Der „Offene Lernende“ als Leitbild digitaler Bildungspolitik?

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Vortrag auf der Tagung Verflechtungen II

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Der „Offene Lernende“ als Leitbild digitaler Bildungspolitik?

  1. 1. Der „Offene Lernende“ als Leitbild digitaler Bildungspolitik? Markus Deimann // FernUniversität in Hagen
  2. 2. (1) Einstieg und Ausgangslage
  3. 3. Wie wird aktuell über digitale Bildung gesprochen?
  4. 4. Politische Akteure SPD Grundsatzprogramm für die digitale Gesellschaft • „(Gut ausgebildete Menschen sind unser wichtigster ‚Rohstoff‘, um wirtschaftliche Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und unsere Fähigkeit zu Innovation auszubauen“) • „Online-Angebote wie Massive Open Online Courses (MOOCs) müssen künftig besser in den Studienverlauf integriert werden und beim Nachweis von Studienleistungen berücksichtigt werden können.“
  5. 5. Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD „Durch Stärkung der Digitalen Bildung Medienkompetenz fördern und digitale Spaltung überwinden“ (24.03.2015) „dem Einsatz digitaler Bildungsangebote wie zum Beispiel von Open Educational Resources (OER) zur kostenfreien Nutzung sowie der Verwendung freier Lizenzen und Formate, um dadurch die besonderen Potenziale für individualisierte sowie kooperative Lernkonzepte und inklusive Bildungssettings zu nutzen“
  6. 6. Kollektiv/institutionell Hochschulforum Digitalisierung - 20 Thesen zur Digitalisierung der Hochschulbildung • „Digitale Lehr- und Lernangebote wie beispielsweise MOOCs oder OER machen nicht nur auf Hochschulen weltweit aufmerksam, sie bieten Studieninteressierten auch die Möglichkeit, sich vorab mit dem Studienangebot einer Hochschule vertraut zu machen und erste Kontakte zu Lehrenden zu knüpfen.“
  7. 7. Lobbygruppen Bertelsmann Stiftung • „Harvard für alle“
  8. 8. Medien New York Times • Demystifying the MOOC (29.10.2014) • „The average student in a MOOC is not a Turkish villager with no other access to higher education but a young white American man with a bachelor’s degree and a full-time job.“
  9. 9. The Atlantic • The (Accidental) Power of MOOCs (23.06.2015) • „A MOOC approach to professional development—having teachers watch and learn from other successful educators who are actually teaching—could help move these offerings past the status quo.“ • „If MOOCs take advantage of that opportunity, and if the teaching practice improves as a result, these massive open online courses may help improve education worldwide after all.“
  10. 10. (2) Deutung
  11. 11. Open Education als Dispositiv ! „… hat immer eine konkrete strategische Funktion und ist immer in ein Machtverhältnis eingeschrieben“ (Agamben, 2008, S. 9).
  12. 12. Software, Infrastruktur und Praktiken • Open Office als Alternative zu MS Office • Peer-to-Peer Plattformen (P2P University, Jamendo) vs. One Stop Shops (iTunesU, Netflix) • traditionelle akademische Praktiken vs Aggregate, Remix, Repurpose, Feed Forward
  13. 13. #Onlife
  14. 14. Das Onlife Manifest • Die Übergänge zwischen Realität und Virtualität verschwimmen. • Die Grenzen zwischen Mensch, Maschine und Natur werden verwischt. • Statt Informationsknappheit herrscht Informationsüberfluss. • Es findet eine Verlagerung vom Primat des Objekts hin zum Primat der Interaktion statt. https://ec.europa.eu/digital-agenda/sites/digital-agenda/files/Manifesto_de_1.pdf
  15. 15. (3) Diskussion
  16. 16. Offenheit und Macht • Verstärken sich im offenen digitalen Raum die Machteffekte (Individualisierung)? „Statt den Einzelnen durch ein Einheitscurriculum für alle zu langweilen oder zu überfordern, haben digitale Technologien das Potenzial, Lernweg und - geschwindigkeit individuell an die Kompetenzen des jeweiligen Studierenden anzupassen.“! CHE Diskussionspapier (http://www.che.de/downloads/Veranstaltungen/ CHE_Vortrag_Praesentation_Draeger_Personalisierung_trotz_Massifizierung_PK428.pdf)
  17. 17. Die produktive Seite der Macht • neue Formen von Open Education entstehen als „Informational Ecosystems“ (Kerres & Heinen, 2015) • System zum Auffinden und Bereitstellen von Information • Offene Grenzen (open access, open source), dezentral-partizipatorisch • Fördert „social production of knowledge“ als Alternative zum traditionellen kapitalistischen Modell (Patente)
  18. 18. Zusammenfassung! ! ! • Offenheit als Episteme der Wissensgesellschaft? • sozial-technologische Transformationen (Digitalisierung) führen zu einer Veränderung des Denkens (siehe dazu: Luciano Floridi "Die 4. Revolution – Wie die Infosphäre unsere Leben verändert" • neuer Code: offen vs. geschlossen • Weist dem Lernenden neue Positionen zu
  19. 19. Danke für die Aufmerksamkeit! markus.deimann@fernuni-hagen.de @mdeimann

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