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Krisen im Gruppenhaus-Segment - Konsequenzen

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In der Schweiz herrscht ein Ueberangebot an Gruppenunterkünften. Dieses Paper analysiert die Ursachen und zeigt Erfolg versprechende Strategien für Vermieter auf.

Veröffentlicht in: Reisen
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Krisen im Gruppenhaus-Segment - Konsequenzen

  1. 1. CONTACT groups.ch Hotels und Ferienhäuser für Gruppen Postfach, CH-4410 Liestal Tel. +41-(0)61 926 60 00 Fax +41-(0)61 911 88 88 contact@groups.ch www.groups.ch www.seminarhaeuser.ch Krisen im Gruppenhaus-Segment, Konsequenzen Damals 'Kolonien' dienten der Verlegung und Herausfütterung von Kindern und Jugendlichen während der Krisenzeit der Dreissigerjahre und während des Zweiten Weltkrieges. Soziale Überlegungen waren an der Wurzel. Im Werden der Hochkonjunktur stiessen karitative Organisationen ihre Heime ab. Bei wachsendem Wohlstand würden 'Kolonien' unnötig, die Häuser bei sinkender Nachfrage eine Belastung, meinte man. In der Hochkonjunktur nahmen die 'Kolonien' einen ungeahnten Aufschwung. Eltern konnten es sich leisten, ihre Kinder von der Strasse zu nehmen, in Ferienlager zu schicken. Skifahren - ein sehr teurer Sport - wurde zum Volkssport. Pädagogen erkannten die hohen Werte der 'Sozialisation in der Gruppe', im Klassenverband! - das Lernen vor Ort ... die Schulverlegung (Bergschulwoche, Konzentrationswoche, semaine verte) wurde Allgemeingut. Jugendfahrten ins Ausland (damit in die Schweiz) gediehen vom völkerversöhnenden Politikum zum selbstverständlichen Ausdruck der 'Freizeitmobilität' - rundum im Giesskannenverfahren subventioniert. Vermöglichere Gemeinwesen schafften sich ihre eigenen Häuser an, häufig teuer gebaut, ineffizient verwaltet, vom Steuerzahler finanziert und defizitgarantiert. Heute ist alles anders Stichworte: ein-Kind-Familie, Alleinerzieher, Kleinstfamilien, Computerkids, Erziehungskrise, Zwei-Klassen-Gesellschaft, Urbanität, Mobilität, fun-and-action-Gesellschaft, job statt Identitätskrise des Individuums und der Gesellschaft, Klimaveränderung. Beruf, Kolonien sind ‘out’ und politisch unkorrekt. Freizeiten, Schulverlegungen mit wesentlich kleineren Teilnehmerzahlen. Die Budgets enthalten hohe Anteile für fun, electronics, junk food, es wird mit Car oder PW statt ö.V. gereist, mechanische Transportmittel sind selbstverständlich, Zweibett-, allenfalls Vierbett-Zimmer, Fernseh- und Videoräume (mehrere bitte!) werden gewünscht, doch es darf nichts kosten (Die Militärunterkunft kostet ja auch nur CHF 3.60!) - aber sonst sind wir für weniger Staat und mehr Freiheit. Die Bergbahnen haben überinvestiert. Unausgesprochenes Ziel: an jedem noch so überfrequentierten Februarwochenende muss der letzte Wochenendgast ohne Anstehen befördert werden können. Das Finanzierungsloch stopft man durch Tageskartenzwang. Feriengruppen können keinen Tag auslassen. Anfänger benötigen Tageskarten. Skiwanderer erhalten keine Einzelkarten. Klassen nur lächerliche Rabatte. Fazit: die Überinvestitionen werden zu einem grossen Teil durch die Montagbis-Freitag-Kunden bezahlt. Allerdings sind Ski-Freizeiten stark rückläufig und konzentrieren sich an die Orte, welche noch jugend- und gruppenfreundlich sind. Auch die Lehrer haben die Fünftagewoche entdeckt. Die Gruppen reisen am Freitag zurück, unsere Gruppenhäuser bleiben übers Wochenende oft leer. Ursachen? • Der soziologische Wandel: Erziehungskrise, Kleinstfamilien, schulische Schwierigkeiten, dadurch weniger Kinder und Jugendliche überhaupt, davon rund 20 % Ausländer, um deren Integration wir uns wenig gekümmert haben. Erziehungsschwierigkeiten in Schulen und Familien, Eltern schicken ihre Kinder nicht mehr (andere erst recht – wir wollen auch mal Ruhe haben!), Lehrer/Erzieher passen sich an oder verzichten (Indiz: "Aktion Ferienpass"). Copyright by CONTACT groups.ch Hotels und Ferienhäuser für Gruppen Gruppenhäuser und Gruppenunterkünfte Spitzackerstrasse 19 CH-4410 Liestal, Schweiz Tel. +41-(0)61-926 60 00 www.groups.ch www.seminarhaeuser.ch Datei: Krisenzeiten_Konsequenzen Namensnennung - Sie müssen den Namen des Autors/Rechteinhabers in der oben festgelegten Weise nennen. Keine kommerzielle Nutzung - Dieses Werk bzw. dieser Inhalt darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden. http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/ch -1-
  2. 2. CONTACT groups.ch Hotels und Ferienhäuser für Gruppen Postfach, CH-4410 Liestal Tel. +41-(0)61 926 60 00 Fax +41-(0)61 911 88 88 contact@groups.ch www.groups.ch www.seminarhaeuser.ch • Die Subventions- und Zuschussverknappung: weitherum - auch im Ausland - sind die Zuschüsse der öffentlichen Hand gestrichen worden. Leiter und Lehrer werden - besonders in festen Anstellungen - nicht mehr zusätzlich entschädigt. Bewegliche weichen von Pension auf Selbstverpflegung aus (ohne viel Ersparnis, denn vom Ökonomat wird nicht viel verstanden - man kauft sooo billig im Cash-and-Carry). • Die Luxusverwahrlosung: weder Jugendliche noch Lehrer oder Eltern wollen Existenzbedürfnisse von Luxusansprüchen unterscheiden. Die Freizeitmassnahme soll auf jeden Fall weniger kosten. Einfaches Essen hält man aber für unzumutbar. Mechanische Transportmittel sind nicht wegzudenken. Ohne modische Ausrüstungen könnte man weder wandern noch skifahren. Taschengeld ist ein Gradmesser der Freiheit. Also versucht man, an Existenzbedürfnissen einzusparen: Übernachtungspreise heruntermarkten. Halbpension statt Vollpension - und stopft am Morgen die Taschen voll Brötchen und Konfitüre. Die Jugend und ihre Erziehung: ohne nach Ursache oder gar Schuld zu fragen, das sei vorweggenommen, verstehen wir die vielen Lehrer und Jugendleiter, welche "mit dieser Jugend" nicht mehr in die Schulverlegung, nicht mehr in die Freizeit wollen. Es sind keine Einzelfälle mehr: zwei, drei Junge terrorisieren durch ihre Intoleranz ganze Gruppen. Die Mehrzahl einer Klasse ist passiv-faulträge ('nicht motiviert'). Einfachste Mitarbeit im Haus unmöglich - nie gelernt - schliesslich ist man in den Ferien nicht zum Bügle und Bloche da. Auch sehr gute Erzieher dieser Jugend resignieren: Laisser faire. Angst vor den anvertrauten Jungen. Verkrampftes Bemühen, bei den Jungen durch Anpassung anzukommen. Vandalenakte von Kindern sind Notschreie unterdrückter Seelen. Reklamierende Hausbesitzer sind verständnislose bourgeoise Krämer...), kurz, wir verstehen auch Eltern, welche sich weigern, ihre Kinder solchen Erziehern anzuvertrauen. Urbanität: Wir regieren unser Land noch immer mit 26 Ständen. Die Bevölkerung ist aber längst zu 70 % urban, in Klein- und Mittelstädten lebend. Von Land, Berg und Natur hat sie mehr oder weniger romantische Vorstellungen, aber kaum noch Kenntnisse und will sie in den Ferien auch selten erwerben (man benimmt sich im Bergdorf wie in der Stadt und wundert sich). Die Gruppenhäuser in der Schweiz haben in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts zugenommen. Baracken und Gastarbeiterwohnungen in den Alpen sind von Bauunternehmungen zu "Gruppenunterkünften" umfunktioniert worden. Abgewirtschaftete Hotels am Ende ihres Leidensweges könnten doch noch einige Jahre als "Gruppenunterkunft" etwas abwerfen ... Ende der 90er Jahre hat das Eidg. Dept. für Verteidigung und Bevölkerungsschutz (VBS) primitivste Militärunterkünfte für Jugend+Sport zu Schleuderpreisen auf den Markt gebracht: Pädagogische Vermassung durch Staatskapitalismus finanziert! Eine verminderte Nachfrage (weniger Gruppen, dazu kleinere Gruppen) teilt sich in ein vergrössertes Angebot. Derzeit sind mindestens 300 Gruppenhäuser überzählig. Sie leben von Tag zu Tag in der Hoffnung auf andere Zeiten oder auf Wunder. Eine rasche Änderung der Nachfrage (Rückgang des Trends nach Individualismus, Singles, Zunahme der Kinder, mehr Subventionen, Verbesserung der soziologischen und pädagogischen Randbedingungen) ist nicht zu erwarten. Es gibt dafür nur wenige Indikatoren: Die Schulen, die Zunahme der Gewaltbereitschaft und die Klimaveränderung. Die Schulen, die Lehrer mit dem Rücken zur Wand, die schwachen Schulabgänger, die PISA-Studie werden beachtet, diskutiert. Die Klimaveränderung wird (wir stützen uns auf wissenschaftliche Daten) Skigebiete unter 1500 Meter bald in Frage stellen. Gleichzeitig findet ein Umdenken in der Gesellschaft statt. Zusammen mit den raschlebigen Snowboard- und Carvingski-Moden macht sich ein Rückzug der zahlkräftigen 25 – 60Jährigen von den Pisten bemerkbar: Sie stellen die Skier früher weg und denken in jüngeren Jahren Copyright by CONTACT groups.ch Hotels und Ferienhäuser für Gruppen Gruppenhäuser und Gruppenunterkünfte Spitzackerstrasse 19 CH-4410 Liestal, Schweiz Tel. +41-(0)61-926 60 00 www.groups.ch www.seminarhaeuser.ch Datei: Krisenzeiten_Konsequenzen Namensnennung - Sie müssen den Namen des Autors/Rechteinhabers in der oben festgelegten Weise nennen. Keine kommerzielle Nutzung - Dieses Werk bzw. dieser Inhalt darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden. http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/ch -2-
  3. 3. CONTACT groups.ch Hotels und Ferienhäuser für Gruppen Postfach, CH-4410 Liestal Tel. +41-(0)61 926 60 00 Fax +41-(0)61 911 88 88 contact@groups.ch www.groups.ch www.seminarhaeuser.ch bereits an andere Winterferien. Hier finden Gruppenhäuser in tieferen Lagen durchaus ein Auskommen, wenn sie rechtzeitig und allmählich umstellen, sich baulich und inhaltlich einem veränderten Zielpublikum anbieten. Allerdings haben wir während Jahrzehnten zwei Drittel unserer Jahresumsätze im Schnee machen wollen. Wir haben unsere wundervollen Naturperlen mit Masten, Rodungen, Pistenanpassungen, Beschneiungsanlagen usw. verändert, um nicht zu sagen verschandelt, dass es vielen Orten schwer fällt, Natur suchende Gäste noch anzuziehen. Aber das lässt sich ändern! Also: kämpfen und durchhalten, oder aufgeben. Kämpfen, Kämpfen, Aufgeben, wenn Reserven vorhanden sind. wenn Standortvoraussetzungen und Baukonzept mehrheitlich günstig sind (keine "Unterkunft", sondern ein Haus) wenn kein redlicher Eigenlohn erwirtschaftet werden kann wenn wenig Reserven vorhanden sind, wenn eine andere Verwendung denkbar wäre, wenn ein Käufer gefunden werden kann. Ein überaltertes Haus, ein umfunktioniertes 'Hotel', eine Gruppenunterkunft verschlingen viele Mittel für den Unterhalt und bringen keine Rendite. Vielleicht aber Bauland ? Halten Sie vernünftige Preise durch: Preiskämpfe sind sinnlos (sie brächten nur kurzfristig etwas - wir müssen aber langfristig denken. Jeder von uns benötigt kostendeckende Preise: zur Verzinsung des Fremdkapitals, für Ersatzinvestition für Abnützung und Alterung, für Steuern und Abgaben, für Gemeinkosten (Unkosten), zur Verzinsung des Eigenkapitals, für Eigenlohn, etc. Wenn Sie mit Ihrem Haus das nicht erwirtschaften können, verzichten Sie besser auf den Ärger. Erst nach dem Eigenlohn käme der Gewinn, und den haben wir noch weggelassen ... Der grosse Unterschied: CONTACT groups.ch ist aktiv für Sie da. Warum merken Sie weniger von der Krise als Aussenseiter ? Vermittelte Gruppen im 20. Geschäftsjahr: Vermittelte Gruppen im 35. Geschäftsjahr: 8'602 14'140 (1998/99) (2012/13) Mit andern Worten: der Kuchen ist zwar kleiner geworden, CONTACT groups.ch verschafft aber seinen Mitgliedern einen grösseren Anteil daran. CONTACT groups.ch ist zum Begriff geworden: Wir haben die bestfunktionierendste Website. Wir werden täglich mehr als 5000 – 12’000 Mal besucht. Copyright by CONTACT groups.ch Hotels und Ferienhäuser für Gruppen Gruppenhäuser und Gruppenunterkünfte Spitzackerstrasse 19 CH-4410 Liestal, Schweiz Tel. +41-(0)61-926 60 00 www.groups.ch www.seminarhaeuser.ch Datei: Krisenzeiten_Konsequenzen Namensnennung - Sie müssen den Namen des Autors/Rechteinhabers in der oben festgelegten Weise nennen. Keine kommerzielle Nutzung - Dieses Werk bzw. dieser Inhalt darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden. http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/ch -3-

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