Effizienz im Nachhaltigkeitsmanagement

657 Aufrufe

Veröffentlicht am

Nachhaltigkeit bleibt das große Zukunftsthema, das die Unternehmen ebenso wie ihre Stakeholder betrifft. Wir brauchen weniger Beliebigkeit und Marketingorientierung, dafür mehr Konzentration auf die wesentlichen Erfolgsfaktoren in der Unternehmenspraxis:

1. Nachhaltigkeit muss fest in der Unternehmenskultur verankert sein.
2. Es muss unternehmensweit ein Verständnis für Nachhaltigkeit in allen Bereichen der Prozesskette geben.
3. Ein bisschen Nachhaltigkeit gibt es nicht. Vielmehr ist es ein Anspruch, der konsequent entlang der gesamten Prozesskette realisiert und mit verbindlichen Kennzahlen unterlegt werden muss.
4. Nachhaltigkeit braucht eine organisatorische Verankerung im Unternehmen und eine effiziente Infrastruktur.

Eine Orientierung an diesen Aspekten kann die Nachhaltigkeitsbemühungen der Unternehmen und damit ihre Glaubwürdigkeit beflügeln.
Der Beitrag von Wolfgang Griepentrog liefert Anregungen für die Diskussion und für eine verantwortungsbewusste, nachhaltig ausgerichtete Unternehmenspraxis.

Veröffentlicht in: Business
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
657
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
2
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
8
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Effizienz im Nachhaltigkeitsmanagement

  1. 1. DR. WOLFGANG GRIEPENTROG | WORDSVALUESEffizienz im Nachhaltigkeits-management: Haltung, Strategieund Organisation zusammen helfen,das Richtige richtig zu machenWolfgang Griepentrog, 8. Juni 2012,Beitrag im Blog „Das Glaubwürdigkeitsprinzip“Nachhaltigkeit: Der Begriff ist in aller Munde und wird fast schon inflationärgebraucht. Wer würde sich heute nicht eine nachhaltige und in umfassendemSinne verantwortungsbewusste Unternehmensführung auf die Fahnenschreiben? Ob die Unternehmen in der Praxis diesen Anspruch immer effizientumsetzen, ist jedoch fraglich. „In zehn Jahren hat sich mehr verändert, als oftwahrgenommen wird – aber noch zu wenig, als für einen Übergang in dieressourcensparende und klimaneutrale Gesellschaft nötig ist“, bilanziert MarlehnThieme, Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Trotz der Fülle vonProjekten, Initiativen und Berichten zur Nachhaltigkeit von Unternehmen lautetdie zentrale Frage: Geht das Engagement immer in die richtige Richtung?Machen wir das Richtige richtig oder konzentrieren wir uns nicht oft mitLeidenschaft und Einsatz auf die falschen Dinge? Wie können Unternehmen inder Praxis ihr Geschäft noch besser und wirkungsvoller auf Nachhaltigkeitausrichten? Für die Glaubwürdigkeit und Reputation von Unternehmen istNachhaltigkeit immer wichtiger, daher wollen wir hier einige Erfolgsfaktorenskizzieren.Eigentlich ist Nachhaltigkeit nichts Neues, sondern seit jeher Anspruch einesEhrbaren Kaufmanns (zusammengefasst findet man diesen Anspruch imGlaubwürdigkeitsprinzip, siehe www.glaubwuerdigkeitsprinzip.de/das-blog) undeiner verantwortungsbewussten, auf langfristige Profitabilität ausgerichteten© Copyright, Dr. Wolfgang Griepentrog, 2012 1
  2. 2. DR. WOLFGANG GRIEPENTROG | WORDSVALUESUnternehmensführung. Heute wird sie immer mehr eingefordert oder erwartet.Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeiter, aber auch Medien und öffentlicheMeinungsmacher sind kritischer geworden. Die Prozessqualität entlang derWertschöpfungskette wird ihnen immer wichtiger und sie wird zunehmendskeptisch hinterfragt. Es reicht längst nicht mehr, nur gute Produkte undDienstleistungen preisgünstig anzubieten. Wer heute wetterfeste Beziehungenzu Kunden und Stakeholdern aufbauen will, muss mehr tun: er muss seineUnternehmenskompetenzen so nutzen, dass alle Zielgruppen im Umfeld desUnternehmens davon profitieren und dass auch ökologische und soziale Belangekonsequent berücksichtigt werden. „Shared Value“ = „gemeinsameWertschöpfung“ nennt dies der amerikanische Managementvordenker MichaelPorter. Er führt damit zwar keine neue Perspektive in die Diskussion ein, bringtaber mit diesem Begriff genau das auf den Punkt, was der Anspruchnachhaltigen, verantwortungsbewussten Management ist und was hierzulandemit dem Begriff der „Corporate Social Responsibility“, kurz „CSR“ nur schwammigbeschrieben (und verstanden) wird: unternehmerisch-verantwortungsbewusstesHandeln mit einem 360°-Blick auf die Bedürfnisse und Erwartungen allerZielgruppen. „Shared Value“ zwingt die Wirtschaft heute zu einem neuen, nochumfassenderen Qualitätsverständnis in sämtlichen Unternehmensbereichen,vom Produkt bis zur Kundenbetreuung, vom vernetzten Zusammenspiel derMitarbeiter bis hin zur lernenden, optimierten Hochleistungsorganisation. Es gilt,die Unternehmenstätigkeit so zu organisieren, dass sie vielfältigen Nutzen stiftetund Wertschöpfung nicht auf Kosten anderer erreicht. Alibimaßnahmen für dieUmwelt oder großzügiges Mäzenatentum reichen dabei nicht aus, vielmehr gehtes um die ganzheitliche und verantwortungsbewusste Gestaltung von Prozessenund Abläufen als Weichenstellung für den langfristigen Geschäftserfolg. Eineglaubwürdige Nachhaltigkeitsperformance stärkt die Akzeptanz am Markt unddie Reputation; sie macht Unternehmen widerstandsfähig in Krisen undVeränderungsprozessen, sie ist der beste Schutz vor Reputations-Risiken undGrundlage für langfristiges, profitables Wachstum.Darüber ist schon viel geschrieben und gesprochen worden. Warum bleibtNachhaltigkeit trotzdem oft ein Lippenbekenntnis? Jedes Jahr setzeninternationale Konzerne ebenso wie mittelständische UnternehmenMilliardenbeträge in den Sand durch Managementprozesse, die Schwächen inder Prozesskette nicht verhindern, die Risiken nicht erkennen oderberücksichtigen, aber auch durch Nachhaltigkeitsengagements, deren Sinnweder Kunden noch Mitarbeiter verstehen und deren Imagewirkung folglich insLeere läuft. So praktiziert beispielsweise ein führendes deutsches Bankinstitutein beeindruckendes Corporate Volunteering Programm, bei dem sich jeder© Copyright, Dr. Wolfgang Griepentrog, 2012 2
  3. 3. DR. WOLFGANG GRIEPENTROG | WORDSVALUESMitarbeiter mehrere Tage im Jahr für soziale Einrichtungen engagiert und das dieVerantwortung als nachhaltiges Unternehmen demonstrieren soll. Diesegroßzügige, soziale Unterstützung wird zwar gern angenommen und schärftgewiss das Image im lokalen Bereich, aber Kunden und Öffentlichkeit erkennennicht wirklich den strategischen Sinn dieser Initiativen und die Bedeutung für dasGeschäft. Das beste Bemühen um ein nachhaltiges Unternehmensprofil nütztfreilich wenig, wenn die Kunden dies nicht verstehen und es keinem erkennbarenroten Faden folgt.Selbst Branchen wie der Lebensmitteleinzelhandel, die Nachhaltigkeit alsLeitthema erkannt haben und dem Trend zum reflektierten Konsum Rechnungtragen, tun sich schwer damit, den Kunden ihre Nachhaltigkeitsphilosophieerlebbar zu machen. Ihre Aktivitäten werden als marketinggetriebeneProfilierungsmaßnahmen (was sie ja auch sind!) kaum gewürdigt. Geschweigedenn, dass die Kunden bereit wären, Nachhaltigkeit angemessen zu bezahlen.Der Kern des Problems liegt in der Regel die fehlende Erkenntnis, dassNachhaltigkeit eine strategische und kulturelle Herausforderung bedeutet. Eslohnt sich daher, stets die folgenden Aspekte im Blick zu behalten:Die wichtigsten Erfolgsfaktoren professionellenNachhaltigkeitsmanagements 1. „Nachhaltigkeit wollen“ – eine Frage der Haltung: Eine nachhaltige Unternehmenspraxis erfordert ein auf Nachhaltigkeit programmierte Unternehmenskultur. Die am Shared Value orientierte Praxis ist untrennbar mit einer unternehmensweiten ethischen Haltung verbunden, die Vertrauen und Wertschätzung über kurzfristiges Profitabilitätsdenken stellt. Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen: Nachhaltigkeit muss und will der Profitabilität und dem Unternehmenserfolg dienen, sie muss dies aber langfristig tun! Das klingt leichter als es ist, denn der Konflikt zwischen Ethik und kurzfristigen Interessen ist überall in der Wirtschaft und in der Gesellschaft gegenwärtig. Oft sind hoher Kosten- und Wettbewerbsdruck die Ursache. So kommt es, dass manche Top-Manager den raschen Vorteil oder einzelne Stakeholderinteressen höher gewichten als die Gesamtverantwortung des Unternehmens in der Gesellschaft und seine Reputation. Nachhaltigkeit muss als Haltung in den Unternehmensprinzipien (Leitbild) und -strategien verbindlich verankert und vom Management vorgelebt werden (siehe hierzu den Beitrag im© Copyright, Dr. Wolfgang Griepentrog, 2012 3
  4. 4. DR. WOLFGANG GRIEPENTROG | WORDSVALUES Blog der Initiative „Das Glaubwürdigkeitsprinzip“: „Wenn Leitbilder unglaubwürdig machen“). 2. „Nachhaltigkeit verstehen und planen“ – Zusammenhänge erkennen und Ziele setzen: Nachhaltigkeit erfordert Verständnis. Es geht um eine komplexe Herausforderung, die eine sichere Analyse und die Definition der richtigen Ziele und Meilensteine erfordert. Welche Themen, welche Unternehmensbereiche sind aus der spezifischen Sicht meines Unternehmens für eine nachhaltige Geschäftspraxis besonders relevant? Welche Fortschritte sollen wir anstreben? Wie gehen wir konkret vor? Wie vermeiden wir unzusammenhängende Einzelmaßnahmen? Wir entwickeln wir einen Plan bzw. ein schlüssiges Konzept mit spürbarem Mehrwert für alle externen und internen Zielgruppen und Stakeholder? Unternehmen, denen es gelingt, diese Frage zu beantworten, können mit der nachhaltigen Ausrichtung ihres Business hervorragend ihre strategische Kompetenz demonstrieren. 3. „Nachhaltigkeit konsequent realisieren“ – professionelles Nachhaltigkeitsmanagement muss die gesamte Prozesskette erfassen: Die notwendige 360°-Betrachtung erfordert den Mut, die Bereitschaft und die Fähigkeit, nicht nur bereichsübergreifend zu denken, sondern auch zu handeln. In diesem Sinne müssen alle Stufen und Einflussfaktoren der Prozesskette immer wieder auf den Prüfstand gestellt und verbessert werden. Damit Fortschritte gemessen und kommuniziert werden können, muss jedes Unternehmen seine spezifischen Kennzahlen (KPIs) festlegen. Schließlich schafft nur die messbare und damit nachvollziehbare Ausrichtung der Unternehmenstätigkeit Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei Kunden, in der Öffentlichkeit und bei den Mitarbeitern. 4. „Nachhaltigkeit vorbereiten“ – eine Frage der Infrastruktur: Effizientes Nachhaltigkeitsmanagement erfordert klare Zuständigkeiten und Ressourcen, mit anderen Worten: eine feste organisatorische Verankerung im Unternehmen (in gleicher Weise wie beispielsweise auch glaubwürdige PR eine entsprechende Infrastruktur erfordert, siehe hierzu die Anregungen im Beitrag: „Zur Infrastruktur glaubwürdiger PR“). Oft sind Flexibilität und rasche Managemententscheidungen gefragt, um die Prozessabläufe effizient und nachhaltig zu organisieren und unternehmensweit bei Mitarbeitern, Führungskräften und Geschäfts- partnern ein Nachhaltigkeitsbewusstsein zu etablieren. Die Belange der Nachhaltigkeit brauchen daher Stimme und Einfluss. Auch Verstöße gegen Nachhaltigkeitsprinzipien – und unter Umständen auch reputationskritische Managemententscheidungen – müssen intern aufgezeigt und diskutiert werden. Zurecht haben viele Unternehmen© Copyright, Dr. Wolfgang Griepentrog, 2012 4
  5. 5. DR. WOLFGANG GRIEPENTROG | WORDSVALUES heute die Position des Nachhaltigkeitsmanagers weit oben im Verantwortungsbereich des Top-Managements angesiedelt. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Verbindlichkeit des Nachhaltigkeitsanspruchs intern und extern zu gewährleisten.Ein Beispiel aus der Praxis:Nachhaltigkeit im KrankenhausmanagementDer Strukturwandel im Gesundheitswesen zwingt heute zu weitreichendenKonsequenzen im Krankenhausmanagement. Dabei ist der Zusammenhangzwischen einer partnerschaftlichen, nachhaltigkeitsorientierten Unternehmens-kultur und dem wirtschaftlichem Erfolg von Krankenhäusern evident und es gilt,dieses Potenzial durch eine Neuausrichtung der Prozesse mit neuen, abteilungs-und ggf. klinikübergreifenden Kooperationsformen zu nutzen. Dabei müssen alleKrankenhausaktivitäten zum einen noch stärker auf den Patienten fokussiertwerden, der letztlich die wirtschaftliche Basis der Einrichtung gewährleistet, undzum anderen noch stärker auf die Mitarbeiter. Sie müssen sich als Teil einesganzheitlichen Behandlungs- und Betreuungsprozesses verstehen und über ihreigenes, eng definiertes Aufgabenfeld hinaus die vielfältigen Auswirkungen aufdas Patientenwohl und auf das Wettbewerbsprofil des Krankenhauses insgesamtberücksichtigen. Der Leitgedanke der gemeinsamen Wertschöpfung, das Shared Value- Prinzip sollte das prägende Kulturmerkmal einer modernen, nachhaltigen Krankenhauskultur sein. Dazu braucht es das, was selbst bei wirtschaftlich unter Druck stehenden Krankenhausorganisationen nicht selbstverständlich ist: einen klaren Plan mit verbindlichen Zielen, die nicht nur Cost Cutting und Profitmaximierung, sondern das effiziente Zusammenwirken aller Beteiligten – Ärzte, Pflegepersonal, Einweiser und Partner, aber auch Patienten – in den Fokus rücken. Nachhaltigkeit ist das Leitmotiv bei Prozessverbesserungen. Dass im Krankenhausmanagement allerorten erhebliche Potenziale für Verbesserungen der Organisations- und Ablaufprozesse nicht ausgeschöpft sind, zeigen die umfangreichen Restrukturierungsprojekte, die das Bild der Branche prägen. Es ist eine Branche im Wandel, die immer mehr erkennt, dass nachhaltiges (und damit nachhaltig erfolgreiches) Krankenhausmanagement lernende, vernetzt denkende© Copyright, Dr. Wolfgang Griepentrog, 2012 5
  6. 6. DR. WOLFGANG GRIEPENTROG | WORDSVALUES Organisationen erfordert. Deswegen ist auch die enge Einbindung der Mitarbeiter bei Prozessverbesserungen und die verbindliche Orientierung an einem tragfähigen Leitbild notwendig. Nur so kann die nachhaltige Ausrichtung der gesamten Prozesskette im Krankenhausmanagement erreicht werden. Eine optimierte Infrastruktur erleichtert nicht nur die Arbeit im Krankenhausbereich, sie macht es auch der Klinikleitung einfacher, die fachlichen, wirtschaftlichen und markenrelevanten Dimensionen der Unternehmensführung im Einklang zu halten. Wenn Nachhaltigkeit zum Markenkern und zum Wettbewerbsprofil des Krankenhauses zählt, muss sich dies auch in der Infrastruktur widerspiegeln.Machen Sie das Richtige richtig gut!Vermeiden Sie Marketing-Aktionismus und tretenSie in einen tiefen Dialog mit den Stakeholdern!Es wird Zeit, dass Unternehmen Nachhaltigkeit neu denken. Das erfordert dierichtige Weichenstellung und die Konzentration auf die richtigen Aktivitäten. DerSocial Media Experte Mirko Lange hat kürzlich formuliert: „Es gibt keine größereVerschwendung als das Falsche richtig gut zu machen.“ So könnte man auch dieNachhaltigkeitspraxis vieler Unternehmen beschreiben: Es gibt viel Bemühen undAktivität, aber oft geht es am Kern vorbei. Es ist nicht immer einfach underfordert Mut, das Prozessmanagement in allen Stufen mit dem Anspruch einesglaubwürdigen Nachhaltigkeitsmanagements zu verbinden. Unternehmenbrauchen dafür auch die geeigneten Partner auf Beratungsseite, die Anspruchund Realität kritisch reflektieren. Klassische Agenturen können das kaum leisten;hier ist vielmehr ein werteorientierter Beratungsansatz hilfreich, der dieZusammenhänge der Unternehmenstätigkeit aus dem 360°-Winkel beleuchtetund daraus die richtigen Strategien und Maßnahmen ableitet.Nachhaltigkeit können Unternehmen nicht alleine, sondern nur zusammen mitihren Stakeholdern erreichen: mit den Geschäftspartnern, die sich Nachhaltigkeitsstandards zu eigen machen, mit den Medien und Multiplikatoren, die die Fortschritte in der Prozesskette erkennen und würdigen,© Copyright, Dr. Wolfgang Griepentrog, 2012 6
  7. 7. DR. WOLFGANG GRIEPENTROG | WORDSVALUES mit den Kunden, die all das nicht nur für selbstverständlich halten, sondern das Verantwortungsbewusstsein spüren und durch eigenes Verhalten unterstützen, mit den Mitarbeitern, die Ihre Verantwortung für die nachhaltige Gestaltung der Prozesskette kennen und beachten.Deswegen darf sich die Nachhaltigkeitskommunikation der Unternehmen nichtauf die einseitige Präsentation von Aktivitäten beschränken. Sie erfordert denkontinuierlichen, tiefen, umfassenden, kritischen Dialog mit den Stakeholdernüber alle Kanäle. So kann nicht nur der nachhaltige Verhaltenswandel in derGesellschaft gefördert werden, es wird auch neues Verständnis von Qualität inallen Bereichen der Wertschöpfungskette möglich und spürbar – und dies zahltsich für alle aus, ganz besonders für die Unternehmen.FazitNachhaltigkeit bleibt das große Zukunftsthema, das die Unternehmen ebensowie ihre Stakeholder betrifft. Wir brauchen weniger Beliebigkeit undMarketingorientierung, dafür mehr Konzentration auf die wesentlichenErfolgsfaktoren in der Unternehmenspraxis: 1. Nachhaltigkeit muss fest in der Unternehmenskultur verankert sein. 2. Es muss unternehmensweit ein Verständnis für Nachhaltigkeit in allen Bereichen der Prozesskette geben. 3. Ein bisschen Nachhaltigkeit gibt es nicht. Vielmehr ist es ein Anspruch, der konsequent entlang der gesamten Prozesskette realisiert und mit verbindlichen Kennzahlen unterlegt werden muss. 4. Nachhaltigkeit braucht eine organisatorische Verankerung im Unternehmen und eine effiziente Infrastruktur.Eine Orientierung an diesen Aspekten kann die Nachhaltigkeitsbemühungen derUnternehmen und damit ihre Glaubwürdigkeit beflügeln.Pragmatischen Support bei der Realisierung von Nachhaltigkeitszielenund weitere Infos bietet das Team von Dr. Wolfgang Griepentrog,Kontakt über: http://www.wordsvalues.deQuelle: http://glaubwuerdigkeitsprinzip.de/das-blog© Copyright, Dr. Wolfgang Griepentrog, 2012 7

×