Normdaten - die Aggregatoren im Web

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Verlage bieten ihren Autoren eine Unterstützung bei der Aufnahme ihrer Veröffentlichungen in nationalen und internationalen Bibliothekskatalogen sowie dem Nachweis in Buchhandels- und Internetverzeichnissen. Der Vortrag zeigt auf, wie Verlage sicherstellen können, dass ihre Veröffentlichungsnachweise in der Fülle von Informationen des Internets tatsächlich eine hohe Sichtbarkeit erhalten und vor allem dem Autor sowie dem Verlag eindeutig zuordenbar sind. Hierfür gibt der Vortragende einen Exkurs in den Umgang mit Normdaten und verdeutlicht welche Möglichkeiten durch die Etablierung des Semantic Webs hinsichtlich einer verbesserten Datennachnutzbarkeit und –vernetzung erwachsen. Über das Wirken der Verlage hinaus, wird auch die Rolle von sozialen Netzwerken wie Wikipedia oder MusicBrainz für die Bereitstellung bzw. Nachnutzung von bibliografischen Daten und Normdaten innerhalb des semantischen Netzes diskutiert.

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Normdaten - die Aggregatoren im Web

  1. 1. Alexander Haffner Normdaten - die Aggregatoren im Web1
  2. 2. …and nobody else
  3. 3. Was können Sie für Ihren Kunden tun?
  4. 4. – Sichtbarkeit und Verkaufszahlen der Publikation im Internet erhöhen - Vertrieb in einer großen Zahl von Online-Shops - PR über Social-Media-Kanäle – Nachweis der eindeutigen Verfasserschaft - den Autor als „Web-Ressource“ etablieren - Einbinden der Veröffentlichungen in zur Web-Ressource gehörenden Publikationsliste5
  5. 5. Online-Shops7
  6. 6. The Power ofSocial Networks– Dan Brown hat über 2 Mio. „likes“
  7. 7. Wikipedia – Benutzer pflegen Informationen über Persönlichkeiten und Institutionen des öffentlichen Lebens – Lebensdaten strukturiert abgelegt und in Infoboxen dargestellt – Vollständiger Bibliographie- nachweis – Artikel sind mit Informations- nachweisen auf anderen Plattformen verlinkt9
  8. 8. Wikipedia10
  9. 9. 163 Nach- weise Verknüpfung mit Wikipedia11
  10. 10. MusicBrainz12
  11. 11. MusicBrainz13
  12. 12. MusicBrainz14
  13. 13. Das Web bietet die Infrastruktur für eine neue Qualität des Umgangs mit Information hinsichtlich Beschaffung wie auch Bereitstellung hohe Verfügbarkeit hohe Aktualität geringe Kosten Probleme des Web Fülle an Informationen ausgerichtet auf Menschen als Endnutzer Lokalisierung von Information problematisch heutige Suchmaschinen gut, aber stichwortbasiert wünschenswert: inhaltliche, semantische Suche15
  14. 14. Semantic Web Das Web für die Maschine Ziele: Strukturierung der Web-Informationen zur Erleichterung der automatisierten Auswertung durch die Maschine offene und weitverbreitete Standards zur Beschreibung von Informationen / Wissen Anbieterübergreifende Vernetzung von Wissen Methoden zur Gewinnung von weiteren Informationen aus existierenden Beschreibungen16
  15. 15. Semantic Web Das Web für die Maschine Grundprinzipien - Linked Data: 1. Benutzung von URIs, um Objekte zu identifizieren 2. Vergabe von HTTP-URIs, so dass Objekte nachgeschlagen werden können 3. Wenn eine URI nachgeschlagen wird, müssen zweckdienliche Informationen gemäß Semantic-Web-Standards bezogen werden können 4. Verknüpfung von Objektbeschreibungen mit anderen Objekten (Link zu deren URI)18
  16. 16. Linked Data und Semantic Web – Linked Data: - Kodierung und Verlinkung der Daten durch Resource Description Framework (RDF) - Subjekt-Prädikat-Objekt-Ausdrücke Prädikat Subjekt Objekt Property Resource Resource Property Resource Literal19
  17. 17. Ein einfaches Beispiel http://d-nb.info/971564396 http://purl.org/dc/elements/1.1/title http://purl.org/dc/elements/1.1/creator Illuminati Dan Brown <rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"> <rdf:Description rdf:about="http://d-nb.info/971564396"> <dc:title>Illuminati</dc:title> <dc:creator>Dan Brown</dc:creator> </rdf:Description> </rdf:RDF>20
  18. 18. Ein einfaches Beispiel http://d-nb.info/971564396 http://purl.org/dc/elements/1.1/title http://purl.org/dc/elements/1.1/creator Illuminati http://d-nb.info/gnd/124429548 <rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"> <rdf:Description rdf:about="http://d-nb.info/971564396"> <dc:title>Illuminati</dc:title> <dc:creator rdf:resource="http://d-nb.info/gnd/124429548 " /> </rdf:Description> </rdf:RDF>21
  19. 19. DBpedia22
  20. 20. Warum Normdaten? – normierte Sucheinstiege zu bibliografischen Einheiten - erhöhte Benutzerfreundlichkeit bei der Recherche in Bibliothekskatalogen – alles an einer Stelle - zentrale Datenverwaltung - einmalige Charakterisierung von Normdatenentitäten (Vorzugsbenennung, Verweisungsformen etc.) – kooperative Erstellung und Nutzung - Daten sind allen Bibliotheken zugänglich23
  21. 21. Ausgangssituation - Getrennte Normdateien – PND: Personennamendatei Personen der Formal- und Sacherschließung – GKD: Gemeinsame Körperschaftsdatei Körperschaften der Formalerschließung einschl. Gebietskörperschaften und Kongresse – SWD: Schlagwortnormdatei Schlagwörter - alle sekundär behandelten Entitäten einschl. Körperschaften, Geografika, Veranstaltungen, Werke, Schriftdenkmäler etc. – DMA-EST: Einheitssachtitel musikalischer Werke einschl. Expressionen24
  22. 22. Datensätze in Zahlen PND SWD 7 mio 600.000 9.3 mio GKD DMA-EST 1.6 mio 100.00025
  23. 23. Gemeinsame Normdatei (GND) – Beschreibung von Personen, Körperschaften, Kongressen, Geografika, Schlagwörtern und Werken – Integration der Normdateien (PND, GKD, SWD, DMA- EST) in objektorientierter Struktur - Entitätenbasierte Repräsentation - Aufhebung von Redundanzen - einheitliches Datenformat und Regelwerk - Bereinigung ungeeigneter Datenstrukturen - Möglichkeit der Eingabe von Originalschrift – Angleichung an internationale Standards - Austauschformat MARC 21 Authority - Berücksichtigung von RDA, FRBR und FRAD – Zukunftsfähig - Linked-Data-Repräsentation im Semantic Web - für automatische Verfahren geeignet26
  24. 24. Virtual International Authority File – Projektziel – Kostensenkung bibliothekarischer Normdaten bei gleichzeitiger Steigerung ihres Nutzens – verlinkte Daten im Web zugänglich machen – Abgleich und Verlinkung nationaler Normdateien – 22 Normdateien von 19 Einrichtungen – derzeit noch auf Personendaten beschränkt – Gemeinschaftsprojekt von Nationalbibliotheken, das von OCLC implementiert und gehosted wird27
  25. 25. Virtual International Authority File28
  26. 26. Portalansicht der DNB29
  27. 27. MissionORCID aims to solve the author/contributor name ambiguityproblem in scholarly communications by creating a centralregistry of unique identifiers for individual researchers and anopen and transparent linking mechanism between ORCID andother current author ID schemes. These identifiers and therelationships among them can be linked to the researcher’soutput to enhance the scientific discovery process and toimprove the efficiency of research funding and collaborationwithin the research community.
  28. 28. Participant Organizations
  29. 29. Was können Sie tun um Teil der Cloud zu werden?
  30. 30. Was können Sie tun um Teil der Cloud zu werden? …und noch wichtiger, was haben Sie davon?
  31. 31. Benefits der Cloud – Daten stehen weiteren Akteuren zur Nachnutzung bzw. gemeinsamen Pflege zur Verfügung – Lizenzfestlegung notwendig – Online-Shops können bibliografische Daten ohne Zutun des Verlages in ihr Angebot aufnehmen – Web 2.0 Plattformen können Inhalte in ihr Angebot aufnehmen – Sicherung der Korrektheit der Angaben seitens des Verlages – Sie nutzen Daten nach, die von Dritten bereits in der Cloud bereitgestellt wurden34
  32. 32. Was bedeutet das für Sie? – Erschließung bibliografischer Ressourcen mit Verknüpfung zu Normdaten – eindeutige Identifier für Verlag und Autoren/Mitwirkende – Aufbau eines semantischen Netzes – Anlegen bzw. Nachnutzen von Normdateneintragungen – Pool von Akteuren kollaborativ pflegen – Einbeziehung bereits existierender Normdatennachweise – Rollenangabe für Mitwirkende spezifizieren35
  33. 33. …Gegenwart und nahe Zukunft in der Deutschen Nationalbibliothek – kollaborative GND-Erschließung mit Bibliotheken und bibliotheksfremden Organisationen weiter verstärken – Workflows für regelmäßige maschinelle Abgleichverfahren zu Fremddaten etablieren – gezielte Einbeziehung von ausgewählten Fremddaten bei der Erschließung – semi-automatisch vs. voll-automatisch – Ausbau von Qualität und Quantität der GND- Datenbasis – freie Bereitstellung der Daten sowie der Verknüpfungen zu Fremdbeständen im Semantic Web36
  34. 34. Vielen Dank! discussion is welcome… Alexander Haffner Deutsche Nationalbibliothek Adickesallee 1, 60322 Frankfurt am Main Telefon: +49-69-1525-1766 Telefax: +49-69-1525-179937 a.haffner@dnb.de http://www.dnb.de

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