Opendata.ch/2014 Konferenz 
18. September 2014 in Zürich 
Dr. Adelheid Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI
A. Bürgi-Schmelz 
https://www.youtube.com/watch?v=UpExfG0ekJY 
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Überblick 
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Definition von Open Government Data 
„Als „Open Government Data (OGD)“ werden die 
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Vision der 
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* OGD ermöglicht Innovation und 
wirtschaftliches Wachstum 
* OGD fördert Tr...
Ähnliche Zielsetzungen und Erwartungen: 
*G-8 Open Data Charter (Juni 2013) 
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A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 14 18.09.2014
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Beispiele für Open (Government) Data 
Anwendungen 
*Zeitersparnis: Verkehr, Entsorgungsstandorte, … 
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Wirkungskanäle der IKT 
IWSB (Borner, Silvio u. a): eEconomy in der Schweiz: Monitoring und Report 2012: Studie im Auftrag...
Bundesamt für Statistik: Informationsgesellschaft - Indikatoren: IKT-Sektor - IKT-Sektor 
Wertschöpfung, Bruttowertschöpfu...
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Gebühren- bzw. Kostenkonzepte 
* Gewinnmaximierung (Englisch: „Profit Maximization“): Die Preise bzw. 
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Herkömmlicher Ansatz: 
Gebührenerhebung für Behördendaten 
Daten 
Gebühren-erhebung 
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Neuer Ansatz: 
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Heutige Formulierung des Bundesgesetzes über die 
Meteorologie und Klimatologie MetG (SR 429.1) 
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Vorschlag des Bundesrats für die bis zum 19.9.2014 in 
Vernehmlassung befindliche Teilrevision des Bundesgesetzes 
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Kann der Staat auf seine 
«Rechnung» kommen? 
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Sind Daten das neue Öl? 
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Die Schweiz hat im April 2014 per 
Bundesratsbeschluss die folgende 
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„Im Gegensatz zu...
Wichtigste Merkmale 
digitaler öffentlicher Güter* 
1. Die Grenzkosten, d.h. die Kosten für die Bereitstellung eines 
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OGD funktioniert ähnlich wie 
ein bestehender Leuchtturm 
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Gebühren für OGD sind ökonomisch ineffizient 
Ein wichtiger Aspekt der „Preisdebatte“ ist die 
Frage danach, was ökonomisc...
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Wirtschaftlicher Nutzen 
von OGD 
Gebührenstrategie der Grenzkosten 
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Benutzter Ansatz OGD-Nutzen 
Ökonomische ...
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Zum Vergleich 
Die im Juni 2014 
erschienene 
Studie „Open for Business“ 
rechnet mit einer 
BIP-Steigerung um 
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Übertragung auf die Schweiz 
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Wirtschaftlicher Nutzen 
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Gebührenstrategie der Grenzkosten 
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Gebührenstrategie der Grenzkosten 
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Der Wohlfahrtsansatz 
Preise und Gebühren haben einen grossen Einfluss 
auf den volkswirtschaftlichen Gesamtnutzen eines 
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Konsumentenrente, Produzentenrente und Preiselastizität 
Die Konsumentenrente ist die Differenz zwischen dem höchsten Prei...
Formel für eine Kosten-/Nutzenberechnung pro Jahr 
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Übersicht über die Nutzen-/Kostenrechnung für Australien 
Statistik Geodaten 
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Umfrage in der Bundesverwaltung 2013 
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gesamten Staatssektors CHF192 Mia., die 
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Wirtschaftlicher Nutzen 
von OGD 
Gebührenstrategie der Grenzkosten 
CHF 0,863 Mia. – CHF 1,688 Mia. (Netto- 
Nutzen) 
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Budgetneutralität ist wahrscheinlich: 
Aufwandsschätzung gemäss Umfrage in der 
Bundesverwaltung (Ertragsausfall, über 3 J...
A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 51 18.09.2014
Kann der Staat auf seine 
«Rechnung» kommen? 
Ja, es gibt wahrscheinlich doppelte «OGD-Gewinne»: 
Transparenz und wirtscha...
“Information is the currency 
of democracy.” 
Thomas Jefferson 
A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 53 18.09.2014
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„Wirtschaftliche Auswirkungen von OGD“ und 
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Wirtschaftswachstum dank Open Data - Opendata.ch/2014 Konferenz, 2014 in Zürich

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Wirtschaftswachstum dank Open Data - Opendata.ch/2014 Konferenz, 2014 in Zürich

  1. 1. Opendata.ch/2014 Konferenz 18. September 2014 in Zürich Dr. Adelheid Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI
  2. 2. A. Bürgi-Schmelz https://www.youtube.com/watch?v=UpExfG0ekJY 2 18.09.2014
  3. 3. Überblick A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 3 18.09.2014
  4. 4. Definition von Open Government Data „Als „Open Government Data (OGD)“ werden die offene Zugänglichkeit und freie Wiederverwendung von Behördendaten bezeichnet, sofern dadurch nicht Datenschutz-, Urheberrechts- oder Informationsschutzbestimmungen verletzt werden.“ Golliez, André u. a.: Open Government Data Studie Schweiz, 2012, http://www.itopia.ch/repository/Publikationen/OGD_Studie_Schweiz_ Juni_2012.pdf, Seite 3 A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 4 18.09.2014
  5. 5. A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 5 18.09.2014
  6. 6. Vision der OGD-Strategie Schweiz 2014-2018: * OGD ermöglicht Innovation und wirtschaftliches Wachstum * OGD fördert Transparenz und Partizipation * OGD erhöht die Effizienz der Verwaltung D: http://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2014/3493.pdf F: http://www.admin.ch/opc/fr/federal-gazette/2014/3347.pdf A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 6 18.09.2014
  7. 7. Ähnliche Zielsetzungen und Erwartungen: *G-8 Open Data Charter (Juni 2013) *Europäische Union • EU-Direktive mit Open Data Regeln (EU Parlament und Rat, Juni 2013) • Leitlinien für empfohlene Standardlizenzen, Datensätze und Gebühren für die Weiterverwendung von Dokumenten (EU Kommission, Juli 2014) *USA • ODG-Initiative (Beginn der ersten Amtszeit von US-Präsident Obama) • Executive Order (Mai 2013) *OECD … A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 7 18.09.2014
  8. 8. A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 8 18.09.2014
  9. 9. Open Data Pure Plays Better Business Through Open Data Open Data Terminologie gemäss Joel Gurin: Open Data Now, 2014, p. 15f. A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 9 18.09.2014
  10. 10. OGD Ökosystem Quelle: Golliez, André u. a.: Open Government Data Studie Schweiz, 2012, http://www.itopia.ch/repository/Publikationen/OGD_Studie_Schweiz_Juni_2012.pdf 18.09.2014 A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 10
  11. 11. Entsorgung Zürich App https://www.stadt-zuerich. ch/portal/de/index/ogd/anwendungen/mobileapp/entsorgung-zuerich- app.html A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 11 18.09.2014
  12. 12. http://www.opendata500.com/us/Uber/ https://www.uber.com/ A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 12 18.09.2014
  13. 13. http://www.opendata500.com/us/Weight-Watchers/ http://www.weightwatchers.com/index.aspx A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 13 18.09.2014
  14. 14. Schadstoffregister Swiss PRTR A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 14 18.09.2014
  15. 15. A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EhDtI tp://www.zuric1h5.com/internet/main/sitecollectiondocu1m8.e09n.t2s0/1i4nsight/ zurich-risk-room-brochure.pdf http://www.opendata500.com/us /Zurich-Insurance-Risk-Room/
  16. 16. http://www.nzz.ch/data/ http://blog.tagesanzeiger.ch/d atenblog/index.php/4959/ein-online- tool-bemerkte-den-ebola- ausbruch-vor-allen-anderen A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 16 18.09.2014
  17. 17. Beispiele für Open (Government) Data Anwendungen *Zeitersparnis: Verkehr, Entsorgungsstandorte, … *Erbringung einer Dienstleistung: Mobilitätsvermittlung, Begleitung von Gewichtsabnahme, ... *Risikominderung *Datenjournalismus • http://blog.tagesanzeiger.ch/datenblog/ • http://www.nzz.ch/data/ • http://www.zeit.de/datenjournalismus • http://www.sueddeutsche.de/thema/DataGraph • http://www.theguardian.com/data *Konsumenteninformation: „Choice“-Anwendungen *BrightScope *Comparis *Tools: Entwicklungstools, Analysetools, … A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 17 18.09.2014
  18. 18. Wirkungskanäle der IKT IWSB (Borner, Silvio u. a): eEconomy in der Schweiz: Monitoring und Report 2012: Studie im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft seco, 2012, p.12 http://www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/27750.pdf A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 18 18.09.2014
  19. 19. Bundesamt für Statistik: Informationsgesellschaft - Indikatoren: IKT-Sektor - IKT-Sektor Wertschöpfung, Bruttowertschöpfung http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/16/04/key/approche_globale.indicat or.30604.306.html?open=325#325 A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 19 18.09.2014
  20. 20. A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 20 18.09.2014
  21. 21. Gebühren- bzw. Kostenkonzepte * Gewinnmaximierung (Englisch: „Profit Maximization“): Die Preise bzw. Gebühren werden so festgesetzt, dass der Ertrag aus der gegebenen Nachfrage am höchsten ist. Wenn es keinen Wettbewerb gibt, handelt es sich um Monopolpreise. Somit kann sich der „Besitzer“ der betreffenden Behördeninformation durch den Ertrag vollständig finanzieren und allfällige Gewinne an den Staat zurückgeben. * Vollkosten oder Durchschnittskosten oder Kostenüberwälzung (Englisch: „Average Cost“): Die Preise bzw. Gebühren werden gleich den langfristigen Kosten, also z.B. einschliesslich aller Fixkosten, festgelegt. Wie im Fall der Gewinnmaximierung wird angenommen, dass keine direkte staatliche Finanzierung notwendig ist. * Grenzkosten oder Gratisabgabe oder Nullkosten (Englisch: “Marginal Cost, Zero Cost”): Die Preise und Gebühren werden gleich der kurzfristigen Grenzkosten festgesetzt, d.h. gleich der Kosten, die entstehen um einen weiteren Nutzer mit den Daten zu versorgen. In der digitalen Welt sind diese Kosten praktisch gleich Null, so dass Grenzkosten und Nullkosten identisch sind. In diesem Fall muss der Staat für die Fixkosten aufkommen. In Anlehnung an Pollock, Rufus: The Economics of Public Sector Information: Cambridge Working Papers in Economics 0920 2008-2009, p. 8f. http://rufuspollock.org/papers/economics_of_psi.pdf A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 21 18.09.2014
  22. 22. Herkömmlicher Ansatz: Gebührenerhebung für Behördendaten Daten Gebühren-erhebung (Kommer-zielle) Nutzung A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 22 18.09.2014
  23. 23. Neuer Ansatz: Generierung von Steuern aus (den Innovationen) der Nutzung von Behördendaten Daten Steuer-einnahmen (Kommer-zielle) Nutzung A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 23 18.09.2014
  24. 24. Heutige Formulierung des Bundesgesetzes über die Meteorologie und Klimatologie MetG (SR 429.1) Art. 3 Grundangebot an Dienstleistungen 1 Der Bundesrat legt im Rahmen der Bundesaufgaben nach Artikel 1 ein benutzergerechtes Grundangebot an meteorologischen und klimatologischen Dienstleistungen fest. Er regelt die Bedingungen für dessen Nutzung. 2 Das Bundesamt sorgt für die Bereitstellung des Grundangebots, stellt die im Rahmen der Bundesaufgaben erhobenen Daten und Informationen Dritten zur Verfügung und betreibt Auskunfts- und Beratungsdienste. 3 Es erhebt für diese Dienstleistungen Gebühren. Sie können nach der Art der Nutzung abgestuft werden. Bei der Bemessung der Gebühren ist dem Allgemeinnutzen der meteorologischen und klimatologischen Informationen sowie den Bedürfnissen der Kantone und der Wissenschaft angemessen Rechnung zu tragen. A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 24 18.09.2014
  25. 25. Vorschlag des Bundesrats für die bis zum 19.9.2014 in Vernehmlassung befindliche Teilrevision des Bundesgesetzes über die Meteorologie und Klimatologie MetG (SR 429.1) Art. 3 Abs. 3 Aufgehoben Art. 3a Unentgeltliche und entgeltliche Dienstleistungen des Grundangebots 1 Das Bundesamt macht die erhobenen Daten, insbesondere Mess- und Beobachtungsdaten, sowie Informationen von allgemeinem Interesse, namentlich Wettervorhersagen, Grundlagen zur Klimaentwicklung und Warnungen vor Gefahren des Wetters kostenlos zugänglich. Der kostenlose Zugang zu den Daten und Informationen erfolgt über elektronische Medien. 2 Der Bundesrat kann für weitere Dienstleistungen aus dem Grundangebot, die über die Bereitstellung der Daten und Informationen nach Absatz 1 hinausgehen, Gebühren vorsehen. Die Regelung der Gebühren richtet sich nach Artikel 46a des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes vom 21. März 19974. http://www.admin.ch/ch/d/gg/pc/pendent.html#EDI A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 25 18.09.2014
  26. 26. Kann der Staat auf seine «Rechnung» kommen? A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 26 18.09.2014
  27. 27. A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 27 18.09.2014
  28. 28. Sind Daten das neue Öl? A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 28 18.09.2014
  29. 29. Die Schweiz hat im April 2014 per Bundesratsbeschluss die folgende ökonomische Einordnung vorgenommen: „Im Gegensatz zu materiellen Rohstoffen verknappen die Daten bei der Informations- und Wissensproduktion nicht, sondern führen zu neuen Daten, Informationen, Erkenntnissen und Dienstleistungen“. D: http://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2014/3493.pdf F: http://www.admin.ch/opc/fr/federal-gazette/2014/3347.pdf A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 29 18.09.2014
  30. 30. Wichtigste Merkmale digitaler öffentlicher Güter* 1. Die Grenzkosten, d.h. die Kosten für die Bereitstellung eines zusätzlichen „Stückes“ sind gleich Null („zero marginal costs“). 2. Beim Konsum eines „Stückes“ besteht keine Rivalität, d.h. der Konsum eines „Stückes“ durch eine Person hindert andere nicht daran, es ebenfalls zu konsumieren („non-rivalrous“). 3. Es ist unmöglich, andere Individuen von der Nutzung des Angebots auszuschliessen. In einigen Bereichen versuchen Patent- und Copyrightregelungen diesen Punkt anzugehen. Dies gilt aber nur für bestimmte Bereiche. Beispielsweise ist die Landesverteidigung „wirksam“ für alle (non-excludable“). *Stiglitz, Joseph E./Orszag, Peter R./Orszag, Jonathan M.: The role of Government in a Digital Age: Commissioned by the Computer & Communications Industry Association, 2000, pp.42-44 http://www.dol.gov/ebsa/pdf/ccia.pdf A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 30 18.09.2014
  31. 31. OGD funktioniert ähnlich wie ein bestehender Leuchtturm A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 31 18.09.2014
  32. 32. “If nature has made any one thing less susceptible than all others of exclusive property, it is the action of the thinking power called an idea, which an individual may exclusively possess as long as he keeps it to himself; but the moment it is divulged, it forces itself into the possession of every one, and the receiver cannot dispossess himself of it. Its peculiar character, too, is that no one possesses the less, because every other possesses the whole of it.” Thomas Jefferson A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 32 18.09.2014
  33. 33. Gebühren für OGD sind ökonomisch ineffizient Ein wichtiger Aspekt der „Preisdebatte“ ist die Frage danach, was ökonomisch effizient ist. Der Nobelpreisträger Stiglitz äussert sich dezidiert zu Preisen für Güter mit Nicht-Rivalität, wozu Public Sector Information und OGD gehören. Er argumentiert, dass Preise und Gebühren für solche Güter verhindern, dass sie genutzt werden. Die resultierende Unternutzung sei eine Form von ökonomischer Ineffizienz. A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 33 18.09.2014
  34. 34. A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 34 18.09.2014
  35. 35. Wirtschaftlicher Nutzen von OGD Gebührenstrategie der Grenzkosten 18.09.2014 Benutzter Ansatz OGD-Nutzen Ökonomische Theorie Effizienz nur erzielbar durch Adaption von EU-Studien Zeitersparnis Anwendung von Multiplikatoren A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 35
  36. 36. Berechnungsansätze zur Abschätzung des Nutzens * Adaption der Resultate von anderen Studien zu Public Sector Information PSI oder zu Open (Government) Data * Summierung von Resultaten aus Teilbereichen * Analyse vorhandener Daten * Umfragen * Zeitersparnisansatz * Wohlfahrtsansätze inkl. Multiplikatoren A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 36 18.09.2014
  37. 37. Übersicht über die Resultate der wichtigsten PSI-Studien für die EU PIRA International Ltd. 2000, Executive Summary ; European Commission (Dekkers u. a.) 2006; Vickery 2011; Deloitte (de Vries u. a.) 2011 A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 37 18.09.2014
  38. 38. Zum Vergleich Die im Juni 2014 erschienene Studie „Open for Business“ rechnet mit einer BIP-Steigerung um $ 13‘000 Mia. über 5 Jahre für die G-20 Länder. http://www.omidyar.com/sites/default/files/file_archive/insights/ON%20Report_061114_FNL.pdf A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 38 18.09.2014
  39. 39. Übertragung auf die Schweiz A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 39 18.09.2014
  40. 40. Wirtschaftlicher Nutzen von OGD Gebührenstrategie der Grenzkosten 18.09.2014 Benutzter Ansatz OGD-Nutzen Ökonomische Theorie Effizienz nur erzielbar durch Adaption von EU-Studien CHF 1,2 Mia.- CHF 6,5 Mia. Zeitersparnis Anwendung von Multiplikatoren A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 40
  41. 41. Wirtschaftlicher Nutzen von OGD Gebührenstrategie der Grenzkosten 18.09.2014 Benutzter Ansatz OGD-Nutzen Ökonomische Theorie Effizienz nur erzielbar durch Adaption von EU-Studien CHF 1,2 Mia.- CHF 6,5 Mia. Zeitersparnis CHF 1,3 Mia. Anwendung von Multiplikatoren A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 41
  42. 42. Der Wohlfahrtsansatz Preise und Gebühren haben einen grossen Einfluss auf den volkswirtschaftlichen Gesamtnutzen eines Guts. Wesentliche Bestandteile für eine Nutzenberechnung nach dem Wohlfahrtsansatz sind Konsumentenrente, Produzentenrente und Preiselastizität. A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 42 18.09.2014
  43. 43. Konsumentenrente, Produzentenrente und Preiselastizität Die Konsumentenrente ist die Differenz zwischen dem höchsten Preis, den ein Verbraucher bereit ist zu bezahlen, und dem tatsächlichen Preis, den er bezahlt. Sie ist der Geldwert dafür, dass der Verbraucher ein Produkt günstiger kaufen konnte, als er allenfalls bereit gewesen wäre, dafür zu bezahlen. Analog zur Konsumentenrente bezeichnet die Produzentenrente die Differenz zwischen dem tatsächlichen Verkaufspreis und dem niedrigsten Preis, für den der Produzent bereit gewesen wäre das Produkt zu verkaufen. Die Preiselastizität misst, wie sich die Angebote bzw. Nachfragen verändern, wenn der Preis sich ändert. Beispielsweise kann bei einer Preissenkung die Nachfrage steigen. Die Definitionen gehören zu den ökonomischen Grundlagen. Sie finden sich u.a. bei Stiglitz, Nilsen 2007, 31-34, Houghton, John [2011]: Costs and Benefits of Data Provision: Report to the Australian National Data Service, Center fpr Strategic Economic Studies - Victoria University, 2011, p. 13 http://ands.org.au/resource/cost-benefit.html und natürlich Wikipedia A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 43 18.09.2014
  44. 44. Formel für eine Kosten-/Nutzenberechnung pro Jahr Houghton, John: Costs and Benefits of Data Provision: Report to the Australian National Data Service, Center for Strategic Economic Studies - Victoria University, 2011, p. iv und p. 7 http://ands.org.au/resource/cost-benefit.html 44 A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 18.09.2014
  45. 45. Übersicht über die Nutzen-/Kostenrechnung für Australien Statistik Geodaten Einnahmeverlust bei Übergang zu Grenzkosten $ 3,586,500 $ 1,300,000 Geschätzter Gesamtnutzen (einschliesslich Multiplikatoren-und Übertragungseffekten) $24,666,000 $17,548,400 Benefit/cost ratio (einschliesslich Multiplikatoren- und Übertragungseffekten) 6.9 13.5 Houghton, John: Costs and Benefits of Data Provision: Report to the Australian National Data Service, Center for Strategic Economic Studies - Victoria University, 2011, p. 31 und p. 39 http://ands.org.au/resource/cost-benefit.html. Houghton rechnet vermutlich mit australischer Währung, was aber völlig unerheblich ist für seine Methodik und sein Resultat. Am 12.8.2013 betrug der Wechselkurs: 1 $A = $0.9151. Ebenso: Berlin, Wien etc. A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 45 18.09.2014
  46. 46. http://www.efv.admin.ch/d/dokumentation/finanzberichterstattung/staatsrechnungen.php A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 46 18.09.2014
  47. 47. Umfrage in der Bundesverwaltung 2013 A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 47 18.09.2014
  48. 48. Hochrechnung mittels Finanzstatistik 2010 betrugen die Gesamteinnahmen des gesamten Staatssektors CHF192 Mia., die Gesamteinnahmen des Bundes betrugen CHF63 Mia. Die gesuchte Schätzung für die Gesamtgebühreneinnahmen aus OGD in der Schweiz beträgt also CHF125 Mio. A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 48 03.09.2014
  49. 49. Wirtschaftlicher Nutzen von OGD Gebührenstrategie der Grenzkosten CHF 0,863 Mia. – CHF 1,688 Mia. (Netto- Nutzen) 18.09.2014 Benutzter Ansatz OGD-Nutzen Ökonomische Theorie Effizienz nur erzielbar durch Adaption von EU-Studien CHF 1,2 Mia.- CHF 6,5 Mia. Zeitersparnis CHF 1,3 Mia. Anwendung von Multiplikatoren A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 49
  50. 50. Budgetneutralität ist wahrscheinlich: Aufwandsschätzung gemäss Umfrage in der Bundesverwaltung (Ertragsausfall, über 3 Jahre amortisierte Investition und über 3 Jahre amortisierte Kosteneinsparung) Fr. 41.3 Mio. Ertragsschätzung auf der Basis des ökonomischen Nutzens (MWSt und Bundesanteil Einkommenssteuer) Fr. 44.2 Mio. bis Fr. 61.6 Mio. Saldo Fr. 2.9 Mio. bis Fr. 20.3 Mio. A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 50 03.09.2014
  51. 51. A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 51 18.09.2014
  52. 52. Kann der Staat auf seine «Rechnung» kommen? Ja, es gibt wahrscheinlich doppelte «OGD-Gewinne»: Transparenz und wirtschaftliches Potential OGD fördert nicht nur die Transparenz, sondern lohnt sich auch wirtschaftlich. Aber der «Gewinn für alle» kommt nicht automatisch. Man, d.h. Verwaltungsstellen und Nutzerinnen und Nutzer, müssen etwas dafür tun. A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 52 18.09.2014
  53. 53. “Information is the currency of democracy.” Thomas Jefferson A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 53 18.09.2014
  54. 54. Links zur Studie „Wirtschaftliche Auswirkungen von OGD“ und einem Prezi dazu: * http://www.bar.admin.ch/themen/01648/01651/index.html?lang=de&downl oad=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDeIR4e2 ym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A-- * http://prezi.com/4d1dtjcs65eh/open-government-data-ogd-finanzierung-von- gebuhrenausfallen-durch-wirtschaftliche-impulse-komplett/? utm_campaign=share&utm_medium=copy A. Bürgi-Schmelz, Wirtschaftsberaterin EDI 54 18.09.2014

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