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Kurzantwort per Fax oder PostFAXNUMMER 089 / 26 82 79Zeitbild Verlag GmbHReichenbachstraße 180469 MünchenSchule:Vor- und N...
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Unterrichts- und Lernunterlagen zum Thema Copyright für Schulen. Ein Projekt von vibrio, Zeitbild Verlag und Microsoft Deutschland aus dem Jahr 2003 unter der Schirmherrschaft des Bundesbildungsministeriums. Siehe auch: http://www.vibrio.eu/referenzen/Referenz_MS_AntiPiracy_final.pdf.

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  1. 1. Linksammlung Vorwort DEN DINGEN AUF DEN GRUND GEGANGENCOPYRIGHTS IM DIGITALEN ZEITALTER www.microsoft.com/germany/ms/originalsoftware Rubrik Rechtslage; aktuelle FälleWichtige Internet-Adressen zu den einzelnen www.ifpi.deThemenbereichen: Rubrik News www.dhk.or.atWas ist Copyright? Deutsche Handelskammer in Österreichwww.urhg.de Rubrik News; Chefletter-Archiv; Auf in den Kampf gegen Produkt- Das Deutsche Urheberrechtsgesetz Piraterie vom 21.1.2003 (zum Thema EU-Richtlinienentwurf)www.microsoft.com/germany/copyright Microsoft Copyright Divisionwww.sharewareautor.de Links zum Thema Shareware und Freewarewww.ip-recht.de Praxis www.bsa.de Business Software Alliance Rubrik Kampf gegen Softwarepiraterie; Einkaufstipps im Internet Copyrights Liebe Lehrerinnen und Lehrer, die digitale Welt des Internets eröffnet für Schule und Bildung Informative Seite rund um Marken, Patente und Lizenzen www.ifpi.de völlig neue Wege, stellt sie aber auch vor viele neue Heraus- Rubrik Recht; Filesharing Systeme, sog. Musiktauschbörsen www.pages.ebay.de forderungen. Ohne großen Aufwand und technisches KönnenDas Urheberrecht wird eine fremde Hausarbeit in die eigene verwandelt. Mit ein Weltweiter Online-Marktplatzwww.urheberrecht.org Institut für Urheber- und Medienrecht Rubrik Hilfe; Regeln und Sicherheit paar Mausklicks werden Software, Musik oder Filme aus dem www.microsoft.com/germanywww.bitkom.org Rubrik Original Software; Produktidentifikation Netz geladen. Und das meist nicht aus kriminellen Motiven, Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und sondern aus Unwissenheit und „weil es ja ohnehin jeder http://members.ebay.de/aboutme/copyright01 Neue Medien e. V. Informationsseite von Microsoft auf eBay zum Schutz der macht”. Rubrik Presse; Pressemitteilung „Bundestag beschließt Gesetz zum Käufer vor Copyrightverletzungen bei Software Urheberrecht in der Informationsgesellschaft“ vom 14.4.2003 Rubrik Publikationen; Flyer zum Thema Urheberrechtliche Geräteabgaben Kulturgeschichte des Fälschens Hier ist Aufklärung durch die Lehrkräfte besonders dringend, www.turnitin.comwww.boersenverein.de Suchmaschine zum Finden von Plagiaten um Schülerinnen und Schüler nicht nur für neue Medien zu Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V. www.prints-world.com gewinnen, sondern sie auch für einen verantwortungsvollen Rubrik Recht und Steuern Rubrik FORUM-Auswahl; Artikel suchen; Dalíwww.cmmv.de und bewussten Umgang zu sensibilisieren. Es ist wichtig, www.sgipt.org/wisms/falsch/lili-f.htm Clearingstelle Multimedia für Verwertungsgesellschaften von Literatur und Linkliste zu Fälschungen in der Wissenschaft ihnen ein Rechtsbewusstsein gegenüber den komplexen Fra- Urheber- und Leistungsschutzrechten GmbH www.mpi-fg-koeln.mpg.de gen des Urheberrechts und Copyrights zu vermitteln. Schü-www.dmmv.de Max-Planck Institut für Gesellschaftsforschung Deutscher Multimedia Verband e. V. lerinnen und Schüler sollen einsehen, dass Raubkopieren Rubrik Publikationen; Working Papers; 99/4 Betrug in der Rubrik Positionen des dmmv; Stellungnahmen Wissenschaft – Randerscheinung oder wachsendes Problem Künstlern, Unternehmen und letztlich auch ihnen selbst scha-www.ifpi.de Tonträger-Verbände in Deutschland det. Wirtschaft Rubrik Recht www.bsa.de Rubrik Zahlen; GfK Brennerstudie Rubrik Kampf gegen Softwarepiraterie; aktuelle Studien Das Thema hat gerade jetzt einen aktuellen Bezug bekommen.www.privatkopie.net www.microsoft.com/germany/copyright Initiative für die Informationsfreiheit im digitalen Zeitalter Am 11. Juli 2003 wurde im Bundesrat das neue Urheberrecht Rubrik Rechtslage; Haftung von Unternehmenhttp://dip.bundestag.de/btd/15/008/1500837.pdf bei Unterlizenzierung verabschiedet. Mit der Novellierung des Gesetzes kommt Beschluss des Deutschen Bundestags zur Urheberrechtsnovelle v. Rubrik Software- und Lizenzmanagement Deutschland einer EU-Richtlinie nach, die eine Angleichung 9.4.2003 www.softwarespectrum.dehttp://dip.bundestag.de/btp/15/15041.pdf Weltweiter Software Service Anbieter; Software Management des Urheberrechts in den EU-Mitgliedsländern vorsieht. Protokoll der Bundestagssitzung zum Beschluss der für Unternehmen Urheberrechtsnovelle vom 11.4.2003 Mit diesem Gesetz wurde ein Konsens zwischen den In- PerspektivenDas Markenrecht www.bitkom.org teressen der Wissenschaft und der Kultur sowie den wissen-www.marken-recht.de Rubrik Publikationen; Wertschätzung und Wertschöpfung von schaftlichen Verlagen gefunden. Auch zukünftig darf ein Deutsches, Europäisches und Internationales Markenrecht Urheberrechten (TÜVIT-Studie zum Thema DRM) Lehrer in seiner Klasse für den Unterricht Kopien eines wis-www.markengesetz.de Das Deutsche Markengesetz www.pro-music.org Internationale Website mit Infos über legale Online Musikangebote und den Schutz von Copyrights im digitalen Zeitalter senschaftlichen Aufsatzes an die Schüler verteilen oder den- selben Aufsatz am Bildschirm zugänglich machen.Das Patentrecht www.microsoft.com/issueswww.dpma.de Rubrik Archive of Essays; 2001; Seeding lifelong learners Deutsches Patent- und Markenamt (Pilotprojekt Washington2Washington) Ich hoffe, dass diese Materialien zu einem gewissenhaftenwww.insti.de www.microsoft.com Deutschlands größtes Netzwerk für Erfindungen und Patentierung Umgang mit den neuen Medien beitragen werden und wün- Rubrik Windows; Windows Media Player; Windows Media DRM (Digital Rights Management) sche Ihnen viel Spaß damit im Unterricht!Die Fälscher www.popfile.de, www.apple.comwww.gvu.de Musik legal im Internet per DRM Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e. V. www.divxonline.de/filme, www.sightsound.com Ihre Edelgard Bulmahnwww.markenpiraterie-apm.de Filme legal im Internet per DRM Aktionskreis Dt. Wirtschaft gegen Produkt- u. Markenpiraterie e. V. www.threedegrees.comwww.plagiarius.com Internetplattform für Peer-to-Peer Aktion „Plagiarius“ gegen Produkt- und Markenfälschungenwww.zoll-d.de Spezielle Service-Links für Lehrerinnen und Lehrer: Bundeszollverwaltung www.infoball.de Rubrik Veröffentlichungen; Broschüren; Hier können Sie in über 600 Bibliotheks- und Spezialdatenbanken Gewerblicher Rechtsschutz, Jahresberichte kostenlos Fachliteratur zu fast allen Wissenschaften recherchieren BAUSTEINE Bundesministerin für Bildung und Forschungwww.bmi.bund.de und ggf. bestellen. FÜR EINEN ZEITNAHEN UNTERRICHT Bundesministerium des Innern www.schulen-ans-Netz.de Rubrik Publikationen; Innere Sicherheit; Lagebild Organisierte Der Verein unterstützt Lehrkräfte bei der Arbeit mit neuen Medien durch Kriminalität Online-Dienste wie Lehrer-Online und Arbeitsplattformen wie lo-net.
  2. 2. Übersicht Einsatzrahmen Anregungen für den handlungsorientierten Unterricht Die Kopiervorlagen sind keinesfalls als starre Vorgabe aufzufassen, die abzuarbeiten ist. Wir wollen es IhnenKOPIERVORLAGE THEMA TITEL als Lehrer ermöglichen, unter den zahlreichen Vorlagen diejenigen auszuwählen, die Ihnen für Ihre Klasse und Ihr konkretes Unterrichtsziel am besten geeignet erscheinen. Selbstverständlich können Sie die gewähl- Steigen Sie mit einem Brainstorming in das Thema „Copyrights“ ein. So können Sie Ihre Schüler dort abho-KV 1 Was ist Copyright? Tatort Schulhof – Geistiges Eigentum im digitalen Zeitalter ten Arbeitsaufträge beliebig erweitern. Die Vorlagen eignen sich für den Einsatz in unterschiedlichen Schul- len, wo sie stehen, und auf ihr heterogenes Wissen eingehen.KV 2 Was ist Copyright? Die Welt ohne Copyright arten, Jahrgangsstufen und Fächern.KV 3 Was ist Copyright? Schütze deine Ideen! Sensibilisieren Sie Ihre Schüler für die Brisanz des Themas. Organisieren Sie gemeinsam mit ihnen eineKV 4 Was ist Copyright? Shareware-Autor – Umsonst arbeiten? Ausgewählte Beispiele hierzu: Podiumsdiskussion, zu der Sie z. B. Vertreter eines Marken- oder Softwareherstellers, Kriminalpolizisten,KV 5 Das Urheberrecht Mediengeschichte ist Copyright-Geschichte Juristen einladen, die die Schüler nach Lust und Laune löchern können.KV 6 Das Urheberrecht Urheberrecht ist Eigentum Die Kopiervorlagen 2 „Die Welt ohne Copyright“ und 26 „Die Zukunft: Digital Rights Management“ können zum Thema „Datenschutz und Datensicherheit“ im Rahmen der Fächer „Datenverarbeitung“ bzw.KV 7 Das Urheberrecht Das neue deutsche Urheberrecht im Meinungsstreit Geben Sie den Schülern die Möglichkeit, in verschiedenen Medien zu recherchieren. Bei diesem Thema bie- „Informationstechnische Grundbildung“ (je nach Schulart) eingesetzt werden.KV 8 Das Markenrecht Tempo oder Kleenex? Wie eine Marke entsteht tet sich insbesondere das Internet an – vielleicht gemeinsam im Computerraum der Schule? Die ErgebnisseKV 9 Das Patentrecht Patente gefragt! können dann zum Beispiel im Stationentraining an Infotischen oder als Power-Point vor der Klasse präsen- Kopiervorlage 7 „Das neue Deutsche Urheberrecht“ kann sowohl im Deutschunterricht als auch im FachKV 10 Die Fälscher Von Marken- und Produktfälschern tiert werden. Sozialkunde (Themenbereiche „Interessengruppen“, „Wie entsteht ein Bundesgesetz“ oder bei der Be-KV 1 1 Die Fälscher Was lacostet die Welt? Spielt doch keine Rolex! handlung der Verfassungsorgane und ihrer Aufgaben) herangezogen werden. Im Unterricht an kaufmän- Gestalten Sie mit Ihren Schülern einen Infotag zum Thema „Copyrights“. Die Schüler können etwa eineKV 12 Die Fälscher Raubkopien kommen teuer! nischen Berufsschulen und Fachoberschulen kann die Kopiervorlage im Rechtskundeunterricht Verwendung Infowand vorbereiten, Infobroschüren entwickeln, Fragen von Schülern aus anderen Klassen beantworten.KV 13 Die Fälscher Copyrights im Fadenkreuz der organisierten Kriminalität finden. Vielleicht entsteht sogar eine Experten-Schüler-Gruppe, die von anderen Klassen befragt werden kann.KV 14 Praxis Das Internet als Netz der Raubkopierer - AuktionenKV 15 Praxis Das Internet als Netz der Raubkopierer -„Tauschbörsen“ Die jeweiligen Kopiervorlagen 18 bis 22 des Themenbereichs „Kulturgeschichte des Fälschens“ eignen sich Verfolgen Sie das Tagesgeschehen. Die Medien berichten beinahe täglich über Themen wie Raubkopieren,KV 16 Praxis Was darf ich kopieren bei Musik und Software? zur Verwendung im Kunst-, Deutsch- und Sozialkundeunterricht (z. B. Themenbereich „Normen und Werte“) neues Urheberrecht usw. Gehen Sie zusätzlich von den Erfahrungen Ihrer Schüler aus. Fast jeder hat bereitsKV 17 Praxis Wie kann ich mich vor illegaler Software schützen? aber natürlich auch für die Fächer Ethik und Religionslehre bei den entsprechenden Lehrplanzielen sowie im Urlaub gefälschte Produkte gekauft oder aus dem Internet Musik oder Filme heruntergeladen. als Einstieg im Geschichtsunterricht.KV 18 Kulturgeschichte des Fälschens Original und Fälschung in der MalereiKV 19 Kulturgeschichte des Fälschens Original und Fälschung in der Literatur „Copyrights in Bildern“: Als Ergebnis eines Projekttages oder als Abschluss des Unterrichtsprojektes kön- Die Kopiervorlagen ermöglichen einen lebendigen, handlungsorientierten Umgang mit dem komplexenKV 20 Kulturgeschichte des Fälschens Original und Fälschung in der Wissenschaft nen die Schüler beispielsweise eine Collage zum Thema gestalten. Thema „Copyrights“.KV 21 Kulturgeschichte des Fälschens Original und Fälschung in der GeschichteKV 22 Kulturgeschichte des Fälschens Original und Fälschung im Journalismus Legen Sie – neben der wichtigen fachlichen Komponente – auch einen Schwerpunkt auf affektive Lernziele Die meisten Schüler behalten (Betroffenheit, Entwicklung eines Unrechtsbewusstseins etc.). Nicht bloßes Faktenwissen ist vorrangig, son-KV 23 Wirtschaft Copyright-Delikte schaden der Volkswirtschaft 10 % von dem, was sie lesen, dern eine Verhaltensänderung.KV 24 Wirtschaft Copyright-Delikte schaden den Unternehmen 20 % von dem, was sie hören,KV 25 Wirtschaft Copyright-Delikte schaden den Start-ups 30 % von dem, was sie sehen, Berücksichtigen Sie die ethische Komponente. Diskutieren Sie mit Ihren Schülern im Zusammenhang mitKV 26 Perspektiven Die Zukunft: Digital Rights Management 70 % von dem, was sie sagen und Copyrights Fragen von Recht und Unrecht, Egoismus und Altruismus etc.KV 27 Perspektiven Was ist Peer-to-Peer? 90 % von dem, was sie selbst tun.KV 28 Perspektiven Copyright oder Copyleft – Protected oder Open Source Software Neben der fachlichen Qualifikation und dem Umgang mit neuen Medien steht deshalb die Schüleraktivität imKV 29 Kreuzworträtsel Bist du fit in Sachen Copyright? Mittelpunkt.KV 30/31 Glossar Glossar Haben Ihre Kolleginnen oder Kollegen Interesse an einer Ausgabe von RERUM „Copyrights im digitalen Zeitalter“? Sämtliche Materialien stehen zum Downloaden bereit unter:HINTERGRUNDINFORMATION: JUGEND UND COPYRIGHT LERNZIELE„Vor allem unter Schülern und Studenten hat sich eine weit verbreitete Kopierkultur entwickelt. Raubkopieren gilt als cool, das www.zeitbild.de oderabendliche Brennen von Daten- und Musik-CDs ist Alltag. Auf Netzwerk-Partys (…) werden regelmäßig Wettbewerbe ausgerichtet.Wer es am schnellsten schafft, einen bestimmten Hollywoodfilm aus dem Internet herunterzuladen, hat gewonnen. ‚Da sitzen vier-, Die Schüler sollen www.microsoft.com/germany/rerumcopyrightsfünfhundert Leute und haben ihre Rechner mitgebracht, und keiner hat auch nur ein legales Programm auf dem Rechner.´“So zitiert die Illustrierte STERN in ihrer Ausgabe 7/2002 einen Schüler. Die Statistik bestätigt die Problematik: die rechtlichen Grundlagen zum Thema Copyright kennen den Zusammenhang zwischen technologischer Entwicklung und der Entstehung von neuemENTWICKLUNG DER HAUSHALTSAUSSTATTUNG ENTWICKLUNG DER BRENNER-REICHWEITEMIT CD-BRENNERN Basis: Haushalte in % am Ende des Jahres Frage: Wurden im Jahr 2002 CD-Rohlinge mit Inhalten bespielt (gebrannt)? Regelungsbedarf (z. B. Urheberrecht) erkennen und erläutern können Impressum 1998 1999 2000 2001 2002 2003* 2004* 2005* 41,0% April 2001 die Relevanz des Themas für unterschiedliche Bereiche der Wirtschaft (Volkswirtschaft, Herausgeber: 24,8% 38,0% Gesamt 30,0% 40,2% Februar 2002 Betriebswirtschaft, Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsmarkt etc.) verstehen Zeitbild Verlag GmbH Februar 2003 Redaktion München 34,0% 29,1% Männer 33,4% wichtige methodische Kompetenzen erwerben (Methoden der Informationsbeschaffung, Zeitplanung, Reichenbachstraße 1 Basis: 63,2 Mio. private Deutsche ab 10 Jahre 43,7% 29,0% 20,8% 80469 München Frauen 26,8% 36,8% Präsentation etc.) 37,5% Redaktion: 10–19 Jahre 42,8% lernen, Sachverhalte aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und differenziert zu argumentieren B. Kuffer, N. Woischnik; beide Zeitbild Verlag 20,0% 58,9% 44,9% Pädagogische Beratung: OStR S. Huber-Jilg, 20–29 Jahre 55,4% 66,5% OStR E. Jilg, beide Diplom-Handelslehrer 35,8% zwischen Recht und Unrecht unterscheiden können und ein Bewusstsein für die Notwendigkeit 11,0% 30–39 Jahre 41,8% vibrio; Kommunikationsmanagement 58,7% moralischen Verhaltens erwerben Dr. M. Kausch GmbH 26,2% 40–49 Jahre 32,9% Diese Ausgabe entstand in Zusammenarbeit *Prognose 4,5% 46,2% 2,0% 50 Jahre 7,8% 10,7% eigenes Fehlverhalten erkennen und die Bereitschaft entwickeln, es zu korrigieren mit der Microsoft Copyright Division in und älter 16,6% Deutschland. Quelle: FFA auf Grundlage der GFK-Sonderbefragung Quelle: FFA auf Grundlage der GFK-Sonderbefragung Druck: PPS, DetmoldEs ist deshalb von besonderer Wichtigkeit, Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein für geistiges Eigentum zu vermitteln.
  3. 3. Kurzantwort per Fax oder PostFAXNUMMER 089 / 26 82 79Zeitbild Verlag GmbHReichenbachstraße 180469 MünchenSchule:Vor- und Nachname: (bitte in Druckschrift)Straße:PLZ/Ort:Unterrichtsfächer:E-Mail:Liebe Kolleginnen und Kollegen,Ihre Meinung zum RERUM „Copyrights“ ist für unsere weitere Arbeit sehr wichtig.Vorab herzlichen Dank für Ihre Mitarbeit! Unter allen Einsendern verlost* ) der Zeitbild Verlagzehn Microsoft Office XP Professional.1. Werden Sie die vorliegende RERUM-Ausgabe verwenden? ja, sicher ja, wahrscheinlich nein, wahrscheinlich nicht nein, bestimmt nichtBegründung: ________________________________________________________________________2. Wenn Ihre Antwort „ja“ lautet, wie oft planen Sie, das RERUM einzusetzen? einmal zwei- bis dreimal vier- bis fünfmal mehr als sechsmalBegründung: ________________________________________________________________________3. Wenn Ihre Anwort „nein“ lautet, was machen Sie mit dem RERUM? an bestimmte KollegInnen weitergeben im Lehrerzimmer auslegen für mich persönlich archivierenSonstiges: ________________________________________________________________________4. Ist das Thema „Copyrights“ Ihrer Ansicht nach ein Thema, das Jugendliche interessiert? ja, ich bin mir sicher ja, ich denke schon nein, wahrscheinlich nicht nein, bestimmt nichtBegründung:________________________________________________________________________5. Das RERUM „Copyrights“ eignet sich als Unterrichtsmaterial: sehr gut gut weniger gutBegründung / Anregungen:_______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________*) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  4. 4. Geistiges Was ist Copyright? Tatort Schulhof: Eigentum im digitalen ZeitalterMARKUS [Schüler, 18]Illegal Kopieren schadet doch keinem Armen, sondern nur irgend-welchen reichen Unternehmen. Das ist wie bei der Schwarzarbeit,das schädigt auch keinen, nur den Staat. STEFAN KLINGER [Programmierer, 32] Wenn du ein Haus baust, dann gehört es dir. Natürlich kannst du es auch vermieten. Aber stell dir vor, eines Tages behauptet der Mieter deines Hauses: „Ab jetzt gehört das Haus mir!“ Das würdest du doch sicherlich als ziemlich ungerecht empfinden. Genauso geht es dem Entwickler eines TO DO Computerprogramms, das plötzlich jedermann frei kopiert. Dabei hat er viel Arbeit investiert und muss vom Programmieren leben. Auch Com- puterprogramme sind geistiges Eigentum.LEONIE [Schülerin, 14]Natürlich kopiere ich! Weißt du, was Musik-CDs heute kosten?Und Software erst! Da würde mein Taschengeld niemals rei-chen. Außerdem kopiert doch sowieso jeder schwarz! BILDET VIER GRUPPEN: Jugendliche, Arbeitnehmer, RUPERT BECK [Staatsanwalt, 58] geschädigtes Unternehmen, Staatsanwalt. Wenn jemand Hardware klaut, dann gilt das als Überlegt euch weitere Verbrechen. Wenn aber jemand Software klaut, Argumente, um euren Stand- punkt zu begründen. Versucht dann soll das ein „Kavaliersdelikt“ sein? in einer kurzen Diskussion vor der Klasse, die anderen von eurer Position zu überzeugen.PROGRAMMIEREN ist, wie das Komponieren von Musik, kreative geistige Arbeit. Komponierte Lieder kannjeder nachspielen, programmierte Software kann technisch beliebig kopiert werden. Deshalb gibt es fürComputerprogramme wie für Musik ein Copyright. Der Programmierer oder der Komponist kann entscheiden,wer sein Werk wie und wann benutzen darf. Ein Software-Entwickler hat hier verschiedene Möglichkeiten. Erkann die Nutzung seiner Software freigeben, wie dasbei Freeware der Fall ist. Er kann alle Details seinerProgrammierung offen legen, damit andere seinProgramm weiterentwickeln können, wie bei OpenSource Software. Schließlich kann er die Softwareaber auch gegen Lizenz allen Interessenten zurVerfügung stellen, die Details seiner Programmeaber für sich behalten. Die Lizenzeinnahmen sinddann sein Verdienst. Für dieses Modell hat sich 1Microsoft entschieden. Mit den Einnahmenfinanzieren wir unter anderem dieWeiterentwicklung von Software.Jürgen Gallmann [Vorsitzenderder Geschäftsführung der MicrosoftDeutschland GmbH, 41]
  5. 5. Was ist Copyright? Die Welt ohne Copyright Was wäre eigentlich, wenn es kein Copyright gäbe? Jeder dürfte alles kopieren, tauschen und verbreiten. Niemand müsste Lizenzgebühren oder Geräteabgaben bezahlen! Aber ist das wirk- lich eine wünschenswerte Zukunft? Mit der Digitalkamera unterm Mantel versteckt, schleichen sich Raubkopierer in die Kinos. Der gesamte Streifen wird abgefilmt und im Netz oder auf dem Schwarzmarkt zu Billigstpreisen vertrieben. Lange vor dem Kinostart in Deutschland kann man sich so große Filme wie Matrix – TO DO Reloaded zu Hause auf DVD oder CD ansehen. Hört sich doch erst mal gut an! Aber wer bezahlt in Zukunft Schauspieler, Regisseure, Kostümbildner, Maskenbildner, Ausstatter oder Kinobetreiber, wenn die Kinokassen leer bleiben? Den Videotheken könnte das Aus drohen. Und auch das DVD-Geschäft der Filmindustrie leidet unter Raubkopierern. Besonders die Musikbranche ist angeschlagen. Aber sie wehrt sich bereits: Raffiniertere Systeme werden ausgeklügelt, die ein Vervielfältigen verhindern sollen. Leidtragende sind ehrliche Konsumenten: Gekaufte CDs funktionieren nicht mehr auf den Wie sieht die Welt ohne Copyright in zehn Jahren aus? modernen MP-3-Playern oder im Auto-CD-Player. Die komplizierten Datenkombinationen verwirren den digitalen Mediaplayer. ENTWERFT mehrere denkbare Szenarien in Bezug auf die Musik-, Film- und die IT-Branche! Auch gedankenloses Kopieren von Software schadet vielen. Das Geld aus dem Verkauf von Software fließt nicht nur in die Kassen von Unternehmern und Programmie- INHALTE BESPIELTER RAUBKOPIEN AUF CD 1) rern, sondern wird vor allem in MUSIK die Weiterentwicklung von Pro- grammen investiert. SONSTIGE INHALTE 1,9 50,2 Der Investitionsumfang in das ANWENDER-SOFTWARE 5,4 Programm Windows XP zum FOTOS/VIDEOS 6,2 Beispiel, mit heute ungefähr 200 Millionen Programmzeilen, er- höht sich durch die laufende 2PC/KONSOLENSPIELE 10,4 Fortentwicklung jedes Jahr um 14,3 rund 30 Prozent. Allein für das 11,6 Programm Windows beschäftigt SPIELFILM/KINOFILM Microsoft weltweit 8.500 Ent- DATEN wickler sowie insgesamt 620 Mitarbeiter für Grundlagenfor- 1) Angaben in Prozent/2002 (Basis 515 Millionen Stück) Quelle: FFA 2003 schung.
  6. 6. TO DO Durch welche gewerb- lichen Schutzrechte sind folgende Schutzrechte für Produkte Dinge geschützt? BEGRÜNDE! · der neueste Macintosh- Computer · Gene, Diagnose- verfahren für Krebs BEREICH TECHNIK BEREICH DESIGN · Mercedesstern · aktuelle Kollektion von Dior · „Die Copyrighter“ – der neue Bestseller aus Gebrauchs- Geschmacks- Wettbewerbs- den Staaten Patent Marke Urheberrecht muster muster recht Schütze• Was kann geschützt erfinderische erfinderischer Schritt ästhetische geschäftliches persönliche geistige alle Produkte/Leistungen werden? Tätigkeit Schöpfung Zeichen Schöpfung z. B. bei Nachahmung und Rufausbeutung• Wodurch zeichnet sich das Neuheit Neuheit Neuheit Unterscheidungskraft besondere keine besonderen geschützte Produkt aus? von Konkurrenzange- Gestaltungshöhe Kennzeichen boten• Welche Bedingung für das gewerbliche gewerbliche gewerbliches Muster Kennzeichnung von Schutz bei keine besonderen Schutzrecht gibt es? Anwendbarkeit Anwendbarkeit oder Modell Waren oder Veröffentlichung des Bedingungen Dienstleistungen Werkes, bloße Idee genügt nicht• Besteht eine Anmeldung beim DPMA Anmeldung beim DPMA Anmeldung beim DPMA Anmeldung beim DPMA keine Anmeldung keine Anmeldung Anmeldepflicht? (Deutsches Patent- Benutzung mit notwendig notwendig und Markenamt) Verkehrsgeltung• Wie lange gilt das maximal 20 Jahre drei Jahre, nach drei Jahre, nach unbefristet bis 70 Jahre nach Schutzdauer auch nach Schutzrecht? Verlängerung maximal Verlängerung verlängerbar dem Tod des Ablauf anderer 10 Jahre maximal 20 Jahre Urhebers Schutzrechte• Wo ist das Schutzrecht Patentgesetz Gebrauchsmuster- Geschmacksmuster- Markengesetz Urheberrechtsgesetz Gesetz gegen den un- gesetzlich fixiert? gesetz gesetz lauteren Wettbewerb deine Ideen!• Beispiele ABS, ein bestimmtes Klappstuhl Layout oder Design die springende Bücher, Bilder, Rolex gewinnt Prozess chemisches Verfahren eines Gegenstandes Raubkatze von Photos, Musik, gg. Tchibo wg. sklavi- PUMA Software scher Nachahmung von Rolex-Uhren (BGH GRUR 1985, S. 876) 3 Was ist Copyright?
  7. 7. Was ist Copyright? Shareware-Autor – Umsonst arbeiten?Seine Karriere startet er mit elf Jahren. Da programmiert er ein Rechenprogramm, das er für einpaar Groschen an Mitschüler verkauft. Die Einnahmen steckt er sofort in neue Hardware. Mit 23Jahren ist er scheinbar am Ziel seiner Träume: Sein erstes Programm erscheint auf dem amerika-nischen Markt und verkauft sich glänzend.Nein – die Rede ist nicht von Bill Gates, sondern von Andreas Pizsa aus Österreich. Sein Programm„Look Mom, no Hands“ wurde sogar von Apple-Mitbegründer Steve Wozniak registriert. Es dient dervereinfachten Dateneingabe in Macintosh-Computer mittels einer Zweitasten-Maus. Das Programmwird über ftp-Server vertrieben, das heißt jeder kann es sich aus dem Internet laden. Es istShareware. In nur sechs Wochen wurde das Programm 25.000Mal downgeloaded – allerdings nur 1.700 Mal für jeweilsneun US-Dollar registriert.Diese Zahlen sprechen für sich: Die Registriermoral derUser ist gering. Die amerikanische Vereinigung derShareware-Autoren schätzt, dass nur drei bis fünfProzent der Anwender auch die Registriergebühr TO DO bezahlen. In nur sechs Wochen wurde Andreas Pizsa um 300.000 US-Dollar „betrogen“. Im deutsch- sprachigen Raum scheint es noch schlimmer zu sein. Hier gehen Shareware-Au- FINDE sowohl Argumente für die Meinung des Staatsanwaltes toren von nur ein bis zwei Pro- Pfisterer, dass die Verbreitung eine strafbare Handlung ist, als zent ehrlicher Anwender aus. Pro- auch für die Position der Firmablematisch ist, dass es in den USA und Europa unterschiedliche recht- Nullcom, dass die Verbreitung legal ist, da niemand geschädigtliche Regelungen zu Copyright gibt. In den USA ist es z. B. durchaus wurde. DISKUTIERE!möglich, dass jemand anderes als der Autor ein Freeware-Programmals sein eigenes ausgibt und verkauft, ohne eine strafbare Handlung zubegehen. In Deutschland würde dies eindeutig dem Urheberrecht widersprechen.Der Informatiker Robert Gehring erläutert das Dilemma, das daraus entstehen kann, anhand einesfiktiven Fallbeispiels im Rahmen seiner Studienarbeit an der TU Berlin:Staatsanwalt Pfisterer liest eines Morgens in der Zeitung:Eine Landesregierung in Süddeutschland hat ben worden. Aber wer ist der Urheber dieses raufhin Nullcom begonnen hatte, WindoX-96 4beschlossen, Behörden und staatliche Institutionen Programms? Ein Programmierer B. Smith aus zusammen mit den von ihr zusammengeschraub-zu vernetzen. Der Großauftrag geht an die deut- Kalifornien hat es vor ein paar Jahren geschrieben ten PC-Clones in großen Stückzahlen unter eige-sche Firma Nullcom. Mit viel Rabatt sind 10.000 und beschlossen, es als Freeware im Internet ver- nem Namen zu vertreiben.PCs mit dem Betriebssystem WindoX-96 erwor- fügbar zu machen. Die Resonanz war groß, wo-Herr Pfisterer beginnt zu ermitteln: Nullcom behauptet, nichts Illegales getan zu haben, da der Autor in den USA auf seinCopyright verzichtet. Pfisterer hält dagegen, dass B. Smith nach deutschem Recht sehr wohl der Urheber sei und Nullcomgegen das deutsche Urheberrecht verstoße. Ein schwieriger, kaum lösbarer Fall! Mehr dazu unterhttp://archiv.tu-chemnitz.de/pub/1997/0048/freeware.html
  8. 8. Das Urheberrecht Mediengeschichte ist Copyright-GeschichteDie Geschichte der Medien ist auch die Geschichte ihrer technischen Reproduzierbarkeit. Unddeshalb ist die Geschichte der Medien zugleich eine Geschichte um den Schutz des Copy-rights von Künstlern und Kreativen. Urheberrecht entsteht mit der Entwicklung des Buch-drucks Mitte des 15. Jahrhunderts. Gutenbergs Erfindung ermöglicht erstmals die Verviel-fältigung von Ergebnissen geistiger Arbeit. Jede neue Medientechnologie perfektioniert, be-schleunigt und verbilligt seitdem diese Reproduktion.Erste Schallplatte Erste LP Erste Musikkassette BVG-Urteil zu Geräteabgaben und Gründung erlaubte Privatkopien der GEMA Digitalzeitalter Erster Kopierer Urheberrechts- gesetz in Kraft 1974 1982 1992 1996 1997 2002 2003 1877 1903 1931 1959 1963 1965 1971 Analogzeitalter Erste DVD Breitband- Erste Musik-CD Internet Erste CD-RW Erster PC Erste CD-Rom MP3 Novelle zum UrheberrechtDer Vorläufer der heutigen GEMA wird bereits 1903 als Reaktion auf die Erfindung von TO DORadio und Schallplatte gegründet. Die GEMA kassiert von Rundfunkanstalten undSchallplattenproduzenten Gebühren und reicht die Gelder an Künstler weiter.Mit der Erfindung des Kopierers und der Musikkassette (siehe Grafik) wird eserstmals möglich, Druckwerke und Musikaufnahmen einfach und preiswert zukopieren. Als Reaktion auf die Vielzahl von Privatkopien fordert die GEMAAbgaben auf Kopiergeräte, Leerkassetten und Kassetten-rekorder. Die Rechtmäßigkeit dieser „Geräteabgaben“ wird1971 vom Bundesverfassungsgericht bestätigt: Dritte dürfen ENTWERFT ein originellesdieses Eigentum nur mit der Genehmigung des Rechte- Plakat zum Thema „Mediengeschichte istinhabers nutzen. Da die Anfertigung privater Musikkopien Copyright-Geschichte“.kaum zu überprüfen ist, sollen Geräteabgaben einen In- ORIENTIERT euch an derteressensausgleich zwischen Autoren und Nutzern herstellen. Zeitachse und erweitert die Mediengeschichte um zu- sätzliche Daten und Fakten!Mitte der 70er Jahre wird in den USA der PC entwickelt. Einneuer Aspekt des Themas Copyright tut sich auf: Von derersten Standardsoftware Microsoft Basic sind schon nach kurzer Zeit Kopien im Umlauf. BillGates, der Gründer von Microsoft und Entwickler von Basic, verbietet jedoch inLizenzverträgen seines Programms jedes von ihm nicht autorisierte Kopieren. AmerikanischeGerichte bestätigen 1977 die Rechtmäßigkeit dieser Lizenzregeln. Denn da Software schonimmer nur digital und damit in mit dem Original vergleichbarer Qualität vorliegt, sind fürSoftwareprogramme andere Regeln notwendig.Mit der Erfindung der wiederbespielbaren CD-R und CD-RW in den neunziger Jahren und der 5Durchsetzung digitaler Standards wie MP3 im Internet wird das perfekte Kopieren auch vonMusik möglich. Breitband-Internet und wiederbespielbare DVDs perfektionieren das Kopierenvon Filmen. Musikdateien lassen sich heute in 45 Sekunden und Kinofilme in weniger als zweiStunden aus dem Internet ziehen. Neue Kompressionsverfahren werden diese Zeiten weiterverkürzen. Das Internet wird zum vollwertigen Unterhaltungsmedium für jedermann. Deshalbtaugen Geräteabgaben immer weniger als Mittel zum Interessensausgleich zwischen Autorenund Industrie auf der einen und Konsumenten auf der anderen Seite. Die Zukunft desSchutzes von Copyrights liegt deshalb im digitalen Rechtemanagement.
  9. 9. Das Urheberrecht Urheberrecht ist EigentumDas Urheberrecht schützt den Urheber in seiner Beziehung zum Werk und bei dessen Nutzung – so sagtdas Gesetz. Allein der Urheber hat das Recht zum Vervielfältigen, Übersetzen, Ändern, Vertreiben oderAusstellen seines Produktes. Dritte dürfen dieses Werk grundsätzlich nur mit der ausdrücklichenGenehmigung des Rechteinhabers nutzen. Urheberrecht ist Eigentum. Gemäß dem Prinzip „Eigentumverpflichtet“ soll sein Gebrauch aber auch dem Wohle der Allgemeinheit dienen.Aber nicht jede gestalterische Leistung fällt unter den Urheberrechtsschutz. Es muss sich um eine eige-ne geistige Schöpfung handeln, in der persönliche Züge des Urhebers zum Ausdruck kommen. Das kön-nen Sprach-, Bild-, Film- oder Sammelwerke, Computerprogramme, Musik oder Darstellungen wissen-schaftlicher oder technischer Art sein.Eine gewerbliche Nutzung muss in der Regel vom Urheber oder von einer von ihm beauftragtenVerwertungsgesellschaft genehmigt werden. Das ist beispielsweise für Sprachwerke die VG WORT, fürBildwerke die VG BILD-KUNST und für Musikwerke die GEMA. TO DO1971 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass einzelne Vervielfältigungen von Musik-aufnahmen in geringerem Umfang für den privaten Gebrauch erstellt werden dürfen. Deshalb sorgenseitdem Verwertungsgesellschaften dafür, dass Künstler durch eine Entschädigung überGeräteabgaben auch für private Kopien honoriert werden. Beim Kauf einer Musik-CD z. B.zahlt der Käufer zirka zehn Prozent an die GEMA, die das Geld an Musiker und Komponistenausschüttet. Diese Abgaben dienen aber lediglich als Kompensation für diegesetzlich erlaubten Privatkopien und nicht als Entschädigung für illegaleKopien. RECHERCHIERT im Internet, welche Aufgaben die VG Wort MUSIKRAUB UND MUSIKKAUF und VG Bild-Kunst übernehmen. Inwieweit profitiert der jeweili- 191 ge Künstler oder Autor davon? 2000 133 Gibt es noch weitere VGs, z. B. 172 für Film- und Fernsehwerke? 2001 182 Folgende Links helfen bei der 166 Recherche: www.vgwort.de, 2002 259 www.bildkunst.de, www.urhe- gekaufte berrecht.org, www.cmmv.de. Quelle: Phonoverband selbstgebrannte CDs in Deutschland in Mio.Durch die Errungenschaften der Medientechnologie ändert sich die Lage: Limitierten damals nochQualitätseinbußen die Anzahl privater Kopien, so erlaubt die digitale Technik jetzt uneingeschränktes undzum Original völlig gleichwertiges Vervielfältigen. Geräteabgaben können jetzt Künstler nicht mehr aus-reichend entschädigen, die Effizienz von Verwertungsgesellschaften nimmt ab.Allerdings lag Software im Gegensatz zu Musik von Anfang an ausschließlich in digitaler Form vor, verlust-freie Kopien waren hier jederzeit möglich. Daher ist bei Software die Erstellung einer Privatkopie grund-sätzlich verboten. Bei Software ist daher auch keine Verwertungsgesellschaft erforderlich. Vielmehr über- 6trägt der Urheber über einen Lizenzvertrag Nutzungsrechte auf den Anwender. Soweit dieser nicht aus-drücklich etwas anderes vorsieht, gilt das Prinzip „eine Anwendung – eine Lizenz“. Das heißt, es muss fürjeden PC, auf dem das Programm installiert wird, eine eigene Lizenz erworben werden.CDs, CD-Brenner und das Internet stehen dafür, dass die Musik- und Softwarebranche nun ähnlicheProbleme haben. Deshalb fordert die Industrie geeignete Gesetze für digitale Inhalte. Die Forderungensollen in der Urheberrechtsnovelle Ausdruck finden.
  10. 10. Das Urheberrecht Das neue deutsche Urheberrecht im Meinungsstreit Das neue Urheberrecht soll die aktuelle Rechtslage an die Herausforderungen der digi- talen Welt anpassen. Es gilt, die Interessen von Künstlern, Verwertungsgesellschaften und Wirtschaft auf der einen und die Wünsche der Konsumenten auf der anderen Seite auszugleichen. Dabei sollen unterschiedliche Auffassungen in der Wirtschaft auf einen Nenner gebracht werden. So fordern z. B. die Verwertungsgesellschaften höhere Ge- räteabgaben und zusätzliche Abgaben auf PCs, da PCs zunehmend für Internet-Down- loads genutzt werden. Die Computerindustrie dagegen lehnt Geräteabgaben als wachs-DIE POSITIONEN SIND KONTROVERS tumshemmend ab und setzt auf Digital Rights Management. DIETER SCHORMANN, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels: „Es kann nicht sein, dass der Staat Bücher und Zeitschriften auch dann nutzen darf, wenn er sie nicht bezahlt hat. Wenn sich Kreativität von Autoren und Investitionen von Verlagen und Buchhandlungen nicht mehr auszahlen, geraten Bildung und Forschung in Deutschland in eine Sackgasse.“ GEMA-Vorstandsvorsitzender PROF. DR. REINHOLD KREILE: „Gerade im Infor- TO DO mationszeitalter gilt es, den Schutz der Urheber erneut zu bewahren. Wir begrüßen deshalb die Regelung, dass privates Kopieren in begrenztem Umfang und nur gegen Vergütung zulässig ist. Wir fordern die Bundesregierung nachdrücklich auf, in der Urheberrechtsnovelle die Vergütung für das private Kopieren deutlich anzuheben und somit die Leistung des schöpferischen Urhebers angemessen zu entlohnen.“ DR. CHRISTIAN DRESSEL, Leiter des dmmv-Arbeits- RECHERCHIERE den aktuellen kreises Medienpolitik: „Das Urheberrecht ist mit dieser Stand der Urheberrechts- debatte. Was sind die zentralen Novellierung noch nicht in der Informationsgesellschaft Diskussionspunkte, auf welche angekommen. Der dringend erforderliche Schutz der Punkte hat man sich bereits ge- einigt? Produzenten digitaler Werke ist nicht umfassend gewähr- Was hältst du von der Urheber- leistet. Dazu müsste der Gesetzgeber beispielsweise die rechtsnovelle? Welche Chancen, aber auch Probleme könnten Anfertigung von Kopien aus illegalen Vorlagen untersagen sich bei einer Durchsetzung ergeben? und den rechtlichen Schutz technischer Schutzvorkehrungen insgesamt verbessern.“ DR. BERNHARD ROHLEDER, Vorsitzender der BITKOM-Geschäftsführung: „Der Rechtsschutz für technische Kopierschutzmaßnahmen ist als sehr positiv zu bewerten. Dagegen hat es der Bundestag versäumt, eine klare Regelung bezüglich der Abgaben- forderungen auf digitale Geräte in das Gesetz aufzunehmen. Aus Sicht der ITK-Branche wäre eine eindeutige Aussage gegen die Ausweitung von Pauschalabgaben auf digitale Geräte, insbesondere auf Drucker und PCs, sowie zur Förderung des Einsatzes Digitaler Rechte-Management-Systeme nötig gewesen.“ .. 7 Vorsitzender der Geschäftsführung der Microsoft Deutschland GmbH, JURGEN GALLMANN: „Die derzeitige Rechtslage fordert zu rechtswidrigem Verhalten gera- dezu auf, da dem Rechtsverletzer als Schadenersatzpflicht lediglich eine Zahlung droht, die er auch bei rechtmäßigem Erwerb einer Lizenz hätte leisten müssen. Hier weist das deutsche Urheberrechtsgesetz dringenden Reformbedarf auf. In einzelnen EU-Mitgliedsstaaten gibt es bereits Regelungen, die als Vorbild dienen können, so z. B. in Österreich, wo die doppelte Lizenzgebühr als Mindestschaden festgesetzt wird.“
  11. 11. Das Urheberrecht Tempo oder Kleenex? Wie eine Marke entstehtWenn du heute in einem Geschäft nach Tempos fragst, kriegst du mit Sicherheit Papier-taschentücher, wenn auch vielleicht nicht gerade die bekannte blaue Packung. Tempo isteine starke Marke. Ihr Bekanntheitsgrad ist so groß, dass der Markenname im alltäglichenSprachgebrauch für eine ganze Produktkategorie benutzt wird. In den USA müsstest du je-doch nach Kleenex fragen. Aber wie entstehen eigentlich Marken?§ 3 MARKENGESETZ(1) Als Marke können alle Zeichen, insbesondere Wörter einschließlich Personennamen,Abbildungen, Buchstaben, Zahlen, Hörzeichen, dreidimensionale Gestaltungen einschließ-lich der Form einer Ware oder ihrer Verpackung sowie sonstige Aufmachungen einschließ-lich Farben und Farbzusammenstellungen geschützt werden, die geeignet sind, Waren oderDienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unter-scheiden. Das Markengesetz hindert Trittbrettfahrer, den guten Ruf eines Produktes odereines Unternehmens für sich zu nutzen. In den Aufbau ihrer Marken haben die Herstellerviel Geld investiert. Und genau diese Investition in das Produkt rechtfertigt den Wert einerMarke und auch ihre Schutzwürdigkeit. TO DOGemäß § 4 Ziffer 1 des Markengesetzes entsteht Markenschutz nach erfolgter Anmeldungdurch Eintragung der Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) in München.Nach § 4 Ziffer 2 des Markengesetzes können Marken auch durch Gebrauch alssolche gelten. Es handelt sich dann um Marken mit Verkehrsgel-tung. Voraussetzung dafür ist, dass das benutzte Zeichen alsMarke Verkehrsgeltung innerhalb der beteiligten Verkehrskreiseerlangt hat. Dafür müssen mindestens 20 Prozent aller Men- ERSTELLE EINE COLLAGE mit Marken, die deiner Mei-schen der Zielgruppe einen Namen mit einem bestimmten Pro- nung nach für eine ganzedukt verbinden. Dann wird der Name zur Marke. Wenn also jeder Produktkategorie benutzt wer- den (z. B. Uhu für Kleber).fünfte Benutzer von Waschmitteln mit dem Namen „Persil“ dasgleichnamige Waschmittel verbindet, wird Persil auch ohne Finde weiterein diese Produkt- die ebenfalls Markennamen,Anmeldung zu einer geschützten Marke. Das Markengesetz de- kategorie gehören (z. B. Pritt, Pattex).finiert als Schutzhindernisse: Fehlende Unterscheidungskraft Zeichen, die ausschließlich aus Angaben über Beschaffenheit, Menge, Bestimmung, Wert, Zeit und Ort der Herstellung bzw. Dienstleistung bestehen Allgemein übliche Bezeichnungen, d. h. Zeichen, die ursprünglich Unterscheidungskraft hatten, die sich jedoch im allgemeinen Sprachgebrauch als Gattungsbezeichnungen durchgesetzt haben (z. B. „Vaseline“) 8 Täuschende Angaben über Art, Beschaffenheit oder Herkunft Verstoß gegen die öffentliche Ordnung und die guten Sitten Zeichen, die Wappen, Flaggen, Hoheitszeichen, Siegel, Bezeichnungen von Kommunen etc. enthalten Zeichen, die amtliche Prüf- und Gewährzeichen enthalten Zeichen, deren Benutzung nach sonstigen Vorschriften im öffent- lichen Interesse untersagt werden können
  12. 12. Das Patentrecht Patente gefragt! Auf der Nürnberger Erfindermesse IENA wurde ein neues Klappbett präsentiert, das Langschläfer aus den Federn wirft. Hier war nicht etwa ein Unternehmen besonders innovativ, nein, dieses gnadenlose Bett, mit dem Verschlafen künftig unmöglich wird, wurde von Schülern des Maristengymnasiums in Fürstenzell (Niederbayern) vor- gestellt. Fünf Minuten nach dem Läuten des Weckers ist Schluss mit Dösen: Ein Hebemechanismuskippt Bett samt Langschläfer, der so unsanft in den Tag befördert wird.Das Klappbett ist keineswegs die erste Erfindung der Niederbayern. An dem als„Erfinderschule“ bekannten Gymnasium gibt es schon seit Jahren dasWahlpflichtfach „Erfinden“, das von etwa zehn Prozent der Schüler besucht wird. Im TO DOLaufe der Jahre haben die Teilnehmer mehrere hundert Neuheiten und Erfindungenentwickelt, von denen viele bei „Jugend forscht“, Erfindermessen und anderenWettbewerben ausgezeichnet wurden.Worauf hat die Welt schon immer gewartet? Vielleicht die Pinzette mitBeleuchtung, der magnetische Lockenwickler, der Ein-Finger-Schreiber, die Cola als Frostschutzmittel, die maden-sichere Bio-Abfalltonne? Die Ideen sind unbegrenzt und dieGedanken frei. INFORMIERT euch unter www.insti.de.Bis aber Erfinder ihre Konstrukte auf der IENA ausstellen SUCHT Gleichgesinnte zur Gründung einer Erfinder-und nach Produzenten für eine wirtschaftliche Verwertung Arbeitsgemeinschaft und erkundigt euch bei eurensuchen können, vergeht viel Zeit: Leider brauchen die Pa- Lehrern, wie eure Schuletentämter oft mehrere Jahre, bis sie einem Antrag stattge- euch bei der Umsetzung eurer Ideen helfen kann.ben. Der Vorsitzende des Deutschen Erfinderverbandes(DEV) Karl Bauch gibt zu bedenken, dass innerhalb dieserWartezeit 50 Prozent des technischen Wissens schon wieder veraltet seien. DemDeutschen Patent- und Markenamt ist diese Problematik bewusst, weshalb es bereitsVerbesserungen beim Zulassungsverfahren ankündigte.Träumt ihr auch manchmal davon, etwas völlig Neues zu erfinden? Habt ihr Geistes-blitze, die nur auf eine Umsetzung warten? Unter www.insti.de gibt es die nötigen 9Informationen. Hier hilft man euch bei der Umsetzung und bringt euch mit Profiszusammen. Eure Kreativität ist hier gefragt!
  13. 13. Die Fälscher Von Marken- und ProduktfälschernWas steckt drin, wenn auf dem Flakon Gucci oder auf der Pillenpackung Merck steht?Denn nicht nur Computerprogramme, Musikstücke oder Filme werden kopiert, sondernauch zahlreiche Markenartikel vom teuren Parfum bis zum Autoersatzteil, von derMarken-Jeans bis zum pharmazeutischen Medikament. Manche Produkte werden fasteins zu eins nachgemacht, manchmal aber wird auch nur die Verpackung oder dasMarkenzeichen gefälscht.MARKENPIRATERIE ist das illegale Verwenden von Zeichen, Namen, Logos (Marken)und geschäftlichen Bezeichnungen, die von den Markenherstellern zur Kennzeichnungihrer Produkte im Handel eingesetzt werden.PRODUKTPIRATERIE ist u. a. das verbotene Nachahmen und Vervielfältigen vonWaren, für welche die rechtmäßigen Hersteller Erfindungs-, Design- und Verfahrens-rechte besitzen.Fälscher verwenden den Bekanntheitsgrad einer Marke und täuschen Verbraucher TO DOüber die tatsächliche Herkunft der Ware und über ihre Qualität. Der Markenpirat über-nimmt unerlaubt den guten Namen eines Produktes. Der Produktpirat klaut das Know-how, das einem Produkt zugrunde liegt. In beiden Fällen hat sich das geschädig-te Unternehmen in langjähriger Arbeit und unter Einsatz erheblicher finanziel-ler Mittel gegen Konkurrenten durchgesetzt und sich dastechnische Wissen angeeignet, um sein Produkt zu etablierenund zu verbessern. RECHERCHIERE im Internet –Der Handel mit Nachahmungen und Piraterieprodukten macht z. B. unter www.plagiarius.de oder im digitalen Zollmuseumzirka fünf bis sieben Prozent des Welthandels aus. Die jähr- unter www.zoll-d.de –, welche Produkte und Markenlichen Kosten, die durch Markenpiraterie entstehen, werden besonders häufig gefälschtauf 200 bis 300 Milliarden Euro geschätzt. Das bedeutet, werden.dass international tätigen Unternehmen mit Hauptsitz in der ÜBERLEGE, warum geradeEU jährlich zwischen 400 und 800 Millionen Euro im diese Produkte und Marken gefälscht werden? WeshalbBinnenmarkt und zirka zwei Milliarden Euro außerhalb der denkst du, dass FälschungenUnion verloren gehen. bewusst gekauft werden?Besonders gefährlich für Verbraucher werden Fälschungennatürlich in Branchen wie der Automobil-, Spielwaren-oder Pharmaindustrie. Der internationale Verband derArzneimittelhersteller geht davon aus, dassbereits sieben Prozent aller weltweit ge-handelten Medikamente Fälschungen 10sind. Über 500 Todesfälle pro Jahr ste-hen nachweislich mit der Verwendungsolcher Präparate in Zusammenhang.Die Dunkelziffer dürfte um ein Viel-faches höher liegen.

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