E 14.6
Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da
Die Bonner Wissenschaftsnacht setzt Maßstäbe




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E 14.6                                         Werkzeugkasten: Welche Instrumente wofür?

Wissenschaft erlebbar machen



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Andreas Archut: Bonner Wissenschaftsnacht

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Veranstaltungen in der Nacht durchzuführen, gehört mittlerweile zum festen Repertoire des Eventmanagements. Überall haben „Lange Nächte“ der Museen, der Musik, des Shoppings und selbst der Kirchen Konjunktur. Die Wissenschaft bildet da keine Ausnahme. Den Anfang machte zu Beginn des Jahrtausends die „Bonner Wissenschaftsnacht“.

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Andreas Archut: Bonner Wissenschaftsnacht

  1. 1. E 14.6 Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da Die Bonner Wissenschaftsnacht setzt Maßstäbe Andreas Archut Veranstaltungen in der Nacht durchzuführen, gehört mittlerweile zum festen Repertoire des Event- managements. Überall haben „Lange Nächte“ der Museen, der Musik, des Shoppings und selbst der Kirchen Konjunktur. Die Wissenschaft bildet da keine Ausnahme. Den Anfang machte zu Be- ginn des Jahrtausends die „Bonner Wissenschaftsnacht“. Gliederung Seite 1. Die Bonner Wissenschaftsnacht 2 2. Ziele: Warum eine Wissenschaftsnacht? 4 3. Konzeptionelle Überlegungen für Veranstalter 6 4. Die Bonner Wissenschaftsnacht – ein vorläufiges Fazit 15 HWK 1 04 09 03 1
  2. 2. E 14.6 Werkzeugkasten: Welche Instrumente wofür? Wissenschaft erlebbar machen 1. Die Bonner Wissenschaftsnacht Wer hätte das gedacht: In der nächtlichen Bonner Innenstadt, der man sonst nachsagt, zwar nur halb so groß, dafür aber doppelt so tot zu sein wie der Zentralfriedhof von Chicago, herrscht in besonderen Sommernächten ein reges Treiben – und zwar bis tief in die Nacht. Aber nicht Bierzelte locken Tausende Besucher ins Zentrum der Bun- desstadt, sondern handfeste, seriöse Wissenschaft. Die Rede ist von der Bonner Wissenschaftsnacht, die im Zweijahresturnus ihre Besu- cher für die Errungenschaften der Forschungseinrichtungen in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler begeistert. Veranstaltungen Es ist schon erstaunlich, wie sehr die späte Uhrzeit die Attraktivität gewinnen durch einer Veranstaltung verändern kann. Waren Tage der offenen Tür in ungewöhnliche Zeiten Wissenschaftseinrichtungen in der Vergangenheit häufig eher peinli- an Attraktivität che Ereignisse, bei denen Wissenschaftler vielfach unter sich blieben, so führt die Verlagerung derselben Aktivitäten in die Abend- und Nachtstunden bei sonst gleicher Konzeption zu einem deutlichen Mehr an Besuchern. Die Idee, eine Präsentation von Wissenschaft und Forschung in die Nacht zu verlegen, hatten erstmals Bonner Organisa- toren. Im Juni 2000, im bundesweiten „Jahr der Physik“, fand die 1. Bonner Wissenschaftsnacht statt. Seitdem haben insgesamt fünf Fol- geveranstaltungen in Bonn stattgefunden. Ähnlich wie bei dem erfolg- reichen Konzept der Kinderuni, eine Tübinger Idee (siehe Kapitel E 14.1), gibt es mittlerweile in vielen Universitätsstädten Deutschlands Kopien und Abwandlungen der Bonner Erfindung. Prominentestes Beispiel ist vielleicht die Berliner „Lange Nacht der Wissenschaften“, die auch überregional beworben wird, und deren Besucherzahlen mitt- lerweile sogar an die Bonner heranreichen. Keiner soll sagen, das Berliner Nachtleben wäre uninteressanter als das Bonner... Die Veranstaltergemeinschaft Die Bonner Wissenschaftsnacht ist eine echte Gemeinschaftsprodukti- on. Von Anfang an war nicht nur die Universität Bonn an der Vorberei- tung und Umsetzung beteiligt, auch die übrigen Wissenschaftseinrich- tungen und Hochschulen der Region und die drei Gebietskörperschaf- ten leisteten ihren Beitrag zum Gelingen. Finanziert wurden die ver- gangenen Wissenschaftsnächte von der Stadt Bonn, dem Rhein-Sieg- Kreis und dem Kreis Ahrweiler, die bei der Organisation mit der Uni- versität Bonn, dem Deutschen Museum Bonn, dem Wissenschafts- zentrum Bonn, der IHK Bonn/Rhein-Sieg und der Deutsche Telekom Stiftung kooperierten. 2 HWK 1 04 09 03
  3. 3. Werkzeugkasten: Welche Instrumente wofür? E 14.6 Wissenschaft erlebbar machen Folgende Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen haben sich 2008 mit Projekten an der 6. Bonner Wissenschaftsnacht beteiligt: • Universität Bonn • Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg • Internationale Fachhochschule Bad Honnef – Bonn • RheinAhrCampus Remagen • Alanus Hochschule • University of York • BGIA – Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Un- fallversicherung • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) • Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaften FGAN • Forschungszentrum caesar • Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rech- nen SCAI • Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssys- teme IAIS • Mathematikum • Max-Planck-Institut für Mathematik • Alexander von Humboldt-Stiftung • Bezirksregierung Köln • GEObasis, nrw • Bundeswettbewerb Mathematik • Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) • Deutsches Museum Bonn • Hochschulrektorenkonferenz • Wissenschaftszentrum Bonn Die mittlerweile erprobte Strategie, die Jahr um Jahr Besucherrekorde zeitigt, basiert auf einer Mischung aus Forschungspräsentation, Diskus- sion, Kultur und Unterhaltung. Die Wissenschaftsnacht lebt von ihrer ganz besonderen Atmosphäre, der Kombination aus einer zumeist lauen Sommernacht, dem barocken Schloss als Umgebung und den vielfälti- gen Präsentationen unterschiedlichster Art. Das Konzept geht immer wieder auf: Bis zu 35.000 Besucher pro Jahr nehmen das Angebot an. Zu den Mitveranstaltern an der Bonner Wissenschaftsnacht gehören mittlerweile über 40 Einrichtungen aus der Region, die sich mit Bil- dung, Wissenschaft und Forschung beschäftigen. Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität stellt als Gastgeber die Räumlichkei- ten zur Verfügung. HWK 1 04 09 03 3
  4. 4. E 14.6 Werkzeugkasten: Welche Instrumente wofür? Wissenschaft erlebbar machen Informationen zum Autor: Dr. Andreas Archut ist seit 2000 Leiter der Abteilung Presse und Kommunikation und Pressesprecher der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seit Herbst 2004 ist er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Hochschulpressestellen in Deutschland. Der promovierte Chemiker war nach Abschluss seiner akademischen Ausbildung freier Mitarbeiter der Bonner Rundschau und ab 1998 als Redakteur im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Forschungskommunikation verantwortlich. Er unterrichtete in Medientrainings Kollegiaten von DFG-geförderten Graduiertenkollegs. Journalistische Erfahrung sammelte Archut bereits als Schüler und Student als freier Mitarbeiter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Bonner Rundschau, der Honnefer Volkszeitung und bei Radio Bonn/Rhein-Sieg. 16 HWK 1 04 09 03

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