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Arbeitsbedingungen                                                      Medientyp                          Langzeit-      ...
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Modell der Qualitätssicherung           Regeln                              Ressourcen                    Output         O...
Zürcher Fachhochschule
Qualitätssteuerung:Dokumente und Prozesse der Q-Sicherung                                                                 ...
Integration?                                                                    weitere Plattformen                       ...
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Abgrenzungen IIAbschichtung: „Der Abstieg“•„Wir alten Kläuse denken Print. Man macht zwar zuerst etwas fürsOnline, aber ei...
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Interaktion mit dem Publikum                                    Veränderung der                                     Intera...
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8. Frankfurter Tag des Onlinejournalismus

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Arbeitsbedingungen im Onlinejournalismus, Qualitätssicherung

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  • Qualitätsmedien: Dazu gezählt wurden die bezahlten Tages‑, Wochen- und Sonntagszeitungen, Mitarbeitende von SRG-Radio- und -TV-Stationen sowie Journalisten von Presseagenturen. Gratis: Mitgliedschafts, Gratis, Fachzeitschrift, Radio, Privatradio, Privatfernsehen, Online Andere:
  • Die Anwendung der Ressource Internet verändert in Redaktionen auch die Beziehung zum Publikum des Journalismus. Dies in vielerlei Hinsicht. Die befragten Journalisten beurteilen das Potenzial des Internet hinsichtlich der Beziehung zum Publikum durchaus als positiv. Zugleich sehen sie aber auch Gefahren von Praktiken oder Entwicklungen, die mit professionellen Normen kollidieren. Insofern wird der Einsatz des Internets in der Interaktion mit dem Publikum als ambivalent wahrgenommen. Zunächst ist festzuhalten, dass der Kontakt zum Publikum bzw. zu einem aktiven Teil des Publikums klar zugenommen hat. „ Seit man das so einfach machen kann, sind die Zahlen der Rückmeldungen astronomisch gestiegen “, beobachtet ein Befragter. Er verweist auf die erleichterte Zugänglichkeit der Redaktoren per Mail. Die Zahl der direkten Mails an Journalisten nimmt zu. Die Befragten erklären dies mit der einfachen Handhabung dieses Kommunikationsmittels, während das Schreiben eines Leserbriefes viel mehr Hürden bedeuten würde. Der vermehrte Kontakt zum Publikum wird zunächst als positiv beurteilt, weil die gleichzeitig auch eine potenzielle Zunahme an Feedback bedeuten kann, was bei einigen der Befragten eher motivierend wirkt. Die niedrige Schwelle der Kontaktaufnahme bedeutet hinsichtlich Vielfalt durchaus eine Steigerung an Zugänglichkeit zu Rückmeldungen und auch Themenideen und Themendeutungen.
  • 8. Frankfurter Tag des Onlinejournalismus

    1. 1. IAMInstitut für Angewandte Medienwissenschaft8. Frankfurter Tag des Online-Journalismus 2012Prof. Dr. Vinzenz WyssBesser vernetzt? Qualitätssicherung im Online-Journalismus14. Mai 2012vinzenz.wyss@zhaw.chZürcher Fachhochschule
    2. 2. FragenBlick auf die Regeln und Ressourcen des OnlinejournalismusRessourcen:•Arbeitsbedingungen•Professionalisierungsgrad•Praktiken der QualitätssicherungRegeln:•Ko-Orientierung und Selbstreferenzialität•Praktiken zur Inklusion des PublikumsZürcher Fachhochschule 2
    3. 3. Strukturationsprozess Regel d er n Ressourcen d er Signifikation/Legitim ation Herrschaftsord nung WOLLEN / SOLLEN KÖNNEN rekurs iver Prozes s Deutungsmuster Allokative & Normen: Autoritative Ressourcen: Orientierungen Personal, Wissen, Zeit Selektionskriterien Arbeitsbedingungen Inszenierungsregeln (Sicherungs-)Prozesse kom m unizieren / M acht aus üben rechtfertigen Zürcher Fachhochschule 3
    4. 4. Rückgriff auf das Sampleaus zwei Untersuchungen Privat- Print / SRG rundfunk Online Quantitative Methode Onlinebefragung Fragebogen Studie Im Feld Winter Herbst Sommer 2006/7 2007 2008 Grund- 1’ 100 1’ 800 7’ 300 gesamtheit Sample 449 657 1’ 468 Rücklauf 39% 33% 19% Qualitative Methode Interviews Interviews - Studie Beobachtung Beobachtung Im Feld Sommer Sommer - 2010 2010 Sample 48 Redakteure in 12 RedaktionenZürcher Fachhochschule 4
    5. 5. Arbeitsbedingungen Medientyp Langzeit- Online Daten von 2008 Vergleich Privat- SRG Print Online N= 657 Rundfunk N=1403 N= 65 1999 2008 N=449Einschätzung der Arbeitsplatz-Sicherheit(1= zufrieden. ; 6= unzufrieden) 2.3 3.5 3.5 4.2 2,3 3,2Einschätzung der Aufstiegsmöglichkeiten(1= zufrieden. ; 6= unzufrieden) 3.5 3.4 4,1 4.2 4.2 3.9exklusiv hier arbeiten 81 59 60 58 - 64Einkommen (Monat, brutto)(Mittelwert in 1000 CHF) 6.8 4.3 6.5 5.2 6.3 6.4Zufriedenheitmit Einkommen 2.9 3.9 3.5 3.8 2.7 3.4(1= zufrieden. ; 6= unzufrieden) Zürcher Fachhochschule 5
    6. 6. Bedingungen für die Recherche Langzeit-nur Redakteure ohne Führungsfunktion Medientyp Online Vergleich Privat- SRG Print Online 1999 2008 rundfunkSchätzung der Arbeitszeit für 31% 22% 37% 26% - 33%Recherche in %Regelmässig Gegenrecherche 60 39 34 24 - 41zugestellter InformationenZufriedenheit mit der Zeit fürRecherche 3.1 3.4 3.0 3.5 - 3.2(1= zufrieden. ; 6= unzufrieden)in Ressort tätig 65 44 75 44 - 71 Zürcher Fachhochschule 6
    7. 7. Professionalisierung: Aus- bzw. Weiterbildung; Organisiertheit (Verband) Langzeit- Medientyp Online Vergleich Privat- SRG Print Online 1999 2008 rundfunkJournalistenschule besucht 31 16 32 14 - 30keine berufsspezifische Ausbildung 11 18 17 20 13 16keine Weiterbildung - 43 63 50 - 60besucht (im letzten Jahr)Zufriedenheitmit Weiterbildungssituat. 2.6 3.1 3.5 3.6 3.7 3.2(1= zufrieden. ; 6= unzufrieden)(nur Redaktoren)Beruf empfehlen Zürcher Fachhochschule 80 44 68 63 77 687
    8. 8. Modell der Qualitätssicherung Regeln Ressourcen Output Outcome Q-Ziele Normen Allokative Autoritative Inhalte Publika Redaktions- Organisations- Q-Standards: Leitbilder Personal statute struktur Wirkungen: Relevanz Journalisten- Vielfalt Leitlinien Geld, Technik Hierarche Information kodex Richtigkeit Verstehen Aktualität Orientierung Sicherungs- Transparenz Partizipation Konzepte Ethik-Kodex Wissen Interaktivität Prozesse Narrativität präventiv produktions- rückblickend begleitend Briefing Coaching Feedback Aussagewunsch Fact-Checking Selbstkritik Themenplanung Zürcher Fachhochschule Abnahme Publikumsreaktion
    9. 9. Zürcher Fachhochschule
    10. 10. Qualitätssteuerung:Dokumente und Prozesse der Q-Sicherung Langzeit- Medientyp Online Vergleich Privat- SRG Print Online 1999 2008 rundfunkLeitbild bekannt 75 60 43 37 - 52Ethik-Kodex 66 38 24 29 - 35PR-Richtlinien 43 30 19 23 - 25Qualitätsdiskussion 63 52 28 29 - 36Gegenlesen / Abnahme 73 37 59 60 - 59Blatt- / Sendungskritik 77 53 45 22 - 52Qualifikationsgespräch 78 51 38 48 - 47 Zürcher Fachhochschule 10
    11. 11. Integration? weitere Plattformen Politik Wirtschaft Online-Redaktion Sport Chefredaktion Kultur Politik Wirtschaft Kultur Sport Lokales Politik Wirtschaft Feuilleton Sport Lokales Wissenschaft Ratgeber Medien Wissenschaft Ratgeber Medien Zürcher Fachhochschule 11
    12. 12. Abgrenzungen IAbgrenzung: „Wir“ und „die dort“•„Die (Online) machen einfach ohne Absprachen ihre Geschichten unddann sehen wir (Zeitung) ungefähr so, was die am Machen sind.“•„Jede Information, die wir (Zeitung) ihnen (Online) geben, ist für unsverloren. Wir haben das Interesse, eine News so lange wie möglich füruns zu behalten und dafür umso besser abzurecherchieren, damit wir amnächsten Tag den Knaller haben.“•„Wenn die (Onliner) besser werden wollen, legen wir denen sicher nichtSteine in den Weg.“  Zürcher Fachhochschule 12
    13. 13. Abgrenzungen IIAbschichtung: „Der Abstieg“•„Wir alten Kläuse denken Print. Man macht zwar zuerst etwas fürsOnline, aber eigentlich macht man ja trotzdem Print. Vielen ist es nichtwohl.“•„In der Abbauübung wird klassischen Printredaktoren gesagt, sie könntenbleiben, seien danach aber Onlinereaktoren. Das ist vom Status her einAbstieg, weil Online noch nicht positiv besetzt ist.“•„Einerseits sagt man, Online sei so wichtig und andererseits hat man dortminderqualifizierte und schlechter bezahlte Leute.“ Zürcher Fachhochschule 13
    14. 14. «Online ist …«… „Häppchen“ «Zeitungstitel funktionieren im Online… „knackige Titel“ nicht. Zu wenig pointiert, zu wenig boulevardesk, sie machen nicht... „unsorgfältig“ neugierig, sind langweilig.… „marginal“ Man muss sie immer adaptieren,… „nicht ernst genommen“ umformulieren, zuspitzen.»… „unerfahren“ «Man kann durch die Klicks direkt… „fehlerresistent“ verifizieren, welche Geschichte gut läuft. Man weiss, dass Titel, die aus… „respektlos“ dem Print importiert werden, immer… „beschämend“ schlecht laufen.» Printredakteur OnlinerZürcher Fachhochschule 14
    15. 15. Ressource Internetals Treiber der Ko-OrientierungErleichterte Zugänglichkeit zu Onlinemedien (auch Ausland)Potenzial für Vielfalt nimmt zu Effiziente Themenfindung („Monitoring“) Quantitätssteigerung V- - Reproduktion Exklusivität V+ + Komplexitätsreduktion Konzentration Ergänzung Stopp Neuer Aspekt / Perspektive „nachziehen“ V- + Neue Themensuche Zürcher Fachhochschule 15
    16. 16. Interaktion mit dem Publikum Veränderung der Interaktivität? Publikum AmbivalenzMehr Kontakt, „Motivation“ V+ V- „wenig fruchtbar“, Kontaktzunahme„Niedrige Schwelle“ durch Mails „Zeitfresser“„Kontrollmöglichkeit“ Barometer „aufwändig“, „aufgeregt“ Forumseintrag/„Inspirationsquelle“ „keine Schranken“, Kommentar„Inputs“, Kontakt zu Publikum „Reflexe“„Affekt„Geschwätz“,„Mehr Quellen“, „Fotos“ „User Generated „zeitaufwändig“, „80% Trash“„Primeur-Maschine“ Content“ „Kontrollaufwand“„Inspirationsquellen“ Social Media / „Müll“, Valenzproblem,„Personalisierung“ „zeitaufwändig“ „Facebook“ etc. „Anpassungsdruck“„Orientierung“, Publikum kennen „gefährliches Tool“ „Klick“-ReferenzSeismograph „Demokratisierung“ Nivellierung Interaktion bleibt eher einseitig, Potenzial der Inklusion wenig ausgeschöpft erhöhter Ressourcenbedarf, erhöhte Anforderungen an Professionalität Zürcher Fachhochschule 16

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