Marcel Mauss 
1872 -1950 
kurze wissenschaftliche Biografie
Familie und Kindheit 
10.05.1872 
Epinal (Vogesen) 
1890 - 1895 
Bordeux
Ecole Pratique des Hautes Etudes. 
Lehrer 
Emile 
Durkheim 
Alfred 
Foucher 
Sylvain 
Lévi 
Antoine 
Meillet 
Pädagogik 
S...
Zeitgenossen und Bekanntschaft 
Sir James 
George Frazer 
Sir Edward 
Burnett Tylor 
Arnold van 
Gennep
Ecole Pratique des Hautes Etudes 
1897-1929 
Lehrstuhl für Religionsgeschichte der 
nichtziwilisierten Völker 
Mauss weiß ...
Ehrenamtlichen Funktion 
1904 die Gründung mit Jean Jaurès
Hobbys und Interesse 
Alpinismus 
französischer 
Boxsport 
Claude Debussy 
Pablo Picasso
Annèe socioloque 
1898 - 1913 
Die Originalarbeiten der 
Mitarbeiter vorstellen 
und jedes Jahr die 
internationale 
sozio...
Année sociologique
Année sociologique 
Sélestin 
Bougle 
Maurice 
Leenhardt 
Francois 
Simiand 
Paul 
Fauconett 
Antoine 
Meillet 
Andre 
Dur...
Annèe socioloque 
Lucien Levi- 
Bruhl 
Robert 
Hertz 
Maurice 
Halbwachs 
Marcel 
Granet 
Henri 
Hubert 
Paul 
Lapie 
Albe...
bis I. Weltkrieg. Werken 
+ 
+ 
+ Henri 
Beuchat 
De quelques formes primitives de 
classification, 1902 
Essai sur la nat...
I. Weltkrieg 
Dolmetscher für englische und 
australische Kampfeinheiten 
(1914-1919) 
Robert Hertz 
Andre Durkheim 
Les T...
Durkheim vs. Mauss 
universelle Natur 
Statistik 
Homo duplex Homo totalis 
Statistik 
Religion hat 
Ökonomie 
Ethno-graph...
magnum opus 
Thorstein 
Veblen 
Franz 
Boas 
Bronislav 
Malinowski 
Georg 
Simmel 
Essai sur le don… 
(1935)
zwischen der Weltkriegen 
Lucien Levi-Bruhl Paul Rivet 
Marcel Mauss 
1925 - 1929 
Denise Paulme 
1926 - 1939 
die Vorlesu...
Institut d´Ethnologie 
de Université de Paris 
Roger 
Caillois 
Germaine 
Dieterlen 
Louis 
Dumont 
Marcel 
Griaule 
Andrè...
Institut d´Ethnologie 
de Université de Paris 
Michel 
Leiris 
Germaine 
Leroi- 
Gourhan 
Maxime 
Rodinson 
Jasques 
Soust...
zwischen der Weltkriegen. Werken 
1921 LˋExpression obligatoire des sentiments 
1924 Les rapports réels et pratiques de la...
zwischen der Weltkriegen 
1931 -1940 
… er hatte eine Weltreise gemacht, ohne seinen 
Stuhl zu verlassen, in dem er sich d...
Mauss machte in seinem Zimmer, 
was ein Anthropologe im Feld tut, 
er brachte ein geübtes Verständnis 
mit, um sich dem Le...
Claude Lèvi- 
Strauss 
Jean 
Rouch 
Maurice 
Godelier 
Alla 
Ledeneva 
Marcel 
Hènaff 
Jean 
Boudrillard 
Pierre 
Bourdieu...
BRANDSTETTER, Anna Maria. 2001. Marcel Mauss. In: Feest, Christian F./ Kohl, 
Karl-Heinz (Hg.). 2001. Hauptwerke der Ethno...
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Marcel Mauss. Biographie

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  • Mauss war nicht Ethnologe, hat er keinen Doktortitel, hat nie Feldforschungen unternehmen, und trägt keine Definitive Theorie seinen Namen. Doch er hat während fast eines halben Jahrhunderts die Sozialwissenschaft in Frankreich beherrscht, stimuliert und die französische Ethnologie begründet.
  • Marcel Mauss, Neffe mütterlicherseits und Schüler des 14 Jahre älteren Durkheim, wird in Epinal in einer jüdischen bürgerliche Familie von Händlern und Rabbinern geboren. In Epinal absolviert er seine Schulausbildung, und bekommt er in seinem Familie Hebräischunterricht ergänzend. So wird sein Interesse für religiöse Probleme geweckt. 1895 besteht Mauss im Bordeux sein Staatsexamen in Philosophie glänzend, wo seiner Onkel Pädagogik und Sozialwissenschaft lehrt.
  • Danach vervollständigt er seine Ausbildung an der Ecole Pratique des Hautes in Paris. Er studiert Psychologie, Sanskrit, altindische Religionen und indoeuropäische Sprachwissenschaft. Aufgrund seiner Reisen bis 1897 von 1906, wo er übrigens James Fraser und Edward Tylor trifft, beherrscht Mauss einen großen Teil der lebendigen und alten europäischen Sprachen.
  • In seinen Nachgradierten-Studien beweist er eine erstaunliche Arbeitskapazität und eine Wissens- und Erfahrungsdurst, und 1901 – also mit 29 Jahre - erhält er an der Eticole Pratique den Lehrstuhl für Religionsgeschichte der nicht-zivilisierten Völker, und wird später (1914) „Direkteur des Ètudes“. Er beginnt seine Karriere als Spezialist für indische und primitive Religion.
  • In der Paris macht er als radikaler Sozialist Bekanntschaft von Jean Jaurès und nimmt teil an der Gründung der pro-sozialistischen Zeitschrift L`Humanité. Dann, nach der Spaltung der sozialistischen Partei 1920, arbeitet er für die Zeitung Le Populaire und für anderen politischen Zeitschriften.
  • Mauss war ein Mann mit vielseitigen Interessen neben der Beruf: Er war Amateurmeister des französischen Box Savate, begeisterter Koch, Alpinist und Musiker. Er verteidigte Debyssy, als dessen Musik umstritten war, und schrieb eine Huldigung an Picasso.
  • 1898 wurde die erste Nummer der Année Sociologique von Durkheim veröffentlicht, die mehr als eine wissenschaftliche Zeitschrift war.
  • Das hervorragende Team arbeitete nach strenger Aufgabenteilung.
  • Von Mitarbeitern sind Henri Hubert, Francois Simiand, Robert Hertz, Sèlestian Bougle, Antoine Meillet, Maurice Halbwachs und Mauss die bekanntesten.
  • Mauss mit der Abteilung der Religionssoziologie beauftragt, und dank seiner Sprachkenntnisse werden ihm auch die Auswertung und die Rezensionen der internationalen ethnografischen Literatur anvertraut.
  • Denn seines riesiges Beitrags hat er seinem Leben kein einziges Buch unter seinem Namen herausgegeben. Die meisten Beiträge, die Mauss in der Année bis zum Ersten Weltkrieg veröffentlicht hat, sind in Zusammenarbeit entstanden, um nur die bekanntesten zu nennen.
  • Während des Ersten Weltkrieg wird Mauss als Freiwilliger eingezogen, er wird als Dolmetscher für englische und australische Truppenkontingente eingesetzt und ist bis 1919 Soldat. Dieser Einsatz ist für ihn wie eine Felderfahrung; sie prägt später einige Ausführungen der Körpertechniken (1935). Mauss verliert im Krieg viele seiner Mitarbeiter und Freunde, unter ihnen Robert Hertz und André Durkheim.
  • Émile Durkheim überlebt den Tod seines Sohnes nicht. Marcel Mauss war mit Recht als Nachfolger Durkheims und hat nie die Lehre seines Lehrers kritisiert, obwohl er seine Ideen allmählich verändert und entwickelt. In der Nachkriegszeit stellt sich Mauss die Aufgabe, das Werk seines Lehrers fortzusetzen und die Manuskripte seiner verstorbenen Kollegen zu veröffentlichen. Dies behindert seine Weiterführung und Publikationen seiner eigenen Forschungen, weil seine Doktordissertation über Gebet unvollendet bleibt.
  • 1925 schreibt er seinen magnum opus über die Bedeutung des Gabentausches und der formalisierten Reziprozität in ganz unterschiedlichen Gesellschaften. Mauss wird Année Sociologique gleichzeitig wieder aufleben lassen und schreibt für verschiedenen wissenschaftlichen Zeitschriften. Das berühmteste Werk von Mauss, das größten Einfluss auf die ethnologische Theorie haben sollte, erschien in ersten Band der zweiten Serie der Année Sociologique.
  • 1925-1926 schafft er mit Lucien Levi-Bruhl und Paul Rivet des Institut d`Enthnologie de l`Université de Paris an der Sorbonne. Mauss hält dort eine Vorlesung. Seine Vorlesungen sind brillant, locker, suggestiv, reich an Beispielen und verschiedenen Hinweisen, voller Ideen. Aufgrund von stenografischen Notizen hat Denise Paulme später diese Vorlesung 1967 unter Titel Handbuch der Ethnographie veröffentlicht.
  • Wichtiger noch erwiesen sich Mauss` Fähigkeiten, im Laufe der Jahre hervorragende jüngere Wissenschaftler an das neue Institut binden,
  • darunter Marcel Griaule, Germaine Dieterlen, Michel Leiris, Claude Lèvi-Strauss, Louis Dumont, Andrè Leroy-Gourhan, Jacques Soustelle, Roger Caullois, Maxime Rodinson und andere.
  • In den Schriften aus dieser und nächste Perioden machen Texte über Religionssoziologie Aufsätzen über methodologische Probleme und Interdisziplinarität sowie spezifisch ethnosoziologischen Forschungen Platz.
  • Ich glaube nicht an totale wissenschaftliche Systeme und hat das Bedürfnis, die Wahrheiten nur teilweise auszusprechen -
    Marcel Mauss
    „L`Oeuvre de Mauss par lui-même“
    Mit seiner Berufung auf den Soziologielehrstuhl am Collège de France (1931) beginn die letzte wissenschaftliche Periode, die zu einem guten Teil dem Unterricht gewidmet ist. Von dieser Professur tritt er 1940 aufgrund der antisemitische Gesetze der Vichy-Regierung zurück.
  • Die Erfahrung der beiden Weltkriege und ihre Grausamkeiten und neuen Todes seiner Freunden (z.B. Maurice Halbwachs als Teilnehmer der Widerstand wurde von der Gestapo in Paris verhaftet und starb im KZ Buchenwald) zerstört seinen Glauben an der menschlichen Fortschritt endgültig und ruiniert die psychische Gesundheit von Mauss. Er ist nicht in der Lage schon zu unterrichten und stirb im Februar 1950.
  • In der Geisterwissenschaften machte die Mauss` Idee des reziproken Tausches die Hypothese, dass verschiedene Kulturen eine verschiedenartige Körperlichkeit bilden und bedingen, der Begriff faits sociaux totaux („totalen sozialen Tatsache“) und seine andere Annahmen nicht nur in der Ethno- und Soziologie ihren Weg (Metraux, Bastide, Lévi-Strauss, Evans-Pritchard, Sahlins, Gurvittch, König, Burdieu), sondern fand Eingang in der Wirtschaftswissenschaften (Polanyi und die Substantivisten), in der Philosophie (Bataille, Sartre, Deridda, Boudrilland), in der Psychologie (Homans, Lacan, Hellinger) und in der feministischen Theorie.
  • Marcel Mauss. Biographie

    1. 1. Marcel Mauss 1872 -1950 kurze wissenschaftliche Biografie
    2. 2. Familie und Kindheit 10.05.1872 Epinal (Vogesen) 1890 - 1895 Bordeux
    3. 3. Ecole Pratique des Hautes Etudes. Lehrer Emile Durkheim Alfred Foucher Sylvain Lévi Antoine Meillet Pädagogik Sozialwissenschaft Sanskrit Indologie altindische Religionen Ferdinand de Saussure → indo-europaische Sprachwissenschaft
    4. 4. Zeitgenossen und Bekanntschaft Sir James George Frazer Sir Edward Burnett Tylor Arnold van Gennep
    5. 5. Ecole Pratique des Hautes Etudes 1897-1929 Lehrstuhl für Religionsgeschichte der nichtziwilisierten Völker Mauss weiß alles… - Kollegen - 1901 England, Deutschland, Russland (Sowjetunion) auch als Gesandter und Regierungsbeauftrager
    6. 6. Ehrenamtlichen Funktion 1904 die Gründung mit Jean Jaurès
    7. 7. Hobbys und Interesse Alpinismus französischer Boxsport Claude Debussy Pablo Picasso
    8. 8. Annèe socioloque 1898 - 1913 Die Originalarbeiten der Mitarbeiter vorstellen und jedes Jahr die internationale soziologische Literatur erfassen… - Emile Durkheim - 11 000 Seite in der 14 Bände
    9. 9. Année sociologique
    10. 10. Année sociologique Sélestin Bougle Maurice Leenhardt Francois Simiand Paul Fauconett Antoine Meillet Andre Durkheim Richard Gaston Jean Rai Emmanuel Lèvi Edmond Laskine
    11. 11. Annèe socioloque Lucien Levi- Bruhl Robert Hertz Maurice Halbwachs Marcel Granet Henri Hubert Paul Lapie Albert Demangeon Renè Maunier Henri Beuchat Stefan Scnarnovski
    12. 12. bis I. Weltkrieg. Werken + + + Henri Beuchat De quelques formes primitives de classification, 1902 Essai sur la nature et la fonction du sacrifice, 1898 Esquisse d'une théorie générale de la magie, 1902 La sociologie: objet et méthode, 1901. + Essai Sur Les Variations Saisonnières Des Sociétés Eskimos, 1906
    13. 13. I. Weltkrieg Dolmetscher für englische und australische Kampfeinheiten (1914-1919) Robert Hertz Andre Durkheim Les Techniques du corps, 1935.
    14. 14. Durkheim vs. Mauss universelle Natur Statistik Homo duplex Homo totalis Statistik Religion hat Ökonomie Ethno-graphie Psychologie und Körper spielen wesentlichen Rollen für Verständnis Ethnologie = Sozialanthropologie = vergleichende Soziologie Soziologischer Maximalismus Religion = ein System der religiösen Phänomene
    15. 15. magnum opus Thorstein Veblen Franz Boas Bronislav Malinowski Georg Simmel Essai sur le don… (1935)
    16. 16. zwischen der Weltkriegen Lucien Levi-Bruhl Paul Rivet Marcel Mauss 1925 - 1929 Denise Paulme 1926 - 1939 die Vorlesung von Mauss über ethnografische Methoden Manuel D'Ethnographie. 1967
    17. 17. Institut d´Ethnologie de Université de Paris Roger Caillois Germaine Dieterlen Louis Dumont Marcel Griaule Andrè- Georges Haudricourt
    18. 18. Institut d´Ethnologie de Université de Paris Michel Leiris Germaine Leroi- Gourhan Maxime Rodinson Jasques Soustelle Denise Paulme
    19. 19. zwischen der Weltkriegen. Werken 1921 LˋExpression obligatoire des sentiments 1924 Les rapports réels et pratiques de la psychologie et de la sociologie 1928 Parentés à plaisnterie 1934 Fragment d`un plan de sociologie générale descriptive 1941 Les techniques et la technologie
    20. 20. zwischen der Weltkriegen 1931 -1940 … er hatte eine Weltreise gemacht, ohne seinen Stuhl zu verlassen, in dem er sich durch Bücher mit dem Menschen identifiziert hatte - Louis Dumont
    21. 21. Mauss machte in seinem Zimmer, was ein Anthropologe im Feld tut, er brachte ein geübtes Verständnis mit, um sich dem Leben der primitiven Völker zu nähern, das er gleichzeitig beobachtete und erfuhr. Wir Sozialanthropologen betrachteten ihn deshalb als einen der unsrigen. Sir Edvard Evans-Pritchard, „A History of Anthropological Thought“
    22. 22. Claude Lèvi- Strauss Jean Rouch Maurice Godelier Alla Ledeneva Marcel Hènaff Jean Boudrillard Pierre Bourdieu Maurice Sahlins Jacoques Derrida Paul Ricoeur Jacoques Lacan
    23. 23. BRANDSTETTER, Anna Maria. 2001. Marcel Mauss. In: Feest, Christian F./ Kohl, Karl-Heinz (Hg.). 2001. Hauptwerke der Ethnologie. Stuttgart: Alfred Kröner Verlag: 289 – 293 EVANS-PRITCHARD, Edward. 1981. Mauss Marcel (1872-1950). In: A History of anthropological thought. New York& Basic Books, Inc., Publishers: 189-192. HAHN, Hans Peter. 2013. Ethnologie. Eine Einführung. Berlin: Suhrkamp Verlag: 137-140 HEIDEMANN, Frank. 2001. Ethnologie. Göttinger: Vandenhoeck&Ruprecht GmbH&Co: 95-99. PETERMANN, Werner. 2004. Geschichte der Ethnologie. Wuppertal. Edition Trickster im Peter Hammer Verlag: 811-819. CENTLIVRES, Pierre. 1990. Marcel Mauss (1872–1950). In: Marschall, Wolfgang (Hg.) 1990: Klassiker der Kulturanthropologie: von Montaigne bis Margaret Mead. München: Beck: 171–197.

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