WASH
Wasser, Sanitär und Hygiene
Durch Brunnenbohren sichern die Johanniter in Simbabwe den Zugang
zu sauberem Wasser.
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Gesund werden und bleiben
Das Hauptziel der Johanniter ist es, das Menschen welt-
weit gesund und in Würde leben können. H...
Wasserrucksack
PAUL
In vielen Teilen der Welt gefährden Naturkatastrophen
wie Erdbeben, Überschwemmungen, Wirbelstürme etc...
„Kinder am stärksten betroffen“
Walter Berier erklärt im Interview die Wichtigkeit von
hygienischen Bedingungen und zeigt ...
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  1. 1. WASH Wasser, Sanitär und Hygiene Durch Brunnenbohren sichern die Johanniter in Simbabwe den Zugang zu sauberem Wasser. Jeder Tropfen zählt Johanniter sichern Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen 633 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu saube- rem Wasser. 2,6 Milliarden fehlt es an ausreichender Sanitärversorgung. Der Zugang zu sauberem Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene gehört zu den grundlegenden Menschenrechten. Für eine gesunde Entwicklung des Einzelnen sowie für die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft sind diese drei Komponenten unverzichtbar. Adäquate WASH-Bedingungen helfen zudem, vermeidbare Krankheiten einzudämmen. Zu den Krankheiten, die mit unzureichender Wasser- und Sanitärversorgung und un- hygienischem Verhalten in Verbindung stehen, gehören Durchfall, Cholera, aber auch parasitäre und Wurmerkran- kungen. Allein durch Durchfälle sterben weltweit täglich etwa 1 580 Kinder unter fünf Jahren. Das ist die zweit- höchste Todesursache von Kindern dieser Altersstufe durch Infektionskrankheiten. „Fast die Hälfte der Durchfallerkrankungen könnten vermieden werden, wenn alle Menschen Zugang zu sauberem Wasser und Seife hätten und diese regelmäSSig benützen würden“, so Dr. Oliver Hoffmann, Fachberater für Public Health bei der Johanniter-Auslandshilfe. www.johanniter-auslandshilfe.de Foto: Florian Kopp Foto: Paul Hahn
  2. 2. Gesund werden und bleiben Das Hauptziel der Johanniter ist es, das Menschen welt- weit gesund und in Würde leben können. Hierfür ist es entscheidend, dass Menschen Zugang zu sauberem Was- ser haben und unter hygienischen Bedingungen leben. Deshalb engagieren sich die Johanniter im Bereich WASH. Neben der Verlegung von Trinkwasserleitungen oder dem Bau von verbesserten Latrinen, installieren die Johanniter Wasserfilter, verteilen Hygiene-Kits und schulen die Be- völkerung zu verschiedenen Hygiene-Themen. Südsudan Bau von sanitären Anlagen Inadäquate Entsorgung von menschlichen Fäkalien und mangelnde Körperhygiene verursachen Durchfallerkran- kungen und Polio, welche zu Unterernährung und er- höhter Sterblichkeit beitragen. Nur 14,6 % der Bevölkerung des Südsudans verfügen zu Hause über eine Latrine. Fast zwei Drittel der Haushalte (62,5 %) haben gar keinen Zugang zu Sanitäranlagen. Die Johanniter haben deshalb im Rahmen ihrer Ernäh- rungssicherungsaktivitäten im Südsudan das Ziel in 50 Dörfern Latrinen zu bauen, wodurch zirka 3 700 Familien Zugang zu sanitären Einrichtungen erhalten. Das Beson- dere dabei ist, dass die Familien selber die Latrinen bauen, den Ort dafür festlegen und sich auch um die Instand- haltung kümmern. Die Johanniter unterstützen sie bei dem Vorhaben durch Wissensweitergabe. Ecuador Zugang zu sauberem Wasser Das Leben ist für die indigene, kleinbäuerliche Landbe- völkerung in den ecuadorianischen Anden schwer. „In der Trockenzeit hatten wir nicht einmal Wasser, um uns die Hände zu waschen“ erzählt Dioselina Cumbal, eine Dorf- bewohnerin aus der Provinz Pichincha. Das überalterte Versorgungssystem ist kaputt und un- brauchbar. Um den Wasserbedarf zu decken, holen die Bewohner das Wasser aus teilweise weit entfernten Bächen. Diese werden aber auch zum Waschen und für das Vieh genutzt. Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation IEDECA verlegen die Johanniter nun in den Provinzen Carchi und Pichincha im Andenhochland rund 110 Kilometer Wasser- leitungen, wodurch über 1 160 Familien zuverlässig mit Trinkwasser versorgt werden. Mit dem Bau von Latrinen verbessern die Johanniter die hygienischen Bedingungen im Südsudan. Mit der Verlegung von Trinkwasserleitungen erhalten die Bewohner abgelegener Gegenden Zugang zu sauberem Wasser. Foto: Ilse Pelkmans Foto: Florian Kopp
  3. 3. Wasserrucksack PAUL In vielen Teilen der Welt gefährden Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen, Wirbelstürme etc. immer wieder die Trinkwasserversorgung der Bevöl- kerung. Medikamente, Decken, Zelte, vor allem aber trinkbares Wasser, werden dann dringend und schnell benötigt, um die Verbreitung von Durchfallerkrankun- gen und den Ausbruch von Seuchen zu verhindern. Die Universität Kassel hat deshalb den Wasserrucksack PAUL erfunden. PAUL ist eine tragbare Wasserfiltereinheit zum Einsatz in Not- und Katastrophensituationen. Dort versorgt er Menschen mit sauberem Wasser. Er ist sofort einsetz- bar und benötigt keinen Strom, keine Chemikalien oder sonstige Verbrauchsmaterialien. Die Johanniter setzen PAUL vor allem für die Eigenver- sorgung ihrer Einsatzteams in Katastrophenländern ein. Auf den Philippinen und in Nepal haben die Johanniter während der letzten Katastrophen damit auch Trink- wasser für die betroffene Bevölkerung produziert. Jordanien Hygienische Verhältnisse schaffen Syrische Flüchtlinge, die nach Jordanien und in den Liba- non flüchten, leben unter schwierigsten Bedingungen. Sie haben kein Einkommen und selbst grundlegende Hygiene- Artikel können sie sich nicht mehr leisten. So trinken viele das Wasser aus veralteten verschmutzten Wassertanks und vernachlässigen auch das Zähneputzen und Händewaschen. Krankheiten sind die Folge. Die Johanniter haben deshalb in Jordanien Wasserfilter in 157 Wohnungen installiert und 400 Familien mit Hygienepaketen, in denen Seife, Zahnpasta, Handtücher und Frauenartikel enthalten waren, unterstützt. In Kursen wurden Kinder und Eltern über Hygiene aufgeklärt. Hygieneaufklärung für syrische Flüchtlingskinder. Foto: Shafak Syria Foto: Paul Hahn
  4. 4. „Kinder am stärksten betroffen“ Walter Berier erklärt im Interview die Wichtigkeit von hygienischen Bedingungen und zeigt auf, wie die Johan- niter diese in Entwicklungsländern verbessern. Was bedeutet WASH und welche Komponenten gehören in der Entwicklungshilfe dazu? Walter Berier: WASH steht für Wasser, sanitäre Anlagen und korrektes Hygieneverhalten und ist im Bereich der präventiven Gesundheit in allen Phasen der Entwicklungs- zusammenarbeit essenziell. Dazu gehört zum Beispiel die Bekämpfung der sogenannten „Water Born bzw. Water related Diseases“, also Krankheiten, die entstehen, wenn es keine adäquate und ausreichende Versorgung von Wasser, sanitären Anlagen oder gute Hygiene gibt. Warum ist es notwendig, die Wasser- und Hygiene- situation in Entwicklungsländern zu verbessern? Walter Berier: In vielen Entwicklungsländern stirbt laut Zahlen des Kinderwerks der Vereinten Nationen, UNICEF, jedes vierte Kind, bevor es fünf Jahre alt wird. Dies haupt- sächlich wegen Durchfallerkrankungen, die durch man- gelnde oder unsachgemäße Versorgung im Bereich WASH verursacht sind, also zum Beispiel durch bakteriell konta- miniertes Wasser. Die Bereiche hängen zusammen. So ist zum Beispiel das Wasser oft bakteriell kontaminiert, weil die Menschen unsachgemäße oder sogar überhaupt keine sanitären Anlagen haben. Oder sich durch Unkenntnis falsch verhalten, wie zum Beispiel nach dem Toiletten- gang oder vor dem Essen nicht die Hände zu waschen. Was tun die Johanniter, um diesen Missstand zu ver- bessern? Walter Berier: In allen Gesundheitsprogrammen der Johan- niter gibt es immer auch eine Aufklärungskomponente für die Bevölkerung. Dabei fangen wir schon im Kindesalter an. Auch werden Handwaschstationen installiert, Hygiene- Pakete verteilt oder Infoplakate in medizinischen Einrich- tungen angebracht. Besonders die syrischen Flüchtlinge leben unter mise- rablen hygienischen Bedingungen. Was tun die Johan- niter um diese zu verbessern? Walter Berier: Die Kinder sind am meisten Betroffen von schlechten hygienischen Bedingungen, da ihr Immunsystem noch nicht so ausgebildet ist, wie das eines Erwachsenen. Um dem zu begegnen, haben die Johanniter mit ihren Partnern zum Beispiel Hygienepakete an die Flüchtlinge verteilt. Solche Pakete sind die Grundausstattung für adäquates hygienisches Verhalten und beinhalten grund- legende Dinge wie Seife, Shampoo, Handtücher oder Nagelscheren. Außerdem haben wir Wasserfilter verteilt und Hygieneschulungen für Kinder durchgeführt. Hier lernen die Kinder auf spielerische Art, sich nach dem Toilettengang und vor dem Essen die Hände zu waschen oder regelmäßig die Zähne zu putzen. Walter Berier ist ­Länderbüroleiter der Johanniter in ­Jordanien. Um weltweit die Wasserver­ sorgung und die hygienischen Bedingungen zu verbessern, sind die Johanniter auf Spenden angewiesen. Spendenkonto Stichwort: Wasserprojekte weltweit IBAN: DE95 3702 0500 0433 0433 00 BIC: BFSWDE33XXX Bank für Sozialwirtschaft Kontonummer: 433043300 BLZ: 37020500 Vielen Dank für Ihre Unterstützung! ZeichenfürVertrauen Fotos: Sandra Lorenz www.johanniter-auslandshilfe.de

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