückweisen. Der Prophetsaw war davon nicht ausgenom-men. Berichte über ihn hatten Ta’if schon erreicht und jetzt kamer selbst, ohne Anhänger oder Waffen, ein einsamer Wanderer,nur von Zaidra begleitet.Für die Bürger war er ein Ärgernis, mit dem man jedoch bald fer-tig werden sollte, wenn auch nur, um die Oberhäupter zu impo-nieren. Sie schickten Vagabunden und Gassenjungen hinter ihmher, die ihn mit Steinen bewerfen sollten, bis er aus der Stadt hi- 61
  56. 56. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadnausgetrieben war. Zaidra wurde verwundet und der Prophetsawblutete stark. Doch die Verfolger ließen diese zwei Hilflosen erstin Ruhe, als sie sich mehrere Meilen ausserhalb Ta’ifs befanden.Der Prophetsaw war tief betrübt und niedergeschlagen, als ihmein Engel erschien und ihn fragte, ob er seine Verfolger vernich-tet sehen möchte. „Nein,“ sprach der Prophetsaw, „ich hoffe, dassdiesen Folterern Nachkommen geboren werden, die den Einen wahrenGott anbeten werden.“ (Bukhari, Kitab Bad’ Al-Khalq)Zurückgewiesen und erschöpft machte der Prophetsaw an einemWeinberg Rast, der zwei Mekkanern gehörte, die zufällig anwe-send waren. Sie gehörten zu seinen Verfolgern in Mekka, dochjetzt zeigten sie sich mitfühlend. War es, weil ein Bürger Mekkasvon den Bürgern Ta’ifs misshandelt worden war oder war plötz-lich ein Funke von Menschlich­ eit in ihren Herzen entzündet? kJedenfalls schickten sie dem Prophetensaw durch einen christli­chen Sklaven ein Tablett voll Trauben. Der Sklave hieß Addasund stammte aus Nineveh. Addas überreichte dem Prophetensawund seinem Begleiter das Tablett. Gedankenvoll sah er auf sieherab und wurde sehr verwundert, als er den Prophetensaw sagenhörte: „Im Namen Allahs, des Gnädigen, Allbarmherzigen.“Seine christlichen Gefühle wurden wach, und er wähnte sich inGegenwart eines hebräischen Propheten.Der Prophetsaw fragte ihn, woher er komme, und er sagte, „Ninev-eh“, worauf der Prophetsaw antwortete: „Jonas, Sohn des Amittai,der auch aus Nineveh kam, war ein Heiliger, ein Prophet wie ich.“Der Prophetsaw gab Addas auch seine eigene Botschaft. Addaswar entzückt und überzeugt. Mit Tränen in den Augen, umarm-te er den Prophetensaw und küsste ihm Kopf, Hände und Füße.Nach diesem Treffen wendete der Prophetsaw sich an Allah undbetete: 62
  57. 57. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammad „Allah, Ich breite meine Klage vor Dir aus. Ich bin schwach und ohne Mittel. Mein Volk verachtet mich. Du bist Herr der Schwachen und Armen und Du bist mein Herr! Wem willst Du mich preisgeben - Fremden, die mich herumsto- ßen oder dem Feind, der mich in meiner eigenen Stadt ver- folgt? Wenn Du nicht verärgert bist über mich, der Feind kümmert mich nicht. Deine Gnade erflehe ich. Ich nehme Zuflucht im Licht Deines Angesichts. Du bist es, der Dun- kelheit aus der Welt vertreiben und allen Frieden bringen kann, in dieser und in der nächsten Welt. Lass nicht Deinen Ärger und Deinen Zorn über mich kommen. Du bist nie erzürnt, außer Du bist bald danach zufrieden. Und es gibt keine Macht und keine Zu­ lucht außer Dir.“ (Sirat Ibn His- f ham und Tabari)Nach diesem Gebet machte er sich auf den Rückweg nach Mek-ka. Er unterbrach die Reise in Nakhla für ein paar Tage. Nachmekkanischer Tradition war er nicht mehr Bürger Mekkas: erhatte die Stadt verlassen, weil er sie als zu feindselig empfandund konnte sie nun nur noch mit der Erlaubnis der Mekkanerwieder betreten. So sandte er eine Botschaft zu Mut’im Bin ‘Adi,einem der Oberhäupter von Mekka, mit der Frage, ob die Mek-kaner ihm erlauben würden, zurückzukommen.Mut’im, obwohl feindseelig wie die anderen Feinde in Mekka,hatte ein edles Herz. Er rief seine Söhne und Ver­wandten zusam- 63
  58. 58. Die Lebensgeschichte des Heiligen Propheten Muhammadmen. Mit Waffen versehen, begaben sie sich zur Kaaba. Im Vorhofstehend, verkündete er, dass er dem Prophetensaw erlauben wür-de, heimzukehren. Der Prophetsaw kam zurück und umschritt dieKaaba. Mut’im, seine Söhne und Verwandten, die Schwerter ge-zogen, be­ leiteten den Prophetensaw dann zu seinem Haus. gDies war allerdings kein Schutz im traditionellen arabi­ chen Sin- sne, der dem Prophetensaw hier zugekommen war. Der Prophetsawhatte weiterhin zu leiden und Mut’im kümmerte sich nicht wei-ter um ihn. Mut’ims Handeln verstand sich nur als eine formaleBestätigung der Erlaubnis für den Prophetensaw, heimkehren zudürfen.Die Reise des Prophetensaw nach Ta’if hat selbst bei Gegnern desIslam Lob hervorgerufen. Sir William Muir schreibt in seiner Bio-graphie des Prophe­ ensaw (in Bezug auf die Reise nach Ta’if). t „Es ist etwas Erhabe­ es und Heldenhaftes in dieser Reise n Muhammads nach At-Ta’if; ein einsamer Mann, von sei- nen eigenen Leuten verachtet und zurückgewiesen, geht kühn im Namen Gottes wie Jonas nach Nineveh in eine abgöttische Stadt und fordert sie auf, zu bereuen und sei- ne Mission zu unterstützen. Es wirft ein starkes Licht auf die Intensität seines Glaubens in den göttlichen Ursprung seines Auftrags. (Life of Muhammad von Sir W. Muir, 1923 Ausgabe, pp. 112-113)In Mekka kehrten die alten Feindseligkeiten zurück. Seine Ge-burtsstadt wurde erneut zur Hölle für den Prophetensaw. Doch erließ nicht nach, seine Botschaft zu verkünden. Die Formel „Gottist einzig“ konnte langsam hier und da vernom­ en werden. Mit mLiebe und Hochachtung und gewissem Mitgefühl bestand derProphetsaw auf der Ausbreitung seiner Botschaft. Die Menschen 64

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